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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Natalie:

Giannas zweiter Fall

Was am Ufer lauert von Lenz Koppelstätter

Giannas Vater Arnaldo ist wieder aufgetaucht und hat gleich einen Auftrag für seine Tochter. Sie soll sich mit einer Informantin treffen. Doch statt den erhofften Informationen findet Gianna eine Frauenleiche im Gardasee, eine leere CD-Hülle mit den Worten Churchills Geheimnis unweit dessen. Nun ist Giannas Kriminal-Journalistin-Neugier doch geweckt und gemeinsam mit ihrer Chefin, Arnaldo und ihrem Onkel begibt sie sich auf Spurensuche, die nicht nur in den Aufzeichnungen ihres Großvaters mündet, sondern auch zu einem
Historiker, der zu Churchill forscht und beinahe entführt worden wäre…

Band 2 der Reihe rund um die Polizeireporterin Gianna Pitti knüpft direkt an den Geschehnissen des ersten Buchs an.

Den Leser erwartet wieder eine Mischung aus Krimi und Familiengeschichte, welche am malerischen Gardasee spielt. Geschickt werden die Fäden gezogen, der Fall kommt dabei jedoch nur langsam in Gang. Der Krimi bzw. das Geschehen werden hauptsächlich durch die Familie Pitti bestimmt. Man erfährt vieles aus der Familie, der Fall scheint dabei manchmal fast aus den Augen verloren. Offizielle polizeiliche Ermittlungen finden kaum Raum, erst gegen Ende treten diese in Erscheinung. Wer also einen „klassischen“ Krimi erwartet, wird wohl enttäuscht zurückbleiben. Wer aber Interesse an Familiengeschichten hat, interessante Charaktere und das Flair vom Gardasee mag, welches mit Krimi-Elementen gespickt ist, wird dieses Buch sehr gerne lesen.

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Absolut gelungen

Der dunkle Sommer von Vera Buck

Tilda, Architektin aus Deutschland, kann ihr Glück kaum fassen - ein Euro für ein Haus in einem verlassenen Bergdorf in Sizilien. Hier findet sie alles, was sie gerade braucht. Nämlich Abstand und Ruhe. Doch bald fragt sie sich, ob sie wirklich die Einzige im Dorf ist… sie fühlt sich beobachtet, die Kirchenglocken läuten plötzlich und es war definitiv jemand bei ihr im Haus.

Tilda findet heraus, dass der alte Silvio mit seiner Pflegerin noch im Dorf wohnt. Doch was sollte er mit all dem zu tun haben? Der Journalist Enzo, den sie kennengelernt, säet aber leise Zweifel und als Nino, ihr Bruder der sie besucht, spurlos verschwindet, muss sich Tilda endgültig eingestehen, dass in dem Dorf etwas ganz und gar nicht stimmt…

Ich freue mich immer sehr, wenn ein neuer Thriller der Autorin erscheint und auch dieser war wieder absolut toll erzählt. Die Atmosphäre des kleinen, verlassenen Bergdorfs ist auf jeder Seite spürbar und so manche Zeile verursacht leichte Gänsehaut. Ich habe Tildas Geschichte mit Spannung verfolgt und wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Viele Spuren führen ins Nichts und jeder der Protagonisten scheint zeitweilig verdächtig. Gleichzeitig hat mich dann die komplette Auflösung überrascht und auch bewegt, welches Schicksal sich dahinter verborgen hat. Auch wenn ich bei einem Punkt schon davor einen Verdacht hatte, der sich dann auch bestätigt hat, war das gesamte Ausmaß der traurigen Hintergründe nicht vorhersehbar. Gleichzeitig ist der Thriller  absolut nachvollziehbar und logisch aufgebaut, spielt auch immer wieder mit Gruselfaktoren, die beim Lesen erschaudern lassen… die Fantasie springt dann doch gut an, was vielleicht nicht alles sein könnte… ;-) 

Ein absolut großartiger Thriller, den ich nur weiterempfehlen kann.

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Kommts wirklich so?

Vorsehung von Liane Moriarty

Lebenserwartung. Todesursache. Diese beiden Punkte sagt eine ältere Lady auf einen Flug nach Sydney jeden einzelnen Passagier voraus. Manche belächeln sie, manche spüren ein leichtes Unbehagen - ist sie eine Hellseherin oder doch nur eine Verrückte? So oder so, lässt keinen Passagier diese Voraussagen so ganz kalt, besonders dann nicht mehr, als nicht nur eine davon tatsächlich eintritt…

Schicksal oder doch wahre Vorsehung? Und kann man es - egal, was zutrifft - beeinflussen? Wir begleiten in dem Roman nicht nur die alte Lady, sondern auch einige der Passagiere nach diesem denkwürdigen Flug.

Ich konnte mich richtig gut in die Geschichte reinversetzen, fragt man sich doch selber, wie man auf eine solche Vorsehung reagieren würde. Die einzelnen Leben und Schicksale werden authentisch und gut nachvollziehbar erzählt und der rote Faden zieht sich durch. Besonders auch die Vergangenheit der „Death Lady“ ist interessant und führt schlussendlich zu diesem Flug. Kleinere Längen stören nicht, sondern fügen sich gut in die Gesamthandlung ein. Die Auflösung war schlüssig und ich empfehle das Buch gerne weiter.

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Der etwas andere Roadtrip

Killer Potential von Hannah Deitch

Als Evie am üblichen Tag wieder zu einer ihrer Nachhilfeschülerinnen in Beverly Hills fährt, hätte sie im Traum nicht gedacht, dass sie deren Eltern ermordet im Garten findet. Bevor sie aus dem Haus rennen kann, hört sie eine Stimme hinter einer Tür, die sie um Hilfe bittet. Dahinter findet Evie eine gefesselte Frau.

Sie befreit die Gefangene, doch ab dem Zeitpunkt läuft alles schief und die beiden befinden sich plötzlich auf der Flucht…

Das farbenfrohe Cover hat mich auf den Thriller aufmerksam gemacht und der Klappentext versprach spannende Lesestunden. Im Endeffekt hat mich das Buch aber dann überrascht, da es aus meiner Sicht doch anders aufgebaut war, als man vom Klappentext her erwartet und auch der Verlauf hauptsächlich den Roadtrip verfolgte, mit einigen Blicke in die Vergangenheit der beiden Protagonistinnen. Ich persönlich hätte mir etwas mehr Thriller-Spannung gewünscht und es hätte meiner Meinung nach auch die Liebesgeschichte nicht gebraucht. Alles in allem ein Buch, das ich gern gelesen habe, mich aber nicht ganz abholen konnte.

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Radfahrt ins Glück?

Irish Kisses - Mein Weg zu dir von Josie Donovan

Carly hat seit Jahren eine Tradition: bloß ganz weit weg aus Dublin, sobald der St. Patrick‘s Day ansteht. Der bringt ihr nur Unglück. Doch statt sich wieder auf einer Reise in einem fernen Land zu befinden, findet sich Carly diesmal auf einer Radreise entlang der irischen Westküste wieder. Was soll da schon passieren, denkt sie sich.

Doch die Pannen und Hoppalas lassen nicht lange auf sich warten und auch Sam, der Reiseleiter strapaziert zusehends ihre Nerven…

Josie hat mit diesem Roadtrip eine absolut lesenswerte buchige Reise geschaffen. Carly ist ein liebenswerter Hauptcharakter und auch die Reisegruppe wartet mit so einigen interessanten Persönlichkeiten auf. Dass die Radreise so mit einigen Überraschungen gespickt ist, ergibt sich dadurch fast von selbst. Ich musste oft lachen, mich mit Carly auch über das Verhalten des ein oder anderen Mitreisenden ärgern, aber wenn die einzelnen Geschichten von jedem hochkommen, versteht man vieles besser und sieht es in einem anderen Licht. Eine tolle und bereichernde Radreise im wunderschönen Irland, die mir persönlich (trotz aller Herausforderungen) direkt Lust auf eine solche gemacht hat. Eine Leseempfehlung von mir dafür.

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Dunkles Geheimnis der Vergangenheit

Das Geheimnis der toten Mädchen: Thriller von Catherine Shepherd

Zons, in der Gegenwart: Im Stadtarchiv wird eine junge Frau ermordet. Kriminalkommissar Oliver Bergmann und seine KollegInnen übernehmen den Fall, der Fahrt aufnimmt, als kurz darauf sich ein zweiter Todesfall ereignet. Bei den Ermittlungen stoßen sie auf ein mysteriöses Buch, welches scheinbar ein dunkles Geheimnis in sich trägt…
Zons, 1506: Stadtsoldat Bastian Mühlenberg entdeckt bei der Suche nach Wilderern im Wald eine tote Frau, dass die Wilderer damit zu tun haben müssen, scheint zunächst logisch.

Doch bevor sie beerdigt werden kann, verschwindet ihr Leichnam…nur um kurz danach wieder aufzutauchen. Während Bastian noch damit beschäftigt ist, geschieht ein weiterer Mord…

Nicht nur die Zons-Reihe der Autorin begeistert und auch der aktuelle Band hat mir wieder spannende Lesestunden gebracht. Gefühlt wiederhole ich mich bei jeder Rezi zu einem der Thriller von Catherine Shepherd, aber es ist einfach so, dass mich bisher keines ihrer Bücher enttäuscht hat. Bei dieser Reihe wird allein durch den Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit Spannung erzeugt, vor allem auch deshalb, weil die Kapitel gekonnt mit einer spannenden Szene aufhören. So gehts gar nicht anders, als dass man weiterlesen muss. Das Wiedersehen mit den Hauptcharakteren ist immer schön, auch wenn es die Umstände weniger sind. Vor allem auch Emily, Olivers Freundin, bringt wieder Impulse und Ansätze in die Ermittlungen rein, welche sich schlussendlich als wertvoll, aber auch für sie selbst als durchaus gefährlich erweisen. Bis zum Schluss hat man in beiden Erzählsträngen den Täter nicht am Schirm, alle Vermutungen erweisen sich als falsche Fährte. Genau das macht beim Lesen auch so viel Spaß, das Miträtseln, um dann erst recht wieder zu merken, dass es sich doch ganz anders zuträgt. Die Auflösung ist schlüssig und ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Thriller der Autorin. Leseempfehlung.

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Tolle Grundidee, leider wenig Spannung

Die Kammer von Will Dean

Ellen Brooke ist Sättigungstaucherin und befindet sich wieder einmal auf einem Tauchgang in der Nordsee. Gemeinsam mit fünf Kollegen bereitet sie sich auf ihre Einsätze bei einer Ölpipeline vor. Davor müssen sie aber zum Druckausgleich einige in einer entsprechenden Kammer unter Wasser verbringen.

Die Vorbereitung, als auch der erste Tauchgang von Ellen klappt problemlos, doch die vermeintliche Routine verwandelt sich in einen Albtraum, als einer von ihnen in der Kammer stirbt und es kein Entkommen gibt, da das sofortige Abbrechen und Öffnen der Kammer für alle den sofortigen Tod bedeuten würde…

Die Grundidee des Thrillers finde ich superspannend und die ersten Kapitel konnten diese Spannung auch halten. Man begleitet die sechs in die Kammer - ihr beengtes Zuhause auf Zeit und auf einen ersten Tauchgang. Die beschriebenen Szenen sind beklemmend und bieten Nervenkitzel. Auch der erste Todesfall in der Kammer packt einen beim Lesen, sowie die Stimmung danach, die leise Panik, wird toll eingefangen. Doch bald darauf ist für mich die Spannung immer mehr abhanden gekommen. Trotz erneuter Todesfälle konnte mich der Thriller nicht mehr einfangen. Die Zeit zwischen den Todesfällen und dem langsamen Druckabbau, um die Kammer verlassen zu dürfen, hat sich für mich beim Lesen unglaublich gezogen, es passierte nicht wirklich was, zudem gab es viele Wiederholungen. Auch wenn die Beschreibungen sicherlich realistisch sind, hätte ich mir für diese Grundidee bei einen Thriller was anderes erwartet. Das Ende konnte mich leider ebenfalls nicht überzeugen und somit gibt es zumindest von mir keine Leseempfehlung dafür.

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Tödliches Paradies

The Surf House von Lucy Clarke

Bea möchte einen Neuanfang wagen und sich bei einer kleinen Auszeit überlegen, wie es weitergehen soll. Dabei trifft sie in Marrakesch auf Marnie, die ihr aus einer brenzligen Situation hilft. Trotzdem steht Bea plötzlich Geld und Ausweis da, aber auch hier kann Marnie helfen. Sie nimmt Bea in ein kleines Küstendorf mit, wo sie mit ihrem Freund ein Surfhotel betreibt.

Die dortige Idylle scheint genau das zu sein, was Bea jetzt braucht… Sonne, Strand, Yogis und Surfen. Doch schon bald zeigen sich im Paradies erste Risse und plötzlich findet sie sich inmitten von Korruption, Gerüchte über eine verschwundene Frau, die hier ebenfalls Gast war, und einer in der Brandung angespülten Leiche wieder…

Wer schon mehrere Bücher der Autorin gelesen hat, wird auch in dem aktuellen Thriller ihre Handschrift erkennen. Wie immer schafft sie es, ein spannendes Grundsetting zu gestalten, welches oft trügerisch ist. Auch diesmal befindet sich die Hauptprotagonistin scheinbar im Paradies - ein malerischeres Küstendorf, entspannte Bewohner, Sonne, Strand und Meer. Doch der Schein trügt, das ungute Gefühl wird immer stärker und dann taucht auch noch eine Leiche auf. Erzählt wird aus Beas Perspektive, unterbrochen durch einige Rückblenden. Diese werfen immer mehr Fragen auf, statt welche zu beantworten. Man fühlt die nahende Bedrohung beim Lesen auf jeder Seite und wartet nur darauf, was als nächstes passiert. Verdächtig scheint jeder, wobei die Auflösung zum Schluss nochmal überraschen kann. Leseempfehlung von mir.

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Top

Die Nacht von Marc Raabe

Ein kleiner Junge, der vor Jahren verschwand. Auch von seiner Schwester Dana fehlt nun seit 1,5 Jahren jede Spur. Tochter Milla, die ihre Mutter vermisst. Ein Richter als Mordopfer in einem abgelegen Wohnwagen. Die Spuren widersprüchlich. Und mittendrin wieder Art Mayer.

Marc Raabe hat es wieder von der ersten Seite an geschafft, Spannung zu erzeugen,sodass ich das Buch nur ungern mehr aus der Hand legen wollte.

Art läuft mit seiner unkonventionellen Herangehensweise wieder zur Höchstform auf und auch Nele scheint sich mittlerweile einiges von ihm abgeschaut zu haben. So ist es nicht verwunderlich, dass sich die beiden wieder über einiges hinwegsetzen, teilweise auch Grenzen überschreiten. Doch genau diese Schritte scheint es für diesen Fall, der ungeahnte Ausmaße annimmt, zu brauchen. Der Mix aus Blicke in die Vergangenheit von Dana und den aktuellen Ermittlungen hält den Spannungsbogen hoch. Mehrmals dachte ich zu wissen, wie es ausgeht, jedoch kam dann wieder eine unerwartete Wendung, die alles durcheinander gewürfelt hat. Auch wenn der Fall geklärt wird, bleiben doch noch ein paar Fragen offen und somit freue ich mich jetzt schon auf den vierten Band. Große Leseempfehlung von mir.

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Einiges an Potenzial vergeben

Die blaue Stunde von Paula Hawkins

Die Idee des Spannungsromans hat mich sehr angesprochen. Eine verstorbene Künstlerin, die so einige Geheimnisse auch Jahre nach ihrem Tod immer noch zu hüten scheint, eines ihrer vermachten Werke, bei dem ein menschlicher Knochen identifiziert wird und eine einsame Insel, deren einzige Bewohnerin nicht nur das Erbe von Vanessa Chapman in Ehren halten will.

James Becker, Kurator des Museums, welchem Vanessa ihre Werke überlassen hat, steht also nicht nur vor einer dunklen Wahrheit…

Alles war für einen spannenden, aber auch düsteren Roman aufbereitet und doch hat mich dieser am Ende etwas enttäuscht zurückgelassen. Für mich wurde leider das Potenzial nicht ausgeschöpft, manches war ziemlich absehbar, manches hingegen auch wieder durchaus gelungen. Dazu zählt sicherlich das Setting der Insel und auch die Charakterisierung einiger Protagonisten, welche mir aber durchwegs unsympathisch waren. Das hat allerdings doch ziemlich gut zur Geschichte gepasst. Alles in allem war mir manches aber zu wenig vorhanden, anderes zu viel und das Ende war für mich ziemlich vorherzusehen. Leider kein Lesehighlight für mich.

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