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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Caroline :

Eine Hommage an Paris, Lissabon und die Liebe

Wie sagt man ich liebe dich von Claudia Winter

Ich darf mich zur exklusiven Gruppe der Winti-Girls zählen. Damit habe ich ein echtes Privileg, ich darf Claudia Winters Bücher schon vorab lesen.

Am 15. Juni erscheint offiziell "Wie sagt man ich liebe dich" und ich kann euch sagen, ihr dürft euch auf eine wundervoll, berührende und auch humorvolle Geschichte freuen.

Es ist nun schon ein paar Tage her, dass ich das Buch beendet habe und ich lehne mich mal aus dem Fenster, um zu sagen, dass es meine neue Lieblingsgeschichte von Claudia ist.



Maelys und ihre Tante Valérie kennt die geneigte Leserin bereits aus "Die Wolkenfischerin". Nun folgen wir den beiden nach Paris, wo sie gemeinsam wohnen. Maelys zeichnet für Touristen kleine Portraits und dabei macht ihr ein Fremder ein verlockendes Angebot, das sie nicht ablehnen kann. Antonio sucht die junge Frau im Auftrag seines Großvaters, der in Lissabon lebt.

In Portugals Hauptstadt angekommen, werden sie von Antonios Vovo nicht gerade freundlich empfangen. Valérie steht knapp davor wieder abzureisen. Maelys setzt sich gegen ihre Tante durch, den Auftrag auf jeden Fall durchzuführen.

Es beginnt nicht nur eine romantische Geschichte im heutigen Lissabon. Zwischen Maelys und Antonio knistert es, trotz ihrer Gehörlosigkeit hat sie das Gefühl, Antonio verstehe sie richtig. Er führt sie durch Lissabon, seiner Heimatstadt, zeigt ihr die schönsten Plätzchen und stellt ihr die vielfältige portugiesische Küche vor.

Dazwischen kommt auch Valérie zu Wort, die von der Bretagne nach Paris kam, um dort ein neues unabhängiges Leben zu beginnen. Damals war Paris ein heißes Pflaster. In den 60iger Jahren verlangten die Frauen ihre Freiheit, demonstrierten gegen Kriege und die alte Ordnung.

Eine äußerst gelungene Geschichte, die Vergangenheit und Gegenwart verknüpft. Einen Blick auf Portugal unter der Diktatur wirft und die 68iger Generation ein wenig genauer belichtet.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Da meine Mama aus Frankreich stammt und 1968 Studentin war, habe ich von dieser Zeit natürlich einiges gehört. Portugal allerdings war für mich ein weißer Fleck, der nun koloriert wurde und vor allem Lissabon hat es mir angetan und landet sofort auf meiner Liste, der Städte, die ich noch unbedingt sehen will.

Wer Claudia Winters andere Romane gelesen hat, wird sich ohne Zweifel auch in diese Geschichte fallen lassen können.

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Nichts für Jugendliche

Midnight Blue von L. J. Shen

Klappentext:
Alex Winslow war wie ein Wirbelsturm - wunderschön aus der Ferne, doch wenn man ihm zu nah kam, konnte er einen zerstören

Indigo Bellamy zögert nicht lange, als sie das Jobangebot erhält: Sie soll Alex Winslow, den größten Rockstar der Welt, auf seiner Tournee begleiten und dafür sorgen, dass er nicht wieder auf die schiefe Bahn gerät.

Doch das ist leichter gesagt als getan. Nicht nur ist Alex alles andere als begeistert von der Babysitterin, die ihm an die Seite gestellt wird - vom ersten Moment an knistert es zwischen ihm und Indigo heftig. Dabei haben beide mit den Dämonen ihrer Vergangenheit zu kämpfen und sind nicht bereit, ihr Herz erneut zu riskieren ...


Wieder ein Buch von meinem SuB und von meiner #20für2020 Liste. Ich bin sehr stolz auf mich. Damit habe ich bereits 7 Stück gelesen und das 8. wird heute noch fertig gelesen ...

Ich kannte die Autorin bisher von der Loveletter Convention im letzten Jahr, hatte aber bisher nichts von ihr gelesen. Nun war es einfach Zeit für dieses Buch.

Diese Rockstar-Romance baut auf gewissen Vorurteilen über Rocker auf. Alex Winslow passt in dieses Muster. Gut aussehend, reich, sehr talentiert aber voller Selbstzweifel, die er versucht in Sex, Drogen und Alkohol zu ertränken. Seine Eskapaden lassen seine Agentin und die Plattenfirma die Reißleine ziehen.

Sie möchten eine "Aufpasserin" engagieren, die während einer wichtigen Tour ständig ein Auge auf Alex haben soll, damit er weder Sex- und Drogenparties feiert noch einen Tropfen Alkohol nach seinem Entzug trinkt.

Mit Indigo scheinen sie die perfekte Lösung gefunden zu haben. Zwar stellt sich Indy schon die Frage, warum sie für den scheinbar "einfachen" Job, so gut entlohnt werden soll. Da sie aber das Geld dringend braucht, nimmt sie den Auftrag an und fährt mit Alex und der Band auf Tour.

Die Tournee beginn in Australien und damit auch die täglichen Auseinandersetzungen zwischen den Bandmitgliedern und auch Alex und Indigo. Wie es dabei abgeht, ist zeitweise sehr schwer zu ertragen. Alex respektiert keine Grenzen, leitet all seinen Zorn und seine Wut auf die Menschen in seiner Umgebung. Ich muss gestehen, sympathisch machte er sich dadurch nicht gerade.

Indigo stößt oft an ihre Grenzen. Sie muss sich viel gefallen lassen und steht oft davor zu kündigen. Doch der finanzielle Anreiz ist so groß, dass sie einfach durchhalten will. Sie will ihren Traum verwirklichen und ihrem Bruder unter die Arme greifen.

Indigos und Alex Verhältnis ist von Beginn an sehr durchwachsen. Es fliegen die Fetzen, böse und furchtbare Worte, aber es gibt auch die stillen und wundervollen Momente. Die Entwicklung zwischen den beiden ist außergewöhnlich gut beschrieben. Indigo erkennt Alex verletzliche Seite. Diese entschuldigt allerdings nicht immer Alex grausames Vorgehen.

Bis zum Schluss hatte ich meine Probleme mit Alex. Zeitweise ist die Beziehung zwischen ihm und Indigo regelrecht toxisch. Ich würde hier sogar eine Altersempfehlung aussprechen. Für Jugendliche ist die Geschichte meiner Meinung nach nicht geeignet.

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Anfangs solider Krimi - gegen Ende leider einige Schwächen

Marta schläft von Romy Hausmann

Klappentext:
Es ist Jahre her, dass man Nadja für ein grausames Verbrechen verurteilt hat. Nach ihrer Haftentlassung wünscht sie sich nichts sehnlicher, als ein normales Leben zu führen. Doch dann geschieht ein Mord. Und der soll ungeschehen gemacht werden. Ein abgelegenes Haus wird zum Schauplatz eines bizarren Spiels ‒ denn Nadjas Vergangenheit macht sie zum perfekten Opfer.

Und zur perfekten Mörderin ... Ein tief unter die Haut gehender Psychothriller über Schuld, Vergeltung und die Frage, ob ein Täter je wieder frei sein kann.


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Letztes Jahr war "Liebes Kind" von Romy Hausmann in aller Munde. Jeder sprach davon, jeder erzählte davon und ich kam nicht um diesen Thriller herum. Kurz gesagt, er war großartig. Schnell, voller Wendungen und einem für mich überraschendem Ende.

Als "Marta schläft" angekündigt wurde, war mir sofort klar, das Buch muss ich gleich lesen. Die Erwartungen waren natürlich groß.

Ich ging voller Vorfreude ans Werk und das erste Drittel ist gespickt mit verschiedenen Sichtweisen und Geschichten. Da ich gleich merkte, dass mich die vielen Personen vielleicht verwirren könnten, habe ich mein Lesetempo gedrosselt. Das war auf jeden Fall eine gute Idee, um ja nichts zu verpassen. Denn die Figuren enthüllen erst langsam ihre Beziehungen zu einander. Manche Verbindungen lösen sich erst spät auf, also für alle: aufmerksam lesen.

Der Klappentext enthüllt meiner Meinung nach genug, deshalb bestätige ich ihn nur. Ich möchte der Autorin Tribut zollen für ihr Geschick, die Geschichte so verzwickt zu erzählen. Sie hält die Fäden in der Hand, ohne jemals in Verlegenheit zu kommen, riskante Schlaufen zu kreieren. Ständig den Überblick zu behalten, muss anstrengend sein.

Das Buch zu lesen, hat mir Spaß gemacht. Nun kommt das große ABER: ich finde das Ende zu überhastet. Ich hätte gerne noch viel mehr Informationen erhalten. Es sind für mich einige Fragen einfach nicht beantwortet worden. Gleichzeitig stellen sich neue. Das hat mich persönlich doch recht gestört. Am Ende eines Krimis/Thriller hätte ich gerne die Grundgeschichte aufgelöst.

Dennoch bleibt die Autorin auf meiner Must-Read-Liste. Jetzt heißt es wieder einmal warten ... aber das sind wir Bücherwürmer gewohnt.

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Vergangenheit lebensnah erzählt

Die verbotene Zeit von Claire Winter

Klappentext:
1975: Nach einem schweren Autounfall sind Carlas Erinnerungen wie ausgelöscht, und sie setzt alles daran, die verlorene Zeit zu rekonstruieren. Der Journalist David Grant behauptet, sie sei auf der Suche nach ihrer Schwester gewesen, die vor sechzehn Jahren spurlos an der Küste von Cornwall verschwand.

Doch kann sie ihm vertrauen? Lügen ihre Eltern sie an? Die Wahrheit führt Carla weit zurück in die Vergangenheit, in das Berlin der Dreißigerjahre, zu einer ungewöhnlichen Freundschaft und einer verbotenen Liebe, aber auch einer schrecklichen Schuld ...

Berlin, 1922: Trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft verbindet Edith und Dora von Kindheit an eine so enge und treue Freundschaft, als wären sie Schwestern. Dora ist die Tochter eines einfachen Hausmädchens, Edith die eines reichen Papierfabrikanten. Die beiden wachsen im schillernden Treiben der Großstadt heran, und ihre Verbundenheit bleibt ihnen auch als Erwachsene erhalten. Dora findet ihr Glück mit dem ehemaligen Sportler Paul Behringer, und Edith heiratet den Adeligen Maximilian von Stettenheim. Doch wahre Liebe begegnet Edith erst mit dem charismatischen Violinisten Jules Cohn. In den gefährlichen politischen Zeiten der Dreißigerjahre lässt Edith sich auf ein gewagtes Spiel ein, denn Jules ist Jude und im Widerstand aktiv. Dora bleibt der einzige Mensch, dem sie vertrauen kann. Und Edith wird schließlich gezwungen, die Freundin um etwas zu bitten, das ihrer aller Leben auf dramatische Weise für immer verändern wird ...


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75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs gibt es immer weniger Zeitzeugen, die ihre Erinnerungen mit uns teilen könnten. Noch immer verweigern sich Menschen der Geschichte und deshalb sind solche Bücher wie "Die verbotene Zeit" wichtig.

Die 70iger Jahre waren geprägt vom Schweigen der älteren Generation, die den Krieg miterlebt hatten und der wachsenden Wirtschaft. Niemand wollte sich den Gräuel der Vergangenheit stellen, aber manche hielten sich nicht an das kollektive Gebaren.




Solche eine mutige Person ist Carla in diesem Buch. Ein Gedächtnisverlust über die letzten paar Monate, verursacht durch einen Autounfall, bringt sie dazu diese Zeit aufzuarbeiten. Dabei entdeckt sie seltsame Notizen, die sie zu dem Journalisten David Grant bringt. Dieser erzählt ihr von ihrem ersten Treffen kurz vor dem Unfall. Nach und nach setzt sie die Teile der verlorenen Zeit zusammen und macht sie wieder auf die Suche nach einer Freundin ihrer Mutter, die während oder nach dem Krieg verschwunden ist.

Die Autorin nimmt sich eines Stilmittels an, welches mir besonders gefallen hat. Ihr Roman spielt im Jahr 1975. Die fehlenden modernen Hilfsmittel (wie Handy, PC und Internet) könnten die Geschichte langsamer machen. Dem ist aber überhaupt nicht so, denn die Zeitzeugen machen Carlas Nachforschungen sehr spannend und greifbar.

Die Story dreht sich nicht nur um die Verbrechen, die im Zweiten Weltkrieg verübt wurden, sondern über Freundschaft jenseits aller gesellschaftlichen Grenzen, Schuld und Vergebung, Liebe inner- und außerhalb der Familie.

Wie auch schon bei "Die geliehene Schuld" fliegen die Seiten nur so dahin. Claire Winter versteht es vorzüglich die Spannung aufzubauen, aufrechtzuerhalten und auch mal zu unterbrechen. Im Juli erscheint ein weiterer Roman "Kinder ihrer Zeit". Ich bin schon sehr gespannt, welche Geschichte sich hinter diesem Titel versteckt.

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Witzig, lustig, unterhaltsam und kurzweilig

The Secret Book Club - Ein fast perfekter Liebesroman von Lyssa Kay Adams

Klappentext:Die erste Regel des Book Club lautet: Ihr verliert kein Wort über den Book Club!

Der Auftakt einer hinreißenden Serie über eine Gruppe von Männern, die heimlich Liebesromane lesen ...



Die Ehe von Profisportler Gavin Scott steckt in der Krise. Genau genommen ist sie sogar vorbei, wenn es nach seiner Frau Thea geht.

Und das darf nicht sein. Thea ist die Liebe seines Lebens! Und er versteht, verdammt noch mal, nicht, was überhaupt passiert ist. Eigentlich müsste SIE sich bei IHM entschuldigen! Gavin ist ratlos und verzweifelt – bis einer seiner Freunde ihn mit zu einem Treffen nimmt. Einem Treffen des Secret Book Club. Hier lesen und diskutieren Männer heimlich Liebesromane, um ihre Frauen besser zu verstehen. Gavin hält das für Schwachsinn. Wie sollen Liebesschnulzen ihm helfen, seine Ehe zu retten? Doch die Lektüre überrascht ihn. Und Thea steht eine noch viel größere Überraschung bevor!

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Zuerst muss ich dem Verlag ein riesiges Kompliment zu ihrem genialen Marketing zu dieser Serie machen. Bereits letztes Jahr verstand es Kyss uns mit Klappentext und Cover zu ködern.

Männer die Liebesromane lesen, um ihre Frauen besser zu verstehen, klang einfach zu verlockend, um auf die Reihe zu verzichten.

Ich für meinen Teil habe den 1. April herbei gesehnt, da vor der Printausgabe das eBook erscheinen sollte. Vorbestellt und zack am Reader.

Zum Inhalt möchte ich nichts weiter erzählen, der Klappentext fasst diesen sehr gut zusammen. In einem geheimen Buchclub lesen Männer Romane - Liebesromane, um genauer zu sein.

Stellt euch einfach bildlich vor, wie sich Männer - darunter Profisportler, Businessmänner und Politiker - über echt schnulzige Liebesromane unterhalten. Läuft euer Kopfkino schon? Sie besprechen auch die heißen Szenen und analysieren die Handlungen der männlichen Hauptfiguren. Ich kann euch einen wahren Lesespass garantieren.

Ist das ganze Szenario realistisch? Nicht wirklich, aber ich lasse mich gerne mal in eine lustige und unterhaltsame Welt entführen. Halte den Männern die Daumen, um die Liebe ihres Lebens zurückzuerobern. Sie haben dieses Mal alle meine Sympathien auf ihrer Seite und hoffe für alle Beteiligten auf ein Happy End.

Im August erscheint der zweite Teil. Im Mittelpunkt steht natürlich wieder der Buchclub und Mack (der bereits seine denkwürdigen Auftritte hatte) beißt sich an Liv die Zähne aus, um sie zu erobern. Das wird sicherlich auch ein Spaß.

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Toller New Adult Roman aus deutscher Hand

Finde mich. Jetzt von Kathinka Engel

Klappentext:
Sie ist sein Hoffnungsschimmer in der dunkelsten Nacht
Von der Liebe bitter enttäuscht, zieht Tamsin zum Literaturstudium ins kalifornische Pearley. Sie möchte sich auf sich selbst konzentrieren, den Männern hat sie ein für alle Mal abgeschworen. Doch dann trifft sie auf Rhys. Er ist unnahbar und faszinierend.

Was Tamsin nicht weiß: Er saß seine gesamte Jugend unschuldig im Gefängnis. Jetzt muss sich Rhys plötzlich in einer ihm völlig fremden Welt behaupten. Auch er fühlt sich zu Tamsin hingezogen, die ihm voller Tatendrang hilft, alles Verpasste nachzuholen. Langsam beginnt er wieder zu vertrauen. Doch Rhys hat Tamsin noch längst nicht alles erzählt …


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Durch die Idee von May.love.books haben wir gemeinsam dieses Buch gelesen. Ich konnte mich noch erinnern, dass ich die Ausgaben des öfteren in meiner Lieblingsbuchhandlung Tyrolia gesehen zu haben, aber ich konnte mich nicht dazu entschließen, sie auch mit nach Hause zu nehmen.
Ein #buddyread gibt immer die Möglichkeit sich auszutauschen und herauszufinden, ob der eigene Eindruck stimmt oder ob man vielleicht etwas übersehen hat. In diesem Fall waren May und ich uns einig. Schon die ersten Kapitel waren mitreißend und wir konnten uns kaum an unsere Abmachung bezüglich des Lesetempos halten.

Tamsin und Rhys könnten nicht unterschiedlicher sein. Tamsin ist in einer (liebevollen) Familie aufgewachsen und musste auf nichts verzichten. Jedoch wurde sie ständig kontrolliert, korrigiert und auch ihre Freunde mussten von ihren Eltern bewilligt werden. Als ihre Freund sie betrügt, ist für Tamsin klar, dass nun ein komplett neuer Abschnitt beginnen muss. Sie schreibt sich an einer weit entfernten Uni ein, um herauszufinden, wer sie ist, was sie vom Leben möchte. Trotz ihrer Unsicherheit und Angst freut sie sich auf diese Zeit und sieht positiv auf ihre neuen Erfahrungen.

Rhys dagegen hatte eine echt harte Kindheit und wurde mit 15 Jahren unschuldig ins Gefängnis gesperrt. Nun sechs Jahre später versucht er wieder Fuß zu fassen. Sein Misstrauen gegenüber allen Menschen ist riesig. Sogar seine Sozialarbeiterin Amy hat schwer gegen seine vorgefasste Meinung zu kämpfen. Er nimmt ihre Hilfe zögernd an, beginnt in einem Café zu arbeiten, um so seinen Plan durchführen zu können.

In diesem Café begegnen sich Tamsin und Rhys das erste Mal. Die Gegensätze treten sofort und deutlich hervor. Tamsin gut gelaunt, fröhlich und gar nicht schüchtern ein Gespräch anzufangen. Rhys dagegen missmutig, zurückhalten und ruppig. Eine Paar, das es so eigentlich nicht geben sollte, aber Tamsin knackt langsam seine harte Schale. Genau diese Annäherung ohne Eile und Hektik gefiel mir sehr gut. Beide Hauptfiguren tragen Lasten mit sich herum, die sich nicht so einfach abschütteln lassen.

Ganz einfühlsam und sanft erzählt die Autorin die Geschichte. Sie lässt sowohl Tamsin als auch Rhys Zeit sich zu entwickeln, Fehler zu machen, falsch zu reagieren und Probleme zu lösen. Natürlich gibt es auch Drama, aber in sehr akzeptablen Maßen. Denn es muss nicht immer alles ganz furchtbar werden, um zu einem Happy End zu kommen.

Teil 1 habe ich als eBook gelesen und nun stehen alle Bücher bei mir im Regal. Band 2 und 3 werden bald gelesen, denn ich will unbedingt wissen, wie es mit den anderen Figuren weitergeht.

Absolute Leseempfehlung für Fans vom New Adult Genre. Ich betone immer wieder gerne, wie gut deutschsprachige Autorinnen schreiben. Sie halten Vergleichen mit englischen Autorinnen auf jeden Fall stand. Deshalb lest die Finde mich Reihe von Kathinka Engel.

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Music was their first love

Wenn Donner und Licht sich berühren von Brittainy Cherry

Klappentext:
Sich in Jasmine Greene zu verlieben, fühlte sich an wie ein warmer Sommerregen. Leicht und unbeschreiblich schön. Aber als wir uns Jahre später wieder gegenüberstehen, ist von dem Sommerregen nichts mehr übrig. Stattdessen sehe ich in ihren Augen einen tosenden Sturm. Wie lange tobt er schon dort? Wie lange hat er sich schon in ihrer Seele zusammengebraut? Ihr Herz ist für immer gebrochen, und ich hasse mich dafür, dass ich es jetzt erst bemerke - wo es vielleicht schon zu spät ist.

Brittainy C. Cherry ist für mich (neben Colleen Hoover, J. Lynn und noch einigen anderen) das Paradebeispiel einer grandiosen Liebesromanautorin. All ihre Geschichten sind voller Dramatik und Emotionen, manchmal vielleicht um das kleine Bisschen zu viel, aber niemals so furchtbar erdrückend und traurig, dass ich nicht mehr weiterlesen möchte.

In diesem Roman verschlägt es uns nach New Orleans, der weltberühmten Stadt des Jazz. Jasmine lebt dort mit ihrer Mutter und versucht dort endlich den Durchbruch zu schaffen. Jasmines Mutter hält die Zügel streng in der Hand und nur durch Hartnäckigkeit kann Jasmine auf eine öffentliche Schule gehen. Ihr Leben besteht aus Schule, Tanz, Stimmtraining und ständiger Diät, um ja kein Gramm zuzunehmen.

In der Highschool fühlt sie sich wohl, denn da kann sie den engen Zwängen ihrer Mutter entgehen. Sie gehört bald zu den beliebten Schülerinnen und hätte es nicht notwendig sich für einen kleinen, dürren Nerd einzusetzen.

Elliott wird ständig von Mitschülern angegriffen und er kann sich nicht gegen sie wehren. Als Jasmine eines Tages dazwischen geht, um Elliott beizustehen, beginnt eine zaghafte und außergewöhnliche Freundschaft zwischen den beiden. So unterschiedlich sie vorerst erscheinen, vereint sie die Leidenschaft zur Musik. Elliott spielt Saxophon, wie ein Profi und Jasmine singt für ihr Leben gerne - vor allem Soul.

Die Chemie zwischen Elliott und Jazz stimmt von der ersten Zeile an. Ihre Freundschaft entwickelt sich langsam und Jasmine weiß recht schnell, dass sie sich Hals über Kopf in Elliott verliebt hat. Somit hätte das Buch schon vorbei sein können, aber wer B.C. Cherry kennt, dass nun das Schicksal gnadenlos zuschlägt.

Elliott und Jasmine werden für sechs Jahre getrennt. Der Kontakt bricht völlig ab und erst als Jazz wieder nach New Orleans zurück kommt, sehen sie einander wieder. Als sie Elliott begegnet, kann sie nicht fassen, wie sehr sich sein Leben verändert hat. Nichts ist mehr vom liebevollen Jungen übrig. Ein großer gut trainierter Mann tritt ihr entgegen, dem kein Gefühl mehr anzusehen ist.

Eine aufwühlende Story, die sich anfangs arg um Mobbing dreht. Ich kann solche Handlungen, die von wenigen ausgehen und von den Mitläufern mitgetragen werden, einfach nicht verstehen. Vor allem erscheint mir dieses Thema in den USA noch weiter verbreitet zu sein, wie in Europa aber auch hier erhält Mobbing einen immer größeren Stellenwert. Für mich klar ein Verbrechen, das niemals totgeschwiegen werden darf.

Nachdem ich das Buch schon vor einigen Tagen beendet habe, glaube ich immer noch, dass der Klappentext nicht ganz passend ist. Vielleicht kann mir jemand seinen Eindruck schildern.

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Was steckt hinter Laylas Verschwinden?

Solange du schweigst von B.A. Paris

Klappentext:

Seine Freundin ist verschwunden. Er hat der Polizei alles erzählt. Die Wahrheit. Aber nicht die ganze …

Finn und Layla: jung, verliebt, ihr ganzes Leben liegt vor ihnen. Doch auf dem Heimweg von einem Urlaub in Frankreich passiert etwas Schreckliches. Finn hält an einer Raststation und lässt Layla kurz allein im Wagen.

Als er zurückkehrt, ist Layla verschwunden und wird nie wieder gesehen. Das ist die Geschichte, die Finn der Polizei erzählt. Es ist die Wahrheit. Aber nicht die ganze.
Zwölf Jahre später hat Finn sich ein neues Leben aufgebaut. Er ist glücklich mit seiner Freundin Ellen – Laylas Schwester. Doch dann erhält er einen Anruf. Jemand hat Layla gesehen. Kurz darauf häufen sich die Zeichen, dass Layla sich ganz in der Nähe aufhält. Doch ist sie wirklich noch am Leben? Finn weiß nicht mehr, was er glauben soll. Vielleicht spielt jemand nur ein grausames Spiel mit ihm – aber aus welchem Grund?



Vor drei Jahren habe ich zufällig "Saving Grace" von der Autorin entdeckt und bis zum heutigen Tage kann ich mich an die Geschichte erinnern. Deshalb bin ich immer wieder gespannt, wenn ein neues Buch von ihr erscheint.

"Break Down" aus dem Jahr 2018 hat mir zwar gefallen, aber nicht so richtig abgeholt.

Mit "Solange du schweigst" erreicht sie zwar nicht die Qualität ihres ersten Buches, aber mir gefiel die Story sehr gut.

Die Geschichte wird aus zwei verschiedenen Perspektiven erzählt, die tiefe Einblicke in die Gefühlslage der zwei Figuren gibt. (Ich verrate hier absichtlich nicht, welche Charaktere)

Die Rückblicke erklären die Umstände unter denen Finns Freundin Layla verschwindet. Lässt allerdings einiges im Dunkeln und damit beginnen die Spekulationen. Die möglichen Szenarien schwirren herum, ergeben manchmal Sinn und dann wieder zerplatzen sie wie Seifenblasen.

Wieder spielt die Autorin mit dem Kopfkino der Leser. Daher entstehen Erwartungen, die manchmal erfüllt werden und dann auch wieder nicht. Wie schon bei "Saving Grace" ist es die Mischung aus düsterer Atmosphäre und dunklen Vorahnungen, die das Lesen zum Vergnügen macht.

Gegen Ende wird die Story ein wenig verwirrend, aber ich hatte nie das Gefühl der Handlung nicht folgen zu können.

Ich hatte auch das Gefühl dieses Buch wäre anders aufgebaut als die Vorgänger. Deshalb hat es mir auch gut gefallen. Gebt der Geschichte eine Chance, aber vergleicht sie nicht mit "Saving Grace".

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Wohlfühllektüre der besonderen Art

Sommer in Villefranche von Birgit Hasselbusch

Klappentext:

Plötzlich Französin!

Insa Nicolaisen (40) befindet sich gerade in einer Phase im Leben, in der man sich für a) durchhalten oder b) die Flucht nach vorn entscheiden kann. Insa entscheidet sich für Variante b), nimmt die Flucht wörtlich und wandert aus. Und zwar genau dorthin, wo sie die glücklichste Zeit ihres Lebens verbracht hat: Südfrankreich.

Was malerisch klingt, ist es auch – bis einige unvorhergesehene Dinge geschehen...

Ein Aussteiger-Roman? Eine Liebesgeschichte? Ein Frankreich-Trip? Eine Hymne an die Freundschaft? Von allem etwas – und das nicht zu knapp!


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Dank der Ausgangssperre in Tirol seit 16. März müssen wir uns im Kopf an die schönsten Plätze der Welt begeben. Damit habe ich keinerlei Probleme, denn in meinem SuB gibt es einige wundervolle und schöne Bücher, die irgendwo in der Sonne spielen.

Schon das Cover von Birgit Hasselbuschs Buch "Sommer in Villefranche" zeugt von mediterranem Flair.

Insa reist kurzentschlossen nach Südfrankreich, um die angebotene Stelle einer Haushüterin/Vermieterin anzunehmen. An dem Haus angekommen, entdeckt sie, dass dieses weit davon entfernt ist, dann Feriengäste vermietet zu werden. Im Haus wohnt noch immer die (Fast)-Ex-Ehefrau des Eigentümers und sie hat auch überhaupt nicht vor das Feld kampflos zu räumen.

Insa lässt sich aber nicht so schnell verjagen und bleibt am Ball. Wobei so ein wunderschönes Haus in Südfrankreich ließe auch mich nicht so schnell aufgeben.

Dieses Buch eignet sich wunderbar, um den schlechten Nachrichten dieser Tage zu entfliehen. Die Landschaft treffend beschrieben, fiel es mir sehr leicht, mich in die Story fallen zu lassen. Regelmäßige Besuche in französischen Restaurants haben mich animiert, die Kochbücher meiner Mama herauszukramen und Kindheitserinnerungen wieder zu wecken.

Eine großartige Geschichte über Frauen in verschiedenen Lebensbereichen, die entdecken, dass das Leben nicht einfach vorbei ist, wenn eine langjährige Beziehung beendet wurde. Ein Buch über alte Freundschaften, neue Freundschaften, alte Liebe und junge Liebe, aber vor allem über die Liebe zum Leben, egal in welchem Alter.

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Ein Wiedersehen mit den MacKenzies

Victorian Rebels - Mein Ende und mein Anfang von Kerrigan Byrne

Klappentext:
In der Liebe und im Krieg ist alles erlaubt ...

Samantha Masters wird zur Gejagten, als sie ihren skrupellosen Ehemann erschießt, um der jungen Schottin Alison Ross das Leben zu retten. Diese bietet ihr jedoch eine einmalige Chance, ihrer Notlage zu entkommen: Sam soll sich als die junge Adlige ausgeben, um das Anwesen der Familie Ross zu retten, das sich der Highlander Gavin MacKenzie mit allen Mitteln aneignen will.

Weder Drohungen noch Verführung können Sam beeindrucken, ganz gleich, wie sehr Gavin ihr Blut insgeheim in Wallung bringt. Doch als ihre Vergangenheit sie einholt, begreift sie, dass er ihr einziger Verbündeter sein könnte ...

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Endlich wieder in Schottland, wenn auch nur im Zuge eines Buches. Dazu noch die MacKenzies damit befand ich mich in meinem persönlichen Himmel.

Der Prolog gibt sofort einen Einblick in die furchtbare Kindheit von Gavin bzw. der MacKenzie Brüder. Eine an Grausamkeit kaum zu überbietende Zeit, die jeden der Brüder prägt. Die Weichen für die Zukunft wurden gestellt und auch die Differenzen zwischen "Highlandteufel" und Gavin.

Samantha kommt nach Schottland indem sie die Identität von Alison Ross übernimmt. Recht schnell fühlt sie sich in den Highlands heimisch. Sie verfällt den grünen Hügeln, den wundervollen Rindern. Mit Gavin St. James will sie eigentlich keinen näheren Kontakt, da ihr Alison eine Warnung mit auf den Weg gegeben hat.
Trotz ihres starken Willens und ihres Selbstbewusstseins stößt sie an ihre Grenzen. Sie begibt sich in den Schutz von Gavin, aber zu ihren Bedingungen.

Neben den zwei Hauptfiguren treffen wir auch wieder auf altbekannte Gesichter, die mich lächeln ließen. Schließlich handelt es sich dabei um den "Highlandteufel" und seine bezaubernde Gattin Farah, die ihre Rollen hervorragend spielen und isch auch nicht mit treffenden Bemerkungen zurückhalten.

Die Geschichte ist eine gelungene Mischung aus witzigen spritzigen Dialogen, wundervollen Landschaftsbeschreibungen und einer spannenden Hintergrundstory. Ich liebe solche Historicals einfach. Sie lassen mich an meinen Sehnsuchtsort reisen und unterhalten mich.

Noch habe ich nicht in Erfahrung bringen können, ob der sechste Band auch übersetzt wird. Ich hoffe aber sehr.

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