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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von ReiShimura:

Leider nicht mein Fall

How To Kill a Guy in Ten Ways von Eve Kellman

Ab und zu braucht man mal ein etwas anderes Buch, etwas das nicht zu den Genres gehört, die man sowieso immer liest. Etwas Neues und vor allem, etwas Unterhaltsames. Ein schwarzhumoriger Female Revenge Roman klang da einfach perfekt. Leider hat sich für mich dann herausgestellt, dass das Buch und ich kein "perfect match" sind.

Dabei klang am Anfang alles so vielversprechend und ich kann sogar behaupten, dass das Buch eigentlich auch das geliefert hat, was es versprochen hat. Aber eben nur eigentlich. Female Revenge gab es, sehr viel davon und auch teilweise sehr detailreich beschrieben. Es war eher der Punkt mit dem schwarzen Humor, der nicht so ganz stimmig war. Die Geschichte und seine Charaktere sind zwar äußerst skurril, aber amüsiert habe ich mich leider nur wenig.
Wahrscheinlich liegt mein Problem aber vor allem bei der Protagonistin Millie. Diese war mir nämlich überhaupt nicht sympathisch. Ihre Beweggründe für ihre Handlungen kann ich zwar, bis zu einem gewissen Punkt, nachvollziehen, aber mit ihren Gedanken und Gefühlen zu dem Ganzen habe ich so meine Probleme. Wobei sich hier die Frage stellt, in weit einem eine Person sympathisch sein kann oder muss, die zur Selbstjustiz greift und nicht nur das, die auch noch den einen oder anderen Mord begeht.
Den Schreibstil von Eve Kellman würde ich als eher nüchtern und sachlich beschreiben. Dies steht zwar ein wenig im Kontrast zu der teilweise doch sehr emotionalen Handlung und den detailreichen Beschreibungen. Wobei genau dieser Kontrast das Buch für mich so interessant und lesenswert gemacht hat. Ich würde sogar behaupten, dass wenn der Erzählstil der Autorin nicht so fesselnd gewesen wäre, ich das Buch wahrscheinlich nicht beendet hätte.
Es gibt Bücher, die meiner Meinung nach einfach nur schlecht sind. Dies kann viele Gründe haben, die Handlung ist nicht durchdacht und unglaubwürdig, die Charaktere sind platt und unausgereift, der Schreibstil ist mangelhaft und langweilig, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Nichts davon trifft auf dieses Buch zu. Es ist per se kein schlechtes Buch und ich würde es weiterempfehlen, es hat nur einfach meinen Geschmack nicht getroffen.

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Cosy oder eher Comedy Crime

Die mörderischen Cunninghams. Jeder im Zug ist verdächtig von Benjamin Stevenson

Bei dem vorliegenden Buch handelt es sich um den zweiten Teil der Reihe „Die mörderischen Cunninghams“. Ich habe den ersten Teil nicht gelesen und bis vor dem Buch auch noch nie etwas von dem Autor gehört. Trotzdem haben mich der Titel und der Klappentext neugierig gemacht und ich musste das Buch einfach unbedingt lesen.

Dem Autor scheint bewusst zu sein, dass nicht jeder die Reihe in der vorgesehenen Reihenfolge lesen wird. Er gibt nämlich immer wieder kleine Hinweise auf den ersten Band, ohne allerdings zu sehr ins Detail zu gehen oder zu viel zu verraten. Neudeutsch würde man wohl sagen, dass er die Leserin / den Leser „antriggert“ den ersten Band ebenfalls zu kaufen.
Ernest Cunningham ist der Protagonist des Buches der unbedingt ein zweites Buch, genauer gesagt einen zweiten Krimi schreiben soll. Was das ganze Buch jetzt so besonders macht, ist, dass es aus der Ich-Perspektive erzählt wird. Also das Buch das Ernest schreiben soll oder geschrieben hat, ist genau das Buch, welches man gerade liest. Klingt ein wenig verwirrend und skurril? Ist es teilweise auch tatsächlich. Wobei ehrlich gesagt verwirrend fand ich es beim Lesen eigentlich gar nicht nur äußerst skurril und witzig. Vor allem weil sich Ernest immer wieder an den Leser wendet und in einen „Dialog“ mit ihm tritt.
So werden am Anfang zum Beispiel Regeln aufgelistet, welche einzuhalten sind, und von Ernest auch eingehalten werden, wie man einen Krimi schreibt. Des Weiteren gibt er Hinweise darauf, wie oft er im Laufe der Geschichte den Namen des Mörders erwähnen wird. Für alle die zu faul sind eine Strichliste zu führen. An mehreren Stellen wird ein aktuelles Ranking präsentiert. Ernest ist nämlich so freundlich und erstellt die Liste für den faulen Leser.
Der Autor des Buches, an dieser Stelle muss man wirklich gut aufpassen, denn hier meine ich Benjamin Stevenson und nicht sein Alter Ego Ernest Cunningham, ist ein preisgekrönter Stand-up Comedian. Dies habe ich zumindest seiner Biografie entnommen. Dies merkt man seinem Buch auch deutlich an. Über die Qualität der Witze lässt sich wie immer natürlich streiten, alles eine Frage des Geschmacks. Mir persönlich haben sie im Großen und Ganzen aber gut gefallen und ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt.
In der Ankündigung wird das Buch mit dem Agatha Christie Klassiker „Mord im Orientexpress“ verglichen. Da muss man schon mal schlucken, denn wie gesagt, das ist eben ein Klassiker. Nach der Lektüre des Buches kann ich dem Vergleich bedingt zustimmen. Ich lehne mich jetzt zwar ein wenig aus dem Fenster und behaupte an den erlesenen und gehobenen Stil von Agatha Christie kommt Benjamin Stevenson nicht ran und auch Ernest Cunningham ist alles andere als ein belgischer Gentleman. Meine Vermutung ist aber, dass weder der eine noch der andere, ich erwähnte ja schon, ein wenig verwirrend das Ganze, dieses im Sinn hatte. Die Handlungsstränge der Bücher weisen Übereinstimmungen auf, die nicht von der Hand zu wischen sind und die den Wahrheitsgehalt des Vergleiches unterstreichen.
Das Buch als Persiflage zu bezeichnen ist wahrscheinlich eine Spur zu hoch gegriffen. Die Geschichte weist alle Elemente auf, die es bei einem guten Krimi braucht. Ich verweise hier wieder auf den Hinweis bezüglich der Regeln. Und meiner Meinung nach ist es auch wirklich ein guter Krimi, mit interessanten und vielschichtigen Charakteren und einigen Wirrungen und Irrungen. Trotzdem nimmt sich das Buch selbst nicht ganz ernst.
Ich befürchte meine Bewertung des Buches ist genauso skurril und verwirrend wie das Buch selbst. Anscheinend habe ich mich von den beiden Herren inspirieren lassen.
Daher noch einmal in kurzen und hoffentlich weniger verwirrenden Worten: Ich habe dieses Buch wirklich sehr genossen.

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Perfekt für „kleine“ wissbegierige Forscher*innen

Wieso? Weshalb? Warum? Kernreihe, Band 31 - Experimentieren mit allen Sinnen von Angela Weinhold

Ich vermute, in sehr vielen Kinderzimmern im deutschsprachigen Raum wird das eine oder andere "Wieso Weshalb Warum" Buch zu finden sein. Und dies nicht ohne Grund, denn die Bücher, die es für verschiedene Altersgruppen gibt, vermitteln auf sehr anschauliche, lehrreiche und spaßige Weise Wissen.

So dass sie von Erwachsenen gerne gekauft und von Kindern gerne erkundet werden.
"Experimentieren mit allen Sinnen" ist Band 31 der Reihe für die Altersgruppe der 4 bis 7jährigen. Und ich hoffe, dass auch dieses Buch in vielen Kinderzimmern Einzug halten darf. Denn uns hat das Buch wirklich begeistert. Es kombiniert anschauliches theoretisches Wissen man kindgerechten und sehr unterhaltsamen kleinen Experimenten. Für diese braucht man auch weder eine besondere Ausbildung noch ein kleines Chemielabor zu Hause. Für die meisten Experimente braucht man nicht einmal extra einkaufen gehen, sondern hat im Normalfall alles bereits zu Hause. Somit kann man nach Erwerb des Buches gleich mit dem Erforschen und Erkunden der Sinne loslegen.
Die Illustrationen im Buch sind sehr schön und ansprechend gestaltet. Das Verhältnis zwischen Illustrationen und Text finde ich auch sehr ausgewogen. Natürlich gibt es auch in diesem Buch wieder die Klappen, mit denen man noch mehr Wissen entdecken kann. Meiner Meinung nach sind diese aber teilweise sehr schwer zu öffnen und ich würde empfehlen, dass dies beim ersten Mal ein Erwachsener macht. Da ansonsten die Gefahr zu groß ist, dass das Buch gleich beschädigt wird.
Am Ende des Buches gibt es noch extra Material für zusätzliche Experimente. Leider gibt es aber keine Möglichkeit dieses Material im Buch zu verstauen, wenn es einmal herausgelöst wurde. Die Wahrscheinlichkeit, dass hier etwas verloren geht, ist dadurch leider relativ groß. Hier hätte man vielleicht eine Froschtasche oder einen Briefumschlag ins Buch integrieren können zur Aufbewahrung.
Auch wenn sie das Buch natürlich vornehmlich an Kinder richtet, macht es auch als Erwachsener Spaß das Buch zu betrachten und die Experimente durchzuführen. Hier kommen wirklich alle auf ihre Kosten und nebenbei wächst das Wissen der Kinder über den eigenen Körper und die Sinne, die unser Körper besitzt.

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Du bist nicht wie die anderen

Das Müfflon und der Traum vom Stinken von Carsten Henn

Bis vor ein paar Jahren hätte ich Bücher, die Themen wie Pipi und Kacka behandeln nicht gelesen. Auch Buchtitel in denen das Wort Furz, Pups oder Stinken kommt, hätten mich eher abgeschreckt. Was soll ich sagen, mittlerweile habe ich ein Kind und akzeptiert, dass es wichtig ist auch Bücher mit eben diesen Titeln (vor) zu lesen und ja, ganz, ehrlich, dass eine oder andere davon war auch wirklich gut.

"Furzipups der Knatterdrache" begeistert in unserm Haushalt nicht nur das Kind, sondern auch uns Eltern.
Ähnlich ist es mit diesem Buch. Zwar hatte ich zu Beginn ein paar Vorbehalten gegenüber dem Buch, aber im Großen und Ganzen hat es uns sehr amüsiert. Die Zeichnungen sind wirklich sehr schön gemacht. Die Bilder sind nicht überladen und die Farben äußerst ansprechend gewählt. Es macht wirklich Spaß die Seiten zu betrachten und zu schauen, was man alles entdecken kann. Die Tiere sind realitätsnah dargestellt und dennoch so entzückend verniedlicht, wie man es sich für ein Kinderbuch wünscht.
Sehr schön finde ich, dass verschiedene Tiere und Pflanzen vorgestellt werden, die einen besonders starken Geruch haben. Da gibt es einiges für die Kinder zu lernen und zu entdecken.
Weniger gut gefällt mir die übermäßige Verwendung des Buchstabens "ü". Zu Beginn mag das noch lustig sein, dass bei Namen diverse Buchstaben durch ein "ü" ersetzt wurden, wie zum Beispiel bei Mama/Mümü oder Papa/Püpü. Mit der Zeit wird das Lesen aber wirklich anstrengend und der Spaß geht ein wenig verloren. Es wirkt ein wenig gekünstelt und verkrampft. Schade, denn die Geschichte finde ich wirklich gelungen und auch äußerst lehrreich.
Ein paar Stellen des Buches sind ein wenig traurig. Hier kann man sich die Frage stellen, ob dies wirklich so sein muss. Ich denke aber, dass auch diese Themen in Kinderbücher gehören. Des Weiteren denke ich aber auch, dass diese Themen mit den Kindern nach dem Lesen noch einmal besprochen gehören. Hier zu zählt zum Beispiel das ausgegrenzt werden, wenn man anders ist. Im Buch wird das Thema behandelt, aber die Erklärungen kommen in der Geschichte ein wenig zu kurz.
Meiner Meinung nach hat Autor Carsten Henn hier ein wirklich schönes Kinderbuch geschaffen, dass viele wichtige Themen behandelt. Leider kann es nicht mit anderen hervorragenden Büchern mithalten, dies liegt vor allem an der übertrieben gekünstelten Sprache.

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Keine Liebe auf den ersten Blick

We hunt the Flame von Hafsah Faizal

Es gibt Bücher die schlägt man auf, ist sofort in der Geschichte gefangen, man will das Buch nicht aus der Hand legen und kann es trotzdem kaum erwarten das Ende zu erreichen, damit man weiß, wie die Geschichte ausgeht.
"We hunt the Flame" war kein so ein Buch für mich. Ich habe zuerst überhaupt nicht in die Geschichte hineingefunden, konnte mit der Welt, obwohl sie eigentlich recht gut beschrieben ist, wenig anfangen und fand auch die Charaktere irgendwie seltsam.

Da hat so gar nichts gestimmt für mich. Ich war mehrmals kurz davor das Buch abzubrechen, habe es immer wieder weggelegt und andere Bücher gelesen. Trotzdem hat mich die Geschichte nicht losgelassen und ich wollte es unbedingt fertiglesen. Zum Glück habe ich es dann doch noch gemacht. Denn nach ziemlich vielen Startschwierigkeiten ist mir die Geschichte dann doch noch nahe gegangen.
Arabisch inspirierte Fantasy ist für eher noch etwas Neues und Unbekanntes. Auch wenn natürlich der Dämonenzyklus von Peter V. Brett einige arabische Elemente beinhaltet hat, war das doch deutlich weniger als hier in diesem Buch. Daher hatte ich auch immer wieder Schwierigkeiten mit den Begriffen, da ich nicht so ganz wusste, was genau gemeint ist, auch wenn einiges aus dem Kontext erklärbar war. Das Glossar am Ende des Buches habe ich ehrlich gesagt erst recht spät entdeckt und finde so etwas bei einem e-book, vielleicht liegt es auch an meinem e-reader, ein wenig unpraktisch.
Aller Schwierigkeiten zum Trotz kann ich sagen, dass ich das Lesen des Buches dann doch noch genossen habe. Der Erzählstil von Autorin Hafsah Faizal ist wunderbar poetisch und passt perfekt zu dem arabisch angehauchten Setting. An manchen Stellen war mir das Ganze zwar ein wenig zu getragen und dadurch hat sich die Geschichte ein wenig in die Länge gezogen. Im Großen und Ganzen habe ich ihre blumige Sprache aber sehr zu schätzen gelernt.
Die Charaktere sind auf den ersten Blick sehr eindimensional und einfach gestrickt. Allerdings merkt man recht schnell, wenn man sich wirklich auf die Geschichte einlässt, wie vielschichtig sie sind. Und dies gilt in diesem Fall nicht nur für die beiden Hauptpersonen Zafira und Nasir. Auch die Nebencharaktere, wenn man sie, denn als solche bezeichnen kann, denn auch sie haben eigentlich tragende Rollen, werden von der Autorin detailliert beschrieben und sind mehr als nur bloße Statisten.
Der Spannungsbogen steigt meiner Meinung nach nur langsam an. Auch dies ist vielleicht ein Punkt, warum ich schwer in die Geschichte hineinfinden konnte. In den meisten Fällen ist die Spannung gleich zu Beginn recht hoch, flacht dann im obligatorischen langatmigen Mittelteil noch einmal stark ab um dann zum offenen Finale, immerhin ist dies der erste Band, wieder ins Unermessliche zu steigen. Bis auf den ersten Teil trifft alles hier auch zu. Was bedeutet: Langsamer Anstieg, nochmaliges Abflachen und gegen Ende wird das Tempo fast rasend, die Ereignisse überschlagen sich, bis plötzlich alles vorbei ist. Man sitzt da und hat genauso viele beantwortete wie offene Fragen im Kopf. Ein Glück, dass der zweite Teil auch bereits auf Deutsch erschienen ist.
Auch wenn ich es mir nach den ersten qualvollen Seiten nicht gedacht hätte, aber ich freue mich auf den zweiten Teil. Ich möchte unbedingt wissen, wie die Geschichte der schönen Gazelle und des Prinzen des Todes weitergeht.

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Musik machen kann jeder

Mach mit, Mausi Maus! von Simone Sommerland

Kinder und Musik ist eine wunderbare Kombination und man kann meiner Meinung fast gar nicht zu früh anfangen Kinder mit Musik in Berührung zu bringen. Nicht umsonst gibt es unzählige Wiegenlieder zum Beruhigen und Einschlafen. Aber genau wichtig finde ich es auch, dass man Kinder aktiv motiviert Musik zu machen.

Dies schult die Stimme und die Sprache bzw. das Sprachzentrum im Gehirn noch einmal auf eine ganz andere Art und Weise.
Das Cover finde ich prinzipiell sehr schön gestaltet. Mir gefallen die dargestellten Figuren sehr gut und auch die Farbzusammensetzung ist äußerst ansprechend. Ein wenig irritierend finde ich allerdings die gewählte Schriftgröße bei Titel und Autor. Ich dachte auf den ersten Blick nämlich, dass das Buch Simone Sommerland heißt und „Mach mit, Mausi Maus“ nur der Untertitel wäre. Erst beim genaueren Hinsehen wurde mir klar, dass Simone Sommerland die Autorin des Buches ist.
Mir war Simone Sommerland bis zu diesem Buch unbekannt, daher kam es wahrscheinlich zu dieser Verwirrung. Da sie aber anscheinend sehr viele Musikalben vor allem auch mit Kinderliedern veröffentlicht hat, kann ich den Gedanken des Verlages hinter der Coveraufmachung mittlerweile nachvollziehen. Ein wenig störend finde ich es trotz allem.
Die schöne Gestaltung, die mir bereits beim Cover aufgefallen ist, zieht sich glücklicherweise durch das ganze Buch. Hier möchte ich wirklich ein großes Lob an die Illustratorin Tina Nagel aussprechen. Sie hat hier eine hervorragende Arbeit abgeliefert. Die Seiten sind wunderschön und sehr detailliert gestaltet, ohne übertrieben oder überladen zu werden. Die Farben sind kräftig, ohne schreiend zu wirken.
Die Geschichte von Mausi Maus ist ebenfalls sehr süß gemacht. Besonders gut gefällt mir, dass die Mitmachübungen „nur“ eine kleine Ergänzung zur Geschichte sind und nicht den Hauptfokus des Buches einnehmen. So hat man nämlich wirklich eine ansprechende Geschichte, die man vorlesen kann, welche auch noch mit mehreren guten Botschaften aufwarten kann. Und zusätzlich hat man noch die Möglichkeit kleine Musikübungen einzustreuen.
Das Buch ist aber nicht nur ein Mitmachbuch zum Thema Musik, sondern stellt auch die Themen Freundschaft und Mut in den Fokus. An machen Stellen ergibt sich aber ein wenig Erklärungsbedarf durch den Erwachsenen, welcher das Buch vorliest. Dies kann man jetzt negativ beurteilen oder als Chance sehen, dass man sich längere Zeit mit dem Buch und dem Kind beschäftigt.

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Es bewegt sich doch

Bloß nicht bewegen - oder doch? von Nanna Neßhöver

Die Idee eines Mitmachbuches zum Thema Turnen und Toben habe ich ganz großartig gefunden. Gedacht ist das Buch wahrscheinlich für eher bewegungsfaule Kinder, um sie zu Bewegung zu motivieren. Als Bewegungsfaul würde ich meinen Sohn nicht unbedingt bezeichnen. Eigentlich ist er eher das Gegenteil, nämlich ein kleiner Zappelphilipp.

Ich habe mich trotzdem für das Buch entschieden, da ich gehofft habe, dass ich mit diesem Buch Anregungen bekomme, wie ich seinen schier unstillbaren Bewegungsdrang in geordnete Bahnen lenken kann.
Das Buch ist als Hardcover gestaltet und macht einen äußerst wertigen Eindruck. Die Covergestaltung finde ich sehr ansprechend und man siegt schon auf den ersten Blick wie die Charaktere im Buch gestaltet sind. Alle Tiere sind sehr liebevoll und realitätsnah dargestellt. Natürlich ein wenig verniedlicht, wie man sich es für ein Buch, welches als Zielgruppe Kinder ab 3 Jahre hat erwarten würde. Die Seiten sind meiner Meinung nach für Kinderhände noch ein wenig dünn gehalten, da sehe ich großes Potential, dass die eine oder andere Seite einreißen wird, wenn das Kind zu schwungvoll umblättert. Ist aber natürlich auch eine Frage, wie gut die Feinmotorik des Kindes schon ausgebildet ist.
Die Übungen selbst finde ich sehr gut, wenn auch teilweise ein wenig anspruchsvoll. Wobei meiner Meinung nach der Schwierigkeitsgrad im Laufe des Buches weiter ansteigt. Die ersten Übungen sind eher noch einfach gehalten. Bei vielen Übungen werden gerade die 3jährigen sicher noch Unterstützung brauchen. Außerdem ist es vielleicht in jedem Fall sinnvoll, wenn der Erwachsene, welcher das Buch vorliest, auch die Übungen vorzeigt bzw. mitmacht Ich denke, dass ist für die Kinder auch viel lustiger und als Erwachsener profitiert man ja auch davon.
Dem Buch liegt auch ein Poster bei, auf dem das kleine "Bewegtsichnicht" noch einmal alle Übungen zeigt. An sich eine schöne Idee, um die Übungen immer wieder in Erinnerung zu rufen. Ich glaube, aber nicht das wir uns das ins Kinderzimmer hängen werden. Für Kindergärten finde ich das aber eine ideale Geschichte für den Bewegungsraum.
So großartig ich auch die Übungen und die Idee zu dem Buch finde, leider bin ich mit der Umsetzung nicht ganz glücklich. Man merkt dem Buch meiner Meinung nach an, dass der Fokus auf den Bewegungsübungen liegt. Deswegen wurde die Geschichte, die die Übungen miteinander verbindet, ein wenig vernachlässigt. Das finde ich äußerst schade, denn zum Vorlesen finde ich es leider nicht besonders lustig.
Durch die dürftige Geschichte wird mein Gesamteindruck leider ein wenig geschmälert. Und obwohl ich nur noch mal betonen kann, wie toll ich die Übungen finde und für wie wichtig ich Bewegung halte, befürchte ich, dass das Buch bei uns nicht besonders oft verwendet werden wird.

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Ein Traum in Pink

Ein Leben für Barbie von Renée Rosen

Barbie ist mehr als ein Spielzeug, sie ist ein Phänomen, eine Legende. Und das nicht erst seit dem Hollywood ihr einen Spielfilm gewidmet hat. Millionen von Mädchen seit mehr als 60 Jahren haben mir dieser Puppe gespielt, sie angezogen und ihr Leben eingehaucht. Doch wie kam es überhaupt zur Erfindung der Barbie? Wer waren die kreativen Köpfe, die hinter dieser Erfindung stecken?
Autorin Reneé Rosen widmet sich in ihrem Roman dieser Puppe, die eben mehr als nur eine Puppe ist.

Der Fokus der Geschichte liegt hierbei vor allem auf den zwei Hauptverantwortlichen für die Entstehung von Barbie: Ruth Handler und Jack Ryan. Auf sehr geschickte Art und Weise verknüpft sie dabei reale Fakten mit Fiktion, lässt die Grenzen verschwimmen und fesselt den Leser von der ersten Seite weg. Erst durch das Nachwort wurde mir klar, welche der handelnden Personen nur der Fantasie der Autorin entsprungen sind.
Die Entstehungsgeschichte von Barbie ist im Großen und Ganzen gut dokumentiert. Auch wenn es hierbei drei Seiten der Geschichte gibt, die von Ruth, von Jack und die Wahrheit. Und so unterschiedlich die drei Seiten in ihren Details auch sein mögen, es gibt doch ein verbindendes Element. Es ist eine faszinierende Geschichte voller Höhen und Tiefen.
Die Autorin gibt in ihrem Roman Einblicke in den kreativen Prozess der Entstehung, zeigt auf mit welchen Schwierigkeiten die Herstellung vor allem am Anfang verbunden war und gegen welche Widerstände Mattel ankämpfen musste. Zusätzlich bekommt man noch Einblicke in das Leben von Ruth und Elliot Handler, den Gründern von Mattel, von Jack Ryan, dem Ingenieur von Barbie und von Stevie Klein, der ambitionierten Modedesignerin, die für die unglaublichen Outfits von Barbie verantwortlich ist.
Für mich war es das erste Buch der Autorin, aber ich denke, dass es nicht das Letzte bleiben wird. Ihre Erzählweise hat mir äußerst gut gefallen. Ich konnte von der ersten Seite weg in die Geschichte eintauchen und wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Dies liegt natürlich maßgeblich an dem Thema der Geschichte, aber eben auch an der Art und Weise wie Reneé Rosen diese erzählt.
„Ein Leben für Barbie“ ist unterhaltsam, interessant und auf jeden Fall lesenswert und dies nicht nur für Barbie Fans.

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Spannender Einblick in die Natur

True Crime in Nature von Farina Graßmann

Verbrechen jeglicher Art üben auf die Menschen eine unglaubliche Faszination aus. Das merkt man nicht zuletzt durch die vielen Doku-Serien über Serienmörder und Betrüger auf diversen Streamingplattformen, Krimiserien und -filme und natürlich die seit einigen Jahren äußerst beliebten True Crime Podcasts.

Mit letzterem kann ich ehrlich gesagt nicht besonders viel anfangen, vielleicht bin ich dafür einfach zu zartbesaitet. Umso verwunderlicher ist es, dass ich dieses Buch unbedingt lesen wollte.
Das auffällige und eher comichafte Cover hat mich angesprochen und mich neugierig gemacht. Eine kleine Warnung gleich vorweg, wer mit dem Stil des Covers nichts anfangen kann, sollte sich gut überlegen, ob er dieses Buch wirklich lesen möchte. Denn die Illustrationen im Buch und davon gibt es doch ein paar, sind im genau gleichen Stil erstellt worden. Natürlich ist es eine Frage des Geschmacks, aber ich für meinen Teil finde, dass Cornelis Jettke eine sehr gute Arbeit abgeliefert hat. Die Bilder sind lustig und teilweise ein wenig skurril, aber trotzdem ansprechend und verständlich.
Ansprechend und verständlich finde ich auch den Inhalt des Buches. Autorin Farina Graßmann schreibt sehr fesselnd und amüsant. Und auch wenn es wie ein Widerspruch klingt, sie schafft es trotzdem die Fakten nüchtern und wissenschaftlich-neutral zu vermitteln. Der Spagat zwischen Unterhaltungslektüre und Wissensvermittlung ist ihr meiner Meinung nach wirklich sehr gut gelungen. Hier kann man natürlich einwenden, dass so etwas selbstverständlich sein sollte. Dies ist, für mich, der Unterschied zwischen einem Fach- und einem Sachbuch. Ersteres dient der reinen Wissensvermittlung und zweiteres soll nebenbei auch noch unterhalten. Dies hat alles soweit seine Richtigkeit und trotzdem finde ich es wichtig diesen Punkt besonders hervorzuheben. Denn Farina Graßmann hat sich ein durchaus schweres Thema ausgesucht. Süße kleine Tierbabys erfreuen sich in der breiten Öffentlichkeit großer Beliebtheit, bei Ameisen, Spinnen und Käfern scheiden sich schon die Geister und Fans von Würmern sind dann wohl doch eher spärlich gesät.
Doch genau diese, eher weniger beliebten Tiere spielen in diesem Buch eine tragende Rolle. Ich persönlich würde nicht empfehlen, dass man das Buch als Lektüre neben dem Essen verwendet, denn manche der Beispiele sind, sagen wir mal, ein klein wenig unappetitlich.
Der eine oder andere Kriminalfall im Tier- und Pflanzenreich dürfte allgemein bekannt sein, wie zum Beispiel der der Kuckuckskinder. Von anderen hat der Durchschnittsbürger aber wahrscheinlich noch nie etwas gehört. Weder von dem Tier noch von dem begangenen Verbrechen. Ich kann auf jeden Fall sagen, dass ich in diesem Buch sehr viel Neues gelernt habe und jetzt mit anderen Augen die Tier- und Pflanzenwelt wahrnehme.
True Crime wird sicher nie zu meinem Lieblingsgenre werden und auch nach der Lektüre des Buches werde ich mir keinen True Crime Podcast anhören. Wobei so ganz stimmt das nicht. Richtigerweise muss ich schreiben, ich werde mir sicher keinen True Crime Podcast über Menschen anhören. Denn das Buch hat meine Neugier geweckt und falls es einen Podcast über die Verbrechen von Tieren und Pflanzen geben würde, wäre ich durchaus geneigt mir das anzuhören.

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Liebe auf Spiekeroog

Mein wunderbarer Buchladen am Inselweg von Julie Peters

Irgendwie kommt mir das bekannt vor. Dieser Gedanke kann einen schon beschleichen, wenn man sich das Cover des Buches ansieht und den Titel liest. Dies ist auch nicht unbedingt überraschend, denn mittlerweile gibt es unzählige Romane mit ähnlichen Titeln und Covern. Wobei man den Buchladen auch gegen eine Bäckerei, einen Friseurladen oder eine Teestube austauschen kann.

Gemeinsam haben sie alle, dass die Handlung meist an einem Ort spielt, an dem andere Urlaub machen, dass es eine Liebesgeschichte mit Höhen und Tiefen gibt und natürlich das große Rätsel oder Geheimnis, das gelöst werden muss.
Dies klingt jetzt wahrscheinlich ein wenig negativ, soll aber nur eine neutrale Feststellung sein. Das schöne für die Leserin, den vornehmlich ist das Klientel solcher Bücher weiblich, ist, dass man genau weiß, worauf man sich einlässt und selten enttäuscht wird. Natürlich gibt es auch hier bessere oder wohldurchdachtere Geschichten und manche die eher mangelhaft sind.
"Mein wunderbarer Buchladen am Inselweg" gehört für mich zu den besseren Büchern in diesem Genre. Die Charaktere sind schön herausgearbeitet und teilweise herrlich skurril und schrullig. Mit der Protagonistin Frieke hatte ich teilweise so meine Schwierigkeiten, da ich sie nicht immer sympathisch fand. Bengt hingegen hat mir vom ersten Augenblick an gefallen und auch wenn ich seine extreme Abneigung gegen Technik nicht teile, fand ich seine Art zu leben unglaublich spannend.
Der Buchladen, welcher sich ja auch schon im Titel versteckt, darf an dieser Stelle natürlich nicht unerwähnt bleiben. Auch das Besitzer Ehepaar besticht durch seine Skurrilität und Eigenheiten. Dazu kommt dann noch eine gehörige Portion Büchermagie. So eine Mischung lässt doch das Herz von jedem Bücherwurm aufblühen.
Julie Peters hat einen äußerst angenehmen Erzählstil und ich konnte die Insel während des Lesens vor meinem geistigen Auge sehen. Sie hat einen erfrischenden Humor, wodurch die teilweise doch etwas düstere Geschichte herrlich aufgelockert wird. Und ja, das Buch hat auch seine düsteren und melancholischen Seiten. Das alles ist meiner Meinung nach aber sehr stimmig gemacht, worauf sich ein rundes Gesamtbild einstellt.
Besonders freut mich, dass Julie Peters noch weitere Spieckeroog Romane geschrieben hat und dies der Auftakt zu einer bis dato fünfteiligen Serie zu Friekes Buchladen ist.
Alles in allem kann ich sagen, dass das Buch wenig Überraschendes für mich zu bieten hatte. Trotzdem hat das Lesen Spaß gemacht und ich denke, dass ich noch weitere Bücher der Autorin lesen werde.

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