Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Natalie:
Kleinstadt-Romance
Juniper Hill | Die Edens 2 | von Devney Perry
Memphis zieht mit ihrem kleinen Sohn nach Montana - je weiter weg von zuhause, umso besser. Dort will sie sich ein neues Leben aufbauen, ohne ihre bisherigen Privilegien. Sie hat eine Stelle als Hausmädchen im Eloise Inn ergattert. Mit Knox begegnet sie dabei nicht nur dem Bruder ihrer Arbeitgeberin, sondern auch dem besten Koch in Qincy… und ihrem Vermieter.
Beide sind von der Situation nicht sehr angetan, bis sie sich besser kennenlernen… und merken, dass jeder ein Päckchen zu tragen hat.
Die Fortsetzung der Reihe finde ich durchaus gelungen. Durch den Perspektivenwechsel zwischen Memphis und Knox bekommt man beim Lesen viele Eindrücke, die einen die jeweiligen Situationen verständlicher machen. Das Kleinstadt-Feeling kommt dabei besonders zur Geltung, lässt einen Schmunzeln, aber auch mal die Augen verdrehen. Die beiden Hauptcharaktere durchleben eine gute Entwicklung, was ich als sehr authentisch wahrgenommen habe, auch wenn mir das Gefühlsleben zwischen ihnen manchmal etwas arg schnell vor sich ging. Wer eine feine Kleinstadt-Romance mit etwas Spannung und vielen Emotionen mag, wird mit „Juniper Hill“ das richtige Buch in Händen halten. Für mich persönlich hätte manches Drama weniger auch gereicht und vor allem der zweiten Epilog war mir zu viel des Guten. Trotzdem habe ich das Buch gern gelesen und kann es empfehlen. 3,5* von mir.
Düsterer und rasanter Agenten-Thriller
Kälter von Andreas Pflüger
Herbst 1989: Luzy Morgenroth, eine vermeintlich unscheinbare Polizistin, verbringt ein unaufgeregtes Leben auf der nordfriesischen Insel Amrum. Bis ein Killerkommando die Idylle zerstört und Luzy ihr altes Ich wieder zu Tage fördert, von dem kaum jemand weiß: das einer Elite-Agentin. Denn der Todfeind lebt…
„Kälter“ ist ein absolut packender, aber auch grausamer Agenten-Thriller, der beim Lesen volle Konzentration verlangt, um sich nicht im Dschungel der ganzen Geheimdienste und deren Machenschaften in Zeiten des Kalten Krieges zu verlieren.
Man rauscht mit Luzy als Hauptprotagonistin durch die Seiten, bei denen die Handlungen präzise wie ihre Schüsse auf die Gegner serviert werden. Aber der Thriller lebt nicht nur davon, sondern auch durch die Gegensätze, die Andreas Pflüger immer wieder einstreut - sei es eine Prise Humor oder schlicht auch Menschlichkeit. So verfolgt man die Geschehnisse bspw. in Israel, Berlin oder Wien - sowohl 1989 als auch mit Rückblenden acht Jahre zuvor, welche nach und nach einiges klarer machen. Der Thriller punktet zudem mit Tiefe bei den Charakteren als auch den Handlungen und könnte hinsichtlich so einigen Werten leider nicht aktueller sein. Große Leseempfehlung von mir.
Tolle Fortsetzung
Lügennebel von Viveca Sten
Sechs Freunde wollen sich vom Studienstress erholen und verbringen ihre Skiferien in Åre in einem abgelegenen Ferienhaus. Die Stimmung ist ausgelassen bis eine von ihnen tot im Schnee liegt. Hauptkommissarin Hanna Ahlander und ihr Kollege Daniel Lindskog stehen vor einem Fall in dem jeder jeden verdächtigt und sich mit Lügen herauszureden versucht… beste Freunde? Das war einmal…
Jedes Mal warte ich sehnsüchtig auf den neuen Band dieser Reihe und auch dieses Mal wurde ich nicht enttäuscht.
Wieder hat mich die Kombi aus klug inszenierten Fall und der Ermittlungsarbeit von Hanna und Daniel gespannt durch das Buch fliegen lassen. Die privaten Themen der beiden lassen dabei die gesamte Geschichte authentisch und nahbarer wirken. Besonders spannend war auch die Gruppendynamik der Freunde mitzuverfolgen. Dadurch ergaben sich immer wieder neue Wendungen und als Leser wusste man bis zur Auflösung nicht, ob nicht doch jemand sehr viel mehr zu verbergen hat. Dazu noch das sehr bildhafte und toll beschriebene Wintersetting Schwedens: all das ergibt für mich wieder einen tollen Krimi und für mich bleibt diese skandinavische Reihe eine der besten. Leseempfehlung.
Absolut berührend
Was man nicht sieht, ist doch da von Margit Weiß
Tirol im Jahr 1954: Der zehnjährige Hans Dakosta wird ohne Vorwarnung aus seiner Familie gerissen und in eine Erziehungsanstalt gebracht. Die vermeintlichen Vorwürfe: sittliche Verwahrlosung. Dort herrschen raue Sitten, die auch immer noch vom Gedankengut der Nazis in sich tragen. Während die Eltern versuchen, Hans wieder nach Hause zu holen, ist für Hans selbst nur der Gärtner der Anstalt ein kleiner Lichtblick…
Der Roman umfasst keine 200 Seiten und trotzdem wird eine Geschichte erzählt, die tief berührt.
Die Autorin verwendet dabei einen schnörkellosen Schreibstil in kurzen Kapiteln. Genau diesen Schreibstil empfinde ich als absolut passend und die Tragweite der Geschehnisse kommt mit voller Wucht beim Leser an. Durch die unterschiedlichen Perspektiven wird die Handlung noch verstärkt, die Emotionen, Ängste und die noch immer unverarbeiteten Geschehnisse des Krieges kommen unverfälscht zur Geltung. Margit Weiss „spielt“ auch mit dem Gegensätzlichen - der Grausamkeit, die Hans erleiden muss und gleichzeitig aber beispielsweise der Menschlichkeit und Wärme, die ihm der Gärtner entgegenbringt.
Gerade die leisen Töne im Buch hallen am lautesten nach und der Titel „Was man nicht sieht, ist doch da.“ könnte für mich nicht passender gewählt sein.
Der Roman ist definitiv kein leichter Lesestoff, aber ein so wichtiger, um nicht zu vergessen… auch, dass es unendlich viele solcher Schicksale wie jenes von Hans gegeben hat…
Im Gesamten leider nicht ganz mein Buch
Knäckeblut von Björn Berenz
Der Winter hat in Småland Einzug gehalten und die Bewohner freuen sich auf den Kunsthandwerkermarkt auf dem Tingsmålahof. Auch Buchhändlerin Ina ist begeistert bei den Vorbereitungen und freut sich auf die kommende Zeit. Doch dann wird plötzlich jemand vermisst und Ina ist sicher, dass hier mehr dahintersteckt und beginnt zu recherchieren…
Der Klappentext verspricht Cosy Crime und über weiten Strecken kann das Buch damit auch punkten.
Jedoch ist gleichzeitig der Funken beim Lesen für mich nie so ganz übergesprungen. Die eigentliche Story wurde für meinen Geschmack zu gewollt von vielen kleinen Nebenschauplätzen abgelenkt und ich bin mich auch mit Ina nicht so richtig warm geworden. Sehr gelungen fand ich aber den Schreibstil als auch das tolle schwedische Setting - ich hatte sofort Lust so einen Markt zu besuchen und die Bewohner des Ortes kennenzulernen. Auch die schwedischen Ausdrücke zu Beginn von jedem Kapitel mochte ich sehr. Alles in allem für mich leider nicht ganz das Buch, welches mich gefesselt konnte, aber sicher schöne Lesestunden bringen kann.
Solider Krimi
Die Einladung – Mord nur für geladene Gäste von Kelly Mullen
Rosemary „Mimi“ bekommt von ihrer Nachbarin Jane eine Einladung zu einer Party, die sie nicht absagen kann. Notiz zur Einladung: in diesem Fall würde ihr dunkelstes Geheimnis ans Licht kommen. Mimi nimmt ihre Enkelin Addie als Unterstützung mit. Die vermeintlich illustre Runde wird je unterbrochen als die Gastgeberin tot aufgefunden wird.
Jeder scheint verdächtig und Mimi und Addie wird schnell klar, dass der Mörder unter ihnen ist und der Schneesturm sie gleichzeitig von der Außenwelt abschneidet…
Die Idee zu diesem Krimi klingt vielversprechend und über weite Strecken weiß dieser auch gut zu unterhalten. Vor allem Mimi und Addie sind interessante Charaktere, die anderen bleiben daneben jedoch etwas blass. Die Story wird zumeist gut und durchwegs spannend erzählt, so manche Länge ergibt sich beim Lesen trotzdem. Alles in allem ein eher cosy Krimi, der für Zwischendurch nette Lesestunden bringt.
Taten der Vergangenheit
Bittere Nacht von Nikolas Kuhl; Stefan Sandrock
Eine Stand-up-Paddlerin stößt im Alsterkanal an einem Januarmorgen auf einen Toten. Das Ermittlerduo Juha und Lux werden hinzugezogen, wobei es zuerst nach Selbstmord aussieht. Doch bald stoßen sie auf erste Ungereimtheiten und als sie live auf dem Handy des Toten den qualvollen Todeskampf seines Geschäftspartners mitansehen müssen, schrillen die Alarmglocken.
Juha und Lux begegnen im Laufe der Ermittlungen einem Freundeskreis, in dem ein grausames Geheimnis bewahrt wird…
Bereits der erste Band hat mir letztes Jahr richtig gut gefallen und der zweite Fall konnte mich noch mehr mitreißen. In dem Krimi passt so vieles einfach zusammen. Angefangen von dem Ermittlerduo mit ihren Ecken und Kanten, die für mich viel beitragen, dass der Krimi so gelungen ist. Aber auch der Fall an sich und die Herangehensweise an diesen sprechen für das Buch. Besonders eine Wendung hatte ich so nie erwartet, zeigt aber gut, was solche Geschehnisse mit Menschen machen kann. Durch diese Wendung nimmt der Krimi nochmal richtig Fahrt auf bis hin zu seinem schlüssigen Ende.
Ich freue mich auf den nächsten Band aus dieser Reihe und spreche für „Bittere Nacht“ eine große Leseempfehlung aus.
Schöne Sports-Romance
Downhill Dreams von Nadine Schojer
Josie hat einen großen Traum: sie will ihre Leidenschaft zum Beruf machen und Downhill-Profi werden. Als sie auf Levi, einen Star in der Mountainbike-Szene trifft, scheint es plötzlich auch wieder möglich zu sein, sich für Gefühle zu öffnen. Doch soweit kommt es nicht und Josie schließt mit Levi ab…bis sie ihn unerwartet auf dem Sportcollage, wo sie Studentin ist, wieder trifft… als ihren Trainer.
Josie und Levi sind zwei Hauptcharaktere, denen man sehr gerne folgt - sie sind authentisch, haben ihre Päckchen zu tragen und versuchen aber trotzdem ihre Träume zu leben. Gemeinsam mit dem Setting des Mountainbikens ist „Downhill Dreams“ eine gelungene Sports-Romance. Klar, sind ein paar Geschehnisse vorhersehbar, aber das hat das Lesevergnügen gesamt für mich nicht wesentlich gestört. Etwas Spice, viel Mountainbike-Content, den auch jene mögen werden, die selbst nicht dieser Leidenschaft verfallen sind, voller Emotionen und mit Humor bringt dieses Buch alles mit, um es gern zu lesen. ????????????,5
Ausgeklügelter Thriller
Love, Mom von Iliana Xander
E. V. Renge, eine gefeierte Thrillerautorin, stirbt unerwartet durch einen tragischen Unfall. Ihre Tochter Mackenzie hatte nicht immer das beste Verhältnis zu ihr. Doch dann bekommt sie anonyme Briefe, die Seiten aus dem Tagebuch ihrer Mutter enthalten, und beginn gemeinsam mit ihrem besten Freund EJ nachzuforschen.
Dabei findet sie Dinge über ihre Familie heraus, die sie lieber niemals erfahren hätte…
Das Cover zum Buch finde ich schon toll gestaltet und auch der Inhalt selbst steht diesem in nichts nach. Die Neugierde wird bereits in den ersten Seiten beim Lesen geweckt, wobei das Kennenlernen der Figuren und deren Leben zuerst Raum einnimmt. Doch bald nimmt die Handlung im Thriller richtig Fahrt auf. Neben den eingeschobenen Briefen, auf die man als Leser genauso wartet wie Mackenzie, werden auch unterschiedliche Zeitebenen und Perspektiven eingenommen. Dabei ahnt man aber nicht, was einen noch alles erwartet. Auch wenn ich die erste große Wendung richtig vorhergesehen habe, hat das die Spannung für mich nicht gemindert. Zusammengefasst ein ausgeklügelter Thriller mit Tempo, der mich sehr gut unterhalten hat.
Guter Auftakt
Der Trailer von Linus Geschke
Eine vor 15 Jahren verschwundene Studentin. Ein Campingplatz in den Wäldern der Ardennen. Eine Kommissarin, die im selben Ort wie die verschwundene Lisa aufgewachsen ist. Ein Zeuge aus jener Nacht, der mehr weiß als er zugibt. Und ein True-Crime-Podcast, der den Fall wieder in Erinnerung ruft.
Das sind die Zutaten von Linus Geschkes neuem Thriller und gleichzeitig der Auftakt der Donkerbloem-Trilogie.
Der Thriller liest sich flüssig, für mich war der Spannungsbogen von Beginn an gegeben. Nicht nur der Fall an sich lässt viel Spannung zu, sondern auch das Setting - ein abgelegener Campingplatz mitten in den Wäldern tut einiges für den Thriller. Die Hauptfiguren sind alle total unterschiedlich, nicht alle sind sympathisch, aber die Mischung der Charaktere ist spannend zu verfolgen. Mit diversen Rückblenden erfährt man immer wieder kleine Teile, was Lisa damals geschah, aber nie genug, dass man konkrete Verdachtsmomente hätte. Die Auflösung kam überraschend. Ein lesenswerter Thriller. Ich bin auf die Fortsetzung gespannt.











