Kunden em pfehlungen
Rezensionen von April1985 :
Eine unglaublich intensive und emotionale Mutter-Tochter-Beziehung - Achtung Sogwirkung!
All das Ungesagte zwischen uns von Colleen Hoover
Ich wollte schon länger ein Buch von Colleen Hoover lesen und mir eine Meinung zu der beliebten Autorin bilden. All das Ungesagte zwischen uns erschien mir der perfekte Einstieg ins CoH-Universum zu sein. Erstens ist es ganz neu erschienen, zweitens hatte ich das Gefühl, dass sich dahinter ausnahmsweise mal keine 0-8-15-Romanze versteckt und drittens fand ich den Klappentext absolut vielversprechend.
Ich bin richtig glücklich, dass mich meine Intuition nicht getäuscht hat, denn das Buch hat alles mitgebracht, was ich mir erhofft und erwartet hatte. Authentische Protagonisten, eine fesselnde Handlung, spannende Überraschungsmomente und unglaublich viele Emotionen.
Das Buch ist abwechselnd aus Sicht der 34-jährigen Morgan und ihrer 16-jährigen Tochter Clara geschrieben. Morgan war mir als Protagonistin zwar etwas näher - allein schon wegen des Alters - ich konnte mich aber auch unglaublich gut in die pubertierende Clara hineinversetzen. Colleen Hoover hat es schon nach wenigen Kapiteln geschafft mir die beiden Frauen unglaublich nahe zu bringen. Selten habe ich so intensive Gänsehautmomente erlebt wie mit Morgan und Clara. Ich habe ihre Denkweisen, Ansichten und Handlungen, auch wenn sie teilweise situationsbedingt überzogen waren, alle nachvollziehen können.
Das Mutter-Tochter-Gespann macht nach einem tragischen Vorfall eine schwere Zeit durch. Nicht nur, dass die beiden sich von geliebten Menschen verabschieden mussten, es kommen auch unfassbare Ereignisse ans Licht, die Morgans und Claras Leben vollkommen aus der Bahn werfen. All das Ungesagte zwischen uns erzählt die Geschichte einer Mutter-Tochter-Beziehung, die vorallem daran leidet, dass zuviel Unausgesprochenes im Raum steht. Sowohl Morgan, als auch Clara haben jede Menge Geheimnisse voreinander und schleppen einen unglaublichen Ballast auf der Seele mit sich herum. Ich hätte die beiden nicht nur einmal gerne durchgeschüttelt und sie angefleht doch endlich miteinander zu reden. Es was wirklich eine rasante Achterbahnfahrt der Gefühle mit freudigen, traurigen, wütenden und auch sehr liebe- und hoffnungsvollen Momenten.
Colleen Hoover konnte mich mit ihrem einnehmenden Schreibstil von der ersten Seite an fesseln. Auch wenn ich einige Dinge vorhergesehen habe, so war es trotzdem spannend, teilweise sogar schockierend, es schwarz auf weiß zu lesen. Die Handlung hat mich unglaublich berührt und eine richtige Sogwirkung beim Lesen entfaltet.
All das Ungesagte zwischen uns ist eine aus dem Leben gegriffene Geschichte, die zeigt was passiert, wenn Menschen aufhören miteinander zu sprechen und anfangen Geheimnisse zu haben, auch wenn sie den anderen nur beschützen wollen. Ich fand das Buch großartig und es wird sicher nicht mein letztes Buch der Autorin sein.
Fazit
Der Buchtitel macht der Geschichte alle Ehre. Ein tragisches Ereignis, eine zerrüttete Mutter-Tochter-Beziehung und die erste große Liebe. Colleen Hoover nimmt uns auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle mit. Die amerikanische Autorin schreibt unglaublich fesselnd und mit viel Tiefgang eine Geschichte, die nah an der Realität gebaut ist. Dazu kommen authentische und natürliche Protagonisten, mit denen ich von der ersten Seite weg mitgefiebert habe. Das Buch war für mich ein unglaublich schönes und intensives Leseerlebnis und ein Highlight. Absolute Leseempfehlung!
Ruhiger Kriminalroman, der zum Mitermitteln einlädt
Wer auf dich wartet von Lodge Gytha
Meine Meinung
Wer auf dich wartet war mein erstes Buch der britischen Autorin Gytha Lodge. Als ich das Buch zu lesen begonnen habe, war mir zunächst nicht klar, dass es sich um den zweiten Teil einer Krimi-Reihe handelt. Mein Leseerlebnis wurde dadurch allerdings in keinster Weise getrübt.
Im Gegenteil, ich hatte an keiner Stelle das Gefühl, dass ich etwas verpasst habe. Gytha Lodges einnehmender und wunderbar flüssiger Schreibstil haben auch dazu beigetragen, dass die Seiten nur so dahin geflogen sind. Und auch der Kriminalfall war von Anfang an spannend und hat zum Mitermitteln aufgefordert.
Wir begleiten in dem Buch Detective Chief Inspector Jonah Sheens und sein Team der Kriminalpolizei Southampton, welche den grausamen Mord an der Kunststudentin Zoe Swardadine aufzuklären haben. Gemeldet wurde das Verbrechen von Zoes Freund und Liebhaber Aiden Pool, welcher die Tat über Skype mitangehört hat. Den Täter selbst konnte er jedoch nicht sehen.
Neben den laufenden Ermittlungen, tauchen wir kapitelweise in Zoes jüngste Vergangenheit ab und rekonstruieren so nach und nach Zoes letzte Stunden vor dem Mord. Wir lernen dabei nicht nur Zoe sehr gut kennen, sondern auch ihr Umfeld und ihre Freunde. Schnell wird klar, dass jeder aus Zoes Bekanntenkreis irgendein Geheimnis verbirgt und ein Motiv für die Tat gehabt hätte. Ich hatte beim Lesen nicht nur einen Verdacht, was den Fall umso spannender für mich gemacht hat.
Ich finde die Strategie von Gytha Lodge die Ereignisse vor dem Mord nach und nach aufzurollen wirklich genial. Vorallem, da man so als Leser wunderbar mitermitteln kann und die Möglichkeit hat seine eigenen Theorien aufzustellen. Ich hatte wirklich das Gefühl Teil des Ermittlungsteams von DCI Jonah Sheens zu sein. Bis zuletzt habe ich gerätselt und versucht die Puzzleteilchen richtig zusammen zu setzen. Und auch wenn ich schon so eine Ahnung hatte, hat mich die Auflösung des Falles überrascht und zugleich auch bestätigt.
Wie es Kriminalromanen ja meist üblich ist, lernen wir das Ermittlerteam auch ein bisschen privat kennen. Ich finde diese privaten Geschichten ja immer ganz interessant, da sie einem die Protagonisten doch näher bringen. Allerdings dürfen die privaten Befindlichkeiten meines Erachtens nach nicht überhand nehmen. Gytha Lodge ist es wirklich sehr gut gelungen die Waage zu halten und den Fokus, der ja auf dem Fall liegen sollte, nicht zu verschieben.
Mich konnte das Buch voll und ganz überzeugen und ich werde die Reihe mit Sicherheit weiter verfolgen.
Fazit
Wer auf dich wartet von Gytha Lodge ist ein ruhig und unaufgeregt erzählter und sehr spannender Kriminalroman, der zum mitraten und mitermitteln einlädt. Die britische Autorin Gytha Lodge schreibt sehr einnehmend und flüssig. Durch die verschiedenen Perspektiven aus dem Ermittlerteam und dem Umfeld des Mordopfers - der Kunststudentin Zoe - können wir nach und nach das grausame Verbrechen rekonstruieren.
Mich konnte das Buch total überzeugen und ich freue mich schon auf weitere Romane aus der Reihe rund um DCI Jonah Sheens und sein Team der Kriminalpolizei Southampton.
Bildgewaltige Zukunftsvision der Menschheit
INFINITUM - Die Ewigkeit der Sterne von Christopher Paolini
Eine Reise durch die unendlichen Weiten des Weltalls. Neue Planeten, Monde und fremde Spezies. Die Ewigkeit der Sterne. Eragon-Autor Christopher Paolini schickt uns in seinem Sci-Fi-Epos auf eine Reise durch Raum und Zeit. Infinitum ist bildgewaltig, komplex, unglaublich detailreich und nur schwer zu beschreiben.
Wer sich an den 960 Seiten dicken Wälzer heranwagt, den erwartet auf jeden Fall ein intensives Leseerlebnis, dass vorallem durch sein grandioses Worldbuilding besticht.
Aber um was geht es jetzt eigentlich? Infinitum erzählt die Geschichte von Xenobiologin Kira Navarez. Die Wissenschaftlerin ist damit beauftragt besiedelbare Planeten zu überprüfen. Bei einer Abschlussmission fällt Kira in eine Felsspalte und entdeckt in der Höhle darunter Anzeichen von außerirdischen Leben. Kira kann zwar aus ihrer misslichen Lage befreit werden, ihr "Unfall" bzw. ihre Entdeckung hat allerdings weitreichende Konsequenzen.
Mehr möchte ich an dieser Stelle eigentlich gar nicht verraten. Aber stellt euch auf ein Weltraumabenteuer ein, in dem viel gekämpft, verhandelt und natürlich durchs Weltall geflogen wird. An Bord der 'Wallfish' erwartet euch, abgesehen vor Kira, eine Crew, die ich so richtig ins Herz geschlossen habe. Ein besonderes und außergewöhnliches Team bilden Captain Falconi, das Schiffsgehirn Gregorovich, Bordschwein Göffel und Kater Mr. Fuzzypants. Sie stehlen Kira eindeutig die Show. Tatsächlich wirkt die Protagonistin wirklich etwas langweilig und blass neben den anderen Charakteren. Das macht aber nichts, denn das Gesamtpaket passt einfach.
Am meisten hat mich an Paolinis Sci-Fi-Kunstwerk ohnehin das Worldbuilding beeindruckt. Dieses hat ein gigantisches Ausmaß, ist wahnsinnig komplex, detailliert und facettenreich. Der Autor selbst nennt seine Welt "Fractalverse". Die Menschheit hat das Weltall erobert und sich auf neuen Planeten angesiedelt. Die Zukunftsvision mit all seinen Planeten, Monden, fremden Spezies, Raumstationen und Raumschiffen erinnert etwas an Star Trek. Der Fantasie sind hier wirklich keine Grenzen gesetzt. Fürs bessere Verständnis und zur Visualisierung seines "Fractalverse" gibt es unzählige Karten und Abbildungen im Buch. Außerdem findet sich am Ende ein umfangreicher Glossar, der die unzähligen fremden und wissenschaftlichen Begriffe erklärt. Das Buch fordert wirklich etwas Zeit und Konzentration beim Lesen. Wenn man sich aber einmal darauf eingelassen hat, lässt es einem nicht mehr los. Zumindest ich war gebannt und erstaunt, welch grandioses Universum sich vor meinem geistigen Auge aufgetan hat.
Fazit
Infinitum - Die Ewigkeit der Sterne ist ein bildgewaltiger Sci-Fi-Epos, der vorallem durch sein grandioses Worldbuilding besticht. In Christopher Paolinis Zukunftsvision haben die Menschen das Weltall besiedelt und müssen sich nun vor der Eroberung durch fremde Spezies verteidigen. Der einnehmende Erzählstil des Autors ist detailreich, komplex und bildgewaltig. Die Handlung ist relativ simpel und hat dennoch Sogwirkung. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung, aber man sollte schon etwas Zeit und Muße aufbringen.
Sehr schwarzhumorige Anekdoten aus Omamas Leben
Omama von Lisa Eckhart
Am Buchrücken steht groß geschrieben "tabulos, intelligent, böse, geschliffen – und sehr, sehr komisch". Eigentlich könnte ich meine Rezension damit beenden, denn diese wenigen Worte beschreiben Lisa Eckharts Romandebüt punktgenau. Die österreichische Kabarettistin und Poetry-Slammerin erzählt sehr wortgewandt, derb und mit viel Sarkasmus und schwarzem Humor gespickt die Geschichte ihrer Oma Helga, welche in der Nachkriegszeit beginnt und fast ein ganzes Leben später in einer skurrilen Kreuzfahrt in den Norden endet.
Lisa Eckhart beweist, dass sie nicht nur auf der Bühne glänzt, sondern auch schreiben kann. Ihr Spiel mit den Worten ist einfach grandios, nahezu poetisch. Dass die Autorin dabei dem österreichischen Dialekt treu bleibt, hat mich umso mehr gefreut. Die Anekdoten, die sie niedergeschrieben hat sind herrlich derb, teilweise bitterböse, überspitzt und gehen mitunter auch unter die Gürtellinie. Man muss diesen besonderen Humor schon mögen und sich darauf einlassen können, um das Buch vollends genießen zu können.
Noch besser hätten mir Oma Helgas Erinnerungen gefallen, wenn das Buch mit Kapitel versehen gewesen wäre. Als durchgängige Geschichte liest sich das Buch nämlich ein bisschen mühsam. Lisa Eckhart schweift oft und gerne ab und verliert sich in Parodien, sodass man leicht den Faden verlieren kann. Hätte man das Buch mit kürzeren Kapiteln und passenden Überschriften versehen, wäre das Leseerlebnis sicher noch besser und intensiver gewesen. Einzelne Passagen waren so einprägend und genial, dass ich sie gerne nochmals lesen würde. Hätte man Einteilungen wäre dies leicht und ohne viel Aufwand möglich. Schade, dass auf eine Kapiteleinteilung verzichtet wurde.
Für mich war Omama dennoch ein großartiges Leseerlebnis, welches mich unglaublich zum Lachen, aber auch zum Nachdenken gebracht hat. Eine Leseempfehlung gibt's allerdings nur eingeschränkt, da man mit der besonderen Art der Kunstfigur Lisa Eckhart umgehen können muss. Ich würde empfehlen vorm Kauf unbedingt die Leseprobe zu lesen.
Fazit
Schwarzhumorig, derb, vulgär und bitterböse, aber auch philosophisch, intelligent, wortgewaltig und herrlich frech. Kunstfigur Lisa Eckhart erzählt tabu- und schonungslos aus dem Leben ihrer Omama. Das Buch ist im österreichischen Dialekt verfasst und hält eine Vielzahl an Anekdoten parat. Auch wenn ich das Buch großartig finde, empfehle ich es nur eingeschränkt weiter. Man muss den speziellen Humor schon mögen. Daher unbedingt vorher in die Leseprobe schauen.
Historischer Kriminalroman über die Anfänge der Kriminalistik
Der falsche Preuße von Uta Seeburg
Meine Meinung:
Die Zeitreise nach München um die Jahrhundertwende war tatsächlich ein sehr unterhaltsames Unterfangen und das obwohl es einen äußerst kuriosen Mordfall aufzuklären gab. Mit dem königlichen Sonderermittler Gryszinski an meiner Seite und den neuesten Errungenschaften in der Fallanalyse und Kriminalistik liefen die Ermittlungen aber wie am Schnürchen.
Nur die etwas altertümliche Sprache war ein klein wenig anstrengend zu lesen, aber dafür durch und durch humorvoll.
Uta Seeburg hat mit Sonderermittler Wilhelm Freiherr von Gryszinski einen sehr sympathischen Charakter erschaffen. Der preußische Offizier wird nach München beordert, um der Polizei die neuesten Erkenntnisse in der Spurensicherung näher zu bringen. Zum Glück lässt der erste Mordfall im bierseeligen München nicht all zu lange auf sich warten. Ausgerechnet ein Bierbeschauer wird ermordet aufgefunden. Die einzigen Hinweise am Tatort sind ein einzigartiger und sehr kostbarer Federmantel, den der Tote trägt und der Abdruck eines Elefantenfußes. Allein diese Szenerie war schon so herrlich skurril, dass ein richtiges Lesefieber bei mir ausgebrochen ist.
Schauplatz der Ereignisse ist München im Jahr 1894. Uta Seeburg hat mir ihren detailreichen Beschreibungen der Stadt, die bis ins kulinarische abschweifen, die Epoche richtig lebendig dargestellt. Von der Lebensweise, zu den Wundern der Technik, über kulinarische Gaumenschmäuße bis zur neuen Wissenschaft namens Kriminalistik hat Uta Seeburg offensichtlich eingehend recherchiert und ein authentisches Porträt der Jahrhundertwende abgeliefert.
Auch der preußische Sonderermittler Wilhelm Freiherr von Gryszinski ist sehr authentisch dargestellt. Als preußischer Offizier ist er seiner Heimat treu und kommt ganz schön ins Schwitzen, als sich der Mordfall mehr und mehr als eine Verschwörung nationalen Ausmaßes entpuppt. Mir ist Gryszinski so richtig ans Herz gewachsen. Sowohl als Visionär seiner Zeit, als auch als liebevoller Familienvater und fürsorglicher Ehemann hat er eine großartige Rolle gespielt.
Ich habe diesen historischen Kriminalroman mit all seinen Wendungen und Überraschungen, die er bereit hält, sehr gebannt gelesen. Einzig mit dem Schreibstil hatte ich - vorallem anfangs - so meine Mühen. Uta Seeburg hat für ihren Roman einen sehr altertümlichen Schreibstil gewählt. Dieser passt zwar perfekt in die Zeit und zur Geschichte, allerdings waren die vielen alten Ausdrücke und die verschachtelten Sätze sehr anspruchsvoll. Aufgewogen wird das ganze zum Glück mit unglaublich viel Witz und Humor, sodass sich trotz allem ein wahres Lesevergnügen bei mir eingestellt hat.
Wer Lust auf eine Reise in die Zeit der Bierpaläste, der opulenten Feste und pferdegezogenen Trams hat, der sollte sich diesen raffinierten Kriminalroman nicht entgehen lassen.
Fazit:
Ein skurriler Mordfall, ein sympathischer Ermittler und die Anfänge der modernen Kriminalistik verpackt in einem historischen Kriminalroman, der Ende des 19. Jahrhunderts angesiedelt ist. Das ganze wird mit viel Humor, jeder Menge Bier und kulinarischen Gaumenfreuden, sowie einer spannenden Tätersuche gewürzt. Klare Leseempfehlung!
Urban Fantasy, der einem die nordische Sagenwelt näher bringt
The Last Goddess, Band 1: A Fate Darker Than Love (Nordische-Mythologie-Romantasy von SPIEGEL-Bestsellerautorin Bianca Iosivoni) von Bianca Iosivoni
Meine Meinung:
Percy Jackson, Apollo und Zane sind der beste Beweis dafür, dass Bücher mit mythologischem Hintergrund funktionieren und ihre Leser in ihren Bann ziehen. Ich bin ebenfalls schon lange auf diesem Zug aufgesprungen und so durfte ich mir Bianca Iosivonis The last Godess natürlich nicht entgehen lassen.
Die Autorin entführt uns in die Welt der nordischen Gottheiten, genauer gesagt nach Valhalla. Blair ist die junge Protagonistin in diesem Romantasy-Roman. Als jüngste Tochter einer Valkyre lebt Blair eigentlich ein relativ normales Leben. Blairs ältere Schwester ist dazu bestimmt in die Fußstapfen ihrer Mutter zu treten und die Aufgabe als eine der neun Valkyren, die gegen den Untergang der Menschheit kämpfen, zu übernehmen. Als Blairs Mum und ihre Schwester jedoch bei einem Autounfall ums Leben kommen, ändert sich Blairs Leben schlagartig. Denn plötzlich ist sie auserkoren, die verantwortungsvolle Aufgabe ihrer Mutter zu übernehmen. Doch Blair sieht sich nicht nur mit ihrem neuen Leben als Valkyre konfrontiert, sie bezweifelt auch, dass der Tod ihrer Familie ein Unfall war. Denn Blair ist sich sicher einen unbekannten Mann am Unglücksort gesehen zu haben. Und während Blair versucht das Unglück aufzuklären, rückt Ragnarök immer näher.
Das Buch ist größtenteils aus Blairs Sicht geschrieben. Einige kurze Kapitel lesen wir aber auch aus der Perspektive von Blairs bestem Freund und heimlicher großer Liebe Ryan. Leider konnte mich Blair als Protagonistin nicht ganz überzeugen und ich habe auch nur schwer Zugang zu ihr gefunden. Ryan fand ich da schon wesentlich interessanter, vorallem da seine Herkunft auch ein großes Geheimnis darstellt, welches Blairs Leben ganz schön auf den Kopf stellt. Ich hätte mir ein paar mehr Kapiteln aus Ryans Sicht gewünscht.
Leider bin ich wie gesagt mit den Personen, vorallem mit Blair bis zum Schuss nicht so richtig warm geworden. Mir fehlte hier einfach die charakterliche Tiefe. Das Buch räumt den Charakteren einfach zu wenig Raum für deren Entwicklung und Entfaltung ein. Für mich war Blair zu oberflächlich beschrieben, ihre Gefühle waren für mich nicht greifbar und so blieb sie für mich ein sehr austauschbare Charakter.
Auch die Handlung hätte ich mir an manchen Stellen etwas mehr ausgearbeitet gewünscht. Einerseits hetzt man durch die Geschichte, andererseits hat man aber auch das Gefühl auf der Stelle zu treten. So richtig abholen könnte mich die Story ca. ab der Hälfte. Da kam dann endlich die erhoffte Spannung auf und auch die eine und andere unvorhersehbare Wendung auf die ich so sehnlich gewartet habe.
Bianca Iosivonis Schreibstil und die Grundidee finde ich im Übrigen großartig. Die Autorin schreibt sehr einfach, frisch und jugendlich. Die Einbindung des nordischen Mythos in den modernen Romantasy-Roman ist wirklich geglückt. Die Beschreibungen von Valhalla und den zahlreichen mythischen Wesen wie das Eichhörnchen Ratatöskr oder der Ziege Heidrun haben der Geschichte viel Leben eingehaucht. Ich fand es spannend in die nordische Sagenwelt einzutauchen, auch wenn es auch hier gerne etwas mehr in die Tiefe hätte gehen können. Ich hoffe hier mal auf den zweiten Teil, wenn wir Valhalla wieder über die Weltesche Yggdrasil betreten dürfen. Ich werde mir die Fortsetzung auf jeden Fall holen. Das Ende war nämlich ein ziemlicher Cliffhanger und konnte mich so richtig packen.
Fazit:
The last Godess - A Fate darker than Love ist ein Romantasy-Roman, welcher uns nach Valhalla mitnimmt. Bianca Iosivoni nimmt uns mit auf einem Streifzug durch die nordische Mythenwelt. Auch wenn ich mir an manchen Stellen mehr Tiefgang gewünscht hätte, war das Buch ein unterhaltsamer Zeitvertreib für Zwischendurch, den ich gerne gelesen habe.
Unglaublich packender und undurchschaubarer Pageturner
Get Even - Unsere Rache ist süß von Gretchen McNeil
Meine Meinung
Get Even - Unsere Rache ist süß ist der erste Teil der Don't get Mad Serie von Gretchen McNeil. Schauplatz ist eine amerikanische Highschool in der es alles andere als gesittet zugeht. Lästerein, Streitigkeiten und Mobbing, sowohl durch Lehrer, als auch durch Schüler stehen an der Tagesordnung.
Kitty, Margot, Bree und Olivia wollen sich die Situation nicht länger gefallen lassen und gründen die Geheimorganisation DGM. Die 4 Schülerinnen stellen gnadenlos die Mobber vor der ganzen Schule bloß und nehmen so Rache für die Opfer. Als eines Tages eine Zielperson von DGM ermordet aufgefunden wird, geraten die Rachenengel ins Visier der Polizei. Und nicht nur das, denn anscheinend will sich jemand auch an DGM rächen.
Gretchen McNeil konnte mich mit ihrem bittersüßen Jugendthriller von der ersten Seite weg mitnehmen. Ihr Schreibstil ist sehr frisch und jugendlich. Durch die eher kurz gehaltenen Kapitel hat man einfach nur den Drang ständig weiterzulesen. Und es war tatsächlich so, dass ich das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte und es innerhalb von zwei Tagen durchgesuchtet hatte.
Die Geschichte rund um DGM und den Mordfall ist einfach nur durch und durch spannend. Die Autorin hat ein perfekt durchdachtes Buch geschrieben, welches mit unvorhersehbaren Wendungen, unglaublichen Überraschungsmomenten und einem hohen Spannungslevel glänzt. Dazu kommen Charaktere, die ich bis zum Schluss nicht richtig einschätzen konnte, weil einfach alle so undurchschaubar waren.
Das Buch ist aus Sicht der vier Protagonistinnen geschrieben und wir wechseln durch die kurz gehaltenen Kapitel sehr oft die Perspektive. Durch die häufigen Perspektivenwechsel hat die Autorin eine unglaubliche Lebendigkeit erzeugt. Dazu kommt, dass fast jedes Kapitel mit einem Cliffhanger endet.
Schauplatz ist, wie ich eingangs schon erwähnt habe, eine katholische Highschool, auf der es alles andere als christlich zugeht. Das Highschool-Feeling kommt wahnsinnig gut zur Geltung. Da wären Cliquenbildung, Liebelein, Freundschaften, aber auch Neid, Hass, Missgunst und ganz viel Drama. Eben so wie man sich eine amerikanische Highschool mit all seinen Supernerds, Sportlern, Cheerleadern und typischen Außenseitern vorstellt. Auch wenn mir keiner der Charaktere wahnsinnig sympatisch war, habe ich mich unglaublich wohl gefühlt beim Lesen. Ich war nahezu im Rausch, weil ich unbedingt wissen wollte, wer denn jetzt der Mörder ist. Kaum hatte ich jemanden im Verdacht, wurde dieser auch schon wieder entkräftet. Ab einem gewissen Punkt weiß man wirklich nicht mehr, wen man eigentlich noch vertrauen kann und wo der Mörder zu suchen ist.
Am Ende hat die Autorin dann nochmals alles gegeben und mich so richtig sprachlos zurück gelassen. Ich kann euch nur sagen: Lest dieses Buch!
Fazit
Get Even - Unsere Rache ist süß ist ein grandioser Jugendthriller aus der Feder von Gretchen McNeil. Die Autorin hat einen unglaublichen Pageturner geschrieben, der voll von Intrigen, Drama und Racheaktionen ist. Als ein Mord passiert, spitzt sich die Lage nochmal zu und man stellt sich mehr und mehr die Frage, wem man eigentlich vertrauen kann. Das Buch ist unvorhersehbar, steckt voller Überraschungen und lässt einem am Ende sprachlos zurück. Absolute Leseempfehlung!
Fantasy-Debüt mit starken, weiblichen Charakteren und wichtigen Themen
Die Göttinnen von Otera (Band 1) - Golden wie Blut von Namina Forna
Meine Meinung
Namina Forna hat mit "Die Göttinnen von Otera - Golden wie Blut" einen grandiosen Debütroman veröffentlicht. Genauer gesagt ist dieses Buch der erste Teil einer Fantasy-Trilogie, an der ich im wahrsten Sinne des Wortes Blut geleckt habe. Namina Forna hat eine afrikanisch inspirierte Welt erschaffen, in der es grausam und brutal zugeht.
Vorallem Frauen und junge Mädchen werden in dem von Männern beherrschten Reich Otera unterdrückt und ihrer Rechte beraubt. So dürfen sie zum Beispiel nur in männlicher Begleitung und mit Maske das Haus verlassen. Auch Deka wird von ihrem Vater nach diesen Geboten erzogen. Was für uns Leser|innen ziemlich frauenverachtend und rückständig erscheint, ist für Deka allerdings normal und so freut sich das junge Mädchen, welches wegen ihrer dunklen Hautfarbe im Dorf noch nie so richtig akzeptiert wurde, schon auf das Ritual der Reinheit. Bei diesem Ritual wird das Blut junger Frauen am Übergang zum Erwachsensein auf seine Reinheit getestet, was den Frauen wiederum die Zugehörigkeit und ein Leben in der Dorfgemeinschaft garantieren soll. Als während Dekas Ritual die gefürchteten Todesrufer Dekas Dorf angreifen, wird Deka verletzt und dabei werden ihre größten Ängste Wirklichkeit. Denn in Dekas Adern fließt goldenes Blut. Blut, welches sie als Alaki, sprich als Dämon, auszeichnet. Um den Tod zu entgehen, tritt Deka in der Armee des Königs ein. Dieser rekrutiert Alaki, um gegen die Todesrufer vorzugehen und diese endgültig zu vernichten. Nach 20 Jahren im Dienst soll den Alaki Reinheit geschenkt werden, sodass diese danach ein normales Leben führen können.
So fesselnd wie das Buch beginnt, geht es auch weiter. Namina Forna hat mich mit ihrem jugendlichen und flüssigen Schreibstil so richtig für sich eingenommen. Die Autorin schreibt sehr atmosphärisch und bildhaft. Sie schreckt auch nicht davor zurück von Mord und Folter zu schreiben. Aber keine Panik; so detailliert die Charaktere und die Welt beschrieben sind, bei den Gräueltaten und brutalen Szenen geht sie nur soweit in die Tiefe, als dies für die Geschichte bzw. das Verständnis notwendig ist.
Mit Deka hat die Autorin eine starke Protagonistin erschaffen, deren Entwicklung authentisch und nachvollziehbar ist. Zu Beginn erscheint die junge Frau noch sehr ruhig und naiv. Sie lebt nach einem aufgezwungenen Diktat und in dem Glauben, dass alles so seine Richtigkeit hat. Als Deka aufgrund ihres Blutes und ihrer "unnatürlichen Art" als Kriegerin in der königlichen Armee ausgebildet wird, beginnt sie nach und nach das System und die Gesetze in Frage zu stellen. Denn nichts ist so wie es zunächst den Anschein hat. Namina Forna hat Dekas Gedanken, ihr Verhalten und ihre Handlungen außerordentlich gut und passend dargestellt. Aber nicht nur Deka, auch die Nebencharaktere glänzen mit ihren eigenen tragischen Geschichten, die einem das Herz schwer werden lassen. Die Autorin greift in ihrem Fantasyroman ernste Themen auf und hat diese gekonnt in die Geschichte verwoben. Themen wie Diskriminierung, Fremdenhass, Sklaverei und die Unterdrückung von Frauen finden sich in der Geschichte wieder und regen zum Nachdenken an.
Im letzten Drittel des Buches kommt es dann auch zu einigen überraschenden Wendungen, die die Ereignisse nochmal in einem ganz anderen Licht darstellen. Auch hier hat Namina Forna alles richtig gemacht. Ich bin natürlich jetzt sehr gespannt wie Dekas Weg weiter geht. Es gibt zwar keinen wirklichen Cliffhanger am Ende, meine Neugierde ist aber angesichts der Geschehnisse am Schluss mehr als geweckt.
Für alle, die sich eine Liebesgeschichte erhoffen, sei noch gesagt, dass es eine gibt. Diese ist aber wirklich sehr sanft und steht nicht im Fokus des Geschehens. Sie spielt sich wirklich nur am Rande ab, was mir in diesem Fall aber sehr gut gefallen hat.
Fazit
Mit "Die Göttinnen von Otera - Golden wie Blut" gibt Namina Forna ihr Romandebut und dieses finde ich mehr als gelungen. Die Geschichte spielt in einer afrikanisch inspirierten Welt, in welcher die junge Protagonistin Deka um ihr Überleben kämpfen muss. Die Autorin hat wichtige Themen wie Frauenunterdrückung, Diskriminierung und Sklaverei in ihren Fantasyroman eingearbeitet. Die Geschichte ist grausam und blutig, lässt einem Nachdenken und fesselt einfach von Anfang bis Ende. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Für mich ist dieser Reihenauftakt ein Lesehighlight, welches ich gerne weiter empfehle.
Das Geheimnis um die verlorene Tochter
Das verborgene Zimmer von Kate Riordan
Das verborgene Zimmer war mein erster Roman von Kate Riordan. Die Autorin hat mit ihrem Familiengeheimnisroman, der uns in den Süden Frankreichs entführt, genau meinen Lesegeschmack getroffen.
In dem Buch geht es um Sylvie Durant, welche nach der Scheidung von ihrem Mann mit Tochter Emma in London lebt.
Dem Familienanwesen La Reverie in Frankreich hat sie nach einem tragischen Vorfall aus der Vergangenheit den Rücken gekehrt. Als jedoch ein Brief eintrifft, in dem Sylvie mitgeteilt wird, dass es in La Reverie einen Brand gegeben hat, sieht sich Sylvie gezwungen nach Frankreich zu reisen und sich ihrer Vergangenheit zu stellen.
Kate Riordan konnte mich mit ihrer Idee recht schnell überzeugen, auch wenn ich am Anfang ein bisschen gebraucht habe, um mich mit dem sehr speziellen Erzählstil der Autorin anzufreunden. Das Buch ist aus Sicht von Protagonistin Sylvie geschrieben. Sylvie selbst ist es, die diese Geschichte erzählt. Wir erleben als Leser hautnah ihre Gedanken, Gefühle und natürlich Handlungen. Dabei wechseln wir immer wieder zwischen zwei Zeitebenen hin und her. Die gegenwärtigen Ereignisse spielen sich im Jahr 1993 ab. In der zweiten Zeitebenen begeben wir uns in die späten 70er bzw. frühen 80er Jahre. Nach und nach wird so das Geheimnis um die dramatischen Ereignisse in La Reverie, welche Sylvie bis in die Gegenwart verfolgen, aufgedeckt. Kate Riordan hat mit diesem Aufbau das Rad nicht neu erfunden, aber das muss sie auch gar nicht, denn es funktioniert. Mich konnte sie damit fesseln! Die Autorin hat einen richtigen Pageturner zu Papier gebracht. Nahezu jedes Kapitel endet mit einem Cliffhanger, sodass man das Buch einfach nur in einem Zug durchlesen mag.
Besonders schön fand ich auch das Setting. Das südfranzösische Flair kam sehr gut zur Geltung. Einfache, französische Sätze runden das Gesamtbild unglaublich gut ab und lassen einem noch besser in den Roman abtauchen.
Wenn ihr gerne Familiengeheimnisromane lest, dann lasst euch Das verborgene Zimmer nicht entgehen.
Fazit
Das verborgene Zimmer aus der Feder von Kate Riordan ist ein unglaublich fesselnder Familiengeheimnisroman, der seine Leser in den Süden Frankreichs entführt. Schauplatz ist das Herrenhaus La Reverie, im dem Protagonistin Sylvie aufgewachsen ist und welchem sie aufgrund dramatischer Ereignisse den Rücken gekehrt hat. Kate Riordan erzählt sehr fesselnd die Geschichte von Sylvie und ihrer Familie und lüftet nach und nach das Geheimnis, welches viele Jahre in La Reverie verborgen lag.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen und daher gibt's auch eine Leseempfehlung!
Sehr naturnaher, unaufgeregter New Adult Roman
Wild like a River von Kira Mohn
Meine Meinung
Nach ihrer erfolgreichen Leuchtturm-Trilogie entführt uns Kira Mohn mit ihrem neuesten Roman in die wildromantische Naturlandschaft Kanadas. Genauer gesagt in den Jasper Nationalpark. Dort treffen wir auf die junge Haven, welche gemeinsam mit ihrem Vater im Herzen des Naturparks lebt.
Havens Vater ist Ranger mit Leib und Seele und Haven möchte nach ihrem Fernstudium in dessen Fußstapfen steigen. Haven ist das alleine sein gewöhnt. Die junge Frau genießt die Stille und Ruhe, welche ihr Leben mit sich bringt. Bis eines Tages Jackson ihren Weg kreuzt. Der Student ist im Nationalpark auf einem Campingtrip mit seinem besten Freund. Als Cayden sich eine Verletzung zuzieht und die Reise abbrechen muss, sucht Jackson den Konakt zu Haven. Während Haven Jackson die wilde Natur näher bringt, fragt sie sich gleichzeitig immer mehr, ob das Leben nicht doch noch mehr für sie bereit hält.
Wie es mit Haven und Jackson weiter geht müsst ihr natürlich selber lesen. Ich mochte die Geschichte der beiden trotz kleiner Abstriche, die vorallem die Charakterdarstellung betreffen, sehr gerne.
Kira Mohn verwöhnt uns mit einem sehr lockeren und leichten Schreibstil. Die 400 Seiten lassen sich wirklich sehr schnell lesen. Was mir ganz besonders gefallen hat ist, dass das Buch ohne großes Drama auskommt. Es passiert eigentlich auch gar nicht so viel. Die Autorin verzaubert uns mit vielen Landschaftsbeschreibungen, die so richtig zum Träumen einladen. Für mich war das Buch auch ein bisschen wir ein Kurzurlaub.
Ich kann mir zwar gut vorstellen, dass es für so manchen Leser ein bisschen zu ruhig zugeht. Ich mochte die Unaufgeregtheit aber in diesem Fall sehr gerne. Es muss nicht immer laut, actionlastig und spannungsgeladen sein. Meiner Meinung nach ist es Kira Mohn ganz wunderbar gelungen ohne diese Elemente auszukommen.
Zu den Protagonisten hatte ich recht schnell einen guten Draht. Haven ist eine junge Frau die man einfach nur gern haben kann. Man merkt einfach, dass sie den Großteil ihres Lebens alleine und ohne viele soziale Kontakte aufgewachsen ist. Man möchte Haven einfach nur an der Hand nehmen und leiten und beschützen. Ich glaube mir ging es da ein bisschen wie Jackson, der in Gegenwart von Haven seinen Beschützerinstinkt - zum Leidwesen seiner Mitmenschen - auch nicht mehr abstellen konnte. Ich muss jedoch an dieser Stelle auch zugeben, dass mir Haven teilweise ein bisschen zu naiv dargestellt war. Es gab so einige Situationen im Buch, die ich mir einfach anders gewünscht hätte. Manches fand ich trotz Havens Unerfahrenheit einfach nicht realistisch. Wem das nicht stört, und mich hat es jetzt auch nicht wahnsinnig gestört, der bekommt mit Wild like a River einen stimmungsvollen, romantischen Kurztrip in die wunderbare Natur Kanadas serviert.
Fazit
Wild like a River ist ein sehr unaufgeregter und stimmungsvoller Liebesroman aus der Feder von Kira Mohn. Die Autorin lässt uns gemeinsam mit ihren Protagonisten Haven und Jackson in die wildromantische Natur Kanadas abtauchen. Das Buch verzaubert mit wunderschönen Landschaftsbeschreibungen, einem wirklich süßen Liebespärchen und kommt dabei ohne viel Drama aus. Von mir bekommt Wild like a River eine klare Leseempfehlung!











