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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Natalie:

Wer ist das wahre Monster?

Die Kolonie von C. J. Tudor

„Willkommen in Deadhart, Alaska. Einwohner: 673. LEBEND“

Ein brutaler Mord an einem Jungen ruft Detective Barbara Atkins auf den Plan. Sie wird zur Unterstützung der lokalen Polizei nach Alaska geschickt. Die Einwohner sind sich aber schon einig, wer für den Mord verantwortlich ist: jemand aus der Vampirkolonie, die unweit von Deadhart in einer alten Bergbausiedlung in den Bergen lebt.

Es wird die gezielte Tötung der gesamten Kolonie gefordert. Doch Atkins ist nicht bereit, dies ohne weiteres zuzulassen, sie stellt sich die Frage, ob das scheinbar Offensichtliche hier tatsächlich passiert ist oder doch ein kaltblütiger Mörder aus Deadhart am Werk ist. Gemeinsam mit Sheriff Tucker versucht sie die Wahrheit ans Licht zu bringen…

Thriller mit Anteilen von mystischen Elementen lese ich gerne und auch dieser konnte mich überzeugen. Angefangen von dem absolut düsteren Setting Deadharts tief in Alaska, über die verschlossenen Bewohner des Ortes als natürlich auch die latente, permanent spürbare Bedrohung der Vampirkolonie schaffen ein spannendes Leseerlebnis. Die Charaktere finde ich gut ausgearbeitet und die Kapitel, welche aus Sicht von mehreren Protagonisten erzählt werden, bringen zusätzlich Spannung rein. Bis zur (für mich stimmigen) Auflösung kann man sich nicht sicher sein, wer falsch spielt, von wem die tatsächliche Bedrohung ausgeht. Toller Thriller - Leseempfehlung von mir. 4,5*

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Anders als die Vorgänger

Verlassen von Eva Björg Ægisdóttir

Ein abgelegenes Hotel in den Lavafeldern Islands ist die Kulisse für eine große Feier der reichen und mächtigen Familie Snæberg. Der Aufenthalt beginnt zuerst wie geplant, man feiert, macht Ausflüge. Doch schon bald wird klar, dass die Familie bei weitem nicht so innig ist, wie es nach außen den Anschein hat.

Als ein Schneesturm aufzieht und eine Person vermisst wird, wächst das Misstrauen bei jedem Einzelnen…

Bei „Verlassen“ handelt es sich um den vierten Krimi aus der Reihe „Mörderisches Island“. Schnell wird aber klar, dass sich der Krimi in einem unterscheidet - die Ermittlerin Elma fehlt. Zusätzlich liegt diesmal das Hauptaugenmerk nicht auf den Ermittlungen der Polizei, sondern ganz auf der Familie und ihrem Zusammentreffen. Wir lesen dabei aus den unterschiedlichsten Sichten der Familienmitglieder und einer der Hotelangestellten. Zwischendrin gibt es immer wieder Kapitel mit den Ermittlungen, die gefühlt aber nur eine kleine Nebenrolle spielen. Vielleicht genau aus dem Aspekt heraus finde ich die Herangehensweise zu diesem Krimi erfrischend anders, die Spannung war für mich gegeben und das Setting war sowieso wieder toll beschrieben. Einen kurzen Auftritt bekommt die aus den Vorgänger-Bänden bekannte Kommissarin Elma dann doch noch und von daher hoffe ich beim nächsten Band auch wieder auf die gekonnte und spannende Ermittlungsarbeit der drei.

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Sprung in die Vergangenheit

Die Schanze von Lars Menz

Ellen kehrt nach vielen Jahren in ihren Heimatort am Alpenrand zurück. Sie möchte sich dort als Hausärztin niederlassen. Kaum ist sie angekommen, wird ein ehemaliger Bekannter tot auf der Schanze gefunden. Er war einer der Gründe, warum sie damals in die Stadt zog. Der Fund reißt alte Wunden auf und Ellen muss sich nicht nur ihrer Vergangenheit stellen, sondern sich auch fragen, warum der Mord genau jetzt geschehen ist…

Der Thriller wird aus der Sicht von Ellen erzählt, was für mich von Beginn an zusätzliche Spannung reingebracht hat.

Auch die weiteren Protagonisten tragen die Geschichte mit, jeder scheint eigene Wege zu verfolgen, so dass es für Ellen zusehends schwieriger wird, zu wissen, wem sie noch vertrauen kann. Zusätzlich schwebt das lange unausgesprochene traumatische Erlebnis aus ihrer Vergangenheit über dem Ganzen und wird durch Einblicke in frühere Jahre immer präsenter, hilft vorerst aber nicht, was die Aufklärung des Mordes betrifft. Das düstere Setting mit tiefen Abgründe, den Bergen, der verschwiegenen Dorfgemeinschaft hat dabei wesentlich zur Spannung beigetragen. Kleinere Längen zwischendrin stören nicht wirklich, nach und nach kommt die Wahrheit ans Licht und mündet in einer schlüssigen Auflösung. Leseempfehlung dafür, ich werde mir den Autor merken.

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Wehe, das eigene Erbe wird gefährdet …

Die Durchtriebenen von Elyse Friedman

Wenns ums Geld geht, hört der Spaß bekanntlich ja auf, vor allem wenn es ums eigene Erbe aus steinreicher Familie geht.
Das wird schon im Klappentext zum Buch klar: Ed Shropshire, schwerreich aber krank, hat sich mit seiner Krankenschwester Kelly verlobt. Die rund 50 Jahre jünger als er ist und den beiden Söhnen ein erheblicher Dorn im Auge, fürchten sie doch um ihr Erbe.

Sie bitten daher ihre Schwester Alana um Hilfe, Kelly loszuwerden. Alana hat sich schon lange von ihrer Familie abgewandt, lebt ein bescheidenes Leben mit ihrer Tochter. Nach einigem Zögern, lässt sie sich jedoch auf die Bitte ihrer Brüder ein und dem „Familientreffen“ steht nichts mehr im Wege…

Der Spannungsroman hat mich gut unterhalten. Der Leser verfolgt die Geschichte aus Alanas Sicht, was ich total passend fand. Denkt man sich zu Beginn, man weiß wie sich das Buch entwickeln wird, der täuscht sich. Jede Menge Twists geben dem Roman eine tolle Spannung und gefühlt kann keinem der Akteure vertraut werden, jeder scheint seine geheimen (nur zum eigenen Besten versteht sich) Pläne zu verfolgen. Sehr gefallen hat mir die Mischung aus Spannung, einer Prise schwarzem Humor und den sehr düsteren Machenschaften, welche nach und nach ans Licht kommen. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, für meinen Geschmack aber zum großen Teil zu sehr wandelnde Klischees… sei es zB der machtgierige Sohn mit dem naiven Dummchen an seiner Seite, um nur ein Beispiel zu nennen. Hier hätte ich mir weniger Stereotypen gewünscht, dann würde sich das Buch definitiv mehr von anderen abheben. Alles in allem aber definitiv lesenswert, es bringt eine kurzweilige Lesezeit.

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Profil K

The Killer Profile von Helen Fields

Midnight Jones arbeitet in London als Data Spezialistin bei einem internationalen Unternehmen, welches sich mit der Erstellung und psychologischen Bewertung von Profilen befasst. Dabei stößt sie auf ein spezielles Profil, welches aus allen Rahmenpunkten fällt. Ihre Vorgesetzten nehmen dies jedoch nicht ernst, gehen von einem fehlerhaften Datensatz aus.

Midnight ist jedoch davon überzeugt, das Profil eines Serienkillers vor sich zu haben. Als kurz darauf der erste brutale Mord in ihrer direkten Nachbarschaft geschieht, spricht vieles dafür, dass hinter diesem zweifelhaften Profil genau dieser Mörder steckt… der bereits bei Auswertung seines Profils die automatisch erzeugte Nachricht „Herzlichen Glückwunsch, dein Profil wird gerade von Midnight J. ausgewertet.“ erhalten hat… Midnight sieht keinen anderen Weg, als sich selbst auf die Spur des Mörders zu machen…

Helen Fields ist hier ein absolut spannender und wendungsreicher Thriller gelungen. Nicht nur das Thema an sich, sondern vor allem auch Midnight als Charakter war sehr spannend zu verfolgen. Die Geschichte lebt durch die intelligente, engagierte, aber auch sture Frau, die dieses spezielle Profil nicht einfach unter den Teppich kehren kann, sondern die Gefahr, die davon ausgeht, erkennt. Unterbrochen werden die Kapitel immer wieder mal von Einblicken in die Gedanken bzw. auch die Kindheit des Täters, welche seine Brutalität erschreckend widerspiegeln. Für mich war das gesamte Paket stimmig: das Setting Londons, Midnight als interessanten Hauptcharakter, die sich nicht unterkriegen lässt, aber auch die gut ergänzten Nebencharaktere, die viel Schwung in den Thriller bringen. Dazu ein toll lesbarer Schreibstil, der mit Wendungen und düsteren Gedankenwelt des Täters die Spannung immer hochhält und die Geschichte schlussendlich stimmig auflöst. Ein Buch, dass man nur ungern aus der Hand legt – Leseempfehlung von mir dafür.

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Gelungener Auftakt mit etwas Luft nach oben

Racheritual von Ethan Cross

Baxter Kincaid, der vor 10 Jahren den Ravenkiller hinter Gitter gebracht hat, hat mittlerweile den aktiven Polizeidienst quittiert und arbeitet mit einer Partnerin als Privatdetektiv. Immer noch kann er aber die Finger nicht von den übelsten Tätern lassen und versucht mit seiner unkonventionellen Art diese zu überführen.

Als wieder Opfer mit geritzten Rabensymbolen auf der Stirn in San Francisco auftauchen, stellt sich die Frage, wer das grausame Werk fortführt…

Ein Thriller, bei dem die alte nordische Mythologie, die Wikinger, Odin und Walhalla eine zentrale Rolle spielen, finde ich eine sehr spannende Idee. Ethan Cross hat es meines Erachtens dabei sehr gut geschafft, diese alten Rituale, die Grausamkeit der damaligen Wikinger in die Gegenwart zu transportieren und darauf einen überaus fesselnden Thriller aufzubauen. Sowohl den Ravenkiller mit seinem Gefolge, als auch die anderen Hauptcharaktere rund um Baxter finde ich gut gezeichnet, es wird ausreichend Raum gegeben, sie kennenzulernen. Dadurch sind ein paar kleine Längen entstanden, welche ich für einen ersten Band einer neuen Reihe aber nicht überbewerte. Das Setting hat zu Spannung beigetragen und auch der Aufbau als auch die Auflösung des Falls waren wendungsreich und gut gelöst. Alles in allem ein Reihenauftakt, der vielversprechend ist, mit noch etwas Luft nach oben. Darauf freue ich mich im zweiten Band. Leseempfehlung von mir.

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Gelungener Abschluss der Dilogie

Genau hier bei dir von Tine Nell

Band zwei der Dilogie stellt Liv und Cai in den Mittelpunkt. Die beiden könnten nicht unterschiedlicher sein, müssen sich jedoch irgendwie arrangieren, da Liv ihre Auszeit bei Tante Edda in der Kleinstadt Nora verlängern muss und einen Job braucht. Diesen findet sie ausgerechnet im Elchpark von Cai.

Der Kontrast zu ihrem Leben in Stockholm könnte nicht größer sein und doch kommen Liv und Cai sich näher…um sich dann umso vehementer wieder wegzustoßen…

Der Abschluss der Dilogie hat mir gut gefallen. Liv als auch Cai sind definitiv interessante Charaktere, denen man gerne folgt. Schön finde ich es auch, dass die Hauptprotagonisten aus Band 1 genauso wieder dabei sind und das wunderschöne Setting der Natur und deren Bewohner rund um die Kleinstadt bereitet beim Lesen tolles Kopfkino. Die Geschichte wird authentisch und warmherzig erzählt, wodurch man mit den Charakteren mitfühlt und sich gut hineinversetzen kann. Alles in allem ein gelungener Wohlfühlroman.

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Gelungener Auftakt

Dorn. Hotel der Angst von Jan Beck

Im mittlerweile lange leerstehenden Hotel der Familie Dorn im Gasteiner Tal, hat sich Simon Dorn komplett zurückgezogen. Seine Arbeit als ehemaliger Kriminalpsychologe lässt ihn trotzdem nicht los und er arbeitet heimlich weiter. Nur Karla Hofbauer vom Cold Case Management am Bundeskriminalamt Wien weiß davon.

Als diese jedoch kaltblütig ermordet wird, findet Simon Dorn in der jungen Kriminalpolizistin Lea Wagner eine Verbündete… die er eigentlich gar nicht wollte, sie aber trotzdem tief in die Abgründe, an denen er gemeinsam mit Karla gearbeitet hat, blicken lässt…

Ich war auf die neue Reihe von Jan Beck richtig gespannt und meine Erwartungen waren hoch. Der Thriller hat sie erfüllt. Der Autor konnte mich mit dem neuen Duo, dem tollen Setting in Bad Gastein und dem spannenden Verlauf der Geschichte sofort packen. So stand dem Lesevergnügen nichts im Wege. Die Auflösung war gut gewählt und hat sich total stimmig angefühlt. Mit Simon und Lea gibt es zudem ein neues, interessantes Duo, die auf den ersten Blick so gar nicht zueinander passen, sich dann aber schon im ersten Band ganz gut finden. Ich bin aber gespannt, wie sich die beiden noch weiterentwickeln und freue mich auch wieder aufs Mitfiebern beim nächsten spannenden Kriminalfall. Leseempfehlung von mir. 4,5*

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Wunderschöne Erzählung

Über allen Bergen von Valentine Goby

Paris, Winter 1943: Vadim, Sohn eines jüdisches Vaters und einer französischen Mutter, wird nach Vallorcine geschickt. In dem kleinen Dorf, abgelegen inmitten der französischen Bergwelt, soll er als Vincent ein neues, sicheres Leben führen und endlich wieder freier atmen können. Er fügt sich gut in die Dorfgemeinschaft ein, doch der Atem des Zweiten Weltkriegs wird auch in dem abgelegenen Tal langsam spürbar…

Der Autorin ist ein wundervoller Roman gelungen.

Einfühlsam und detailreich zeichnet sie die Reise des Jungen, die mit der Zugreise in die Berge startet. Dabei steht nicht der Krieg im Mittelpunkt, sondern die Kraft der Natur und der Berge und die Faszination von Vincent darüber. Er entwickelt sich vom asthmatischen Stadtkind in einen gesunden Jungen, der nicht nur lernt mit der Natur und ihren Tieren zu leben, sondern sich auch in der Dorfgemeinschaft integriert und in seiner neuen Familie Halt findet. Vincents absolute Begeisterung über die Natur und deren Wandel im Laufe des Jahres ist auf jeder gelesen Seite spürbar. Aber auch der gerade zu Beginn vorhandene Zwiespalt von Vadim/Vincent wird authentisch dargestellt- er muss auch sich selbst erst wieder finden - wer ist er überhaupt? Trotz des kargen Lebens kommt auch der Spaß nicht zu kurz, so lernt Vincent zum Beispiel von seiner Ziehmutter auch das Skifahren. Das Ende ist ein offenes - der Leser darf selber entscheiden, wie die Reise von Vincent weitergeht. Ich persönlich bin bei Einzelbänden nicht so der Fan offener Enden, hier passt es meines Erachtens aber ausgezeichnet. Ein Roman der leisen Töne inmitten der lauten und unglaublich schwierigen Zeit des Zweiten Weltkriegs - eine große Leseempfehlung von mir dafür.

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Unglaublich spannend und düster

Das zweite Kind von Marco De Franchi

In der toskanischen Provinz wird Nachts ein kleiner Junge aufgegriffen - nackt und vollkommen verängstigt. Er wurde tags zuvor entführt, konnte dem Mann aber entfliehen. Die örtliche Polizei nimmt das Ganze nicht so ernst, glaubt eher, dass Fosco ausgerissen ist. Ermittlerin Valentina Medici, Mitglied der italienischen Spezialeinheit, glaubt von Anfang an, dass mehr dahintersteckt.

Als kurz darauf wieder ein Junge verschwindet, der Foscos Zwillingsbruder sein könnte, ist für Valentina klar, dass es sich um denselben Täter handeln muss. Doch das zu beweisen und vor allem ihre KollegInnen davon zu überzeugen, ist mehr als schwierig und sie ahnt nicht, welcher Albtraum ihr noch bevorsteht…

Der Autor hat mit diesem Thriller ein absolut gelungenes Buch herausgebracht, welches trotz der nicht ganz 700 Seiten unglaublich schnell gelesen war und in dem die Spannung nie verloren ging. Nicht nur der Fall selbst, welcher düster und beklemmend ist, sondern auch die gekonnt beschriebene Arbeitsweise der italienischen Polizei mit all ihren Besonderheiten machten den Thriller für mich so lesenswert. Hier erkennt man sofort, dass Marco de Franchi weiß, wovon er schreibt - war er doch selber Hauptkommissar und einige Jahre in der Spezialeinheit tätig. Die Handlung ist komplex und wendungsreich, kommt mit cold cases in Berührung und wird zum Schluss nochmal richtig nervenaufreibend. Die Charaktere - allen voran Valentina - finde ich toll ausgearbeitet und tragen so auch zum Lesegenuss bei. Ein Thriller, den ich nur weiterempfehlen kann.

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