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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Petra:

Eine eingeschworene Gemeinschaft

Der Tote in der Crown Row von Sally Smith

Im Tempelbezirk wird die Leiche des Oberrichters gefunden. Erstochen! Wer ermordet in diesem abgeschlossenen Bereich des Rechts einen aufrechten, respektierten Mann? Da die Polizei im Temple nicht ermitteln darf, wird Sir Gabriel damit beauftragt die ersten Erkenntnisse zusammen zu tragen und den Mörder zu finden.

Eine Aufgabe die er sich nicht gewünscht hat, im Gegenteil er scheut alles was seinen wohl sturkturierten Alltag durcheinander bringt. Gabriel liebt seine Ruhe, seine Auseinandersetzungen vor Gericht und seine Bücher und hasst alles was seinen Alltag durcheinander bringen könnte. Ihm wird ein junger Polizist zur Seite gestellt, damit später der Fall an die ordentliche Polizei übergeben werden kann. Dieser ist eine ungewohnte Hilfe.
Es ist ein ruhiger Krimi, die Fagen die Sir Gabriel stellt und die Betrachtungen die er anstellt, sind eher intellektueller Art als nahe am Geschehen. Gleichzeitig hat er natürlich seine normalen Fälle. Einer davon war in meinem Augen spannender als der Mord. Die Entwicklungen in beiden Fällen ließen sich gut lesen und waren nachvollziehbar.
Das Buch wirkte mehr wei ein gesellschaftskritischer Roman als wie ein Krimi.
Denn die Stellung der Frau, die hier nur als Anhängsel der Männer oder als Dienstboten dargestellt werden, war für die Zeit typisch. Der Frust der bei einigen Damen dadurch entstanden ist, ist vollkommen nachvollziehbar.
Die Figur des Sir Gabriel Ward war interessant von ihm könnte ich mir vorstellen mehr zu lesen.

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Veränderungen

Das Jahr in Virginias Buchladen von Amanda Colombo

Der Buchladen heißt nach seiner verstorbenen Besitzerin und auch nach Virginia Woolf, eine Schriftstellerin die sehr für die Gleichberechtigung und Anerkennung der Frauen gekämpft hat. Das passt gut, denn die drei Marias die im gleichen Ort leben müssen auch um Anerkennung und das Gesehen werden kämpfen.

Mariadela kümmert sich aufopfernd um Mann und Schwiegermutter, es bleibt keine Zeit für sie selbst. Marai Viktoria kämpft um die Anerkennung ihres Vaters, sie kann ihm nichts gut genug machen. Maria Bianca ist gerade Witwe geworden, sie muss ihr Leben neu ordnen. Alle drei sind schon seit langem Freundinnen, damals mit gemeinsamen Zukunftsplänen. Heute unterstützen sie vor allem Bianca die zurück nachhause gekommen ist. In der kleinen Buchhandlung, dem Rückzugsort ihrer Kindheit findet Bianca einen Job und Unterstützung. Alle drei verändert das wieder Zusammenfinden. Sie sehen sich durch die Augen der anderen beiden. Sie sehen was die Freundinnen ihnen schon lange gesagt haben, was sie aber immer nicht hören wollten. Nun nehmen sie ihren Mut zusammen, gemeinsam entstehen die ersten Veränderungen in ihrer Leben.
Ein gutes Buch zum Schmökern, es ist nicht so anspruchsvoll wie Woolfs Werke, regt aber trotzdem an ob man nicht auch in der einen oder anderen Situation steckt. Die Frauen sind sehr verschieden von jeder kann man sich eine Scheibe abschneiden. Das hat mir gefallen,, ich musste mich nicht für eine entscheiden, ich konnte mit allen dreien mitfühlen, und als das Fass übergelaufen ist auch mit wütend werden. Das Buch spielt in Italien und da kommt das Klischee, das italienische Männer Muttersöhnchen sind, sehr humorvoll zum tragen.

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wieder spannend

Sepia 2: Sepia und die Verschwörung von Flohall von Theresa Bell

Schon der erste Teil war sehr gelungen und die Vorfreude auf Teil zwei groß. Ich wurde nicht enttäuscht. Auch hier war der Anschluss an Teil eins der zum einen mit einem Schluss und eine Andeutung auf die Fortsetzung endete. Denn es waren Fragen offen geblieben. Einige Fragen wurden beantwortet die Hauptfrage blieb offen.

Wer oder was ist Sepia?
Das Abenteuer das Sepia und ihre Freunde erleben. ist kaum zu überbieten, auf der einen Seite Erwachsene die ihnen nicht glauben, auf der anderen Seite ihre Meister die ihnen glauben aber sie unbedingt beschützen wollen und ihnen daher alle möglichen Steine in den Weg legen.
Es ist ein gelungenes Buch über Freundschaft, die nicht immer einfach ist, über Familie die sogar kompliziert sein kann, über die Frage wer man selber ist und wie andere einen sehen. Ein Buch über Mut und Vertrauen, genauso ist es ein spannendes phantasievolles Abenteuer das ch in einem Rutsch durchgelesen habe. Denn eine Pause konnte ich nicht ertragen, es könnte was verloren gehen. Albern ich weiß, es sind bedruckte Seiten, fest gebunden zwischen zwei Buchdeckeln. Leider passiert so etwas in dieser Trilogie öfter. Bücher gehen auseinander, Seiten verschwinden oder werden zerstört. Am liebsten würde ich in das Buch springen und den Protagonisten .helfen. Das Buch hat eine Sogwirkung und ich wäre sehr gerne mit Sepia, Niki und SAnzio befreundet.
Wenn solche Gefühle auftreten dann hat das Buch sein Ziel erreicht.
Ich freue mich jetzt schon auf den dritten Band und hoffe das die Autorin auch danach noch viele spannende Abenteuer erfindet, wenn nicht in Flohall dann in einem anderen Ort der Bücherwelt.

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Natur erleben

Hase und ich von Chloe Dalton

Autorin findet einen winzigen Feldhasen. Wir alle wissen wilde Waisenkinder sollte man nicht berühren sonst nimmt die Mutter sie nicht wieder an. Aber was kann man machen wenn es keine Mutter gibt oder wenn große Gefahr für das kleine Tier besteht. Die Frau nimmt das Tier mit und mit viel Aufwand und wenig Wissen zieht sie das Tier auf.

Sie domestiziert es nicht, sie gibt ihm den nötigen Freiraum, immer die Grenze zwischen wildem Tier und sich selbst als einer der natürlichen Feinde des Hasens wahrend. Es entsteht eine Freundschaft die auf gegenseitigen Respekt fusst. Eine Beschreibung die durch das Bild von Albrecht Dürer in meinem Kopf entstanden ist. Der Maler hat den Hasen so natürlich gemalt als ob das Tier ihm Modell gestanden hat.
Die Autorin beschreibt das Tier so deutlich, das man es selber sieht, die Farben des Fells, die Bewegungsabläufe, alles ist neu und eigenartiger Weise auch spannend. Sie berichtet von ihren Recherchen und findet viele alte Berichte wenig Neues.
Sie beschreibt den Frieden, die Ruhe die das Tier ihr vermittelt es entschleunigt ihren Alltag und beim Lesen ihrer Geschichte kann ich es vollkommen nach fühlen.

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Eine zerstörte Stadt

Nacht der Ruinen von Cay Rademacher

März 1945 kurz vor Kriegsende. Köln ist eine geteilte Stadt, auf der einen Rheinseite sind die Amerikaner auf der anderen Seite sind die Deutschen. Im amerikanischen Teil wird ein abgestürzter Pilot ermordet. Joe Salmon soll den Mörder finden. Er ist/war Deutscher, als Jude ist ihm 1938 die Flucht gelungen.

Köln war seine Heimatstadt. Er kannte jede Straße, jedes Haus. Nun in der zerbombten Stadt muss er sich neu orientieren. Denn er sicht nicht nur einen Mörder sondern auch Freunde die er vor sieben Jahren zurückliess. Hilda und Jacob.
Diese sehr verschiedenen Aufgaben inmitten von Ruinen fordern sehr viel Kraft und Zurückhaltung, denn immer wieder kommen die Gefühle und Erinnerungen an die letzten Tage vor seiner Flucht hoch. Er findet Dokumente was Menschen Menschen angetan haben. Fast entsteht der Eindruck das der Jude Josef Salomon die Denunziationen gegen Nachbarn, Familiemitglieder und Bekannte schlimmer empfindet als die Misshandlungen und Demütigungen an seiner Familie. Das genaue Ausmaß des Holocaust ist zu dem Zeitpunkt noch nicht bekannt.
Leo wirkt nicht sehr passend für seine Aufgabe, nur weil er Deutsch spricht und in Köln geboren wurde ist et dadurch noch lange kein Ermittler.eher ermittelt Kommissar Zufall.
Trotzdem ist es ein bedrückender Roman, denn eigentlich sind die Ruinen der Stadt die Hauptfiguren in diesem Buch. Die Beschreibung der Straßen, der Häuser, der Kirchen oder auch des Friedhofs. sind intensiv als ob wir Leser eine Zeitreise machen. Der Autor vermittelt kein Mitleic mit den Menschen auch kein sei haben es nicht anders verdient. Er fordert Mitleid mit der Stadt, mit den zerstörten Denkmälern, mit den historischen Gebäuden, er verlangt keine Vergeltung, aber auch kein Verständnis für dieses Was hätten wir sonst tun sollen, wir haben nur unsere Pflicht getan. Die Verachtung für solche Sätze sind spürbar.
Eine beklemmende Atmosphäre, sehr lesenswert.

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Der etwas andere Dünger

Die Hausboot-Detektei - Tödliche Blüten von Amy Achterop

Die Hausboot Detektive sind ein tolles Team, aus der Not geboren sind sie nun bekannt und erfolgreich. Mit ihren unkonventionellen Methoden sind sie der Polizei um Längen voraus. In diesem Band ermitteln sie auf dem berühmten Keukenhof. Tulpen über Tulpen ziehen jedes viele Besucher an. Aber es gibt anscheinend Menschen die die Tulpen nicht so schön finden wie die Wühlmäuse, die eine ganze Menge der Zwiebeln in einer Nacht gefressen haben.

Ist das ein Verbrechen oder Natur? Das müssen die vier herausfinden, ein Fall zieht den nächsten nach sich.
Und hier bei müssen sie ihre Phantasie spielen lassen, denn alle Verdachtspunkte werden rational erklärt.
Die Lösung am Ende ist so typisch für die Autorin, leider realistisch und auch makaber.
Große Unterhaltung war dieser Krimi auf alle Fälle. Die Figuren bleiben konstant, es gibt keine tiefgreifende Entwicklung in ihren Persönlichkeiten, man trifft in jedem neuen Band alte Bekannte wieder. Man weiß was sie sagen, was sie tun wenn sie nicht gerade ermitteln. Nämlich Kaffee trinkten und Kuchen oder Plätzchen essen. Bei einigen von ihnen sieht man es auch vor dem geistigen Auge. Das zu dieser Truppe ein Hund und ein Eichhörnchen gehören vermittelt einmal mehr das Besondere an diesem Cosy Crime. in jedem Band wird neben dem Fall auch immer eine interessante gesellschaftliche Frage in den Mittelpunkt gestellt, nicht beantwortet, sondern einfach ein Thema das aktuell ist und darüber wird gesprochen, unterschiedliche Ansichten mit Pro und Kontra. Klar das es bei Zuchttulpen um Naturschutz geht.

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Ein etwas anderes Geschichtsbuch

Eleanor von Genevieve Cogman

Der zweite band um die Liga des Scarlet Pimpernel und die französische Revolution.Eigentlich ist die Figur des Scarlet Pimpernel eine Erfindung von Baroness Emma Orczy im jahr 1905. Das Thema ist das gleiche ein englischer Adeliger rettet französiche Adelige vor der Gouiliotine. Hier wird die Story ausgeweitet.

Es ist eine ganze Gruppe die dieses Risiko eingeht unterstützt von Eleanor einem Dienstmädchen. Außerdem retten sie auch Vampire die in dieser Reihe zwar auch Blut trinken sich aber ansonsten sehr zivilisiert benehmen, zu mindestens vordergründig. Denn auh sie gieren Macht und Einfluss nicht nur Robespierre und sein Wohlfahrtsausschuss.
Elenanor ist eine besondere junge Frau, aus dem einfachen Dienstmädchen ist eine selbstbewusste, mutige junge Frau mit einer eigenen Meinung geworden.Durch den intensiven Kontakt mit der uralten Magierin Anima lernt sie sich zu behaupten.
In dieser Serie sind die Vampire nicht grundsätzlich die Bösen sondern einfach nur eine weitere Gruppe von Personen die sich mit den Menschen seit Jahrhunderten die Welt teilen. Wogegen die Magier anscheinend fast verschwunden sind.
Die Frage nach dem Warum wird auch in diesem zweiten Band nicht beantwortet da müssen wir auf den finalen Teil warten.
Das Zusammenspiel zwischen historischen Tatsachen und den spannenden Abenteuern ist gelungen.
Die Atmosphäre die zu der damaligen Zeit geherrscht haben muss, wird sehr detailliet fast plastisch dargestellt. An manchen Stellen ging die Szenerie etwas überhastet in einander über, da hätte ich mir asuführlichere Beschreibungen gewünscht bzw. das Fragen ausführlicher beantwortet wurden und nicht nur in dem Stil "das ist eben so". Gut möglich das dann ein vierter Band entstehen müsste.
Das Buch endet genau wie der erste Teil, den man vorher gelesen haben sollte, mit einem Cliffhanger.
Verständlcih allerdings, denn sonst wärees keine Überleitung in den driten Band möglich gewesen.
Es sind noch einige Aufgaben zu erledigen und ich freue mich auf die Lösung im nächsten Jahr.

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Die Elbe

Stromlinien von Rebekka Frank

Der Fluss die Elbe ist der rote Faden in diesem Roman, was hat dieses Gewässer schon alles gesehen, gehört und erlebt. Er wird wie ein lebendiges Wesen beschrieben. Eine Lebensader für die Tiere und Menschen die an ihm und seinen Seitenarmen leben.
Jala und Enna leben bei der Großmutter weil die Mutter im Gefängnis ist.

Männer gibt es in ihrem Lebensbereich nicht. Da sie es nicht anders kennen so zu leben, haben sie sich daran gewöhnt Außenseiterinnen zu sein. Durch die Umstände sind sie sich genug, Schwestern, Zwillinge und Freundinnen in Personalunion. Dann verschwindet Jala und die Mutter die entlassen werden soll, ist ebenso weg. Wohin sind die beiden und die wichtigere Frage warum? Warum hat die Mutter über ihren Entlassungstag gelogen? Warum ist Jala ohne ein Wort an ihre Schwester weggegangen? Enna ist verzweifelt und sucht nach ihrer Schwester, am Fluss, auf den Inseln, überall vergeblich.
Die dramatische Geschichte liegt nicht in den Taten, sondern in der Vergangenheit, am Unverständnis, in den Folgen von einem schweren Unglück.
Die Autorin springt in ihrer Erzählung von einem Zeitraum zum Nächsten. In der Gegenwart begleiten wir Enna, in der Vergangenheit erfahren wir Details über das Leben ihrer Großmutter und ihrer Mutter. Warum die Mutter eine Haftstrafe verbüßen musste wird lange nicht erklärt.
Das ist das einzige Manko an diesem Buch, auf einer Seite sind die Mädchen auf TikTok aktiv und in anderen sozialen Medien, auf der anderen Seite haben sie nie nachgeforscht warum ihre Mutter zu so einer langen Haftstrafe verurteilt wurde. Ich würde es wissen wollen und wenn meine Oma es nicht erzählt, mit dem Argument es sei Aufgabe der Mutter etwas zu sagen, dann würde ich im Internet forschen und ich glaube da wäre ich nicht allein.
Die Erklärungen für alle Geschehnisse und die daraus resultierenden Folgen kommen zu spät. Die Fragen stören den Lesefluss, vor allem weil die Erzählung an sich immer wieder ruhige Abschnitte hat, wie die Beschreibung des Flusses, der Wildvögel und ihren Lebensraum. Genau so wichtig ist der Autorin das Thema Umweltschutz, durch die Elbvertiefung geht Lebensraum verloren. Das Gegenüber stellen von der dramatischen Handlung zu den Themen Umweltschutz, Feminismus und Natur ist nur teilweise fremdelnd. Es passt durch die jungen Menschen und ihre Sorgen um die Zukunft.

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Mehr Kuchen

Der Duft von Kuchen und Meer von Anne Barns

Ich habe schon mehrere Bücher der Autorin gelesen. Mir gefällt die Verbindung von Kuchen, Familie und Meer, egal ob Ost- oder Nordsee.
Ich esse sehr gerne Kuchen und am Ende der Bücher sind immer die Rezepte aufgeschrieben die im Buch erwähnt wurden. Ich fahre gern im Urlaub ans Meer, daher habe ich die Gegenden oder Inseln die beschrieben sind schon gesehen und ab und zu wird eine Erinnerung wach.

Dazu die Familiengeschichte die nicht zu dramatisch beschrieben wird. Ein gelungener Wohlfühlroman mit vielen Details die das Gefühl der Geborgenheit vermitteln.
Die Liebe ist vorhanden aber sie drängt sich nicht in den Vordergrund sondern ist eine angenehme Begleiterscheinung.
Diese Eigenschaften hat auch dieses Buch. Maren wirkt sehr sympathisch und sehr viel reifer als man von ihrem Alter her vermuten könnte. Ihre Ansichten sprechen von soviel Lebenserfahrung wie die einer Hundertjährigen. Dafür sind Mutter, Oma und Tochter weniger abgeklärt.
Gleichzeitig ist sie bereit nach reiflicher Überlegung einen Wechsel in ihrem Leben anzutreten. Dieses Abwägen von Risiken bringt das Ganze in realistische Grenzen. Auch die Rückblicke in vergangene Zeiten sind sehr zurückhaltend erzählt, man kann sich Details selber ausdenken, die schöne Kindheit auf der Insel oder auch die grässliche Schwiegermutter.
Alles in allem ein Buch zum Träumen, zusammen mit einem Stück Kuchen und einen Tee ergibt es einen wunderbar gelungenen Lesegenuss.

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Laut ist nicht gleich laut

Die laute Hedda von Katrin Michel

Hedda ist ein normales, aktives Kind. Mit einem Papa der anscheinend im Home Office arbeitet und dafür seine Ruhe braucht. Allerdings ist Hedda beim Spielen laut, sei es wenn sie Fußball in der Wohnung spielt oder Trompete bläst, ein Gespenst darstellt und mit ihrem Pferd durch die Wohnung galoppiert, immer ruft Papa: Hedda das ist zu laut.

Dabei sind andere Geräusche genau so laut oder sogar noch lauter, das startende Motorrad, die Waschmaschine oder Hundegebell aber das hört Papa nicht. Bis Hedda vor lauter Verzweiflung anfängt zu weinen, sehr verzweifelt weint. Da reagiert der Papa auf die richtige Weise.
Es ist ein tolles Bilderbuch mit wirklich lauten Bildern. Man hört die Farben und ich bin Heddas Meinung alle Geräusche sind gleich laut.
Bisher sind mir Bilder untergekommen, die eine Geschichte erzählen mal mehr mal weniger schön. Hier lebt Hedda richtig in den Bildern, ich konnte mir die Situation richtig vorstellen. Die Farben, die Wörter alles schreit förmlich, auch die nicht von dem Mädchen produzierten Geräusche sind hörbar. Genau so wie die Versöhnung und die Ruhe am Ende des Buchs auch hier ist die Stille spürbar.
Eine emotionale Geschichte mit einer tollen Botschaft: Rücksicht nehmen müssen beide nicht nur eine. Auch ohne Vorlesen kommt die Nachricht allein durch die tollen Bilder an.

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