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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Marie aus E.:

Zäher Start, rasanter Abschluss

Minnesota von Jo Nesbø

Ein neuer Nesbø, ein Stand-Alone und mal nicht eingebettet in eine Reihe. Zumindest nach derzeitigem Stand, wer weiß. Lust hätte ich ja schon, den Ermittler Bob noch ein wenig weiterzuverfolgen.

Das Buch spielt in zwei Zeitebenen und das hat mir das Ankommen im Buch auch etwas erschwert, ich habe mich mit der Zuordnung anfangs schwergetan und auch nach Abschluss des Buches ist mir nicht klar, wozu es die Gegenwartsschiene gebraucht hat.

Ort der Geschehnisse ist Minnesota im Jahr 2016 und passender hätte die Ortswahl gar nicht sein können. Minnesota ist auch aktuell wieder in den Schlagzeilen, leider mit keinen fiktiven Geschehnissen wie hier im Buch.

:Skandinavisch verlässlich hat Ermittler Bob Oz natürlich ein schweres Paket zu tragen. Seine kleine Tochter ist gestorben und Bob kommt (verständlicherweise) nicht damit klar.

Alleine seine Arbeit gibt ihm nach einen kleinen Resthalt, doch auch da sieht es nach einer Suspendierung schlecht aus.
Auch wiederum thriller-klischee-typisch lässt Bob sich davon natürlich nicht abhalten, sondern ermittelt einsam trotzdem vor sich hin. Und wer hätte es gedacht, natürlich versorgen ihn die Kollegen auch weiterhin mit Infos.
Soweit, so routiniert und leider auch wenig einfallsreich plätschert es ein wenig vor sich hin.
Mich hat das Buch bis etwa zur Hälfte leider nicht wirklich abgeholt. Es war nicht schlecht, aber hat sich aus der Thrillermasse nicht herausgehoben und hat mich nicht wirklich gepackt.
Dann hat es aber an Fahrt aufgenommen und die Auflösung und das Ende hat mich sehr mit der anfänglichen Flaute versöhnt. Das war spitze!

Insgesamt also doch wieder ein guter Nesbø.

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Überzeugt durch Atmosphäre

Die weiße Nacht von Anne Stern

s ist der Berliner Hunger- und Kältewinter 1946.
Die Stadt liegt in Trümmern und es fehlt an allem. Es ist eisig kalt und die Bücher, die der Bücherverbrennung durch die Nazis getrotzt haben, müssen nun verfeuert werden, damit man nicht erfriert.

Inmitten der Trümmer zieht die junge Fotografin Lou los, um nach Motiven Ausschau zu halten.

Dabei entdeckt sie eine Frauenleiche.

Neben Lou als eine der beiden Hauptfiguren gibt es noch Kriminalkommisasar König - ein zuerst etwas poltrig und verschlossen wirkender Typ, bis man ihn im Laufe des Buches näher kennenlernt.

Das Buch überzeugt gar nicht so sehr mit seinem Kriminalfall - das klassische Whodunit stand irgendwann für mich gar nicht mehr so sehr im Vordergrund. Vielmehr ist es die Schilderung des Hungerwinters, die so eindrücklich stattfindet, dass ich eine Ahnung davon bekommen habe, wie sich das Leben damals anfühlte. Sofern man sich das - übersatt vom Weihnachtsessen und in einer warmen Wohnung überhaupt anmaßen kann, das zu schreiben. Das Buch spielt auch um die Weihnachtszeit, so dass es als Winterlektüre sehr passend ist.

Der zweite Pluspukt ist neben der äußeren Beschreibung die der Inneren. Der Umgang mit dem im Krieg Erlebten, mit persönlicher Schuld und der Ignoranz der Überlebenden, die sehr oft einfach genauso wie vor dem Krieg weitergemacht haben.
Das lässt mich schon auch nachdenklich zurück - sehr gut, wenn das Unterhaltungsliteratur leistet!

Insgesamt erinnert mich das Buch etwas an die Fernsehserie Babylon Berlin.

Einen halben Stern Abzug gibt es, weil es noch eine Parallelhandlung gibt, die in aber nicht aufgelöst wird, das ist sicherlich dem Reihenauftakt geschuldet, ich mag das aber nicht.
4,5 Sterne und ich freue mich auf weitere Bände.

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Winterliches Abenteuer nicht nur für Campingfans

OTTO fährt los - Weihnachten in Finnland von Madlen Ottenschläger

Ich liebe die Reihe um den fröhlichen und liebevollen Campingbus Otto und der Winter-Weihnachtsband hier ist mit einer der Schönsten.
Es geht in den hohen Norden, nach Finnland und es gibt so viel zu
entdecken.

Otto und seine menschliche Familie schaffen es, dass ich mich beim Betrachten der wunderschönen Illustrationen voll von liebevollen Details und dem Lesen des Textes so fühle, als wäre ich selbst verreist.

Gleichzeitig lernt man ein paar Brocken Finnisch, auch das ist schön.

Man sieht die Nordlichter, trifft Sami, geht Eisbaden und in die Sauna und feiert den Advent und Weihnachten auf finnisch.
Und immer ist da Otto und passt auf sein Familie auf, einfach schön.
Zudem ist er noch so heimelig und behaglich geschmückt.

Für alle Winterfans, Weihnachtsfans, Schneefans, Campingfans und Entdeckerfans ein Kinderbuch, das man jeden Winter wieder und wieder anschauen und lesen wird.

Große Bücherliebe!

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Weihnachtsgrinch trifft Weihnachtsmagie

Christmas Cake und Glitzerschnee von Ursi Breidenbach

Jenny ist der Weihnachtsgrinch schlechthin. Und da landet sie ausgerechnet im Advent in Edinburgh. Einer Stadt, die sich voll in den Weihnachtszauber wirft: Weihnachtsmärkte, Mistelzweige, Weihnachtsmusik überall.
Jenny ist beruflich dort und forscht - im beruflichen Umfeld ist sie davon einigermaßen verschont, denkt sie zumindest.

Aber sie hat eine ihr noch unbekannte Familie in Schottland und die trifft sie. Und damit auch den gutaussehenden, überaus liebenswerten Schotten Callum - ihr ahnt, wohin die Reise geht?

Auf den ersten Blick ist so eine zuckersüße Weihnachtsgeschichte ja recht einfach zu schreiben. Winterstimmung, ein Konflikt, Liebe, Happy End, fertig. Leider täuscht das, die richtige Dosis macht es aus und es kann ganz schön daneben gehen.

Hier ist aber alles vom Feinsten. Erst mal das Setting, Edinburgh im Advent muss magisch sein, nach dem Buch möchte ich das mal mit eigenen Augen sehen. Man spürt beim Lesen, dass die Autorin weiß, wovon sie schreibt.
Die schottische Familie von Jenny ist zudem so herzlich, das liest sich authentisch und so, als ob es sie alle tatsächlich im Real Life gibt.

Was mir besonders gefallen hat, waren die vielen kleinen Details, die die Geschichte mit Leben gefüllt haben. Die Bastelarbeiten von Jennys Oma oder Callums kreatives Arbeiten.

Ein richtig schönes Buch, um sich schnell in Weihnachtsstimmung zu bringen - allerdings mit der kleinen Nebenwirkung, dass man sofort nach Edinburgh reisen möchte.

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Happy Weihnachtsapokalypse

Ring the Bells von C. K. McDonnell

Es wird besinnlich in der Redaktion der Stranger Times. Weihnachten naht und Banecroft ist Abstinenzler geworden.
WAS??? Nein, natürlich nicht! Es geht auf Weihnachten zu, ja, aber es ist natürlich null besinnlich, aber dafür höchst übersinnlich. Und obwohl Weihnachtsmänner hier einen großen Auftritt haben, droht statt Weihnachtwunder die Auslöschung der Menschheit.

Uff. Starker Tobak.

Endlich gibt es eine Wiederlesen mit den lieb gewordenen Charakteren aus der Zeitungsredaktion. Alle sind wieder mit an Bord und zusätzlich bekommen bisherige Randfiguren mehr Gewicht und neue Charaktere kommen dazu. Sehr vergnüglich!

Überhaupt ist es das abgefahrenste Weihnachtsbuch, das ich jemals gelesen habe. Vielleicht ist McDonnell doch etwas von der Magie der Weihnacht ergriffen worden, dieses Mal gab es sogar einen ergreifenden Moment. Aber keine Bange, ansonsten ist es wie gewohnt schräg und gespickt mit dem speziellen britischen Humor. Hier könnte ich gar nicht mehr aufhören, die Lieblingszitate-Liste fortzuführen, wenn ich denn eine hätte.

Lediglich gegen Ende wurde es für mich ein wenig zäh und der Witz zündetet nicht mehr so wie gewohnt. Ich kann es gar nicht genau benennen, woran es lag, irgendwie war für mich die Luft da raus und ich war dann tatsächlich froh, dass der Showdown ratzfatz von statten ging.
Insgesamt aber wieder ein Highlight und ich hoffe sehr, dass es bald weiter geht in der verrücktesten Zeitungsredaktion.

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Der Tag, an dem Barbara starb von Richard Hooton

Margaret ist 89, verwitwet und zunehmend vergesslich. Als ihre Nachbarin und Freundin Barbara ermordet wird und eine Aufklärung durch die Polizei nicht in Sicht ist, nimmt Margaret zusammen mit ihrem Teenie-Enkel selbst die Ermittlung auf. Denn Barbara hat ihr kurz vor ihrem Tod etwas wichtiges gesagt, nur kann sich Margaret einfach nicht erinnern.

Das Buch ist trotz Mord und Ermittlungen kein klassischer Krimi.
Es geht um Margaret, ihre Trauer um den verstorbenen Mann und die Beschwerden des Alters sowie das Gefühl, seiner Familie zunehmend zur Last zur fallen.
Das alles nimmt großen Raum ein - aber auf eine warmherzige und schön lesbare Weise. Das habe ich so zwar nicht erwartet, hat mir aber gut gefallen, ich konnte mich gut in Margaret hineinfühlen und es ist auch gut, mal in die Lebenswelten von alten Menschen einen Einblick zu bekommen.

Besonders mochte ich den Enkel James, der definitiv ein Oma-Kind ist und stets zu Margaret hält, auch wenn seine Mutter und Margarets Tochter zunehmend genervt von dem steigenden Betreuungsaufwand ist (was man aus ihrer Perspektive schon auch sehr gut nachvollziehen kann).

Aber natürlich geht es nicht nur darum, sondern auch um die Aufklärung des Mords. Hier hat das Buch aber seine Schwächen, das zog sich im Mittelteil doch ganz schön. Einen Spannungsbogen gab es nicht wirklich - hier ist noch Luft nach oben.

Insgesamt habe ich das Buch gern gelesen, gemächlich und mit Pausen, aber dennoch.
Wenn man gemütliche Bücher mag, kann ich es empfehlen, wenn man einen spannenden Krimi erhofft, eher nicht.

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Erschreckend

Heimat von Hannah Lühmann

Jana und ihr Mann und die zwei kleinen Kinder ziehen von der Stadt auf das Land und verwirklichen sich ihren Traum vom eigenen Haus.
Der Preis dafür ist hoch.
Janas Mann muss täglich weit pendeln und Jana arbeitet nicht mehr und fühlt sich am neuen Wohnort in der Neubausiedlung fremd und einsam.

Als sie Karolin kennenlernt, möchte Jana unbedingt ihre Freundin werden. Sie stalkt schon fast obsessiv Karolins Insta Account und wird schließlich in die Clique um Karolin aufgenommen.
Karolin lebt konservativ. Sie ist Hausfrau und Mutter von fünf Kindern, ihr Mann der Ernährer und Familienoberhaupt. Perfekte Inszenierung auf Social Media inklusive.

Unter dem Begriff Tradwife habe ich bislang nur die US-Frauen subsumiert, die ultrakonservativ und für mich rückwärtsgerichtet in einer völlig anderen Welt leben. Nein, die Welt ist ja identisch, das Weltbild aber nicht.

Das Buch spielt in einer nahen Zukunft, alles sehr realistisch gezeichnet und Karolin wirkte auf mich gar nicht so wie mein Bild eines typischen Tradwifes. Sie ist eine Macherin.
Allerdings ändert sich das im Verlauf des Buches bzw. ich habe eine erweiterte Definition erweitert.

Ich fand das Lesen sehr gruselig. Die düstere Zukunftsversion und das Erkennen, wie schnell man unter gewissen Parametern doch anfällig wird für rechtes Gedankengut oder es zumindest verharmlost, das zeigt das Buch sehr gut auf.

Insgesamt sowohl spannend als auch sehr nachdenklich machend.
Gerade auch, weil es Janas eigenständiger Weg ist, sie nicht von ihrem Mann dahin getrieben wird, ganz im Gegenteil, dieser distanziert sich eindeutig.

Ich habe zusätzlich zum Buch auch das Hörspiel gehört und dies konnte mich nicht ganz so begeistern wie das Buch. Es ist ungekürzt, aber die Sprecherin fand ich etwas anstrengend. Trotzdem auch hier noch fünf Sterne, weil der Inhalt so gut ist und die Sprecherin auch nicht schlecht ist, das sind nur Abzüge in der B-Note.

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Authentisch, erfrischend, aber die Rezepte überzeugen mich bislang nicht

Cozy baking time von Theresa Haubs

Das Backbuch ist ein wenig anders als meine sonstigen Backbücher.
Die Autorin ist auf Social Media eigentlich in Sachen Bücher unterwegs und hat jetzt ihr erstes eigenes Buch-Baby auf die Welt gebracht.

Sie schreibt frisch von der Leber weg, so wie man sich mit guten Freund*innen unterhält.
Der Hefeteig darf ein wenig chillen, die Cookies sind auch mit verbranntem Schnabel noch nice.

Etwas ungewohnt, aber hat was. O.k., "lowkey geil" und "pornös" haben mich dann doch etwas gefordert.

Der Aufbau ist klassisch. Erst etwas Back-Theorie, dann folgen die Rezepte. Immer doppelseitig, links ein großes Foto (gelungen, man sieht das Produkt gut) und rechts das Rezept. Übersichtliches Layout, immer verlässlich gleiche Gliederung.

Für meinen Geschmack hätte es die Stimmungsfotos zwischendrin jedoch nicht gebraucht (es gibt ab und an schöne Fotografien, z. B. mit einer Tee-Tasse), sie transportieren zwar die cozy Stimmung, aber mir wären stattdessen noch weitere Rezepte lieber gewesen.

So, jetzt aber zu den Rezepten. Ich habe bislang zwei nachgebacken und die haben mich leider beide nicht so überzeugt.
Das erste waren die "Absolute Banger Cookies". Da kann man ja eigentlich nichts falsch machen. Bei mir sind sie aber leider im Ofen komplett verlaufen und waren dann am Rand angebrannt (weil der total dünn war), während das Innere noch gebraucht hätte. Auch geschmacklich nicht der Banger.
Ich habe schon sehr oft Cookies gebacken - die Autorin aber ja auch und ihre Insta-Fotos sahen jedes Mal super aus. Keine Ahnung, woran es bei mir lag.
Ach ja, irritiert hat mich das Foto zum Rezept, da sind nämlich nicht die Schoko-Tropfen zu sehen, die auf der Zutatenliste stehen. So was finde ich doof, gerade für Anfänger*innen.

Das zweite Rezept waren die Zimtschnecken, denn mein zweiter Vorname könnte Zimtschnecke heißen.
Die sind zwar optisch sehr hübsch geworden, auch die Zubereitung war einfach und gut nachvollziehbar.
Geschmacklich haben sie mich aber leider auch nicht abgeholt. Für mich war das viel zu viel Butter auf dem Teig und sie haben mich geschmacklich voll an den Fertigteig aus der Dreh-Rolle aus dem Supermarkt erinnert, gar nicht an homemade Zimtschnecken.

Deshalb: sympathische Autorin, sehr hübsches Buch, aber leider nicht meines. Bislang zumindest, zwei Rezepte sind jetzt ja noch nicht repräsentativ.

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Besser geht Kinder-Fantasy nicht

Cassandra Morgan, Band 1 - Der goldene Schlüssel von Skye McKenna

Das Buch hat mich ja schon optisch völlig verzaubert. Das Cover mit den glitzernden Gold-Elementen, die je nach Lichteinstrahlung richtiggehend leuchtend, der Buchschnitt und auch im Inneren des Buches setzt sich die aufwändige und schöne Gestaltung fort.
Passend zum Genre Kinderfantasy und das wurde hier so klasse umgesetzt, dass ich hin und weg bin.

Es geht um Cassandra, die in einem fürchterlichen Internat leben musste, weil ihre Mutter verschwunden ist und nun aber von ihrer Tante aufgenommen wurde. Sie erfährt, dass sie eine Hexe ist und dass es neben England noch ein weiteres Land gibt, Faerie. Dort leben magische Wesen, die aber leider alles andere als freundlich und den Menschen und Hexen wohlgesonnen sind.

Zum Glück hat Cassandra Freunde gefunden und dann gibt es noch den manchmal etwas grummelige Kater, der ihr zur Seite steht. Denn nicht nur dass Cassandra die Hexenprüfung am Ende des Sommers bestehen muss, nein, es gilt auch die verschwundenen Kinder zu retten und ihre Mutter wiederzufinden! Große Aufgaben für die Junghexe.

Das Buch ist perfekt für die Zielgruppe ab zehn Jahren geeignet. Es ist ein richtig schöner dicker Schmöker, an dem man lange lesen kann, aber durch die größere Schrift und Zeilenabstände sehr gut lesbar. Man kann es aber natürlich auch prima vorlesen, geht vielleicht auch schon mit etwas jüngeren Kindern.

Ich bin auch deshalb so begeistert, weil das Buch total spannend ist, ohne dass es sehr gruselig oder brutal wird. Hut ab, das geht also auch.
Dazu gibt es fliegende Besen, Hexenprüfungen, einen dunklen bösen Wald, fiese Gesellen, magische Tiere, hach, es ist einfach rundum gelungen.
Mir als Erwachsene hat es so gut gefallen, dass ich den nächsten Band auf jeden Fall weiterlesen möchte. Denn auserzählt ist es noch lange nicht.

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Zweifelhafte Enemies-to-Lovers-Geschichte

Falling Like Snow von Erin Doom

Ivy muss nach dem Tod ihres Vaters aus der geliebten Heimat Kanada ins heiße Kalifornien ziehen. Der beste Freund ihres Vaters nimmt sie auf. Leider ist da auch noch der Sohn des Hauses, Mason, der Ivy zu hassen scheint.

Bei dem Buch ist mir meine Leidenschaft für schöne Cover und Buchschnitte etwas zum Verhängnis geworden.

Denn optisch finde ich das Buch wunderschön.

Der Inhalt hat mir leider nicht gefallen. Der Umgang zwischen Ivy und Mason ist für mich sehr problematisch. Ja, es ist eine Enemies to Lovers-Story, klar, aber wie das hier abläuft, das ist für mich eindeutig darüber. Wir sprechen hier von einer Altersgruppe ab 14 Jahre, für die das Buch empfohlen wird.
Ivy kann Mason nicht leiden, fühlt sich gleichzeitig aber stark von ihm angezogen. Er behandelt sie aber mehr als ätzend, es ist Gewalt im Spiel. Trotzdem ist sie hin und weg - ich finde das echt problematisch, was wird da jungen Leserinnen für eine Botschaft vermittelt?

Auch ansonsten ist mir hier einfach alles zu viel des Guten. Um Ivys Vater gibt es ein großes Geheimnis und wie sich die Geschichte da dann weiter entwickelt, das ging schon stark in Richtung Actionthriller. Auch hier mit Szenen, die nicht für 14-Jährige geeignet sind.
Selbst ein harmloser Strandbesuch kann hier nicht ohne großes Drama von statten gehen.

Zu Gute halte ich dem Buch, dass es packend geschrieben ist. Obwohl ich die Handlung ja fürchterlich fand, es liest sich schon gut. Es ist spannend und die Landschaft Kanadas und Ivys Zuhause war auch schön geschildert.
Vielleicht bin ich auch einfach zu alt für das Buch?

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