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Rezensionen von peedee:

Eine schöne Geschichte

Sommertage im Alten Land von Julia K. Rodeit

Träume im Alten Land, Band 1: Svenja steckt mitten im Studium, als ihre Eltern bei einem Autounfall ums Leben kommen. Von jetzt auf gleich ist alles anders: Der Obsthof mit einem Angestellten steht finanziell auf der Kippe, zudem übernimmt Svenja das Sorgerecht für ihren kleinen Bruder Joris, der in der Schule ein paar Rambo-Allüren an den Tag legt und Svenja einige Nerven kostet.

Das Jugendamt hat sich zu einem Besuch angekündigt. Als Marc vorbeikommt, läuft natürlich nicht alles wie es soll…

Erster Eindruck: Ein sehr schönes Cover mit einem stattlichen Hof – gefällt mir sehr gut (ich würde gerne ein bisschen draussen bei Kaffee und einem Stück Apfelkuchen sitzen).

Svenja, die mir sehr sympathisch ist, muss eine Menge stemmen: Studienabbruch, Verantwortung für den kleinen Bruder, Erhalt des Hofes, und dabei muss sie doch selbst mit dem Verlust der Eltern klarkommen. Sie muss beim Direktor der Schule vorsprechen, da Joris einem Klassenkameraden auf die Nase gehauen hat. Natürlich hätte er nicht zuschlagen sollen, aber wenn er jeden Tag gepiesackt wird – und erst noch mit völlig blöden Sprüchen –, weiss er sich nicht mehr anders zu helfen. Jetzt befürchtet Svenja, dass man ihr Joris wegnimmt – dabei haben sie doch nur noch sich beide. Vor dem Besuch des Jugendamts wollen Freunde ein bisschen klar Schiff machen, damit Svenja alles im besten Licht präsentieren kann. Sie findet, dass Marc so gar nicht ihrem Bild eines Sozialarbeiters entspricht. Aber darum soll es ja nicht gehen, sondern um Joris. Sie muss es schaffen, dass er bei ihr bleiben kann. Und sie den Hof halten kann. Und, und, und…

Mir haben die Freunde, insbesondere Patentante Antje und ihre Tochter Femke, sehr gefallen. Es ist unbezahlbar, solch‘ wertvolle Menschen um sich zu haben. Das Buch war im Nu ausgelesen: Ich habe mit Svenja mitgelitten, gelacht, gefiebert und mich auch mit ihr gefreut – das volle Paket! Die Auflösung der Geschichte war für mich etwas zu schnell; sie hätte noch ein paar Seiten mehr vertragen. Von mir gibt es 4 Sterne und ich freue mich auf Band 2 mit Femke in der Hauptrolle.

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Zu schwülstig

Die Donovans 4. Der verzauberte Fremde von Nora Roberts

Die Donovans, Band 4: Rowan braucht eine Auszeit. Eine Auszeit von ihren Eltern, ihrem Freund, aber insbesondere von deren Erwartungen an sie und ihr Leben. In einem abgelegenen Haus will sie wieder zu sich finden. Dort begegnet ihr ein Wolf mit magischen Augen. Als sie den nächsten Nachbarn, Liam, kennenlernt, ist sie von ihm fasziniert: Er ist attraktiv, aber noch mehr ist sie von seiner Ausstrahlung gefesselt.

Sie weiss nicht, dass er zu den Magiern der Donovans gehört…

Erster Eindruck: Zu einem Liebesroman passt das Cover gut, jedoch nicht zu diesem Buch.

Dies ist Band 4 der Reihe um die Donovans. Hier ist nun Liam Donovan die Hauptperson, der sich wie Rowan in den Wäldern zurückgezogen hat, da er vor einer grossen Entscheidung steht. Er arbeitet als Spieleentwickler, aber in der magischen Welt ist er ein Hexenmeister. Er kann sich – wie unschwer aus dem Klappentext zu erahnen ist – in einen Wolf verwandeln. Rowan ist Lehrerin, aber nicht wirklich glücklich in diesem Job. Sie meint, den Erwartungen nicht zu entsprechen. Ihre Eltern und auch ihr Freund verstehen sie nicht und können ihren Wunsch nach einer Auszeit nicht nachvollziehen. Sie weiss selbst noch nicht genau, wie sie ihre Zeit gestalten will, aber genau das gefällt ihr. Einfach mal schauen, was sich so ergibt und wozu sie Lust hat. Die erste Begegnung der beiden Protagonisten lief nur suboptimal ab. Liam wusste zwar bereits, dass Rowan kommt und wer sie ist, aber sie verfügte selbstverständlich nicht über dieses Wissen.

Ich bin nicht so der Fantasy-Fan, aber wenn ich mich erstmals auf das Magische, Übernatürliche eingelassen habe, bin ich dann voll mit dabei. Hier war mir jedoch alles zu viel: zu viel Märchen, zu viel Machogehabe, zu schwülstig. Am besten gefallen haben mir Liams Eltern sowie der Besuch bei seinen Cousins – leider waren diese nur Minisequenzen, ansonsten gab es eigentlich nur Liam/Wolf und Rowan. Von mir gibt es dieses Mal leider nur 2 Sterne.

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Leider nur 2 Sterne

Killer Potential von Hannah Deitch

Evie Gordon gibt reichen Kindern Nachhilfe, so auch Serena, der Tochter von Dinah und Peter Victor in Beverly Hills. Eines Tages findet sie die Eltern tot im Garten: Mr Victor im Pool, seine Frau erschlagen. Sie will, muss, sollte die Polizei anrufen, als eine Stimme aus dem Haus um Hilfe ruft. In einer Kammer unter der Treppe befreit sie eine gefesselte und verletzte Frau.

Doch da kommt Serena daher und bezichtigt sie des Mordes und geht auf sie los – Evie wehrt sich und Serena geht zu Boden. Evie und die unbekannte Frau, die kein Wort mehr spricht, fliehen. Die Presse verurteilt Evie als brutale Killerin. Wie kann sie ihre Unschuld beweisen und in ihr altes Leben zurückkehren? Und wer ist diese Frau, die mit ihr im Auto sitzt?

Erster Eindruck: Ein für einen Thriller ungewohnt farbenfrohes Cover – gefällt mir.

Evie Gordon, eine intelligente junge Frau mit mehreren Studienabschlüssen, gibt den Kindern von vermögenden Familien Nachhilfe, damit sie die SAT-Exams mit einer möglichst hohen Punktzahl abschliessen und sodann an die Universität ihrer Wahl gehen können. Diese Nachhilfe klingt nach einem Wenn-es-denn-sein-muss-Job, aber nicht nach einer wahren Berufung. Aber es sichert Evies Ausgaben. Bis sie sich sicher ist, wie es für sie beruflich weitergehen soll, macht sie das. Aber dieser eine Sonntagnachmittag bei den Victors verändert alles: Nun ist sie auf der Flucht mit der Unbekannten, die sich erst sehr viele Seiten später als Jae zu erkennen gibt. Wo wollen sie hin? Wie sollen sie, auf der Flucht, die wahre Täterschaft finden? Wäre es nicht besser, sich zu stellen? Wenn sie gefasst würden, sähe es mit ihrer Unschuldsbekenntnis schwach aus, oder?

Der Klappentext war vielversprechend – ich war auf Spannung, Unterhaltung, Tempo eingestellt. Und dann? Nun ja, der Einstieg war noch gut, aber dann fiel der Unterhaltungswert drastisch, denn es passierte nicht viel, es gab keinen grossen Austausch mit anderen, es waren nur Evies Gedanken und Monologe zu lesen. Teil 2 war besser, da mittlerweile Jae auch interagierte. Teil 3 fing soweit gut an, aber das Ende ist für mich nicht stimmig. Den Voten der auf der Rückseite erwähnten Persönlichkeiten (Paula Hawkins und Chris Whitaker) kann ich leider nicht beipflichten: „Fesselnd, unheimlich und cool.“ sowie „Heftig, unterhaltsam, wild. Ein sehr gelungenes Debüt.“ Schade. Von mir gibt es leider nur 2 Sterne.

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Der traurige Samson

Pfotenglück und Sommerwellen von Petra Schier

Lichterhaven, Band 8: Isalie ist nicht nur eine erfolgreiche Unternehmensberaterin, sondern auch Influencerin mit Hunderttausenden von Followern. Aber irgendetwas ist für sie nicht mehr stimmig – sie kann es aber noch nicht benennen. Der neuste Auftrag führt sie nach Lichterhaven, wo sie einem Bauern helfen soll, das Unternehmen vor dem Untergang zu retten.

Max, der besagte Bauer, wurde von seiner Mutter, die den Auftrag erteilt hat, überrumpelt. Wie soll ausgerechnet diese Tussi aus Hamburg ihm helfen können?

Erster Eindruck: Auf dem Cover Sonne, Sand, Strandkorb und ein Neufundländer-Welpe – braucht es mehr? Ich denke nicht.

Dies ist Band 8 einer Reihe, kann aber unabhängig von den Vorgängerbänden gelesen werden.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Isalie und Max erzählt; den Part der Vierbeiner übernimmt Samson. Der Neufundländer kommt mir in der Geschichte viel grösser vor als auf dem Cover abgebildet. Er ist traurig, richtiggehend depressiv. Kein Wunder, denn er wurde einfach von seiner vorherigen Familie „vergessen“ – sie haben ihn ausgesetzt! Er weiss nicht, ob er je wieder glücklich sein kann. Bei Max läuft es auch nicht toll, denn seine Frau hat ihn betrogen und ihn und die beiden Kinder verlassen. Und dann forderte sie von Max, dass er sie ausbezahlte, was sein Unternehmen an den Rand des Ruins brachte. Isalie war zwar schon mal auf einem Bauernhof zu Besuch, ist aber durch und durch eine Stadtpflanze und hat vom Landleben keine Ahnung. Es gehört jedoch zu ihrem Job, sich in neue Unternehmensbereiche hineinzudenken, um umsetzbare Strategien präsentieren zu können. Die Begrüssung durch Max ist sehr frostig. Wie soll das funktionieren, wenn er gar keine Lust auf diese Unternehmensberatung hat?

Eine influencende Unternehmensberaterin, die sich Make-up auftragend im Internet zeigt und Marketingtipps gibt? Wird man da ernstgenommen? Nun ja, in der heutigen Zeit scheint das „normal“ zu sein. Max‘ Familie hat mir sehr gefallen – es ist sehr schön, wie seine Eltern ihn und die Kinder unterstützen. Er ist sich absolut bewusst, dass er grosses Glück hat, denn ohne diese Unterstützung wäre für ihn – wie für viele alleinerziehende Eltern – das Ganze nicht zu managen. Das Buch hat sich wie immer flüssig lesen lassen und im Nu war es auch schon zu Ende. Es hat mir gefallen, aber leider weniger als die bisherigen Bände. Für mich war unverständlich, wie Max seinen Hof aufgrund von Isalies Unternehmensstrategie so schnell umkrempeln kann. Mein obligater Hinweis folgt zum Schluss: Petra Schier schreibt Bücher für Erwachsene, daher gibt es auch hier eine „heisse“ Szene. Von mir gibt es dieses Mal knappe 3 Sterne.

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Wenn das Leben andere Pläne hat

Carillon Point – Wo das Glück dich findet von Susan Mallery

Ein Anruf verändert alles: Allison erfährt, dass ihr Mann Peter verhaftet wurde; sie ist hochschwanger mit dem zweiten Kind. Die 16-Jährige Summer, Allisons Stieftochter, will ihr beistehen, benötigt dabei aber die Hilfe ihrer Mutter Erica. Ausgerechnet Peters zickige Ex-Frau, die ihm übel mitgespielt hat! Erica ist von Summers Engagement überrumpelt.

Sie tut alles für Summer, aber das geht zu weit. Da Allison Obdachlosigkeit droht, willigt Erica ein und quartiert sie bei sich ein. Aus anfänglichem Misstrauen beiderseits wird langsam eine Freundschaft, die beide Frauen dringend benötigen…

Erster Eindruck: Ein sehr schönes, stimmungsvolles Cover.

Als ich den Klappentext gelesen hatte, war ich gleich auf die ungewöhnliche Konstellation gespannt: Zwei Frauen, deren scheinbar einzige Gemeinsamkeit die Verbindung mit Peter ist.

Erica ist eine erfolgreiche Unternehmerin, betreibt mehrere Frisiersalons mit Day-Spa, richtet Förderprogramme aus. Sie ist seit vier Jahren von Peter geschieden – er hat sie Knall auf Fall verlassen. Das hat sie sehr verletzt. Peter ist Buchhalter mit eigener Firma und mittlerweile mit Allison verheiratet. Ein Kind haben sie schon, das zweite ist unterwegs. Allison kennt Erica nicht, hat aber nur schlechte Dinge über sie gehört und ist daher nicht gut auf sie zu sprechen. Sie fragt sich, wie Summer, die sie liebt, bei einer so kratzbürstigen Mutter aufwachsen konnte.
Eine schlimme Vorstellung, wenn man via Telefon erfahren muss, dass der Partner verhaftet wurde und ihm diverse schwere Straftaten vorgeworfen werden. Allison fällt aus allen Wolken, und zwar ins Bodenlose, denn sie hat keine Familie oder Freunde, die ihr beistehen könnten. Auch Erica fällt aus allen Wolken, denn ihrer Nachfolgerin Obdach zu gewähren, stand nie auf ihrer Liste.

Vorurteile, Verletzungen, Ängste, Freundschaft, Familie und Liebe sind einige der behandelten Stichworte. Das Buch war wie immer im Nu ausgelesen. Es war mir eine grosse Freude, so liebenswürdige Frauen kennenzulernen: Erica, Mutter Mara, Tochter Summer, Allison. Und Killion – ein toller Mann! Von Peter war ich leider so gar nicht begeistert – die Leser:innen werden das wohl gleich nachvollziehen können. Ich würde gerne mehr darüber schreiben, aber dann würde ich leider spoilern. Von mir gibt es 5 Sterne.

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Geit neet, gifft neet. Jo.

Herzfischer - Strandträume in Greetsiel von Anja Seefeld

Greetsiel, Band 1: Die Juristin Katharina arbeitet in einer Düsseldorfer Anwaltskanzlei und hofft auf den nächsten Karrieresprung. Sie will unbedingt zur Junior-Partnerin befördert werden. Vor dem Beförderungsentscheid soll Katharina noch einen Grundstücksverkauf an der Nordseeküste abwickeln. Sehr irritierend, da das bisher nicht zu ihren Aufgaben gehörte.

Und erst noch in Greetsiel – weit weg von Düsseldorf und ihrer Komfortzone. Sie trifft auf den wortkargen Krabbenfischer Jasper, der sich gleich in ihr Herz einschleicht. Als sie herausfindet, dass ausgerechnet er der Grundstückseigentümer ist, eskaliert die Situation…

Erster Eindruck: Vom Sujet her gefällt mir das Cover, aber die Elemente auf dem Steg sehen einfach „draufmontiert“ aus, ebenso der Krebs.

Katharinas Plan, einst Junior-Partnerin zu werden, steht schon seit vielen Jahren fest. Nur ist sie nicht die einzige Kandidatin in der Kanzlei, die mit dieser Beförderung liebäugelt. Und bei einem solchen Karriereschritt hört die Freundschaft – so sie denn vorher bestanden hat – gerne auf. Widerwillig muss sie den Grundstücksverkauf an der Nordseeküste abwickeln. Ich sah sie förmlich vor mir, einerseits in Düsseldorf, die Haare perfekt gestylt, ein Business-Outfit, hohe Schuhe, andererseits an der Nordseeküste, wo sie, schneller als ihr lieb war, einen schreiend gelben Ostfriesennerz und passende Gummistiefel ihr Eigen nennt.
Als Juristin ist man in Rhetorik bewandt, daher irritiert sie die Wortkargheit des sympathischen Fischers, für den „jo“ scheinbar bereits ein vollständiger Satz darstellt. Mir war übrigens nicht bewusst, welche ursprüngliche Bedeutung der Ohrring eines Fischers hat – das fand ich sehr interessant (aber auch traurig).

„Das Leben kommt, wie es kommt. Manchmal ist das schlimm und manchmal auch ein Glück.“

Mir hat die Geschichte ausgezeichnet gefallen und es war mir eine Freude, so liebenswerte Protagonisten zu treffen (mit Ausnahme von „Schleimer-Paul“, versteht sich von selbst!). Kathis Freundin Jule ist toll – so eine Freundin wünscht sich wohl jede Frau. Ich vergebe sehr gerne 5 Sterne und freue mich, in ein paar Monaten die Fortsetzung lesen zu können.

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Schön – einfach schön.

Dieser Sommer gehört uns von Sarah Morgan

Cecilias siebzigster Geburtstag muss gross gefeiert werden – meint ihre Tochter Kristen. Zudem soll es eine Hommage an Kristens Vater Cameron, der vor einem Jahr verstorbene Künstler, sein. Cecilia will ganz bestimmt nicht an ihren untreuen Gatten und an ihr Geheimnis denken und flieht kurzerhand ans Meer in ihr seit Jahren leerstehendes Cottage.

Lily hat ihr Medizinstudium abgebrochen, da sie einfach keine Ärztin sein möchte, sondern Künstlerin. Sie hat ihre Eltern enttäuscht. Bis sie weiss, wie es für sie weitergehen soll, jobbt sie als Reinigungskraft und schläft im vermeintlich verlassenen Cottage. Als Cecilia ihren unverhofften Hausgast kennenlernt, ahnt sie, dass es für beide ein interessanter Sommer werden könnte…

Erster Eindruck: Ein farbenfrohes Cover eines Küstenstädtchens – gefällt mir sehr gut.

Die Geschichte wird aus den Blickwinkeln von drei Frauen erzählt, was einerseits lebendig wirkt und andererseits die Leser:innen mehr wissen lässt als die Einzelperson.

Kristen war immer Daddys Girl – sie hat nicht nur für ihn gearbeitet, sondern er war auch ihr erster Ansprechpartner. Ihre Mutter Cecilia hatte da das Nachsehen. Sie ist es gewohnt, Job und Familie zu managen, daher meint sie, auch Cecilias Leben managen zu müssen. Cecilia hat ihrer Tochter mehrfach gesagt, dass sie keine Riesenfeier haben möchte. Doch Kristen hat nicht zugehört. So flieht sie von der eigenen Party, ohne der Familie zu sagen, wohin sie fährt. Das Cottage hat sie seit Jahrzehnten nicht mehr betreten und es fühlt sich merkwürdig an. Lily hat das Gefühl, versagt zu haben. Sie hat das Medizinstudium, das sie ihren Eltern zuliebe begonnen hatte, abgebrochen. Sie will etwas Künstlerisches machen, was jedoch aus Sicht der Eltern eine brotlose Tätigkeit ist.

„Lieber ein paar Jahre verschwenden als ein ganzes Leben.“

Alle drei Frauen eint eines: Sie sind an einem Punkt in ihrem Leben angekommen, wo es vermeintlich nicht weitergehen kann. Doch dann merken sie, wo sie ein bisschen an der „Reiseroute“ feilen müssen, um ihr Leben neu auszurichten. Mir haben die Protagonisten sehr gut gefallen und ich fand es sehr schön, sie einen Moment lang begleiten zu können. Das Buch war im Nu ausgelesen und ich vergebe wohlverdiente 5 Sterne.

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Leider nicht mein Fall, schade

Und mittendrin die Limmat von Kiara Kern

Das Schlimmste, was auf einer Klassenreise passieren kann, ist passiert: Eine Schülerin kommt tragisch ums Leben. Lehrerin Elaine hat heftige Schuldgefühle, da sie der Meinung ist, sie hätte bereits im Vorfeld eingreifen müssen, damit eskaliert wäre. Zudem befürchtet sie, dass es kein Unfall war – es ist jedoch nur ein Verdacht, daher schweigt sie.

Sie verarbeitet ihre Erlebnisse in Romanform und veröffentlicht diesen unter einem Pseudonym. Vierzehn Jahre später ereignet sich ein weiterer Todesfall: Das Opfer ist aus derselben Klasse und die Vorlage scheint aus Elaines Buch zu kommen…

Erster Eindruck: Das Farbenspiel auf dem Cover vermittelt eine besondere Stimmung – gefällt mir sehr gut.

Der Job einer Lehrperson ist nicht einfach, insbesondere dann nicht, wenn es sich um eine „schwierige“ Klasse handelt. Für Elaine war diese Klasse die schlimmste Klasse, die sie je hatte. Laura ist die Anführerin; sie weiss die Menschen um sich zu gruppieren und nach ihrer Laune tanzen zu lassen. Ihre Waffe ist das Wort: Mobbing im grossen Stil. Wenn jemand sie auf ihr Verhalten anspricht, war alles nur ein Missverständnis. Selbstverständlich. Anna gehört auch zum engsten Kreis um Laura. Nach vierzehn Jahren kommt es zu einem Wiedersehen von Elaine und Anna, da sie – mittlerweile in Berlin wohnend und arbeitend – eine Ausstellung in Zürich macht. Für Anna war die Entscheidung, nach Zürich zu kommen, nicht einfach, denn es gibt zu viele schlechte Erinnerungen.

„TAT ORT. WORT:
Je nach SICHT und LICHT
sieht man die NARBE oder NICHT.“

Es geht um Wortkunst, künstliche Intelligenz, Mobbing, Schuld, Psychosen (anders sind gewisse Dinge für mich nicht erklärbar). Leider konnte mich die Geschichte nicht überzeugen; mit dieser Wortkunst konnte ich nicht so viel anfangen. Die Protagonisten fand ich sehr anstrengend. Ich habe immer gehofft, dass auf der nächsten oder übernächsten Seite etwas kommt, was verblüffend ist und die Geschichte aus einem ganz anderen Blickwinkel beleuchtet. Doch dies ist für mich nicht eingetreten, nicht einmal am Schluss. Es tut mir sehr leid, aber ich kann für diesen Whydunit-Krimi nur 2 Sterne vergeben – wahrscheinlich bin ich nicht die richtige Zielgruppe. Schade.

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Das Weihnachtswunder

Friesenmeermagie von Tanja Janz

Ein gemütlicher Nachmittag unter Freundinnen führt dazu, dass Malin bei einer Auktion einen alten Koffer ersteigert, deren Inhalt ihrem Leben eine neue Ausrichtung gibt. Im Koffer befindet sich ein berührender Brief einer alten Dame, zusammen mit Fotos und einem Schlüssel zu ihrer kleinen Fischerkate in St.

Peter-Ording. Die Tochter will dieses Haus nach Weihnachten an eine Hotelkette verkaufen, was jedoch der unbekannten Dame das Herz brechen würde. Malin begibt sich auf Spurensuche, doch die Zeit läuft…

Erster Eindruck: Ein schönes winterliches Cover – gefällt mir.

Malin und Franzi sind seit vielen Jahren Freundinnen und seit kurzem auch Geschäftspartnerinnen mit ihrer Grafikdesign-Firma. Als Franzi etwas Verrücktes tun wollte, besuchen sie spontan eine Fundsachenversteigerung. Franzi erbeutet Angelzubehör für ihren Vater, Malin – nun unter Zugzwang – ersteigert einen kleinen Koffer. Niemals hätte sie erwartet, dass der Inhalt solchen Einfluss auf ihr weiteres Leben haben würde. Eine unbekannte Frau, selbstverständlich gibt es keinen Absender, schickt ihr den Schlüssel zu ihrem Haus in St. Peter-Ording. Wo gibt es denn so etwas? Malin lässt das Ganze keine Ruhe und so fahren die Freundinnen kurzerhand hin, um das Haus zu finden, was ihnen auch schnell gelingt. Und dann krempeln sie die Ärmel hoch und beginnen aufzuräumen, zu putzen, einzukaufen, zu streichen und schmirgeln…

So, ich bin literaturtechnisch wieder aus St. Peter-Ording zurückgekehrt. Wie es war? Nun ja, zuerst musste ich mir sagen, dass es ein Märchen ist, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand einen Koffer ersteigert und damit ein Haus vermacht bekommt. Ich denke nicht, dass das rechtlich so einfach funktionieren würde. Aber nachdem ich diesen Fakt mal beiseitegeschoben habe, war ich im Märchenmodus drin. Dazu kommt noch ein Weihnachtswunder, denn nur das kann die Erklärung dafür sein, dass jemand für eine wildfremde Person wochenlang deren Haus renoviert und dafür so viel Zeit und Geld aufwendet. Abgesehen von diesen beiden Punkten hat mir die Geschichte gut gefallen – die Protagonisten waren sympathisch, die Geschichte liess sich flüssig lesen, war jedoch zu kurz. Von mir gibt es 3 Sterne.

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Vertrauen, Hoffnung, Vergebung

Flucht der Herzen von Crystal Caudill

Hidden Hearts of the Gilded Age, Band 2: Landkreis, 1884. Als Geheimdienstmitarbeiter ist man zu äusserster Verschwiegenheit verpflichtet, denn ansonsten ist das eigene Leben bedroht. Dies ist Andrew Darlington nur zu gut bewusst. Er soll einen US-Marshal bei einem Fall unterstützen, der jedoch die Ankunft von Andrew nicht mehr erlebt hat.

Lu Thorne hat ihren Mann verloren und ist nun alleine mit ihrem Sohn Oscar. Sie sollte als Informantin gegen die Thornes aussagen, doch durch den Tod des Marshals ist nun alles in Gefahr. Andrew und Lu müssen unfreiwillig zusammenarbeiten…

Erster Eindruck: Das Cover gefällt mir sehr gut und passt perfekt zum ersten Band.

Dies ist Band 2 einer Reihe, kann aber unabhängig vom Vorgängerband gelesen werden.

Der Einstieg fiel mir merkwürdigerweise nicht so leicht und ich weiss nicht genau, woran es lag. Die vielen noch unbekannten Namen? Die Situation? Nach einer Weile ging das Lesen dann deutlich besser. Ich musste mir immer wieder vor Augen halten, dass die Zeit, in der diese Geschichte spielt, so gegensätzlich zu der heutigen ist: Der Status einer Frau, insbesondere wenn sie verwitwet ist, ist sehr schwierig. Aber dazu noch in dieser absolut üblen Familie Thorne unter der mit eiserner Faust regierenden Matriarchin lebend, ist der Alltag grauenhaft. Bei „Ma Frances“ kam mir „Ma Dalton“, die Mutter der Dalton-Brüder aus der Comic-Reihe „Lucky Luke“ in den Sinn. Nur ist Frances keine Comic-Figur, worüber man lachen könnte. Leute, die sie nicht mag, vergiftet sie mal eben oder schickt einen ihrer Söhne, um den „Fall“ zu erledigen. Die Thornes morden, stehlen, betrügen. Wie soll Lu von dieser Familie wegkommen? Um sich selbst hat sie nicht Angst, aber um ihren kleinen Sohn Oscar.

Der Glaube hat einen grossen Stellenwert in diesem Buch, was mir sehr gut gefallen hat. Das schwierige Thema Vergebung wurde gut in die Geschichte eingearbeitet. Mir haben Lu und Andrew sehr gefallen, auch bereits in der Zeit, wo sie sich noch gar nicht wirklich mochten. Meine Lieblingsfiguren waren jedoch der Pfarrer und seine Frau Mary. Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen und ich bin auf die Fortsetzung gespannt – 4 Sterne.

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