Kunden em pfehlungen
Rezensionen von MeinSohnPrinzAndreas:
Ein wahrlich heißer Sommern im Jahr 1974
Sekunden der Gnade von Dennis Lehane
Per Gerichtsbeschluss wird in Massachusetts 1974 die Rassentrennung an öffentlichen Schulen aufgehoben. Busse sollen Kinder aus den mehrheitlich weißen, armen Stadtteilen in Schulen in mehrheitlich schwarze, ebenfalls arme Stadtteile bringen. Doch in keinem der betroffenen Viertel ist die Begeisterung darüber sonderlich groß.
So auch nicht im irischstämmigen South Boston, kurz Southie, in dem Mary Pat zusammen mit ihrer siebzehnjährigen Tochter lebt. Eines Nachts verlässt ihre Tochter mit Freunden das Haus und kommt am nächsten Morgen nicht mehr zurück. Tief in ihrem Inneren weis Mary Pat, dass sie ihre Tochter nie wieder lebend sehen wird, doch niemand ist auch nur ansatzweiße gewillt, ihr die Wahrheit zu sagen. Ein Feldzug der Rache durch eine brodelnde Stadt beginnt.
Ich weiß nicht ganz was ich von der Geschichte erwartet habe, auf jeden Fall bin ich aber überrascht und in meinen Erwartungen übertroffen. Denn der Autor will nicht nur eine spannende Geschichte schaffen, sondern erzeugt gleichzeitig eine brisante und authentische Milieustudie der Unterschichtviertel Bostons, genährt aus den eigenen Erfahrungen und Erinnerungen seiner Kindheit in der Stadt. So hat das Verschwinden Mary Pats Tochter sehr viel mit Bandenkriminalität zu tun und diese erzeugt ein besonders spannendes Element für Mary Pats Rachefeldzug. Hinzu kommt, dass sich der Autor über Mary Pat als Charakterin kritisch mit dem überschwellenden Rassismus der damaligen Zeit auseinandersetzt. Denn in ihr selbst spiegeln sich die tief eingesessenen und von Generation zu Generation weitergegebenen Vorurteile wieder, die Grundlage auch der heutigen Rassismusausuferungen sind. Denn der Autor spannt gekonnt eine Brücke von den Siebzigern in die heutige Zeit, ladet ein, seine eigenen stereotypen Vorstellungen zu reflektieren.
Vor allem bringt das Buch aber Spannung und Gewalt mit sich. Man muss beim Lesen selbst entscheiden, wie viel Blut und Tod man verträgt, ich hatte mit der schonungslosen Darstellung von Verletzungskinematik und dem fließen von Blut keinerlei Probleme. Doch seien diejenigen gewarnt, die mit diesem Thema nicht auf so gutem Fuß stehen, denn dieser Roman hält die Zügel in dieser Hinsicht nicht zu straff. Doch gerade dadurch wird auch Tempo erzeugt.
Insgesamt ein wirklich spannendes Buch, eine tolle Milieustudie einer mir unbekannten Welt, die mit dem Bild von den USA, das wir heute haben, kaum mehr was zu tun hat, und eine gelungene Auseinandersetzung mit Rassismus als Volkskrankheit.
Untergang im Amsterdam des Jahres 1705
Das Haus an der Herengracht - Roman (Herengracht-Saga 2) von Jessie Burton
Die achtzehnjährige Thea Brant liebt das Theater und besucht regelmäßig die neuesten Vorstellungen. Denn neben ihrer Liebe zum Theater arbeitet dort auch noch Walter, der Kulissenmaler, in den sich due junge Frau verliebt hat. Doch als letzte Erbin eines mittlerweile verarmten Handelsgeschlechts hängt von Thea die Zukunft der ganzen Familie ab.
Und so sucht Theas Tante Nella emsig nach einem geeigneten Heiratskandidaten. Mit Jacob van Loos wird dieser auch gefunden. Doch Thea wird nicht so richtig warm mit ihm, wo ihr Herz doch eigentlich für Walter schlägt. So stellt sich für sie die Frage, ob sie ihrer Familie einen Platz in der Oberschicht sichert, oder auf ihr Herz hört und der Liebe nachgeht.
Die Geschichte entführt die Leserschaft in das Amsterdam des anbrechenden 18. Jahrhunderts. Also gerade hinein in das Goldenen Zeitalter, in dem die Niederlande eine der führenden Kolonialmächte der Welt waren. Gerade über diese Pracht und das florierende Leben in der Handelsmetropole wollte ich etwas lesen. Die Ausgestaltung dieser Atmosphäre ist der Autorin sehr gut gelungen, sodass man sehr schnell in die Geschichte und das Setting eintaucht. Gespräche über Handel, das Auftauchen neuer, exotischer Früchte, die bei uns mittlerweile schon zum Alltag gehören, oder aber auch die Tatsache, dass Theas Vater aus der niederländischen Kolonie Suriname stammt und eine dunklere Hautfarbe hat, als der Großteil der Amsterdamer Bürger, werden grazil und sanft in die Geschichte mit eingeflochten, ohne dabei zu drückend oder zu gewollt zu wirken, sodass sich diese bezaubernde Stimmung ergibt.
Die Geschichte ist an und für sich recht ruhig anfangs zumindest, entwickelt dann aber im weitern Verlauf ziemliche Spannungsmomente. Liebe und Verrat sowie diplomatisches Geschick bestimmen die Handlung. Nicht zu vergessen dabei, die Geheimnisse, die jeder und jede der Hausbewohner:innen der Herengracht vor einander haben, sodass sich zusätzliche Spannung erzeugen, die die Geschichte voranbringen. Gerade die Protagonist:innen sind meiner Meinung nach einer der wichtigsten Träger der Geschichte. Sie sind authentisch und vielschichtig aufgebaut, sodass sie es vermögen, das Interesse der Lesenden an sich zu binden. Vor allem Theas Tante ist mir als besonders bemerkenswert in Erinnerung geblieben.
Dennoch blieb das Lesevergnügen auf meiner Seite nicht ungetrübt. Einerseits stellt sich heraus, dass der Roman mehr oder weniger einen Vorgänger hat. In "Die Magie der kleinen Dinge" geht es um Theas Tante Nella, als diese 18 Jahre alt war und ebenso wie Nella im aktuellen Roman vor wichtigen Entscheidungen des Lebens gestellt wird. Allerdings verabsäumt es der Verlag, online und vor allem auf dem Buch darauf hinzuweisen, dass wir einen großen Teil der jetzigen Protagonist:innen bereits aus einem anderen Roman kennen. Dementsprechend ging ich an das Buch mit der Erwartung heran, dass sich die beiden Romane auch getrennt von einander lesen lassen können. Schnell stellt sich aber heraus, dass die "Miniaturistin" die im ersten Buch eine tragende Rolle zu spielen scheint, auch hier von nicht zu unterschätzender Bedeutung zu ein scheint. Man stößt immer wieder auf Geschichten aus der Vergangenheit der Familie, die dem Lesenden eigentlich bekannt sein sollten, es aber aufgrund der Tatsache, dass eben diese teils essentiellen Informationen, die darüber hinaus noch recht spannend erscheinen, nur recht kurz abgehandelt werden. So hätte ich beispielsweise sehr gerne viel mehr über diese Miniaturistin erfahren, vor allem, was ihre Motive und ihre bisherigen Handlungen betrifft. Meiner Meinung nach hat hier der Verlag wirklich mangelnde Kommunikation mit der Kundschaft betrieben.
Im Generellen hat mir das Buch recht gut gefallen, mich für Stunden in eine andere Welt entführen können, und damit erfüllen können, wonach ich gesucht habe. Allerdings bin ich nicht vollends überzeugt und musste beim Lesen immer wieder auch eher trockenere Stellen durchwandern. Dennoch eine Empfehlung, auch wenn ich den vorhergegangenen Roman zu erst empfehle.
Egotrip durch die Hamptons
Die Einladung von Emma Cline
Die dreiundzwanzigjährige Alex lebt davon sich den Bedürfnissen und Gepflogenheiten anderer Menschen anzupassen. So sichert sie sich ihr Überleben. Mit dem Lesen aus Mimik und Gestik und den Verschwinden in der gehobenen Gesellschaft ist sie auch jetzt beschäftigt, an der Seite Simons, eines Jahre älteren Mannes.
Doch ein Fehltritt, und sie wird aus dieser Welt geworfen. Fortan zieht sie auf einer wirren Suche nach einem Überleben durch die Hamptons, nur mit einem Ziel vor Augen: Simons Gartenparty am Ende der Woche, denn sie ist sich sicher, der Fehltritt kann ausgebügelt werden. Ein Ziel, das ohne Rücksicht auf Verluste verfolgt wird.
Meine Erwartungen gingen dahingehend, mich in einer Geschichte wiederzufinden, in der auf akribische Art und Weise das Leben der gehobenen Gesellschaft aus der Sicht Alex', die sich gewissermaßen ja in diese eingeschlichen hat, zerpflückt wird. Auf diese Unterschiede in Wesen und Handeln werden wir immer wieder darauf hingewiesen, da wir mit Alex ja den direkten Blick als jemanden haben, die man als Mitglied der Durchschnittsgesellschaft ansehen kann. Der Fokus der Geschichte ist jedoch viel mehr darauf gerichtet, Alex' psychische Verfassung und ihre Handlungen zu analysieren, anstatt - was der Klappentext meiner Meinung nach eher andeutet - die Differenzen und Divergenzen zwischen den unterschiedlichen Gesellschaftsschichten aufzudecken und zu interpretieren. Ähnlich, wie es im Film "Parasite" geschieht. Damit beginnt auch schon ein wenig das Problem des Buches. Denn mit dem Informationsgehalt, den man beim Lesen geboten bekommt, bleiben einfach zu viele Fragen offen. Denn was ist der Grund, dass Alex so davon besessen ist, Simon von sich zu überzeugen, wo er sie doch relativ eindeutig ebenso benutzt hat, wie man es eigentlich von ihr auch erwartet hätte, dass sie es machen würde. Und so erschließt sich mir nicht so ganz, warum die gute Frau sich von Tag zu Tag hantelt. Dann werden einem beim Lesen immer wieder Bröckchen hingeworfen aus der Vergangenheit von Alex. Da gibt es Dom. Diesem Dom hat Alex in ihrer Vergangenheit etwas schlimmes angetan und er ist nun dabei, nach ihr zu suchen und ihre Schuld einzufordern. Was genau geschehen ist, und in welcher Beziehung die beiden zu einander standen, bleibt das ganze Buch über schleierhaft. Auch so erfährt man absolut garnichts über Alex' Vergangenheit. Zwar kann ich mir gut verostellen, dass die Autorin damit den Fokus auf das Hier und Jetzt, die Phase zwischen dem Fehltritt und der Gartenparty legen möchte, doch für mich erleidet das charakterliche Bild von einen starken Bruch.
Auch besteht das Buch ansonsten nur aus einer Aneinanderreihung von Sequenzen. Menschen und Szenen, die Alex im Rausch durchlebt, kommen und gehen, ohne für die Geschichte von sonderlicher Bedeutung zu sein. Auch wenn der Inhalt ohne ein leitenden Faden - wenn man von der Gartenparty als Sehnsuchtsort absieht - umherwabert, so sind die einzelnen Sequenzen für sich selbst äußerst interessant. Ich habe es genossen, wie die Begegnungen jeweils zustanden kommen, wie weit Alex kommt, ohne sehr viel über sich preisgeben zu müssen und vor allem wie Alex auf zwischenmenschlicher Basis mit den anderen Protagonist:innen agiert. Erstaunlich ist dabei auch, dass bedingt dadurch, dass wie so wenig über Alex erfahren, sie immer ein wenig fremd bleibt. Ganz im Gegensatz zu den anderen Charakteren, denen man auf der Reise begegnet. Sie konnten sogleich meine Sympathien für sich gewinnen, da Emotionen und Empfindungen, wenn auch nicht Verhaltensweisen, doch den eigenen ähneln.
Ein massives Problem ergibt sich dann allerdings damit, dass diese Gartenparty als großes Ziel zur Auflösung und Erfüllungen der eigenen Erwartungen beim Lesen in Schall und Rauch aufgeht. Kurzum, es geschieht nichts, dass mich in irgendeiner Weise zufriedenstellen würde. Das Buch hat einfach kein Ende.
Die Aneinanderreihungen von Begegnungen im Buch sind durchaus lesenswert und unterhaltsam, das fehlende Ende und das Nichtvorhandensein eines figurellen Hintergrundens zu Alex lassen das Buch einfach unvollständig.
Der Tod in den Bergen
Wolfskinder von Vera Buck
Am Ende eines engen Tales, an den Hängen der Alpen liegt das winzige Dorf Jakobsleiter. Hier findet das leben noch ohne Elektrizität und moderne Kommunikation im Einklang mit der Natur statt. Hier wachsen Jesse und Rebekka auf, denen ständig eingetrichtert wird, dass unten im Tal das Böse lauert, dass nur darauf wartet, die Lebensweise der Bewohner:innen Jakobsleiters zu vernichten.
Doch Rebekka ist davon nicht überzeugt. Sie will Jakobsleiter verlassen und die weite Welt kennenlernen. Doch da verschwindet sie auf einmal spurlos. Wie schon davor dutzende andere junge Frauen in der abgelegenen Alpenregion. Alles scheint Zufall zu sein. Nicht jedoch für die Smilla, die beim lokalen Fernsehen arbeitet. Sie sieht Parallelen zum Verschwinden ihrer Jugendfreundin Juli vor zehn Jahren, und macht sich auf die Suche, die Wahrheit aufzudecken.
Das Buch beginnt recht ruhig, beinahe schon zu ruhig, denn man bekommt alle wichtigen Protagonist:innen vorgestellt, taucht in deren Alltag ein. Doch mit Voranschreiten des Buches nimmt die Geschichte immer mehr an Fahrt auf und die Ereignisse beginnen sich schon fast zu überschlagen. Die Autorin vermag es wirklich, die Leserschaft an der Stange zu halten. Der Spannungsbogen ist gut gezogen, wird beständig mit neuen Geschehnissen genährt. Hinzu kommt der flüssige und unterhaltsame, wenn auch unaufregende Schreibstil der Autorin, der sich wunderbar für einen Thriller eignet. Diese Paarung ergibt das Potential für einen wahren Pageturner.
Das alleine macht ein Buch aber noch zu nichts besonderem. Mich, als der ich wenige Thriller lese, konnte die Autorin vor allem mit der mystischen Stimmung und dem Setting überzeugen. Die Alpen kommen sehr natürlich herüber und die Natur wird beim Lesen schon fast greifbar. Die beiden Handlunsschauplätze, Jakobsleiter am Berg und Almenen im Tal, bzw. deren Bewohner:innen lassen die Stimmung aber erst so richtig aufleben. Man fühlt sich fort aus dem 21. Jahrhundert gerissen, weil Denken und Handeln vielfach einem so vorkommen, als würde man sich noch in den Fünfzigern bewegen.
Richtig gut gefallen hat mir auch, dass die Geschichte aus vielen unterschiedlichen Perspektiven erzählt wird, die sich abwechseln. Ein rundum gutes Bild entsteht, und man bekommt die meisten der handelnden Personen so richtige Nahe zu fühlen. Hinzu kommt noch die Auflösung der Geschichte, also der Vermisstenfälle. Hier schaffte es die Autorin mich beim Lesen noch einmal richtig vom Hocker zu hauen. Denn viele es kommt ähnlich wie erwartet, doch in komplett anderen Formen.
Insgesamt hat das Buch einfach Spaß gemacht und mich einfach begeistern können.
Das sagenumwobene Rungholt
Das Gold der Küste von Isabel Voss
Die nordfriesische Stadt Rungholt steht im Jahr 1361 inmitten seiner Blühte. Denn durch die Salzgewinnung und den internationalen Handel ist die Heimat der jungen Fenna Jaspers, Tochter des Redjeven, des gewählten Oberhaupts der Stadt, reich geworden. Doch Fennas Vater sieht sich von Äußeren und inneren Feinden umrundet.
So streiten sich seit jeher Fennas Vater und Ove Barwegen, der Amtsmeister der Fischer um die Macht in der Stadt. Einen Streit, den Fenna und Jorik, der Sohn Oves nicht nachvollziehen können. Denn die beiden hegen schon länger verbotene Gefühle für einander. Hinzu kommt noch, dass Rungholt als wohlhabende Stadt zunehmend zum Spielball der umliegenden Fürstentümer und Königreiche wird. Nicht zu vergessen wäre noch die immer weiter steigende Gefahr von Seiten des Meeres aus, denn der Salzabbau schädigt zunehmend die Stabilität der Deiche, etwas, dass Fenna nicht entgangen ist, und vor dem sie verzweifelt versucht, die Bewohner:innen der Stadt zu warnen. Doch kaum jemand will hören.
Rungholt steht untrennbar mit der Marcellusflut und dem Begriff "deutsches Atlantis" verbunden. Insofern sollt jedermann klar sein, bevor mit dem Lesen begonnen wird, welche Richtung die Geschichte einschlagen wird. Gereizt hat mich an de Buch nun aber, wie die Autorin den Untergang der Stadt aufarbeiten, vor allem aber, wie sie ihn in einen fiktionalen Rahmen betten wird. Dabei habe ich mir viel mehr einen unterhaltsamen und locker-leichten historischen Roman erwartet, als ein literarisch anspruchsvolles Werk. Und genau so etwas habe ich geboten bekommen.
Die Geschichte ist linear aufgebaut, umspannt nur einen recht geringen zeitlichen Rahmen - etwa ein Jahr. In dieser Zeit bekommt man geboten, wie Fenna als Powerfrau versucht, ihre geliebte Heimatstadt gegen die verschiedenen Bedrohungen zu verteidigen, ohne dabei die Liebe aus den Augen zu verlieren. Erzählt wird dabei aus drei unterschiedlichen Perspektiven, jedoch immer nur zu dem einen Handlungsstrang. Der Fokus liegt hier also ganz klar auf Fenna, ihre Gefühle für Jorik und ihr politisches Engagement. Dafür zieht sich ein beständiger Spannungsbogen durch das gesamte Buch, der von der Autorin gut ausgebaut wird und beständig neu gefüttert wird. So hat das Buch kaum ruhige Phasen. Fast schon kann man sagen, dass eine Katastrophe die nächste jagt. Zusammen mit dem überaus lockeren und leicht verdaubaren sprachlichen Stil der Autorin ergibt sich ein Buch, dass sich sehr schnell weglesen lässt.
Allerdings muss ich sagen, dass das Buch gerade was die Ausarbeitung der Protagonist:innen angeht, Federn gelassen hat. So haben weder Fenna noch Jorik, unsere beiden wichtigsten Figuren, noch sonst jemand emotionale Tiefe oder sind auf emotionaler und rationaler Ebene gut nachvollziehbar. Es fehlt einfach der Einblick in die Köpfe der Handlungstragenden. Entscheidungen stehen oft plötzlich da, ohne dass man zuvor über die Gefühlslage der jeweiligen Person gelesen hätte.
Ein weiterer Kritikpunkt meinerseits ist, dass die Autorin in ihrer Bemühung, ein spannendes und rasantes Buch zu schreiben oft ein wenig über ihre eigenen Füße stolpert. Denn an vielen Stellen, wie beispielsweise der Marcellusflut hätte das Buch durchaus mehr handlungstechnische Tiefe vertragen. Gewisse stellen wirken gehetzt, zeitlich enorm gerafft, sodass eventuell wichtige logische Aspekte verloren gehen, wodurch auch die Glaubhaftigkeit des präsentierten leidet.
Kurzum hat Isabel Voss mit diesem Buch einen durchaus spannenden historischen Roman geschrieben, der, auch wenn er stellenweise zu wünschen übrig lässt und bei weitem nicht perfekt ist, gute Unterhaltung und Momente des Abschalten bietet.
Milieustudie einer anderen Welt
Young Mungo von Douglas Stuart
Mungo wächst als jüngstes von drei Kindern in den rauen Arbeitervierteln des Glasgower East Ends auf. Es sind die neunziger Jahre und gerade in seinem Viertel ist jeder an gewisse Vorstellungen gebunden, die derjenige zu erfüllen hat. Und so wird von Mungo erwartet, dass er sich an die Seite seines Bruders, dem gefürchteten Bandenführer einer Gruppe junger Schläger stellt.
Doch Gewalt ist etwas, mit dem der zarte Mungo absolut nichts anfangen kann. Eines Tages lernt er James kennen, und erkennt, dass es Menschen gibt, bei denen er er selbst sein kann, die ihm einfach gut tun. Und so entschweben die beiden in ihrer gemeinsamen Zeit dem harten Alltag, lernen sich immer besser kenne und lieben. Doch das Entdecken dieser Liebe wäre mit dem gesellschaftlichen Ausstoß bestraft worden. Und so bleibt den beiden nichts als die Hoffnung auf die Flucht in ein besseres Leben.
Nachdem mir das erste Buch des Autor, dass auf deutsch erschienen ist, bereits so gut gefallen hat, sowohl von Schreibstil als auch vom emotionalen und beschreibenden Charakter her, stand es für mich außer Frage, auch Young Mungo zu lesen. Meine hohen Erwartungen wurden wieder erfüllt, wenn nicht sogar übertroffen. So vermag es Douglas Stuart sofort, einen mit seinem intensiven und bunten, die Welt anreichernden Schreibstil zu verzaubern und die Entführung in die tristen Straßen der Glasgower Arbeiterviertel gelingen sofort.
Erzähltechnisch baut der Autor die Geschichte in zwei Handlungssträngen auf, die zu verknüpfen es mir anfangs nicht so gut gelang, zumindest auf zeitlicher Ebene. So finden wir auf dem einen Mungo mit zwei erwachsenen Männern auf einem Angelausflug in die schottische Provinz, auf dem der junge sehr viel über sich selbst herausfindet. dann haben wir noch den erzählenden Strang, der uns nach Glasgow entführt und der beschreibt, wie Mungo zu dem Jungen wurde, der er im anderen Handlungsstrang ist. Diesen kann man durchaus als den Hauptträger der Geschichte ansehen, da er einerseits sehr viel Raum einnimmt, und andererseits den zeittechnisch größeren Rahmen abdeckt, in dem der tägliche Kampf gegen die Gewalt seines Bruders und die Alkoholkrankheit der Mutter, aber auch das Aufblühen in der Liebe mit James fällt.
Der Alkoholismus und das Fehlen des Vaters in der Familie sind auch hier wieder markante Gesichtspunkte der Geschichte. Und wie auch schon beim zuvor erschienen Roman ist beim lesen das Entsetzen über den Egoismus und die fehlende Liebe der Mutter einerseits erschreckend und unglaublich bedrückend, durchaus aber auch mittleiterregend, weil auch immer die Hintergründe der Suchtkrankheit und auch dessen Folgen für alle anderen Protagonist:innen eine Rolle spielen.
Auch das Setting ist wieder ein bekanntes: das Glasgower East End mit seiner hohen Arbeitslosigkeit, der Hoffnungslosigkeit und der schieren Masse an Gewalt. Diese Milieustudie ist wieder besonders gut gelungen und reizt zur genauen Beobachtung. denn Douglas Stuart vermag es beim Beschreiben der Verwahrlosung von Geist und Infrastruktur keinen moralischen und belehrenden Ton zu ergreifen, sondern nimmt die Dinge hin, wie sie sind.
Letztendlich konnte mich Douglas Stuart auch mit diesem Roman in der Tiefe meines Herzens berühren und mir Dankbarkeit dafür einpflanzen, in welchen sozial stabilen Verhältnissen ich aufwachsen durfte. Auch bleibt die Gewissheit, dass die religiösen und sozialen Konflikte, die im East End der 90er tobten, erst 30 Jahre zurückliegen und es immer noch genug Menschen im 21. Jahrhundert gibt, die nicht die Möglichkeit haben, ihre Sexualität in freiem Maß ausleben zu dürfen.
Anna Barbara Gignoux - Kämpferin für Kinderarbeit und Lohndumping
Die Herrin der Farben von Peter Dempf
Im Augsburg des 18. Jahrhunderts lernen sich die unkonventionelle Anna Barbara und der farbbegeisterte Johann Friedrich kennen und lieben. Anna hat kein Interesse, ihr Leben mit als einfache Ehefrau zu verbringen, und Johann träumt von Farben und deren Zusammensetzung. So beschließen die beiden zusammen ein Unternehmen auf die Beine zu stellen.
Und so entsteht mit Annas kaufmännischen Geschick und Johanns Kreativität gründen sie eine der ersten Kattundruckereien Augsburgs. Doch die Konkurrenz wird zunehmend größer und Anna Barbara muss sich gegen immer mehr Feinde behaupten.
Erwartungsfroh trat ich an diesen Roman heran, in der Erwartung einen spannenden historischen Roman zu lesen, in dem eine intelligente und unkonventionelle Frau gegen die Widerstände der Gesellschaft kämpft. Allerdings merkte ich recht schnell, dass mir die Geschichte nicht ganz s gut gefällt. Ich fand nicht besonders gut in den Schreibstil hinein und mein Interesse zum Buch zu greifen lässt sich nicht anders als mit mäßig beschreiben. Ein massives Problem hinsichtlich des Formalen Aufbaues des Buches hatte ich damit, dass immer nur einzelne, beinahe schon unzusammenhängende Sequenzen aus dem Alltag, viel mehr aber dem Geschäftstreiben Anna Barbaras geschildert werden. Diese werden unterbrochen durch Zeitsprünge, die oft Monate, manchmal aber auch Jahre beinhalten. So zerpflückt sich die Geschichte von ganz alleine, sodass es einem schwer fällt, dieser bedingungslos zu folgen. Die Zeitsprünge führen auch dazu, dass die Spannung, wird sie einmal aufgebaut, gleich wieder in sich zusammenfällt. Die Geschichte plätschert also nur so vor sich hin, ohne jemals interessante Höhen zu erklimmen.
Hinzu zu diesen Zeitsprüngen kommt, dass das Buch von Logikfehlern nur so strotzt. Es gibt Charaktere, da wird bis zum Ende des Buches nicht geklärt, ob sie nun aus Ludwigsburg oder aus Ludwigshafen am Rhein stammen - nur so als Beispiel. Auch finden sich im Buch ärgerlich viele Rechtschreibfehler, was den Lesespaß durchaus auch getrübt hat.
Dann müssen wir aber auch noch über unsere Protagonistin reden. Denn diese trägt unweigerlich auch dazu bei, warum ich dieses Buch nicht genießen konnte. Erstens bleibt sie am Beginn des Buches so unnahbar und farblos, dass es einem beim lesen wirklich schwer viel, eine emotionale Bindung zu ihr aufzubauen. Mit Fortschreiten des Buches traten aber immer mehr ihre Schattenseiten zu Tage. So ist sie herrisch, egoistisch und verkörpert in vielem einen Antagonisten, wie wir ihn aus anderen Büchern kennen, der gegen das Wohl der Protagonisten arbeitet. Anna Barbara scheint schon fast wie die leibgewordene Kapitalistin. Sie ist nur darauf aus, ihrem Wohlstand und ihre Marktreichweite zu vergrößern - auf Kosten ihrer Angestellten. Diese Angestellten sind hauptsächlich Kinder und und Frauen, weil die sind ja billiger. Und hier findet sich auch schon ein großer moralischer Widerstreit. Denn auf der einen Seite haben wir Anna Barbara, die selbstbestimmt ihre Fabrik als frau in der Männerdomäne führen will, als gleichwerte Verhandlungspartnerin anerkannt werden will. Gleichzeitig aber bedient sie sich genau der Geschlechterrollen, die sie für sich - und nur für sich - abzulegen versucht. Spätestens ab diesem Moment konnte ich unsere Protagonistin nicht mehr ernstnehmen und ihre selbstsüchtigen Handlungen haben mehr und mehr dazu beigetragen, dass ich mich ernsthaft zu fragen begonnen habe, warum man für solch eine Frau solche Bewunderung empfinden kann, ihr einen ganzen Roman zu widmen.
Kurzum, dass Buch hat mich in allen gröberen Aspekten, Handlung, Figuren und sprachlicher Stil, durchwegs enttäuscht. Dementsprechend kann und will ich diesen Roman nicht weiterempfehlen!
Möge das Blut in Strömen fließen!
Die tausend Verbrechen des Ming Tsu von Tom Lin
Weil er sich in eine weiße Frau verliebt hat wird der asiatischstämmige Amerikaner Ming Tsu vom Vater der Braut misshandelt und in die Zwangsarbeit verkauft. Jahre Später, 1869, entkommt er dem Eisenbahnbau und beginnt einen grausamen Rachefeldzug gegen seine Peiniger. Fortan zieht er mit seinem Revolver bewaffnet und der Sehnsucht nach seiner Geliebten eine blutige Scheiße vom Großen Salzsee aus bis nach Sacramento.
Dabei unterstützt wird er vom Propheten, ein Mann, der die Verkörperung der Weisheit ist, und unterwegs stößt er auch noch auf eine ungewöhnliche Zirkustruppe, mit der er sich den weiten Weg durch die trockenen Wüsten des Amerikanischen Westens teilt.
Dass auf dem Cover des Buches das Wort Thriller steht, habe ich von Anfang an nicht so ganz geglaubt. Dementsprechend habe ich das Buch auch nicht mit der Erwartung, einen Thriller zu lesen, in die Hände genommen. Viel mehr habe ich mir einen spannenden, leichten und unterhaltsamen Trip durch die Weiten Amerikas erwartet. genau das habe ich auch geboten bekommen. So würde ich den Schreibstil des Autors nicht gerade als literarisch oder poetisch bezeichnen, für dieses Buch ist es aber geradewegs perfekt. Denn der flotte und kurangebundene Stil geht Hand in Hand mit dem Spannungsbogen, den der Autor immer wieder neu aufzieht. Man hat mit dem Plan bzw. der Reise und dem Wiedersehen der beiden Liebenden eine ständige unterschwelle Spannung, da, die die Geschichte vorantreibt, vor allem aber jagt eine blutige Episode die nächste. Zwar mag dies nicht nach jedermanns Geschmack sein, für mich persönlich hat Tom Lin hier aber eine ausgewogene Mischung aus Spannung und Blutrünstigkeit geschaffen. Ein weiteres Element, dass mir sehr gut gefallen hat, war, dass Übernatürlichkeit und Magie in einem geringen, wenn auch essentiellen Maße eine Rolle gespielt haben. Sei es der Prophet, der in die Zukunft blicken kann, oder aber auch die Zirkustruppe, in der jeder der Artisten über eine besondere, magische Fähigkeit verfügt. Das ganze lockert die Tragik und Schwere des Mordens wieder auf.
Was mir allerdings gefehlt hat, war die Tiefe einerseits der Geschichte. Es geht wirklich nur rein ums Morden und die Reise durch die Wüste ist der einzige Handlungsstrang. Aber auch was die Charaktere angeht. So hätten diese meiner Meinung nach definitiv mehr vertragen. dadurch, dass diese recht flach konzipiert sind und kaum vielschichtig sind, geht einem beim Lesen deren Schicksal auch nicht besonders ans Herz. Zumindest war das bei mir so. Kurzum, die Geschichte hätte mehr geboten, ging zu schnell vorbei, und hat mich dabei vor allem von den Protagonisten her enttäuscht.
Dennoch ist das Buch wirklich unterhaltsam und vor allem ein Pageturner, der schnelle Unterhaltung gewehrleistet und für mich eine tolle Abwechslung geboten hat.
Das wenig bahnbrechende Buch zum Spiel
CATAN - Der Roman (Band 1) von Klaus Teuber
Die Fürstensöhne Thorolf, Yngvi und Digur verhelfen im Norwegen des Jahres 960 den beiden Töchtern des Königs der Nordlande zur Flucht. Dabei töten sie auch noch dessen Erben. Taten, die ihnen den Kopf kosten können. Mit einer Verbannung aus den Nordlanden kommen sie da noch recht glimpflich davon.
Weiterhin von Abenteuerlust getrieben beschließen die drei auf Entdeckungsfahrt zu gehen, und die sagenumwobene Insel Catan zu suchen, um dort ihre Verbannung zu verbringen. Für ihren Plan die Insel zu besiedeln suchen sie willige Siedler, die mit ihnen dieses Abenteuer ins Ungewisse wagen. Und schon bald begibt sich die Gruppe auf die wohl gefährlichste Reise ihres Lebens. Neben den Gefahren einer langen Seereise stellt sich auch die Frage, wie man mit der Zukunft umgehen sollte. An den alten Traditionen festhalten oder etwas neues wagen?
Von Anfang an habe ich ein wenig kritisch auf das Buch geblickt. Immerhin hat Rebecca Gablé mit Die Siedler von Catan bereits 19 Jahre früher einen großartigen Roman vorgelegt, der das Brettspiel als Vorbild hat. Und da sind mir sofort die Parallelen aufgefallen. Zwar schreibt Klaus Teuber im Nachwort, dass schon für das Brettspiel die Wikingerfahrten und die Entdeckungen der Nordmänner als Inspiration gedient haben. Dennoch kommt es in beiden Büchern zu unüberwindbaren Zwisten zwischen den Hauptcharakteren, die noch dazu in beiden Fällen ein enges emotionales Verhältnis zu einander haben. In beiden Büchern spielt eine Priester mit einer der Hauptfiguren in Kombination eine wichtige Rolle und in beiden Büchern führt die Befreiung/Entführung einer weiblichen Person zu einer Eheschließung mit einem den Hauptprotagonisten. Das waren nur einige der unangenehmen Augenblicke, bei denen mich beim Lesen Flashbacks überkamen.
Dennoch hat Klaus Teuber sein eigenes Ding gedreht, und auch wenn ich nur sehr schwer in das Buch gefunden habe, und ich mich auch bis zum Ende nicht vollständig mit dem Schreibstil anfreunden konnte, so fühlte ich mich dennoch auf weiten Strecken des Buches gut unterhalten. Auch hat der Autor dafür gesagt, dass permanent Spannung herrscht. Auch wenn ich mit der Art und Weise, wie er das gemacht hat, nicht ganz zufrieden bin, so hält er seine Leserschaft dennoch am Ball. Und zwar funktioniert die Spannung darüber, dass immer etwas im buch geschehen muss, teilweise schon zu viel für meinen Geschmack. Und weil den Hauptcharakteren nicht ständig etwas schreckliches geschehen kann, müssen andere Bewohner Catans herhalten. Diese schlüpfen kurz in die Rolle einer Hauptperson, haben ihren Actionmoment, der die Leserschaft unterhält, und verschwinden sodann wieder in den Tiefen des Buches. Problem dabei ist, dass man eine wahre Fülle an Protagonist:innen kreiert, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird. Dadurch, dass diese aber kaum, nur mehr in den seltensten Fällen jemals wieder eine Rolle spielen, fragt man sich bis zum Ende, wie es nun mit diesen Personen weitergeht. kaum etwas wird dann bis zum Ende des Buches aufgelöst und es bleibt nur zu hoffen, dass der Autor beim Schreiben des zweiten Teiles, der ja schon in den Startlöchern steht, nicht vergessen hat, über was alles er einen Band zuvor geschrieben hat, und was es nun zu vervollständigen gibt. hinzu kommt, dass man beim Lesen zunehmends mit einer schier undurchschaubaren Fülle an Figuren zu kämpfen hat, die scheinbar eine tragende Rolle inne haben, auf charaktertechnischer Ebene aber kaum ausgebaut sind, sodass man diese ständig verwechselt.
Klaus Teuber hat mit diesem Buch versucht etwas als neu zu präsentieren, was jemand anderes Jahre zuvor schon viel besser hinbekommen hat. Und auch wenn das Buch Mängel aufgewiesen hat und mich stellenweise richtig aufgeregt hat so habe ich mich dennoch weitestgehend gut unterhalten gefühlt. Kurzum: ein Auf und Ab der Gefühle.
Geriatrische Tagesklinik
Frau mit Messer von Gu Byeong-mo
Hornclaw ist eine durchschnittliche Pensionistin. Unauffällig, ruhig und angepasst. Zumindest möchte man das meinen. Dabei ist das Leben im scheinbaren Ruhestand nichts als Lug und Trug. Denn die ältere Dame ist immer noch als Auftragsmörderin unterwegs. Einst eiskalt, merkt sie das Alter nicht nur in den Gelenken, die immer eigenartigere Geräusche von sich geben, sondern vielmehr darin, dass ihr ihre Kaltblütigkeit abhanden zu kommen droht.
langsam aber sicher merkt sie, dass es an der Zeit ist, sich aus dem Geschäft zurückzuziehen.
Schnell stellt sich heraus, dass das Buch ein wahrer Pageturner ist. In flotter Sprache geschrieben fliegen die Seiten nur so dahin. Hinzu kommt, dass sich von Anfang bis Ende ein toller Spannungsbogen aufbaut und man beim Lesen auch nur einem einzigen Handlungsstrang folgt, also kaum die Gefahr besteht, sich beim Lesen zu verstricken und irgendwo stecken zu bleiben. Insgesamt kommt man also recht linear und flott voran. Aufgelockert wird das Ganze dann auch noch durch die lockere und humorvolle Art der Autorin.
Gefallen hat mir, dass neben Hornclaws Leben als Mörderin auch gesellschaftspolitische Themen beleuchtet werden. So wird beispielsweise beschrieben, wie die Entstehung immer neuer Supermärkte die altbestehenden Strukturen der kleinen Läden und Märkte aufbricht und zerstört.
Insgesamt ein spannendes Buch, das Stunden der guten Unterhaltung bietet.











