Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Barbara F:
gute Freunde auf Reisen
Flucht nach Patagonien von Revedin Jana
Eugenia Errázuriz und Jean-Michel Frank sind in „Flucht nach Patagonien“ unterwegs in die Heimat von Eugenia. Sie ist eine einflussreiche Kunstmäzenin, die unter anderem bekannte Persönlichkeiten wie Coco Chanel und Pablo Picasso gefördert hat.
Er ist ein zu dieser Zeit sehr bekannter Innenarchitekt, der auch der Onkel von Anne Frank ist.
Zudem stehen sein schillernder, einzigartiger Stil sowie seine Homosexualität im Vordergrund.
Die beiden verbindet eine tiefe Freundschaft, auch wenn sie altersmäßig sehr weit auseinander liegen.
Als der zweite Weltkrieg auch Paris zu erreichen droht flüchtet Eugenia mit Jean-Michel nach Patagonien um dort mit ihm gemeinsam ein Hotel einzurichten.
Es bedarf phasenweise großer Anstrengung um der Geschichte folgen zu können. Jana Revedin erzählt sehr detailreich und detailgetreu und verliert sich auch gerne in architektonische Beschreibungen.
Der geschichtliche Hintergrund ist einerseits sehr interessant, nimmt andererseits aber auch sehr viel Platz in Anspruch.
Für Geschichtsliebhaber ein sehr gelungenes Buch, für Romanliebhaber eher langatmig deshalb nur 4 Sterne.
ein fader Urlaub wird spannend
Dicke Biber von Bettina Balàka
Amadeus alias Pico hat Null Bock auf Urlaub mit seinen Eltern und seiner kleinen Schwester an der Donau. Er ist schließlich schon im 4. Gymnasium und möchte Abenteuer erleben und keinen Pensionistenurlaub verbringen.
Es dauert allerdings nicht lange und dann ist Pico mit seinen neu gewonnenen Freunden mittendrin im Abenteuer welches die Natur und die Vogelschutzinsel bieten.
Das Cover ist sehr bunt gestaltet und toll illustriert, auch die Bilder im Buch drinnen sind schön gestaltet.
Der Schreibstil ist flüssig und leicht verständlich.
Toll finde ich, dass die Autorin in ihrem Buch soviel Wissen über die Natur und den Artenschutz vermittelt und die Kinder auch zum Nachdenken bringt.
Die erste Hälfte des Buches war eher langatmig und beschreibend, nach der Mitte wurde es sehr spannend und mein Sohn konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Als Krimi würde ich es trotzdem nicht bezeichnen, eher als Abenteuerroman.
Klassiker kingerecht erzählt
Der Sohn des Odysseus von Annika Thor
Vor elf Jahren ist Odysseus in den Krieg gezogen und dadurch seinen Sohn Telemachos nie kennenlernen können. Telemachos hat große Sehnsucht nach seinem Vater und liebt die Geschichten seiner Kinderfrau, welche schon die Kinderfrau von Odysseus war.
Seine Mutter führt das Land Ithaka in der Abwesenheit ihres Mannes.
Sie muss sich gegen die Männerwelt behaupten während Odysseus Schlachten gewinnt und um sein Leben kämpft.
Annika Thor ist es gelungen einen Klassiker für Kinder ab circa 10 Jahren gut verständlich und flüssig aufzubereiten, die Spannung aufzubauen und zu halten und wichtige Themen zu erklären.
Phasenweise geht es ein wenig brutal zu, aber das ist die Welt der griechischen Mythologie.
Das Cover ist sehr passend gestaltet und die Illustrationen im Buch passen perfekt dazu und lockern den Text auch immer wieder etwas auf.
modernes Märchen
Junge mit schwarzem Hahn von Stefanie vor Schulte
Der junge Bub Martin lebt mit seinem schwarzen Hahn alleine in einer alten Hütte, nachdem sein Vater in einem Anfall des Wahnsinns die restliche Familie umgebracht hat.
Martin ist ein kluges Kind, das genau beobachtet und sich dann seine eigenen Wahrheiten bildet.
Der schwarze Hahn spricht zu Martin und unterstützt ihn auch immer wieder.
Nachdem sich im Dorf niemand um ihn kümmert und der Reiter die Tochter seiner Gotl aus deren Hand gerissen hat, beschließt Martin sich auf die Suche nach dem Mädchen und dem Reiter zu machen.
Er verlässt mit dem Maler das Dorf, der Maler kümmert sich auch eine Weile gut um Martin, bis sich ihre Wege trennen und Martin sein Ziel weiter verfolgt.
Das Cover hat mich nicht unbedingt angesprochen, mich hat eher der Titel interessiert.
Die Geschichte von Martin ist sehr berührend, traurig und auch erstaunlich. Erstaunlich ist vorallem, wie intelligent der junge Bursche ist und welchen Mut er auch immer wieder aufbringt.
Der Schreibstil ist etwas außergewöhnlich und auch gewöhnungsbedürftig, die Geschichte hat sich zu Beginn auch etwas dahingezogen, allerdings wurde es im letzten Drittel dann sehr spannend und ich konnte das Buch nicht mehr weglegen.
Von den Figuren haben mir Martin, der Maler und die Frau des Ritters am besten gefallen. Ich fand es auch toll, dass die Frau des Ritters als so starke, positive und bodenständige Frau beschrieben worden ist.
Mein Fazit aus diesem Buch: Gib niemals auf an dich und an das Gute zu glauben.
Plötzlich alleine
Betreff: Falls ich sterbe von Carolina Setterwall
Das Cover und der Klappentext haben mich angesprochen und ich wollte unbedingt herausfinden was es mit dem Email mti dem Betreff: Falls ich sterbe von Aksel an Carolina an sich hat.
Leider hab ich sehr schwer in die Geschichte hineingefunden, da der Schreibstil für mich sehr gewöhnungsbedürftig war.
Es wird abwechselnd in der Gegenwart und in der Vergangenheit geschrieben. Einerseits von der Zeit an als sich Aksel und Carolina kennengelernt haben und andererseits vom Zeitpunkt weg als Aksel tot in seinem Bett liegt.
Dann gibt es da auch noch den kleinen Ivan, der nun keinen Papa mehr hat.
Die Überforderung und die Trauer von Carolina werden sehr gut beschrieben, auch die Schuldgefühle die sie sich selbst am Tod ihres Mannes gibt. Trotzdem lähmt das Buch auch beim Lesen irgendwie.
Die Autorin hat mit diesem Roman ihre eigene Trauer verarbeitet, ich denke, dass dies anderen Menschen in der selben Situation vielleicht auch ein wenig Halt geben kann.
Ein richtiger Tollpatsch
Freddy Sidebottoms absolut peinliche Welt von Rebecca Patterson
Freddy Sidebottom ist ein Tollpatsch wie er im Buche steht. Es gibt kein Fettnäpfchen in das er nicht mit voller Wucht hineinhüpft. Seine Freunde haben sogar schon den Ausdruck "Klassische Fredster" erfunden für seine Missgeschicke. Er hat es irgendwie echt nicht leicht auch wenn er sich bemüht alles richtig zu machen.
Doch dann soll sich alles ändern, denn Freddy bekommt von seinem Opa eine "Zeitmaschine to go". Ob diese allerdings so funktioniert wie er sich das vorstellt muss man selbst lesen.
Die Geschichte von Freddy ist aus seiner Sicht geschrieben und insgesamt sehr erheiternd und leicht zu lesen. Man ist gleich gefesselt von seinen Leben da ständig etwas passiert. Die netten Illustrationen lockern das gesamte Buch auch noch auf.
Das Cover gefällt uns auch sehr gut und passt perfekt zum turbolenten Alltag des Buben. Ein Buch nicht nur für tollpatschige Buben.
Gegen die große Leere
Die Frau im Park von Ella Janek
Das Cover gefällt mir sehr gut und passt meiner Meinung nach auch zum Titel des Buches.
Die Frau im Park ist Eva, eine Schauspielerin, die sich die letzten 15 Jahre aufopfernd um ihre Tochter Alisa gekümmert hat, welche im Rollstuhl sitzt.
Alisa zieht aus um ein Studium zu beginnen und für Eva öffnet sich ein Loch der Leere, denn sie hat keine Aufgabe mehr und ihre Ehe besteht schon ewig nur mehr am Papier.
Da trifft sie im Park auf einen jungen Sportlehrer, der ihr wieder Freude am Leben vermitteln kann.
Mehr möchte ich zum Inhalt hier nicht verraten.
Ich finde das Buch ist flüssig geschrieben und man fühlt sich jederzeit mitten in der Geschichte. Die Personen haben ihre fixen Rollen und sind authentisch.
Neben der Familiengeschichte wird auch noch vermittelt, dass man an seine Ziele glauben muss, dass man sich selbst wieder finden kann und dass der Zusammenhalt als Familie sehr wichtig ist.
Ein tolles Buch für laue Sommerabende und für alle, die auch ihre Ziele wieder finden möchten.
Spannung rund ums Büdchen
Das Karlgeheimnis von Jutta Wilke
Ihr findet hier einen spannenden und unterhaltsamen Kinderkrimi der nicht nur Burschen und Mädchen ab circa 10 Jahren in seinen Bann zieht.
Das Buch ist leicht verständlich und flüssig geschrieben, die Tagebucheinträge dazwischen lockern die Geschichte auch immer wieder auf.
Die Geschichte an sich ist aus dem Leben gegriffen aber für viele Kinder doch sehr weit weg von der Realität.
Nach dem Tod seines Vaters lebt Emil mit seiner Mutter alleine. Sie muss viel arbeiten um finanziell wenigstens knapp über die Runden zu kommen. So hat Emil viel Zeit sich bei Karl am Büdchen rumzutreiben und an seiner Karriere als Schriftsteller zu arbeiten.
Aber als seine Lehrerin ihm das Notizbuch wegnimmt und dann auch noch Karl verschwindet geht das Abenteuer los.
Glücklicherweise helfen Finja, die gerne Detektivin sein möchte und ihr Hund Emil bei der Lösung des Falles rund um Karl und das Büdchen.
Mehr möchte ich hier allerdings nicht verraten.
Wunderbare Geschichte eines Neubeginns
Der Himmel ist hier weiter als anderswo von Valerie Pauling
Schon lange hat mich kein Buch mehr so in seinen Bann gezogen wie "Der Himmel ist hier weiter als anderswo".
Die Geschichte der Geigerin Felizitas, die mit ihren vier Kindern nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes Jan von der Großtstadt in einen kleinen Ort im Alten Land zieht, dort einen baufälligen Gasthof kauft und mit aller Kraft versucht ihre Familie zusammenzuhalten berührt einfach.
Felizitas ist nach dem Tod lange nicht in der Lage wieder Geige zu spielen, die vier Kinder sind alle etwas Besonderes und haben alle ihre eigenen Bedürfnisse, die sie auf Grund ihrer Trauer manchmal sehr übersieht. Trotzdem gelingt es ihr die Familie zusammenzuhalten und am Ende auch noch ihr Glück zu finden.
Die Figuren sind alle sehr authentisch beschrieben, die Abläufe klar und zeitlich gut einzuordnen.
Auch die Gegend und die Geschichte des Alten Land kommen nicht zu kurz in diesem Buch.
Das Cover ist auch wunderschön gestaltet und das Buch insgesamt von sehr hochwertiger Qualität.
Eine klare Empfehlung die Geschichten über starke Frauen mögen oder die sich für die Gegend rund um Hamburg interessieren.
spannende Reise
Internat der bösen Tiere, Band 3 - Die Reise von Gina Mayer
Aufbauend auf Band 1: "Die Prüfung" und Band 2: "Die Falle" geht es in Band 3: "Die Reise" im Internat der Bösen Tiere um Noel und seine tierischen Freunde.
Noel ist ein besonderer Junge und er hat sich mittlerweile im Internat gut eingelebt.
Plötzlich tauchen Briefe seiner Mutter Sonya auf, die die Schule gegründet hat.
Bevor Noel die Briefe aber lesen kann sind diese wieder verschwunden und die spannende und sehr abenteuerliche Reise beginnt. Auf dieser Reise wird ihm bewusst, dass er die Hilfe von den Tieren benötigt und dass jedes auf seine Art wertvoll ist.
Die Geschichte ist (wie auch schon die beiden ersten Bänder) sehr spannend erzählt und man kann das Buch kaum weglegen. Sehr imponiert hat uns das Nebeneinander von Mensch und Tier sowie die vielen tollen Eigenschaften eines jeden Charakters. Im Internat der Bösen Tiere wird nämlich sehr viel Wert auf die Stärken jedes Einzelnen gelegt.
Das Cover ist wiederum wunderbar und sehr hochwertig gestaltet.
Das Buch kann jede/r Abenteurer/in ab circa 10 Jahren empfohlen werden. Allerdings würde ich die ersten beiden Bände vorher lesen.











