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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Anndlich:

König der (Haus)Tiere

Cats Tagebuch - Lass die Ratte aus dem Sack! von Franziska Höllbacher

Kater Knutbert hat ein Problem. In der Nachbarschaft wird von einem Ungeheuer gesprochen, das Müll verstreut, Autos zerkratzt, Gärten verwildert und damit die Menschen in Schrecken versetzt. Das Schlimmste an der Sache, ausgerechnet Knutbert gerät unter Verdacht. Daher bleibt dem Kater nichts anderes übrig, als der Bestie auf die Schliche zu kommen und seinen guten Ruf wiederherzustellen.

Cats Tagebuch - Lass die Ratte aus dem Sack von Franziska Höllbacher ist ein tierisches Abenteuer für Kinder ab neun Jahren. Die Geschichte lässt sich sehr gut lesen, durch unterschiedliche Schriftgröße oder -anordnung wird das Lesen zum Erlebnis und die vielen kleinen Zeichnungen der Autorin machen die Geschichte lebhaft.

Knutbert selbst ist der typische Kater, weswegen er auch nicht unbedingt sympathisch daherkommt. Aus seiner Sicht auf die Welt entsteht der typische Katzenhumor, der meistens wirklich lustig ist, aber auf Dauer auch mal etwas auf die Nerven gehen kann.

Die Suche nach dem unbekannten Biest ist auf den insgesamt 28 kurzen Kapiteln nicht immer der Fokus der Geschichte, sodass man sich manchmal in Knutberts Alltag verliert und vergisst, worum es eigentlich ging. Trotzdem ist es ein kurzweiliges Lesevergnügen für Klein und Groß!

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Vom Leben in Bonhomie

Buckeye von Patrick Ryan

1945, Bonhomie: Die meisten Männer sind im Krieg, doch Cal bleibt in seiner Heimat. Sein verkürztes Bein macht ihn für den Dienst untauglich und so schmeißt er den Haushaltswarenladen seines Schwiegervaters. Auf der Suche nach einem Radio trifft Margaret auf Cal und im Freudentaumel über die Kapitulation der Deutschen kommt es zu einem Kuss zwischen den beiden.

Bald entsteht daraus eine Affäre und Jahre später wird sich Cal fragen, ob Tom sein Sohn sein könnte.

Buckeye von Patrick Ryan nimmt einen mit in die Kleinstadt Bonhomie in Ohio. Ich muss gestehen, dass ich mich auf eine andere Geschichte eingestellt hatte und dachte, dass wir die Jahre lediglich aus Cals Perspektive erleben werden. Den Umschwung zwischen den einzelnen Figuren fand ich im ersten Moment daher eher schade, weil ich eher eine tiefgründige Einzelfigur erwartete. Doch im Laufe der Geschichte gefiel mir der Perspektivwechsel ausgesprochen gut, denn es entstand ein tiefgründiges Konstrukt zwischen zwei Familien, das gut erzählt wurde.

Mir gefiel der eher ruhige Ton, der nicht auf Spannungsaufbau oder Effekthascherei aus ist, sondern eine Atmosphäre erschaffen hat, der mich ins Örtchen Bonhomie versetzte. Dennoch gefiel mir sprachlich manches nicht. An eignen Stellen empfand ich die gewählten Worte zu neuzeitlich (z.B. die Abkürzung ‚Sanis‘), gerade im Anbetracht dessen, dass häufig heute ungebräuchliche Worte eingebaut wurden, an anderen gefielen mir die Bilder, die sie hervorriefen nicht (z.B. Sexszenen, die eher an Einparken erinnern).

Die einzelnen Figuren mochte ich hingegen sehr und egal ob Mann, Frau oder Kind, ich hatte das Gefühl, dass der Autor das Innenleben authentisch wiedergeben konnte. Lediglich Becky stehe ich skeptisch gegenüber. Ich mochte ihre Art, wie sie mit ihrer Gabe umging, dass sie kein Geld für ihre Dienste entgegen nahm, sehr offen darüber kommunizierte und das, was sie sah, nicht größer machte. Und doch gefiel es mir nicht, dass daraus das Bild gezeichnet wurde, dass Beckys Gabe wirklich existiert.

Buckeye nimmt einen mit nach Bonhomie und erzeugt eine tolle Atmosphäre. Wer Lust auf die Gefühlswelt zweier Familien zur Kriegszeit hat, auf ruhige Töne steht und auch übernatürliche Aspekte spannend findet (oder zumindest nicht störend findet), der kann sich mit Buckeye auf ein schönes Leseerlebnis freuen.

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Schaschas Sicht

Schascha und der Buchspazierer von Carsten Sebastian Henn

Die neunjährige Schascha liebt Bücher und hat von ihrem Zimmer den perfekten Überblick über den Münsterplatz. Dort läuft täglich ein älterer Herr vorbei, Carl Kollhoff ist mit Büchern bepackt und Schascha ist ganz fasziniert von ihm, sie nennt ihn den Buchspazierer und möchte unbedingt wissen, wohin ihn seine Wege bringen.

Eines Tages schließt sich Schascha ihm an, lernt neue Menschen kennen und verbreitet Mut und Freude in der Stadt. Bis der Buchspazierer nicht mehr auftaucht und Schascha mutig sein muss.

Schascha und der Buchspazierer von Carsten Henn adaptiert den Roman ‚Der Buchspazierer‘ und richtet sich an Leser:innen ab 9 Jahren. Durch den Perspektivwechsel hin zur neunjährigen Schascha gelingt der sprachliche Wandel perfekt, der Text ist kindgerecht, aber im Schriftbild durchaus anspruchsvoll - keine Absätze und geringe Schriftgröße lassen die Kapitel länger wirken.

Mir hat der Roman ‚Der Buchspazierer‘ unheimlich gut gefallen, weswegen ich mich auf das Kinderbuch gefreut habe und der Geschichte natürlich sehr gerne gefolgt bin. Meine Mitleserin (10 Jahre) empfand das Buch phasenweise jedoch eher langweilig und konnte mit den wunderschönen Verbindungen innerhalb des Buchs wenig anfangen. Kritischer sehe ich in dem Fall auch die eingebettete Themen wie häusliche oder generelle Gewalt, die stattfindet, erwähnt, teilweise deutlich beschrieben und gezeichnet, aber nie richtig verarbeitet wird. Gerade häusliche Gewalt kann von Kindern in dem Alter erlebt werden und sollte - wenn es offensichtlich angesprochen wird - auch entsprechend thematisiert werden, das wurde mir leider zu schwach aufgelöst.

Besonders hervorheben möchte ich allerdings die Zeichnungen der Illustratorin Annelie Schulze, welche die Geschichte lebendig werden ließen. Wir hatten unheimlichen Spaß daran, die vielen Zeichnungen zu betrachten. Annelie Schulze hat mit diesen die Geschichte zum Leben erweckt und eine tolle Begleitung zum Text erschaffen!

Am Ende steh ich daher ein bisschen im Zwiespalt. Als Liebhaberin des Romans hat mir die Geschichte aus Schaschas Perspektive auch gut gefallen und ging mir wieder ans Herz. Dennoch muss ich es als Kinderbuch etwas kritisieren und für Kinder gehört es auch eher zu einer ruhigen Geschichte, die jedoch sicherlich ihre Leser:innen finden wird.

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Schicksalsschläge!

FIVE - Das Ticken der Zeit von Ilona Bannister

Fünf Menschen, die sich zeitgleich an einem Londoner Bahnsteig befinden, ahnen nicht, dass auf einen von Ihnen der Tod wartet. Sie alle haben eine Vergangenheit, ein Schicksal, doch nur eines wird enden. Und wir erfahren während der fünf Minuten, bis der Zug endlich ankommen soll, was die fünf Personen erlebt haben und wen es am Ende trifft.

FIVE - Das Ticken der Zeit ist ein außergewöhnlicher Roman von Ilona Bannister. Die kurzen Kapitel am Bahnhof erleben wir dabei beinahe in Echtzeit, dabei spricht die Autorin uns immer wieder direkt an und fordert die Leser:innen zudem auf, sich die Situation nochmal vorzustellen. Eine direkte Ansprache, die durchaus gewöhnungsbedürftig ist, manchmal etwas den Lesefluss nimmt, aber dennoch etwas ganz außergewöhnliches ist und an einigen Stellen eine grandiose Wirkung erzeugt.

Neben der in Echtzeit erlebenden Szenen am Bahnsteig, lernen wir auch die fünf Protagonist:innen genauer kennen. Das sind Gideon, ein kleiner Junge, der seine Mutter mächtig auf Trab hält. Gideons Mutter Emma, die von Gideon stärker gefordert wird als sie jemals vermutet hätte. Liam, ein erfolgreicher Geschäftsmann. Mrs Worth, die schon lange keinen Kontakt mehr zu ihrem Sohn und ihren Enkeln hat und Sonny, der alles in seinem Leben verspielt hat. Fünf Protagonist:innen, die mehr oder weniger unsympathisch sind. Und genau da beginnt mein Problem mit dem Inhalt. Ich fand den Aufbau des Buchs durchaus interessant, mochte auch die Einschübe in das Leben der Fünf, der den meisten Platz im Buch einnimmt, aber ich hätte mir insgesamt mehr Sympathien gewünscht. Es gab zwar 1-2 Personen, denen man das eintreffende Schicksal weniger gewünscht hat und doch war es am Ende eigentlich fast egal, wen es trifft. Außerdem gefiel mir weniger, dass es mehr Verbindungen zwischen einzelnen gab und damit die verschiedenen Leben weniger interessant wurden, weil die Verbindung schon erkenntlich war. Total schade, weil der Aufbau unfassbares Potenzial hatte.

Dennoch haben der Schreibstil und die gute Idee am Ende dafür gesorgt, dass ich schnell durch das Buch kam. FIVE - Das Ticken der Zeit kann ich jedem empfehlen, der einmal etwas Neues ausprobieren möchte!

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Gefangen in der eigenen Geschichte!

If Books Could Kill von Kate Eberle

Roxie Mitchell wünscht sich, dass sie die nächste Heldin im Roman ihrer Lieblingsautorin wird, denn sie liebt ihre Liebesromane. Doch Roxie hätte nie geglaubt, dass ihr Traum wahr werden könnte bis sie den charmanten Jack trifft und mit ihm ein echtes Traumdate hat. Doch Jack ist nicht ihr Loveinterest und Roxie ist nicht in einem Liebesroman, sondern in einem Thriller gelandet.

Roxie kämpft um ihr überleben und trifft dabei auf den schüchternen Literaturdozenten Grant, der nun auch in ihrer Geschichte gefangen ist. Können die beiden dem Killer entkommen oder sind sie doch ein Teil eines echten Liebesromans?

If Books Could Kill von Kate Eberle habe ich zu Beginn als Buch gelesen, musste aber feststellen, dass es mich nicht richtig abgeholt hat und ich immer wieder lieber zu einem anderen Buch gegriffen habe, anstatt weiterzulesen. Doch das lag weniger am Inhalt und mehr am Tempo, das mir zum Lesen einfach zu langsam war, weswegen ich das Buch als Hörbuch weitergehört habe. Gesprochen von Viola Müller konnte das Buch sich auch inhaltlich bei mir entfalten.

Der Thrill-Aspekt ist für wahre Thrillerfans definitiv zu schwach, aber er erzeugt innerhalb der Geschichte doch einige spannende Szenen und vor allem gefiel mir der Humor, der sich dadurch aufgebaut hat. Die Dialoge zwischen Grant und Roxie gefielen mir vor allem in solchen Szenen gut.

Die Auflösung auf Thrill-Ebene kommt nicht überraschend, hat aber doch ein paar Twists, die ganz interessant gelöst sind. Die Romance Auflösung gefiel mir sehr gut!

If Books Could Kill ist definitiv ein ganz besonderes Buch, dass eine unfassbar gute Grundidee hat und mich als Hörbuch wirklich von sich überzeugen konnte. Gelesen fehlte es mir leider etwas an Tempo.

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Der Zirkel

Ashfield Academy - Der Ruf des Wasserspeiers von Sophie Oldenstein

Nicky erhält ein Stipendium für die Ashfield Academy, doch auf dem Weg dorthin merkt sie, dass kaum jemand über die Academy sprechen möchte. Zwischen ihrem neuen Alltag im Internat, den seltsamen Regeln und neuen Bekanntschaften muss Nicky erkennen, dass an diesem Ort irgendwas nicht stimmt. Sie stößt auf einen alten, ungelösten Kriminalfall, den sie gemeinsam mit Agatha, Pauly und Shu lösen möchte.

Doch können die Vier das wirklich schaffen?

Ashfield Academy - Der Ruf des Wasserspeiers ist der erste Band der Reihe von Sophie Oldenstein für Kinder ab 11 Jahren. Die Stimmung des Buches ist eher düster, weswegen ich es vor allem jenen Kindern empfehlen würde, die auf etwas mehr Spannung und Gruselfaktor stehen, denn dann bekommt man auf jeden Fall eine spannende Geschichte.

Die Freundschaft zwischen Nicky, Agatha, Pauly und Shu ist besonders gelungen. Die Inklusion innerhalb der Geschichte ist so selbstverständlich, dass sie eine tolle Wirkung erzielt und Nicky zeigt sich als besonders loyale Protagonistin, die selbst kurze Bekanntschaften für wertvoll erachtet und alles gibt, um behilflich zu sein.

Die Atmosphäre des Buches ist düster, löst sich aber zum Ende hin etwas auf. Ich hätte mir noch mehr Tiefe im Internatsleben bzw. der Beschreibung der Academy gewünscht und damit selbst die Wirkung, die sie auf Ausstehende hat, erlebt. Das ist jedoch meine einzige Kritik am Auftakt der Ashfield Academy.

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Norderney, 1860.

Sturmland von Miriam Georg

Hamburg, 1860. Cora nimmt unter falschen Namen eine Stelle als Hauslehrerin bei Familie Klassen an. Gemeinsam mit der erkrankten Emmi und ihrem Vater Alexander macht sie sich auf den Weg nach Norderney und entflieht ihrem alten Leben. Doch dort kommen Emmi und Cora schneller in Gefahr als ihnen lieb ist.

Onnen sieht nicht nur das Unglück, sondern wird den beiden in nächster Zeit auch als helfende Hand zur Seite stehen. Bald ist Onnen nicht nur von der wissbegierigen Emmi verzaubert, sondern auch Cora wird ihm immer sympathischer.

Doch nicht nur Cora trägt eine dunkle Vergangenheit mit sich, auch Onnen hat Geheimnisse auf seiner Heimatinsel Borkum.

Sturmland ist der erste Teil der Sturmland-Saga, welche das Schicksal von Cora Kröger und Onnen Haart erzählt. Wie gewohnt schafft es Miriam Georg eine Welt zu kreieren, die authentisch wirkt, deren kalten Luftzüge man an den eigenen Armen spürt und deren Schicksale ans Herz gehen, auch wenn Sturmland dafür etwas länger gebraucht hat.

Zu Beginn hatte ich meine Schwierigkeiten mit Cora und Onnen warm zu werden. Ich vermutet dass dies an den großen Geheimnissen lag bzw. vor allem bei Cora auf der ‚zweiten Identität‘, die von Beginn an angenommen wird und mir Cora daher etwas distanziert und unnahbar wirken ließ. Im Laufe der Geschichte verflüchtigt sich das Gefühl jedoch bald und die beiden Protagonist:innen werden mit jeder Seite sympathischer.

Insgesamt merkt man trotzdem, dass der erste Band sehr viele Stränge öffnet und nur wenige Fragen in diesem auch beanwortet werden, die ein oder andere Antwort hätte ich mir jedoch bereits gewünscht.

Besonders beeindruckend fand ich die Geschichten zur Norderney und Borkum, die perfekt in die Geschichte eingebunden und eindrücklich erzählt wurden. Wieder einmal ein tolles Werk der Autorin, die es erneut schafft, dass ich mich nicht nur unterhalten fühle, sondern auch geerdet. Ihre Bücher geben den damaligen Zeitgeist mit, zeigen die Strukturen der damaligen Zeit auf und damit auch die Veränderungen. Beeindruckend, wie sie den Geist der Zeit trifft, Gedanken der damaligen Welt widerspiegelt, damit den Fortschritt aufzeigt, aber auch deutlich macht, woher gewisse Strukturen und Denkmuster auch noch heute kommen.

Ein gelungener Auftakt der Sturmland-Saga, dessen Ende mich ganz gespannt auf Salzwind warten lässt.

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Feenabenteuer

Die gute Fee mit der schlechten Laune (1). Der Wunschperlen-Auftrag von Emma Flint

Molli Mandala eckt in ihrer Feenwelt an, denn ihr Verhalten ist ganz anders als das der anderen Feen und weil Molli etwas Verbotenes getan hat, bekommt sie Wandelwicht Pepito an ihre Seite. Doch kann er wirklich dafür Sorgen, dass Molli nicht ins nächste Schlamassel schlittert?

Die gute Fee mit der schlechten Laune ist ein kunterbuntes Abenteuer von Emma Flint für Kinder ab acht Jahren.

Die Ich-Perspektive Mollis hat über weite Strecken Spaß gemacht, Molli spricht die Leser:innen direkt an und bringt einen dadurch immer wieder zum Kichern. Jedoch verliert die Geschichte durch die Vergangenheitsform etwas an Lesefluss und mein Lesekind hat sich nicht wirklich wie in einem Abenteuer gefühlt, sondern lediglich das Gefühl, dass von einem berichtet - etwas, das durch die Erzählweise natürlich beabsichtigt war - wurde, was ihr nicht wirklich zugesagt hat.

Die Aufmachung des Buches ist toll, bestimmte Wörter werden besonders durch Schriftgröße und/oder Farbe besonders dargestellt. Auf manchen Seiten ist dadurch extrem viel los, weil außerdem noch kleine pinke Zeichnungen die Seite ausschmücken. Für meinen Geschmack hätte das ein bisschen weniger, dafür jedoch detaillierter sein dürfen.

Insgesamt ein lustiges Buch, das uns aber nicht wirklich neugierig auf mehr macht, auch weil die einzelnen Figuren zu oberflächlich blieben oder es - im Falle vom Wandelwicht Pepito - waren.

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Tierisches Theater

Worst Pets Ever - Eingesperrt! von Matt Cosgrove; Eva Amores

Käpt’n Flauschebär muss in die Erziehungsanstalt für die schlimmsten Haustiere der Welt. Während die Akte seiner Mitbewohnerin Bitzi nur das Stibitzen von Gegenständen umfasst, können Flauschebärs Vergehen kaum noch gezählt werden. Kein Wunder, dass der Kater unbedingt wieder gehen möchte.

Damit das gelingt schmiedet er einen Plan, indem auch seine unbeliebten Hundeanhängsel Bitzi und Brutus einen ganz wichtigen Part einnehmen. Kann der Ausbruch gelingen oder wird Käpt’n Flauschebärs Akte immer größer?

Worst Pets Ever ist ein urkomischer Comic des australischen Autorenduos Eva Amores und Matt Cosgrove. Egal ob die Zeichnungen oder die Geschichte selbst, alles hat eine Menge Humor und wirkt skurril. Käpt’n Flauschebär ist wohl eine Katze wie aus dem Lehrbuch und trotzdem auf ihre Art ganz eigen, aus die anderen Charaktere sind gut gelungen und besonders ihre Einführung über die Fallakten ist smart umgesetzt.

Die Verwendung von etwas schwierigeren Wörtern, die Käpt’n Flauschebär noch mehr Charakter verleihen sollen, ist ebenso gut umgesetzt, da diese Wörter im Nachgang (oder zum Nachschlagen) erklärt werden und damit auch den Wortschatz der Lesenden erweitern können.

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Last Hope

Das Internat für magische Talente. Unruhestifter willkommen! (Band 1) von Nicki Pau Preto

Die zwölfjährige Lavinia ‚Vin‘ hat versehentlich etwas in Brand gesteckt und das bedeutet für sie erneut ein Schulwechsel. Vins letzte Hoffnung: das Internat für magische Talente. Eine Schule, die sich mit den Unruhestiftern beschäftigt und jenen eine Chance gibt, die auf herkömmlichen Schulen keine mehr bekommen.

Hier trifft Vin nicht nur auf Schüler:innen, die ähnliches wie sie erlebt haben, sondern findet auch zum ersten Mal Freund:innen. Während Vin sich mit ihren magischen Fähigkeiten und der Beherrschung jener beschäftigt, kommt etwas Dunkles auf das Internat zu und Vin steht im Mittelpunkt all dessen.

Das Internat für magische Talente von Nicki Pau Preto ist ein magisches Abenteuer für Kinder ab zehn Jahren. Der Einstieg ist die Geschichte ist etwas ruhiger und benötigt ein wenig Geduld, um in das Abenteuer zu kommen. Zwar ist Vin direkt eine sympathische Protagonistin, dennoch wiederholt sich einiges und es passiert erstmal wenig. Auch auf dem neuen Internat geht es zu Beginn erstmal etwas ruhiger daher, doch sobald es zu den ersten Unruhen kommt, beginnt der Lesespaß und es bleibt bis zum Schluss spannend. Besonders das Ende konnte Gefallen, das direkt Lust auf den nächsten Band macht, ohne einen allzu großen Cliffhanger darzustellen, es zeigt viel mehr das nächste (noch größere) Abenteuer.

Neben spannenden Szenen kann das Buch vor allem mit einer besonderen Freundschaft zwischen den ‚Unruhestiftern‘ Vin, Araminta, Gilly und Theo überzeugen. Die Vier unterstützen sich nicht nur, sondern geben vor allem Vin eine Sicherheit, die sie zuvor nie kennengelernt hat. Ein besonderes Highlight ist jedoch der Feuergeist mit dem wunderbaren Namen ‚Brucifer‘, der nicht nur für humorvolle Szenen sorgt, sondern auch zeigt, wie man Vertrauen und Loyalität gewinnt.

Das Internat für magische Talente beginnt zwar ruhig, wird dann aber ein interessanter Auftakt, der Lust auf mehr macht.

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