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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Sago:

Grey Wolf Academy

Stealing Infinity von Alyson Noël

Wieder einmal kommt ein Mädchen, hier Natasha, an eine geheimnisvolle Akademie. Auch anderes kommt einem bekannt vor, zum Beispiel einiges bezüglich des Zeitreise-Konzeptes. Mit Braxton gibt es natürlich auch einen sehr attraktiven love interest für Natasha.

Dennoch gelingt es Alyson Noel daneben, einiges Neue zu integrieren, zum Beispiel Tarotkarten und Numerologie.

Die Geschichte fließt auch durchaus locker-flockig dahin und hat mich gefesselt. Manches hätte aber wirklich vertiefter ausgearbeitet werden können. Auf der Akademie gibt es zum Beispiel einen Tanzclub usw., aber irgendwie scheint es unglaublich wenig Schülerinnen und Schüler zu geben. Denn man bekommt nur eine Handvoll präsentiert. Die kurzen Kapitel präsentieren jeweils eine Szene, wie das heute leider den Zeitgeschmack trifft, für mich aber den Lesefluss stört.

Durchaus also einige Luft nach oben. Trotzdem möchte man den Ereignissen auf der Grey Wolf Academy weiter folgen, hängt also am Haken;-)

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Kreaturen vom Ende der Zeit

Waraka von Tobias Goldfarb

In Waraka sind die Königin und Prinz Arkyn nur Staffage. Die eigentlichen Regenten sind Skarf und seine Priester, die das Volk mit Menschenopfern und Angst beherrschen. Als Arkyn beschließt, Skarfs Befehlen keine Folge zu leisten und den Säbelzahnjaguar Hurakan zu befreien statt ihn zu töten, beschließt Arkyn, mit Hurakan zu fliehen und seinen verschwundenen Vater zu finden.

Unterwegs kann er auch das Mädchen Saga retten, das von einer entfernten Insel stammt. Doch ausgerechnet Saga scheint auf geheimnisvolle Weise mit Skarf und seinem Priesterkult verbunden zu sein. Können Arkyn, Saga und Hurakan die Herrschaft der Angst über Waraka brechen?

Das Jugendbuch wartet auf mit einer Vielzahl erdachter Kreaturen des alten Waraka, mit denen die drei zusammenarbeiten müssen, einer farbenprächtigen Kulisse und sogar fast philosophisch angehauchten Betrachtungen. Das macht es ungewöhnlich und äußerst lesenswert. Die Suche nach einem Weg, friedlich miteinander zu leben, ist außerdem gleichzeitig brandaktuell und zeitlos.

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Was aus Malik wurde

Der Geheimnishüter von Jaipur von Alka Joshi

Für mich war es interessant zu erfahren, was aus den Protagonisten aus der "Hennakünstlerin" wurde. Vor allem Lakshmi und der ehemalige Straßenjunge Malik sind mir in Erinnerung geblieben."Der Geheimnishüter von Jaipur" spielt über ein Jahrzehnt später. Malik ist nun erwachsen.

Lakshmi arbeitet nach ihrer Heirat gemeinsam mit ihrem Mann in einem Krankenhaus in den Bergen. Obwohl Malik die junge Witwe Nimmi kennen und lieben gelernt hat, besteht Lakshmi darauf, dass Malik zurücktkehrt nach Eschnapur, was ihn zwangsläufig in Kontakt bringt mit der reichen Familie Singh, die schon in der "Hennakünstlerin" für viel Unruhe gesorgt hat. Als ein neu eröffnetet Kinoplalast einstürzt, gerät Malik unfreiwillig in Intrigen und üble Machenschaften. Wird seine Liebe zu Nimmi eine Zukunft haben und führt Lakshmi ihr Weg zurück nach Eschnapur, aus dem sie einst vertrieben wurde?

Man kann den Roman unabhängig vom Vorgänger lesen, wird dann aber meiner Meinung nach nicht das volle Interesse am Schicksal der Figuren entwickeln. Die "Hennakünstlerin" habe ich farbenprächtiger in Erinnerung. Vor allem Lakshmis Heilkünste haben mich damals gefesselt. Im Vergleich dazu können die Skandale im Baubereich nicht mithalten und die Geschichte dümpelte streckenweise für mich etwas vor sich hin. So war es zwar ein angenehmes Wiederlesen, das jedoch nicht die volle Strahlkraft entfaltete.

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Unendliche Möglichkeiten

Fabula - Der Schatten der Nachtfee (Band 2) von Akram El-Bahay

"In Geschichten ist alles möglich." Das beweist Akram El-Bahay erneut auf märchenhafte, farbenprächtige Weise.

Nachdem die Geschwister Charlotte und Will Grimm das Reich Fabula scheinbar vor der Nachtfee gerettet und erneuert hatten, greifen deren düsteren Ranken nun erneut nach Fabula und unserer Welt.

Charlotte und Will müssen nach Fabula zurückkehren und mit ihren Freunden und Kräften erneut zu magischen Kämpfen antreten. Werden sie endgültig siegen und auch endlich das Rätsel um ihren verschwundenen Vater lösen können?

Das Wiedersehen mit liebgewonnenen Protagonisten aus Fabula wie Nar und Orion hat viel Spaß gemacht. Auch die Fantasie des Autors bei der Erfindung neuer Kreaturen wie der Finstergnome ist wieder beeindruckend. Der Bucheinband ist im Innenteil wunderbar mit Zeichnungen dieser Wesen ausgestattet. Ich genieße zudem ein ums andere mal die bildreiche Sprache und exotische Anklänge an Tausendundeine Nacht wie hier die Ifriten, die den Geschichten immer eine weitere besondere Note verleihen.

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Wenn Märchen lebendig werden

Magic Kingdom. Im Reich der Märchen, Band 1 - Der Fluch der dreizehnten Fee von Melissa De la Cruz

Filomena ist ein großer Fan der Fantasy-Buchreihe Magic Kingdom. Voller Spannung wartet sie auf den 13. Band. Als dieser unerwartet nicht erscheint, überschlagen sich die Ereignisse. Nach und nach erkennt Filomena, dass der Junge, der ihr plötzlich begegnet, nicht einfach nur ein Magic Kingdom-Fan ist wie sie.

Plötzlich scheinen Märchen lebendig zu werden. Befindet sich Filomena etwa mit drin im vermissten 13. Band?

Leseratte Filomena, die in der Schule gemobbt wird, und die Märchenhelden Jack und Alistair sind sympathische Protagonisten, deren Geschichte man gern folgt. Besonders hat mir gefallen, dass bekannte Märchen hier nicht so ablaufen, wie man es erwartet und wie geschickt die reale Welt ins Märchenreich übergeht. Filomenas eigene Geschichte enthüllt sich erst nach und nach. Eigentlich hätte man leicht hinter ihr Geheimnis kommen können, aber ich war so abgelenkt durch die vielen farbenprächtigen Ereignisse, dass ich tatsächlich mal zu überraschen war. Ich bin gespannt, wann Filomena zum nächsten Abenteuer aufbricht.

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König der Finsternis

Die Chroniken von Lunis - Wächterin des Lichts (Die Chroniken von Lunis 1) von Janelle McCurdy

Wunderbar düster kommt die Aufmachung des Buches daher, was sich zum Teil auch in der Geschichte widerspiegelt. Eigentlich handelt es sich um Fantasy für jüngere Lesende, aber auch ich Erwachsene hatte Spaß daran. Das Worldbuilding ist nämlich gelungen, und die Protagonisten überzeugen. Besonders hat mir gefallen, dass es auch zwiespältige Charaktere gibt, wie beispielsweise Miles, einen Freund der Hauptfigur Mia, von dem man sich lange fragt, auf welcher Seite er nun steht.

Mia und ihr kleiner Bruder Lucas leben in Nubis, einer Stadt, in der schon seit vielen Jahren die Sonne nicht mehr scheint. Eine Stadt nach der anderen fiel dem König der Finsternis zum Opfer. Mias Eltern sind Umbra-Zähmer. Nur mit Hilfe dieser magischen Geschöpfe kann der finstere König noch in Schach gehalten werden. Mia soll in die Fußstapfen ihrer Eltern treten, wozu sie sich nicht berufen fühlt. Doch als ihre Eltern entführt werden, bleibt ihr keine Wahl mehr...

Vor allem die Idee von den vielgestaltigen Umbra hat es mir angetan. Mia muss sich ihren Ängsten stellen. Es war spannend, sie, ihren Bruder und ihre Freunde dabei zu begleiten. Das Ende hat mich zufriedengestellt, deutet aber auch eine Fortsetzung an, ebenso wie die Chroniken im Titel. Ich bin gern wieder dabei!

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Formel aus Atem und Silben

Ein Geist in der Kehle von Doireann Ní Ghríofa

Ein ungewöhnlicher Roman, der gleichzeitig beeindruckt und befremdet. Teils autobiographisch, teils als Essay, verquickt die Autorin ihre eigene Geschichte als Frau, Mutter und Schriftstellerin mit dem Klagelied einer irischen Adligen des 18. Jahrhunderts. Dass sie ebenfalls Dichterin ist, merkt man dem lyrischen Text, den sie immer wieder einen weiblichen nennt, deutlich an.

Das Buch hat mich immer dann mitgerissen, wenn es irischen Geist und Historie atmet. So sind auch jedem Kapitel gälische Zitate vorangestellt, die dann ins Englische und schließlich ins Deutsche übersetzt werden.

In anderen Passagen habe ich aber große Distanz zum Text verspürt. Die Autorin geht so in ihrer Rolle als vierfache Mutter auf, dass sie manchmal zu verschwinden scheint. Sie wirkt nahezu besessen von Geburten und davon, ihre Muttermilch abzupumpen und an Frühgeborene zu spenden. Was genau dahinter steckt, konnte ich nicht ermessen. Dass Mann, Kinder und Ich-Erzählerin komplett namenlos bleiben, schürt diesen Abstand weiter. Und auch wenn mich das historische Klagelied fasziniert hat, vermochten weder dessen Verfasserin noch ihr durchaus arroganter Mann, um den sie darin trauert, echte Sympathie zu wecken.

Nicht nur ein weiblicher, sondern auch ein ungewöhnlicher Text, der gleichwohl im Gedächtnis bleiben wird.

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Soll man Mondmotten folgen

Skyborn - Die Goldflügel-Prüfung von Jessica Khoury

Das Buch über die Geflügelten Ellie und Nox konnte mich auch als Erwachsene verzaubern. Es war überraschend vielschichtig und überzeugte auch mit einem detaillierten Wordbuilding um die geflügelten Clans.

Ellie ist Teil des niederen Spatzenclans, der von den Hochclans lediglich als Bauernvolk angesehen wird.

Trotzdem möchte sie unbedingt ein Wettfliegen gewinnen, um als Goldflügelritterin andere vor den gefährlichen Gorgols zu beschützen, die auch Ellies Eltern töteten. Als sie den verletzten Krähenjungen Nox rettet, muss sie den Wettkampf vorzeitig beenden. Als Angehöriger des Krähenclans ist Nox sogar eine Art Ausgestoßener und scheint nicht besonders dankbar. Dennoch haben Nox und Ellie bald gemeinsame Ziele, denn Ellie muss sich unbedingt noch als Ritterin qualifizieren und Nox und seine Freunde werden Ellies Weggefährten, ohne dass sie so recht weiß, was die anderen im Schilde führen...

Flügelfäule, Mondmotten, Sprichwörter wie "Folge deinen Flügeln, nicht deinem Herzen": Jessica Khoury schafft überzeugende Protagonisten, denen man die Flügelwesen tatsächlich abnimmt. Ein besonderer Reiz entstand auch dadurch, dass sich Ellie und Nox lange Zeit alles andere als grün sind. Ellie und Nox sind mir schnell ans Herz gewachsen. Ich bin sehr gespannt, welche Abenteuer sie noch erleben werden!

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Götter sind keine Helden

STONE BLIND - Der Blick der Medusa von Natalie Haynes

Es war sehr schön, wieder einmal in die Welt der griechischen Mythologie einzutauchen. Natalie Haynes stellt hier manches auf den Kopf. Sind doch Götter, Göttinnen und Helden oft alles andere als heroisch, sondern eitel, kindisch, brutal oder dumm.

Die titelgebende Medusa ist zudem nur ein Teil dieses Kaleidoskops.

Vielmehr springt die Autorin zwischen zahlreichen Blickwinkeln hin und her und lässt uns durch die Augen von Andromache, Perseus, Athene und wesentlich unbekannterer Protagonisten schauen.

Leider sind die Kapitel oft sehr kurz, wie ich es sonst eher von nicht so gelungenen Young Adult Büchern kenne. Hier hat es für mich den Lesefluss noch mehr gestört und auch durch die häufigen Perspektivwechsel unnötig Abstand zu den Figuren geschaffen.

Die Geschichte fasziniert und rast doch dahin. Am Ende beschert sie sogar einen gewaltigen Zeitsprung. So bleibt trotz einer gelungenen Neuinterpetation alles doch ziemlich an der Oberfläche.

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Luki will es wissen

Luki träumt von der Schule von Lejla Tiro; Greta Scherzer

Ich selbst habe mich schon oft gefragt, wie sich Katzen wohl die Abwesenheit ihrer Menschen erklären, wenn diese aus dem Haus gehen. In diesem Buch will es der Kater Luki einmal ganz genau wissen und begleitet, wenn auch ein wenig unfreiwillig, seine drei kleinen Menschenfreundinnen in die Schule.

Was natürlich für wunderbares Aufsehen sorgt.

Ich hatte ja irgendwie vermutet, das Buch wäre so konstruiert, dass es Schulkindern die Angst vor der Schule nimmt. Schließlich traut sich hier sogar ein kleiner Kater dort hin und die Lehrerin reagiert recht verständnisvoll. Das ist aber dann vielleicht eher ein netter Nebeneffekt und nicht Absicht des liebenswerten Buches mit den süßen Illustrationen. Da Luki aus der Ich-Perspektive erzählt, spielt er auch auf den Bildern klar die Hauptrolle.

Etwas gestolpert bin ich über Begriffe wie Ranzen und Brotzeitbox. Damit könnte in meinem Umfeld kein Kind mehr etwas anfangen. Aber vielleicht werden diese Begriffe regional unterschiedlich gebraucht und sind woanders noch etwas gebräuchlicher.

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