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Rezensionen von rewareni:

Pepe und die Hexen

Kaum denkt Feldjäger Pepe S. Fuchs, dass er die Thüringertage in Eisenach genießen kann, kommt es schon wieder zu einer Katastrophe und so wie er es gewohnt ist, bleibt es nicht nur bei einer. Seltsam ist aber auch das plötzliche Verschwinden der Obergefreiten Johanna Bock, die anscheinend niemand so richtig vermisst und es den Anschein hat, als ob von oberster Stelle es gar nicht erwünscht wird, dass sich jemand um den Fall kümmert.

Doch Pepe und die Eisenacher Kommissarin Beate Jäger nehmen sich des Falles an und schon bald sind beide wieder mitten drin in gefährlichen Situationen, wo es nicht nur einmal darum geht, aus lebensgefährlichen Bekanntschaften mit einer wild gewordenen Chinesin oder einer selbsternannten Hexe mit heiler Haut davon zu kommen. Das Tagebuch von Johanna Bock mit ihren seltsamen Zeichen und Eintragungen bereitet Pepe und Beate lange Zeit Kopfzerbrechen, wo sie sogar in einen Saunaklub ,,ermitteln“ müssen und sie dabei so manch peinliche Situation erleben. Bis sie der Lösung des Falles näher kommen, wird es noch einige Leichen geben.
,, Pepe S. Fuchs- Hexenjäger“ von Steffen Schulze ist bereits der 4. Band aus der Reihe rund um den sympathischen Feldjäger, mit dem Hang, jedes Mal sein Motorrad mehr oder weniger zu verschrotten. Wer die Romane kennt wird danach süchtig und ich hoffe stets, dass es eine Fortsetzung gibt.
Die Geschichte beginnt dieses Mal in Kuba, wo man die junge Simone Rukka wieder trifft, die schon bald mit Hexen und Voodoo ihre Bekanntschaft macht. Da hat sich der Autor etwas länger Zeit gelassen, bis man als Leser im Laufe der Geschichte den Zusammenhang zu Pepe und den Geschehnissen der vermissten Johanna Bock erfasst hat.
Was mir gefallen hat war, dass immer wieder bekannte Personen aus den früheren Romanen aufgetaucht sind oder die damit verbundenen Ereignisse erwähnt worden sind. Trotzdem kann man ohne Vorkenntnisse den 4. Band lesen, aber es macht natürlich mehr Spaß, wenn man die ganzen Geschichten, die dahinter stecken, bereits kennt. Wie immer hat es der Autor seinem Helden nicht leicht gemacht den Fall zu lösen, dass er immer wieder in gefährliche Situationen kommt, ist ja bekannt. Aber dieses Mal hat er ihn ordentlich leiden lassen. Der Schreibstil und die Ausdrucksweise von Steffen Schulze sind so bildhaft, dass man jede Szene wie einen Film vor seinem geistigen Auge ablaufen sieht. Deshalb kann man sich sogar bei gefährlichen Kampfszenen manchmal kaum ein Schmunzeln verkneifen, weil es zwar spannend, aber auch humorvoll beschrieben ist. Diese Mischung zwischen gefährlichen Szenen, spannende Themen und zynischer und witziger Humor, machen für mich den Roman jedes Mal zu einem Lesegenuss.

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Liebe bis in den Tod

Sina Brodersen kennt nach dem Tod ihres Geliebten Tom nur eines, nämlich Rache. Unter falschem Namen reist sie deshalb in die Schweiz in ein Nobelhotel, wo sie schon bald mit mehr oder weniger zwielichten Gestalten Bekanntschft macht. Ihr Ziel ist die Vernichtung des Mannes, der für den Mord an Tom verantwortlich war, nämlich ,der Baron von Billow.

Da die Polizei keine Beweise finden konnte, nimmt sie die Sache selbst in die Hand. Als sie den charismatischen Chauffeur Maurice kennen lernt spürt sie, dass auch er Geheimnisse hat. Früher als gedacht, trifft Sina auf den Baron und erlebt Dinge, auf die sie gerne verzichtet hätte. Auch in dem Luxushotel, in dem Maurice und seine Schwester Rosanna arbeiten, gibt es viele unschöne Ereignisse und schon bald kommt es in den Bergen zu einem Showdown, wo es um einen Kampf um Leben und Tod geht.
,, Nur eine Petitesse “ von Anja Gust, ist die Fortsetzung der Geschichte von Sina Brodersen. Der Thriller kann unabhängig vom ersten Teil ,,Monstratorem" gelesen werden, da es hier um eine völlig andere Geschichte geht.
Hier erlebt der Leser Sina als ,,Racheengel" , der unter allen Umständen und jeder Widrigkeit zum Trotz, ihr Ziel verfolgt, nämlich der Vernichtung des Barons.
Für mich war die Geschichte in zwei Teile aufgeteilt, sowohl von der Ausdrucksweise, der Beschreibung der Charaktere und dem Schreibstil her.
Im ersten Drittel habe ich mich etwas schwer getan Zugang zu gewissen Personen zu bekommen. Besonders die männlichen Protagonisten, wie der halbseidene Eddi Corleone, der betrügt und lügt, oder Julius Schneeweiß der Personalverwalter im Hotel, der heimlich die Mitarbeiter mit einer Kamera beobachtet und so manch andere Männer, die nicht zimperlich mit anderen umgehen, werden sensibel, beginnen hemmungslos zu weinen oder bekommen einen Nervenzusammenbruch. Da habe ich mir echt schwer getan, diese Gefühle als echt anzusehen.
Ebenso hat es viele Ausdrücke und Begriffe gegeben, die ich mir von der Autorin erklären lassen musste, weil sie etwas speziell und ungewöhnlich waren.
Ab dem zweiten Drittel hat sich dann die Ausdrucksweise und die Beschreibungen der Charaktere schlagartig geändert. Da waren dann die Dialoge und Gedankengänge so wie ich sie vom ersten Teil her kannte. Philosophisch, berührend und zum Nachdenken anregend. Gekonnt zeigt dabei die Autorin auf, dass es nicht nur schwarz und weiß oder gut und böse gibt, sondern, dass es auch viele Dinge dazwischen gibt. Selbst der Baron, der ein brutaler Verbrecher und Mörder ist, hat Gefühle. Er ist im Grunde ein bemitleidenswerter Mensch, der nie Liebe, Verständnis und echte Freundschaft kennen lernen durfte. Deshalb ist für ihn Sina ob ihres Mutes und ihres starken Willens, sogar eine Art Respektperson, wo die Autorin wunderbar die beiden Protagonisten gegenübergestellt hat. Ebenso werden nun die anderen Nebenprotagonisten mit echten Gefühlen ausgestattet, wo ich diese besser nachvollziehen konnte. Ein wenig verwundert war ich nur darüber, dass sich der Roman nicht ausschließlich um Sina und ihren Rachefeldzug gehandelt hat, da ich dies nach dem Klappentext doch angenommen habe. Vielmehr ist es im Grunde eine Art Milieustudie verschiedener Charaktere, wo manche kaum oder gar keine Verbindung zu Sina hatten. Es gibt viele verschiedene Stränge von Geschichten, wo sich immer wieder welche miteinander kreuzen und verbinden. Die Autorin geht dabei nicht immer zimperlich mit ihren Protagonisten um und Gefühle wie Hass, Trauer, Verzweiflung und Selbstvorwürfe plagen diese immer wieder. Dass man Liebe und Zuneigung weder mit Macht, Erfolg oder Geld ,,erkaufen´´ kann, müssen viele in dem Roman schmerzlich erkennen.
Wer also tief in das Seelenleben vieler verschiedener Menschen, aus verschiedenen Gesellschaftsschichten eintauchen möchte, der ist bei dem Roman ,, Nur eine Petitesse“ an der richtigen Stelle.

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Mörderische Geschichten

Morphium, Mokka, Mördergeschichten von Gerhard Loibelsberger

In dem Buch ,,Morphium, Mokka, Mördergeschichten “ von Gerhard Loibelsberger, entführt der Autor den Leser ins alte Wien um 1900 herum, wo man den Kultermittler Joseph Maria Nechyba auf seiner Verbrecherjagd begleiten kann. Der Autor hat dabei echte Kriminalfälle mit fiktiven gemischt und bietet sowohl humorvolle, als auch tragische Geschichten dem Leser an.

Es ist ein Eintauchen in die Zeit, in der Nechyba seine Bekanntschaft mit vielen bekannten Personen macht, wie Sigmund Freud oder dem Besitzer des Cafe Landtmann Wilhelm Kerl. Der Autor hat dabei immer wieder tatsächliche Ereignisse wie z.b den ersten Weltkrieg und die daraus resultierende Hungersnot der Wiener bildhaft dargestellt. Was wiederum besonders schlimm für Nechyba war, weil dieser ein genussvoller Esser und Genießer war. Der Autor hat dabei in jeder seiner 13 Kurzgeschichten einen kulinarischen Leckerbissen parat gehabt, wo einem als Leser selbst das Wasser im Mund zusammen gelaufen ist. Wer sich auf viel Lokalkolorit freuen möchte ist hierbei an der richtigen Stelle. Angefangen von bekannten Orten wie den Naschmarkt, die Mariahilfer Straße oder auch Bauwerke wie die Hofburg, vieles wird man hier wieder erkennen. Besonders humorvoll und für mich als Wienerin selbst auch immer wieder ein Aha- Erlebnis, war der wienerische Dialekt. Für nicht Österreicher gibt es zusätzlich zu den Fußnoten, auch ein ausführliches Glossar am Ende. Es war herrlich die witzigen und teils auch zynischen Gespräche mit verfolgen zu können. Inspector Nechyba wird in den Geschichten stets als sehr gemütlich dargestellt, der gerne seine Virginia raucht, sein Bier in der Arbeit trinkt und auf ein wohlschmeckendes Essen nicht verzichten möchte. Seine Ermittlermethoden sind nicht immer sehr feinfühlig und brutale Verhöre, gehörten fast schon zur Tagesordnung. Doch manchmal zeigt sogar er Herz und merkt selber, dass zu weit gegangen ist.
Der Autor hat vielschichtige Geschichten gewählt, wo er auch Themen aufgreift die für die damalige Zeit durchaus als skandalös zu bezeichnen war. Die Liebe zweier Männer oder ein uneheliches Kind von einem Zigeuner. Immer geht es in seinen Geschichten um Menschen, die ein trauriges Schicksal zu beklagen haben und wo selbst der nicht immer feinfühlige Nechyba Mitleid verspürt.
13 kriminalistische Kurzgeschichten bei denen man gut unterhalten wird und man gerne mit Joseph Maria Nechyba tauschen möchte, wenn er die vielen Köstlichkeiten nicht einfach nur isst, sondern richtig zelebriert und so nebenbei auch noch seine Kriminalfälle löst.

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ICH

Morphium, Mokka, Mördergeschichten von Gerhard Loibelsberger


Keiner hätte gedacht, dass ein kurzer TV-Werbespot die digitale Sprachassistentin Omega Savanta kurzzeitig außer Betrieb setzen würde. Die Frage, ob sie ein menschenähnliches Bewusstsein entwickeln könnte, löst eine Kettenreaktion aus, mit ungehnten Folgen. Der ehemalige Professor für Künstliche Intelligenz- KI- Kai Tiefenbach, beginnt die Gefahr zu erkennen, die von selbstlernenden Maschinen ausgeht.

Gemeinsam mit der Journalistin und Bloggerin Lucy Hartmann möchte er die Öffentlichkeit darüber aufklären, doch soweit sollte es nicht mehr kommen, da er plötzlich bei einem Autounfall stirbt. Für Lucy stellt sich die Frage, der Manipultion an dem selbstfahrenden Auto, doch für die Polizei war es ein normaler Unfall. Es gelingt ihr den ehemaligen Kognitionspsychologen Robert Wonzak, früherer Mitarbeiter des Technologiekonzerns Omega Future Technologies dazu zu überreden, sie bei ihren Recherchen zu unterstützen. Schon bald müssen beide am eigenen Leib verspüren, dass anscheinend Kräfte am Werk sind, die alles daran setzen, dass niemand der Firma Omega und somit der Künstlichen Intelligenz, die sich hinter Savanta verbirgt, schadet. Dass diese aber selbst mit einem unbekannten Gegener in sich selbst zu kämpfen hat, weiß keiner.
,,ICH Inkognito´´ , ist der spannungsgeladene Roman von Guido Kniesel, der ein unheimliches und mögliches Zukunftsszenario heraufbeschwört, von dem wir hoffentlich verschont bleiben. Der Schreibstil des Autors ist fesselnd, präzise, aber auch gespickt mit computer technischen Details und Ausdrücken, die den Leser in seiner Aufmerksamkeit gefordert haben. Seine Geschichte der KI lässt den Leser mit einem etwas mulmigen Gefühl zurück, da es ja bereits jetzt schon viele technische Möglichkeiten, wie Sprachassisten, selbstfahrende Autos…..gibt. Sein Roman beschäftigt sich mit der Frage, ob es möglich sein kann, dass eine KI ein menschenähnliches Bewusstsein entwickeln kann. Dabei hat er dem ,,ICH´´ immer wieder kurze Kapitel gewidmet, wo sich diese KI selbst weiterentwickelt hat und auf Fragen gekommen ist, die für die Menschen nicht unwichtig sind. So hat sich Savanta mit dem Klimawandel genauso befasst, wie mit Kriegen oder der Gier der Menschen nach Ruhm und Geld. Sehr spannend war auch, dass zwei verschiedene Kräfte im ,,Gehirn´´ der KI gekämpft haben, wo das ,,ICH“ gespürt hat, dass sein sogenanntes ,,Inkognito" alles daran setzen möchte, sich und seine mörderischen Absichten vor dem Entdecken zu schützen.
Dass es dabei auch zu Todesfällen kommt, hat die Geschichte noch erschreckender gemacht. Ich habe schon lange nicht mehr so einen interessanten und aufwühlenden Roman gelesen, wo die tapferen Protagonisten einem scheinbar unbezwingbaren Gegener gegenüber gestanden sind. Ich könnte mir durchaus vorstellen dass die Geschichte noch weitergehen kann, weil es bestimmt viele technische Möglichkeit gibt, wie sich Savanta noch weiterentwickeln kann.

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Eine zweite Chance

Sommerurlaub von Lyl Boyd

Dass ein Sommerurlaub in Lissabon mit Sonnenschein und schönen Sehenswürdigkeiten keine Eheprobleme lösen können, müssen Rolf und Lisa bald erkennen und die scheinbar harmonische Fassade, beginnt unaufhaltsam zu bröckeln.
Eine Short Story mit 9.000 Zeichen, bietet der Autor Lyl Boyd seinen Lesern mit der Kurzgeschichte
,, Sommerurlaub“ an.

Er lässt hinter die Kulissen einer Ehe blicken, die bereits vor dem Urlaub, einige Risse abbekommen hat. Wie bei vielen zerrüttetend Ehen wird gehofft, dass ein Ortswechsel in ungezwungener Atmosphäre, den gewünschten Erfolg bringt, nämlich, dass sich alle Sorgen und Probleme in Luft auflösen. Dass aber unausgesprochene Ängste und negative Erlebnisse nicht von alleine verschwinden, müssen Rolf und Lisa schmerzlich im Urlaub erkennen. Da hat der Autor sehr schön beide Protagonisten dargestellt. Man spürt Wut, Verzweiflung aber auch Hoffnung darüber, dass es vielleicht doch noch eine zweite Chance gibt. Und man erkennt als Leser, dass man nie wirklich erahnen kann, was hinter einer scheinbaren schönen Fassade sich wirklich verbirgt.

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Ein neues Leben

Schatten der Erinnerung von Margarete van Marvik

Die 33 jährige Amelie ist endlich frei. Fünf lange Jahre hat sie wegen fahrlässiger Tötung mit unterlassener Hilfeleistung und dem Diebstahl eines teuren Diamantringes, im Gefängnis verbracht. Aber sie ist sicher, dass sie unschuldig ist, obwohl sie sich an den Tathergang kaum noch erinnern kann.

Nach ihrer Haftentlassung hat Amelie nur ein Ziel- sie will ihre Unschuld beweisen. Zum Glück findet sie schnell Arbeit in einer Anwaltskanzlei, wo ihr Chef Herr Schmidt, sowie ihre beiden Kollegen Harry und Daniel sie bei diesem Vorhaben unterstützen. Amelie tritt dabei einigen Leuten auf die Füße und sie muss immer wieder am eigenen Leib spüren, dass es Menschen gibt, die ihr Vorhaben nicht gutheißen. Selbst als bei Daniel eingebrochen wird und man Harrys Wohnwagen anzündet, stehen ihre Kollegen zu ihr und Amelie kommt der Wahrheit immer näher.
,, Schatten der Erinnerung´´ von Margarete van Marvik ist ein Kriminalroman, wo es nicht zu blutigen Szenen oder extrem brutalen Handlungen kommt, sondern ein Roman, wo es um Gerechtigkeit, Freundschaft und Hoffnung auf ein neues Leben geht. Die Protagonistin Amelie wird als willensstarke und auf Gerechtigkeit hoffende Person beschrieben. Die Autorin zeigt dabei auf wie schwer es für einen Menschen sein kann, wenn er unschuldig verhaftet wird, wenn sich Familie und Freunde von einem abwenden und man als Verbrecher angesehen wird, obwohl man gar keiner ist. Schön war dabei zu lesen, dass es sehr wohl Menschen gibt, die keine Vorurteile haben und so wie hier Amelie unterstützen und zur Seite stehen. Die Autorin hat auch versucht gewisse Eigenheiten und Vorlieben von Amelie hervor zu heben. Dabei ist aber mit der Zeit ein ,,Gewöhnungseffekt´´ eingetreten. Vor allem, dass sehr oft erwähnt wird, dass sie sich ihre Lakritze in den Mund steckt, was mit der Zeit ein wenig nervig war. Ebenso haben sich manche Szenen in ähnlicher Art und Weise immer wieder wiederholt. So ist Amelie verfolgt worten, nieder geschlagen worden, sie hat einen Unfall.... und sie macht sich wieder auf um weiter nach dem wahren Täter zu suchen. Durch diese ähnlichen Wiederholungen, hat sich dann die Geschichte etwas dahin gezogen.
Der Roman lässt sich schnell lesen, auch wenn nicht ganz der Funke übergesprungen ist. Ich mag die Bücher der Autorin, die sich nicht scheut auch unangenehme und berührende Geschichten zu schreiben.

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Eine Reise in die Vergangenheit

Und sie sollen von seinem Blut nehmen von Magnus Mahlmann

Schneller als gedacht gibt es im Veedel wieder einmal einen ,, Fall ´´ zu lösen, wo die Geschwister Laurenz und Linda aus unterschiedlichen Beweggründen Nachforschungen anstellen müssen. So wird Pfarrer Laurenz von der alten Käthe Fischenich angefleht den Geist der ermordeten Rosalinde aus der Nachbarwohnung zu vertreiben und seine Schwester Linda soll im Auftrag der Investorin Frau Rössner, die endlich die leerstehenden Wohnungen sanieren möchte, herausfinden, warum in dieser besagten Wohnung immer wieder Blut von den Wänden herabrinnt.

Ein scheinbar unlösbares Rätsel für Laurenz und Linda, wo jeder auf seine eigene Art und Weise versucht hinter die Lösung zu kommen. Während Linda in der Gegenwart bleibt und sich unter anderem mit dem Neffen von Frau Fischenich, Dietmar Pütz, beschäftigt, begibt sich Laurenz in die Vergangenheit, wo er einige interssante und auch beunruhigende Dinge aus dem Leben von Rosalinde erfährt. Als wären die ,,Ermittlungen´´ der beiden nicht schon schwierig genug, so machen sie sich auch immer mehr Sorgen um ihren Opa Eberhard, der seine unbekannte Verfolgerin wie es scheint nicht abschütteln kann. Dass er aber auch noch möglicherweise in die damaligen Geschehnisse rund um die Ermordung von Rosalinde, beteiligt sein könnte, macht es für die Geschwister auch nicht leichter. Bis sich alles aufklärt, wird noch so manches Blut von den Wänden rinnen.
,, Und sie sollen von seinem Blut nehmen´´ ist der zweite Fall mit den sympathischen Protagonisten Laurenz und Linda Broich. Der Autor Magnus Mahlmann lässt die beiden wieder in gewohnter zielstrebiger und humorvoller Art und Weise ,,ermitteln´´. Man steigt ohne Probleme , wenn man den ersten Band nicht kennt, in das unheimliche Geschehen ein. Der Leser wird ebenso wie die beiden mit dem mysteriösen Blut, das von der Wand rinnt konfrontiert und man erlebt dabei am Ende eine überraschende Auflösung. Es macht Freude, den bereits bekannten Protagonisten über die Schulter schauen zu können und sie zu begleiten. Der Autor hat gekonnt einen spannenden Roman geschrieben, wo im Grunde ein Ereignis aus der Vergangenheit, der Auslöser für die unheimliche ,,Bluterscheinung´´ ist. Es war wieder schön zu beobachten, wie Laurenz und Linda an den Fall herangegangen sind. Dass dabei sogar tatsächliche Ereignisse aus der Nazi Zeit miteingeflossen sind, macht den Roman noch interessanter. Es wird nicht immer nur eine heile Welt dem Leser präsentiert, sondern durchaus auch menschliche Schicksale, wo es auch tiefgründige Gespräche dazu gibt. Der Schreibstil ist locker und gut zu lesen. Dass auch die anderen Personen, wie Olek oder Opa Eberhard, wieder dabei sind und die beiden ebenfalls eine eigene kleine Geschichte haben, gefällt mir und so ist es nicht verwunderlich, dass es Geheimnisse gibt, die wahrscheinlich erst wieder im nächsten Band gelöst werden.

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Ein neues Ermittlerteam

Tod im Fichtelgebirge von Jacqueline Lochmüller

Was gibt es für eine Familie schlimmeres, als dass ihre Kinder plötzlich verschwunden sind. Für Kommissarin Kristina Herbich und ihrem Kollegen Breuer wird dieser Fall zu einer Herausforderung. Denn das Verschwinden der kleinen Mädchen von Mareike und ihrem Mann Robert, ist schon von Anfang an sehr seltsam und die Zeit läuft den Kommissaren unaufhaltsam davon.

Es werden aber auch vermehrt vermisste junge Männer gemeldet, wo Kristina nicht weiß, ob es dabei zu ihrem Fall einen Zusammenhang gibt. Als dann tief im Wald eine halbnackte Frau von Kristinas Onkel Johann Kunze gefunden wird, überschlagen sich die Ereignisse. Kristina spürt, dass sie nicht nur einen Fall zu lösen hat, sondern, dass es anscheinend mehrere sind. Dass sie plötzlich auch noch einen mysteriösen Todesfall eines Mannes lösen sollen, macht die ganze Angelegenheit auch nicht einfacher. Die Zeit läuft davon und von jedem liegen bereits die Nerven blank. Was die Kommissare dann herausfinden, lässt alle erschüttert zurück.

Der Krimi ,,Tod im Fichtelgebirge´´ von Jacqueline Lochmüller, ist ein Roman, der sicher keinen Leser unbeeindruckt zurücklässt. Zuerst sieht man das düstere Cover mit dem Haus im finsteren Wald, wo man im Laufe der Geschichte, dann wirklich abtaucht in eine toll beschriebene Waldszene und man als Leser Bilder vor seinem geistigen Auge sieht, wo man das Gefühl hat, mittendrin zu sein und sich Gänsehaut einstellt. Der Autorin gelingt es von Beginn weg den Leser in seinen Bann zu ziehen und sie hält diese Spannung bis zum Schluss durch. Ihr Schreibstil ist sehr bildhaft und intensiv, sodass man sich auch Dinge, die man vielleicht nicht unbedingt sich vorstellen möchte, trotzdem vor Augen hat. Jacqueline Lochmüller schafft es viele Charaktereigenschaften und Emotionen wunderbar darzustellen.
Angefangen von der Kommissarin Herbich, die zuerst voreingenommen gegenüber ihrem neuen Kollegen ist, die aber im Laufe der Handlung ihn doch zu schätzen lernt. Bis hin zu Mareike und Robert, die alle Phasen eines tragischen Verlustes durchleben und man als Leser Verzweiflung, Wut, Angst und Hilflosigkeit spürt. Dass es dabei sehr viele Personen gibt, die in dem Roman vorkommen und man als Leser gerade zu Beginn eine leichte Verzweiflung spürt,ob der vielen Namen, ist der einzige kleine Kritikpunkt.
Auch hat die Autorin zwei aktuelle Themen, die ich ob der Spannung, nicht verraten möchte, miteinander gekonnt verknüpft und sie in dem Fall der verschwundenen Mädchen miteinfließen lassen, sodass man als Leser gespannt war, wie sich alles auflöst. Auch wenn es tragische und menschliche Schicksale waren, die die Autorin erzählt hat, ist es ihr aber auch gelungen einen feinen, manchmal leicht bissigen Humor in Form von Pfarrer Johann Kunze und seinem Dackel Arno, in die Geschichte einzufügen. Herrlich hat sie dabei die Szenen mit den beiden beschrieben, wo man als Leser einfach nur schmunzeln musste. Der Krimi ,, Tod im Fichtelgebirge´´ wartet mit Spannung, etwas Humor, tragischen Schicksalen und einem interessanten Ende auf, wo ich mir vorstellen kann,dass man die Kommissare, den Pfarrer und seinen mutigen Dackel Arno in einem neuen Fall wiedersehen könnte.

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Elsa ermittelt

Aller toten Dinge sind drei von Bent Ohle

Eigentlich wollte Astrid Stegmeier, die Chefin des Berliner Landfrauen Verbandes in Uplengen den Herbstmarkt mit einer Rede eröffnen. Doch unvermutet landet sie gemeinsam mit ihrer krimibegeisterten Assistentin Elsa van Graaf in einem mysteriösen Fall. Drei Männer des Ortes erhalten Holzbretter, auf denen ihr Geburts und - Todestag geschrieben steht.

Während die Ehefrauen nicht nur um ihre Männer besorgt sind, soll am nächsten Tag der Herbstmarkt mit einem Wettlauf stattfinden, wo sich die Frage stellt, wie man da die Männer beschützen soll. Schneller als gedacht befindet sich Elsa in ihrem ,,ersten Fall´´ und sie beginnt zu ,,ermitteln´´. Was sie dabei herausfindet, lässt so manchen Bewohner des Ortes in keinem schönen Licht erscheinen. Angefangen vom Diebstahl wertvoller Alpakas bis hin zu einer Vergiftung mit Arsen, wird Elsa sogar noch selbst ein Opfer eines tätlichen Angriffs. Also wird Elsa klar, dass sie nun ihren ganzen Spürsinn einsetzen muss um noch schlimmeres zu verhindern.

,,Aller toten Dinge sind drei´´ ist der humorvolle Auftaktroman von Bent Ohle, der mit seiner Protagonistin Elsa van Graaf, eine sympathische, kluge und witzige Person erschaffen hat. Der Roman bietet nicht nur Spannung, wo man bis zum Ende mit rätseln kann und man nicht auf den Täter kommt. Sondern auch eine Menge an Humor, witzigen Szenen und herrlichen Dialogen, die immer wieder auch im ostfriesischen Dialekt geschrieben sind.
Trotz der Unterhaltung gibt es aber auch einiges an Wissensvermittlung bezüglich der ,,Landfrauen´´, wie sie arbeiten, mit welchen Problemen sie nicht nur in Deutschland, sondern auch ich anderen Ländern zu tun haben und man bekommt auch als Leser einen interessanten Einblick wie sich der Verband, der aus Frauen verschiedener Berufsgruppen und Generationen besteht, sich untereinander unterstütz.
Der Roman lässt sich leicht und flüssig lesen, nur die Schrift ist relativ klein, was man beim nächsten Band ändern sollte.
Es ist ein unblutiger Krimi, der einen gewissen Charme versprüht, ob der teils etwas schrulligen Protagonisten. Dass der Landfrauenkrimi mit Elsa weitergeht und sie auch noch in ihrem privaten Umfeld etwas zu ,,ermitteln´´ hat, macht schon neugierig auf den nächsten Band.

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Wenn die Seele weint

Aller toten Dinge sind drei von Bent Ohle

Kendra versteht nicht mehr, was plötzlich mit ihr los ist. Ihr Mann Anton ist liebevoll und einfühlsam, ihre drei Kinder liebt sie über alles und auch ihr Beruf macht ihr immer noch Spaß. Doch ihre seltsamen Träume, die sie seit Jahren hat, werden immer intensiver und sie spürt in ihrem Inneren, dass diese Unruhe nicht nur ihr, sondern auch ihrer Familie Sorgen bereitet.

Gefühlsschwankungen und eine scheinbar unstillbare Sehnsucht nach einem anderen Zuhause lassen Kendra zu einem drastischen Mittel greifen. Nachdem ihr erster Psychotherapeut keinen plausiblen Grund für ihre seelischen Qualen findet, kommt Dr. Waller ins Spiel, der unkonventionelle Wege geht und Kendra mit Hypnose in eine Zeit zurückversetzt, in der sie ein besonderes Leben lebt. Bei vielen Sitzungen kommen unglaubliche Dinge ans Licht, wo Kendra vieles erleiden aber auch vieles lernen kann, dass ihr in der Vergangenheit und in der Gegenwart noch hilfreich sein wird.
,, Rionnag - Krieger meiner Seele´´ ist ein besonderer Roman der Autorin A.C. LoClair. Bevor man zu lesen beginnt, zieht einem bereits das Cover in seinen magischen Bann. Stahlblaue Augen blicken dem Leser sprichwörtlich tief in die Seele, Feuer und ein Schwert wirken bedrohlich und die Runenschrift zeigt an, wohin die Reise geht. So lässt die Autorin ihre Protagonistin Kendra in ihren Träumen nach Schottland reisen, wo fast 800 Jahre dazwischen liegen. Es ist auch für den Leser eine besondere Reise, weil die ,, Träume ´´ nicht chronologisch verlaufen und man genauso wie Kendra verwirrt ist, wenn man von Dingen erfährt die passiert sind, aber später dann noch nicht statt gefunden haben. Da leidet man mit Kendra mit, weil sie spürt, dass sie eine wichtige Aufgabe zu erfüllen hat, wo sie Dinge erlebt, die traurig und grausam sind und sie aber das Gefühl hat, nicht alles dafür getan zu haben, um die schlimmen Dinge zu verhindern. Der Roman geht schnell zu lesen, weil man in der Geschichte gleich gefangen ist. Was mich dabei aber gestört hat war, dass Kendra, auch wenn sie trauriges gespürt oder gesehen hat, dabei ständig in Tänen ausbricht und später aber dann wieder zu kichern beginnt und irgendwo an ihr herumzupft oder sich zu kratzen beginnt. Die Autorin fügt in ihrem Roman auch gälische Begriffe und auch ganze Sätze mit ein, die entweder gleich oder hinten in einem Glossar erklärt werden.
Schön beschrieben sind die Szenen, die in Kendras früherem Leben spielen, weil sie dabei alle Ereignisse selbst erzählt und man dabei intensiv alles miterlebt. Das Thema in dem Roman ist nicht alltäglich weil es sich unter anderem mit Wiedergeburt beschäftigt . Mir haben auch die Fragen und Gedanken gefallen, ob sich Seelen wieder erkennen können, ob Liebe über Raum und Zeit bestehen kann und was es bedeutet, wenn man Seelenqualen leidet und bestimmt hat sich auch der eine oder andere schon selbst gefragt, ob er nicht schon einmal gelebt hat oder man das Gefühl hat, jemanden zu kennen, obwohl man gar nicht genau weiß woher. Sehr interessant waren auch die Erklärungen bezüglich Kräuter und Heilkunst, wo die Autorin ihrer Protagonistin viel an Wissen ,,beigebracht´´ hat und so manches altes Hausmittel auch heute noch für diverse Krankheiten eingesetzt wird.
,, Rionnag´´ ist ein Roman zum Träumen, die Seele baumeln lassen und sich in eine vergangene Zeit entführen zu lassen, wo Dinge zwischen Himmel und Erde passieren, die mit dem menschlichen Verstand nicht zu begreifen sind. Einfach ein ,,kitschig´´ schöner, spannender, lehrreicher und emotionaler Roman.

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