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Rezensionen von KimVi:

Wunderbarer Abschluss der Bailey-Reihe

Rules for Dating Your Ex von Piper Rayne

"Rules for dating your Ex" ist der neunte und letzte Band einer Serie, in deren Mittelpunkt die Geschwister der Bailey-Familie stehen. Da immer ein Paar im Zentrum des Geschehens steht, kann man den aktuellen Ereignissen auch dann problemlos folgen, wenn man noch keinen Teil dieser Serie kennt.

Allerdings lohnt es sich, die Reihenfolge einzuhalten, da man so die Paare aus den vorherigen Bänden wiedersieht und beobachten kann, wie es ihnen mittlerweile geht. 

In diesem Band geht es um Sedona und Jamison. Die beiden kennt man aus den vorangegangenen Teilen bereits als Paar, hat jedoch mitbekommen, dass Sedona alleine wieder nach Lake Starlight zurückgegangen ist, um die gemeinsame Tochter zur Welt zu bringen und im Kreise der Familie aufzuziehen. Doch nun kommt Jamison nach Lake Starlight, um seine große Liebe zurückzuerobern. 

Die Handlung wird in der Ich-Form, abwechselnd aus der Sicht von Sedona und Jamison, geschildert. Man steckt also quasi in der Haut der beiden Hauptakteure und kann so ihre Gedanken und Gefühle hautnah miterleben. Außerdem erfährt man so, wie sie aufeinander wirken und was sie voneinander denken. Das Autorenduo Piper Rayne versteht es wieder hervorragend, die Geschichte der beiden so emotional zu beschreiben, dass man mit den beiden mitfiebern kann. 

Auch die anderen Charaktere werden so authentisch beschrieben, dass man sie regelrecht vor sich sieht und diesen letzten Band der Reihe voll auskosten kann. Auch dieses Mal mischen die anderen Familienmitglieder, allen voran natürlich Grandma Dori, wieder kräftig mit. Der besondere Humor, der den Baileys zu eigen ist, kommt ebenfalls nicht zu kurz. Es macht einfach Spaß, in die Welt der Baileys einzutauchen. 

Ein wundervoller Abschluss der Reihe, der durch eine authentische Liebesgeschichte und Charaktere, die einem im Verlauf der Serie an Herz gewachsen sind, überzeugt. 

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Spannender Pageturner!

Schmerz und kein Trost von Elias Haller

Kriminalhauptkommissar Erik Donner ist auf einem guten Weg, die traumatischen Ereignisse, die ihn in seiner Vergangenheit ereilt haben, zu verarbeiten. Die psychotherapeutische Behandlung tut ihm gut und die Therapeutin ist ihm sympathisch. Doch in der aktuellen Gesprächstherapie wirkt die Therapeutin abgelenkt und stellt ihm merkwürdige Fragen.

Schnell stellt sich heraus, dass ihr kleiner Sohn Tim nicht in der Grundschule ankam und offenbar entführt wurde. Doch Tim ist nicht das einzige Entführungsopfer, denn auch Donners Schwester ist verschwunden. Damit beginnt für Donner ein Albtraum, der in die tief in die Vergangenheit führt....

"Schmerz und kein Trost" ist bereits der achte Fall für Erik Donner. Da wichtige Hintergrundinformationen in die Handlung eingestreut werden, kann man dem aktuellen Geschehen sicher auch dann folgen, wenn man noch keinen Band dieser Reihe gelesen hat. Wenn man an der Weiterentwicklung der Hauptcharaktere interessiert ist, dann empfiehlt es sich allerdings, wie bei jeder anderen Bücherserie auch, die Reihenfolge einzuhalten.

Auch in diesem Band gelingt es Elias Haller hervorragend, sofort das Interesse am Fall aufzubauen und Spannung zu erzeugen. Man ist sofort mitten im Geschehen und beobachtet gespannt, dass der Entführer offenbar großen Spaß daran hat, Donner zu einem Katz- und Mausspiel herauszufordern. Dabei geht der Täter über etliche Leichen. Allzu zartbesaitet sollte man beim Lesen also nicht sein, da der Killer nicht gerade zimperlich mit seinen Opfer umspringt.

Donner will um jeden Preis vermeiden, noch eine wichtige Person zu verlieren und setzt deshalb alles daran, den Täter zur Strecke zu bringen. Doch der scheint ihm immer einen entscheidenden Schritt voraus zu sein. Dadurch bleibt die Spannung nicht nur durchgehend erhalten, sondern kann sich im Verlauf der Handlung stetig steigern. Dadurch fliegt man förmlich durch das Buch, stellt eigene Überlegungen an, die man durch überraschende Wendungen allerdings überdenken muss und versucht den Täter zu enttarnen. Doch das ist gar nicht so leicht, denn dieser Fall hat es wirklich in sich. Das Ganze gipfelt in einem atemberaubend spannenden Finale.

Ein spannender Pageturner, den man, einmal angefangen, nur ungern aus der Hand legen mag!

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Gnadenlos spannend!

Fake - Wer soll dir jetzt noch glauben? von Arno Strobel

Patrick Dostert fällt aus allen Wolken, als an seinem freien Tag plötzlich die Polizei vor seiner Tür steht. Er bittet die Beamten herein und damit beginnt sein persönlicher Albtraum. Eine Frau ist verschwunden und deren beste Freundin behauptet, dass Patrick ihre Freundin misshandelt hat und deshalb etwas mit ihrem Verschwinden zu tun haben könnte.

Patrick beteuert, dass er die Frau noch nie gesehen hat. Doch schon bald taucht ein Video auf, auf dem Patrick eindeutig zu erkennen ist. Dennoch schwört er, dass er unschuldig ist. Doch niemand glaubt ihm....

Wenn man das Buch aufschlägt und mit dem Lesen beginnt, sollte man sich für die nächsten Stunden nichts anderes vornehmen, da es nahezu unmöglich ist, diesen Thriller aus der Hand zu legen, bevor man die Wahrheit kennt!

Einen großen Reiz üben dabei die gewählten Erzählperspektiven aus, denn weite Teile der Handlung schildert Patrick Dostert selbst, in dem er die Ereignisse aufschreibt, während er in Untersuchungshaft sitzt. Und das, was er berichtet, hat es wirklich in sich! Kann es wirklich sein, dass ein Unschuldiger, der die verschwundene Frau und deren Freundin offenbar noch nie gesehen hat, in Untersuchungshaft gerät, weil ihm ein Alibi fehlt und er stets zu falschen Zeit am falschen Ort ist? Und was hat es mit dem Video auf sich, das unverhofft auftaucht und Patrick schwer belastet? Plötzlich glaubt ihm niemand mehr und das ist eigentlich auch nicht verwunderlich, wenn man die Ereignisse aus Polizeisicht betrachtet.

Fake oder Fakt? Das ist die Frage, die man sich beim Lesen stellt und die einen geradezu atemlos durch die Seiten treibt! Überraschende Wendungen sorgen dafür, dass keine Zeit für Atempausen bleibt. Die Handlung wird gnadenlos vorangetrieben und wenn man meint, dass man alles durchschaut und endlich durchatmen kann, reißt der Autor das Ruder herum und steuert auf ein Finale zu, das mit einem wahren Paukenschlag endet!

Ein absoluter Pageturner, den man, einmal angefangen, nicht mehr aus der Hand legen kann!

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Beeindruckende Hintergrundkulisse

Der Aufstieg - In eisiger Höhe wartet der Tod von Amy McCulloch

Cecily kann ihr Glück kaum fassen, denn der berühmte Bergsteiger Charles McVeigh, der es sich zum Ziel gesetzt hat, alle vierzehn Achttausender innerhalb eines Jahres zu besteigen, hat ausgerechnet sie dazu auserkoren, ihn als erste Journalistin zu interviewen, wenn er den letzten Gipfel bestiegen hat.

Die Sache hat nur einen Haken: Cecily muss ihn auf seiner letzten Tour begleiten und selbst den Manaslu erklimmen. Bereits im Basislager kommt es zu einem tragischen Unfall. Dennoch macht sich die Gruppe auf den Weg und stellt sich der Herausforderung. Doch schon bald hat Cecily das Gefühl, dass der Berg nicht die größte Gefahr für ihr Leben darstellt...

Der Thriller beginnt mit einem Prolog, in dem Cecily in großer Gefahr zu schweben scheint. Man erfährt jedoch nicht, vor wem sie auf der Flucht ist. Dadurch wird das Interesse an der Handlung sofort geweckt. Im Zentrum des Geschehens steht die Journalistin Cecily. Außerdem gibt es immer wieder Einschübe, in denen man die Entwürfe lesen kann, die Cecily für ihren Blog verfasst. 

Es gelingt der Autorin vom ersten Moment an hervorragend, Handlungsorte und Protagonisten so detailliert zu beschreiben, dass man beinahe meint, selbst vor Ort zu sein. Das liegt sicher auch daran, dass Amy McCulloch den Aufstieg auf den Manaslu selbst bewältigt hat und deshalb weiß, wovon sie schreibt. Man erfährt einiges von den Risiken, Gefahren und Vorbereitungen, die mit diesem Aufstieg verbunden sind. Die Autorin lässt diese Informationen allerdings so lebendig in die Handlung einfließen, dass man gebannt dem Geschehen folgt und sich dazu die entsprechenden Bilder vorstellt.  

Die Protagonisten wirken ebenfalls sehr authentisch. Man hat sie beim Lesen vor Augen und kann sich deshalb ganz auf die Handlung einlassen. Die Atmosphäre ist vom ersten Moment an angespannt, da man im Prolog bereits erfährt, in welche Gefahr Cecily gerät. Gemeinsam mit ihr versucht man herauszufinden, wer für die tragischen Todesfälle, die als Unfälle eingestuft werden, verantwortlich ist. Doch schon bald weiß man nicht mehr, wem man glauben oder vertrauen kann. Die Spannung baut sich eher gemächlich auf. Allerdings wird man dafür mit den authentischen Beschreibungen der einzelnen Expeditionsabschnitte entschädigt, die eindrucksvoll beschrieben werden. Zum Ende hin steigt die Spannung stetig an. Man mag das Buch dann kaum noch aus der Hand legen. 

Ein Thriller, der zwar etwas gemächlich startet, dann aber durch eine bedrohliche Atmosphäre und eindrucksvolle Beschreibungen überzeugt. 

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Spannender Thriller, mit überraschenden Wendungen

Mutterliebe von Rebecca Russ

Für Nora beginnt ein wahrer Albtraum, als ihre kleine Tochter Louisa vom Besuch beim Vater nicht zurückkehrt. Sie hofft inständig, dass Louisa bald gefunden wird. Doch Nora kann der Polizei nicht die ganze Wahrheit sagen, denn die Angst, Louisa zu verlieren, wenn herauskommt, dass sie nicht ihre richtige Mutter ist, ist einfach zu groß.

Doch dann geraten die Ereignisse vollkommen außer Kontrolle und Nora gilt plötzlich als Hauptverdächtige...

Die Handlung wird in der Ich-Form, aus der Sicht der Hauptprotagonistin, geschildert. Man hat sofort das Gefühl, dass Nora ein Geheimnis hütet. Um was es dabei genau geht, erfährt man nach und nach. Zunächst fällt es nicht leicht, Sympathien für Nora zu entwickeln. Denn sie macht es einem beim Lesen nicht gerade leicht, sie zu mögen. Sie handelt zuweilen sprunghaft und stört sich auch nicht daran, andere vor den Kopf zu stoßen. Doch man spürt genau, wie tief ihre Liebe zu Louisa ist. Deshalb kann man nachvollziehen, mit welcher Hartnäckigkeit sie vorgeht, um das Mädchen zu finden. 

Die Atmosphäre ist düster und zuweilen beklemmend. Genau wie Nora, stellt man sich die Frage, wo das Mädchen sein könnte und wer für ihr Verschwinden verantwortlich ist. Durch die verwendete Erzählperspektive hat man eine eingeschränkte Sicht auf die Gesamthandlung und erfährt nur das, was Nora preisgibt. Allerdings gibt es kurze Einschübe, in denen man ein eingesperrtes Kind beobachtet. Dadurch wird man zu Spekulationen angeregt. Doch in diesem Thriller ist nichts so, wie es auf den ersten Blick scheint. Es kommt immer wieder zu überraschenden Wendungen, wodurch man die eigenen Überlegungen überdenken muss. Zum Ende hin wird man erneut überrascht, denn dann gibt es eine Entwicklung, mit der man nicht gerechnet hat. 

Ein spannender Thriller, der durch eine düstere Atmosphäre und überraschende Wendungen überzeugt. 

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Berührender Familienroman

Die Rückkehr der Kraniche von Romy Fölck

Grete ist in der Elbmarsch aufgewachsen und mit der Gegend tief verwurzelt. Sie genießt ihre Arbeit als Vogelwartin, denn dabei ist sie ganz im Einklang mit sich. Grete lebt noch immer mit ihrer Mutter Wilhelmine zusammen, ihre Schwester Freya führt ein luxuriöses Leben in Berlin und auch Gretes Tochter Anne hat das alte Haus in der Elbmarsch längst verlassen, um zu studieren.

Grete bekommt eine einmalige Gelegenheit, einen großen Traum zu verwirklichen. Doch dann erleidet Wilhelmine einen Schwächeanfall, der die sonst so robust erscheinende Frau vollkommen aus der Bahn wirft. Freya und Grete kehren zurück in die Elbmarsch. Doch das Aufeinandertreffen der vier Frauen verläuft angespannt, denn das Schweigen, von dem das Familienleben geprägt ist, lässt sich nicht so leicht überwinden. Außerdem sind Grete, Freya, Anne und auch Wilhelmine sehr darauf bedacht, dass ihre Geheimnisse nicht ans Tageslicht kommen. Doch Wilhelmine geht es immer schlechter. Die Frauen ahnen, dass ihnen nicht viel Zeit bleibt, um das Schweigen zu überwinden...

Im Zentrum der Ereignisse stehen die Hansen-Frauen, die sich nicht viel zu sagen haben, nun aber doch zusammenkommen, um Wilhelmine beizustehen. Da sie abwechselnd im Fokus stehen, erfährt man in den Abschnitten nach und nach, was die jeweilige Frau bewegt und was sie von den anderen denkt. Nach und nach lernt man so die unterschiedlichen Hauptcharaktere kennen. Sie alle wirken sympathisch, doch zunächst scheint es so, als ob sie den Abgrund, der sich zwischen ihnen auftut, nicht überwinden können. 

Handlungsorte und Charaktere werden detailliert und lebendig beschrieben, wodurch man tief in die Familiengeschichte der Hansens eintauchen und die Konflikte, die unter der Oberfläche schwelen, nachvollziehen kann. Romy Fölck versteht es außerdem hervorragend, die Elbmarsch und die Vielzahl der Vögel, die dort ihre Heimat haben, zu beschreiben. Es ist beinahe so, als ob man selbst vor Ort wäre. Diese Beschreibungen wirken auch nicht zu ausufernd. Sie passen zur Handlung und liefern einen wunderbare Hintergrundkulisse, für diesen berührenden Familienroman. 

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Gefühlvolle Fortsetzung

Memories of a Highschool Crush von Piper Rayne

"Memories of a Highschool Crush" ist bereits der achte Band um die Geschwister der Bailey-Familie, die in Lake Starlight leben. Man kann dem aktuellen Geschehen sicher auch dann folgen, wenn man noch keinen Teil dieser Serie gelesen hat, da jedes Mal ein anderes Paar im Zentrum der Ereignisse steht.

Allerdings lohnt es sich, die Reihenfolge einzuhalten, da man so beobachten kann, wie es den Charakteren, die bereits im Zentrum standen, mittlerweile geht. Außerdem kann man so den ganz besonderen Zusammenhalt der Bailey-Familie besser nachvollziehen. 

In diesem Band stehen Stella und Kingston im Mittelpunkt. Stella ist seit Grundschulzeiten die große Liebe von Kingston. Doch aus den beiden wurde nie ein Paar, da Stella mit Owen, dem besten Freund von Kingston, zusammen war. Die Situation spitzte sich damals dramatisch zu. Deshalb verließ Stella vor Jahren die Stadt. Doch nun ist sie zurück.

Die Handlung wird in der Ich-Form, abwechselnd aus der Sicht der beiden Hauptprotagonisten, erzählt. Dadurch kann man nicht nur ihre Gedanken und Gefühle hautnah miterleben, sondern beobachten, wie sie aufeinander wirken. Die magische Anziehungskraft zwischen Stella und Kingston ist sofort spürbar, wodurch man sich mühelos auf die Liebesgeschichte der beiden einlassen kann. 

Das Autorenduo schafft es wieder mühelos, Handlungsorte und Charaktere so lebendig zu beschreiben, dass man alles sofort vor Augen hat. Man genießt außerdem das Wiedersehen mit den anderen Mitgliedern der Bailey-Familie und freut sich über die humorvollen Szenen, die geschickt eingestreut werden. Denn natürlich lässt es sich Grandma Dori nicht nehmen, auch dieses Mal kräftig mitzumischen. Die Liebesgeschichte wirkt authentisch, da die Gefühle eindrucksvoll beschrieben werden. Dadurch liest sich auch dieser Band wieder wie von selbst. Eine Szene am Ende sorgt dafür, dass man sofort zum nächsten Teil greifen möchte, um zu erfahren, ob auch Kingstons Schwester endlich ihr Glück finden wird.

Ein gelungener Liebesroman, der durch große Gefühle und den ganz besonderen Bailey-Charme überzeugt. 

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Spannend!

Elternhaus von Jennifer Mentges

Eine alte, seit Jahren leerstehende Villa, zieht den Hamburger Barpianisten Tobias Hansen magisch an. Er parkt oft davor und betrachtet das Haus. Eines Tages bemerkt Tobias einen Makler. Kurze Zeit später zieht Yvette Winkler mit ihrem Ehemann und den vier gemeinsamen Kindern in das Haus ein. Für die Winklers und die alte Villa beginnt ein Neustart.

Tobias beginnt, die Familie heimlich zu beobachten. Schließlich gelingt es ihm, als Klavierlehrer für die Kinder engagiert zu werden. Nach und nach macht er sich unentbehrlich und erschleicht sich so das Vertrauen der Winklers. Die Winklers ahnen nicht, wen sie sich ins Haus geholt haben...

Die Handlung wird aus wechselnden Perspektiven betrachtet. Außerdem gibt es immer wieder Rückblicke in die Vergangenheit. Dadurch meint man, einen guten Überblick über die Gesamthandlung zu bekommen und stellt Vermutungen darüber an, wie sich alles verbinden könnte. Doch schnell wird klar, dass es einige Geheimnisse gibt, die im Verborgenen lauern.

Handlungsorte und Protagonisten werden so lebendig beschrieben, dass man alles mühelos vor Augen hat. Außerdem gelingt es der Autorin hervorragend, eine Atmosphäre zu schaffen, die bedrohlich zwischen den Zeilen schwebt. Dadurch gerät man früh in den Sog der Ereignisse, denn man kann sich der angespannten Grundstimmung kaum entziehen. Man wartet förmlich darauf, dass die Lage eskaliert und fiebert mit Yvette, die scheinbar ahnungslos das Böse in ihr Haus gelassen hat, mit. Doch hier ist nichts so, wie es auf den ersten Blick scheint. Deshalb darf man sich im spannenden Finale noch auf einige Überraschungen freuen.

Ein durchweg spannender Thriller, der durch eine bedrohliche Atmosphäre und unerwartete Wendungen überzeugt.

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Unterhaltsam und spannend

Elternhaus von Jennifer Mentges

Colettes letzte Beziehung war eine absolute Katastrophe. Denn ihr langjähriger Partner hat ihr das Gefühl vermittelt, in beruflicher und privater Hinsicht völlig unzulänglich zu sein. Deshalb ist Colettes Selbstbewusstsein stark angekratzt. Als der gutaussehende und äußerst charmante Samson Hunt Interesse an ihr zeigt, geht Colette auf Abstand.

Obwohl ihr Herz schneller schlägt, wenn sie mit Samson zusammen ist, will sie nur eine Freundschaft. Samson respektiert diesen Wunsch, obwohl er für Colette viel mehr als ein Freund sein möchte....

"Rocky Mountain Bone" ist bereits der 31. Band einer Reihe, die sich in der Kleinstadt Independence, die in den Rocky Mountains liegt, zuträgt. Da die Handlungen in sich abgeschlossen sind, weil jedes Mal ein anderes Paar im Zentrum der Ereignisse steht, kann man dem aktuellen Geschehen auch dann folgen, wenn man noch keinen Teil dieser Reihe gelesen hat. Dennoch empfiehlt es sich, die Reihenfolge einzuhalten, da man auf alte Bekannte aus den vorherigen Teilen trifft und so beobachten kann, wie es ihnen mittlerweile geht. Außerdem kann man den Klatsch und Tratsch, der in dieser Kleinstadt enorme Ausmaße annimmt, noch besser genießen, wenn man bereits Vorkenntnisse hat. Zwingend notwendig ist das allerdings nicht, da die Autorin wichtige Hintergrundinformationen zu den Charakteren in die Handlung einfließen lässt. 

In diesem Band stehen Colette und Samson im Zentrum der Ereignisse. Auch dieses Mal werden sie natürlich genau von den Bewohnern beobachtet, da wieder ganz unterschiedliche Wetten darauf abgeschlossen werden, wie und wann sich die Dinge zwischen den beiden entwickeln. Handlungsorte und Protagonisten werden so lebendig beschrieben, dass man die Kleinstadt und ihre Bewohner mühelos vor Augen hat. Die beginnende Liebesgeschichte zwischen Colette und Samson wird glaubhaft vermittelt, wodurch man sich ganz auf die Handlung einlassen kann. 

Auch in diesem Band gibt es wieder einen Handlungsstrang, der Krimifans begeistern dürfte, denn in dem kleinen Örtchen hat es ein Wissenschaftler auf Obdachlose abgesehen, an denen er sein nicht zugelassenes Medikament ausprobieren möchte. Dabei geht er über Leichen. Samson und Colette versuchen dem rätselhaften Verschwinden der Obdachlosen auf den Grund zu gehen und geraten dabei selbst in große Gefahr. 

Wieder ein unterhaltsamer Teil der Reihe, der durch lebendige Charaktere, eine glaubhafte Liebesgeschichte und zusätzliche Spannung überzeugt. 

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Berührt und regt zum Nachdenken an

Findelmädchen von Lilly Bernstein

Die 15-jährige Helga und ihr Bruder Jürgen leben zehn Jahre nach Kriegsende noch immer bei ihren Zieheltern in Frankreich. Ein Brief vom DRK-Suchdienst stellt ihre Welt auf den Kopf, denn ihr Vater ist endlich unter den Kriegsheimkehrern, hat die Kinder erkannt und bittet darum, dass sie so schnell wie möglich in ihre Heimatstadt Köln zurückkehren.

Von der Mutter fehlt noch immer jede Spur. Doch der Vater setzt alles daran, den Lebensunterhalt der Familie mit einem kleinen Büdchen zu gewährleisten. Jürgen arrangiert sich schnell in der neuen alten Heimat, denn er findet eine Stelle bei Ford. Helga möchte unbedingt aufs Gymnasium gehen, doch der Vater ist dagegen. Stattdessen wird Helga auf eine Haushaltungsschule geschickt, die sie auf ein Leben als Ehefrau vorbereiten soll. Als sie ein Praktikum im Waisenhaus absolviert, muss Helga entsetzt beobachten, wie dort mit den Kindern umgegangen wird. Die kleine Bärbel, ein farbiges Besatzerkind, hat es besonders schwer. Helga kann einfach nicht wegsehen und versucht, der kleinen Bärbel zu helfen....

"Findelmädchen" ist der Folgeband zu "Trümmermädchen". Man kann dem aktuellen Geschehen aber auch dann problemlos folgen, wenn man den ersten Band nicht gelesen hat, da die Autorin wichtige Hintergrundinformationen in die Handlung einstreut. 

Lilly Bernstein gelingt es auch in diesem Roman, sofort eine ganz besondere Atmosphäre zwischen den Zeilen schweben zu lassen, die dazu führt, dass man sich ganz auf die Handlung einlassen kann. Im Zentrum der Ereignisse steht Helga. Man beobachtet, wie sie versucht, in ihrem neuen Leben Fuß zu fassen und lernt sie dabei immer besser kennen. Handlungsorte und Protagonisten werden lebendig beschrieben. Man fühlt sich förmlich in die damalige Zeit zurückversetzt. Gemeinsam mit Helga stellt man allerdings schnell fest, dass die damaligen Gedanken und Gepflogenheiten in festgefahrenen Bahnen verlaufen. Helga ist aufgeschlossener und empathischer, deshalb fiebert man mit ihr mit und hofft, dass sie etwas verändern kann. Denn gerade die Szenen im Waisenhaus sorgen für einige Gänsehautmomente. 

Außerdem gibt es, durch Tagebucheinträge von Helgas Mutter, immer wieder Rückblicke in die Zeit nach dem Ende des Kriegs. Hier hofft man, mehr über den Verbleib der Mutter zu erfahren. Denn Helga und Jürgen haben keine Erinnerungen mehr an diese Tage. Man ahnt allerdings früh, dass etwas Bedeutendes geschehen sein muss und wartet deshalb gespannt darauf, dass sich die Tagebucheinträge mit dem aktuellen Geschehen verknüpfen. 

Der Schreibstil ist flüssig und äußerst angenehm zu lesen. Die Handlung ist fesselnd und deshalb mag man das Buch bereits nach kurzer Zeit nicht mehr aus der Hand legen. Man taucht in die Vergangenheit ein und wird vom lebhaft beschriebenen Geschehen förmlich mitgerissen. 

Ein mitreißender Roman, der berührt und zum Nachdenken anregt!

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