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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von ReiShimura:

Da bekommt man beim Durchblättern Hunger

Svens Perfect Match von Sven Teichmann

Über Sven Teichmann bin ich durch Zufall in den sozialen Medien gestolpert. Der sympathische, junge Deutsche und seine Liebe zu Pizza und dem Backen haben mir vom ersten Augenblick an gut gefallen und seine Leidenschaft ist definitiv ansteckend. Wobei ich dazu sagen muss, dass ich auch schon vorher sehr gerne gekocht und gebacken habe.

Genauso durch einen Zufall habe ich festgestellt, dass es von Sven Teichmann ein Kochbuch bzw. sogar schon mehrere Kochbücher gibt. Obwohl die Outdoorküche normalerweise nicht mein Metier ist, habe ich mich für dieses Kochbuch entschieden und ich kann gleich mal vorausschicken, dass ich es nicht bereut habe. Denn Sven Teichmann gibt zu den Rezepten auch immer eine Indoor-Option an. Perfekt, wenn man entweder nicht grillen mag oder das Wetter wieder einmal nicht mitspielt.
Bevor es zum eigentlich Rezeptteil geht, gibt es eine kleine Einführung. Diese umfasst sowohl die Grundlagen des Grillens als auch des Backens. Somit ist dieses Buch nicht nur für Fortgeschrittene in den beiden Bereichen geeignet, sondern auch Anfänger finden sich sehr gut zurecht. Die Knet- und Formtechniken, welche besonders wichtig sind, wenn man ein schmackhaftes und optisch ansprechendes Gebäck haben möchte, werden ausführlich und sehr anschaulich erklärt, sowohl in Wort als auch Bild.
Bild ist sowieso ein gutes Stichwort. Denn mit Bildern wird in diesem Buch nicht gegeizt. Jedes der Rezepte wird in einem äußerst ansehnlichen Bild dargestellt, so dass einem beim Durchblättern bereits das Wasser im Mund zusammenläuft. Die Rezepte selbst, also die Zutaten und Zubereitungen der verschiedenen Gerichte, sind sehr kompakt dargestellt, enthalten aber alle wichtigen Informationen, so dass das Nachkochen leichtfällt. Einziges Manko für alle denen auch die Nährwertangaben wichtig sind, diese sind nicht vorhanden, dies stört mich persönlich aber nicht.
Enthalten sind hierbei sowohl fleisch- und fischhaltige Rezepte, aber auch vegetarische und vegane. Wobei die meisten Rezepte natürlich, wie bei Sven Teichmann nicht anders zu erwarten, eine Brotkomponente enthalten. Er hat sich hierbei auch nicht auf eine bestimmte Küche spezialisiert, sondern vereint Rezepten aus mehreren Ländern und Kontinenten und manchmal werden diese auch miteinander kombiniert.
Fürs spontane Kochen sind die Rezepte eher weniger geeignet. Dies sollte aber jedem einleuchten, da die diversen Teige meistens lange Geh- und Ruhezeiten haben. Des Weiteren würde ich dieses Kochbuch nicht unbedingt für die Alltagsküche hernehmen. Denn mir persönlich sind die meisten Rezepte dafür zu zeitaufwändig. Allerdings hatte ich so etwas bereits im Vorfeld vermutet und sehe das nicht als Kritikpunkt an.
Der Titel verspricht meiner Meinung nach nicht zu viel. In diesem Buch passt einfach alles perfekt zusammen, wie die Faust aufs Auge. Mir bleibt gar nichts anders übrig, als dieses Buch weiterzuempfehlen.

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Zwischen Naivität und Intelligenz

Teddy von Emily Dunlay

Es gibt Bücher, von denen man sich ganz viel erwartet, entweder weil man schon viel zu lange auf ein neues Buch eines bestimmten Autors oder einer bestimmten Autorin wartet oder weil das Buch herausragende Kritiken bekommen hat. Und dann gibt es Bücher, von denen man nichts erwartet, nicht man vermutet, dass sie schlecht sind.

Sondern weil man sich einfach vor dem Lesen keinen Kopf gemacht hat. Das Buch klingt interessant und das lese ich jetzt, basta. Genau in diese Kategorie fiel "Teddy" für mich.
Gleich zu Beginn wird man mitten in die Geschichte hineinkatapultiert. Es gibt kein großes Vorgeplänkel, sondern man ist von Anfang an mittendrin statt nur dabei. Man erfährt, dass etwas schreckliches passiert sein muss, aber die genauen Details bleiben einem bis zum Schluss verborgen. Denn Teddy erzählt ihre Geschichte in äußerst ausführlicher Weise und dies nicht immer chronologisch. Wie es oft so ist, wenn man eine Geschichte erzählt, fällt einem während des Erzählens etwas ein, eine Begebenheit, die noch weiter in der Vergangenheit liegt, die aber für das Verständnis des Gesamtbildes wichtig ist.
Autorin Emily Dunlay verflechtet in ihrem Roman fiktive Ereignisse so wunderbar mit realen Begebenheiten, dass ich mehrmals während des Hörens des Buches zu Googlen begonnen habe, ob es sich bei Teddy nicht doch um eine reale Person gehandelt haben könnte. Außerdem nimmt sich die Autorin viel Zeit, um detaillierte Beschreibungen der Örtlichkeiten und der Mode zu liefern. Dies führt an manchen Stellen dazu, dass das Buch ein wenig langatmig wirken könnte. Mich persönlich hat dies allerdings überhaupt nicht gestört, da ich die Mode der 1960iger sehr faszinierend fand und die Fixierung von Teddy auf ihr äußeres Erscheinungsbild ein wichtiger Punkt ihrer Persönlichkeit ist.
Und Teddys Persönlichkeit und ihre Vielschichtigkeit ist es auch was dem Buch das gewisse Etwas verleiht. Auf den ersten Blick wirkt Teddy naiv und dumm, doch schaut man nur ein wenig hinter die Kulissen erkennt man eine durchaus intelligente und fortschrittliche Frau. Doch sie ist auch eine Zerrissene, ein Spielball der Männer. Emily Dunlay hat hier ein wunderbares und sehr realistisches Bild der Frauen der Zeit gezeichnet. Die damaligen Geschlechterrollen werden in diesem Buch sehr anschaulich erörtert und an manchen Stellen auch hinterfragt. Ebenso sieht man wie wichtig die gesellschaftliche Stellung in dieser Zeit war. Die Frage, ob Teddy eine sympathische Figur ist, kann ich auch nach Beendigung des Buches nicht beantworten. Wobei dies für mich persönlich auch keine große Rolle spielt. Was ich aber klar sagen kann ist, dass es sich um eine vielschichtige und teilweise auch widersprüchliche Heldin handelt.
Gesprochen wird das Hörbuch von Cathlen Gawlich, auch sie war für mich bis dato eine Unbekannte. Auch wenn es vielleicht komisch klingen mag, aber für mich hat ihre Stimme dem Buch noch eine extra Portion Glamour verpasst. Eigentlich bevorzuge ich ja Bücher gegenüber Hörbüchern, wobei ich letzteres immer mehr zu lieben beginne. Mittlerweile habe ich auch festgesellt, dass es Geschichten gibt, die als Hörbuch besser wirken und dank Cathlen Gawlich ist dies eines von diesen.
Für mich war "Teddy" definitiv eine positive Überraschung und ich hoffe, dass ich in Zukunft wieder einmal etwas von Emily Dunlay lesen darf.

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Zusammenhalt, Gemeinschaft und Freundschaft

Pauli - Ein Garten für alle von Brigitte Weninger

Die erste Geschichte rund um das kleine Kaninchen Pauli erschien bereits 1996. Knapp 30 Jahre später bin ich zum ersten und definitiv nicht zum letzten Mal mit Pauli in Berührung gekommen. Innerhalb weniger Tage hatten wir das Glück, dass wir zwei Bücher geschenkt bekommen haben. Passend zum Muttertag wurde uns das Buch "Pauli - Liebste Mama" überreicht und wenige Tage später durfte dieses Buch bei uns einziehen.

Sowohl ich als auch der kleine Leser, haben uns sehr darüber gefreut. Den schönen Platz im Bücherregal den ich für die Bücher ausgesucht habe, haben die Bücher bis dato aber nur aus der Ferne gesehen. Denn seitdem die Bücher bei uns eingezogen sind, müssen sie quasi ununterbrochen vorgelesen werden.
In den meisten Fällen bin ich nach einer gewissen Zeit genervt, wenn ich immer und immer wieder das gleiche Buch vorlesen muss. Es wird einfach langweilig und man wünscht sich ein wenig Abwechslung. Lustigerweise ist mir dies bei diesem Buch noch nicht passiert. Dies liegt einerseits an dem wirklich entzückenden Text, der sich prima vorlesen lässt und eine angenehme Länge ausweist. Auch der zweijährige kleine Leser hat seine Freude daran und ist mit der Länge zufrieden. Viel länger dürfte es in dem Alter glaube ich nicht sein, da das still sitzen noch immer ein wenig schwerfällt. Wobei das Buch ja eigentlich eine Altersempfehlung von 4 Jahren hat. Andererseits sind aber auch die Illustrationen äußerst ansprechend und wunderschön. Die Farben sind ein wenig gedeckter im Vergleich zu anderen Kinderbüchern, aber absolut stimmig zum Thema. Eva Tharlet hat hier wirklich eine hervorragende Arbeit abgeliefert.
Das Thema Garten und Pflanzen ist für den kleinen Leser sehr interessant und man merkt, dass er Erfahrungen aus seinem Alltag mit dem Buch kombiniert. Daher finde ich es besonders schön, dass Pauli zuerst seinen Papa dazu bringt im Garten zu helfen. Denn auch bei uns zuhause ist der für den Garten und das Gießen der Blumen verantwortlich.
Gute Kinderbücher zeichnen sich meiner Meinung nach aber nicht nur durch gute Texte und ansprechende Illustrationen aus. Mir persönlich ist auch die Botschaft des Buches wichtig, denn ich finde es besonders wichtig und wertvoll, wenn Kinder aus den Büchern auch noch etwas mitnehmen können. Auch in diesem Punkt hat Autorin Brigitte Weninger alles richtig gemacht. Denn mit diesem Buch lernen auch die Kleinsten wie wichtig Zusammenhalt, Freundschaft und Gemeinschaft ist. Und auch, dass zusammen alles viel mehr Spaß macht. Außerdem zeigt sie auf eine spielerische Art und Weise, dass wir uns um unsere Pflanzen und die Natur kümmern müssen. Auch dies eine sehr wichtige Botschaft, die Kinder nicht zu früh lernen können.
Pauli hat unsere Herzen, sowohl die kleinen als auch die großen im Sturm erobert und es ist nicht übertrieben, wenn ich sage, dass es Liebe auf den ersten Blick war. Ich hoffe, dass wir noch in den Genuss weiterer Abenteuer des kleinen Kaninchens kommen werden. Dieses Buch kann ich wirklich nur von Herzen weiterempfehlen.

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Wird dem Hype nicht ganz gerecht

Great Big Beautiful Life von Emily Henry

Emily Henry war für mich bis dato eine Unbekannte und das, obwohl sie anscheinend in den letzten Jahren zu den ganz Großen im Bereich der Liebesromane zählt. Dies liegt vermutlich daran, dass ich in den letzten Jahren eher wenige Neuerscheinungen gelesen habe, daher bleibt der meist unvermeidliche Vergleich mit anderen Werken von ihr aus.

Das Cover ist überhaupt nicht mein Fall, da es für meinen Geschmack zu nichtssagend ist. Daher hätte ich das Buch ignoriert, wenn ich nicht einige Empfehlungen dafür gelesen hätte. Allerdings habe ich auch feststellen müssen, dass diese Art von Cover gerade bei neueren Romanen dieses Genres äußerst beliebt ist.
Benjamin Stevenson erörtert in seinem Roman "Die mörderischen Cunninghams - Jeder im Zug ist verdächtig" das es eine Art Checkliste gibt, die man abarbeiten muss, wenn man einen guten Kriminalroman schreiben möchte. Ich denke, diese Art von Liste gibt es für wahrscheinlich fast alle Arten von Romanen und bei Emily Henry habe ich das Gefühl, dass sie sehr darauf geachtet hat auch keines der Häkchen auszulassen. Wobei es doch einen Punkt gibt, an dem die Autorin mich überrascht hat. Denn das Hörbuch wird nur von einer einzigen weiblichen Stimme gelesen. Ich bin es gewohnt, dass diese Art von Büchern von zwei Stimmen, einer weiblichen und einer männlichen, gelesen werden. Im ersten Augenblick war ich mir nicht sicher, was ich davon halten soll, allerdings muss ich sagen, dass Christiane Marx dies hervorragend gemacht hat und ich mir an keiner Stelle einen zweiten Sprecher gewünscht hätte. Die Stimme von Christiane Marx gefällt mir in all ihren Facetten sehr gut und ich mag vor allem ihre Sprachmelodie. Ich bin bereits dabei die Augen offen zu halten, ob ich noch weitere Hörbücher mit ihr als Sprecherin entdecke.
Das Buch vereint im Prinzip zwei Geschichten in einem. Da gibt es einerseits die Gegenwart und die unvermeidliche Liebesgeschichte zwischen Alice und Hayden und andererseits die Lebens- und Liebesgeschichte von Margaret Ives. Letzteres hat mir ehrlich gesagt besser gefallen als das Geplänkel zwischen Alice und Hayden. Dies liegt vor allem daran, dass da viel mehr Überraschungen versteckt waren und die Liebesgeschichte glaubwürdiger war. Auch wenn es natürlich einige Irrungen und Wirrungen zwischen den beiden Journalisten gab, war es doch im Großen und Ganzen vorhersehbar, wie es enden wird. Margaret Ives Lebensgeschichte, die sich über mehrere Jahrzehnte erstreckte, vor allem, weil sie ja nicht nur ihre eigene, sondern die Geschichte ihrer Familie erzählt war da eindeutig fesselnder. Trotzdem muss ich auch sagen, dass mich die Emily Henry manchmal mit den handelnden Personen verwirrt hat. Dies liegt vor allem daran, dass jedes Mitglied der Familie Ives mehrere Namen hat, den richtigen Namen und den einen oder anderen Spitz- und Rufnamen. Daher musste ich mich oft konzentrieren, um der Geschichte noch folgen zu können.
Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen und ich fand das Buch an keiner Stelle langatmig oder langweilig. Leider konnte ich das Knistern zwischen Alice und Hayden nicht spüren und mir ging die Geschichte zwischen den beiden auch ein wenig zu schnell. Dies finde ich sehr schade, denn dies ist eigentlich mein einziger großer Kritikpunkt an diesem Buch. Ich mochte die Protagonisten gerne und auch den Kleinstadt- oder eigentlich eher Kleininsel-Charme von Little Crescent. Die klassische Rollenverteilung Alice der keine Sonnenschein und Hayden der Brummbär war auch in Ordnung. Wobei ich mir hier mal einen Rollentausch wünschen würde.
Für mich persönlich ist eine glaubwürdige und nachvollziehbare Liebesgeschichte zwischen den Protagonisten eines der wichtigsten Bewertungskriterien. Da Autorin Emily Henry mich in diesem Bereich leider nicht zufriedenstellen konnte, bleibt mir nichts anderes über, als das Buch nur mittelmäßig zu bewerten.

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Seeräuber, Steampunk und Spione ach und Drachen

Das Erwachen des Feuers von Anthony Ryan

Anthony Ryans "Draconis Memoria" Reihe stand schon sehr lange auf meiner Leseliste, doch hat mich der Umfang der Werke ein klein wenig abgeschreckt. Nicht das ich etwas gegen seitenstarke Bücher hätte. Ganz im Gegenteil, aber bei sehr begrenzter Lesezeit ist es schwer so eine Reihe anzufangen und dann auch noch in halbwegs akzeptabler Zeit zu beenden.

Der Autor hat mich dem Auftaktband seiner Reihe mehr als nur ein klein wenig überrascht. Denn erwartet hatte ich mir einen mehr oder weniger klassischen Drachen-Fantasy-Roman mit Abenteuerkomponenten. Bekommen habe ich allerdings Steampunk, Seeräuber und Spione. Die Zutaten für einen Abenteuerroman waren auch vorhanden und gewürzt war das ganze mit ein wenig Drachenblut. Denn ja, über den Großteil des Buches hinweg, geht es weniger um Drachen, sondern nur um deren Blut, um das Produkt, dass die Welt am Laufen hält. Im ersten Augenblick war ich fast ein wenig enttäuscht, denn das war nicht das, worauf ich mich gefreut habe, doch dann hat mich diese irrsinnige Mischung in seinen Bann gezogen.
Wobei ich schon anmerken muss, dass mich Anthony Ryan zwischendurch immer mal wieder verloren hat und ich meine Entscheidung das Buch zu lesen mehrmals bereut habe. So interessant seine Mischung an Genres auch ist und so sehr er sich bemüht alles unter einen Hut zu bringen, für mich haben die Zahnräder nicht immer perfekt ineinandergegriffen.
Die Geschichte teilt sich in drei große Handlungsstränge ein und werden jeweils aus einer anderen Perspektive erzählt. Da gibt es Lizanne Lethridge, die Agentin der Abteilung Außergewöhnliche Maßnahmen, Clay Torcreek, ein Krimineller und Blutgesegneter und Leutnant Hilmore, Offizier auf der Guten Gelegenheit. Während Lizanne und Clays Geschichten sich von Anfang an verweben und ineinandergreifen, schwebt der Teil um Hilmore wie ein loser Faden im Wind. Durch die doch sehr komplexe Welt und die vielen Details, die der Autor einstreut, habe ich mir beim Perspektiven- bzw Kapitelwechsel manchmal etwas schwergetan.
Ich würde nicht so weit gehen und sagen, dass Anthony Ryan hier ein Meisterwerk erschaffen hat, doch muss ich ihm meine Hochachtung aussprechen, welche komplexe Welt er sich ausgedacht hat. Gerade die Steampunk Komponenten waren für mich in einem Fantasyroman eher Neuland haben sich aber sehr gut in das Gesamtbild eingefügt und meine Neugier geweckt. Auch die Kombination aus Drachen und Piraten fand ich eine spannende Sache. Die ganzen politischen Komponenten waren mir dafür an manchen Stellen ein wenig zu viel und zu prominent. Gerade an diesen Stellen hat sich das Buch für mich ein wenig gezogen. Dennoch muss ich sagen, dass es eine akzeptable Spannungskurve in dem Buch gibt. Diese erreicht natürlich am Ende des Buches ihren Höhepunkt. Wenig überraschend bei Auftaktband einer Trilogie, endet das Buch mit einem Cliffhanger.
Meiner Meinung nach muss man sich für dieses Buch wirklich Zeit nehmen. Wie oft im Fantasy Genre ist dies kein Buch für schnell, schnell zwischendurch. Dafür ist sowohl die Welt als auch die Handlung zu komplex. Auch bin ich mir nicht sicher, ob dies das richtige Buch für einen Neuling in dem Genre ist. Man braucht für dieses Buch definitiv Durchhaltevermögen, denn gegen Ende hin, wenn sich die Lage mehr und mehr zuspitzt und alles so richtig ins Rollen kommt, wird es erst so richtig interessant. Und auch die Drachen werden gegen Ende immer präsenter.

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Klassischer britischer Rätselspaß

Mord in Cornwall von John Bude

Im Vergleich zu anderen, modernen Krimis wirkt das Cover des Buches auf den ersten Blick vielleicht ein klein wenig altbacken. Dies liegt vor allem daran, dass das Buch bereits 1935 erstmalig erschienen ist und dann leider in Vergessenheit geriet. Seit einigen Jahren schon nimmt sich der Klett Cotta Verlag diesen Schätzen an und liegt sie neu auf.

Eine wunderbare Entscheidung des Verlages, die nicht nur mich, sondern auch ganz viele andere Krimifans mehr als nur freut. Denn auch wenn es immer wieder Autorinnen und Autoren gibt, die Kriminalromane im Stile des "goldenen Zeitalter der Kriminalität" schreiben, so ist dies doch immer etwas anderes wie ein Original.
Das man hier ein Originalwerk aus den 1930iger Jahren vor sich hat merkt man bereits nach wenigen Sätzen. Der Schreibstil ist, ähnlich wie das Cover, aus heutiger Sicht ein wenig altbacken oder um es positiver zu formulieren, ein wenig antiquiert. Für mich persönlich macht dies aber gerade den Charme aus. Auch Actionszenen sucht man in diesem Roman vergeblich. Denn bei diesem Buch handelt es sich um einen klassischen britischen Kriminalroman, die auch gerne als "Whodunnit" Romane bezeichnet werden. Im Vordergrund steht die Suche nach dem Mörder und dies nicht nur für die beiden Hauptpersonen Reverend Dodd und Inspector Bigswell. Die Art und Weise wie das Buch geschrieben wurde lädt förmlich dazu ein, dass der Leser oder die Leserin mitüberlegt und -rätselt.
Das Erzähltempo des Buches ist sehr gemächlich und Freunde von spannungsgeladenen und aufregenden Romanen, sollten wohl besser die Finger von dem Buch lassen, um Enttäuschungen zu vermeiden. Denn der Autor widmet sich sehr ausgiebig der Beschreibung der Landschaft und der Suche nach Hinweisen. Dabei scheut er auch nicht davor zurück bereits entlastete Verdächtiger wieder zu Verdächtigen zu machen. Besonders gut gefallen hat mir dabei die Darstellung der unterschiedlichen Herangehensweisen von Dodd und Bigswell, die sich dann aber doch perfekt ergänzen.
Viele der eingeführten Charaktere bleiben eher seicht und zweidimensional. Das mag zwar auf den ersten Blick ein wenig schade sein, aber ist meiner Meinung nach typisch für diese Art von Roman. Personen sind zwar wichtig bei der Suche nach dem Mörder (oder der Mörderin), aber tiefere Einblicke in das Seelenleben eben dieser ist uninteressant.
Im Nachwort wird erwähnt, dass es das Ziel des Autors John Bude, der eigentlich Ernest Carpenter Elmore hieß, bei seinen Ausflügen in das Krimigenre darum ging, leichte Unterhaltungslektüre zu schreiben. Dies hat er meiner Meinung nach auch getan und noch dazu auf eine großartige Art und Weise. Einen Vergleich mit anderen Größen dieser Ära erspare ich mir an dieser Stelle.

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Skurril, abgedreht und doch authentisch und realistisch

Die Fletchers von Long Island von Taffy Brodesser-Akner

Das Geschmäcker verschieden sind, dürfte für niemanden wirklich eine Neuigkeit sein und das daher ein Buch bei manchen sehr gut und bei manchen sehr schlecht ankommt, logisch sein. In vielen Fällen gibt es dann noch diejenigen, die die Geschichte einfach nur mittelmäßig fanden. Spannenderweise habe ich im Vorfeld zu diesem Buch kaum Stimmen der letzten Gruppe gehört.

Alles höchst subjektiv natürlich, aber ich hatte wirklich das Gefühl, dass das Buch entweder in den Himmel gelobt wird oder aus Enttäuschung und Frust abgebrochen wurde. Dies alles hat dazu geführt, dass obwohl ich nicht überzeugt war, ob das Buch das richtige für mich ist, mich für das Lesen entschieden habe.
Nach Beendigung der Lektüre muss ich sagen, ich kann die Stimmen verstehen, und zwar alle, sowohl die positiven als auch die negativen. Autorin Taffy Brodesser-Akner hat mich mit diesem Buch auf eine Achterbahn der Gefühle geschickt. Ihre teilweise äußerst detaillierten Beschreibungen von pikanten Szenen waren mir an manchen Stellen ein wenig zu plakativ. Da hätte ich gern mehr meiner eigenen Fantasie überlassen und lieber ein wenig mehr zwischen den Zeilen gelesen. Gepaart war das ganze dann auch noch mit teilweise äußerst vulgärer Sprache. Auch ein Punkt auf den ich verzichten hätte können.
Hinzu kamen dann noch die Protagonisten. Die Geschwister Nathan, Beamer und Jenny, sind quasi mit dem goldenen Löffel im Mund aufgewachsen. Duch ihre Kindheit und ihr ganzes weiteres Leben wird von einem Ereignis überschattet. Der Entführung ihres Vaters Carl. Obwohl diese glimpflich ausging und er wieder frei kam ohne äußerliche Beeinträchtigungen, legte sich von nun an ein Schatten über die Familie. Das Ereignis wurde totgeschwiegen und man versuchte einfach weiterzumachen, als ob dies nie passiert wäre. Doch wenig verwunderlich erlitt Carl ein Trauma durch dieses Ereignis und auch die Kinder blieben davon nicht unberührt. Dies alles könnte man noch nachvollziehen und würde wahrscheinlich sogar Mitleid mit den, mittlerweile erwachsenen Kindern haben. Doch Taffy Brodesser-Akner spielt auch hier wieder mit den Gefühlen der Leserinnen und Leser. Das Bild, das sie von den dreien zeichnet, ist nämlich absolut kein gutes und ich persönlich würde keinen der drei als Sympathieträger bezeichnen. Gemeinsamkeiten zwischen dem Leben der Geschwister und meinem eigenen gibt es zwar nicht, trotzdem konnte ich ihre Gedanken und Handlungsweisen an vielen Stellen nachempfinden.
Eine große Herausforderung war für mich auch der Aufbau des Buches. Denn die Autorin hat sich dafür entschieden nur sehr wenige Kapitel zu verwenden, was im Umkehrschluss bei einer Seitenanzahl von über 500 bedeutet, dass die einzelnen Kapitel furchtbar lang sind. Für mich war es daher immer wieder schwierig eine passende Stelle zu finden, an dem ich das Buch beiseitelegen konnte. Die Struktur der Erzählung ist auf den ersten Blick klar und sinnvoll, so stellt die Autorin pro Kapitel einen der Protagonisten in den Fokus. Die Geradlinigkeit wird aber gestört, da es immer wieder und vor allem ohne Vorankündigung zu zeitlichen Sprüngen kommt. Auch dies war manchmal eine Herausforderung, aber wichtig zum tieferen Verständnis der Familiengeschichte. Zusammengehalten wird das Ganze von einem allwissenden Erzähler, der nicht nur alles weiß, sondern auch tiefe Einblicke in die Seelenwelt der Protagonisten liefert.
Taffy Brodesser-Akner zeichnet ein unterhaltsames und gleichzeitig abstoßendes Familienportrait. Sie zeigt auf wie sehr Familien unter einem nicht aufgearbeiteten Trauma leiden können und wie sehr Reichtum, wenn er nicht selbst erwirtschaftet, sondern einfach immer vorhanden ist, die Menschen korrumpiert. Es geht um Träume, Wünsche, Sehnsüchte und der Suche nach einem Sinn im Leben um Vergänglichkeit und Schönheit, Liebe und Hass. Und dass man manchmal scheinbar alles hat und trotzdem das Wichtigste fehlen kann.

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Viele, viele bunte Farben

Farben lernen mit dem Blätterdieb von Alice Hemming

Das Kinderbuch von Autorin Alice Hemming punktet auf jeden Fall durch seine Aufmachung. Das Format des Buchs und die dicke der Seiten ist perfekt für kleine Kinderhände, für die Feinmotorik noch immer eine Herausforderung darstellt. Auch die Klappen sind sehr robust und vor allem großformatig gestaltet.

Beim ersten Mal öffnen kann es aber sein, dass die kleinen Hände ein wenig Hilfe brauchen. Später geht das aber sicher schon allein.
Das Cover, genau wie die Illustrationen im Buch sind sehr ansprechend gestaltet. Wobei die Bilder sich auf das wesentliche beschränken und nicht besonders viele Details enthalten. Je nach Alter und Aufnahmefähigkeit des Kindes kann dies positiv oder negativ gewertet werden. Die großflächigen und einfachen Zeichnungen helfen auf jeden Fall dabei, den Fokus auf das Thema „Farben“ zu lenken. Leider nimmt es aber auf der anderen Seite auch die Möglichkeit mehr zu entdecken, wie es bei anderen Büchern der Fall ist.
Die Texte sind sehr kurzgehalten, denn auch hier wird sich wieder aufs wesentliche beschränkt und der Fokus gelenkt. Die Dialoge von Vogel und Eichhörnchen sind dabei sehr klar strukturiert und auch kleine Kinder können dabei die Fragestellung leicht erfassen. Gut gefällt mir, dass die beiden Charaktere, Vogel und Eichhörnchen, nicht zu verspielt dargestellt sind und auch klare Bezeichnungen und keine Namen haben. Dies passt sich in das gut in das Gesamtbild ein.
Für Kinder, die gerade erst mit dem Farben lernen anfangen kann die Seite mit den Blättern noch ein wenig herausfordernd sein. Hier werden nämlich gleichzeitig die drei Farben gelb, orange und rot eingeführt.
Der Verlag gibt für das Buch eine Altersempfehlung von ab zwei Jahren an. Der kleine Leser trifft die Zielgruppe damit perfekt, ich hatte aber das Gefühl, dass er mit dem Buch bereits ein wenig unterfordert ist. Natürlich ist dies immer sehr individuell, aber ich würde das Buch bereits ab 18 Monaten empfehlen. Auf jeden Fall ist das Buch eine großartige Möglichkeit den Kindern die Welt der Farben näher zu bringen.
Kinder die bereits Bücher mit kleineren Klappen und längeren Texten gewöhnt sind, könnten sich bei diesem Buch ein klein wenig unterfordert fühlen. So wie es eben bei uns auch der Fall war. Da es auf den einzelnen Seiten auch nur wenig zusätzliche Dinge zu entdecken gab, war das Buch nur am Anfang spannend und interessant.
Dennoch würde ich dieses Buch auf jeden Fall weiterempfehlen, weil ich es wie bereits erwähnt, wirklich entzückend finde und die Aufgabe des Buches, Farben lernen, hervorragend erfüllt. Ich möchte nur anmerken, dass man wirklich den Kenntnisstand und die Fähigkeiten des Kindes vor dem Kauf berücksichtigen sollte, um Enttäuschungen zu vermeiden.

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Liebe ist zeitlos

Lieber solo als allein von Tessa Hennig

Fast hätte ich mir dieses Buch entgehen lassen, da mich das Cover nicht wirklich angesprochen hat. Natürlich sagt das Cover wenig über die Qualität des Inhalts aus, aber es ist eben oft das erste, das man bei einem Buch wahrnimmt. Aber wie heißt es so schön: "never judge a book by its cover".

Der Klappentext versprach einen humorvollen Frauenroman, mit ganz viel italienischem Flair und einigen Irrungen und Wirrungen. Und um es kurz zu machen, genau das hat das Buch auch geliefert. Wobei ich nach Beendigung des Buches den Titel nicht ganz passend finde. Ich finde ihn interessant und vielschichtig, denn man kann ihn auf verschiedene Arten interpretieren und mir ist auch bewusst, auf welche Passage im Buch er sich bezieht. Aber alles in allem finde ich ihn für die Gesamtgeschichte einfach nicht stimmig.
Die drei Protagonistinnen, Gabriele, Katrin und Leonie, haben mir sehr gut gefallen. Alle drei sind starke Frauen, aber keine von ihnen ist perfekt. Ganz im Gegenteil, jede von ihnen hat ihre kleinen Fehler und Makel. Und wie nicht anders zu erwarten auf Grund des Altersunterschiedes bei Oma, Mutter und Enkelin, stehen alle drei an einem anderen Punkt in ihrem Leben. Im Laufe des Buches machen auch alle drei eine Entwicklung durch, hinterfragen ihr Leben und die Entscheidungen, die sie getroffen haben bzw. dabei sind zu treffen. Dies verleiht dem Buch eine gewisse Tiefe und hebt es ab von seichter Urlaubslektüre.
Trotzdem kommt das Urlaubsgefühl nicht zu kurz. Auch dies wenig verwunderlich, spielt doch der Hauptteil der Handlung in der malerischen Kulisse Umbriens, vornehmlich in Assisi und Perugia. Autorin Tessa Hennig nimmt sich viel Zeit dafür die Umgebung und die Landschaft zu beschreiben. Dies schafft sie aber ohne, dass der Roman langatmig oder langweilig wird. Die detaillierten Beschreibungen fügen sich perfekt in den Rahmen der Handlung und man hat beim Lesen fast das Gefühl die Sonne auf der Haut zu spüren. Am liebsten hätte ich während dem Lesen meine Koffer gepackt und hätte mich auf den Weg nach Umbrien gemacht. Leider stand mir diese Möglichkeit nicht offen und so durfte ich zumindest in Gedanken durch die engen Gassen schlendern.
So komisch es auch vielleicht klingen mag, aber die Handlung des Buches ist leider auch der größte Schwachpunkt. Es gibt im Großen und Ganzen wenig Überraschendes und bereits von Anfang an weiß man mehr oder weniger, wohin die Reise gehen wird. Wie in diesem Genre üblich, wird das eine oder andere Missverständnis eingebaut, um ein wenig künstliche Spannung zu erzeugen. Zusammenfassend fand ich die Handlung okay, aber mehr auch nicht. Es plätschert den Großteil der Zeit einfach nur so dahin.
Die Kapiteleinteilung des Buches, ja für manche Leserinnen und Leser ist dies ein wichtiges Kriterium, empfand ich als sehr stimmig. Auch dem Schreibstil von Tessa Henning konnte ich viel abgewinnen. Die teilweise spritzigen und humorvollen Dialoge haben die Geschichte aufgelockert.
Trotz des einen oder anderen Mankos muss ich sagen, dass ich mich gut unterhalten gefühlt habe. Das ideale Buch, um durch die Gässchen von Italien zu streifen und die Seele baumeln zu lassen.

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Liebe und Hass liegen manchmal so nah beieinander

Die Garnett Girls von Georgina Moore

Ich war seitdem der Verlag das Buch angekündigt hat im Zwiespalt, ob ich es lesen soll oder nicht. Der Klappentext klang interessant und eigentlich nach einer Geschichte, die mir gefallen könnte. Abgeschreckt haben mich die Superlative, mit denen das Buch beworben wurde. Ein fulminantes Debüt und ein süchtigmachendes Familiendrama.

Meine Erfahrungen der letzten Zeit waren leider so, dass je pompöser ein Buch vermarktet wurde, umso schlechter hat es mir gefallen. Daher waren meine Erwartungen zu Beginn ein klein wenig gedämpft.
Die Beziehung der drei Schwestern Rachel, Imogen und Sasha untereinander und vor allem aber zu ihrer Mutter Margo ist vielschichtig und komplex. Einerseits spürt man eine tiefe Liebe und Verbundenheit der vier Damen zueinander, aber andererseits gibt es auch viel Konkurrenzkampf, Missgunst, Abneigung und Hass. Wie bereits im Klappentext erwähnt, leidet Margo auch noch viele Jahre nach der Trennung von ihrem Mann Richard unter eben jener Trennung. Aber auch das Thema älter werden macht ihr zu schaffen. Trotz ihrer Probleme scheint Margo aber das geschafft zu haben, dass sich wahrscheinlich jede Mutter für ihre Kinder wünscht. Nämlich das sie zu reifen und unabhängigen Erwachsenen geworden sind und mit beiden Beinen fest im Leben stehen.
Doch der erste Eindruck täuscht und je weiter die Geschichte fortschreitet, umso deutlicher wird, dass die Trennung vom Vater tiefe Spuren bei den Mädchen hinterlassen hat. Autorin Georgina Moore hat meiner Meinung nach die innere Zerrissenheit und Machtlosigkeit der Schwestern sehr gut dargestellt. Die Figuren wirken dadurch echter und realistischer, wenn auch nicht immer sympathischer. Obwohl sich Rachel, Imogen und Sasha charakterlich doch stark unterscheiden, vereint sie doch das Streben nach Anerkennung und Liebe.
Der Grundton des Buches ist getragen, melancholisch und manchmal auf ein wenig deprimierend, was bei der Grundgeschichte auch zu erwarten war. Unterstrichen wird das Ganze noch von der äußerst melodischen Stimme von Yara Blümel. Ihre Sprachmelodie passt meiner Meinung nach hervorragend zu dieser etwas bedrückenden Geschichte.
Im Laufe der Geschichte wird öfter einmal die Erzählperspektive und die zeitliche Perspektive verändert. Einerseits war dies hilfreich, um einen tieferen Einblick in die Gedankenwelt der verschiedenen Personen zu erhalten, andererseits hat es mich ab und zu auch ein wenig verwirrt. Für mich persönlich waren die Wechsel nicht immer logisch und an manchen Stellen habe ich auch den Faden verloren. Dazu beigetragen haben auch die unzähligen Personen und Handlungsstränge, die nach und nach auftauchen. Die losen Enden, die dadurch entstanden sind, haben sich dann aber nach und nach zu einem Gesamtbild verwoben und meine Verwirrung hat sich aufgelöst.
Dies hat dazu geführt, dass mich Georgina Moores Debüt nicht komplett überzeugen konnte. Ich fand das Gesamtpaket nicht ganz stimmig, wenn ich auch die Protagonistinnen sehr interessant fand. Meiner Meinung nach hätte man die eine oder andere belanglose Party weglassen können und dafür einige andere Themen intensiver und tiefer beleuchten, wie z.B. die Ehe von Sasha und Phil.
All jene die auf der Suche nach einer leichten Sommerlektüre sind, würde ich dieses Buch eher nicht empfehlen. Wer aber Lust hat sich mit komplexen Familiendynamiken und komplizierten Beziehungen zu beschäftigen der sollte sich auf jeden Fall die Zeit für dieses Buch nehmen.

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