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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von gerlisch:

Das It-Girl

Das College von Ruth Ware

Als April im College ermordet wird, belastet ihre beste Freundin Hannah mit ihrer Aussage den Hausmeister Neville, sodass er verurteilt wird. Auch nach 10 Jahren lässt dies Hannah noch nicht los. Als Neville dann im Gefängnis stirbt und Hannah wieder von den Journalisten bedrängt wird, plagen sie Zweifel und Schuldgefühle.

Wurde ein Unschuldiger verurteilt?
Für mich ist dies das erste Buch der Autorin und ihr fesselnder Schreibstil hat mich sofort gecatcht. Die unterschiedlichen Charaktere wurden vielschichtig und nuancenreich dargestellt, doch teilweise wusste ich nicht, wie ich sie einschätzen soll.
Aufgeteilt ist die Story in einen "Davor" Handlungsstrang, in dem wir die College-Clique kennenlernen. April, das arme, reiche Mädchen, von allen geliebt, aber von jemanden so sehr gehasst, dass sie ermordet wird. Und der "Danach"-Teil mit der Hauptprotagonistin Hannah, Aprils damalige beste Freundin. Anfangs gingen mir ihre Unsicherheit und die ständig erwähnten Zweifel in Bezug auf den Tathergang und was sie nun wirklich gesehen hat und was nicht, auf die Nerven. Das waren mir zu viele Wiederholungen und demnach langatmige Passagen.
Obwohl ich schon früh einen Verdacht hatte, blieb das Ganze durch die interessanten Wendungen bis zum Schluss spannend.

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Eiskalte Spannung

Kalt und still von Viveca Sten

Die Polizistin Hanna Ahlander eckt auf ihrer Dienststelle in Stockholm mit ihrem Chef und einigen Kollegen an. Ihr wird nahe gelegt den Dienst zu quittieren. Auch privat läuft bei ihr einiges schief, denn ihr Freund hat eine andere. Völlig verzweifelt zieht sie sich in das Ferienhaus ihrer Schwester in Åre zurück um ihre Wunden zu lecken.

Doch als die 18jährige Amanda nach einer Party spurlos verwunden ist, beteiligt sich Hanna an der Suchaktion. Denn bei minus 20 Grad schwinden Amandas Überlebenschancen rapide.
Für mich war dies das erste Buch der Autorin Viveca Sten und ich mag ihren Schreibstil sehr gern. Obwohl die Handlung eher unaufgeregt ist, hat die Geschichte doch eine Sogwirkung, sodass ich das Buch nicht aus der Hand legen wollte. Kurze Kapitel sorgen dafür, dass der Spannungsbogen von Anfang bis Ende gehalten wird.
Der Polarkreis als Lokation ist wunderschön beschrieben, aber eine unterschwellige Bedrohung durch die Wetterverhältnisse und den extrem niedrigen Temperaturen wird durchgehend wahrgenommen.
Hanna und auch das Ermittlerteam in Åre sind authentisch gut in Szene gesetzt, so wirken sie in meinen Augen sehr real. Zum Ende offenbart sich eine emotionale Story. Obwohl ich bereits früh einen Verdacht hatte, war ich von den Hintergründen schockiert.
Ein unterhaltsamer Krimi dem ich gern 4,5 Sterne gebe.

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Und es gibt sie doch

This Charming Man von C. K. McDonnell

Die Redaktion der Stranger Times erhält Hinweise auf die Anwesenheit von Vampiren in Manchester, aber die gibt es doch gar nicht, aber warum hatte ein junges Unfallopfer plötzlich vampirmäßige Eckzähne? Das Team der Zeitung will die Hintergründe wissen, haben aber im Moment alle Hände voll zu tun eine Kollegin zu schützen die entführt werden sollte.

Da ich den ersten Teil nicht kenne, wurde ich mit "This charming man" regelrecht in die Redaktion dieser witzigen und doch seltsamen Zeitungsleute hinein katapultiert. Bei den vielen Handlungssträngen und der hohen Anzahl an Charakteren fällt es nicht leicht den Überblick zu behalten. Leser*innen die "Stranger Times" bereits kennen, sind da meiner Meinung nach klar im Vorteil.
Gleich am Anfang fesselte mich der wortgewandte Schreibstil und skurrile Szenen mit einer sprechenden Bulldogge und einem Mann der immer die Wahrheit sagen muss, weil er die Flussgöttin verärgert hat, waren schon recht spooky. Allerdings verlor sich mein Interesse im Laufe der Story, die Handlungen wurden mir zu langatmig und verworren.
Liebhaber von schwarzem britischem Humor werden dieses Buch mögen, für mich war es leider nichts.

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Nicht nur eine Liebesgeschichte

Fang jetzt bloß nicht an zu lieben von Mhairi McFarlane

Ausgerechnet die Hochzeitsfotografin Harriet Hatley ist strikt gegen die Ehe, Als ihr langjähriger Freund ihr einen Antrag macht, gerät sie in Panik. Sie trennen sich und Harriet braucht dringend eine neue Bleibe. Da kommt das Angebot ihrer Freundin, der Immobilienmaklerin gerade recht. Harriet zieht bei Cal ein, den sie vorher noch gar nicht kennengelernt hat, doch dann nimmt das Chaos seinen Lauf.

Aufgrund des in schönen warmen Farben gehaltenen Covers habe ich bei diesem Buch mit einer RomCom gerechnet. Doch der Schein trügt, denn neben einer romantischen Story, die eher in den Hintergrund gerät, konfrontiert uns die Autorin mit ernsten Themen.
Die Hauptprotagonistin Harriet hat nicht nur mit ihrer aktuell beendeten Beziehung zu kämpfen, sondern muss auch eine heftige toxische Beziehung aus der Vergangenheit aufarbeiten, in der Gaslighting eine große Rolle spielte. Wir lernen Harriet zuerst als eine eher unsichere und unzufriedene Frau kennen, die im Laufe der Story immer mehr an Stärke gewinnt. Auch die anderen Charaktere wurden liebevoll in Szene gesetzt. Die unterschiedlichen Eigenheiten haben mich abwechseln zum Schmunzeln gebracht oder in Wut versetzt.
„Fang jetzt bloß nicht an zu lieben“ war mein erstes Buch der Autorin und der humorvolle Schreibstil hat mir so gut gefallen, dass ich sicherlich noch mehr Bücher von Mhairi McFarlene lesen werden. Ich habe diese humorvolle Geschichte über starke Frauen sehr gerne gelesen und die Romantiker*innen kommen zum Schluss auch noch auf ihre Kosten.

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Sehr bizarr

Unsterblich sind nur die anderen von Simone Buchholz

Drei Freunde machen eine Reise mit der Nordatlantik-Fähre MS Rjukandi nach Island. Nachdem es lange Zeit kein Lebenszeichen von ihnen gibt, besteigen Iva und Malin dieselbe Fähre um die Verschollenen zu suchen. Doch seltsame Dinge passieren auf der Fähre und sie verlieren sich in Zeit und Raum.
Was für eine skurrile Geschichte.

Zuerst einmal habe ich versucht mich mit dem ungewöhnlichen Schreibstil anzufreunden, der so verwirrend anders ist, als alles mir bisher bekannte. Auch der ganze Aufbau der Handlung war nicht mein Geschmack.
In die Charaktere konnte ich mich nicht hineinversetzen, obwohl mir die Beschreibungen der überirdisch gutaussehenden Schiffsbesatzung gut gefallen hat.
Die eingefügten Lyrik-Abschnitte habe ich irgendwann nur noch überflogen, weil ich auf der Suche nach deren Sinn nicht fündig geworden bin.
Wer gerne mysteriöse Storys mit fantasiereichen Figuren wie z.B. Wasserfrauchen liest, kann es gerne mit diesem „Roman“ versuchen, mein Geschmack war es definitiv nicht.

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Mord mit Ankündigung

Stille blutet von Poznanski Ursula

Bei einer Live-Schaltung im Fernsehen verliest die aufstrebende Nachrichtensprecherin Nadine Just ihren eigenen Tod. Zwei Stunden später ist sie tot. Ihr Ex-Freund Tibor Glaser gerät schnell in den Fokus der Polizei, denn auch bei weiteren Morden scheint er seine Finger im Spiel gehabt zu haben. Doch er beteuert immer wieder seine Unschuld.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen und die Story beginnt auch sehr spannend, allerding verlief die Handlung im Mittelteil sehr zäh und für einen Thriller fehlte mir auch die Spannung.
Die Ermittlerin Fina wirkt teilweise sehr unsicher und meint sich als Frau in ihrem Beruf immer wieder aufs Neue behaupten zu müssen. Dies ist sicherlich eine gute Voraussetzung um diesen Charakter in der Fortsetzung dieser Reihe wachsen zu lassen. Ihr Kollege Oliver wird als absoluter Kotzbrocken dargestellt. Sein Verhalten fand ich etwas überzeichnet, es hat mich irgendwann nur noch genervt.
In diesem Thriller ist die vierte Gewalt, die öffentlichen Medien sehr präsent. Diese befeuert immer wieder die Shitstorms in den sozialen Medien. Damit hat die Autorin zwar ein aktuelles Thema aufgegriffen, nur habe ich dies bereits des Öfteren in anderen Büchern gelesen.
Schade, eigentlich lese ich die Thriller von Ursula Poznanski sehr gern, allerdings hat mich dieser so gar nicht gecatcht. Nicht nur dass die Opfer extrem unsympathisch gezeichnet wurden, war mir der Hauptprotagonist einfach zu naiv und bei einigen seiner Handlungen konnte ich nur mit dem Kopf schütteln.

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Wenn die Sinne täuschen

SCHNEE von Yrsa Sigurdardóttir

Als vier Freunde mitten im Winter von einer Wanderung in eine einsame Gegend nicht zurückkehren, wird eine Rettungsaktion gestartet. Als Johanna und ihr Kollege in einer Schutzhütte Kleidung finden, glauben sie auf der richtigen Spur zu sein. Nahe bei der Hütte wird die Leiche einer Frau gefunden.

Sie ist nackt. Was hat sie veranlasst den Schutz der Hütte ohne Kleidung zu verlassen?
Die Story wird in drei Handlungssträngen erzählt. Einmal erfahren wir aus Sicht von Johanna die Handlungen des Rettungsteams, zum anderen lesen wir die Gedanken von Dröfn und erfahren was einige Tage zuvor in der Wandergruppe passiert ist. Und dann sind da noch die seltsamen Geschehnisse in einer Radarstation. Hier wurden durch die unterschwellige Bedrohung einige Gänsehaut-Momente erzeugt.
Die Autorin hat mit dem Setting eine eiskalte und düstere Atmosphäre geschaffen, aber andererseits auch eine wunderschöne winterliche Kulisse beschrieben.
Die Spannung wird erhöht durch die Vorspiegelung eventueller Einbildungen. Sind manche Szenen wirklich geschehen oder passierte dies nur in den Köpfen der Protagonisten. Mmh, aber was soll ich sagen, so richtig hat mich das nicht überzeugt, mir war es manchmal zu spooky und dabei zu konstruiert.
Anfangs war überhaupt nicht zu erkennen, wie die verschiedenen Fäden verknüpft werden sollen, aber nach und nach ergibt sich durch überraschende Wendungen ein unerwartetes Ende. Leider hat mir der Schluss nicht gut gefallen, zu schnell und zu abrupt.

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Wie weit würdest du gehen, um das zu bekommen was zu willst?

Fake - Wer soll dir jetzt noch glauben? von Arno Strobel

Patrick Dostert wird beschuldigt eine Frau misshandelt zu haben. Er kann dies schwer wiederlegen, denn plötzlich taucht ein belastendes Video auf und sein einziges Alibi löst sich in Luft auf. Die Polizei ist sich sicher, dass er der Täter ist.

Und wieder ein super fesselnder Psychothriller aus der Feder von Arno Strobel.

Der Autor hat es wieder geschafft, mich mit seinem packenden Schreibstil gleich ab der ersten Seite in die Handlung hinein zu saugen.

Der Thriller hat zwar „nur“ 368 Seiten, diese sind jedoch vollgepackt mit super konstruierten Wendungen, sodass ich das Buch nicht aus der Hand legen wollte.

Der Thriller beginnt aus Patricks Perspektive im Untersuchungsgefängnis. ER schildert die Ereignisse aus seiner Sicht und beteuert immer wieder seine Unschuld. Als Leser konnte ich mich so in seine Lage versetzten und mich mehr als einmal fragen, wie er bei den immer schweren wiegenden Beweisen aus der Sache heil wieder rauskommt.

Arno Strobel manipulierte meine Vorahnungen mit geschickt gesäten Zweifeln und hat mich bis zum Schluss rätseln lassen, ist der Fall nun Fake oder Fakt.

Für Thriller Fans ein absolutes „must read“.

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Auf der Jagd nach der Witwe

EAST. Welt ohne Seele von Jens Henrik Jensen

CIA-Agent Jan Jordi Kazanski ist nach dem Tod von Frau und Tochter dem Alkohol verfallen und außer Dienst gestellt. Jetzt bekommt er nochmal eine Chance und soll in Krakau die „Witwe“ aufspüren, doch in Polen erwarten ihn Korruption, Mordanschläge und Intrigen.

Dieser Thriller wurde im Original bereits vor über 20 Jahren geschrieben, doch trotzdem scheint das Thema genauso aktuell zu sein wie damals.

Der Autor hat hier ein Verwirrspiel zwischen Gut und Böse inszeniert. Keiner kann dem Anderen trauen. An sich ist dies eine gute Voraussetzung für einen spannenden Thriller, allerdings empfand ich das viele hin und her zwischen den verschiedenen Perspektiven mehr verwirrend als fesselnd.

Die Charaktere haben bei mir keinen Zugang gefunden. Jan Jordi Kazanski wurde als ständig rauchender und unter Alkoholeinfluss stehender Agent eher klischeehaft dargestellt. In Krakau trifft er auf Xenia, ebenfalls eine Agentin auf der Suche nach der Witwe, sie wurde mir zu naiv und kleinmädchenhaft gezeichnet.

Der Schreibstil von Jens Henrik Jensen ist toll und ich mag seine Bücher aus der Oxen-Serie sehr, aber in diese Story kam ich einfach nicht hinein. Ich werde die nächsten beiden Teile sicherlich nicht lesen.

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Schlaflose Nächte

Das Schlaflabor von Marc Meller

Bisher erfolglos versucht Tom Sonnborn seine Schlaflosigkeit loszuwerden. Darunter leidet seine Arbeit wie auch sein Privatleben. Als letzten Ausweg verspricht er sicher eine Therapie in einer Klinik in den Schweizer Alpen. Bereits nach der ersten Behandlung schläft Tom wie ein Murmeltier. Eigentlich ist er darüber überglücklich, doch irgendetwas stimmt nicht mit ihm.

Als er eines Morgens blutverschmiert jedoch ohne Erinnerung aufwacht, steht auch prompt die Polizei bei ihm vor der Tür und verdächtigt ihn des Mordes.
Durch die relativ kurzen Kapitel und einem fesselnden Schreibstil, baute sich in diesem Thriller schnell die Spannung auf. Größtenteils ist die Story aus Sicht von Tom in der Ich-Perspektive geschrieben. Der Leser wird von ihm mitgenommen auf seine rasante Jagd nach der Wahrheit. Bei den temporeichen Handlungen hatte ich allerdings manchmal das Gefühl, dass einige Szenen etwas konstruiert waren.
Durch diverse Andeutungen ist es dem Autor gelungen, mich immer wieder zu bestimmten Vermutungen zum Lösen des Falls zu inspirieren, die ich jedoch im nächsten Moment wieder über den Haufen geworfen habe. Bis zum Schluss hatte ich zwar eine leichte Ahnung, aber auch noch viele Fragezeichen in meinem Kopf.
Die Informationen zu unserem Gehirn fand ich zwar faszinierend, diese gingen manchmal sehr ins Detail und dadurch empfand ich diese teilweise nur als störendes Beiwerk.
Ich habe das Buch gern gelesen, aber die Escape-Room-Thriller von Marc Meller haben mir besser gefallen.

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