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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Marie aus E.:

Zuckersüße Feel-Good-Romance, love it!

Note to myself: Liebe ist keine Option von Kira Mohn

Alice ist hat alles, was sie sich wünschen kann. Einen erfüllenden Job in einem Kinderbuchladen, richtig gute Freunde und einen gutaussehenden Freund.
Bis sie in ihrer Wohnung ihren Freund mit einer anderen im Bett vorfindet. Und ob das nicht schon schlimm genug wäre, ist die andere auch noch ihre Freundin.

So hat Alice nun einen Ex-Freund und eine Ex-Freundin und macht klar Schiff.
Als erstes fliegt die Matratze ihres Bettes aus dem Fenster und fällt auch noch dem unten vorbeigehenden Lennon auf den Kopf.
Lennon ist Alice nicht gram und sie gehen zusammen etwas trinken. Dann nimmt das Schicksal seinen Lauf.

Die Story ist einfach Zucker. Ich mochte alles daran. Alice und ihre vielen Listen, die sie zu allen möglichen und unmöglichen Gelegenheiten anfertigt, ihren supertollen Arbeitsplatz in der Kinderbuchhandlung und ihre tollen Freunde und ihre beste Freundin.
Ja, es ist kitschig und unrealistisch, aber manchmal braucht man das und hier passt es einfach richtig gut.

Dazu gibt es noch Ney York-Vibes, deshalb ist das Buch ideal für alle Bücherfreund*innen, New York Liebhabende und vor allem für alle Romantik-Fans, die an die große Liebe glauben.
Hach.

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Von Bücherliebe, Freundschaft, Liebe und der Sehnsucht nach einem Salamibrot

Die geheime Sehnsucht der Bücher von Nina George

Ich kenne die Vorgängerbände um Monsieur Perdu nicht und bin einfach so auf das Bücherschiff Lulu in Paris zugestiegen.
Wahrscheinlich macht es das Lesen noch ein wenig heimeliger, wenn man die Figuren und ihre Vorgeschichte schon kennt - ich hatte aber niemals das Gefühl, dass mir Vorwissen fehlt.

Man kann das Buch definitiv unabhängig von den anderen Bänden lesen.

Es geht um Monsieur Perdu, der eine Buchapotheke auf einem Schiff betreibt, das in Paris angelegt hat.
Buchapotheke? Ja, genau. Denn Perdu und seine Freund*innen sind überzeugt davon, dass Bücher heilen können. Es gibt sogar einen mobilen Dienst, der die dringend benötigten "Medikamente" an die Kundschaft ausliefert.

Das Buch ist ein ganz besonderes Buch, definitiv nichts für ein schnelles dahinlesen. Man braucht immer wieder Pausen, muss es sacken lassen.
Es treffen die unterschiedlichsten Charaktere aufeinander, die alle ihren Rucksack des Lebens auf dem Rücken geschultert haben und sind sie noch so jung.
Es gibt Kinder und Heranwachsende und Erwachsene und sie alle dürfen wir ein Stückchen begleiten.
Das Buch bekam viel hineingepackt - viele Schicksale, viel Verlust, aber auch viel Freundschaft, Freude und Liebe. Und die unbändige Liebe zu Büchern samt der Kraft, die man aus Lesen schöpfen kann.
Dazu gibt es durchaus politische Statements im Kontext Bücher - sehr fein gemacht.
Getoppt wird es durch unzählige Weisheiten. Quasi Kalendersprüche, wenn ich es zugespitzt formuliere. Die sind so zahlreich, dass man eigentlich ein kleines Notizbuch beim Lesen braucht, damit man alle notieren kann (wenn man dafür anfällig ist).

Zuerst habe ich das Buch sehr genossen, aber irgendwann wurde mir das alles zu viel. Die sehr jungen Charaktere, die sich so gar nicht altersgemäß verhalten haben. Die krassen Schicksale, die sich dann alle irgendwie in Wohlgefallen aufgelöst haben und die unzähligen Sprüche.
Es ist ein wenig so wie mit Plätzchenbacken im Advent gewesen. Ich habe mich mit voller Begeisterung hineingestürzt und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Aber irgendwann konnte ich all das Süße immer nicht mehr sehen und habe mich nur noch nach einem Salamibrot gesehnt, Kennt ihr das? So ging es mir hier auch.

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Unheimlich spannend

Seven Ways to Tell a Lie von Colin Hadler

Ein Video geht viral in der Stadt Wayne in den USA: ein Schulbus stürzt in eine Schlucht und geht in Flammen auf. Niemand überlebt.

Jonah ist fassungslos, denn er sitzt lt. Video in dem Bus. Nur ist dem nicht so, es handelt sich um Deepfake. Und bald wird klar, dass es nicht bei dem einen Video bleibt.

Immer mehr von Jonas Highschool-Freunden werden Opfer davon, denn in den Videos werden schlimme Geheimnisse publik.

Ich habe - als Erwachsene - das Buch durchgesuchtet, es ist so dermaßen spannend gewesen, dass ich es kaum weglegen konnte.
Eigentlich ist es ja ein Jugendthriller. Die Themenwahl mit Deepfake und Co passt perfekt, allerdings ist das Buch in meinem Augen sehr brutal. Deshalb würde ich die Altersempfehlung von 13 Jahren so nicht bestätigen, es sind Szenen mit Gewalt und gegen Ende hin wird es schon sehr heftig, das vermutet man anfangs nicht.

Die Fünfzehnjährige im Haus fand es hingegen zwar auch heftig, aber „schon noch ok“, deshalb wäre meine Empfehlung erst ab 15 Jahre.

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Berlin-Vibes abseits der Insta-Spots

Achtzehnter Stock von Sara Gmuer

Das Buch beweist, dass man gar nicht immer viele Seiten braucht, um eindringlich zu erzählen.
Mit gerade mal 210 Seiten hat mich Sara Gmuer hier mitgenommen in das Leben im Plattenbau in einer eindeutig nicht gentrifizierten Ecke in Berlin. Sie hat mich nicht nur mitgenommen, es hat mich auch mitgenommen über Wandas Leben zu lesen.

Wanda ist 25 und lebt mit ihrer fünfjährigen Tochter Karlie im achtzehnten Stock in der Platte.

Sie will da um jeden Preis weg, weigert sich, Hilfe vom Amt anzunehmen, was allgemeines Unverständnis in ihrem Umfeld auslöst, das sich damit abgefunden hat, von Hartz 4 zu leben.
Ihre Freundinnen, Ming, Esther und Aylins Mutter kümmern sich, wobei es schon bezeichnend ist, dass Aylins Mutter namenlos bleibt und nur als "Mutter von" eine Existenz hat, obwohl sie Wanda ständig zur Seite steht.

Ein Buch über die Hoffnung auf ein besseres Leben und den Realitätscheck, schnörkellos geschrieben, ergreifend und voll von Mutterliebe.
Berlin-Vibes fernab der geschleckten Insta-Viertel - absolut lesenswert!

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Aus der Zeit gefallen

Campion. Tödliches Erbe von Margery Allingham

Margery Louise Allingham (1904-1966) war eine englische Schriftstellerin - von der ich bis zu dieser Buchvorstellung noch nie etwas gehört hatte. Nachdem sie aber wie Agatha Christie zu den „Queens of Crime“ zählen soll, wurde ich neugierig.
Und leider enttäuscht.

Das Buch um den Detektiv Albert Campion beginnt noch spannend.

Ein sich von seiner Familie gelöster, ehemals wohlhabender, nun aber mittelloser junger Mann, ein sehr wertvolles Familienerbstück, eine Bande von Kunstdieben und der Charme britischer Kriminalromane längst vergangener Zeiten.

Doch das nutzt sich relativ schnell ab und es bleibt ein nur sehr mäßig spannender Krimi, der sich zieht und aus heutiger Sicht eher einen verstaubten als nostalgisch- charmanten Eindruck auf mich machte. Sehr unbefriedigenden fand ich auch die Art der Auflösung.

Nein, das war leider kein Buch für mich.

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Optisch wunderschön und echt spannend

Ganz aus Splittern von Danae Lake

Chrissy ist 16 und lebt mit ihrer Mutter und ihrem Stiefvater Marcel in einem "Problemkiez". Sie will ein besseres Leben und hofft, dass sie mit einem guten Abitur eine Chance darauf hat. Und wie durch ein Wunder öffnet sich eine Tür. Das "gute" Nachbargymnasium mit bestem Ruf nimmt an einer Studie teil und bietet ihr einen Schulwechsel an.

Ich war sehr gespannt auf das Buch, weil die Autorin gerade einmal 18 Jahre alt ist.
Das Teenie-Leben unter ganz schwierigen Umständen hat sie richtig gut beschrieben, ich habe sofort einen Draht zu Chrissy und ihren Freund*innen gefunden und auch das Lernen an der Gesamtschule im sozial schwierigen Umfeld fand ich sehr authentisch geschildert. Der Freundeskreis Chrissys ist richtig sympathisch und zwar speziell, aber umso liebenswerter. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen.

Im letzten Viertel hatte das Buch dann jedoch für mich deutliche Schwächen. Die Entwicklung war mit "too much". Das Buch wird ab 14 Jahre empfohlen und hier hat sich dann die Handlung so entwickelt, dass ich sie für 14-Jährige nicht empfehlen würde. Aus meine Sicht hätte es die extreme Zuspitzung auch gar nicht gebraucht, das Buch wäre mit etwas weniger Dramatik und Brutalität nicht minder spannend. Auch die Entwicklung einer der Hauptcharaktere fand ich dann unglaubwürdig.

Nichtsdestotrotz war es insgesamt eine spannende Lektüre, die ich aber eher ab 16 Jahre empfehlen würde.

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Mehr Familienroman als Architekturgeschichte

Die Allee von Florentine Anders

Das Buch ist ein Porträt des Hermann Henselmann, der nach dem Krieg zum Chefarchitekten Ost-Berlins aufsteigt. Auch wenn ich mit dem Namen zuerst nichts anfangen konnte, mit den Bauwerken schon: Berliner Fernsehturm, die Stalinallee (heute Karl-Marx-Allee), das sagt mir etwas.

Es war spannend zu lesen, wie sich der ständig nach großer, nicht systemgefälliger Architektur strebende Henselmann in System der DDR behaupten konnte und wie sehr er sich dafür verbiegen musste.

Allerdings ist er mir - mit ständigen Affären, seinem Umgang mit seinen Kindern und seiner Frau und seinem Gehabe zutiefst unsympathisch geworden und auch gehörig auf die Nerven gegangen.

Das Buch beleuchtet auch die Sicht seiner Frau, die ebenfalls gerne Architektur-Karriere gemacht hätte, aber unter anderen durch ständige Geburten daran gehindert wurde. Ebenfalls viel Raum bekommt eine der Töchter, die mir sehr leid tat mit dem herrischen Vater und der vergrämten Mutter und die trotz vermeintlich perfekter Startbedingungen in einem für Kinder lieblosen Haus aufwachsen musste.

Insgesamt war es für mich (ohne ostdeutsche Vergangenheit) spannend, einen kleinen Einblick in das Leben als damaliger Promi mit all seinen Widrigkeiten zu bekommen und etwas über die Architektur zu erfahren.
Was mir allerdings viel zu viel Raum eingenommen hat, das war der Familienteil.
Generell hatte das Buch für mich Längen und ich war nicht immer voll bei der Sache.

Eingeschränkte Leseempfehlung.

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Gewissheit zum Todeszeitpunkt oder lieber nicht?

Vorsehung von Liane Moriarty

Ich habe "Big little lies" geliebt und konnte es deshalb kaum erwarten, das neue Buch von Liane Moriarty zu lesen.

Es geht um ein spannendes Thema.
Auf einem Inlandsflug in Australien, bei dem alle Passagiere ohnehin aufgrund einer massiven Verspätung maximal gereizt sind, geht eine ältere Dame kurz vor Landung durch den Gang und bleibt vor jedem Passagier stehen.

Sie gibt Jedem und Jeder kund, wann genau er oder sie sterben wird - und auch woran.
Zuerst wird sie müde belächelt, dann sind alle massiv beunruhigt.

Was macht das mit einem? Versucht man alles, um das Ruder des Schicksaals noch einmal herumzureißen? Oder - wenn man an so etwas einfach nicht glaubt -kann man sich wirklich davon frei machen? Wenn das prognostizierte Ende sehr zeitnah ist?

Im Buch begleitet man einige Passagiere und ihren Umgang damit.
Es baut sich eine subtile Spannung auf, je näher es an die vorausgesagten Todeszeitpunkte geht, desto beklemmender wird es.
Die Kapitel sind kurz und lassen sich leicht lesen. Etwas fordernd ist es, da schon einige Passagiere in den Fokus genommen werden und es oft hin und her switcht. Aber nie so, dass ich hin- und herumblättern musste oder gar kein Personenregister gebraucht hätte.

Mit der Zeit nutzt sich der rote Handlungsfaden aber etwas ab und ich fand das letzte Viertel des Buches unnötig in die Länge gezogen. 512 Seiten sind für meinen Geschmack etwas überdimensioniert.

Gute Unterhaltung, aber nicht herausragend, an Big little lies kommt es nicht heran.

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Macht schon beim Lesen viel Spaß

Blumen, Kohl & Rock'n'Roll von Anja Klein

Ein Gartenbuch mit Farbschnitt, wie toll ist das denn?
Genauso fröhlich bunt wie das Cover geht es dann im Inneren weiter.
Ich habe mich ja total verliebt in die wunderschönen fleischfressenden Pflanzen, die als Illustrationen im Inneren immer wieder auftauchen.
Sie stehen auch für den kleinen Horrorgarten, angelehnt an das witzige Musical (das ich auch mag) der kleine Horrorladen.

Aber nun zum Inhalt. Es werden viele Gartenthemen behandelt. Eingangs gibt es den Garten von oben fotografiert, das finde ich zum Überblick verschaffen wirklich hilfreich.

Ansonsten ist es ein buntes Themen-Sammelsurium, vom Komposthaufen über Strategien zum Blumenzwiebeln-Überleben trotz Wühlmäusen (viel hilft viel), Rosenrückschnitt, sogar ein eigener Bienenstock findet Platz.
Viele Inspirationen, man kann sich endlich auch vorstellen, was für ein Potential ein Garten mit Waschbetonplatten noch hat (haben wir nämlich auch).

Dazu noch so schöne Fotos - das Buch macht total Lust auf die kommende Gartensaison und Veränderungen.

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Clean & stylisch

Terrassen-Traum von Katharina Linthe

Der Ratgeber bzw. Inspirationsgeber für eine eine neue Terrasse setzt gleich zu Beginn an: mit der Auswahl des Ortes für die Terrasse.
Er gibt Orientierung bei der Neugestaltung einer Terrasse, weil man von Sonnenschutz über Beleuchtung zu Bepflanzung und Möblierung gleich alles zur Planung berücksichtigen kann.

Gut gefallen hat mir hier, dass es auch Tipps zur Kübelbepflanzung gibt, so hat man als Einsteiger*in in das Thema einen schönen Gesamtüberblick und muss nicht gleich noch in Pflanzenratgeber parallel investieren.

Die Terrasse der Autorin samt Garteneinblick ist sehr schön anzusehen, sehr stylisch und sehr reduziert, alles Ton in Ton. Einen Farbklecks sucht man allerdings vergeblich. Für mich wirkt das alles schon fast steril.
Wenn man den Stil mag, dann ist man mit dem Buch perfekt bedient.

Ich hatte mir allerdings mehr ein buntes Sammelsurium an verschiedenen Stil-Elementen erhofft - denn ich schaue mir so schicke Terrassen und Gärten zwar gerne an, leben mag ich so allerdings nicht. Und für meine olle, 50 Jahre alte Waschbetonplattenterrasse, die dringend ein Make-over nötig hätte, habe ich leider keine Lösungsideen im Buch gefunden.

Fazit: für Neubauten mit großem Budget und einem gewünschten klarem Look gut geeignet, für Bestandsbauten eher weniger.

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