Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Petra Sch.:
Cosy Krimi im England der 1920er mit Rückblenden auf die Burenkriege
Mord braucht keine Bühne von Brody Frances
Kurz zum Inhalt:
England, Sommer 1922: Kate Shackleton, die sich nach dem Verschwinden ihres Mannes als Detektivin selbständig gemacht hat, hat mit ihrem Partner Jim Sykes, einem ehemaligen Polizisten, den Auftrag eines Juweliers erhalten: er wurde überfallen und es wurden wertvolle Stücke gestohlen, die er als Pfandleiher in Verwahrung hatte.
Kate und Jim sollen die Besitzer und Besitzerinnen der Stücke ausfindig machen und über den Verlust informieren; und bestenfalls die Schmuckstücke wieder aufzutreiben.
Doch als Kate nach Harrogate fährt, um das Theaterstück ihrer Freundin Meriel Jamieson anzusehen und im selben Ort auch eine der Besitzerinnen eines Schmuckstücks ausfindig zu machen, stolpert sie nach dem Theaterbesuch über einen Ermordeten, welcher Verbindungen zum Theater hatte. Natürlich will Kate helfen, den Mordfall aufzuklären. Und dann wird auch noch die Hauptdarstellerin des Stücks entführt...
Meine Meinung:
Schöne Fortsetzung der Reihe um Kate Shackleton. Leider hat Kate für mich zweimal absolut nicht nachvollziehbar gehandelt, ich fand es sogar moralisch bedenklich. Und das hat mir nicht so gut gefallen. Leider kann ich wegen Spoilergefahr nicht mehr dazu sagen.
Die Schreibweise soll in ihrer Art an die damalige Zeit erinnern, trotzdem ist die Geschichte leicht und flüssig zu lesen.
Es gibt auch Sprünge in die Zeit der Burenkriege in Südafrika um 1900, was ich sehr spannend fand. Diese Kapitel sind durch Überschriften klar erkenntlich. Doch erst mit der Zeit klärt sich auf, was diese Rückblenden für den Verlauf und die Aufklärung der Geschichte zu tun haben.
Weiters gibt es eigentlich drei Handlungsstränge, die es aufzuklären gilt: Den Überfall auf den Juwelier; den Mord an dem allseits verhassten Lawrence Milner und die Entführung der Theaterdarstellerin Lucy Wolfendale.
Mit der Aufklärung dieser Fälle war ich mehr oder weniger zufrieden - das hat auch mit meiner weiter oben angeführten Kritik am Verhalten von Kate Shackleton zu tun.
Trotzdem wurde ich wieder gut unterhalten - nur wünsche ich mir für die Folgebände, mehr von Jim Sykes zu lesen, der sehr sympathisch ist und mit seinem Wissen als ehemaliger Polizist zur Aufklärung der Fälle stark beiträgt.
Das Cover lehnt sich an den ersten Teil an, kann der Reihe also eindeutig zugeordnet werden.
Fazit:
Gemütlicher Landhaus-Krimi im England der 1920er. Fortsetzung der Reihe von Kate Shackleton. Hat mich trotz oft nicht nachvollziehbaren Verhaltens der Protagonistin gut unterhalten.
Ein pferdstarkes Pony Abenteuer!
Mord braucht keine Bühne von Brody Frances
Pferdestarker Ponyspaß, auch für Jungs und Mädels, die nicht extrem pferdeverrückt sind - denn es geht nicht nur um Ponys, sondern um eine geheimnisvolle Verwandlung und vor allem um Freundschaft und Zusammenhalt!
Außerdem ist der Comic-Stil einfach toll, und die Geschichte extrem witzig - daher auch für alle Mamas und Papas geeignet!! :)
Kurz zum Inhalt:
Pia hat ihren ersten Reitkurs! Am Ponyhof Hopperweide.
Und zwar nicht auf irgendeinem Pony, sondern auf ihrer besten Freundin Penny! Jawoll - denn die verwandelt sich einmal im Monat für eine Woche in ein Pony. Oder immer dann, wenn sie ein Wiehern hört.
Pias andere Freundin Moppie will natürlich auch mit zum Reitkurs - doch das muss Pia verhindern! Denn Moppie weiß nichts von Pennys Geheimnis, und so soll es auch bleiben.
Und dann geht da auch noch ein geheimnisvoller Schrank-Mann auf dem Ponyhof um. Will der etwa die Pferde stehlen?!?
Unsere Meinung:
"Aufs falsche Pferd gesetzt" ist der dritte Teil der Reihe um Pia, Penny und Moppie, und er hat meiner Tochter und mir am besten gefallen, denn die Geschichte ist nicht nur comic-stark witzig, sondern auch sehr spannend! Immerhin muss verhindert werden, dass Penny vom Pferdedieb geklaut wird! Und es muss herausgefunden werden, was dieser eigenartige Schrank-Mann am Ponyhof will.
Die vielen Illustration und das Handlettering machen dieses Buch zu einem echten Lesespaß! Die Bilder sind einfach nur genial und extrem witzig!
Auch für nicht so geübte Leser eignet sich dass Buch hervorragend zum gemeinsamen Lesen, denn das Kind kann die Wörter in Comic-Schrift vorlesen, von denen es viele gibt!
Das Cover ist sehr farbenfroh; es zeigt Pia und Penny, die ein Geheimnis teilen und die lauschende Moppie. Dann ist noch ein geheimnisvoller Schatten abgebildet, der Lust macht, hinter das Rätsel zu kommen.
Fazit:
Siehe oben - eindeutige wiehermäßige ponystarke Leseempfehlung!!
Grandios! Außergewöhnlicher Plot. Einfach nur toll!
Liebes Kind Thriller. 28.02.2019. Paperback / softback. von Hausmann Romy
Kurz zum Inhalt:
Die 23jährige Studentin Lena Beck verschwindet eines Abends spurlos nach einer Party. Ihr Vater Matthias setzt alles daran, seine Tochter wiederzufinden. Er wendet sich sogar an die Medien. Doch Lena bleibt verschwunden.
Lena erwacht in einer Hütte im Wald. Die Hütte selbst und alle Fenster sind mit Holzplatten verschlossen.
Sie hat plötzlich zwei Kinder, die 13jährige Hannah und den 11jährigen Jonathan, und einen Mann, der sich um die Familie kümmert und sie vor den Gefahren draußen beschützt. Die Tagesabläufe sind streng geregelt - wehe, sie hält sich nicht daran!
Doch eines Tages gelingt ihr die Flucht...
Meine Meinung:
"Liebes Kind" ist das Thrillerdebüt der Autorin Romy Hausmann. Bisher habe ich noch keinen Roman von ihr gelesen, aber dieser Thriller hat mich mehr als überrascht. Die Geschichte ist außergewöhnlich, innovativ, mitreißend und fesselnd. Man kann das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.
Die Geschichte beginnt mit einem Zeitungsauschnitt, in dem von der plötzlich verschwundenen 23jährigen Lena Beck berichtet wird. Und dann erfährt man von Lena, die plötzlich in einer verschlossenen Hütte aufwacht. Und zwei Kinder hat. Und einen Mann...
Die Beschreibungen der Tagesabläufe in der Hütte sind einfach emotional mitreißend. Es ist unvorstellbar, nur zu vier festen Zeiten auf die Toilette gehen zu dürfen. Und wehe, man hält sich nicht an alle Regeln! Das ist ein unglaubliches Ausmaß an psychischer und physischer Gewalt.
Und Lenas Vater Matthias gibt die Suche nach seiner Tochter nicht auf.
Die psychischen Auswirkungen einer jahrelangen Gefangenschaft und die starke Bezugsperson und das Oberhaupt - der Vater - auf die Kinder ist hervorragend und authentisch dargestellt. So wie sich Hannah verhält, hätte ich sie viel jünger als 13 geschätzt.
Und die Autorin schafft es auch ganz toll, einen in die Irre zu führen. Ich brauchte länger, bis ich die Zusammenhänge begriffen habe. Und auf den Täter wäre ich auch nicht gekommen!
"Dieser Thriller beginnt da, wo andere enden" - Besser kann man es gar nicht ausdrücken.
Und durch die Worte "Er macht den Tag. Und die Nacht. Wie Gott." kommt einem das Gruseln. Man muss einfach mit Lena mitfiebern und nach und nach wird die ganze Geschichte aufgedeckt. Unglaublich toll!
Ich bin schon sehr auf die Verfilmung gespannt, und wie dabei alles umgesetzt wird!
Das minimalistische Cover zeigt nebst Titel und Autorin bloß die Hütte in schwarzen Strichen auf weißem Hintergrund. Das ist aussagekräftig genug, und diese Zurückhaltung im Design gefällt mir sehr gut und passt perfekt.
Fazit:
So einen außergewöhnlichen Plot habe ich noch nie gelesen. "Dieser Thriller beginnt da, wo andere enden" - Besser kann man es gar nicht ausdrücken; mehr gibt es nicht zu sagen. Leider kann man nicht mehr als 5 Sterne vergeben, ich hätte es gerne getan. Meine Bewertung somit: 5 Sterne Plus!!
Spannend, überraschend, und eine wunderschöne Südtiroler Landschaft
Die Bildermacherin von Christiane Omasreiter; Kathrin Scheck
Kurz zum Inhalt:
Amalia kommt zur Beerdigung ihrer Großmutter nach Südtirol. Auf dem Begräbnis erfährt sie, dass ihre Oma Zille keines natürlichen Todes gestorben ist, sondern erschossen wurde.
War sie ein zufälliges Opfer eines Wilddiebs? Oder hat ihr Tod doch etwas mit ihrer bewegten Vergangenheit zu tun, in die Amalia während ihres Aufenthalts immer tiefer und tiefer eindringt und von dem sie nichts wusste?
Meine Meinung:
Der Schreibstil der beiden Autorinnen ist flüssig und schnell zu lesen, man fliegt nur so durch die Seiten!
Amalia ist, obwohl sie durch ihren Job ein bisschen etepetete ist, sehr sympathisch, und auch ihre Oma Zille hat man nach den Erzählungen sehr ins Herz geschlossen.
Auch die landschaftliche Beschreibung von Südtirol ist sehr anschaulich - am liebsten möchte man sofort dorthin!
Den Autorinnen ist es auch wunderbar gelungen, mich bis kurz vor Schluss im Dunklen tappen zu lassen - mit dem Täter hätte ich zu keiner Zeit gerechnet!
Es werden immer wieder typische Südtiroler Worte und Redewendungen eingestreut, was das Geschehen authentisch wirken lässt, den Lesefluss aber in keiner Weise beeinträchtigt. Zu diesen Ausdrücken, auch über Orte, Berge etc. gibt es am Ende des Buches ein ausführliches Glossar.
Die geschichtliche Vergangenheit von Südtirol aus den 1960er Jahren wird gut erklärend in die Geschichte verwebt und stellt einen wichtigen Bestandteil des Geschehens dar.
Das Cover zeigt zwar die wunderschöne Landschaft Südtirols, mit einem perfekt passenden Wegweiser nach Pfunders, jedoch mit einer düsteren und grauen Wetterlage.
Fazit:
Spannender Krimi mit viel Lokalkolorit; interessante geschichtliche Hintergründe und ein wunderschönes Setting. Ich wurde sehr gut unterhalten und vergebe 5 Sterne!
Österreichischer Regionalkrimi mit überraschender Auflösung und sympathischem Ermittler
Letzter Stollen von Herbert Dutzler
Kurz zum Inhalt:
Genau am Tag von Gasperlmaiers Geburtstagsfeier ist ein Tourist aus dem Salzbergwerk verschwunden. Zumindest scheint es so, auch wenn eigentlich niemand vermisst wird.
Gasperlmaier muss mit seiner Kollegin Manuela ermitteln, und bald taucht auch der verschwundene Tourist auf - tot.
Hat dessen Ermordung etwas mit den einstmals von den Nazis geraubten und im Bergwerk versteckten Kunstwerken zu tun?
Meine Meinung:
"Letzter Stollen" ist der 7. Band um Franz Gasperlmaier und war mein erstes Werk dieser Reihe. Das ist aber überhaupt kein Problem, ich bin super in die Geschichte hineingekommen, da diese in sich geschlossen ist und selbständig gelesen werden kann. Einige der vorangegangenen Fälle werden im Verlauf der Geschichte erwähnt und machen Lust, diese auch kennenzulernen.
Der Protagonist Franz Gasperlmaier ist ein etwas schrulliger Ermittler, der gegenüber Frauen nie die rechten Worte findet und deshalb schon mal in kompromittierende Situationen geraten kann. Ich fand ihn sehr sympathisch und er ist mir sehr ans Herz gewachsen. Deshalb werde ich auch noch die 'alten' Fälle von Gasperlmaier lesen. Er erinnert mich in seiner Art sehr an den berühmten 'Kluftinger', den ich auch sehr mag.
Das einzige, was mir an Gasperlmaier nicht gefallen hat, war sein Faible für Frauen - er schaut allen Damen nach, und diese beherrschen oft seine Gedanken. Obwohl er seine Frau Christine liebt und ihr treu ist.
Gasperlamaiers Kollegin Manuela fand ich auch sehr sympathisch; sie ist gewieft, trifft alternative, selbständige Entscheidungen und hat Grips. Ich glaube, ohne sie wäre Gasperlmaier manchmal aufgeschmissen.
Der Schreibstil ist flüssig und schnell zu lesen, und die Handlungen bzw. Dialoge sind oft sehr witzig.
Das Lokalkolorit kommt natürlich auch nicht zu kurz; die wunderschöne Gegend des Salzkammerguts und vor allem des Ausseerlandes wird wundervoll hervorgehoben und macht richtig Lust, dorthin auf Urlaub zu fahren.
Der teilweise verwendete österreichische Dialekt bzw. Ausdrücke könnte vielleicht kleine Stolperfallen für deutsche Leser sein; vielleicht wäre da ein kleines Glossar noch anzudenken.
Mit dem Schluss bzw. der Auflösung konnte mich der Autor so richtig überraschen; damit hätte ich in keinster Weise gerechnet.
Das Cover ist ein richtiger Eyecatcher mit dem kräftigen Pink. Auch ist passend zum Inhalt ein Grunbenhunt mit Salzsteinen abgebildet, auf denen die kleine Blutlache erst auf den zweiten Blick auffällt. Gefällt mir gut!
Fazit:
Humorvoller Österreich-Krimi mit viel Lokalkolorit, einem etwas schrulligen aber sympathischen Ermittler mit viel Charme, und einer überraschenden Auflösung.
gelungene Fortsetzung der SciFi Romanze von Kilak und Sonya
Fasad Cluster von Cara DeWinter
Kurz zum Inhalt:
Sonya Hanada ist mit ihren Kindern Tina und Ben und ihrem neuen "Alien"-Ehemann Kilak im Fasad Cluster angekommen. Doch das Leben auf Fasad Prime erweist sich als schwieriger als erwartet: da Kilak Thronfolger ist, gibt es höfische Regeln zu beachten; er muss seine Position festigen; es gibt Intrigen unter den Adeligen; und außerdem tobt immer noch der Krieg mit den Onikaden, die weiter auf ihrem Vernichtungsfeldzug sind.
Und zu allem Überfluss gibt es auch noch einen Verräter in den eigenen Reihen. Kann der Krieg endlich beendet werden?
Meine Meinung:
"Fasad Cluster Teil II - Sonya" ist die Fortsetzung von "Fasad Cluster Teil I - Kilak" und setzt direkt an dessen Ende an.
Es wird abwechselnd im Erzähl-Stil aus Sicht von Sonya und in ich-Form aus Sicht von Kilak geschildert.
Man muss den ersten Teil nicht gelesen haben, allerdings kann ich es empfehlen, um die Charaktere von Anfang an kennenzulernen.
Die Schreibweise ist flüssig und schnell zu lesen, die Beschreiung der außerirdischen Technik ist auch für Laien gut zu verstehen, und die Fasad, die sich optisch von den Menschen unterscheiden, charakterlich diesen aber sehr ähneln, sind gut ausgearbeitet und man könnte sich vorstellen, dass es genau so eine Spezies irgendwo da draußen gibt.
Die Kinder, Tina und Ben, sind wieder witzig, intelligent, gewieft und wissen sich in jeder schlimmen Lage zu helfen.
Die Autorin hat es auch wunderbar geschafft, dass man bis fast zum Schluss rätselt, wer denn nun der Verräter aus den eigenen Reihen ist.
Das Cover lässt sofort die Fortsetzung zum ersten Teil erkennen; es ist gleich aufgebaut, nur mit Sonya darauf. Genau so habe ich mir Sonya übrigens vorgestellt!
Fazit:
Science Fiction Roman, der eine schöne Liebesgeschichte, spannende Intrigen, witzige Dialoge und knisternde Erotik beinhaltet.
ein tolle Tier-Freundschaft und aufregende Rettungsaktion
CanGu und die wilden Bienen von Audrey Harings
Kurz zum Inhalt:
Die Tigerkatze Simba ist die Anführerin der Ratten - und alle sind in Gefahr! Denn die Stadtverwaltung will Gift in die Kanalisation leiten, um die Rattenplage in den Griff zu bekommen.
Zum Glück kommen die beiden Hunde Gucci und Streuner gerade wieder auf Urlaub zu ihren Katzenfreunden Canelo und Topo.
Das CanGu Team hat somit alle Pfoten voll zu tun, denn Simba und die Ratten müssen natürlich gerettet werden, wobei alle in Gefahr kommen!
Meine Meinung:
"CanGu und die wilden Bienen" ist der 3. Teil der Reihe um Canelo und Gucci. Die Geschichte ist in sich geschlossen und kann eigenständig gelesen werden. Alle wichtigen Infos aus den Vorgänger-Bänden sind geschickt in der Geschichte verwebt.
Die Schreibeweise ist eher einfach gehalten, mit sehr viel direkter Rede, und ist für Kinder leicht verständlich. Die Handlung lässt sich gut verfolgen, und detailreiche schwarz-weiß Illustrationen untermalen das Gelesene. Es gibt natürlich ein Happy End.
Die Geschichte ist sowohl witzig (das Eichhörnchen Hopsi beschießt die vier Freunde wieder mit Tannenzapfen) als auch spannend (die Rettung von Simba und den Ratten sowie der Showdown mit dem bösen Pärchen.). Man erfährt auch viel über Simbas Vergangenheit.
Und der süße Saphir ist natürlich auch wieder mit von der Partie!
In dieser lehrreichen Geschichte erfahren die Kids viel über Freundschaft, Zusammenhalt, Hilfsbereitschaft und Tierhaltung sowie Tierrettung.
Meiner Tochter hat das Buch sehr gut gefallen und sie hat mit den Tieren mitgefiebert.
Leider haben die Bienen nur einen kurzen Auftritt - aufgrund des Titels hätte ich mir gewünscht, mehr von den Bienen zu lesen.
Fazit:
"CanGu und die wilden Bienen" ist eine wundervolle Geschichte über Freundschaft und Zusammenhalt, Hilfsbereitschaft und Tierschutz; mit vielen schönen schwarz-weiß Illustrationen.
Nicht ganz was ich erwartet habe - zu wenig Hintergrundinfos, zu viel 'Teenie'-Liebes-Geschnülze, aber schnell zu lesen
Good Morning, Mr. President! von Beck Dorey-Stein
Kurz zum Inhalt:
Beck Dorey-Stein zieht im Frühjahr 2011 nach Washington, D.C., um an der renovierten Sidwell Friends Scool als Nachhilfelehrerin zu arbeiten. Als ihr Vertrag ausläuft, bleibt sie der Liebe wegen in D.C.
Doch dort Arbeit zu finden ist nicht einfach. Durch Zufall wird sie zu einem Vorstellungsgespräch geladen - und der angebotene Job ist Stenographin des Präsidenten im Weißen Haus!
Beck nimmt die Arbeit an und erzählt nun in ihrem Buch über ihre Jahre von 2012 bis 2017 an der Seite des 44.
Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, Barack Obama.
Meine Meinung:
Der Schreibstil von Beck Dorey-Stein ist, wie auch ihre Freunde es ihr immer wieder gesagt haben, locker, flüssig und schnell zu lesen. Das Buch ist in Tagebuch-Erzählstil verfasst, kein trockenes Sachbuch, deshalb lässt es sich wie ein Roman lesen.
Ich finde den Blick hinter die Kulissen des Weißen Hauses richtig spannend und zu erfahren, wie es dort tatsächlich zugeht, v.a. für die Mitarbeiter; die Hierarchien; die Freundschaften, die sich bilden (oder auch nicht) etc... Obwohl Becks Job in der unteren Stufe der Hierarchie angesiedelt ist, und sie 'nur' die Gespräche des Präsidenten aufzeichnen und tlw. danach ins Reine tippen muss, ist es interessant, ihr Leben mitzuverfolgen.
Und dass der Präsident (President of the Untied States) von den Mitarbeitern intern nur Potus genannt wird, finde ich total interessant. Seine Frau ist folglich Flotus. ;)
Beck hat ein aufregendes Leben. Sie fliegt als Teil der "Blase" oft in der Air Force One in viele verschiedene Länder mit, wo sie auch bei Sightseeing Touren mit dabei ist; sie läuft morgens in den Hotels oft mit Potus am Laufband, und sie findet auch nach und nach Freunde.
Was mir allerdings gar nicht gefällt ist, dass sich Beck in Liebesdingen wie ein unreifer Teenager verhält - nein, sogar noch schlimmer, obwohl sie zu der Zeit Mitte bis Ende 20 ist - und dass diesem Teil im Buch sehr viel Platz gewidmet ist. Daher muss ich einen Stern abziehen. Darüber hätte für meinen Geschmack weit nicht so ausführlich berichtet werden müssen, ich hätte sie oft schütteln können und fragen: "Echt jetzt?"
Ich hätte lieber noch mehr Hintergrundinfos über die Arbeit im Weißen Haus und allem Rundherum gelesen.
Fazit:
Interessante Hintergrund-Infos über das Arbeitsleben im Weißen Haus; leider war mir zu sehr das Liebes-Drama von Beck inkludiert, das hätte es für meinen Geschmack nicht gebraucht.
Aufgrund des Tagebuch-Stils schnell und flüssig zu lesen und ich vergebe 4 Sterne.
Unterhaltsam, emotional und humorvoll; doch es wird zu wenig auf die Erkrankung Alzheimer eingegangen
Unter uns nur Wolken von Pfeffer Anna
Kurz zum Inhalt:
Toms Großvater Florian hat Alzheimer und bisher alle Pflegerinnen vergrault.
Anika hat sich soeben von ihrem Freund getrennt und ihren Job verloren und landet zufällig in Florians Wohnung zum Vorstellungsgespräch bei Tom. Obwohl sie keine Ahnung von der Pflege von Alzheimerpatienten hat, stellt der verzweifelte Tom sie ein.
Und Anika muss bleiben, da sie keine Alternativen hat.
Florian jedoch unternimmt alles, um auch Ani zu vergraulen. Doch es gelingt ihm zum Glück nicht. Mit der Zeit öffnet er sich gegenüber Ani und erzählt ihr von seiner großen Liebe Greta, von der er Angst hat, sie zu vergessen...
Meine Meinung:
Die Geschichte ist abwechselnd in ich-Form aus Sicht von Tom und Ani geschrieben, dadurch erhält man noch tiefere Einblicke in das jeweilige Gefühlsleben und sieht Florian Alzheimer-Erkrankung von deren Augen aus.
Amüsant verfolgt der Leser die diversen Versuche, Anika zu vergraulen, was mich oft zum Schmunzeln gebracht hat; ebenso die Dialoge. Doch teilweise sind Florians Aktionen zu übertrieben und unrealistisch.
Immer wieder sind auch emotionale Momente vertreten, vor allem, als Florian dann endlich von seiner verstorbenen Frau Greta erzählt, die Tom großgezogen hat, und wo Florian riesengroße Angst hat, sie eines Tages zu vergessen.
Und dann sind da auch noch Toms Eltern, die Florian einfach nur in ein Heim abschieben wollen...
Leider geht die Erkrankung Alzheimer irgendwie total unter; es wird nicht richtig darauf eingegangen und auch Florian hatte eigentlich nur gute Tage und beim Lesen dachte man sich, dass er eigentlich fast völlig gesund rüberkommt. Und mir war der Schluss irgendwie zu abrupt; es gab ein viel zu schnelles "Happy-End", was ich mir so in dieser Form nicht erwartet oder gewünscht hätte.
Das Cover finde ich sehr schön und passend; drei Personen (Tom, Florian, Ani), die auf Wolken schweben. Auch das leichte gelb ist eine angenehme Farbgebung.
Fazit:
Auch wenn das Thema Alzheimererkrankung etwas unter den Tisch fiel, da Florian fast nur gute Tage hatte, und einige Dinge unglaubwürdig waren bzw. viel zu schnell abgehandelt wurden, wurde ich gut unterhalten; das Buch vermischt ein ernstes Thema mit Humor. Ich vergebe 4 Sterne.
Ein trauriges Thema humorvoll verpackt - gefühlvoll, berührend und ergreifend
Dein Bild für immer von Julia Hanel
Kurz zum Inhalt:
Bevor Sophie ihre große Liebe Maximilian heiraten kann, stirbt er bei einem Autounfall.
Am Tag des Begräbnisses erhält Sophie einen Brief von einem Reisebüro - mit Flugtickets nach Bali. Maximilian wollte sie mit einer Flitterwochenreise überraschen!
Nach 6 Monaten der Trauer und des Überlegens beschließt Sophie, die Reise allein anzutreten.
Und schon im Flieger geht alles schief: Maximilians Platz wird neu vergeben - an Niklas, einen jungen Fotografen, der nach Bali reist, um Fotos für einen Reiseführer zu machen. Und dann wird auch noch eine Hochzeitstorte serviert, die Niklas alleine isst.
Auch in Bali laufen sich die beiden immer wieder über den Weg, bis Sophie beschließt, nicht allein im Luxushotel vor Trauer zu vergehen, sondern Niklas bei seiner Reise durch Bali zu begleiten.
Während der Reise beschließt Sophie, an für sie schönen und wichtigen Orten ein Foto von Maximilian zu hinterlassen.
Schafft sie es so, und mit Niklas' Hilfe, sich langsam von ihrer Trauer zu lösen?
Meine Meinung:
Der Schreibstil von Julia Hanel ist flüssig und man fliegt nur so durch die Seiten.
Die Geschichte wird abwechselnd im Erzähl-Stil aus Sicht von Sophie und Niklas geschildert. So bekommt man noch tiefere Einblicke und das jeweilige Gefühlsleben. Und da ist viel los, es ist berührend, ergreifend und emotional.
Und auch wenn es einen ernsten Hintergrund, der Tod von Sophies Verlobtem, gibt, ist das Buch keine Trauerbewältigung, sondern eher eine humorvolle Unterhaltungsgeschichte. Denn die Zwistigkeiten, die sich zwangsläufig zwischen Sophie und Niklas ergeben, und ihre Kabbeleien, sind einfach nur witzig zu verfolgen.
Und auch Niklas hat Probleme zu bewältigen, weshalb er öfter viel ruppiger zu Sophie ist, als er eigentlich möchte - beide helfen einander dabei, auch wenn sie es erst nicht merken.
Mir persönlich haben die Charaktere von Charlie, Sophies Schwester, und Sara, Niklas Bekannter aus Bali, sehr gut gefallen. Charlie hat einen starken Charakter, kann sich durchsetzen, vor allem auch gegen die Eltern, von denen sich Sophie doch sehr unterdrücken lässt. Und Sara ist ein Ruhepol, die mit innerer Kraft und Weisheit Niklas und Sophie den Weg weist.
Und die tollen Beschreibungen von der wunderschönen Landschaft von Bali laden zum Träumen einen und machen richtig Lust, Bali selbst mal zu erkunden!
Das Cover ist einfach nur wunderschön mit dem filigranen Muster, auch wenn ich jetzt nicht Bali damit in Verbindung bringen würde.
Fazit:
Ein sehr gefühlvoller, aber auch humorvoller Roman über Sophies Art der Trauerbewältigung; ein wundervoller Liebesroman und eine Hommage an Bali.










