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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von La Calavera Catrina:

Unvergleichlicher Fantasy-Auftakt

Flora Magica (Band 1) - Das Geheimnis der Nachtschatten von Vanessa Walder

«Das Geheimnis der Nachtschatten» ist der Auftakt der «Flora Magica»-Reihe von Vanessa Walder und erzählt von einem magischen Erbe, von Geheimnissen, wundersame Pflanzen und einem großen Abenteuer, das sich ankündigt, als Flora Cunabula mit 107 Jahren stirbt. Die Zwillinge Avia und Zacharias leben in Berlin und lernen daraufhin zum ersten Mal ihren Cousin Sol und ihre Cousine Tierra kennen, die mit ihrem Vater in London leben.

Auch sie sind Zwillinge und die Urenkel von Flora. Die Zwillingspaare sehen die Ländereien und die Villa ihrer verstorbenen Urgroßmutter zum ersten Mal und lernen bei ihrer Ankunft bereits die Magie dieses einzigartigen Ortes kennen.

Das Buch ist liebevoll gestaltet und neben dem fantastischen Cover gibt es viel zu entdecken: traumhaft großflächige Schwarz-Weiß-Illustrationen und zahlreiche Pflanzen-Verzierungen, ein Inhaltsverzeichnis, Kapitelüberschriften mit einem Zitat, nach jedem der vierzehn Kapitel ein Ausschnitt aus dem Buch „Magische Pflanzen und ihre Geheimnisse“ und ein Vor- und Nachsatz, auf dem die wichtigsten Figuren abgebildet sind. Ein wahres Schmuckstück für alle, die Bücher lieben.

Die vier Kinder fand ich einzigartig in ihrer Darstellung als vielschichtige, kluge und feinfühlige Zwillings-Persönlichkeiten. Deren gedankliche Verbindung hat mich besonders fasziniert. Ihre Fähigkeiten schlagen eine Brücke zwischen realer und magischer Welt und beflügeln die eigene Fantasie. Wer dieses Buch liest, wird die naturverbundene und magische Atmosphäre lieben und immer wieder gern an diesen Ort und zu diesen Figuren zurückkehren. Dazu trägt auch die anschauliche und stimmungsvolle Schreibweise bei, in die mühelos lehrreiches Wissen und Humor einfließt. Die einfühlsame Familiengeschichte um den Tod der Urgroßmutter ist berührend geschrieben und ich fand es gelungen, wie diese bereichernde Thematik ausreichend Raum erhält, ohne dass es bedrückend oder langweilig wird. Das macht «Das Geheimnis der Nachtschatten» zu einem außergewöhnlichen Auftakt mit liebenswerten Figuren, wertvollen Themen, Wissen über Pflanzen, Magie und spannenden Geheimnissen. So einige davon werden noch nicht gelüftet und steigern die Vorfreude auf weitere Bände. Mich hat dieser Auftakt jedenfalls absolut verzaubert und ich freue mich schon darauf, mehr von Flora Cunabula zu erfahren, weitere magische Pflanzen kennenzulernen und zu erleben, wie es weitergeht.

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Young-Adult-Hexengeschichte

Beneath the Ivy - The Witches of Silvercrest Coven von Christian Handel

Marissa Winslow, genannt Rissa, ist eine Junghexe und lebt mit ihrer großen Familie auf einer Insel in dem Landhaus Silvercrest Manor. Alle der Blutlinie Winslow besitzen magische Kräfte unterschiedlicher Art. Rissa verfügt als einzige über die Sehergabe, aber kann wie alle anderen mithilfe von Spiegeln reisen und Zauber weben.

Déjà-vus und plötzlich aufkommende Gedanken, die Rissa nicht zuordnen kann, lassen sie ahnen, dass etwas nicht stimmt. Gefangen in einer Zeitschleife, versucht sie ihre Cousine Norah zu retten, die plötzlich von eine schweren Krankheit befallen ist. Ihr Cousin Benji, der die Elementarmagie beherrscht, und Caleb Rosenbaum, ein Mitschüler ohne magische Kräfte, dessen Familie die Familie Winslow aufgrund einer alten Blutfehde eigentlich meidet, werden dabei zu ihren wichtigsten Verbündeten.
„Wir sind keine gewöhnliche Familie - aber das habt ihr euch vermutlich schon gedacht. Wir Winslows sind Hexen."
Anfangs tat ich mich ein bisschen schwer, in die Story zu finden. Die Wiederholungen waren ermüdend, denn Rissa erkennt nicht, dass sie in einer Zeitblase sitzt, die sie ohne Erinnerung jeden Tag erneut erleben lässt, auch wenn jeder Tag anders ist. Wenn man das Buch über einen längeren Zeitraum liest, kommt man wohlmöglich durcheinander. Allerdings bleibt das kein dauerhafter Zustand und die Rettungsmission löst einige Rätsel und Geheimnisse, die es spannend und mitreißend machen. Schade finde ich, dass es kein Personenregister der Familie Winslow gibt. Das hätte sich gut angeboten, um schneller mit allen vertraut zu werden. Die junge Zielgruppe wird den Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“ möglicherweise nicht kennen, weshalb ich den Vergleich für die Buchbeschreibung schwierig finde, aber „Charmed“-Vibes hatte ich beim Lesen eher nicht. Lediglich der familiäre Zusammenhalt der Hexenfamilie lässt erahnen, worauf der Vergleich abzielt, aber fiese Dämonen, magische Tierbegleiter oder himmlische Wächter sucht man vergeblich. Das hatte jedenfalls bei mir falsche Erwartungen geweckt, obwohl die Geschichte auch ohne solche Vergleiche mit zarter Romantik, Mystik und Wendungen zu überzeugen weiß.
„Es ist nicht alles so, wie es auf den ersten Blick scheint. Erst recht nicht, wenn man es mit Hexen zu tun hat.“
Insgesamt hat mir vor allem das Geheimnisvolle und die überraschenden Wendungen gefallen, die durchweg überzeugen. Besonders am Ende wurde es nochmal richtig stark und atmosphärisch. Es ist eine verhexte Familiengeschichte zum Mitfiebern und es stört nicht, dass die Figuren eher blass bleiben. Weniger cozy als erwartet, dafür spannend, unterhaltsam und mysteriös. Ein unterhaltsames Lesevergnügen für alle die es verhext und verzwickt mögen.

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Weckt Interesse für essbare Wildpflanzen

Wilde Pflanzen essen von Christine Rauch; Ernestine Donnerberg

Christine Rauch erklärt als Siglinde auf amüsante Art und Weise die Welt der essbaren Wildpflanzen, während Ernestine Donnerberg die farbenfrohen Comic-Bildchen liefert, die hier absolut zu recht im Rampenlicht stehen. Je eine Doppelseite stellt krautige Pflanzen, Sträucher und Bäume vor. Dazu gibts interessante Fakten, Serviervorschläge und auch schon mal einen Warnhinweis.

Ingesamt ist alles aber reduziertes Know-how - knapp und kompakt. Bei jedem Pflanzenamen stehen Nummern, die leider nicht weiter erklärt werden. Zum Schluss gibts Rezepte und Inspiration. Hier findet man zum Beispiel Kräutersalz, Gewürzöl, Pesto, Dressing und vieles mehr. Die Bandbreite ist vielfältig und zeigt, es lässt sich viel Ausprobieren. In einem Register werden sowohl die Pflanzen als auch die Rezepte noch einmal aufgeführt. Zum Schnökern und sich inspirieren lassen, hat es mir richtig gut gefallen. Ich habe mich beim Lesen gefragt, für welche Zielgruppe ich das Sachbuch empfehlen würde, denn mit den Illustrationen statt Fotos lassen sich die Pflanzen schwieriger bestimmen, wenn man sich nicht auskennt, aber wer sich gern visuell aufbereitet und mit viel Humor Wissen aneignet, ist hier genau richtig. Deshalb ist es für mich eine gelungene Einführung in die Welt der essbaren Wildpflanzen, die Interesse weckt und zeigt, was alles möglich ist.

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Durch die Katzenklappe ins Abenteuer

Muffin und Tört! 1: Bei den Wikingern von Adam Stower

Welche Abenteuer würde der Kater eines Zauberers erleben, wenn die Katzenklappe, die eigentlich in den Garten führen sollte, gelegentlich ganz woanders hinführt?
Gemeinsam mit seinem hüpfendem Freund Tört, einem verzauberten Kaninchen mit einer Kirsche als Schwänzchen, wird der Kater Muffin durch genau diese magische Katzenklappe in die Zeit der Wikinger katapultiert.

Als Trolljäger sollen die beiden den verschollenen Wikinger Eierich finden, wenn er nicht schon von Trollen gefressen wurde. Das führt zu einer unerwartet langen aber auch kurzen Reise in den Fress-euch-Wald. Oh je…

Die Story ist sehr spaßig und lebt von den urkomischen schwarz-weiß-Illustrationen mit Comic-Elementen und dem chaotischen Duo mit den großen Kulleraugen. Der Humor ist spitze, der hungrige Muffin stets ein Held wider Willen und Tört aufgedreht und klebrig. Adam Stower versteht es, mit dem Zeichenstift spielerisch zu unterhalten und bietet Abwechslung, das Unerwartete und zwei unvergessliche Helden.

Ich bin begeistert und deshalb von mir eine große Leseempfehlung für dieses vergnügliche Leseabenteuer für alle ab 7 Jahren, die sich etwas Lustiges mit vielen Bildern und wenig Text wünschen.

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Kriminelles Naturwissen spannend vermittelt

True Crime in Nature von Farina Graßmann

Dieses Buch ist eine „Hommage an das Böse, denn es ist sehr gut“. Eine Welt, in der die Naturgesetze gelten und es keine Konsequenzen hat, als blinder Passagier zu reisen oder auf Kosten anderer zu leben. Denn es braucht natürliche Gegenspieler und raffinierte Taktiken um zu überleben. Hier kommt man als Insekten-Schurke straffrei davon oder wechselt die Seite, um bei der Aufklärung zu helfen, während Identitätsdiebstahl und Vergiftung an der Tagesordnung stehen.

Ich fand diesen durchaus düsteren Blick in die Natur überraschend interessant und heiter. Denn die Illustrationen von Cornelis Jettke sind ein großer Gewinn und geben eine andere Horror-Sichtweise auf die unerbittliche Natur. Seine Bilder sind witzig, bitterböse und unverkennbar - perfekt untermalt in Schwarz-Weiß mit rotem Akzent. Mir gefällt besonders die True Crime-Herangehensweise und Farina Graßmann hat nicht nur den Einfallsreichtum der Natur bewiesen und damit wissenschaftliche Fakten interessant aufbereitet, sondern den Humor der Illustrationen auch in den Schreibstil übernommen. Einiges konnte mich überraschen, wie der „ansteckende Schneckenschnodder“ und manches wusste ich schon. Ich hätte mir lediglich, abgesehen von den wenigen vorhandenen, mehr Fotos gewünscht, um zu wissen, wie die genannten Tiere aussehen. Insgesamt so unterhaltsam und lehrreich wie gehofft.

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Düsterer Fantasy-Auftakt

Maggie Blue - Das Portal zur Düsterwelt von Anna Goodall

Die 12-jährige Maggie Blue wohnt bei ihrer Tante in West Minchen und ihr einziger Freund ist der sprechende Straßenkater Hoagy. Die Eltern leben getrennt und ihre an Depression erkrankte Mutter kann sich nicht um sie kümmern. In der Schule fühlt Maggie eine Verbindung zu der Mitschülerin Ida und möchte mit ihr befreundet sein, obwohl diese nur gemein zu ihr ist.

Als Ida vermisst wird und nur Maggie beobachtet hat, was mit ihr passiert ist, geht Maggie entschlossen durch das Portal in den Düsterwald, um Ida zu finden. Unterstützt wird sie natürlich von Hoagy, dem Maench Frank und einem geheimnisvollen Ring, einem begehrtem Ouroboros. Der Klappentext verrät hier schon einiges, denn sie begegnen Mondhexen, Gestaltenwandlern und sie kommen in die Sonnenstadt, in der Eldrow herrscht. Trotzdem überrascht die Handlung mit gelungenen Wendungen und einigen Geheimnissen. Die Story ist zwar düster und bei einigen Beschreibungen auch heftig, aber trotzdem stets kindgerecht. Die Mischung aus Fantasywelt und realer Welt fand ich ausgewogen. Da es sich um einen Auftakt handelt, erklärt sich, warum Anna Goodall sich die Zeit nimmt, Maggie erstmal vorzustellen. Man erfährt, wie sie lebt, wie sie von Ida und deren beiden Freundinnen gemobbt wird und wie sie Hoagy das erste Mal sprechen hört. Dessen ironischer Humor lockert die gedrückte Stimmung stets auf. „Die Ägypter lagen schon richtig damit, uns anzubeten. Wenn’s nach mir ginge, dürfte das gern wieder in Mode kommen.“ Besonders gut hat mir das Verhältnis aus spannender Handlung, die ab der Hälfte zunimmt, und emotionalen Momenten gefallen. Maggie macht eine interessante Figurenentwicklung durch, die ihr schussendlich auch hilft, ihre Mutter besser zu verstehen. Um die Familie Blue scheint sich ein Geheimnis zu ranken und einige Fragen bleiben offen. Es gibt also genug Stoff für spannende Folgebände und ich hoffe, dass man noch mehr über die Düsterwelt und ihren Aufbau erfährt.

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Erbe als Hexen­jägerin

Thirteen Witches - Die Erinnerungsdiebin von Jodi Lynn Anderson

Durch die Hilfe ihrer Freundin Keim und ihres Geisterfreundes Ebb erfährt die 12-jährige Rosie Oaks, dass sie einer Linie von Hexenjägerinnen abstammt, die seit mehreren Generationen besteht. Da eine Hexe ihrer Mutter die Erinnerungen genommen hat, will sie versuchen, diese zurückzuholen. Denn durch die fehlenden Erinnerung fällt es der Mutter schwer, ihren Alltag zu bestehen und die Beziehung zu ihrer Tochter ist lieblos.

Rosie muss viel Verantwortung übernehmen, um sie zu unterstützen. Dieser ernste Hintergrund schafft eine gelungene Balance aus emotionaler Tiefe und spannender Handlung. Mir hat das aufgreifen von Gut und Böse in diesem Kontext richtig gut gefallen, und es gibt einige gruselige Momente, die ihre Wirkung nicht verfehlen. Die fantasievollen Ideen und Figuren fand ich großartig - allen voran die Ebbe Spinne Fred und ihre Fähigkeit.
Das macht diesen abenteuerlichen Auftakt spannend, denn er ist mitreißend geschrieben und gelungen übersetzt worden. Glücklicherweise gibt es keinen Cliffhanger, sondern einen runden Abschluss, obwohl die fehlenden Bände der Trilogie bereits im Mai und Juli 2025 erscheinen. Ich bin sehr neugierig, wie die weitere Hexenjagd verlaufen wird. Ein Fantasybuch, das ich aus Erwachsenen empfehlen würde.

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Wiedersehen mit Freunden und Abenteuer erleben

Toto und der Mann im Mond - Aufbruch in neue Abenteuer von Sasha; Julia Röntgen

In "Toto und der Mann im Mond 2 - Aufbruch in neue Abenteuer„ erlebt der kleine Toto in seinen Träumen erneut zehn Abenteuer mit seiner Cousine Mimi und Meerschweinchen Luna, in denen sie mit einer Rakete zum Mond fliegen und dort den Mann im Mond und seine Ehefrau Belatrix besuchen. Die Geschichten sind abwechslungsreich, abenteuerlich, lehrreich und voller Fantasie.

Gemeinsam verreisen sie, mithilfe eines Fernrohrs, in andere Zeiten und an andere Orte auf der Erde. Toto verarbeitet im Traum den Alltag und das trifft wirklich gut die Lebensrealität von Kindern und macht diese Buchreihe so toll. Diesmal spielen sie ein Versteck-Spiel mit einem Oktopus, probieren Kostüme an, treffen Dinosaurier, besuchen die Ritterspiele oder retten einen kranken Baum im Dschungel.

Der Erzählrhythmus bleibt dabei immer gleich. Toto wird abwechselnd von Mama und Papa ins Bett gebracht und erzählt, was ihn gerade bewegt. Dann schläft er ein. Hier beginnt sein Abenteuer auf dem Mond. Die einfühlsamen Geschichten umfassen etwa 5-10 Minuten. Musik gehört auch dazu. Auch wenn es sich um den zweiten Band handelt, braucht es keine Vorkenntnisse und ich kann die
mitreißenden und abenteuerlichen Geschichten von Toto und seinen Freunden, die nicht zu aufregend sind, sehr empfehlen.

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Bei diesem Countdown geht es um alles

Der letzte Mord am Ende der Welt von Stuart Turton

Stuart Turton konnte mich mit «Der Tod und das dunkle Meer» grandios unterhalten und so begann ich voller Vorfreude in seinen neuen Krimi einzutauchen, der mich in eine dystopische Welt führt, in ein kleines Insel-Idyll, eingeschlossen von giftigem Nebel, ein Hoffnungsschimmer der Menschheit, der von einem Mord erschüttert wird.

Ist nach 107 Tagen der Mörder nicht gefunden, wird der giftige Nebel auch die 122 Überlebenden vernichten und die Menschheit auslöschen, weil das gesamte Schutzsystem Abi, die künstliche Intelligenz, darauf programmiert ist.

Es geht um alles - ein sehr spannende Ausgangssituation, die anfangs noch nicht erahnen lässt, wie klug verstrickt und wendungsreich dieser Krimi tatsächlich ist. Wie so oft, muss man sich zurechtfinden, denn es geht ohne Umschweife direkt rein. Bei mir brauchte das auch seine Zeit, aber ich mochte die Atmosphäre und das Setting auf Anhieb. Beim Weiterlesen wurde mein Vertrauen in Stuart Turton belohnt. Es macht großen Spaß, die Hinweise zu sammeln und zu spekulieren, deswegen ist es gut, vorab gar nicht so viel über den Inhalt zu erfahren. Ich kam nicht dahinter, bis sich der Nebel der Geheimnisse gelichtet hatte und mich die große Kunst dahinter, erstaunt hat. Der Plot ist großartig, gewichtig, erschreckend und denkwürdig. Ich habe es in kurzer Zeit verschlungen. Beste Unterhaltung für Fans von klugen Krimis, Dystopien und Science Fiction. Absolut empfehlenswert.

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Unbedingt lesen, wenn es dir nicht gut geht

Unbedingt lesen, wenn ... von Julie Smith

Ob von Angst überwältigt oder in Selbstabwertung gefangen - das Cover zeigt in seiner Schlichtheit, was drinsteckt und wie es funktioniert. Dies ist ein sehr hilfreiches Nachschlagewerk, wenn die mentale Gesundheit leidet. Was, wenn man mittendrin steckt und der Zugriff auf das theoretische Handwerkszeug verweigert wird.

Dafür hat die Autorin dieses Buch geschrieben und ich bin ihr sehr dankbar dafür.

Ich habe schon länger ein Ratgeber gesucht, der mir in Stresssituationen schnelle Hilfe bietet, mich versteht und als Erinnerungsstütze dient. Die richtigen Worte zur richtigen Zeit können viel bewirken, wenn man Hoffnung braucht oder eine Idee, was man (für sich) tun kann.
Der Ratgeber ist in drei Kategorien eingeteilt, um das schnelle Finden zu erleichtern: Soziales Miteinander, man selbst und die eigenen Gefühle. Das ist übersichtlich und überlastet das gestresste System nicht noch zusätzlich. Alles ist gut durchdacht, leicht verständlich, alltagsnah, der Aufbau wiederholt sich und die wichtigsten Lebensbereiche sind abgedeckt.

Die Umsetzung finde ich sehr gelungen und zweckdienlich. Ein Beispiel: Prokrastiniert man gerade und fühlt sich niedergeschlagen, kann man „Wenn dir die Willenskraft fehlt“ lesen. Der entsprechende Brief zu Beginn kann bereits helfen, Abstand zu gewinnen. Dann folgen Tools mit Fragen und Impulsen, die Klarheit schaffen und Lösungsansätze bieten. In die Hinweise und Überlegungen kann man sich gut eindenken und erlebt mitunter Aha-Momente. Abschließend steht eine Zusammenfassung. Mir hat besonders gefallen, dass der Rat klar und allgemein gehalten wird und so für viele verschiedenen Situationen passend sein kann. Aber vor allem liebe ich die Idee der Briefe, die dem Buch einen freundschaftlichen Charaktere verleihen. «Aufstehen oder liegen bleiben?» ist mir schon in guter Erinnerungen geblieben, weil ich bereits dort den Schreibstil, die fachliche Kompetenz und die praktische Herangehensweise mochte. «Unbedingt lesen, wenn…» ist ideal, um die Abwärtsspirale zu durchbrechen und sich selbst zu helfen, bevor es zu spät ist. Wer bereits zu schwer erkrankt ist und sich nicht selbst helfen kann, sollte professionell Unterstützung suchen, worauf bei entsprechenden Themen auch eingegangen wird.

Mein Fazit: Eine tolle Unterstützung, gerade in herausfordernden Zeiten, in denen nicht immer professionelle Hilfe zur Verfügung steht. Wer es liebt, sich durch Bücher in Stresssituationen auffangen zu lassen und dazu neigt, alles mit sich selbst auszumachen, für den ist dieses Buch eine echte Bereicherung.

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