Kunden em pfehlungen
Rezensionen von gaby2707:
Ein Neuanfang in Devon
Ein Garten voller Sommerkräuter von Leuze Julie
Die Scheidung von ihrem Mann Jürgen, der sich eine Jüngere gesucht hat, ist gerade durch. Das gemeinsame Haus wurde verkauft. Tochter Annabel studiert auswärts und ist zu ihrem Freund gezogen. Job hat sie derzeit auch keinen, da sie ihr Studium während der Schwangerschaft abgebrochen hat. Miriam Weiden, gerade mal Anfang 40, fällt die Decke auf den Kopf.
Da erinnert sie sich, dass sie immer mal wieder nach Südengland reisen wollte und bucht kurzerhand einen Urlaub im Iveystone Manor in Reedcombe. Ihre Gedanken sind allerdings immer wieder in Deutschland, schweifen ab in die Vergangenheit. Und Miriam bemerkt, dass sie in ihrem alten Leben eingentlich nichts mehr hält. Da verliebt sie sich in einen schwarzen knuffigen Hund und dann in ein kleines Cottage mit einem wunderbaren, jetzt allerdings total verwilderten Garten. Hier will sie ein neues Leben anfangen...
Das Cover mit dem kleinen reedgedeckten Haus und dem wilden Garten zaubert schon vor dem Lesen eine locker-leichte Stimmung herbei. Julie Leuze hat es sehr schnell geschafft, mich mitten in die Geschichte hinein zu ziehen. Vielleicht auch deshalb, weil sich viele Frauen in Miriam hinein versetzen können. Etwas anderes machen, sich neue Ziele stecken und vor allem nicht verzweifeln, wenn´s nicht gleich klappt und auf keinen Fall aufgeben. Das bringt die Autorin hier sehr schön rüber.
Aber auch Miriams Liebe zu ihrem Garten und vor allem den Kräutern kann ich mir durch die tollen Beschreibungen sehr gut vorstellen. Ich meine den Duft von Lavendel, Rosmarin und Kamille in der Nase zu haben. Aber auch die wunderschöne Landschaft und die Eigenart der Bewohner von Reedcombe, die nicht alle Miriam gut gesinnt sind, werden sehr bildhaft und farbig beschrieben. Devon steht nun auch auf meiner "möchte ich noch sehen"-Liste.
Von März bis Oktober begleite ich Miriam auf ihrer Reise in ein neues Leben. Allen Monaten voran gestelt, finde ich je ein Kräutlein aus Devons umfassender Kräuterfibel näher beschrieben. Und im Anhang sind noch ein paar Reedcomber Kräuter-Rezepte abgedruckt.
Eine wunderbare Geschichte, die Mut macht, das Leben und die Zukunft, egal in welchem Alter, neu anzugehen. Ich hatte ein paar sehr schöne, unterhaltsame Lesestunden. Dieses Wohlfühlbuch, das auch seine nachdenklichen Seiten hat, bekommt meine absolute Leseempfehlung.
Ein sehr humorvoller Krimi
Ein Garten voller Sommerkräuter von Leuze Julie
Nachdem Klara Himmel zusammen mit ihrem Mann Paul und Tochter Sophie Berlin verlassen mussten, sind sie im tiefsten Mecklenburg, in dem kleinen Ort Mordsacker gelandet. Klara musste ihren Job als Schauspielerin aufgeben und ist nun "nur" Hausfrau, Sophie arbeitet in einer Landarztpraxis und Paul hat einen Halbtagsjob als Dorfpolizist, aber noch große Pläne.
Zufriedenheit sieht anders aus. Gerade als Paul mit einer starken Männergrippe danieder liegt, findet man den Schweinebauern Siggi Schlönkamp tot in seiner Güllegrube. Unfall? Mord? Da Paul ausser Gefecht ist, macht sich Klara, die nicht an einen Unfall glaubt, an die Ermittlungen.
Klara Himmel ist eine Frau, die ich recht bald in mein Herz geschlossen habe. Sie ist so ganz anders als die Frauen aus dem kleinen Dorf, aber auch anders als z.B. ich selbst. Vielleicht mag ich sie gerade deshalb. Mit allen Mitteln versucht sie eine gute Hausfrau zu sein ? was ihr aber nur in allerhöchster Anspannung gelingt. Da widmet sie sich lieber ihren Ermittlungen. Die Methoden, mit denen sie hier versucht, den Unfall, den ihr Mann schon abgeschlossen hat, als Mord aufzudecken sind schon sehr unkonventionell und schräg. In ihrer liebenswerten und humorvollen Art schafft sie es aber immer wieder auch die schwierigsten Hürden zu überwinden. Hier holt sie sich auch Unterstützung von ihrer Tochter Sophie und von einen jungen Bestatter, Herrn Grube.
Der Schreib- und Erzählstil von Cathrin Moeller hat mir schon bei "Wolfgang muss weg" sehr gut gefallen. In dieser Geschichte geht mir Klara mit ihren skurillen Aktionen hier und da etwas zu weit und ich konnte nicht mehr über ihre Aktionen lachen. Aber eben nur hier und da. Ansonsten habe ich mich gerade durch den hervorragenden Wortwitz auch diesmal sehr gut unterhalten gefühlt. Ein Mord im Dorf Mordsacker, ein Schwein namens Schnitzel und ein Bestattungsunternehmen Grube gibt es nicht alle Tage. Meine Mundwinkel zeigten ca. 90% der Lektüre nach oben.
Hinter mir liegt ein humorvoller Krimi mit Protagonisten, wie Du und ich (vielleicht ein kleines bischen schräger) und fast ohne Blutvergießen. Meine Leseempfehlung hat sich diese Geschichte absolut verdient.
Eine erfrischende Sommerlektüre
Bea macht blau von Tessa Hennig
Tochter Caroline hat ihr Abi in der Tasche und will in Passau studieren. Ehemann Matthias vergnügt sich seit einiger Zeit mit einer Anderen. Da hat Bea Völker die Nase voll und beschließt eine Auszeit zu nehmen. Ihr Ziel: das kleine Gästehaus von Maria in San Sebastian, wo sie mit ihren Eltern so oft Urlaub gemacht hat.
Außerdem lebt ihre Schwester Karin als Aussteigerin in der Nähe.
Im Baskenland hat sich allerdings so viel verändert und Bea steht vor einer gewaltigen Entscheidung?
Mit ihrem leichten, flüssigen Schreibstil hat mich Tessa Henning sehr bald vollkommen in die Geschichte hineingezogen. Ich versuche zusammen mit Bea ihr Leben wieder auf die Reihe zu kriegen, buddle in der Erde eines Kräutergartens, lasse mich im Guggenheim Museum in Bilbao von einem tollen Mann in die Welt der modernen Kunst entführen, lerne einige sehr schöne Ecken des Baskenlandes kennen und sitze mucksmäuschenstill beim Notar in der Ecke und verfolge die spannenden Geschehnissen und Wortwechsel.
Interessante Personen, allen voran Bea, die eine tolle Wandlung durchläuft; aber auch Alba und Angel, machen die Geschichte lebendig, lebensecht und farbenfroh. Ich bekomme Appetit auf die leckeren Tapas, die Angel zaubert und die eine außergewöhnliche Wirkung zeigen. Einige Wendungen lassen keine Langeweile aufkommen und der erstaunliche Schluss lässt für mich keine Fragen offen.
Was mir sehr gut gefällt: es ist nicht immer alles eitel Sonnenschein, sondern auch ernste Töne werden hier und da angeschlagen. So wie das Leben halt ist.
Eine leichte, erfrischende Sommerlektüre, die meine Lust, das Baskenland mal zu besuchen angefacht hat und die mir einige wunderbare Lesestunden beschert hat.
Lesenswert!
Mordsleben. Ostfrieslandkrimi von Ulrike Busch
Schauspielerin und Buchautorin Leonie Altinga, 75, ist nach langen Jahren im Ausland in ihren Heimatort Greetsiel zurück gezogen. Hier hat sie vor vielen Jahren ihre Tochter, ihren Mann und einen beträchtlichen Teil ihres Vermögens verloren. Gerade als sie ihren monatlich stattfindenden Literatursalon, bei dem heute ihre Autobiografie besprochen werden soll, vorbereiten will, fliegen ihr zwei Kugeln um die Ohren.
Aber in Greetsiel passiert gerade noch viel mehr, was die Kommissare Fenna Stern und Tammo Anders auf den Plan rufen.
Ich mag den angenehm leichten Schreibstil von Ulrike Busch. Ihre Personen beschreibt sie lebensnah, authentisch und gut vorstellbar. Die Hauptperson dieser Geschichte, Leonie Altinga, weckt bei mir zwiespältige Gefühle. Einerseits nerven die Starallüren der alternden Diva, andererseits tut sie mir wegen ihrer erlittenen Schicksalsschläge auch leid.
?Mordsleben? ist ein Krimi, bei dem ich wieder mit ermitteln und mit rätseln konnte. Gut gesetzte Akzente hatten bald für mich einen Täter bereit ? aber der war´s nicht. Durch unerwartete Wendungen ergeben sich immer wieder neue Ansätze. Doch das Ende kam für mich mehr als unerwartet.
Wer Spannung und eine gute Geschichte sucht, sich in einem kleinen ostfriesischen Fischerdorf heimisch fühlen möchte, der ist hier genau richtig. Wieder ein Beispiel, dass ein guter Krimi kein großes Blutvergießen braucht.
Spannende Kurzkrimis und interessante Freizeitipps
Mörderisches Lipperland von Christian Jaschinski
Mörderisches Lipperland ? darunter hatte ich mir, wie bei vielen anderen Krimibüchern mit Freizeittipps aus dem gmeiner Verlag eine Vielzahl von Kurzkrimis von verschiedenen Autoren vorgestellt. Aber hier führt mich Christian Jaschinski selbst an all die mörderischen und interessanten Stellen des ehemaligen Fürstentums Lippe.
Elf Krimis zu einer Story verwoben ? hat mir sehr gut gefallen.
Auf den ersten Seiten erhalte ich einen kleinen Einblick über die geografische Lage und den historischen Verlauf des Lipper Landes. Die Fotos auf der angegebenen Internetseite machen schon vorab Lust auf diese kleine, bemerkenswerte Stelle in Deutschland. Vor jedem neuen Fall wird der Ort oder die Stadt näher vorgestellt. Auch die ?bekannten Kinder? der Stadt werden erwähnt.
Tara Wolf, eine Richterin, die an ihrem Hochzeitstag in der Kirche ihren Mann Angus Buchanan durch einen feigen Anschlag verloren hat, spielt hier die Hauptrolle. Zusammen mit einem Freund, den ich, da er ein großer Jonny Cash und Western Fan ist, gleich gemocht habe, sucht sie nach dem Attentäter. Außerdem bin ich dabei, wie sie einen Golfkurs absolviert und an einer Oldtimerralley teilnimmt.
Der eingestreute Kurzkrimi zum selber basteln hat mir auch sehr gut gefallen.
Ein Freizeitführer durchs Lipper Land der etwas anderen, aber sehr guten Art. Mich hat er angeregt, diesen Flecken Deutschlands endlich auch einmal zu besuchen.
Ein wunderbares Kinderbuch
Fritzi Klitschmüller 1: Fritzi Klitschmüller.Bd.1 von Britta Sabbag
Fritzi Klitschmüllers 9. Geburtstag rückt immer näher und sie wünscht sich nichts weiter als ein rotes Skateboard. Als sie anstatt dessen ein Prinzessinnenkleid bekommt, muss ein geheimer Geheimplan zu Beschaffung eines Skateboards her. Ob und wie Fritzi das schafft - lest selbst.
Dies ist das erste Kinderbuch, das ich von Britta Sabbag lese.
In einem wunderbar leichtem kindlichen Schreibstil erzählt sie die Geschichte von Fritzi, ihren Eltern, ihrem Bruder Kai, von Tante Beate "Bolle" und Cousine Shakira und von Fritzi´s neuem Freund Thies. Herrliche Sprüche aus Kindermund "Tom Hengst" und vor allem die niedlichen Illustrationen von Stefanie Messing machen das Buch zu einem richtigen Lesegenuss.
Die Leseprobe im Anhang zum 2. Band dieser Reihe macht Lust, auch hier mal rein zulesen.
Ein leicht spannendes und sehr gut unterhaltendes Buch nicht nur für kleine Mädchen.
Eine wunderbare Familiengeschichte
Ein Laden, der Glück verkauft von Beth Hoffman
Theodora Grace Overman genannt ?Teddi? setzt sich gegen alle Widerstände durch und eröffnet endlich ihren eigenen Antiquitätenladen in Charleston, South Carolina. Auf ihrer elterlichen Farm in Kentucky hat sie es nicht ausgehalten und die Schreibmaschine, die ihr ihre Mutter zum 18. Geburtstag geschenkt hat und die ihr den Weg zu einem gut bezahlten Job ebnen sollte, ignoriert.
Was sie immer mit sich herum trägt, ist die Sorge um ihren kleinen Bruder Josh, der eines Tages das Haus verlassen hat und nicht zurück gekommen ist. Sie ist sich auch nach vielem Jahren sicher, dass er noch irgendwo in den Schluchten ihrer Heimat lebt?
Beth Hoffman zieht mich mit ihrer Geschichte in eine nicht ganz einfach Familiengeschichte hinein. In Rückblicken, die sich Teddi immer wieder gönnt, lerne ich sehr viel über sie und ihre Familie kennen.
Teddi und ihre Mutter haben keinen guten Draht zueinander. Und gerade, als sich das zu ändern scheint, stirbt ihre Mum. Ich hatte ein schönes Bild vor Augen von den beiden dickköpfigen so unterschiedlichen Frauen, wie sie zusammen an einer Brücke bauen ? jede von ihrer Seite aus. Aber auch von den anderen Personen, die hier ihren Platz haben, habe ich eine klare Vorstellung, da sie lebendig und lebensecht gezeichnet sind. Besonders gefällt mir da Teddis Freundin Olivia und deren Mutter Lorna, die leider nur eine kleine Rolle spielt.
Schön finde ich auch die Beschreibungen rund um die Farm der Overmans in Kentucky. Die Tiere, mit denen sich Josh sehr verbunden fühlt, aber auch die Beschreibungen der Gegend haben mir sehr gut gefallen. Und es gibt eine Stelle, da habe ich ein paar Tränchen verdrückt. Lest selbst ? ihr werdet sie bestimmt finden.
Die Emotionen und Gefühle, die diese Geschichte beherrschen, versteht es die Autorin sehr gut zu vermitteln. Die Nostalgie, die Teddi befällt, wenn sie an ihre Jugend mit Josh zurück denkt, kann ich sehr gut nachvollziehen. Die subtile Spannung, die Teddi hier und da hinterlässt, geben der Geschichte sogar etwas spannendes.
Ein wunderbarer Familienroman in einer wunderschönen Gegend, der mir sehr schöne Lesestunden beschert hat.
Ein inspirierender AntiRatgeber
Schluss mit Muss von Tanja Mairhofer
Jeder von uns hat so seine Vorstellungen, wie etwas sein sollte oder sein müsste. Tanja Mairhofer bringt mich mit ihren Gedanken zum einen zum Schmunzeln und zum anderen zum Nachdenken. Auf 224 Seiten erfahre ich in 35 unterteilten Kapiteln ihr Denken über das Muttersein, die Karriereanforderungen, über das Altern und vor allem den Haushalt.
Nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern offen und witzig dargestellt, lese ich, was von außen von uns erwartet wird. Das berühmte: Du musst mal wieder?
Perfektionismus ist nicht out. Aber ich muss nicht jeden Tag die Kalkflecken am Wasserhahn abwischen, muss nicht alle 3 Tage meine Fenster putzen. Und wenn ich kein Yoga machen oder in die Walkinggruppe gehen will, dann lasse ich es einfach. Die Zeit kann ich nun sehr gut für mich selbst nutzen. Zum Beispiel zum Lesen solcher Bücher.
Die abnehmbaren Sprüche vom Einband finde ich klasse. Ein paar liegen hier an manchen Stellen zum Drandenken parat.
Ein witziger, manchmal etwas zynischer, alles in allem aber sehr unterhaltender Antiratgeber, der mir ein paar unterhaltsame Stunden beschert hat. Bestens als Geschenk für einen Perfektionisten geeignet.
Ein spannender und sehr interessanter Fall
Todeshaff von Katharina Peters
Nach ?Todesstrand? ist dies der zweite Auftrag, bei dem ich mit der verdeckten Ermittlerin Emma Klar auf Spuren- und Tätersuche gehen darf. Ich finde, dieses Buch kann man auch ohne den ersten Fall zu kennen lesen. Es macht aber Sinn, wenn man gerade Emma Klar, die immer noch mit den Schatten ihrer Vergangenheit zu kämpfen hat, besser kennen- und verstehen lernen will.
In diesem Fall wird sie auf den gerade aus der Haft entlassenen Christoph Klausen angesetzt. Er steht in Verbindung mit 2 ehemaligen Lehrern des Jugendhofs Sternau, die beide tot im Salzhaff gefunden wurden.
Ich mag die Figur der Emma Klar sehr, da sie mit ihren unkonventionellen Ermittlungen manchmal auch an die Grenze zur Legalität stößt. Mit ihrem manchmal etwas leichtsinnigen Handeln bringt sie sich immer wieder selbst in Gefahr ? so auch hier.
Aber auch die anderen Personen in dieser Geschichte sind so interessant und vielschichtig ausgearbeitet, dass es richtig Spaß gemacht hat , sie mir vorzustellen.
Der Fall führt zurück in die Vorgänge in der ehemaligen DDR und ich war schockiert zu lesen, wie man damals in diesen Jugendhöfen mit jungen Menschen, die nicht so ganz angepasst waren, umgegangen ist. Dass sich da Hass und Rachsucht irgendwann ihren Weg bahnen war schon fast abzusehen.
Die Spannung ist konstant hoch und ich bin gerade bei den Mutmaßungen zur Spurenfindung zwischen Emma und Florian direkt mittendrin. Man liest aber auch hier wieder, dass die Ermittlungen oft eine richtige Siyphusarbeit bedeuten. Und es hat mir wieder viel Lesespaß gebracht, mit zu rätseln und mit zu fiebern.
Ein interessanter spannender Fall hat mir spannende Lesestunden beschert. Und bei den leisen unterschwelligen Andeutungen freue ich mich schon auf den nächsten Auftrag für Emma Klar.
Ein spannender und sehr interessanter Fall
Todeshaff von Katharina Peters
Nach ?Todesstrand? ist dies der zweite Auftrag, bei dem ich mit der verdeckten Ermittlerin Emma Klar auf Spuren- und Tätersuche gehen darf. Ich finde, dieses Buch kann man auch ohne den ersten Fall zu kennen lesen. Es macht aber Sinn, wenn man gerade Emma Klar, die immer noch mit den Schatten ihrer Vergangenheit zu kämpfen hat, besser kennen- und verstehen lernen will.
In diesem Fall wird sie auf den gerade aus der Haft entlassenen Christoph Klausen angesetzt. Er steht in Verbindung mit 2 ehemaligen Lehrern des Jugendhofs Sternau, die beide tot im Salzhaff gefunden wurden.
Ich mag die Figur der Emma Klar sehr, da sie mit ihren unkonventionellen Ermittlungen manchmal auch an die Grenze zur Legalität stößt. Mit ihrem manchmal etwas leichtsinnigen Handeln bringt sie sich immer wieder selbst in Gefahr ? so auch hier.
Aber auch die anderen Personen in dieser Geschichte sind so interessant und vielschichtig ausgearbeitet, dass es richtig Spaß gemacht hat , sie mir vorzustellen.
Der Fall führt zurück in die Vorgänge in der ehemaligen DDR und ich war schockiert zu lesen, wie man damals in diesen Jugendhöfen mit jungen Menschen, die nicht so ganz angepasst waren, umgegangen ist. Dass sich da Hass und Rachsucht irgendwann ihren Weg bahnen war schon fast abzusehen.
Die Spannung ist konstant hoch und ich bin gerade bei den Mutmaßungen zur Spurenfindung zwischen Emma und Florian direkt mittendrin. Man liest aber auch hier wieder, dass die Ermittlungen oft eine richtige Siyphusarbeit bedeuten. Und es hat mir wieder viel Lesespaß gebracht, mit zu rätseln und mit zu fiebern.
Ein interessanter spannender Fall hat mir spannende Lesestunden beschert. Und bei den leisen unterschwelligen Andeutungen freue ich mich schon auf den nächsten Auftrag für Emma Klar.










