Kunden em pfehlungen
Rezensionen von greenpanda:
Spannend bis zum Schluss
Blutige Stufen von Chris Carter
Ich liebe Chris Carter's Schreibstil und seine Ideen - eigentlich denkt man ja, irgendwann wären alle Spielarten des Mordens auserzählt... und dann legt Carter noch eins nach. Das macht ihn als Autor für mich so besonders, zusammen mit seinem packenden Schreibstil, den er auch in "Blutige Stufen" wieder bravourös auspackt.
Hunter und Garcia machen sich auf die Jagd nach einem besonders perfiden Mörder, der mit seinen brutalen Taten für allgemeines Entsetzen sorgt. An den Tatorten finden sich Botschaften, die zur Lösung beitragen sollen, aber dennoch für mehr Fragezeichen als Antworten sorgen. Die Ermittlungen gestalten sich auch dementsprechend schwierig - Hunter und Garcia kommen nicht wirklich voran. Normalerweise habe ich im Verlauf der Handlung immer eine Vermutung wer der Täter und was sein Motiv sein könnte, die Auflösung am Schluss habe ich aber nicht kommen sehen - großes Kino!
Wer "Blutige Stufen" liest, muss sich auf detailliert beschriebene, extrem blutige Szenen einstellen, für Zartbesaitete eignet es sich weniger.
Alles in allem ein spannendes Leseabenteuer von einem meiner Lieblingsautoren - spannend bis zum Schluss und unglaublich gut geschrieben!
Gut oder böse?
The School for Good and Evil, Band 1 - Es kann nur eine geben. Filmausgabe zur Netflix-Verfilmung von Soman Chainani
Ich liebe Märchen, weil sie Geschichten und Situationen verbildlichen und leicht verständlich machen. Es ist daher ganz richtig, dass sie manchmal Schwarz und Weiß und selten etwas dazwischen sind, aber es sind eben Märchen.
Solche auf den ersten Blick eher eindeutigen Märchencharaktere lernen wir auch in The School for Good and Evil kennen: Die wunderschöne aber berechnende Sophie und ihr Pendant Agatha.
Während Sophie äußerlich hübsch und wunderschön wie eine Prinzessin aussieht, kleidet sich Agatha in dunklen Farben, bleibt lieber für sich und ist eher ein Nerd. Sie war mir gleich zu Anfang sympathisch, Sophie eher weniger.
Die Handlung spielt in einem fantastischen Land, in dem es üblich ist, dass jährlich zwei Kinder "entführt" werden, um dann an einer Schule entweder dem guten oder dem bösen Pfad zu folgen - also entweder Schurke oder Hexe oder andererseits Prinz oder Prinzessin zu werden. Sophie legt es dabei regelrecht darauf an, für die Schule rekrutiert zu werden (natürlich für das Lager der Guten), während Agatha dem nichts abgewinnen kann.
Im Folgenden entspinnt sich eine märchenhafte Handlung, in der sich Gut von Böse nicht wirklich unterscheiden lässt und wir jede Menge spannende Wesen und Charaktere treffen. Der Schreibstil ist kindgerecht und angenehm und ich hatte eine wunderbare Zeit dabei, es mit meiner Nichte zusammen zu lesen. Daumen hoch für ein märchenhaftes Abenteuer in einer fantastischen Welt - wir freuen uns schon auf den nächsten Teil!
Düster
Das siebte Mädchen von Stacy Willingham
Zuerst eine Anmerkung zum Buchcover - ich finde es ist ansprechend gestaltet, vor allem die Farbigkeit hat mir gut gefallen. Es lässt zusammen mit dem Titel eine spannende Handlung vermuten und genau darum konnte ich nicht erwarten hineinzulesen.
Im Buch treffen wir Chloe Davis, die eine renommierte und erfahrene Psychologin ist.
Sie arbeitet mit traumatisierten Jugendlichen, die sie im Grunde an sich selbst erinnern - denn 20 Jahre zuvor war sie ein Mädchen, dessen Vater als Serienmörder verdächtigt und deswegen festgenommen wurde. Als es dann erneut zu Morden an Mädchen kommt, fühlt sie sich bedrohlich an die damalige Situation erinnert. Ist es dieses Mal ein Nachahmungstäter, der ihrem Vater nacheifert oder kommt sogar ihr Verlobter in Frage, der ständig auf Dienstreisen unterwegs ist? Und was ist mit einem verschwundenen Patienten, wie passt er in dieses Puzzle?
Viele Fragezeichen, auf die Chloe schnellstmöglich eine Antwort finden möchte.
Die Geschichte ist unterhaltsam geschrieben, man springt zwischen Vergangenheit und Gegenwart und erlebt so Chloes Spurensuche mit. Chloe selbst ist immer wieder ziemlich überfordert und auch ihr Drogen- und Medikamentenkonsum helfen nicht unbedingt dabei, psychisch stabil zu bleiben.
Die Aufklärung am Schluss war prinzipiell gut gemacht, wenn auch nicht komplett überraschend - trotzdem habe ich mich über die mehr als 400 Seiten hinweg gut unterhalten gefühlt.
Spannend
Sturmrot von Tove Alsterdal
Ich liebe skandinavische Krimis, vor allem schwedische - sie sind mit Blick auf den Schreibstil hochwertig und die geschilderte Stimmung meist ziemlich ansprechend, düster und mitunter auch gruselig. Von daher war ich sehr gespannt auf Tove Alsterdals "Sturmrot":
Darin gerät ein bereits vor Jahrzehnten als Sexualstraftäter und Mörder verurteilter Mann erneut unter Tatverdacht - dieses Mal aber seinen Vater getötet zu haben.
Die ermittelnde Polizistin, Eira, erinnert sich an die erste Tat noch zurück - sie war damals neun. Und nun steckt sie mitten in den undurchsichtigen Ermittlungen und muss herausfinden was wirklich passiert ist. Ihre eigene Vergangenheit ist dabei mehr mit dem Fall verwoben als ihr lieb sein dürfte...
Und sie war es auch, die mir am besten gefallen hat - sie handelt nachvollziehbar und glaubhaft und wurde mir im Verlauf der Handlung geradezu sympathisch.
Ebenso gut gefielen mir wie erwartet auch der Schreibstil und die düstere Stimmung - man hatte bei jeder involvierten Person das Gefühl, hinter ihrer Geschichte könnte mehr stecken. Daumen hoch für einen spannenden Krimi und eine ansprechende Protagonistin.
Naja...
Wenn ich das kann, kannst du das auch! von Linda Zervakis; Elissavet Patrikiou
Die Autorin Linda Zervakis kennt man natürlich als langjährige TV-Nachrichtensprecherin. Damit hat sie auch jede Menge prominente und auch nicht-prominente Kontakte, mit denen sie das Thema Kulinarik verbindet. Das vorliegende Buch ist daher kein reines Kochbuch, was mir vorab nicht wirklich bewusst war.
Enthalten sind neben griechischen Rezepten auch viele ziemlich standardmäßige Gerichte, wie Currywurst oder auch Schnitzel.
Richtig zum Nachmachen animiert hat mich zunächst nur ein Blitzschokokuchen, der laut Autorin blitzschnell fertig und damit für spontanen Besuch geeignet sei. Bei der Zeitangabe weicht das Ergebnis leider ziemlich vom Rezept aus dem Buch ab - hier sind von 40 Minuten im Ofen die Rede, bei mir war er erst nach einer Stunde und 40 Minuten durch... nicht wirklich blitzschnell.
Seitenweise geht es dann eher um die Autorin und ihre Freunde und Bekannten - ganz schön viel Selbstdarstellung, die dem Leser in der Küche natürlich nur bedingt weiterhilft. Ein paar mehr gute Rezepte wären da hilfreicher gewesen.
Alles in allem also kein wirkliches Must have, außer man hat ein großes Interesse an Frau Zervakis und dazu kein einziges anderes Kochbuch im Schrank und möchte dringend mal irgend eines haben.
Toughe Ermittlerin
Tot ist sie dein von Ilana Casoy; Raphael Montes
Das Cover hat mich gleich beim ersten Betrachten angesprochen - es kündigt einen spannenden Thriller an, der laut Klappentext nicht nur mit einer toughen Protagonistin aufwartet, sondern auch noch an einem sehr reizvollen Handlungsort spielt: São Paulo. Und auch die Heldin ist keine gewöhnliche Polizistin, sondern die Assistentin des Polizeichefs.
Da ihr Chef die Anrufe eines scheinbaren Frauenmörders nicht wirklich ernst nimmt und auch dem Selbstmord einer Frau nicht wirklich nachgeht, macht sie sich auf die Suche nach den Hintergründen...
Spannend ist die Handlung des Buches daher tatsächlich, wenn ich Vero, der Ermittlerin auch nicht immer ganz folgen konnte: Sie geht im Rahmen ihrer Ermittlungen immer wieder deutlich zu weit, agiert oft leichtsinnig und geht große Risiken ein.
Nichts desto trotz ist der Schreibstil angenehm, das Buch leicht zu lesen. Am Schluss erwartet den Leser dann noch ein cooler Showdown, der einen würdigen Abschluss bildet - Daumen hoch für einen spannenden Thriller!
Berührende Geschichte
Lost-Moments-Reihe, Band 1 - The Moment I Lost You von Rebekka Weiler
Hand aufs Herz - ich habe schon lange kein so schönes Cover mehr gesehen. Die Schrift ist wunderschön und auch die Farben sind wirklich stimmig ausgewählt.
Gleich vorneweg: Es war für mich das erste Buch von Rebekka Weiler, aber sicher nicht mein letztes! Die Geschichte um Mia und Nathan ist unglaublich berührend und schön, dass ich mir eigentlich auch eine Verfilmung wünschen würde.
Was es für mich zu etwas so Besonderem gemacht hat, war die Tatsache, dass es eben nicht um eine leichte Liebesromanze zwischen zwei jungen Menschen geht, sondern dass von Anfang an etwas Zentrales zwischen den beiden steht. Und das ist nicht so ohne Weiteres zu überwinden. Nathan und Mia verbindet nämlich eine furchtbare Nacht miteinander, in der Mias bester Freund den Tod gefunden hat - durch Nathan.
Dass alles ein bisschen anders abgelaufen ist, als man auf den ersten Blick denkt, ändert dabei nichts daran, dass sich Mia anfangs natürlich nicht in Nathans Nähe wohlfühlt. Die Autorin schafft es aber, diese schwierige Situation so gefühlvoll aufzubereiten und ihr einen ganz besonderen Zauber zu verleihen. Stück für Stück nähern sich die beiden einander an und versuchen einen Weg zueinander zu finden.
Der Schreibstil ist unglaublich berührend und schön, die Story hat mich richtig gefesselt. Danke für diese wunderbare Geschichte, die mich noch jetzt sehr beschäftigt!
Tödlicher Podcast
Das Letzte, was du hörst von Andreas Winkelmann
Erst einmal vorweg: Ich liebe die Thriller von Andreas Winkelmann - Sein Schreibstil, die unerwarteten Wendungen und die spannenden, außergewöhnlichen Plotting-Ideen, sind jedes Mal einfach toll. Sehr gespannt war ich daher auf sein neuestes Buch "Das letzte was du hörst", welches das aktuell sehr beliebte Thema Podcasts auf die Thrillerbühne hebt.
Ich höre selber gerne Podcasts, daher war ich von Anfang an total gehyped, zumal Winkelmann zu meinen absoluten Lieblingsautoren zählt.
Der Plot ist wie gesagt schon gewohnt spannend: Es geht um einen ziemlich bekannten Podcast namens 'Hörgefühl', der für Sarah einen zentralen Bestandteil ihres Lebens einnimmt. Er gibt ihr Kraft und Inspiration und einfach ein gutes Gefühl. Als sich jedoch nach dem Hören des Podcasts jemand das Leben nimmt und schnell auch ein zweites Opfer mit dem Podcast zusammenzuhängen scheint, wirft das einige Fragen auf.
Der Schreibstil ist gewohnt toll und flüssig, der Spannungsbogen einfach gut und des Rätsels Lösung am Schluss unerwartet - genau das was ein guter Thriller sein und tun soll. Daumen hoch für einen super spannenden Thriller von Andreas Winkelmann, auf dessen nächstes Buch ich mich jetzt schon freue!
Echt spannend
Der Zoom-Killer von Chris Meyer
Für mich ist das der erste Thriller von Chris Meyer, umso gespannter war ich auf den Inhalt. Das Cover hat dabei schon richtig Lust auf das Buch gemacht, ich finde es sehr ansprechend, auch hinsichtlich der Farbigkeit.
Und auch die Handlung ist ziemlich ansprechend und spielt auf unsere Lebenswirklichkeit der letzten Jahre an: Online-Meetings und Zoom-Calls sind zum Alltag geworden und haben echte Treffen weitestgehend ersetzt.
Diesen Umstand macht sich auch der Mörder im Buch von Chris Meyer zu Nutze, indem er die Online-Bühne für seine grausamen Taten nutzt.
Gleich zu Beginn wird es dann auch schon sehr plastisch als er seinen ersten Mord online vor Zuschauern regelrecht inszeniert. Dafür braucht man starke Nerven, denn Meyer beschreibt ziemlich plastisch wie er sein Opfer erst noch foltert und dann umbringt.
Auch der weitere Verlauf ist ziemlich spannend und hält einige coole Wendungen und Twists bereit. Tom Bachmann kommt bei seinen Ermittlungen mit einigen Personen in Berührung, die hinter dem brutalen Killer stehen könnten, denn das Mordopfer hatte sich nicht unbedingt beliebt gemacht in der Pornobranche...
Der Schreibstil und auch die Story selbst haben mir sehr gut gefallen, sodass ich mir vorstellen könnte, weitere Bücher von Chris Meyer zu lesen. Erinnert hat mich beides an Chris Carter, sodass Fans von Carter sicher auch Meyer gerne lesen werden.
Genial
Affenhitze von Volker Klüpfel; Michael Kobr
Auf den neuen Krimi rund um meinen Lieblingskommissar und inzwischen Interimspräsident Kluftinger habe ich regelrecht hingefiebert! Klufti und seine Kollegen sind wie schon in den Vorgänger-Bänden mal wieder der Hammer. Und auch seine geliebte Erika und Intimfeind Dr. Langhammer samt Göttergattin tauchen natürlich wieder auf.
Die gewohnt perfekte Mischung für einen unterhaltsamen Kluftinger-Krimi.
Aber von vorn: Der Titel "Affenhitze" ist natürlich Programm - denn diese herrscht im aktuellen Fall vor. Während Klufti und seine Truppe ordentlich schwitzen, wird bei einer archäologischen Ausgrabung die Leiche des Ausgrabungsleiters unter einem Bagger gefunden. In Frage kommen neben einem Konkurrenten des Mordopfers auch die Mitglieder einer sektenartigen Gemeinschaft, die sehr undurchsichtig ist.
Doch auch sein Privatleben treibt dem Kommissar die Schweißperlen auf die Stirn : So muss er sich von seinem Lieblingsfeind und Nervensäge Dr. Langhammer das Fliegen einer Drohne beibringen lassen und spioniert dann auch prompt dem Kindermädchen seiner Enkelin hinterher. Außerdem entdeckt er die Vorzüge und Tücken von Social Media für sich...
Gewohnt lustig und spannend ist er, der neue Klufti. Genau so wie man ihn sich wünscht und alles andere als in die Jahre gekommen. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil und sage: Daumen hoch!











