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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Barbara F:

wertvolle Lektüre für Betroffene

Mein Darm ist kein Arsch von Philipp Stehler

Philipp Stehler erzählt seine eigene Krankengeschichte in dem Buch "Mein Darm ist kein Arsch".
Als Leser begleitet man ihn quasi vom Beginn dieser langwierigen Reise bis zum jetzigen Zeitpunkt und man bekommt Einblick in die schwierigsten Zeiten aber auch in die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten bzw - formen.

Das Buch ist kurzweilig geschrieben und die Aussagen werden immer wieder von Fachtexten unterstrichen. Aufgelockert wird das Buch immer wieder mit Fotos.
Bin zwar nur indirekt betroffen aber ich fand seine Tipps und vorallem die Rezepte auch für meine Darmerkrankung recht hilfreich und bin schon dabei sie umzusetzen.

Ich würde das Buch als Mischform zwischen Biografie und Ratgeber einordnen und finde es vorallem für Betroffene hilfreich. Wenn jemand keinen Bezug zu einer Darmerkrankung hat ist es bestimmt eher ermüdend.

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macht nachdenklich

Wenn ich wiederkomme von Marco Balzano

Der Mann schon lange arbeitslos und dem Alkohol zugeneigt, die Kinder beide schulpflichtig, das Haus noch lange nicht fertig und das Geld ständig knapp.
Das sind unter anderem die Gründe warum Daniela, die Mutter von Angelica und Manuel, ihre Familie quasi über Nacht verlässt und mit dem Bus nach Italien fährt um dort als Pflegekraft zu arbeiten.

In drei Abschnitten wird die Situation zuerst aus der Sicht des Jugendlichen Manuel, dann aus Sicht von Daniela selbst und im dritten Teil aus Sicht von Angelica beschrieben.

Das Cover hat mich nicht angesprochen, die Inhaltsangabe allerdings schon und auch den Schreibstil von Marco Balzano mochte ich bereits im Vorfeld und hab dieses Buch deshalb ausgewählt.
In gewohnter Art ist der Text flüssig geschrieben und gibt viel Gelegenheit nachzudenken und einige Dinge zu hinterfragen.

Das Buch hat meine Denkweise sehr verändert, bisher war ich der Meinung, dass es sich bei den ausländischen Pflegekräften um alleinstehende Frauen oder Frauen mit bereits erwachsenen Kindern handelt. Ich hab mir nie Gedanken darüber gemacht, was es für die zurückgebliebene Familie heißt, wenn die Frau/Mutter wochenland im Ausland arbeitet. Und auch was es für die Pflegekräfte selbst bedeutet solange fern der Heimat zu sein.
Mein Respekt vor dieser Arbeit hat sich mit der Lektüre dieses Buches noch vergrößert.

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neue alte Erziehungstipps

Kindern mehr zutrauen von Michaeleen Doucleff

Das Cover hat mich auf den ersten Blick neugierig gemacht, da die Augen des Kindes auch sehr neugierig quasi aus dem Buch blicken. Der Titel "Kindern mehr zutrauen" hat mich ebenfalls angesprochen, da ich mich selbst und viele Eltern in meinem Umfeld immer wieder dabei ertappe, dass wir unseren Kindern soviel als möglich abnehmen wollen.

Die Autorin Michaeleen Doucleff schreibt in ihrem Buch sehr authentisch und leicht zu lesen, wie es ihr mit ihrer damals dreijährigen Tochter Rosy ergangen ist.
Die täglichen Herausforderung haben sie als Mutter überfordert, wütend und verzweifelt gemacht, sodass sie sich auf die Suche nach Alternativen gemacht hat. Dazu ist sie quasi um die halbe Welt gereist und hat die Erziehungsmethoden der Maya, der Inuit sowie der Hadza aus Tansania genauer untersucht. Sie hat sie nicht nur besucht sondern hat auch in der Literatur recherhiert und Interviews gemacht.

Dabei ist sie auf Erziehungsmethoden gestoßen, die sich zum Teil sehr von unseren heutigen, westlichen Erziehungsstandards unterscheiden. Den Völkern ist es wichtig die Kinder altersgerecht ins Leben einzubinden und ihnen Aufgaben zu übertragen. Es beteiligt sich das gesamte Dorf an der Erziehungsarbeit.

Ich fand das Buch sehr interssant und werde einige Aspekte sicher auch weiterhin in unseren Alltag einbauen, ein wesentliches Element fehlt allderdings - wir haben leider kein Dorf, das uns dabei unterstützen kann.

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Computerwelt versus Realität

Aliens im Spiel von Anja Ackermann

Samuel und Gunnar haben eine gemeinsame große Leidenschaft - sie spielen für ihr Leben gerne Pirate Port Planet und sind dort als Sumo L. und Kazanga unterwegs. Im Spiel erleben sie mit ihrem Raumschiff allerlei Abenteuer in der Galaxie und zu Schulbeginn sind sie sich nicht sicher, ob ihr Lehrer Herr Nielas nicht doch ein Alien aus dem Spiel ist.

Ein Kinderbuch wie ich es in der Form noch nie gelesen habe. Witzig und spannend geschrieben in einer kindgerechten Sprache besticht es vorallem durch die unterschiedlichen Schriftfarben und Schriftarten. Realität und Computerwelt wechseln sich in schwarz und grün ab. Dies ist meiner Meinung nach vorallem für die jungen Leser sehr hilfreich, da es manchmal schon schwierig ist zu begreifen in welcher Geschichte man gerade ist. Zwischendurch gibt es ganz nette Illustrationen die gut zur Geschichte passen.

Das intergalaktische Wortverzeichnis im Anhang ist sehr hilfreich für Leute, die nicht so Computererfahren sind.

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Trauer betrifft jeden

Was bleibt, wenn wir sterben von Louise Brown

Das Cover ist sehr schön gestaltet und sehr passend für das Thema Trauer.

Das Buch ist in drei Hauptteile und einige kurze Unterkapitel eingeteilt, die aufeinander aufbauen.
Das Thema Trauer ist sehr komplex und vielfältig, das kommt auch im Buch gut heraus. Die Autorin hat das Thema Trauer leicht verständlich und trotzdem umfassend beschrieben und versucht den Lesern einen natürlichen Zugang zu vermitteln.

Nachdem die Autorin selbst Trauerrednerin ist habe ich mir erwartet, dass es in diesem Buch einige fachliche Inputs und Hinweise geben wird.

Es gab zwar immer wieder Geschichten aus ihrer Erfahrung, die Verarbeitung ihrer eigenen Trauer um ihre Eltern stand aber meiner Meinung nach durchgängig im Vordergrund was ich sehr schade war, denn ich habe mir keine Geschichte über die Autorin selbst erwartet.

Leider keine Empfehlung für Menschen, die einen professionellen Ratgeber erwarten.

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gute Freunde auf Reisen

Flucht nach Patagonien von Revedin Jana

Eugenia Errázuriz und Jean-Michel Frank sind in „Flucht nach Patagonien“ unterwegs in die Heimat von Eugenia. Sie ist eine einflussreiche Kunstmäzenin, die unter anderem bekannte Persönlichkeiten wie Coco Chanel und Pablo Picasso gefördert hat.
Er ist ein zu dieser Zeit sehr bekannter Innenarchitekt, der auch der Onkel von Anne Frank ist.

Zudem stehen sein schillernder, einzigartiger Stil sowie seine Homosexualität im Vordergrund.
Die beiden verbindet eine tiefe Freundschaft, auch wenn sie altersmäßig sehr weit auseinander liegen.
Als der zweite Weltkrieg auch Paris zu erreichen droht flüchtet Eugenia mit Jean-Michel nach Patagonien um dort mit ihm gemeinsam ein Hotel einzurichten.

Es bedarf phasenweise großer Anstrengung um der Geschichte folgen zu können. Jana Revedin erzählt sehr detailreich und detailgetreu und verliert sich auch gerne in architektonische Beschreibungen.
Der geschichtliche Hintergrund ist einerseits sehr interessant, nimmt andererseits aber auch sehr viel Platz in Anspruch.

Für Geschichtsliebhaber ein sehr gelungenes Buch, für Romanliebhaber eher langatmig deshalb nur 4 Sterne.

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ein fader Urlaub wird spannend

Dicke Biber von Bettina Balàka

Amadeus alias Pico hat Null Bock auf Urlaub mit seinen Eltern und seiner kleinen Schwester an der Donau. Er ist schließlich schon im 4. Gymnasium und möchte Abenteuer erleben und keinen Pensionistenurlaub verbringen.

Es dauert allerdings nicht lange und dann ist Pico mit seinen neu gewonnenen Freunden mittendrin im Abenteuer welches die Natur und die Vogelschutzinsel bieten.

Das Cover ist sehr bunt gestaltet und toll illustriert, auch die Bilder im Buch drinnen sind schön gestaltet.
Der Schreibstil ist flüssig und leicht verständlich.
Toll finde ich, dass die Autorin in ihrem Buch soviel Wissen über die Natur und den Artenschutz vermittelt und die Kinder auch zum Nachdenken bringt.


Die erste Hälfte des Buches war eher langatmig und beschreibend, nach der Mitte wurde es sehr spannend und mein Sohn konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Als Krimi würde ich es trotzdem nicht bezeichnen, eher als Abenteuerroman.

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Klassiker kingerecht erzählt

Der Sohn des Odysseus von Annika Thor

Vor elf Jahren ist Odysseus in den Krieg gezogen und dadurch seinen Sohn Telemachos nie kennenlernen können. Telemachos hat große Sehnsucht nach seinem Vater und liebt die Geschichten seiner Kinderfrau, welche schon die Kinderfrau von Odysseus war.
Seine Mutter führt das Land Ithaka in der Abwesenheit ihres Mannes.

Sie muss sich gegen die Männerwelt behaupten während Odysseus Schlachten gewinnt und um sein Leben kämpft.

Annika Thor ist es gelungen einen Klassiker für Kinder ab circa 10 Jahren gut verständlich und flüssig aufzubereiten, die Spannung aufzubauen und zu halten und wichtige Themen zu erklären.
Phasenweise geht es ein wenig brutal zu, aber das ist die Welt der griechischen Mythologie.
Das Cover ist sehr passend gestaltet und die Illustrationen im Buch passen perfekt dazu und lockern den Text auch immer wieder etwas auf.

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modernes Märchen

Junge mit schwarzem Hahn von Stefanie vor Schulte

Der junge Bub Martin lebt mit seinem schwarzen Hahn alleine in einer alten Hütte, nachdem sein Vater in einem Anfall des Wahnsinns die restliche Familie umgebracht hat.
Martin ist ein kluges Kind, das genau beobachtet und sich dann seine eigenen Wahrheiten bildet.
Der schwarze Hahn spricht zu Martin und unterstützt ihn auch immer wieder.

Nachdem sich im Dorf niemand um ihn kümmert und der Reiter die Tochter seiner Gotl aus deren Hand gerissen hat, beschließt Martin sich auf die Suche nach dem Mädchen und dem Reiter zu machen.
Er verlässt mit dem Maler das Dorf, der Maler kümmert sich auch eine Weile gut um Martin, bis sich ihre Wege trennen und Martin sein Ziel weiter verfolgt.

Das Cover hat mich nicht unbedingt angesprochen, mich hat eher der Titel interessiert.
Die Geschichte von Martin ist sehr berührend, traurig und auch erstaunlich. Erstaunlich ist vorallem, wie intelligent der junge Bursche ist und welchen Mut er auch immer wieder aufbringt.
Der Schreibstil ist etwas außergewöhnlich und auch gewöhnungsbedürftig, die Geschichte hat sich zu Beginn auch etwas dahingezogen, allerdings wurde es im letzten Drittel dann sehr spannend und ich konnte das Buch nicht mehr weglegen.

Von den Figuren haben mir Martin, der Maler und die Frau des Ritters am besten gefallen. Ich fand es auch toll, dass die Frau des Ritters als so starke, positive und bodenständige Frau beschrieben worden ist.

Mein Fazit aus diesem Buch: Gib niemals auf an dich und an das Gute zu glauben.

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Plötzlich alleine

Betreff: Falls ich sterbe von Carolina Setterwall

Das Cover und der Klappentext haben mich angesprochen und ich wollte unbedingt herausfinden was es mit dem Email mti dem Betreff: Falls ich sterbe von Aksel an Carolina an sich hat.

Leider hab ich sehr schwer in die Geschichte hineingefunden, da der Schreibstil für mich sehr gewöhnungsbedürftig war.

Es wird abwechselnd in der Gegenwart und in der Vergangenheit geschrieben. Einerseits von der Zeit an als sich Aksel und Carolina kennengelernt haben und andererseits vom Zeitpunkt weg als Aksel tot in seinem Bett liegt.
Dann gibt es da auch noch den kleinen Ivan, der nun keinen Papa mehr hat.
Die Überforderung und die Trauer von Carolina werden sehr gut beschrieben, auch die Schuldgefühle die sie sich selbst am Tod ihres Mannes gibt. Trotzdem lähmt das Buch auch beim Lesen irgendwie.
Die Autorin hat mit diesem Roman ihre eigene Trauer verarbeitet, ich denke, dass dies anderen Menschen in der selben Situation vielleicht auch ein wenig Halt geben kann.

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