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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von La Calavera Catrina:

Fantastisches Vorlesebuch

Mats und Mathilde 2. Eine abenteuerliche Reise von Christian Wunderlich

Die Vogelscheuche Mathilde und der Schwatz Mats erleben im zweiten und abschließendem Band wieder viele Abenteuer auf ihrer Reise, der dem ersten Teil an überschäumender Kreativität und sprachgewandetem Wortwitz in nichts nachsteht. Mathilde und Mats entwickeln sich als Charaktere weiter und wachsen über sich hinaus.

Es wird herzerwärmend, nicht nur bei den zahlreichen Abschieden ihrer neuen Freunde, sehr lustig, wenn Kamel Dröge quengelnd durch die Wüste läuft und mitreißend spannend, wenn Mathilde in große Gefahr gerät, ohne den Ernst der Lange zu verstehen. «Mats & Mathilde - Eine abenteuerliche Reise» bietet wieder viel Abwechslung, ereignis- und einfallsreiche Kapitel voller kreativer Fantasiewelten, die Wortspiele und Gegensätze feiern und eine verträumte Schreibweise voller Wärme und Weisheiten. Die Illustrationen von Anne Hofmann sind wieder so farbenprächtig und stimmungsvoll - ein absolutes Highlight.

Große Empfehlung für alle, die fantasievolle Geschichten, viel Abwechslung und liebenswerte Charaktere mögen. Der Zusammenhalt und die große Freundschaft zwischen Mats und Mathilde ist unvergesslich und ein Schatz in jedem Buchregal. Macht beim Vorlesen sowohl Kindern als auch Erwachsenen großen Spaß. Ich würde empfehlen, mit dem ersten Band zu beginnen, aber man kann auch mit diesem Buch starten.

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Ganz großes Lesevergnügen für die ganze Familie

Crazy Family (Band 3) - Die Hackebarts greifen an! von Markus Orths

Im mittlerweile dritten Band der «Crazy Family» gehts wieder sehr spaßig und verrückt zu, denn die Hackebarts Familie macht Urlaub in Kenia und erlebt schräge Abenteuer, während die letzten Renovierungsarbeiten am Haus erledigt werden. Es sind alle mit dabei, nur Opa Kuno bleibt zu Hause, denn Klimarettung und mit dem Flugzeug fliegen passt für den rüstigen Aktivisten nicht zusammen.

Während Lulu schon mal Suaheli lernt, treibt Zosch seine Handysucht auf die Spitze. Sein Bruder Mönekemeier feilt an seiner Autobiografie und Brooklyn behält als Älteste immer die Nerven - auch, wenn es um wilde Tiere geht.

Wenn man denkt, schlimmer kann es nicht werden, dann beweisen die Hackebarts das Gegenteil, überraschen das Schicksal mit ulkigen Einfällen und ihren besonderen Talenten. «Die Hackebarts greifen an!» setzt noch mal einen oben drauf und ich flog förmlich durch die Seiten, weil eine Katastrophe die nächste jagt und die turbulente Erzählweise einfach süchtig macht. Auch Horst Klein hat sich selbst übertroffen und verleiht dem Wahnsinn die richtige Untermalung. Das größtes Talent der Hackebarts ist aber ihre positive Lebenshaltung und der unschlagbar familiäre Zusammenhalt. Das und eine Prise Glück sorgen dafür, dass sie alles schon irgendwie schaukeln werden, egal wie groß das Chaos ist. Mit dabei zu sein ist gutes Training für die Lachmuskeln und macht unheimlich Spaß - auch den Erwachsenen. Ich bin erneut begeistert von dem Humor und der klugen Ernsthaftigkeit, die ganz unbehelligt mitschwingt und kann alle Bücher dieser Reihe nur wärmstens empfehlen. Übrigens braucht es keine Vorkenntnisse und man kann einfach mit dem dritten Band einsteigen.

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Schonungslose Pageturner

The Twenty von Sam Holland

Detective Chief Inspector Adam Bishop und sein Partner und engster Freund Detective Sergeant Jamie Hoxton werden nachts an einen außergewöhnlich schauderhaften Tatort gerufen. Auf einer Mülldeponie in London haben Obdachlose eine Leiche gefunden. Doch es stellt sich raus, es sind fünf Tote und alle weisen folterhafte Verletzungen auf, zur Verblutung geführt haben.

Als sei das nicht verstörend genug, stehen über allen Leichen römische Ziffern gesprüht. Adams Exfrau Dr. Romilly stellt eine Verbindung zu einer Cold Case Mordserie her, die dreißig Jahre zurückliegt und zu der sie einen besonderen Bezug hat. Jedoch sitzt der damalige Täter eine lebenslängliche Haftstrafe ab und kann es nicht gewesen sein, oder? Adam glaubt nicht an diese Verbindung und ihnen rennt die Zeit davon.
Adam ist zielstrebig, scharfsinnig und fest entschlossen, den Serienkiller zu verhaften. Der zeitliche Druck ist enorm und den spürte ich auch beim Lesen. Die Ereignisse gehen Adam nahe und verlangen alles von ihm ab. Die Arbeit ist sein einziger Lebensinhalt und die gescheiterte Ehe hat er nie überwunden. Sam Holland gibt immer wieder Möglichkeiten zum Durchatmen, wenn sie nahe an den Hauptfiguren und ihren Emotionen bleibt, während die Spannung immer weiter ansteigt. Ihre Schreibweise macht süchtig und die Beschreibungen sind schonungslos bildhaft, was teilweise echt heftig ist. Wer das nicht mag, wird einiges überspringen müssen. Sam Holland spielt gekonnt mit ihrer Leserschaft, legt falsche Fährten und überrascht mit Wendungen, die man nicht kommen sieht. Das miträtseln und an der Nase herum geführt werden, macht richtig Spaß, zudem schlussendlich alles passt und Sinn ergibt.
Erzählt wird aus wechselnden Sichtweisen, durch vereinzelte Rückblicke und einer Tätersicht, kursiv geschrieben und aus der Ich-Perspektive verfasst, die mir Gänsehaut bescherte. Auf verstörende Weise tritt der „leibhaftige Teufel“ auf die Bühne und alle Fans von Serienkillern werden gefesselt sein. Da es manchmal Anspielungen gibt, merkt man, dass es sich um den zweiten Band der Reihe handelt, dessen Auftakt nicht auf Deutsch erschienen ist. Das ist schade, aber man benötigt keine Vorkenntnisse für diesen Thriller.
Empfehlung für alle, die bevorzugt nervenaufreibende Thriller lesen - ihr werdet trotzdem überrascht werden - und die vor Brutalität nicht zurückschrecken.

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Dem Geheimnis immer näher

Die Villa von Jess Ryder

Aoife starb bei ihrem Junggesellenabschied in einer Villa mit vier Freundinnen. Offiziell führte ein Einbruch zu dem tragischen Tod, doch Dani hat Erinnerungslücken. Sie war die einzige, die Aoife wirklich nahe stand und die auch lange danach nicht mit dem Trauma abschließen kann. Drei Jahre später ist Dani trockene Alkoholikerin, nachdem sie ihren Kummer in Alkohol ertränkte.

„Sie muss dieses Wochenende noch einmal durchleben, damit die Erinnerungen zurückkehren.“ Deshalb lädt sie die drei Frauen dazu ein, ihrer toten Freundin zu gedenken, dabei hat Dani alle getäuscht, um herauszufinden, was passiert ist und hat in der selben Villa eingecheckt, was die anderen entsetzt. Sie geht den damaligen Ablauf durch, besucht Orte, an denen sie waren und immer wieder gehen Danis Gedanken in die Vergangenheit. Erzählerisch wechselt Jess Ryder dabei geschickt zwischen Gegenwart und Vergangenheit und lässt auch vereinzelt Sichtweisen von Celine, Beth und Tiff einfließen, die ein ganz neues Licht auf den Junggesellenabschied werfen. Wer lügt? Es wird immer offensichtlicher, dass jeder etwas zu verbergen hat, während sich neue Verstrickungen offenbaren. Zudem verhält sich Aoifes Verlobter immer seltsamer. Damals ließen es die Frauen richtig krachen und feierten einen klischeehaften Junggesellenabschied, ob Drink, Cocktail-Workshop, Trinkspiel oder permanente Alkoholfahne. Besonders Aoife ist praktisch nie nüchtern. Das war beim Lesen schwer zu ertragen und Identifikationsfigur ist keine der Frauen, auch wenn man mit Dani zumindest ein bisschen sympathisiert. Den Aufbau fand ich jedoch gelungen und es ist schwer zu durchschauen, was genau vorgefallen ist. So bleibt es durchgehend spannend, weil man wissen will, was passiert ist, weil die Handlungsorte wechseln und der Schreibstil fesselnd ist. Ingesamt hätte ich mir mehr Tempo und weniger Längen gewünscht, aber das überraschende Ende kann überzeugen und ich würde diesen Thriller, trotz der Schwächen, empfehlen.

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Eine Angststörung bewältigen

Mut beginnt im Herzen von Tessa Randau

Beschrieben wird eine sensible Frau und Mutter, die es anderen stets recht machen möchte und durch ihrer Job, die Wochenendbeziehung mit ihrem Mann und der Care-Arbeit überlastet ist. Es ist die Geschichte einer namenlosen Protagonistin Ende dreißig - mit der sich bestimmt viele Frauen identifizieren können -, die im Zug eine Panikattacke erlebt, worauf man sie ein Jahr auf ihrem Heilungsweg begleitet.

Diese Einblicke in Hilfsangebote, Bewältigungsstrategien und Erfolge fand ich besonders gelungen, weil sie einen Eindruck vermittelt, wie es ablaufen könnte und damit einen großen Mehrwert und Inspiration bieten. Das ist nicht nur interessant, sondern auch ermutigend und bietet viele Denkanstöße. Darauf liegt auch der Fokus. In rückschauenden Abschnitten blickt die Protagonistin auf herausfordernde Ereignisse zurück und versteht dadurch auch ihre gegenwärtige Situation besser - vor allem ihre Angst. Die hat mittlerweile mit einem reichen Portfolio die Kontrolle übernommen und schränkt ihren Alltag und ihre Möglichkeiten ein. Der sehr gut lesbare Schreibstil macht es leicht, ihren Prozess auf sich wirken zu lassen. Man kann ihre Scham nachvollziehen und weshalb sie lange nicht über ihre psychischen Probleme spricht, und die Erleichterung, als sie einen Therapieplatz angeboten bekommt. Tessa Randau hat ihre eigenen Erfahrungen einfließen lassen und dadurch eine ratgebende und real wirkende Geschichte geschrieben, die den Zeitgeist trifft, indem das Weltgeschehen durch Krisen, Kriege und Katastrophen ebenso eine Belastung darstellt, wie der tägliche Verantwortungsdruck. Es sind die Gespräche mit ihrer Therapeutin, die eine wohlwollende Richtung vorgeben, ihre persönlichen Mutausbrüche und Fortschritte und ihre großes Glück mit den Menschen, die ihr verständnisvoll helfen, wie Frau Bäumle. „Ich will mein Leben nicht mehr nur erdulden. Ich will es gestalten.“

«Mut beginnt im Herzen - Lass deine Ängste los und lerne fliegen» gibt viele Impulse und macht Mut. Man bekommt eine Vorstellung davon, wie es ist, mit einer Angststörung zu leben. Dadurch entsteht Mitgefühl und Verständnis. „Es geht nicht darum, keine Angst mehr zu haben. Es geht darum, die Dinge trotz Angst zu tun.“ Es werden vielfältige Themen angesprochen und es gab einige Textstellen, die haben mir aus dem Herzen gesprochen oder mich zum Nachdenken angeregt. Ich würde es allen empfehlen, die einmal nachvollziehen möchten, wie es Menschen mit Angststörungen ergeht oder sich Anregungen wünschen, um wieder mehr Sicherheit zu erlangen.

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Raffiniert, düster und spannend

Die blaue Stunde von Paula Hawkins

«Die blaue Stunde» ist ein psychologisch raffinierter Spannungsroman mit dem Schwerpunkt Kunst und Verbrechen. Wendungsreiche Enthüllungen treffen auf eine düstere Atmosphäre und dunkle Geheimnisse.

Fünf Jahre ist die Künstlerin Vanessa Chapman schon tot. Ihr künstlerisches Vermächtnis ging auf ihren Wunsch hin an die Fairburn-Stiftung und enthält vor allem Keramiken und Malereien.

„Division II“ gehört zu den seltenen Skulpturen und enthält, nach Meinung eines angesehenen forensischen Anthropologen, eine menschliche Rippe. Das sorgt für Aufsehen und Spekulationen und führt James Becker, den Kurator des Museums und größten Fan der Künstlerin, zurück auf die schottische Gezeiteninsel Eris, auf der Vanessa zuletzt lebte und starb, zu Grace, die dort als Testamentsvollstreckerin und Erbin den Nachlass verwaltet. Die Erzählweise ist ebenso raffiniert und geschickt, wie die Handlung. Vanessa Chapmans Tagebuch gibt Einblicke in das Leben und Schaffen der Künstlerin. „Ich träume davon, in Asche herumzustochern, in Asche herumzustochern und Knochen zu finden.“
Manche kunstvollen Passagen und Beschreibungen über ihre Kunst, fand ich beeindruckend. Grace und Becker lernen sich kennen und zunehmend enthüllt sich der Nebel der Vergangenheit und die Spannung nimmt immer mehr zu - bis zum fesselnden Showdown. Mir hat die Sogkraft gefallen, die Schreibkunst von Paula Hawkins (sowie der gelungenen Übersetzung von Birgit Schmitz) und das mich das Buch überraschen konnte, nachdem ich glaubte schon zu wissen, wie es weitergeht. Für mich war es ein aufwühlendes Lesehighlight und ich würde es weiterempfehlen.

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Frauen sind toll?!

Zwei vernünftige Erwachsene, die sich mal nackt gesehen haben von Anika Decker

«Zwei vernünftige Erwachsene, die sich mal nackt gesehen haben» erzählt die Geschichte von der bald fünfzigjährigen Nina, zweifache Mutter und geschiedene Ehefrau. Ihre Perspektive wird in der Ich-Form erzählt, während ihre Schwester Lena, und gelegentlich deren Mann Flori und Schwarm David, durch die dritte Person mit mehr Abstand auftreten.

Ninas seelische Verfassung ist seit der Scheidung gebeutelt. Kritisch sieht sie ihr Leben, ihr Älterwerden und erst recht die aufkeimenden Gefühle für einen jüngeren Mann. Zu groß ist das Gefühl der Scham über das eigene Scheitern und das Pflichtbewusstsein für ihre eigene Familie, insbesondere ihre plötzlich pflegebedürftige Mutter, und der noch immer schmerzende Verlust des Vaters. Ninas innere Dialoge lassen tief blicken, zeigen aber auch, wie reflektiert sie ist, was eine authentische Entwicklung zur Folge hat.

Anika Decker kritisiert selbstironisch unsere Gesellschaft. Ob Grunewald-Lebensentwürfe, Scheidung, Influencer, der Wahrheitsgehalt auf Social Media oder fehlende gegenseitige Unterstützung unter Frauen. Sie macht allgegenwärtige Ungerechtigkeit sichtbar und eröffnet mit MeToo und den Vorfällen bei den Dreharbeiten eine Nebenhandlung, die Nina und ihrer besten Freundin Zeynep eine Rolle verleihen, die mir ganz besonders gefallen hat. „… niemand darf mich wie einen Spielstein hin und her schieben.“ Es geht um Macht und Geld, aber auch um Hoffnung und die Botschaft, dass es sich immer lohnt, zu kämpfen. Herzergreifend, auflockernd komisch und eine wunderbare Mischung aus Unterhaltung und Inspiration. Dazu passt auch das vielleicht ein bisschen kitschige Ende, bei dem einem „feierlich zumute“ wird.

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Spannende Unterhaltung

Nachtflut von Stina Westerkamp

Der kleine Ort Bad Seeberg soll wegen einer Sturmflut evakuiert werden. Elisa schafft es nicht rechtzeitig und begegnet ihrer Nachbarin Vera und ihrem paranoidem Mann Joachim, die etwas verheimlichen und sie am liebsten abwimmeln würden, als sie bei ihnen Hilfe sucht. Doch Elisa hat seit dem schrecklichen Tag auf dem Segelboot ganz andere Probleme.

Währenddessen versucht Elisas Exmann Max zu ihr zu gelangen, nachdem in der JVA Häftlinge ausgebrochen sind und der geflohene Paul auf dem Weg zu Elisa ist. Neben den vier Perspektiven von Elisa, Nachbarin Vera, Max und Häftling Paul gibt es eine Perspektive aus der Vergangenheit, die sich erst später zuordnen lässt. Die Bedrohung ist allgegenwärtig, von innen und von außen. Es ist spannend geschrieben und auch das Ende überzeugt. Zudem gab es nervenaufreibende Momente, wo ich sehr mitgefiebert habe. Der flüssige Schreibstil hat dafür gesorgt, dass ich das Buch schnell und gern gelesen habe. Stina Westerkamp hat mit «Nachtflut» einen undurchsichtigen Thriller kreiert, der sich mit einer drohenden Naturkatastrophe aufbaut, in dessen apokalyptisches Szenario sich eine Tragödie offenbart, die Frauenhass, dunkle Geheimnisse und bedrohliche Charaktere zeigt, denen nicht zu trauen ist. Vor allem die Perspektive der ertrinkenden Schwester fand ich beeindruckend und kann diesen unterhaltsamen Thriller empfehlen.

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Raffiniert erzählt

Wackelkontakt von Wolf Haas

«Wackelkontakt» von Wolf Haas konnte mich überzeugen, überraschen und unterhalten. Es ist eine raffiniert erzählte Geschichte, die sprachlich verwoben und in ihrer Handlung verstrickt ist, wie ich es selten gesehen habe. Auf ungewöhnliche und humorvolle Wiese springt die Handlung über das Lesen eines Buch in der Perspektive und läuft schließlich zu einer zusammen.

Alles beginnt mit Puzzlefan Franz Escher. Er liest ein Buch über über den Mafia-Kronzeugen Elio Russo, während er auf den Elektriker wartet. Grund dafür ist ein Wackelkontakt in der Steckdose. Hauptfigur Elio befindet sich im Zeugenschutzprogramm und soll als Marko Steiner zukünftig in Deutschland leben. Um seine Sprachkenntnisse zu verbessern, liest er ebenfalls ein Buch, welches sich wie der Anfang von «Wackelkontakt» liest, weil Franz Escher auf den Elektriker wartet. Das macht natürlich neugierig, wie es weitergehen mag. Schlussendlich erzählt «Wackelkontakt» zunehmend temporeicher auf humorvolle und philosophische Weise vom Leben und seinen Schattenseiten. Eine interessante Lesereise, die ich nur empfehlen kann.

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Ideal zum Einstieg in die Grundlagen

21 Dinge über deine Finanzen, die du wissen solltest - Kapitalanlage, Versicherungen & Altersvorsorge von Matthias Kowalski

Wie der Titel schon vermuten lässt, werden in diesem Finanzratgeber die Grundlagen vermittelt, die man wissen sollte. Das macht es für Einsteiger zu einem nützlichen Helfer für die eigene Finanzplanung. Ob bei der Suche nach einem geeignet Girokonto, die Auswahl der Versicherung oder den Vermögensaufbau - alles wird anschaulich und kompakt in 21 Kapitel erklärt.

Dabei lohnt sich der unabhängige Ratgeber von Stiftung Warentest besonders, wenn man es kurz und knapp mag und gute Übersichten schätzt, die wirklich informativ und kompetent sind. Die Schreibweise ist locker und eingängig, während die Erklärungen unkompliziert ermutigen, bei einem Thema, das vermutlich im ersten Moment abschreckend wirkt, aber jeden angeht. Hier fand ich lediglich die Beträge, die als Rechenbeispiele gelten sollten, etwas übermotiviert, denn es wird immer wieder ersichtlich, dass sich dieses Sachbuch vorwiegend an eine jüngere Zielgruppe richtet. Wenn man sich in seinem schon mal mit Finanzen beschäftigen musste, dann lernt man viele der genannten Dinge nebenbei. Trotzdem ist es auch ein gutes Nachschlagewerk. Man kann es querbeet lesen, je nachdem, was einen gerade am meisten interessiert und die Kapiteleinteilung ist so aufgebaut, dass schon ein paar Minuten reinlesen reichen, wenn man es lieber in kleinen Schritten angehen möchte. Deswegen würde ich es vor allem Jugendlichen empfehlen, die einen geeigneten Einstieg suchen.

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