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Rezensionen von PMelittaM:

Band 2 der Trilogie führt nach Avalon

Hidden Worlds 2 - Die Krone des Erben von Mikkel Robrahn

Elliot und Soleil sind mit Hilfe des Drachen Rhegad nach Avalon gekommen. Leider treffen sie zu einem ungünstigen Zeitpunkt ein und landen mitten in politischen Intrigen. Keiner interessiert sich für die Zustände auf der Erde, und so müssen sie alleine versuchen, das Portal wieder zu öffnen, um den magischen Bewohnern der Erde zu ermöglichen, ebenfalls nach Avalon zu kommen.

Sie machen sich auf zu Rhegads Höhle, was alleine schon ein großes Abenteuer ist, während sich in der Hauptstadt Avalons die Lage zuspitzt und die politischen Gegner der an der Macht befindlichen „Erben Merlins“ inhaftiert werden, darunter Elliots Mutter.

Wieder steht Elliot ein spannendes Abenteuer bevor, dieses Mal in Avalon, das er zudem nicht kennt, und daher manchmal etwas weniger vorsichtig ist, als er sein sollte. Aber immerhin hat er Soleil an der Seite, und auch Rhegad tut sein bestes, allerdings will der Drache nur noch Archivar und Historiker sein, und kein Verschlinger und Zerstörer, so dass Elliot und Soleil am Ende auf sich alleine angewiesen sind – naja, mit ein bisschen Hilfe von mystischen Wesen. Eines dieser mystischen Wesen, das hier neu auftritt, hat mir besonders gut gefallen, und wird sicher im nächsten Band weiter an Bord sein. Auch Rhegad, der Drache, ist ein toller Charakter, den man hoffentlich wiedertreffen wird.

Avalon wirkt eher mittelalterlich und ist besiedelt von einer ganzen Reihe Wesen. Man erfährt manches über Land und Leute, und ich bin gespannt, wie der Austausch zwischen den Wesen auf der Erde und denen auf Avalon aussehen wird, sollte das Portal wieder geöffnet werden können. Auf der Erde droht zudem große Gefahr durch die Inquisition – man darf auf den Abschlussband der Trilogie also gespannt sein.

Auch dieser Band ist spannend und lässt sich zügig lesen, aber er hat mich nicht ganz so gefesset wie Band 1. Ich hätte mir ein bisschen mehr Phantastisches von Avalon erwartet, im Gegensatz zum ersten Band, der davon nur so strotzte, obwohl er auf unserer Erde und in unserer Zeit spielt, hat der Wechsel in die eigentlich phantastische Welt einiges Phantastische genommen – schade. Noch nicht einmal die phantastischen Wesen sind so phantastisch, wie es die im ersten Band waren.

Band 2 der Trilogie führt nach Avalon, das mich ein bisschen enttäuscht hat, dennoch wurde ich auch hier gut unterhalten und neugierig auf den Abschlussband gemacht.

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Wieder ein "besonderer" Krimi

Inspektor Takeda und die stille Schuld von Henrik Siebold

In einer Hamburger Seniorenresidenz bricht ein Feuer aus, mehrere Bewohner sterben. Da offenbar Brandstiftung vorliegt, werden der japanische Austauschinspektor Kenjiro Takeda und seine Partnerin Claudia Harms eingeschaltet. Weitere Brände lenken den Verdacht auf den neuartigen Pflegeroboter Lisa, der an allen Tatorten eingesetzt wurde – doch kann ein Roboter morden?

Nachdem sich im letzten Band die Beziehung zwischen den beiden Protagonisten verändert hatte, gibt es hier eine erneute Veränderung, die ebenso tiefgreifend ist, und in meinen Augen zu umfangreich thematisiert wird, ich hätte den Fokus lieber mehr auf dem Fall gewusst.

Ob es daran liegt, dass ich immer einmal wieder den Eindruck hatte, die beiden würden manches übersehen? Oder, dass Claudias Fragen mir oft etwas einfältig erscheinen? Nun, letzteres liegt vielleicht auch daran, dass der Autor über diese Fragen dem Lesenden Wissen vermitteln wollte?

Leider hat mich die Beziehungsproblematik zu sehr gestört, weswegen ich keine volle Punktzahl vergeben kann. Nach wie vor ist zudem für mich Takeda der interessantere und sympathischere Teil des Duos.

Da das Thema Robotik im Mittelpunkt steht, ein sehr interessantes Thema im Übrigen, wird es manchmal eben auch ein bisschen technisch und theoretisch. Durch dieses Thema steht auch Takedas Heimatland einmal mehr im Mittelpunkt – so wurde Lisa dort entwickelt und wird nun im Rahmen eines Joint Ventures in Deutschland eingeführt. In diesem Zusammenhang ist übrigens auch das Nachwort des Autors lesenswert. Mich hat die Thematik auch zum Nachdenken gebracht – könnten Roboter z. B. wirklich den Pflegenotstand lösen? Würde man sich, würde ich mich von einem Roboter pflegen lassen wollen?

Der Fall gestaltet sich letztlich natürlich ein bisschen komplexer, und die Auflösung ist gelungen (auch hierzu ist das Nachwort lesenswert). Wie immer, hat der Autor einen besonderen Kriminalfall entwickelt, der mir gut gefallen hat.

Takedas fünfter Fall ist wieder lesenswert, da erneut ein besonderer Kriminalfall im Mittelpunkt steht, der wieder die beiden Länder der Hauptcharaktere verbindet – wäre nicht die zu ausufernde Beziehungsproblematik zwischen Takeda und Harms, hätte das der beste Band der Reihe sein können, so bleibt es bei 4 Sternen, aber auch einer Leseempfehlung für die ganze Reihe.

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Eine meiner Lieblingsreihen geht in die achte Runde

Heimstein der Zwerge von Thorsten Hoß

Nachdem Tilseg in mehrere Teile geteilt wurde, hat er nun ganz unterschiedliche Probleme. Gemeinsam mit Ashley Bender verhandelt er mit den Zwergen darum, ihren Heimstein betreten zu dürfen, um die Überreste seines Körper sowie die der Kristalle bergen zu können, die womöglich eine Gefahr darstellen.

Beim Magierturm dagegen muss er darum kämpfen, nicht zu einer Werkreatur zu werden, und im Kloster von Laylay erhält er ein uraltes Schreiben, das offensichtlich an ihn gerichtet ist.

Doch nicht nur Tilseg muss sich mit all dem und noch viel mehr auseinandersetzen, auch die anderen Astronauten stehen vor vielfältigen Problemen, die zum Teil auch uns Leser:innen den Kopf zerbrechen lassen, was ist zum Beispiel mit Sven Eriksson los?

Auch im achten Band der Reihe wartet Thorsten Hoß wieder mit viel Phantasie und ordentlich Spannung auf. Erzählt wird wieder in kurzen Kapitel aus den Perspektiven verschiedener Charaktere. Mittlerweile gibt es einige Schauplätze, und manche Astronauten sind weitab vom Hauptlager, Barbara zum Beispiel ist auf der Suche nach dem Hammer, der ihr entwendet wurde, und gerät unter Wilde, die ebenfalls Fragen aufwerfen. In den Zwischenspielen erfahren wir etwas über die Vorgänge im Heimstein der Zwerge sowie die beim Clan der Vier Flüsse, bei dem die Stelle der Königin vakant, die Prinzessin aber noch zu jung ist, und verschiedene Gruppierungen sich darum bemühen, für sie regieren zu dürfen.

Auch dieser Band strotzt wieder vor Phantasie, ist sehr spannend und hat mich gut unterhalten. Der Cliffhanger macht mich auf den nächsten Band mehr als gespannt. Ich spreche erneut eine Leseempfehlung für die gesamt Reihe aus.

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Sehr unterhaltsam

Die Tausend Leben des Ardor Benn von Tyler Whitesides

Ardor Benn, der Meister von List und Tücke, erhält von dem Geistlichen Eiland Halavend einen sehr komplexen Auftrag. Ihn zu befolgen, wird sein ganzes Genie fordern, aber die Belohnung ist das wert. Doch zunächst sind Mitstreiter, viel Recherchearbeit und ein guter Plan von Nöten.

Schon der erste Satz hat mich in den Roman gezogen, ich mag solche Sätze, die mich direkt gespannt auf das weitere machen.

Das gesamte erste Kapitel hat mich bereits atemlos lesen lassen und Lust auf mehr gemacht. Ardor Benn schien seinen Ruf zu verdienen.

Der Roman zeichnet sich durch seinen Humor (vor allem, aber nicht nur, zu Beginn), seine Spannung, seine überraschenden Wendungen und seine interessanten Charaktere aus. Mein Lieblingscharakter war sehr schnell Havalend, er tut für seine Überzeugungen alles und setzt dafür auch sein Leben aufs Spiel. Seine Mitstreiterin Lyndel ist eine Priesterin der Trothianer, die zwar humanoid, aber offenbar nicht menschlich sind, so haben sie eine ganz andere visuelle Wahrnehmung. Ich hoffe sehr, dass wir über sie noch mehr in den nächsten Bänden erfahren werden. Ardors engste Mitstreiter sind Raek, den ihn schon lange begleitet, und der seine Ideen technisch umsetzt, sowie Quarrah, eine Diebin, die extra für diesen Auftrag angeheuert wird. Besonders interessant sind auch Elbrig und Cinza, zwei Verkleidungskünstler, die nicht nur sich selbst auf unglaubliche Weise verändern können.

Leider sind die Charaktere nicht sehr tiefgründig gezeichnet, sie zeichnen sich durch ihr Können aus, aber viel darüberhinaus erfährt man nicht, Gedanken und Emotionen bleiben oberflächlich – nur Havalend kam mir gefühlsmäßig näher. Das ist schade, jedoch steht die Geschichte für sich, und hat genug eigenes Potential, so dass man den Roman dennoch mit Genuss lesen kann. Leider kann man dadurch aber auch die sich entwickelnde Liebesgeschichte nicht wirklich fühlen, vielleicht hätte man sie lieber als tiefe Freundschaft etabliert, in meinen Augen hätte die Geschichte damit auch funktionieren können.

Die Magie, die es in dieser Welt gibt, hängt eng mit den Drachen zusammen, die auf einer Insel leben, und leider vom Aussterben bedroht sind, da es keine Drachenbullen mehr gibt. Auch die Welt an sich ist besonders, sie besteht aus Inseln, über diese hinaus zu fahren scheint nicht möglich. Auf den inneren Umschlagseiten des Paperback kann man Interessantes zu den Ideen des Autors finden, außerdem gibt es eine Karte der Welt, leider aber weder Personenverzeichnis noch Glossar.

Es ist vor allem die Geschichte, die mich hier packt, so dass die recht oberflächlich gezeichneten Charaktere, die „nur“ ihr Können mitbringen – was sie alleine schon recht faszinierend macht – , nicht allzu sehr ins Gewicht fallen. Besonders die vielen überraschenden Wendungen haben mich die Geschichte genießen lassen, und meine Vorfreude auf den nächsten Band geweckt. Ich vergebe 4,5 Sterne, die ich, wo nötig, aufrunde, und eine Leseempfehlung für Genrefans.

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Hat mich berührt

Freundin bleibst du immer von Tomi Obaro

Zainab, Funmi und Enitan sind Freundinnen seit ihrer Teenagerzeit, nach dem Studium haben sich ihre Wege getrennt, ihre Leben hätten sich kaum unterschiedlicher entwickeln können, und seit vielen Jahren waren sie nicht mehr alle zusammen. Aus Anlass der Hochzeit von Destiny, Funmis Tochter, treffen sie sich endlich wieder.

Man erfährt so einiges über die drei Freundinnen, über ihre Familien, ihre Kindheit, wie unterschiedlich sie schon waren, als sie sich kennenlernten. Auch ihr weiteres Leben bis zur Hochzeit Destinys verläuft bei jeder ganz anders als bei den anderen beiden – und doch bleibt ihre Freundschaft über all die Jahre erhalten, und bewährt sich erneut.

Alle drei, aber auch andere, die ihren Weg kreuzen, werden gut und einfühlsam beschrieben, und auch der soziale Hintergrund, Kultur und Gesellschaft Nigerias, sind wichtige Themen, wobei diese ganz natürlich integriert werden. Ich hätte wirklich Lust, Funmi, Zainab und Enitan einmal tatsächlich zu treffen. sie sind mir ans Herz gewachsen, und ich hätte sie gerne noch länger begleitet.

Der Roman lässt sich sehr gut lesen, auch wenn viele nigerianische Begriffe enthalten sind. Es gibt ein Glossar im Anhang, dieses habe ich während des Lesens jedoch nicht benutzt, da die meisten Begriffe sich aus dem Kontext erklärt haben, und mein Lesefluss durch sie nicht gestört wurde. Für mich hat es das Ganze authentischer gemacht, ich hätte darauf nicht verzichten wollen. Ich konnte mich auch gut in die drei Frauen hineinversetzen, auch wenn ihre Lebenswirklichkeit recht weit weg von meiner ist. Insgesamt hat mich der Roman einmal wieder dazu gebracht, selbst weiterzurecherchieren.

Erzählt wird abwechselnd aus den Perspektiven der drei Frauen, zudem gibt es zweimal einen Wechsel der Zeitebene, zunächst wird aus dem Jahr 2015 erzählt, dem Jahr, in dem die Drei sich wiedersehen, dann gibt es Rückblenden, man erfährt mehr über Kindheit, Jugend und Kennenlernen und Zusammensein, um dann wieder die Geschehnisse aus 2015 weiterzuerzählen.

Das Ende lässt mich etwas ratlos zurück, es ist sehr offen, was ja kein Problem sein muss, es fällt mir aber schwer, das Ganze weiterzudenken, da hier auch die nigerianische Kultur mitbedacht werden müsste, zumindest in Teilen. Ausnahmsweise hätte ich mir hier einmal ein weniger offenes Ende gewünscht, dennoch macht es den Roman an sich nicht weniger lesenswert.

Tomi Obaros Debütroman hat mich schnell nicht mehr losgelassen, die drei Protagonistinnen, ihre Hintergründe und und ihre Leben haben mich berührt. Ich bin schon sehr gespannt auf den nächsten Roman der Autorin.

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Unglaublich gut

Die Meerjungfrau von Black Conch von Monique Roffey

1976: Der junge Fischer David Baptiste lebt auf der kleinen karibischen Insel Black Conch, und entdeckt eines Tages auf See eine Meerjungfrau. Einige Zeit später wird diese im Rahmen eines Angelwettbewerbs von zwei Texanern aus dem Meer geholt, und mehr als Tier als als Mensch gesehen, gequält, und mit der anderen Beute auf dem Pier kopfüber aufgehängt.

David rettet sie in der Nacht, um sie am nächsten Tag wieder ins Meer zu entlassen, doch dann verwandelt sie sich, und Davids Leben wird auf den Kopf gestellt.

Die Autorin stammt selbst aus der Karibik, und erzählt ihre Geschichte der Gegend angepasst im karibischen Slang, genug, um es authentisch zu machen, aber nicht so viel, dass es das Lesen erschwert. Es gibt drei Erzählebenen: Ein Erzähler, Davids Tagebuch, das er vierzig Jahre später rückblickend führt, und Gedanken der Meerjungfrau. Letztere sind zusätzlich in Vers- aber nicht in Reimform verfasst. Ich brauchte kurz, mich in die Erzählung einzufinden, doch nicht lange, dann hatte ich mich eingelesen.

Das Geschehen verläuft anders als gedacht, und auch die Meerjungfrau ist nicht das, was ich erwartet hatte, aber ich mag es, wenn ich überrascht werde. Monique Roffey hat ein interessantes Figurenensemble erstellt, neben der Meerjungfrau ist da vor allem David, der seine Gefühle für sie im Zaum halten muss, aber auch viel lernt. Arcadia Rain stammt von anglikanischen Geistlichen ab, sie lebt mit ihrem Sohn Reggie im Herrenhaus, und ihr gehört fast die ganze Insel. Daneben gibt es eine ganze Reihe Insulaner, alle irgendwie miteinander verwandt, und die beiden Texaner, die sich ihren Fang natürlich nicht so einfach entreißen lassen wollen.

Die Geschichte der Meerjungfrau basiert u a. auf einer tatsächlichen Legende der indigenen karibischen Völker, daneben fließt auch einiges an karibischem historischem Background mit ein, z. B. auch in Form des Charakters Arcadia Rain. Ich wurde einmal wieder inspiriert, mehr darüber erfahren zu wollen.

Für mich hat die Geschichte einen starken Sog entwickelt, mich hat sie, nicht nur in Bezug auf die Meerjungfrau, berührt, und mich stellenweise fast atemlos lesen lassen, z. B., als die Meerjungfrau am Haken hing und sich ein wilder Kampf zwischen ihr und den Anglern entspann. Am Ende brauchte ich Zeit, um alles einordnen zu können, gerne hätte ich einige der Charaktere in ihrem späteren Leben noch einmal wiedergetroffen, vor allem Reggie, so musste ich mir eben selbst Gedanken darüber machen. Das Ende war für mich, wie die ganze Geschichte, unerwartet.

„Die Meerjungfrau von Black Conch“ ist eine besondere Geschichte, auf die man sich einlassen muss, und die vielleicht nicht immer leicht zu lesen ist, über die man nachdenken kann/muss, und die einen auch nach Beendigung der Lektüre noch in ihren Klauen hält – aber sie ist es absolut wert, gelesen zu werden.

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Unbedingt lesenswert

Miss Kim weiß Bescheid von Nam-Joo Cho

Cho Nam-Joo erzählt in acht Kurzgeschichten von Frauen aus Südkorea, die mit vielfältigen gesellschaftlich-sozialen Problemen zu kämpfen haben.

Fast alle Protagonistinnen erzählen ihre Geschichten selbst in Ich-Form, wobei sie alle sehr unterschiedlich sind, da gibt es Töchter, Mütter und Großmütter, ledige, verheiratete und verwitwete Frauen, Schülerinnen und Berufstätige, alle Altersgruppen sind vertreten.

Die Erzählungen gehen oft weit in die Vergangenheit zurück, ganze Lebensläufe erfährt man da, und oft haben die Frauen immer wieder mit ähnlichen Problemen, oft, aber nicht nur, durch sie bestimmende Männer bedingt, zu kämpfen. Da gibt es die Schriftstellerin, die bekannt nun mit Hass im Internet zu kämpfen hat (was womöglich sogar autobiografisch ist), die Angestellte, schlecht bezahlt, die dennoch den Laden wuppt oder die junge Frau, die ihrem bisherigen Freund erklärt, warum sie seinen Heiratsantrag nicht annehmen will. Besonders gut gefallen hat mir die erste Erzählung, die Erzählerin besucht ihre Schwester im Pflegeheim und erinnert sich an ihre (gemeinsame) Vergangenheit. Etwas aus der Reihe fällt die letzte Erzählung, sie ist nicht in Ich-Form, und erzählt von einer Schülerin, noch ein Kind, und ihrer ersten Liebe, die durch die Corona-Pandemie auf eine Belastungsprobe gestellt wird.

Alle Geschichten sind typische koreanische Lebensläufe, die Probleme, vor die die Protagonistinnen gestellt werden, sind aber teilweise sehr global. Sexuelle Belästigung, Schlechterstellung im Beruf, familiäre Belastungen usw. treffen viele Frauen auf der ganzen Welt. Cho Nam-Joo gilt nicht umsonst als feministische Schriftstellerin.

Die Erzählweise, gerade durch die Ich-Form, ist sehr eingängig und berührend. Auch wenn ich mich nicht mit jeder Protagonistin identifizieren konnte, so habe ich doch die jeweiligen Gedanken, Emotionen und Intentionen verstehen können.

Eine Anthologie über Frauen, die immer wieder an Grenzen stoßen und/oder ausgebremst werden, ihr Leben aber dennoch meistern können – unbedingt lesenswert.

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Die Geschichte geht spannend weiter

Millenia Magika - Das Vermächtnis der Raben von Zapf

Nach den Ereignissen im Vorgängerband fällt es Adrians Großtante immer schwerer, den Schleier über Arken aufrechtzuerhalten. Jazz versucht alles, um ihr zu helfen, und reist nach Frankfurt, um andere Hexen zu finden, während sich ein alter Feind nach Arken aufmacht.

Die Geschichte ist wieder sehr düster, nicht nur, dass Themen wie Mobbing, Verluste und Einsamkeit eine Rolle spielen, auch die Gegner haben es in sich.

Adrian und seine Freunde werden vor einige Entscheidungen gestellt, und es gibt manche überraschende Erkenntnisse.

Schauplatz ist dieses Mal nicht nur Arken, sondern auch Frankfurt, eine Stadt gänzlich ohne Magie, in der Jazz dennoch Antworten erwartet. Erzählt wird aus verschiedenen Perspektiven, hauptsächlich aus den Adrians, Jazz’ und Merles, die hier eine größere Rolle einnimmt. Der Epilog fungiert als Cliffhanger und macht mehr als gespannt auf den finalen Band der Trilogie.

Wie schon im Vorgänger hat der Autor selbst eine ganze Reihe Illustrationen beigesteuert, die das Geschehen mit veranschaulichen, und die mir gut gefallen.

Band 2 der Trilogie führt die Geschichte konsequent und spannend weiter, bietet neue Erkenntnisse und macht gespannt auf den Abschlussband. Jugendliche Leser, die düsterere Fantasygeschichten nicht scheuen und schon ein bisschen fantasyerfahren sind, können auch hier zugreifen, sollten aber unbedingt mit dem ersten Band starten.

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Sehr lesenswerte Anthologie

Sternenglut - Reisen ins Grenzenlose von Szosha Kramer; Katharina Maier; Aybiline I. Dahlson; O. E. Wendt; Matilda Best; R. M. Amerein; Alexander Lenz; Mary Stormhouse

Die zweite Band der Sternenglut-Anthologiereihe enthält acht Geschichten. Die sieben Autor:innen des ersten Bandes sind wieder alle beteiligt, neu dazu gekommen ist Mary Stormhouse. Alle Geschichten stammen aus dem Science-Fiction-Genre, manche greifen Geschichten wieder auf, die bereits im ersten Band erzählt wurden, andere sind alleinstehende Erzählungen, manch eine macht Lust auf weitere Geschichten aus den entsprechenden Universen.

Ich persönlich finde diesen Band besser als den ersten, der auch schon lesenswert war, aber hier übertroffen wird. Schon die erste Geschichte, R. M. Amereins „Sternenschutzprogramm“ überzeugt sofort, eine schöne Idee wird gelungen erzählt, und macht Lust auf mehr.

Auch die letzte Geschichte, Mary Stormhouses „Vergessen im Staub der Sterne“ hat mich sofort gefesselt und am liebsten hätte ich auch hiervon direkt mehr gelesen. Ein Roman dazu ist auch angekündigt, ich hoffe auf baldiges Erscheinen.

Von den sechs Geschichten dazwischen haben mich zwei weniger überzeugt, die anderen vier dafür umso mehr, so dass ich das Buch zufrieden beendet habe. Das Spektrum ist breit, die Phantasie der Autor:innen groß, die Erzählungen sind spannend, berührend, interessant und unterhalten gut.

Eine Anthologie lohnt sich nicht nur wegen der Geschichten, sondern auch, um neue Autor:innen kennen zu lernen, und so haben auch mich einige Geschichten so angesprochen, dass ich mir den einen oder anderen Roman gegönnt habe.

Die zweite Sternenglut-Anthologie hat mir sehr gut gefallen und mehr als einmal Lust auf weitere Geschichten gemacht, sehr gerne empfehle ich sie daher weiter.

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Anthologie mit größtenteils lesenswerten Geschichten

Sternenglut - Galaxie der Abenteuer von Szosha Kramer; Katharina Maier; Aybiline I. Dahlson; O. E. Wendt; Matilda Best; R. M. Amerein; Alexander Lenz

Die Anthologie enthält sieben Geschichten aus dem Science-Fiction-Bereich von ebenso vielen Autor:innen. Manche der Geschichten spielen in bereits durch Romane/Reihen der Autor:innen etablierten, andere in noch neuen Universen. Das Spektrum ist dabei breit, Humor, Romance, Drama – alles ist vorhanden.

Ich kannte bisher nur eine der Autorinnen, R. M. Amerein, die mich auch hier wieder überzeugen kann. Ihre Geschichte macht Lust auf mehr, wie auch einige der anderen Geschichten, es bleibt zu hoffen, dass die, die nicht Reihen entstammen, dennoch zu Romanen oder gar Reihen führen, das Potential wäre durchaus da.

Die Charaktere sind größtenteils interessant und gut gelungen, KIs/AIs nehmen fast überall einen besonderen Platz ein, was mir persönlich gut gefällt. Auch die Erzählweise gefällt mir in den meisten Fällen gut.

Meist kann nicht jede Geschichte einer Anthologie gefallen, so auch hier. Doch die, die ich weniger mag, mag womöglich jemand anderes gern. Ich denke, es ist für jeden etwas dabei, nur Hard Science Fiction darf man hier nur bedingt erwarten.

Die Anthologie eignet sich gut, neue Autor:innen kennenzulernen und einen kleinen Blick auf das Genre zu werfen. Die meisten Geschichten konnten mich gut unterhalten, so dass ich 4 Sterne und eine Leseempfehlung vergebe.

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