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Rezensionen von gaby2707:
Der Koksmörder
Mörderjagd mit Inselblick von Christiane Franke; Cornelia Kuhnert
Rosa Moll bringt sich im Veranstaltungskomitee für die Literaturtage in Neuharlingersiel und Umgebung ein. Als der Literaturkritiker Robert Goldbach bei einem Gespräch mit ihr verstirbt, am folgenden Tag der Autor Alexander Paulssen das zeitliche segnet und dann auch noch die Literaturkritikerin Gesche Anders tot aufgefunden wird, vibriert Rosas Nase und sie wittert mal wiede ein Verbrechen.
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Auch in diesem Ostfriesland-Krimi nehmen mich die beiden Autorinnen wieder mit an die schöne Küste der Nordsee und diesmal auch auf die Inseln Norderney, Wangerooge und Spiekerooge. Die spärlich gesäten Beschreibungen der Landschaft klingen trotzdem so interessant, dass ich Lust bekomme, mal wieder dort Urlub zu machen.
Die Geschichte selbst, die sich diesmal um Autoren, ihre Agenten und um Literaturkritiker dreht, ist logisch und nachvollziehbar aufgebaut und so mit friesischem Humor gespickt, dass sich meine Mundwinkel immer wieder nach oben gezogen haben. Ausserdem habe ich schon eine freundschaftliche Verbindung zu Rosa Moll, die auch einen Roman schreibt, Polizist Rudi Bakker und Postbote Henner Steffens mit seinen Eltern und seinen 8 Schwestern aufgebaut. Es war auch diesmal toll mit ihnen am Tisch zu sitzen und Pannfisch zu essen. Von den Rezepten, die im Anhang an die Geschichte aufgelistet sind,werde ich bestimmt das ein oder andere ausprobieren. Mal schmecken, ob mir die Gerichte genau so gut gelingt, wie Mama Steffens. Ich bin gespannt, ob Dörte sich ihre Liebe zu Henner aus dem Kopf schlagen kann. Ich finde es einfach nur köstlich, wie Henner so unbedarf und schon fast naiv auf ihre Anmachversuche reagiert. Kriminaloberkommissar Schnepel hat es auch in dieser Geschichte nicht geschafft, seinen unsympathischen Eindruck, den ich von ihm habe, wett zu machen. Er ist und bleibt ein Ekel. Ich hoffe, sein Chef KHK Haueisen ist bald wieder genesen.
Es ist so schade, dass ich meine Freunde schon wieder verlassen muss. Aber ich bin mir sicher, dass Christiane Franke und Cornelia Kuhnert schon wieder an einem neuen Fall für Rosa und ihre Männer basteln.
Ein interessantes, spannendes, berührendes Debüt
Ein Sommer in Corona del Mar von Thorpe Rufi
Als ich das Cover sah, hatte ich einen leichten, seichten Frauenroman vor Augen. Aber weit gefehlt. Der Roman erzählt die Geschichte zweier junger Frauen, die als Kinder unzertrennlich waren, sich im Laufe der Zeit aber immer weiter aus den Augen verloren haben.
Mia bewundert ihre wunderschöne und liebevolle Freundin Lorrie Ann, die in einem warmherzigen familiären Umfeld aufwächst und auf der Sonnenseite des Lebens zu stehen scheint.
Bis zu dem Zeitpunkt als ihr Vater stirbt. Von da an ändert sich Lorrie Anns Leben und auf einen Schicksalsschlag folgt der nächste.
Mia dagegen verlässt Corona Del Mar um zu studieren, lernt ihre große Liebe kennen und ihr Leben ändert sich absolut zum Positiven. Plötzlich, Mia ist mit ihrem Freund gerade in der Türkei, steht Lorrie Ann vor ihrer Tür ? mittellos und völlig herunter gekommen. Mia erkennt, dass sie in ihrer Freundin scheinbar viel mehr gesehen hat, als richtig war.
Rufi Thorpe hat mich von Anfang an in die Geschichte hineingezogen. Gibt es so etwas wie Schicksal? Kennen wir unser Gegenüber wirklich? Wieviel kann ein einzelner Mensch ertragen, ohne daran zu zerbrechen? Gibt es eine Freundschaft ohne Kompromisse?
Viele Fragen, auf die ich mir als Leser hier meine Antworten geben muss.
Obwohl ich manches nicht nachvollziehen konnte, hat mich die Geschichte doch berührt. Vor allem aber regt sie auch zum Nachdenken an.
Ein interessanter, spannender und berührender Debütroman eines Schriftstellers, von dem ich gerne mehr lesen würde.
Lecker und super einfach
Last Minute Vegetarisch Richtig lecker kochen in nur 10 bis 20 Minuten von Weber Anne-Katrin
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Der Osterhase hat mir das neue Kochbuch von Anna Katrin Weber ins Nest gelegt und ich habe die ersten Rezepte auch schon ausprobiert. Ich esse zwar auch gerne mal ein Stück Fleisch, aber immer öfter lasse ich es auch weg. Da kommen diese Rezepte, die angeblich alle in 10 bis 20 Minuten fertig sein sollen, gerade recht.
Schon beim Durchlesen ist mir positiv aufgefallen, dass man alle Zutaten leicht im Supermarkt beschaffen kann. Ich mag es einfach (noch) nicht, wenn ich wegen einiger Zutaten z.B. extra ins Reformhaus muss. Auch die Tipps vor dem Kochen vor dem Rezeptteil finde ich ansprechend und gut erklärt. Ich schätze es auch, dass man nicht immer alles selbst kochen muss, sondern auch mal was aus der Dose oder andere Halbfertigprodukte dazu nehmen kann.
Die Rezepte selbst lassen fast keine Wünsche offen ? es ist für jeden etwas dabei. Aufgebaut und gegliedert wie jedes andere Kochbuch auch findet man sich schnell zurecht. Und wenn mein Mann unbedingt sein Steak oder sein Schnitzel essen möchte, ist das auch kein Problem; dann wird ein bisserl variiert. Toll finde ich, dass die Rezepte alle für 2 Personen ausgerechnet sind, was bei mir sehr gut passt.
Die Fotos zu den einzelnen Gerichten von Wolfgang Schardt schauen alle sehr appetitlich aus und reizen geradezu ausprobiert zu werden.
Ausprobiert habe ich schon den Käsesalat mit Senfdressing ? super lecker und die Gnocchi-Pilz-Pfanne hat auch richtig gut geschmeckt. Am Freitag werde ich den Kokos-Milchreis probieren. Ich versuche es allerdings mal mit Annas.
Ein Kochbuch, das meine Küche bereichern wird und das ich bestimmt oft zu Hand nehmen werde.
Morde in der Provence
Gefährlicher Lavendel von Eyssen Remy
Angelockt vom wunderschönen Cover habe ich mich dem 3. Fall des deutschen Rechtmediziners Dr. Leon Ritter gewidmet, der nun schon seit einigen Jahren in Südfrankreich lebt und im Krankenhaus von Le Lavandou arbeitet. Hier bekommt er diesmal die Leiche eines brutal gefolterten Mannes auf den Seziertisch.
Warum wurde der vermisste Richter Nicolas Lambert so grausam zugerichtet? Als weitere Folteropfer auftauchen, beginnt für Leon Ritter und seine Lebensgefährtin Isabelle Morell, stellvertretende Polizeichefin des Städtchens die Jagd auf einen Serienmörder, was hier und da zu Reibereien zwischen den Beiden führt.
Für mich ist es der erste Fall, der mich in die Provence nach Le Lavandou führt. Durch die wunderschönen bildhaften Beschreibungen fühle ich mich bald in der Kleinstadt mit seinem ganz normalen Leben und mit seinen manchmal etwas eigenwilligen Einwohnern und der Umgebung zuhause. Der Flair Südfrankreichs mit seinen Lavendelfeldern und dem Meer halten mich gefangen. Solch einen Weinberg, in dem Leon und Isabelle spazieren gehen, hätte ich auch gerne in meiner näheren Umgebung.
Die angenehm leichte zu lesende und zu verstehende Schreibweise lässt die Seiten nur so dahin fliegen. Anfangs habe ich mich mit den dauernden Perspektivwechseln etwas schwer getan; das legt sich aber bald. Die Spannung baut sich langsam auf, und der Bogen hält sich bis zum Schluss, wo Prolog und Geschichte zusammen finden.
Die Protagonisten und auch die Nebenfiguren sind detailliert und anschaulich beschrieben, dass mein Kopfkino bald ans Laufen kam. Bei einigen etwas grausameren Szenen habe ich es allerdings ausgeschaltet. Ein klein wenig zu viel ist mir hier die absolute Einzigartigkeit von Leon Ritter. Der schlauest, coolste, beste Mann von allen, ohne den nichts geht ? für mich ein klein wenig drüber. Gerade in einer solchen Geschichte geht ganz bestimmt auch ?normal? und nicht so abgehoben.
Remy Eyssen hat mich mit seiner Geschichte für ein paar wundervolle, lesereiche Stunden nach Südfrankreich entführt und sehr gut unterhalten. Um Leon und Isabelle noch näher kennenzulernen, werde ich mich auch noch mit den ersten beiden Fälle des Rechtsmediziners beschäftigen. Und ich freue mich heute schon auf Fall Nr. 4.
Ein spannender Fall und interessante Protagonisten
Die unbekannte Schwester von Prammer Theresa
Ihre neuen Kollegen und vor allem Kolleginnen sind alles andere als begeistert, als Carlotta Fiore ihren Dienst bei der Wiener Polizei antritt. Zusammen mit ihrem neuen Partner, ihren Vater, den sie nach vielen Jahren wiedergefunden hat, wird sie zu einem Tatort gerufen. Ein Journalist scheint Selbstmord begangen zu haben.
In seinen Unterlagen findet Lotta einen Zettel mit ihrem Namen. Was hat sie mit diesem Journalisten oder er mit ihr zu tun?
Dies ist das erste Buch, das ich von der österreichischen Autorin gelesen habe. Obwohl ich den Eindruck habe, dass man die ersten beiden Bücher der Serie nicht gelesen haben muss, werde ich dies ganz bestimmt nachholen. Ich möchte Carlotta, eine wie ich finde sehr interessante junge Frau, die mir in ihrer Rolle sehr gut gefällt, einfach noch besser kennenlernen. Da es immer wieder kleine Anspielungen auf Vergangenes gibt, freue ich mich schon auf die ersten beiden Bände.
Vor allem interessieren mich auch Hannes Fischer, mit dem Lotta den kleinen Sohn Konny hat, und Konrad Fürst, ihr Vater, der sie nach jahrelanger Suche wiedergefunden hat. All dies wird auch in dieser Geschichte angesprochen und thematisiert. Überhaupt erfahre ich sehr viel Privates von den Protagonisten, was aber die kriminelle Handlung nicht stört, sondern sie eher bereichert.
Die Geschichte selbst ist schlüssig und sehr spannend aufgebaut. Der angenehm zu lesende leichte Schreibstil lässt die Seiten nur so dahin fliegen. Da dieser Fall von Lotta in der Ich-Form erzählt wird, bin ich noch näher dran am Geschehen und voll mittendrin. Es war zu keiner Zeit langatmig oder zäh. Ganz im Gegenteil ? die rasche Handlungsfolge erhöht ihrerseits die Spannung. Auch mit dem Täter habe ich mich bis zuletzt sehr schwer getan.
Ein spannender Fall und interessante Protagonisten. Ich hoffe bald mehr über Carlotta und ihre Freunde lesen zu können.
Nudeln machen glücklich
Mia liebt Pasta von Hoechst Mirja
In ihrem ersten Kochbuch, das sehr ansprechend gestaltet ist, widmet sich die Bloggerin Mirja Hoechst einem meiner Lieblingsthemen: den Nudeln. Ich liebe Pasta in allen Variationen und probiere gerne neue Rezepte aus. Die Leseprobe hatte mich überzeugt und die Pasta Salvia, die ich gleich nach gekocht habe, ist einfach lecker.
Dass die Rezepte alle vegetarisch sind, stört hier absolut nicht. Man kann ja, wenn es unbedingt sein muss, die Rezepte mit Fleisch variieren.
Die Fotos lassen einem das Wasser im Mund zusammen laufen und die Rezepte sind allesamt sehr gut beschrieben und leicht nach zukochen. Das Walnusspesto ist ein Traum; genauso die Lasagne mit Ziegenkäse
Ich persönlich hatte mir allerdings etwas mehr Ausgefallenes gewünscht. Bis auf die süßen Varianten, die ich bisher nicht kannte, und die drei o. g. Gerichte, die ich gleich ausprobiert habe, wobei das Pesto superlecker auf warmem Brot schmeckt, ist nicht viel dabei, was mich reizt oder ich noch nicht kenne. Aber zum Verschenken für einen vegetarischen Kochanfänger ist das Buch ideal.
Rezepte gegen Intoleranzen
Happy Healthy Food von Nathalie Gleitman
Nachdem ich vor ein paar Tagen von diesem Buch erzählt habe, lag es gestern als Geschenk auf meinem Tisch. Mir persönlich sind die Kosten für dieses Buch mit knapp ? 25,00 zu hoch. Aber einem geschenkten Gaul?
Jetzt habe ich einen Blick in dieses Buch geworfen, meine Meinung wegen des Preises hat sich immer noch nicht geändert ? den Inhalt an sich finde ich aber sehr gut und ansprechend.
Das ein oder andere Foto der Autorin hätte ich persönlich zugunsten des Textes weggelassen.
Nathalie Gleitman nimmt mich nach einem kurzen Einführungsteil über die verschiedenen Unverträglichkeiten, deren Symptome und Erkennung mit zum Einkaufen. Was mich etwas stört, sind die Überschriften zum Rezeptteil. Warum Breakfast statt Frühstück?
Die Fotos zu den Rezepten sehen so lecker aus und laden zum Nachkochen ein, die Kochanleitungen sind leicht zu lesen und verständlich. Dass auch die Zubereitungszeit und die Kalorienanzahl dabei steht, gefällt mir gut.
Ich bin sehr gespannt, ob die Rezepte sich wirklich so leicht nach kochen lassen und ich meine Laktoseintoleranz mit diesen Gerichten weiter in den Griff bekomme.
Jetzt muss ich zum Einkaufen, denn morgen gibt es Lachs auf dem Gemüsebett.
Ein großartiger Roman, der zum Nachdenken anregt
Die Geschichte der Bienen von Maja Lunde
In ihrem Buch ?Die Geschichte der Bienen? nimmt mich Maja Lunde mit auf eine Zeitreise und in die Welt dreier ganz verschiedener Familien.
Im Jahr 1852 bin ich in Maryland, Hertfordshire, England und lerne den bettlägerigen William Savage, seine Frau Thilda, seine 7 Töchter und seinen einzigen Sohn Edmund kennen.
William zweifelt an sich, bis es sein Sohn schafft ihm wieder Lebenswillen zu geben. Er rafft sich auf und baut einen neuartigen Bienenstock. Doch nur seine Tochter Charlotte teilt mit ihm die Liebe zu den Bienen.
2007 verbringe ich mit dem Imker Georg, seiner Frau Emma und seinem Sohn Tom in Autumnhill, Ohio, USA. Georg will seinen Hof und damit das Erbe von Tom vergrößern. Der allerdings hat ein Stipendium bekommen und möchte Journalist werden. Als auch bei ihm, wie im ganzen Land auch, die Bienen verschwinden, ist Georg am Boden zerstört.
Die Pflanzenbestäuberin Tao lebt zusammen mit ihrem Mann Kuan und dem dreijährigen Sohn Wei-Wen im Jahr 2098 in Sichuan, China. Per Hand wird hier jede einzelne Blüte mit einem Pinsel aus Hühnerfedern bestäubt. Pflanzenschutzmittel hatten die Bienen schon ab 1980 vertrieben. Tao´s ganzes Glück ist der kleine Wei-Wen. Als der eines Tages nach einem Picknick ins Krankenhaus kommt und dann verschwindet, bricht für sie eine Welt zusammen.
Durch die Bienen sind die Schicksale der drei Familien miteinander verbunden.
Es ist erschreckend, wie nahe die Geschichten an unserer Realität dran sind.
Zeitgleich werden die Geschichten der drei Familien erzählt, wobei es sehr hilfreich ist, dass die Autorin jedem Kapitel den Namen über den es handelt stellt. Auch am jeweiligen Seitenende steht dieser Vorname. So weiß ich immer gleich um wen es hier geht. Die Kapitel selbst haben eine angenehme Länge und lassen sich sehr gut lesen. Vor allem auch die bildhafte Schreibweise lassen in meinem Kopf gleich Bilder entstehen und ich bin schnell mittendrin in der Geschichte.
Es baut sich auch eine leise Spannung auf, da ich unbedingt wissen will, wie die einzelnen Geschichten weiter gehen und wo die Bienen abgeblieben sind und welche Konsequenzen das für uns Menschen hat. Da sich diese Zusammenhänge erst ganz zum Schluss erklären, konnte ich das Buch nur schwer aus der Hand legen. Durch die sehr gut dargestellten Emotionen der Protagonisten bin ich total von diesem Buch gefesselt. Besonders die Geschichte von Tao, die nicht aufgibt ihren kleinen Sohn zu finden, hat mich sehr berührt.
Noch kennen wir eine Welt mit unseren Bienen. Aber wie wird es sein, wenn sie verschwinden?
Das Buch hat mich mit einigen Fragen zum Nachdenken zurückgelassen. Ich habe schon lange kein so interessantes und zugleich informatives Buch gelesen.
Meine absolute Leseempfehlung.
8 wunderbare Geschichten über einen Abschied
Die Geschichte der Bienen von Maja Lunde
In diesem Buch haben sich 8 Autorinnen Gedanken über den Abschied gemacht:
Ob Lena Gorelik von besten Freundinnen erzählt, die dann doch getrennte Wege gehen. ?Weißt Du noch?, wäre auch für mich kein Ende sondern eher ein Anfang.
Bei Anke Weber ein Gewitter über eine gemeinsame Zukunft entscheidet.
Hier habe ich mich so an meine Rockfestival-Besuche erinnert. Viel hat sich da nicht geändert.
Sabine Schröder lässt in Herzspieß Elva über ihre Liebe zu Büchern erzählen und mich hat der Zauber von Mariannes Laden und Elvas Bücherbank eingefangen.
In Ruth Olshans Sockenkonferenz lese ich von Joumana aus Syrien, die einem jungen Mann keine Chance lässt, weil sie keine Nähe zulassen kann. Vielleicht wird er ja seine ?Sockenkonferenz? doch noch in Lillehammer los.
In Tanja Heitmanns ?Nur einmal? hat Elisa für sich das Ufer jenseits des Alltages erreicht. Ist Jannis der Richtige für sie? Jojo versucht sie zu warnen.
Unter dem ?Erdbeermond? nimmt mich Katrin Zipse mit an einen See, wo Marie glaubt, in einer Nacht eine neue Liebe gefunden zu haben, während Finn von seinem Aufbruch in die Wüste schwärmt.
Jennifer Benkau erzählt in ihrer Geschichte ?Ungesagtes? von der 17-jährigen Alba, einer Aussenseiterin, die irgendwann erkennt, dass ein junger Mann einen Teil ihres Herzens so viel mehr beansprucht, als sie gewillt ist zu geben. Und irgendwann ist es dann für eine Aussprache zu spät.
?Einen halben Sommer lang? bin ich mit Maike Stein zwischen Ost- und Westberlin mit zwei jungen Mädchen unterwegs., bis die eine eines Tages nicht mehr kommt. Die Mauer hat sich für Helene und Marie geschlossen.
Diese 8 Geschichten erzählen von so vielerlei Gefühlen, leicht, zart, schmerzhaft und intensiv. Ich habe geschmunzelt, war leicht schockiert, konnte die Protagonisten sehr gut verstehen und fand das Ende traurig. In ein paar von den Personen habe ich mich wiedererkannt. So etwas habe ich in meiner Jugend auch erlebt. Deshalb würde ich diese Geschichten nicht nur jungen Heranwachsenden empfehlen, sondern allen, die interessante Geschichten über Abschied und Schmerz, aber auch über die Liebe und ihre Auswirkungen lesen mögen ? egal welchen Alters sie auch sind.
Von Lampedusa nach Hamburg
Die Geschichte der Bienen von Maja Lunde
Über das Meer nach Italien und weiter nach Norden kommen 800 Flüchtlinge aus Lampedusa in Hamburg an und fordern Gruppenasyl. Darauf lässt sich der Senat natürlich nicht ein. Als es immer kälter wird, findet ein Großteil von Ihnen Unterschlupf in der Kirche des Viertels. Einem von ihnen, Ngana, gibt die Journalistin Nele Deutschunterricht.
Als der totgeschlagen und gefoltert in einem Bunker gefunden wird, machen sich Nele und zwei seiner Freunde auf, seinen Mörder zu finden. Dann gibt es im Viertel einen weiteren Toten und die Zeitung, bei der Nele arbeitet hat Finanzprobleme. Dass ihr Freund Tjark Sex mit einem Mann hat, ist da gerade ihr geringstes Problem.
Nele, ihren Wochenendfreund Tjark, ihren Sohn Cairo und dessen Freundin Isa habe ich bereits bei dem Mord im Viertel kennengelernt. Daher ist es für mich, wie zurückkommen zu guten Bekannten.
In dieser Geschichte geht es um Flüchtlinge aus Syrien, die in Hamburg Fuß fassen wollen. Mit den Schwierigkeiten der Eingewöhnung, den Problemen bei so vielen Männern auf engsten Raum untereinander, dem Misstrauen der Bevölkerung auf der einen, der Unterstützung auf der anderen Seite mache ich hier Bekanntschaft. Cord Buch lässt mich ziemlich weit hinter die Kulissen blicken. Es erschreckt und berührt mich, wenn ich lese, wie sich die Männer in unserer Welt fühlen, mit der sie sich jetzt auseinander setzen müssen. Der Lebensmut und Optimismus auf ein besseres Leben der Flüchtlinge ist ungebrochen, obwohl sie schon so viel Schlechtes und fast unüberwindbar scheinendes erlebt haben. Im Nachwort gibt mir Cord Buch einen noch tieferen Einblick in die Dinge, mit denen die meisten von uns nicht konfrontiert werden oder werden wollen.
Auch Neles Privatleben mit ihren Höhen und Tiefen kommt nicht zu kurz. Außerdem will die Zeitung, für die sie arbeitet gerettet werden. Also Baustellen an allen Ecken und Enden. Trotzdem habe ich auch hier und da schmunzeln können.
Die Polizeiarbeit nimmt in diesem Fall wieder eine große Rolle ein. Ihre Ermittlungen laufen neben der Suche von Nele und Nganas Freunden. Hier wird sehr gut deutlich, mit welchen Hürden und Schwierigkeiten die Polizei zu kämpfen hat. Durch Hauptkommissar Werner Jensen, die junge Polizeimeisterin Conny Schrader und Wiebke Müller bekomme ich einen tollen Einblick in ihre Arbeit und bin bei den Fortschritten direkt dabei.
Die Gedanken des Mörders bzw. Erpressers lese ich zwischendurch in kursiver Schrift.
Ich hatte mich sehr auf das Wiederlesen mit Nele und den Freunden aus dem Viertel gefreut und ich wurde nicht enttäuscht. Auch wenn der Plot ein düsterer ist, finde ich die Einblicke, die ich hier bekommen habe sehr interessant, lesenswert und auch unterhaltsam.
Meine Leseempfehlung für alle, die gerne auch mal eine ernste Geschichte mit Spannung bis zum Schluss lesen wollen.









