Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von KimVi:

Pia undercover

Ostseekreuz von Eva Almstädt

Die dramatischen Ereignisse, mit denen Kommissarin Pia Korittki im letzten Band konfrontiert wurde, wirken noch nach. Das zeigt sich bei einem Einsatz. Pias Vorgesetzter Manfred Rist ordnet deshalb eine Zwangspause an. Widerwillig stimmt Pia zu und quartiert sich inkognito in einem Kloster ein, um dort Ruhe und Frieden zu finden.

Doch die Atmosphäre im Kloster verändert sich schlagartig, als ein Mönch tot aufgefunden wird und wenig später ein Gast verschwindet. Eigentlich sollte Pia sich aus den Ermittlungen heraushalten, doch dann macht sie eine wichtige Entdeckung...

"Ostseekreuz" ist bereits der siebzehnte Band der Reihe, in der Kommissarin Pia Korittki an der Ostsee ermittelt. Man kann den aktuellen Ereignissen sicher auch dann folgen, wenn man noch keinen Teil dieser Serie gelesen hat, da die Autorin wichtige Hintergrundinformationen in die Handlung einstreut. Dennoch empfiehlt es sich, wenigstens den sechszehnten Band zu kennen, da die aktuelle Handlung nur kurze Zeit später beginnt. Man kann dann besser nachvollziehen, warum Pia die Auszeit dringend benötigt. Außerdem könnte man sich die Spannung verderben, wenn man die Reihenfolge dieser Bände nicht einhält, da die eingeflochtenen Rückblicke einiges verraten. 

Fans der Reihe dürfen sich über ein Wiedersehen mit altbekannten Charakteren freuen und außerdem eine interessante Wendung im Privatleben der Ermittlerin beobachten. Der Fall selbst beginnt eher gemächlich. Denn man beobachtet das Leben im Kloster und lernt dabei die Mönche und die weiteren Gäste kennen. Eva Almstädt beschreibt Handlungsorte und Protagonisten so authentisch, dass man sich alles mühelos vorstellen und dadurch schon früh ins Geschehen eintauchen kann. In einem weiteren Handlungsstrang beobachtet man Martens Suche nach dem entflohenen Häftling Lohse.

Beide Handlungsstränge sind durchgehend interessant. Die Ermittlungen im Kloster, die nicht von Pia geleitet werden, bei denen sich jedoch versucht, ihre Kollegen zu unterstützen, gehen nicht recht voran. Denn der Fall ist äußerst rätselhaft und nicht so leicht zu durchschauen. Immer, wenn man meint, dass man den Hintergründen und dem Täter auf der Spur ist, sorgen unvorhergesehene Wendungen für Überraschungen. Zum Ende hin überschlagen sich die Ereignisse und gipfeln, in beiden Handlungssträngen, in spannenden Finalszenen. 

Ein Krimi, der zum Miträtseln einlädt, aber leider ein wenig braucht, um Fahrt aufzunehmen. Dennoch ist gerade dieser Band für Fans sehr empfehlenswert! 

im Shop ansehen weitere Rezensionen von KimVi

Humorvoller Krimi

Zurück nach Übertreibling von Gloria Gray; Robin Felder

Als Vikki Victorias Handy noch vor 12 Uhr klingelt, ahnt sie, dass das Gespräch wichtig sein muss. Denn sonst würde es niemand wagen, sie zu dieser unchristlichen Uhrzeit zu belästigen. Und tatsächlich hat Vikkis Freund Wolf beängstigende Nachrichten, denn der Toni Besenwiesler ist nach etwa 13 Jahren aus dem Gefängnis geflohen! Vikki muss untertauchen und zwar sofort! Denn während seiner Haft hat der Toni sie immer wieder bedroht, da er der Meinung ist, dass Vikki dafür verantwortlich ist, dass er, also der Toni, überhaupt ins Gefängnis musste.

"Nichts wie weg" ist also das Motto der unchristlichen Stunde. Gemeinsam mit Wolf versucht Vikki nicht nur unterzutauchen, sondern den Toni zu finden, um die alte Sache ein für alle Mal zu klären....

Gloria Gray lässt ihre Hauptprotagonistin Vikki Victoria selbst zu Wort kommen. Das gelingt ihr hervorragend, denn man hat das Gefühl, der Vikki gegenüber zu sitzen und ihrer Erzählung zu lauschen. Die Vikki wirkt sehr sympathisch, redet so, wie ihr der Schnabel gewachsen ist und kann auch mal über sich selber ( und andere ) lachen. Der Schreibstil wirkt dadurch locker und leicht. Wenn man den Humor, den Vikki gerne und oft einfließen lässt, mag, dann liest sich das Buch dadurch quasi von selbst. 

Denn der Anruf vom Wolf löst einen Roadtrip aus, der seinesgleichen sucht. Da Vikki der Polizei nicht zutraut, den Toni zu finden, muss sie sich halt selbst auf die Suche machen. Dabei entdecken der Wolf und die Vikki schon bald, dass der Toni nur das kleinste Problem ist, mit dem sie sich befassen müssen. Im Verlauf der Handlung wird die Gruppe, die versucht, das Rätsel um den Toni zu lösen, immer größer und skurriler. Denn plötzlich sind auch noch der türkische Mafiaboss Achmet, seine testosterongesteuerten Lakaien und Wolfs Motorradgang, deren Mitglieder nicht gerade gut auf die Mafiatypen zu sprechen sind, mit von der Partie. Vikki gerät ganz schön ins Schwitzen, bei dem Versuch, die Kontrolle über die unkontrollierbare Situation zu bekommen. Dennoch gelingt es der Autorin, den Handlungsfaden, der durchs Geschehen führt, schlüssig weiterzuführen, wodurch man dem Ganzen mühelos folgen kann. 

Die Geschichte sprüht vor Charme und Witz. Auch der Krimianteil wird zufriedenstellend vermittelt. Dennoch nutzt sich die Begeisterung für den gelungenen Einstieg im Verlauf der Handlung leider etwas ab. Denn die Vikki schwafelt auch ganz gerne mal und schweift dabei ziemlich weit ab. Das wirkt am Anfang noch amüsant und liebenswert, doch nach einer Weile gerät man leider in Versuchung, die Schwafeleien zu überspringen, damit es mal vorangeht. Doch richtig böse kann man der Vikki deshalb nicht sein, denn sie ist halt eine herzensgute und liebenswerte Erzählerin. 

Ein etwas anderer Krimi, der zwar stellenweise etwas langatmig wirkt, durch die liebenswerte und humorvolle Erzählerin aber trotzdem überzeugt. 

im Shop ansehen weitere Rezensionen von KimVi

Konnte mich leider nicht überzeugen

Four Houses of Oxford, Band 1 - Brich die Regeln von Anna Savas

Harper wird an der Universität von Oxford Jura studieren. Außerdem erhält sie die Einladung, sich den Diamonds, einer geheimnisvollen Studentenverbindung, die ihre Mitglieder in jeglicher Hinsicht unterstützt und für Erfolg und Macht steht, anzuschließen. Zunächst zögert Harper, doch mysteriöse Briefe, in denen ihr versprochen wird, dass die Diamonds sogar die Möglichkeit haben, Harpers Herkunft zu klären und ihre Eltern zu finden, sorgen dafür, dass Harper die Einladung annimmt.

Sie ahnt allerdings nicht, auf was sie sich da einlässt. Denn sie trifft dort nicht nur ihren Ex-Freund Finley, der sie damals ohne ein Wort verließ, sondern muss feststellen, dass die Zugehörigkeit zu den Diamonds einen hohen Preis hat...

Die Handlung wird größtenteils aus der Sicht von Harper geschildert. Es gibt aber auch immer wieder Kapitel, in denen Finley seine Sicht schildert. Beide Hauptcharaktere wirken sympathisch, wodurch man sich gerne auf die Geschichte einlässt. 

Dass die Mitgliedschaft bei den Diamonds gefährlich ist, wird schnell klar. Denn es gibt, genau wie bei einem Kartenspiel vier Farben: Cross, Hearts, Diamonds und Spades. Die vier Farben stellen ihren neuen Mitgliedern gefährliche Aufgaben, in denen diese ihre frisch erhaltenen magischen Fähigkeiten unter Beweis stellen müssen. Freundschaften, Liebeleien etc. zwischen den unterschiedlichen Farben der Studentenverbindungen sind streng verboten. Regelverstöße werden grausam geahndet. Das macht es für Harper und Finley, die im Verlauf der Handlung entdecken, dass ihre Gefühle füreinander noch vorhanden sind, äußerst gefährlich. 

Der Plot klingt äußerst vielversprechend, denn alles wirkt geheimnisvoll und spannend. Doch leider plätschert die Handlung stellenweise gemächlich vor sich hin. Denn es gibt keine Erklärungen, was es mit der Magie auf sich hat und was genau mit dem Spiel eigentlich bezweckt wird. Die Hauptcharaktere spielen, wenn auch widerwillig, mit und hoffen, dass ihre Liebe nicht entdeckt wird. Was allerdings, wenn die Macht der vier Farben so groß ist, wie sie immer beschrieben wird, äußerst unwahrscheinlich ist. Dadurch wirken Harper und Finley ziemlich naiv. Man merkt zwar, dass die beiden starke Gefühle füreinander haben, da dies immer wieder dramatisch geschildert wird, dennoch beobachtet man das Ganze eher distanziert und wird nicht mitgerissen. Zum Ende hin stellt sich die bis dahin vermisste Spannung schließlich doch noch ein. Die Ereignisse überschlagen sich regelrecht, um in einem Finale zu gipfeln, das mit einem fiesen Cliffhanger endet. 

Ein durchaus interessanter Plot, der die Neugier weckt. Leider konnte mich persönlich die Umsetzung nicht überzeugen, da mir die Liebesgeschichte zu viel Drama enthielt und die Charaktere zu naiv handelten. 

im Shop ansehen weitere Rezensionen von KimVi

Wunderbarer Liebesroman

Nur eine Fellnase vom Glück entfernt von Petra Schier

In Christinas Hundepension wartet Rottweiler-Rüde Duke sehnsüchtig darauf, dass ihn sein Herrchen wieder abholt. Doch er kommt einfach nicht. Stattdessen bekommt Duke Besuch von Caroline und Henning. Zwei Menschen, die beschlossen haben, dass es Zeit ist, einen Hund bei sich aufzunehmen. Natürlich nicht zusammen, denn Caroline ist der ehemalige Rennfahrer Henning nicht gerade sympathisch, da sie ihn für einen absoluten Macho hält.

Um festzustellen, zu wem Duke am besten passt, verbringen die beiden oft Zeit mit dem tollpatschigen Rüden, denn Christina meint, dass der Rüde selber entscheiden wird, wer sein neues Frauchen oder Herrchen wird. Duke trifft seine Entscheidung schnell, denn er ist der Meinung, dass es da nichts zu überlegen gibt, da Caroline und Henning zusammen ein tolles Paar abgeben, bei dem er gerne wohnen würde...

"Nur eine Fellnase vom Glück entfernt" ist bereits der sechste Liebesroman der Lichterhaven-Reihe. Da die Bände in sich abgeschlossen sind, kann man sie unabhängig voneinander lesen. Wenn man die Reihe verfolgt, dann kann man sich über ein Wiedersehen mit altbekannten Charakteren freuen und beobachten, wie es den Pärchen, die sich in Lichterhaven bereits gefunden haben, mittlerweile geht. 

Im Zentrum der Ereignisse stehen dieses Mal Caroline und Henning. Beide wirken von Anfang an sympathisch, wodurch man sich mühelos auf die Geschichte einlassen kann. Genau wie die beiden Hauptcharaktere, wirkt auch die Hintergrundkulisse wieder äußerst authentisch. Man kann sich den fiktiven Ort an der Nordsee lebhaft vorstellen, sich den Wind um die Nase wehen lassen und amüsiert beobachten, wie die Bewohner des kleinen Örtchens die Neuigkeit aufnehmen, dass Caroline und Henning, mit Anstandswauwau Duke, ziemlich oft spazieren gehen.

Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Caroline und Henning stehen dabei abwechselnd im Mittelpunkt. In einer weiteren Perspektive kommt Rottweiler-Rüde Duke zu Wort. Duke ist ein liebeswerter, tollpatschiger und zuweilen recht schreckhafter Hund, den man beim Lesen sofort ins Herz schließt. Die Gefühle, die Caroline und Henning füreinander entwickeln, werden hervorragend beschrieben. Man kann das Knistern förmlich zwischen den Zeilen spüren. Dabei gelingt es Petra Schier wieder hervorragend, niemals in Kitschige abzurutschen, denn die Gefühle wirken echt und nachvollziehbar. Deshalb gerät man früh in den Sog der Ereignisse und mag das Buch erst aus der Hand legen, wenn man am Ende angekommen ist. 

Ein wunderbarer Liebesroman aus der Lichterhaven-Reihe, der durch authentische Gefühle, sympathische Charaktere und eine lebendige Hintergrundkulisse überzeugt. Dass Hund Duke dem Ganzen die Krone aufsetzt, muss sicher nicht extra erwähnt werden! 

im Shop ansehen weitere Rezensionen von KimVi

Spannender Küsten-Krimi

Nordwestnacht von Svea Jensen

Polizeiobermeister Nils Scheffler genießt es, einem Filmteam, das in St. Peter-Ording neue Folgen einer Krimiserie dreht, beratend zur Seite zu stehen. Das liegt auch daran, dass ihm die zweite Hauptdarstellerin mehr als nur sympathisch ist. Als Nils zufällig mitbekommt, dass Julia Manshardt Drohbriefe von einem Stalker erhält, versucht er, seine beiden Vorgesetzen, Hendrik Norberg und Anna Wagner, davon zu überzeugen, dass Julia Polizeischutz benötigt.

Doch die beiden winken ab und wollen selber mit der Schauspielerin sprechen. Als ein Mitglied der Filmcrew auf grausame Art und Weise ermordet und zur Schau gestellt wird und Julia spurlos verschwunden ist, beginnt für das Ermittlerteam aus St. Peter-Ording ein Wettlauf gegen die Zeit....

"Nordwestnacht" ist nach "Nordwesttod" und "Nordwestzorn" bereits der dritte Band, in dem  Anna Wagner und Hendrik Norberg gemeinsam ermitteln. Man kann den aktuellen Ereignissen aber auch dann problemlos folgen, wenn man noch keinen Teil dieser Reihe gelesen hat, da wichtige Hintergrundinformationen in die Handlung eingestreut werden. Wenn man allerdings an der Weiterentwicklung der Hauptcharaktere, sowohl im beruflichen als auch im privaten Bereich, interessiert ist, dann empfiehlt sich die Einhaltung der Reihenfolge. 

Die Handlung wird aus wechselnden Perspektiven betrachtet, wodurch man einen guten Überblick über das Geschehen bekommt. Die Autorin versteht es wieder hervorragend, sofort das Interesse an den rätselhaften und offensichtlich tödlichen Ereignissen am Filmset zu wecken. Da die Handlungsorte und die Protagonisten so lebendig beschrieben sind, hat man alles mühelos vor Augen, kann sich ganz auf die Ermittlungen einlassen und dabei die reizvolle Hintergrundkulisse von St. Peter-Ording genießen. 

Es gilt einigen Spuren zu folgen. Doch immer wenn man meint, dass man der Auflösung einen Schritt näher gekommen ist, sorgen neue Puzzleteilchen dafür, dass sich kein stimmiges Bild ergibt. Dieser Fall hat es wirklich in sich und ist zunächst kaum vorhersehbar. Deshalb dürften Krimi-Fans hier voll auf ihre Kosten kommen. Zum Ende hin steigt die bis dahin durchgehend spürbare Spannung, noch einmal steil an und gipfelt in einem rasanten Finale. Die Abschlussszene sorgt dafür, dass man es kaum erwarten kann, den nächsten Band in den Händen zu halten.

Spannende Ermittlungen, sympathische Charaktere und eine eindrucksvolle Hintergrundkulisse! 

im Shop ansehen weitere Rezensionen von KimVi

Magischer Auftakt

Legend Academy, Band 1 - Fluchbrecher von Nina MacKay

Wieder einmal hat Graylee sich in Schwierigkeiten gebracht. Deshalb wird sie an die Swanlake Academy, ein Internat in Texas, geschickt. Schon bei der Ankunft tritt Graylee in jedes noch so kleine Fettnäpfchen und erhält so die ungewollte Aufmerksamkeit ihrer Mitschüler. Auch die von Hudson, einem sehr gut aussehenden, wenn auch schwer einzuschätzenden Typ.

Schon bald wird Graylee klar, dass die Swanlake Academy keine normale Schule ist, denn hier werden Nachfahren mythischer Wesen unterrichtet und Graylee soll auch dazu gehören. Als wäre das nicht schon verwirrend genug, verschwindet plötzlich eine Mitschülerin. Graylee hat den Verdacht, dass der alte Fluch, über den an der Schule niemand zu sprechen wagt, wieder aktiviert ist....

"Fluchbrecher" ist der Auftaktband des Legend-Academy-Zweiteilers. In diesem Band lernt man Graylee kennen und erfährt etwas über die Swanlake-Academy und ihre Schüler. Gemeinsam mit Graylee versucht man die eher spärlichen Informationen einzuordnen. 

Die Handlung wird in der Ich-Form, aus der Sicht von Graylee, geschildert. Graylee wirkt vom ersten Moment an sympathisch und ihr Humor ist einzigartig. Der Schreibstil der Autorin ist locker und sehr flüssig zu lesen. Handlungsorte und Charaktere werden so detailliert beschrieben, dass man alles lebhaft vor Augen hat. Da Graylee aus ihrer Sicht berichtet, schwebt ihr Humor spürbar zwischen den Zeilen und sorgt dafür, dass man schon bald in den Sog der Ereignisse gerät. Einmal angefangen, mag man das Buch nur ungern aus der Hand legen, da es einfach Spaß macht, Graylees Schilderungen zu folgen. 

Dadurch hat man allerdings auch eine etwas eingeschränkte Sicht auf die Gesamthandlung. Denn man erfährt nur, was Graylee bemerkt. Dass an dieser Schule etwas nicht mit rechten Dingen zugeht, wird schnell klar. Gemeinsam mit Graylee versucht man dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Doch das will nicht so leicht gelingen, denn immer wenn man meint, dass man eine Idee hat, dann sorgen überraschende Wendungen dafür, dass es mehr offene Fragen als Antworten gibt. Das setzt sich bis zum spannenden Cliffhanger am Schluss fort. Dieser sorgt allerdings dafür, dass man am liebsten sofort weiterlesen würde. 

Ein spannender und sehr humorvoller Auftakt, der durch eine sympathische Hauptprotagonistin, interessante Haupt- und Nebencharaktere und einen wunderbar zu lesenden Schreibstil überzeugt. 

im Shop ansehen weitere Rezensionen von KimVi

Spannendes Katz- und Mausspiel

Null gleich eins von Arne Dahl

Kommissarin Desiré Rosenkvist, genannt Deer, muss sich seit ihrer Rückkehr zum Dienst mit lästiger Schreibtischarbeit beschäftigen. Das ist ihr allerdings nicht genug, denn sie ist mit Leib und Seele Ermittlerin. Deshalb fällt ihr ein Zusammenhang zwischen den Morden, die immer am 5. eines Monats geschehen, auf.

Als Deer ihren Vorgesetzten darauf anspricht, bremst er sie aus und teilt ihr andere Ermittlungen zu. Deer lässt die Sache allerdings keine Ruhe und deshalb bittet sie Sam Berger und Molly Blom um Hilfe. Die beiden stellen Nachforschungen an. Sie ahnen nicht einmal im Ansatz, in welche Richtung sich diese Ermittlungen entwickeln werden...

"Null gleich eins" ist bereits der fünfte Teil der Reihe um das Ermittlerteam Sam Berger und Molly Blom. Auch wenn man den aktuellen Ereignissen sicher auch dann folgen kann, wenn man noch keine Vorkenntnisse hat, ist es empfehlenswert, die Reihenfolge einzuhalten. Denn diese Serie ist sehr komplex aufgebaut. Es gibt Handlungen die aufeinander aufbauen und die sich durch die gesamte Reihe ziehen. Diese werden zwar im aktuellen Fall kurz angeschnitten, können aber natürlich nicht in allen Einzelheiten beschrieben werden. Da man in diesem Band einiges erfährt, könnte man sich außerdem die Spannung verderben, wenn man die vorherigen Teile erst danach liest. 

Durch die kurzen Rückblicke gelingt der erneute Einstieg in die Reihe mühelos. Man freut sich über das Wiedersehen mit den altbekannten Charakteren und verfolgt gespannt, wie es ihnen mittlerweile geht. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit befindet man sich mitten im Geschehen und kann nachvollziehen, warum Deer einen Zusammenhang zwischen den Morden sieht. 

Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Man beobachtet Deers Nachforschungen und die von Sam Berger und Molly Blom. Außerdem gibt es immer wieder kurze Kapitel, in denen man einem unbekannten Mann über die Schulter schaut. Hier wird allerdings nicht zu viel verraten, wodurch man kaum mehr weiß, als Deer, Molly und Sam. Alle Handlungsstränge sind durchgehend interessant und regen dazu an, eigene Ermittlungen anzustellen. Doch, genau wie die Hauptprotagonisten, tappt man lange Zeit im Dunkeln. Denn die Fall ist äußerst rätselhaft und der Täter scheint alles genau geplant zu haben. Er ist den Ermittlern nicht nur immer einen Schritt voraus, sondern scheint es zu genießen, gejagt zu werden. Dadurch stellt sich die Spannung früh ein und kann durchgehend gehalten werden. Man gerät in den Sog der Ereignisse und mag das Buch erst aus der Hand legen, wenn man am Ende angekommen ist. Hier laufen alle Handlungsfäden schlüssig zusammen. 

Ein spannendes Katz- und Mausspiel, das man bereits nach kurzer Zeit nicht mehr aus der Hand legen kann! 

im Shop ansehen weitere Rezensionen von KimVi

Spannend und kaum vorhersehbar

Mörderfinder - Die Macht des Täters von Arno Strobel

Der Fallanalytiker Max Bischoff wird von einer ehemaligen Kollegin um Hilfe gebeten. Ihr Neffe wurde beschuldigt, einen Mord begangen zu haben. Die Beweislast war so erdrückend, dass der junge Mann sich das Leben genommen hat, obwohl er seine Unschuld beteuert hat. Seine Tante glaubt, dass er unschuldig war und bittet Max darum, sich den Fall genauer anzusehen.

Doch die Beweise scheinen eindeutig zu sein. Als es zu weiteren Morden kommt, sucht Max verzweifelt nach einem Zusammenhang...

"Die Macht des Täters" ist nach "Die Spur der Mädchen" der zweite Band der Mörderfinder-Reihe, in der der ehemalige Ermittler Max Bischoff, der mittlerweile als Dozent tätig ist, versucht, den Mördern in den Kopf zu schauen und sie zu überführen. Auch dieses Mal wird er dabei von seinem ehemaligen Kollegen Böhmer unterstützt. 

Arno Strobel versteht es wieder hervorragend, sofort das Interesse an diesen Ermittlungen zu wecken. Denn der Fall ist äußerst rätselhaft und bringt nicht nur Max Bischoff an seine Grenzen. Es scheint kein Motiv für die Morde zu geben und keinen Hinweis darauf, was die Opfer verbindet. Max hat das Gefühl, auf der Stelle zu treten und der Auflösung keinen Schritt näher zu kommen. Gemeinsam mit ihm trägt man unterschiedliche Spuren zusammen, die allerdings kein stimmiges Bild ergeben. 

Die Spannung ist durchgehend spürbar, denn man möchte unbedingt erfahren, wer hinter den Morden steckt und was für ein Motiv den Täter antreibt. Dabei kommt es immer wieder zu überraschenden Wendungen, die dafür sorgen, dass man die eigenen Überlegungen überdenken muss. Der Fall ist und bleibt rätselhaft! Als Max selber in große Gefahr gerät, steigt die Spannung noch weiter an. Man mag das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Zum Ende hin überschlagen sich die Ereignisse geradezu, sodass man gebannt das Geschehen verfolgt. Das Finale bietet Nervenkitzel pur, auch wenn es ein wenig abrupt endet. Das ist aber der einzige Wermutstropfen dieses spannenden Thrillers, der eine Auflösung präsentiert, mit der man kaum rechnen kann.

Ein durchgehend spannender Thriller, den man, einmal angefangen, kaum aus der Hand legen mag. 

im Shop ansehen weitere Rezensionen von KimVi

Unterhaltsamer Liebesroman mit Hund

Hund bei Fuß, Mann an der Hand von Nina Dias da Silva

Sophie Ullmann lebt mit ihrem Freund Jochen in einer schicken Wohnung. Außerdem hat sie einen anspruchsvollen, aber gut bezahlten Job und tolle Freundinnen, auf die sie sich verlassen kann. Sophies Leben scheint perfekt und sie ist damit sehr zufrieden. Doch dann schlägt das Schicksal mit voller Wucht zu.

Denn am letzten Arbeitstag vor dem ersehnten Urlaub, stürmt eine Horde renitenter Rentner Sophies Büro. Sie fordern, dass Sophie dafür sorgt, dass das Haus, in dem sich ihr Treffpunkt befindet, nicht verkauft wird. Sophie hat keinen Einfluss auf die Entscheidung, das Haus zu verkaufen, da sie lediglich vom Eigentümer damit betraut wurde, dafür aber ziemliche Mühe, die aufgebrachten Rentner wieder loszuwerden. Völlig erschöpft kommt sie in ihrer Wohnung an, um endlich die Koffer für den Urlaub zu packen. Lebensgefährte Jochen hat das schon erledigt, allerdings nicht, um mit Sophie in den Urlaub zu fahren, sondern um sie völlig unverhofft mit der Trennung zu konfrontieren! Sophie ist entsetzt, denn nun steht sie ohne Partner und ohne Wohnung da. Um das zu verarbeiten, beschließt sie, den bereits gebuchten Urlaub alleine anzutreten. Dort tritt ein kleiner Straßenhund in ihr Leben, der beschließt, dass Sophie sein neues Frauchen wird. Aus der Not heraus ergibt es sich, dass der Hund plötzlich auf den Namen "Jochen" hört und dafür sorgt, dass Sophies Leben eine neue Wendung nimmt....

Im Zentrum der Ereignisse steht Hauptprotagonistin Sophie. Sie wirkt sofort sympathisch, wodurch der Einstieg in die Geschichte mühelos gelingt. Der Schreibstil ist locker und sehr flüssig zu lesen. Da Sophie, trotz der diversen Schicksalsschläge, keinesfalls ihren Humor verliert und herrlich ironisch sein kann, ist der Schreibstil davon geprägt. Wenn man sich darauf einlassen kann, dann liest sich das Buch dadurch von selbst. Denn Sophie hat eine angenehme und sehr humorvolle Art, der man sich kaum entziehen kann. 

Mit Straßenhund Jochen tritt ein tierischer Protagonist in die Handlung, der diese unheimlich bereichert. Gerade Hundefans dürften davon begeistert sein. Denn Jochen wirkt charmant und äußerst lebendig. Außerdem sorgt er dafür, dass Sophie in die Lage gerät, einen rücksichtslosen Autofahrer, der sie vom Rad holt, zu erpressen, auf Jochen aufzupassen. Damit wird der Grundstein für den Beginn einer neuen Liebe gelegt. Doch mit der läuft es, genau wie alles, was Sophie gerade passiert, alles andere als rund. 

Die Handlung ist vielseitig und hat weitaus mehr zu bieten als ein einfacher Liebesroman. Denn die Probleme und die Charaktere, die damit in Sophies Leben drängen, wirken so authentisch und lebendig, dass man sich ganz darauf einlassen und mit ihr mitfiebern kann. Die Gefühle wirken nicht zu dick aufgetragen oder kitschig, sondern echt und treffen deshalb mitten ins Herz. 

Ein unterhaltsamer Frauenroman, der durch lebendige Charaktere, humorvolle Dialoge und einen tierischen Protagonisten, der die Handlung unheimlich bereichert, überzeugt!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von KimVi

Unterhaltsamer Zeitreise-Roman für Jugendliche

#London Whisper - Als Zofe ist man selten online von Aniela Ley


Zoes sehnlichster Wunsch, ein Austauschjahr an einer Schule in London zu absolvieren, hat sich erfüllt. Sie genießt das Leben, postet eifrig darüber und organisiert geheime Mitternachtspartys. Nach einer dieser Partys wacht sie im Jahr 1816 auf und steht in den Diensten der Familie Arlington. Als Zofe soll sie die junge und sehr schüchterne Miss Lucie durch ihre erste Ballsaison begleiten.

Obwohl Zoe das alles für einen Traum hält, stürzt sie sich mit Begeisterung in die Aufgabe und unterstützt Miss Lucie in jeglicher Hinsicht. Bei einer Veranstaltung trifft Zoe den jungen Lord Falcon-Smith. Schon bald stellt sich heraus, dass er ebenfalls in ein Zeitreisender ist. Um in ihre Zeit zurückzukehren, müssen die beiden nun versuchen, gemeinsam einen Weg zu finden....

"Als Zofe ist man selten online" ist der Auftaktband der London-Whisper-Reihe, in der die Jugendliche Zoe sich plötzlich im Jahre 1816 in London befindet. Die Reihe richtet sich an junge Leserinnen und Leser ab 12 Jahren. 

Der Schreibstil ist locker und leicht zu lesen und passt deshalb perfekt zur Zielgruppe. Zoe ist eine sympathische Hauptprotagonistin, die das Herz am rechten Fleck hat. Auch wenn man zuweilen das Gefühl hat, dass es Zoe ein wenig zu leicht gelingt, sich in der Vergangenheit zu behaupten, macht es einfach Spaß, sich auf diese jugendliche Zeitreise einzulassen.

Im Verlauf der Handlung trifft Zoe auf Hayden, einen weiteren Protagonisten, den es in diese Zeit zurückgeworfen hat. Gemeinsam wollen die beiden das Rätsel ihrer Zeitreise ergründen und versuchen, wieder in ihre Zeit zurückzukehren. Doch das scheint gar nicht so leicht zu sein. Da sie schon bald auf einen geheimnisvollen Mann treffen, der zu wissen scheint, dass sie nicht in diese Zeit gehören, wird die Neugier, mehr darüber zu erfahren definitiv geweckt. Es wird also spannend. Da Zoe zunächst nicht weiß, wie sie Hayden einschätzen soll, verfolgt man das humorvolle Geplänkel der beiden amüsiert und muss beim Lesen oft unverhofft schmunzeln. Dadurch liest sich dieser Roman quasi von alleine. Am Ende steigt die Spannung steil an, um allerdings in einem Finale zu gipfeln, das ziemlich abrupt endet und viele, wenn nicht gar alle, Fragen offen lässt. Nichtsdestotrotz wird die Neugier auf die Fortsetzung definitiv geweckt. 

Ein unterhaltsamer Zeitreise-Roman, der sich an jugendliche oder junggebliebene Leserinnen und Leser ab 12 Jahren richtet. 

im Shop ansehen weitere Rezensionen von KimVi