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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Sago:

Hellbound

Wer die Hölle kennt von Leigh Bardugo

"Vielleicht war es diese Trauer, diese von Geschichten über bessere Welten und unendliche Möglichkeiten angefachte Sehnsucht, die sie alle für Lethe zu einer so leichten Beute machte."

Sehr gern bin ich in Leigh Bardugos Dark Academia Welt zurückgekehrt. Gekonnt verwandelt sie erneut den Campus von Yale in einen Showplatz düsterer magischer Geheimgesellschaften.

Ich hatte zunächst etwas zu kämpfen. Zum einen mit dem zwar sehr passenden, aber ausnehmend abstoßenden Cover und zum anderen, um in die Geschichte zurückzufinden. Für eine kurze Zusammenfassung des ersten Teils wäre ich durchaus dankbar gewesen. Aber bald hat mich die Story erneut gepackt, die sich vornehmlich darum rankt, Alex Sterns Mentor und Freund Darlington aus der Hölle zu befreien. Bardugo schreibt wunderbar düster, atmosphärisch dicht, tiefgründig und formvollendet. Trotzdem war dieser Band an Stellen, die sich aus meiner Sicht nicht unbedingt dafür anboten, nicht ganz frei von Längen. Die interessanten Protagonisten konnten mich jedoch stets daüber hinwegtrösten.

Ärgerlich fand ich hingegen das zu offen gehaltene Ende, das mich hat recherchieren lassen, ob es sich wirklich nur um eine Dilogie handelt. Leider ist das der Fall.

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This Vicious Grace - Die Auserwählte von Emily Thiede

Auserwählt zu ein, hat manchmal mehr Nach- als Vorteile. Auf Alessa trifft dies ganz gewiss zu. Sie ist die Finestra, diejenige, die die Insel Saverio vor den Angriffen dämonischer Wesen schützen soll. Mit Entfaltung ihrer Gabe muss sie alle Bande zu ihrer Famile kappen, isoliert in einer Festung leben und jemanden aus den Kreisen der Fonti heiraten.

Denn nur diese können ihr eine Gabe zur Verfügung stellen, mit der Alessa ihre eigenen Kräfte nutzen kann. Für andere als die Fonti ist schon Alessas simple Berührung tödlich. Umso schlimmer, dass auch die Fonti an Alessas Berührung sterben. Da sie damit nicht taugt, ihr Volk zu verteidigen, muss Alessa sogar um ihr Leben fürchten. Zu ihrem Schutz engagiert sie den geheimnisvollen Dante als Leibwächter. Doch ist Dante wirklich geeignet für die Aufgabe und welche Geheimnisse trägt er in sich?

Hier hat mir einfach alles gefallen. Das Worlbuilding überzeugt und erinnert bisweilen auf angenehme Weise an die italienische Renaissance. Alessas Isoliertheit und Einsamkeit wurden überzeugend dargestellt und gingen mir zu Herzen. Dante ist ein Held mit Ecken und Kanten und einem bisweilen mürrischen Charakter, der ihn für mich nur umso liebenswerter machte. Ich mag Fantasy vielmehr als Romantasy und obwohl der Romantasy-Anteil hier über einige Strecken deutlich im Vordergrund stand, fand ich das trotzdem sehr gelungen. Die Liebesgeschichte entwickelte sich überzeugend langsam und hat mich durch die überzeugenden Protagonisten fasziniert.

Auch der Schluss dieses ersten Bandes einer Dilogie war für mich äußerst rund. Glücklicherweise gab es keinen Cliffhanger, der mich unzufrieden zurückgelassen hätte. Gleichzeitig blieben aber genug Fragen und lose Fäden offen, die mir viel Vorfreude auf den zweiten Teil gemacht haben.

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Keine Angst vor dem Dunkeln

Der Himmel am Tag und in der Nacht von Anna Claybourne

Dieses Buch mit tollem Wendecover ist ebenso informativ wie schön aufgemacht. Selbst ich habe dabei als Erwachsene noch etwas gelernt: Dass es auf der Südhalbkugel ein Pendant zu den Polarlichtern des Nordens gibt, die Aurora australis.

Die ganze Machart überzeugt. Man kann das Buch sowohl von vorn als auch von hinten lesen und befasst sich dann entweder mit dem Himmel am Tag oder bei Nacht.

Besonders gefällt mir, dass in der Mitte dann mit der Dämmerung alles aufeinander trifft.

Das Themenspektrum ist sehr vielfältig: Tierwelt, Astronomie, Wetterphänomene, Geschichtliches: Auch hier bleibt nichts zu wünschen übrig. Die informativen Texte sind direkt in die großformatigen, farbigen Bilder eingebunden, was das ganze Layout sehr lebhaft macht. Wer noch immer Angst hat vor dem Dunkeln hat, erfährt hier: Es ist wirklich faszinierend.

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Adventskalender

Meine schönsten Weihnachtsmärchen von Sörensen Imke; Andersen Hans Christian; Grimm Brüder; Nettingsmeier Simone; Prieser Uwe; Schröer Johannes; Kyber Manfred; Reinheimer Sophie; Dehmel Paula; Büchner Luise; Dickens Charles; Löns Hermann

Ebenso schön wie die Vorweihnachtszeit ist dieses Märchenbuch, das sich sowohl zum Vorlesen als auch zum selbst Lesen für etwas ältere Kinder eignet. Durch die passenden Illustrationen wird es sehr stimmungsvoll ergänzt und es wird noch winterlicher und gemütlicher.

Sehr schön finde ich, dass es genau 24 Geschichten sind, von denen einige klassisch und vertraut, andere aber neu sind.

So ist das Buch eigentlich wie ein ganz besonderer Adventskalender, nur eben für den Geist und nicht den Magen.

Ich bin schon sehr gespannt, ob Kinder heute noch etwas mit Begriffen wie "Tagelöhner" werden anfangen können. So bietet das Buch bestimmt auch einigen Gesprächsstoff.

Schade finde ich ein bisschen, dass die Geschichten alle so kurz sind. Da ist man bestimmt mit dem täglichen Vorlesen in wenigen Minuten durch. Also wirklich ein wenig wie Türchen öffnen am Adventskalender.

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Folge dem Nordwind

Die Eiskönigin 2: Der Manga von Arina Tanemura

Disney funktioniert tatsächlich auch als Manga, die großäugigigen Figuren sind sich sogar recht ähnlich;-)

Hier trifft man natürlich auf die auch aus den Filmen bekannten und liebgewordenen Figuren Anna, Elsa, Olaf, Kristoff usw. und freut sich über das Wiedersehen. Etwas enttäuscht war ich, dass die Zeichnungen im Buch schwarz-weiß sind und daher nicht ganz mit dem zauberhaften Cover mithalten können.

Dafür ist die Geschichte über die Reise zum Volk des Waldes gewohnt märchenhaft und wirbt für Zusammenstehen, Freundschaft und Familienbande.

Die Texte sind so gestaltet, dass man die Figuren förmlich singen hört. Vor allem Olaf ist wieder der Sympathieträger und man hört seine Synchronstimme beim Lesen unwillkürlich sprechen. Die dazugehörigen Filme waren anscheinend wirklich sehr einprägsam in dieser Hinsicht.

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Überraschend kindlich

Lightlark von Alex Aster

Kurz nach Beginn des Lesens habe ich das Alter der Autorin recherchiert. Alles wirkte so kindlich geschildert, dass ich sie auf maximal 16 geschätzt hätte, aber wahrscheinlich hat sie die Geschichte mit Mitte 20 begonnen zu verfassen. Wenn man das veröffentlichen möchte, hätte da aus meiner Sicht das Lektorat viel viel mehr eingreifen müssen.

Aber dank Tiktok gefällt das Buch ja anscheinend. Dem kann ich mich nicht umfassend anschließend. Obwohl es so schön gestaltet ist, dass ich mich bei jedem Aufschlagen dabei ertappt habe, es unbedingt mögen zu wollen. Aber was bleibt, wenn der Farbschnitt der Erstauflage dann wegfällt?

Eine rudimentäres Worldbuilding und verwaschen gezeichnete Protagonisten. Wieder mal eine Heldin, Isla, wunderschön, blutjung, die 500jährige Männer mühelos in ihren Bann zieht.

"Ich muss zugeben", sagte sie, "ich bin beeindruckt von deiner Dummheit." Diesem Auspruch einer Gegnerin Islas beim Centennial, einem seltsamerweise nur alle hundert Jahre stattfindenden Wettkampf, bei dem die sechs Herrschenden der Insel Lightlark versuchen, die Flüche, unter denen ihre Völker stehen, zu brechen, hätte ich mich ein ums andere Mal anschließen mögen. Isla stolpert durch die überschaubare Handlung und ich habe mich gewundert, warum dieselbe Gegnerin sie unmittelbar danach als genial bezeichnet. Leider gibt es auch handlungstechnisch jede Menge Ungereimtheiten.

Ich habe eine Weile gebraucht um zu erkennen, dass die Autorin ein Liebesdreieck schildern will und bin nicht mal sicher, ob ich das gut oder schlecht finde. War es mal etwas subtiler gemacht als in anderen Büchern oder hat sie es nicht richtig hinbekommen?

Zum Ende hin gab es doch wenigstens ein paar Plottwists, die zeigen, dass da durchaus Potential sein könnte. Ab und zu malt Alex Aster auch schöne Sprachbilder. Sie kommt ja studientechnisch vom Creative Writing, hätte aber sicherlich noch einen langen Weg gebraucht bis zu einer runden Geschichte, den Tiktok hier eben zu sehr verkürzt hat.

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Fifty Shades of Hades

Neon Gods - Hades & Persephone von Katee Robert

Nur selten fällt es mir leicht, Bücher nach dem Lesen weiterziehen zu lassen. Für diese Geschichte war ich aber wirklich die falsche Leserin. Da sie als Fantasy eingestuft ist, hatte ich mich auf eine Urban Fantasy Story zum derzeit wieder so populären Hades/Persephone-Mythos gefreut.

In diesem Roman wird der mythologische Hintergrund allerdings ausschließlich als Vehikel benutzt, um eine Handlung nach dem Strickmuster Fifty Shades of Grey zu transportieren.

Sexszenen äußerst expliziter Natur und ausschließlich mit sehr devoten Frauen nehmen extrem viel Raum ein, was mir persönlich nicht nur überhaupt nicht gefällt, sondern auch verhindert, dass ein echter Plot, ein überzeugendes Worldbuilding, originelle Charaktere oder Gefühle entwickelt werden könnten, die zu einer Identifikation einladen würden. Sowohl Hades als auch Persephone habe ich als klischeehaft geschildert empfunden. Wann immer ein Detail des ursprünglichen Mythos interessant neu interpretiert wurde, bettelte Persephone Hades erneut um Sex an. So wurde in meinen Augen einiges an Potential verschenkt.

Wer Fifty Shades im Gegensatz zu mir mochte, wird bestimmt auch mit Neon Gods warm werden, zumal man Fantasy-Effekte mit der Lupe suchen muss. Dazu müsste das Buch dann aber passend eingestuft und beworben werden.

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Das Alphabet des Schlafs

Die Bücher, der Junge und die Nacht von Kai Meyer

"Magie ist nichts anderes als das richtige Wort zur rechten Zeit. Oder das richtige Geschenk."

Obwohl einige Bücher von Kai Meyer auf meinem SUB liegen, war dies das erste des Autors, das ich gelesen habe. Ich wusste ja bisher nicht, was mir entgangen war!

Häufig entstehen oberflächliche Geschichten, wenn Storys sich auf mehreren Zeitebenen bewegen.

Hier sind es sogar drei, die Dreißiger, Vierziger und Siebziger. Aber weil alles miteinander zusammen hängt und durch das Erzähltalent des Autors, entsteht in diesem Fall sogar eine besondere Tiefe.

In den Dreißigern begegnen wir dem Leipziger Buchbinder Jacob Steinfeldt und Juli Pallant. Als Juli Jacob ein Manuskript mit dem Titel "Das Alphabet des Schlafs" zum Binden bringt, entwickeln sie schnell Gefühle füreinander. Doch die Zeiten werden dunkler und wie es mit Jacob und Juli weiterging, erschließt sich erst allmählich. Denn Jacobs Sohn Robert, den wir schon in den Vierzigern begleiten, macht sich in den Siebzigern auf Spurensuche nach seiner Herkunft. Und wieder spielen Bücher dabei eine ganz große Rolle...

Die beeindruckend düstere Schilderung Leipzigs mit Geheimgesellschaften und mysteriösen Gestalten hat mich ganz in ihren Bann gezogen. Bücher über Bücher sind ohnehin meist am schönsten und auf dieses trifft das ganz gewiss zu. Kai Meyer erzählt wunderbar bildgewaltig und schafft plastische Protagonisten bis hinein in die Nebenfiguren. Vor allem Flügelschlag und Grigori haben mich wirklich beeindruckt.

Wie schön, dass ich mich nun umso mehr auf die Bücher in meinem SUB freuen kann!

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Warum verbotene Zauber verboten sind;-)

Emily Seymour, Band 1 - Totenbeschwörung für Anfänger von Jennifer Alice Jager

Von Jennifer Alice Jager konnten mich schon einige Fantasy-Romane überzeugen, aber diese Urban Fantasy war ein echter Überraschungshit.

Mit den Nekromanten-Familien Seymour und Goodwin, dem übrigen übernatürlichen "Personal" und den magischen Welten, die sich in Raumfalten unserer Welt verbergen, hat sie ein so überzeugendes und faszinierendes Panorama erschaffen, dass ich richtig gefesselt war.

Auch mit den Hauptprotagonisten Emily Seymour und Ashton Goodwin bin ich sofort warm geworden.

Die Goodwins und Seymours sind schon von Hause aus keine Freunde. Als der attraktive Ashton zu Friedensverhandlungen anreist, ist es Emily, die sich sofort von ihm angezogen fühlt. Das kann aber nicht verhindern, dass sie durch ein Missgeschick seinen Tod verursacht. Nun muss sie nicht nur ihre Nekromantiekräfte überhaupt erst entdecken, sondern auch noch einen streng gehüteten und verbotenen Zauber anwenden, um Ashton wiederzubeleben. Doch dieser Zauber hat ungeahnte Nebenwirkungen und hinter Ahtons Ableben scheint viel mehr zu stecken als zunächst gedacht...

Besonders gefallen hat mir, dass Ashton, der zunächst wie der typische Teenager-Schwarm beschrieben wird, sich als grummeliger Typ mit Ecken und Kanten herausstellt. Zwischen ihm und Emily entsteht dadurch eine wunderbare Dynamik, die der vielschichtigen Geschichte eine witzige Note hinzufügt. Auch ohne den überraschenden Cliffhanger am Ende des Buches würde ich schon jetzt auf den zweiten Band dieser Dilogie warten, der auch wieder -zumindest in der Erstauflage - einen passenden farbigen Buchschnitt haben wird.

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Hoffentlich auf Wiederlesen

Das verbotene Kapitel von Genevieve Cogman

Band sei der letzte Teil der Reihe, zeigt, wie gern ich sie lese. Und umso mehr habe ich mich gefreut, dass die Autorin in der Danksagung verrät, möglicherweise sei dies eher als Staffelfinale zu sehen und es könne irgendwann weitergehen.

Ich persönlich bekomme nicht genug von der mehr als ungewöhnlichen Bibliothekarin Irene, vom Drachenprinzen Kai, Detektiv Vale, der geheimnisvollen Bibliothek und all den Drachen und Elfen.

Diese originelle Welt (eigentlich sind es unzählige) wurde einfach wunderbar erdacht.

Im verbotenen Kapitel geht es noch einmal wirklich um alles: Irenes Kampf gegen Alberich, ihre ungewisse Herkunft und wer in der Bibliothel tatsächlich die Strippen zieht. Zu allem Überfluß muss Irene auch noch um ihre Beziehung zu Kai fürchten, da diese vor allem dessen Bruder ein Dorn im Auge zu sein scheint.

Mehr als genug Stoff also für ein atemberaubenes Finale. Genevieve Cogman führt alle losen Fäden zu einem virtuosen Ende, das mich völlig zufrieden gestellt hat. Mit ihrem Einfallsreichtum, liebgewonnenen Protagonisten und originellen Dialogen hatte ich wie immer sehr viel Lesespaß, so dass ich nur auf ein Wiederlesen hoffen kann.

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