Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Gavroche:
Viel schwarzer Humor
Der schwarzzüngige Dieb (Schwarzzungendieb, Bd. 1) von Christopher Buehlman
Das Cover des Buches hat mich sofort in den Bann gezogen und ich war interessiert, worum es in diesem Buch geht. Ein recht typisches Cover für ein Fantasy-Buches, im positiven Sinne. Es macht einfach Lust, diese neue Welt zu erkunden und mehr über den schwarzzüngigen Dieb zu erfahren. Der Protagonist Kinsch Na Shannack soll der Rabenritterin Galva folgen - weshalb? Das weiß er nicht, aber irgendwie muss er seine Schulden ja schließlich begleichen.
Und wer wissen möchte, was es mit den mörderischen Bäumen auf sich hat, der sollte sich dieses Buch auch nicht entgehen lassen.
Christopher Buehlmann konnte mich schnell überzeugen, sowohl von seinem Schreibstil, als auch von seiner fantasievoll ausgestalteten Welt, den vielschichtigen Charakteren und allem voran natürlich einer spannungsgeladen Geschichte mit nicht nur einer Prise schwarzen Humors, sondern gleich einem ganzen Sack voll davon. Ich bin hier voll auf meine Kosten gekommen und schon sehr gespannt darauf, wie es weitergehen mag.
Humbrecht
Der Regenbogenfisch glaubt nicht alles von Marcus Pfister
Ein Cover, bei dem man sofort die Reihe erkennen kann. Der kleine Regenbogenfisch mit dem Glitzer auf den Flossen - damals etwas Besonderes, inzwischen eher so etwas wie das Markenzeichen dieser Buchreihe - zusammen mit einem größeren Fisch, der etwas Erstaunliches zu erzählen scheint, da der Regenbogenfisch die Flosse vor den Mund hält und erstaunt guckt.
Und richtig, das ist Humbrecht, der jeden Tag mit einer neuen Geschichte ankommt, so zum Beispiel, dass es jenseits des Riffs Schwärme gibt, die den Regenbogenfisch und die anderen bedrohen. Und jedes Mal hat Humbrecht angeblich einen Plan, um weiter zu helfen. Doch am nächsten Tag kommt er mit einer neuen haarsträubenden Geschichte daher. Das geht so weit, dass ihm keiner mehr glauben mag. Doch der Regenbogenfisch hat eine Lösungsstrategie entwickelt, mit der allen geholfen ist. Ein schönes neues Abenteuer mit tollen Illustrationen.
Lasst uns etwas ändern!
Erste Hilfe für die Erde von Mark Maslin
"Dieses Buch ist anders" und dann auch noch inspiriert von Sun Tzus Buch "Die Kunst des Krieges" - allein das hat meine Neugierde geweckt. Es ist tatsächlich ein Buch, dass man immer wieder mal zur Hand nehmen kann, an einer beliebigen Stelle aufschlagen und sich dann in den Aussagen festlesen kann.
Es gibt einen Schnelldurchgang durch die Geschichte unserer Erde, mit erstaunlichen Fakten, in kurzen Sätzen, viele davon fett gedruckt und seitenfüllend. Dasselbe Prinzip gilt für die sechs weiteren Kapitel. Es ist eher ein Buch, das Diskussionsanlässe bietet, dass uns aus unserer Komfortzone herausholen möchte. Unterschiedliche Schriftarten, verschiedene Grauschattierungen oder schwarze Schriftsätze. Ein Buch, dass meine Aufmerksamkeit fesseln konnte und über dessen Inhalt ich immer noch länger gegrübelt habe.
Eher für Anfänger
Casa Zarrella von Jana Ina Zarrella; Johann Lafer
Ich hatte mich sehr auf dieses Buch gefreut, denn die Beschreibung der verschiedenen Länderküchen, eine Fusion-Küche aus brasilianischen, italienischen, österreichischen und deutschen Gerichten klang sehr interessant und kulinarisch lecker. Aber leider bin ich dann enttäuscht worden, denn so außergewöhnlich fand ich die Rezepte dann leider doch nicht.
Und vor allem die Tipps waren oftmals in die Kategorie "altbekannte Hausfrauentipps" einzuordnen. Sicherlich, es gibt leckere Rezepte, aber eine Kürbissuppe, gemischt mit Möhren und Kartoffeln - so etwas ist nichts Besonderes. Das Buch scheint etwas vegetarisch zu sein, dann aber doch nicht, denn zum Einen gibt es hier Fischgerichten, zum anderen gibt es den Tipp, für die Kinder doch gut Fleischbällchen oder Hühnchen dazu anzubieten. Das ist für mich leider nicht konsequent genug. Für AnfängerInnen und vielleicht auch für Fans sicherlich interessant.
Wenn alles gegen dich spricht
Fake – Wer soll dir jetzt noch glauben? von Arno Strobel
Das Thema Fake News, Deep Fake etc. ist immer mal wieder im Gespräch, vor allem die immer besser werdenden technischen Möglichkeiten, die es schwieriger denn je machen, den Wahrheitsgehalt zu untersuchen.
Patrick Dostert, der Protagonist, erzählt die Geschichte aus seiner Perspektive, hat dabei jedoch die dritte Person gewählt.
Er ist seit drei Jahren mit seiner Frau Julia verheiratet. Sie sind glücklich miteinander und sorgen gut füreinander. Doch eines Tages klingelt die Polizei und Patrick wird verdächtigt, etwas mit dem Verschwinden einer Frau zu tun zu haben, deren Freundin diese als vermisst gemeldet hat. Allerdings hat Patrick für den Abend ein Alibi, da er mit einem chinesischen Geschäftsmann ein Essen im Restaurant hatte. Doch dieser Geschäftsmann und seine Firma scheinen nicht zu existieren. Wer möchte Patrick etwas anhängen und weshalb? Alle(s) scheint sich gegen ihn verschworen zu haben.
Eine spannende Geschichte, die sich nach und nach entfaltet und die zum Nachdenken anregt. Das Ende war für mich logisch, allerdings hatte ich so etwas schon vermutet. Sascha Rotermund trägt das Hörbuch gewohnt spannend vor.
Schuldgefühle
Der Sturm von Jane Harper
Ich habe vor einigen Jahren "Hitze" der australischen Autorin Jane Harper gelesen und nun war ich gespannt auf dieses neue Buch. Dieses Mal spielt die Handlung auf der australischen Insel Tasmanien. Vor zwölf Jahren hat ein schlimmer Sturm Kiernans älteren Bruder und seinen Freund getötet, als sie Kiernan mit ihrem Boot zur Rettung eilen wollten.
Außerdem ist ein damals 14jähriges Mädchen seitdem verschwunden. Kiernan hat die Insel nach den damaligen Ereignissen verlassen, weil er sich schuldig fühlte. Nun kehrt er zurück mit seiner Partnerin Mia und seiner Tochter Audrey. Auch Mia stammt aus dem Ort und war die Freundin des verschwundenen Mädchens. Einerseits ist es schön, zurück zu kehren, aber andererseits auch nicht, da Kiernans Vater Brian mittlerweile dement ist und die Ereignisse infolge des Sturms noch immer nicht verarbeitet sind. Und dann stirbt auch noch eine junge Frau aus Canberra und die Ereignisse vor zwölf Jahren kommen wieder hoch. Der aktuellen Ermittlungen vermischen sich mit den Ereignissen in der Vergangenheit, gibt es hier einen Zusammenhang, oder kommen sie nur deswegen wieder hoch? Ein Ort mit vielen Geheimnissen. Anfangs werden direkt viele Personen eingeführt und ich brauchte eine Zeit, um ihre Verbindungen untereinander für mich zu klären. Ein Thriller, der sich viel Zeit nimmt und ganz anders war als "Hitze". Die Spannung hat mir an manchen Stellen etwas gefehlt, dafür gab es viele Beschreibungen und auch Wiederholungen, die der Geschichte ein wenig den Schwung genommen haben. Der Sprecher Sascha Tschorn trägt diesen eher ruhigen Thriller gut vor.
Tod in der Hochzeitsnacht
Die rätselhaften Honjin-Morde von Seishi Yokomizo
Das Original des Buches erschien vor ungefähr 80 Jahren in Japan und das Cover passt super für einen Krimi aus dieser Zeit. Schön gruselig. Die Handlung spielt im Jahr 1937 in einem kleinen, japanischen Ort. Der älteste Sohn der Ichiyanagi-Famile wird nun doch endlich heiraten. Die LeserInnen bzw.
in meinem Fall HörerInnen werden ausführlich in die Familie und deren Zusammensetzung eingeführt und auch in den Ort und weitere Personen. Da ich des Japanischen nicht mächtig bin, wäre manches für mich sicherlich einfacher gewesen, wenn ich das Buch gelesen hätte, allerdings wäre ich so nicht in den Genuss der tollen Vorlesestimme von Denis Moschitto gekommen. Bei den japanischen Namen musste ich immer gut aufpassen, aber spätestens mit dem Auftritt des Privatermittlers Kosuke Kindaichi kam ich viel besser mit. Dieser locked room Fall, in dem ein Paar in seiner Hochzeitsnacht tot aufgefunden wird, hat es wirklich in sich und man muss genau auf jedes Detail achten. Die Auflösung war genial; alles arbeitete auf diesen Höhepunkt hin.
Arus Abenteuer
Aru gegen die Götter, Band 1 - Die Wächter des Himmelspalasts von Roshani Chokshi
Rick Riordan hat mit seiner Percy-Jackson-Reihe und weiteren Erfolgen wie zum Beispiel die Kane-Chroniken (ägyptische Götterwelt) in spannenden Abenteuern seinen LeserInnen diese Götterwelten näher gebracht. In diesem Buch geht es nun um die überaus komplexe hinduistische Götterwelt, geschrieben von Roshani Chokshi und empfohlen von Riordan.
Die Protagonistin Aru Shah wohnt mit ihrer oftmals abwesenden - sei es nun körperlich, oder aber zumindest geistlich - Mutter in einer Wohnung über dem Museum für Altindische Kunst und Kultur in Atlanta. Da sie nicht viel Geld haben, wird sie oft von ihren superreichen MitschülerInnen gehänselt. Doch Aru versucht es immer wieder mit ihren phantasievollen Lügen aus der Klemme zu kommen. Allerdings geht das wie vermutet meist nach hinten los. Tja, und als es am Wochenende an der Tür des Museums klingelt, öffnet Aru noch in ihrem Schlafanzug die Tür. Davor stehen drei MitschülerInnen, denen Aru mal wieder eine Geschichte erzählt hatte. Tja, da muss sie jetzt wohl tatsächlich die alte Lampe anzünden, obwohl ihre Mutter dies verboten hatte. Und damit weckt sie den "Schläfer" und ein rasantes Abenteuer beginnt. Gemeinsam mit einer Taube und ihrer "Schwester", die überängstlich ist, soll sie nun einen gefährlichen Auftrag ausführen zur Rettung der Welt.
Ein rasantes Abenteuer, dass uns die indische Götterwelt ein wenig näherbringt. Toller Schreibstil und gute Geschichte - ich bin schon gespannt auf die Fortsetzung.
Auf der Champollion
Die Passage nach Maskat von Cay Rademacher
Das Cover lädt uns schon ein auf eine faszinierende Zeitreise auf der Champollion, die zum Schauplatz eines Kriminalfalles wird. Ich habe schon recht viele Bücher von Cay Rademacher gelesen, seien es nun historische, oder aber zeitgenössische Krimis. Wie auch in seinen anderen Werken beweist der Autor auch hier wieder große Kenntnisse und zeigt, wie detailliert er sich in diese Zeit eingearbeitet hat und seine Figuren sind abwechslungsreich und authentisch gezeichnet ohne in Klischees zu verfallen.
Begeben wir uns auf den Ozeanliner Champollion in das Jahr 1929, vergessen wir jedoch all die weltpolitischen Ereignisse, sondern widmen wir uns stattdessen diesem Mikrokosmos und der Fahrt vom südfranzösischen Marseille bis in den Oman. Theodor Jung, seine Frau Dora und so manch ein Familienmitglied sowie Mitglieder der High Society. Doch dann verschwindet Dora und nach ein paar Tagen versuchen andere Jung davon zu überzeugen, sie sei nie auf dem Schiff gewesen. Was ist wirklich passiert? Während das Schiff seinen Weg durch den Suezkanal und weiter nimmt, habe ich die Lektüre sehr genossen. Ein ausgefeilter Schreibstil, eine verzwickte und interessante Geschichte und ein überzeugendes Ende.
Das Geheimnis
Die Vergessene von Karin Slaughter
Das Cover des Buches finde ich sehr geschickt gemacht und es fordert dazu auf, es sich länger anzuschauen. Und ich bin der Meinung, dass es durchaus von der Machart her zum ersten Band passt.
Das Buch nimmt sich ordentlich Zeit, um Spannung aufzunehmen und führt seine LeserInnen langsam an die Geschichte heran.
Es ist nicht zwingend notwendig, den ersten Teil zu kennen, allerdings ist es immer besser für die Hintergrundgeschichte, da man so mehr versteht.
Die Protagonistin Andrea Oliver ist mittlerweile ein US-Marshal und ihre Aufgabe ist es, Richterin Vaughn zu beschützen. Dabei geht es auch um die Vergangenheit, um den Mord an der Tochter Emily. Und Andreas Interesse an diesem 40 Jahre zurück liegenden Fall sind auch persönlicher Natur und es gibt Verbindungen zu ihrem Vater Clayton, der bald aus dem Gefängnis entlassen werden soll.
Karin Slaughter erzählt hier auf zwei Zeitebenen und am Ende schafft sie es, alle Fäden zu entwirren. Die Personen sind authentisch und vielschichtig. Mir gefiel dieser zweite Band besser als der Erste, allerdings haben mich andere Bücher von Karin Slaughter noch mehr Spannung geboten.











