Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Petra Sch.:
ein gefühlvoller Familien-/Liebesroman mit leichtem Krimi-Einschlag
Das Leuchten jenes Sommers von Scott Nikola
Kurz zum Inhalt:
August 1939: Die junge Maddy lebt zurückgezogen auf dem idyllischen Landsitz Summerhill ihrer Familie in Cornwall.
Als ihre Schwester Georgiana von einer 6-monatigen Europareise zurückkehrt, bringt sie Freunde mit; unter anderem auch ihren festen Freund Victor.
Victor kann mit seinem Charme alle von sich überzeugen, nur Maddy lernt seinen tatsächlichen Charakter kennen.
..
70 Jahre später befindet sich Chloe in einer verzwickten Situation: sie hat gerade erfahren, dass sie schwanger ist - eigentlich ein Grund zum Feiern, jedoch nicht für Chloe. Außerdem nimmt sie gegen den Willen ihres Mannes einen Fotografen-Auftrag an, der sie nach Summerhill führt.
Dort lernt sie Madeleine kennen und stößt auf ein Geheimnis, das Jahrzehnte zurückliegt. Und dieses gibt ihr die Kraft, ihr Leben umzukrempeln und nach ihren eigenen Bedingungen zu leben.
Meine Meinung:
Der Schreibstil ist flüssig und schnell zu lesen. Die Geschichte ist abwechselnd in ich-Form aus Sicht von Maddy im Jahr 1939 und in Erzähl-Form von Chloe in der Jetzt-Zeit geschrieben.
Die authentische Atmosphäre zeigt die Situation zu Kriegsbeginn, durch die detailreichen Beschreibungen kann man sich Summerhill genau vor Augen führen und sich in die Protagonistinnen hineinversetzen. Zumindest in Maddy - Chloes Verhalten konnte ich anfangs überhaupt nicht nachvollziehen, da sie zuerst mental schwach ist und glaubt, einen starken Mann an ihrer Seite zu brauchen, der sie stützt und durchs Leben führt. Chloes Entwicklung war besonders spannend zu verfolgen.
Die wundervollen Landschaftsbeschreibungen machen große Lust, Cornwall bald zu besuchen, und dies schafft Gegensatz zu den vielen Problemen der Charaktere.
Es geht um drei junge Frauen und deren Suche nach ihrem persönlichen Glück. Chloes Zukunft ist eng mit der Vergangenheit von Maddy verbunden, was sie bei ihren Besuchen auf Summerhill herausfindet.
Und es geht um krankhafte Liebe und das obsessive Binden seines Partners an sich selbst...
Fazit:
Emotional, bewegend und auch unglaublich spannend. Zwei Familiendramen verwebt mit Krimielementen.
Und es geht um die Kraft, sich aus den Fesseln zu befreien und sein Leben nach den eigenen Vorstellungen zu leben.
Hat mir sehr gut gefallen und ich vergebe 4,5 Sterne.
ein äußerst komplexer Kriminalfall
Das Verschwinden der Stephanie Mailer von Dicker Joël
Kurz zum Inhalt:
Am 30. Juli 1994, am Tag des allerersten Theaterfestivals, geschieht im beschaulichen Badeort Orphea in den Hamptons ein schrecklicher Vierfachmord: Der Bürgermeister, seine Frau und sein Sohn sowie eine zur Tatzeit vorbeijoggende Einwohnerin von Orphea werden brutalst erschossen.
Die beiden jungen Polizisten Jesse Rosenberg und Derek Scott übernehmen voller Elan den Fall.
Schon bald findet sich ein Verdächtiger.
Doch 20 Jahre später behauptet die Journalistin Stephanie Mailer, dass die beiden damals den falschen Täter hatten, und dass sie das Offensichtliche übersehen hätten. Kurz darauf verschwindet Stephanie Mailer und Jesse und Derek nehmen die Ermittlungen von damals wieder auf. Was hatten sie übersehen?
Meine Meinung:
"Das Verschwinden der Stephanie Mailer" ist mein erster Roman von Joel Dicker. Nach kurzer Eingewöhnungsphase hat mir der Schreibstil gut gefallen.
Die Geschichte wird in verschiedenen Erzählperspektiven und zwei Zeitebenen dargestellt: 1994 und 2014. Der Leser erfährt immer nur bruchstückhaft über die Ereignisse von 1994, und in der Gegenwart 2014 gehen die Geschehnisse voran. Der Zusammenhang baut sich erst tröpfchenweise nach und nach auf.
Die vielen verschiedenen Charaktere bringen jeder auf seiner Weise die Geschichte voran. Die detaillierten Beschreibungen lassen Atmosphäre und Spannung aufkommen, jedoch nehmen die ständigen Perspektiven- und Zeitwechseln teilweise das Tempo heraus.
Es ist ein wirklich komplexer Fall, der zum Mitdenken anregt, mit Verwicklungen und Verstrickungen, Erpressung, Korruption und vielen Nebenfiguren. Der Roman ist jedoch sehr gut durchdacht - jedes Mosaiksteinchen scheint seinen Sinn zu haben.
Jedoch war ich von der Polizeiarbeit von Jesse und Derek oft nicht begeistert: sie fragen nicht nach, sie forschen nicht richtig, und nehmen Vieles bzw. die Aussagen als gegeben hin, ohne zu hinterfragen. So funktioniert doch keine richtige Polizeiarbeit.
Und seeehr übertrieben fand ich die Darstellung des ehemaligen Polizeichefs von Orphea, der mittlerweile Regisseur ist.
Die Auflösung war dann so, wie ich es mir nach ca. zwei Dritteln des Buches bereits dachte.
Trotzdem hat mir die Geschichte insgesamt gefallen und ich werde bestimmt noch andere Werke von Joel Dicker lesen.
Fazit:
Die Geschichte hat mir trotz vieler übertriebenen Darstellungen und Klischees gefallen; ich mag es, wenn so ein typisch amerikanisches Kleinstadtleben detailliert ausgeschlachtet wird und sich somit ein komplexer Kriminalfall ergibt. Nur die ermittelnden Beamten hätten für meinen Geschmack genauer arbeiten können (dann hätten sie den Fall nämlich schon 1994 gelöst! ;)
(K)Eine Hochzeit?! - Eine Hochzeitsplanerin auf dem Weg ins Glück - mit Hindernissen...
Trau dich doch von Ellen Berg
Kurz zum Inhalt:
Amelie ist frisch geschieden und muss sich nun - komplett ohne Geld des lieben Exgatten - ein neues Leben aufbauen: Sie wird die Mitbewohnerin von Edeltraut und eröffnet eine Hochzeitsplanungsagentur!
Doch natürlich geht bei den Hochzeiten immer alles Mögliche schief - und dann ist der nächste Bräutigam auch noch genau DER Mann, der die Schmetterlinge in ihrem Bauch zum flattern bringt - und noch dazu ihr Scheidungsanwalt.
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Wird Amelie ihr Glück finden?
Meine Meinung:
Der Schreibstil von Ellen Berg ist wie gewohnt flüssig und schnell zu lesen und man ist sofort mitten drin in der Geschichte.
Das Buch ist witzig geschrieben, es kommen viele lustige Sprüche vor und auch bei den div. Chaos- und Hoppala-Szenen bei den Trauungen musste ich laut lachen! Und ja - es erinnert einen an die eigene Hochzeit bzw. jene von Freunden. Denn es geht ja IMMER irgendwas schief... ;) Zum Glück nicht soo dramatisch wie bei Amelie.
Natürlich gibt es auch jede Menge Hindernisse zu überwinden und die Erkenntnis, dass nicht alles so ist, wie es auf den ersten Blick scheint.
Die handelnden Personen polarisieren, und man hegt sofort heftige Gefühle - im Positiven (ich liebe Edeltraut!) sowie im Negativen (sorry, aber Amelies Exmann ist ja wohl das Letzte...)
Das grandiose Finale ist mal wieder toll und überraschend gelöst und es gibt natürlich ein Happy End! :)
Es gab auch wieder zwei Zitate, die mir besonders gut gefallen haben und die so schön authentisch sind:
"Heiraten ist der durchgeknallteste Abenteuerurlaub aller Zeiten." und "Ein Essen ohne Wein ist ein Frühstück." (DAS konnte natürlich nur von Edeltraut kommen! ;)
Übrigens mag ich Edeltraut - Amelies Freundin, Vermieterin und Mitarbeiterin - besonders gerne!! Edeltraut ist eine Freundin, wie sie sich jeder wünscht: zwar manchmal etwas mürrisch, aber sie kümmert sich um Amelie, passt auf sie auf und ist immer (!!) für sie da.
Das Cover lässt das Buch wieder eindeutig als Werk von Ellen Berg erkennen und ist wie gewohnt humorvoll. Mir gefällt es, wenn man sofort erkennt, dass ein Buch zu einem/r bestimmten Autor/in gehört.
Fazit:
Humorvoller Roman über den "schönsten Tag im Leben" und über diejenige, die diesen Tag überhaupt erst möglich macht - die Hochzeitsplanerin! Chaotisch, witzig und einfach nur schön zum Lesen - ein typischer Gute-Laune-Roman von Ellen Berg!
Spionagethriller mit Längen
Schatten der Toten von Herrmann Elisabeth
Kurz zum Inhalt:
Judith Kepler arbeitet in Berlin als Tatortreinigerin. Es passiert plötzlich einiges, das ihr Leben auf den Kopf stellt: Ihr Chef liegt im Krankenhaus und möchte, dass sie die Führung übernimmt. Die Halbwaise Tabea, die ihr sehr am Herzen liegt, ist ebenfalls im Krankenhaus und Judith kann ihren Vater nicht erreichen.
Und dann ist das noch Isa Kellermann, eine Mitarbeiterin des Verfassungsschutzes, die den ehemaligen Spion Bastide Larcan um jeden Preis fassen möchte - dieser ist jedoch Judiths Vater und hält sich derzeit in Odessa auf.
Soll Judith die Vergangenheit ruhen lassen oder ebenfalls nach Odessa reisen?
Meine Meinung:
"Schatten der Toten" ist der dritte Teil um die Tatortreinigerin Judith Kepler. Die Geschichte ist jedoch in sich geschlossen und kann eigenständig gelesen werden. Alle Infos aus dem Vorgängerband werden genauestens beschrieben, da sie für die Geschichte wichtig sind.
Leider war mir aufgrund des Klappentextes nicht bewusst, dass diese ganze Spionagesache so detailliert dargelegt wird. Ich lese zwar immer wieder mal gerne Spionagegeschichten, aber dabei muss es nicht so derart ins Detail gehen. Teilweise war es mir auch zu verworren und ich habe auch nicht alle Zusammenhänge gleich verstanden.
Außerdem hätte man das Buch gut und gern um ein Drittel kürzen können, was auch der Spannung zugute gekommen wäre. Denn diese ausufernden Stasi-und-Geheimdienst-Beschreibungen haben mich oft aus dem Lesefluss gebracht und waren langatmig und zäh.
Auch hätte ich mir gerne gewünscht, mehr über die Arbeit einer Tatortreinigerin zu erfahren; das ging in diesem Buch leider total unter.
Das letzte Drittel des Buches hat mir dann jedoch gefallen, es wurde rasant (die geplante Operation des deutschen Verfassungsschutzes in Odessa) und dramatisch (das schreckliche und grausame Verhalten des ukrainischen Milliardärs Oleg Nikiforov).
Aus der Danksagung der Autorin hätte ich herausgelesen, dass dies der letzte Band um Judith Kepler ist. An und für sich wäre auch alles gut abgeschlossen - doch hat es sich die Autorin nicht nehmen lassen, doch noch etwas einzubauen, das die Geschichte weiterlaufen lassen könnte... Ich bin gespannt, ob es noch einen weiteren Band geben wird.
Das Cover ist eher unscheinbar - sollen die Stufen an die Potemkinsche Treppe in Odessa erinnern, die eine Bedeutung für die Geschichte hat?
Fazit:
Ein etwas anderer Spionagethriller; leider mit zähen Längen in der Mitte, aber einem spannenden Finale.
Unterhaltsame und lehrreiche Geschichte zum Thema Umweltschutz
Sandor Der geheime Schwarm von Dorothea Flechsig
Kurz zum Inhalt:
Jendrik hat ein außergewöhnliches Haustier: die sprechende Fledermaus Sandor.
Und Sandor hat festgestellt, dass seine Artgenossen kaum mehr etwas zu fressen finden, denn es gibt fast keine Insekten mehr in der Umgebung!
Da müssen Sandor, Jendrik und seine Schulfreunde natürlich herausfinden, woran das liegt, und was man dagegen unternehmen kann.
Ein blühendes Rapsfeld ohne Insekten und die Scheune des Bauers sollen Aufschluss darüber geben. Was befindet sich darin? Und was hat der Bauer mit dem Verschwinden der Insekten zu tun?
Unsere Meinung:
Meiner Tochter und mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Es war unser erstes Abenteuer von Sandor und wir haben den aufgeweckten Jungen und die sprechende Fledermaus gleich ins Herz geschlossen.
Besonders gut hat mir als Mutter gefallen, dass die Geschichte sowohl gute Unterhaltung, Spannung als auch viel lehrreiches Wissen beinhaltet.
Die Kids lernen auf spielerische Weise viel über Tier- und Artenschutz, und warum Insekten so wichtig sind.
Man fiebert mit den Kindern mit, ob sie das Rätsel lösen können, und wir fanden es sehr mutig, wie die Kinder den Bauern und sein Vorgehen öffentlich anprangerten.
Und natürlich geht alles gut aus, was ja auch sehr wichtig für eine Kindergeschichte ist.
Der Sprecher Nicolas A. Böll hat eine angenehme Erzählstimme und macht es für die Kids möglich, sich leicht in die Geschichte hineinzuversetzen.
Das Cover ist wunderschön farbenfroh und zeigt die Fledermaus Sandor inmitten eines bunten blühenden Blumenfelds mit vielen verschiedenen Insekten.
Fazit:
Unterhaltsame, spannende und lehrreiche Geschichte, die Kinder auf spielerische Weise aufmerksam für Umweltschutz und Tierschutz macht.
Düster, spannend, grausam... wieder ein harter Fall für die Krähe!
Lautlose Schreie von Leo Born
Kurz zum Inhalt:
In einem Vorort von Frankfurt werden auf einem Feld die nur spärlich verbuddelten Leichen von sieben Kindern gefunden.
Die Ermittlerin Mara Billinsky, die mit ihrer optisch etwas anderen Erscheinung - Piercings, Tattoos und in schwarzer Kleidung - polarisiert und ihr Kollege Jan Rosen müssen mühsam vielen verschiedenen Spuren nachgehen, jedoch rinnt ihnen der Fall immer wieder aus den Händen.
Bis sie einer grausamen Organisation auf die Spur kommen...
Meine Meinung:
"Blinde Rache" ist der zweite Teil der Reihe um Mara Billinsky. Der Roman ist jedoch in sich geschlossen und kann eigenständig gelesen werden. Alle wichtigen Informationen aus dem Vorgänger-Band sind geschickt im Geschehen integriert. Man trifft alle alten Bekannten wieder und ist sofort wieder mitten drin im Geschehen Frankfurts!
Die Schreibweise von Leo Born ist flüssig und schnell zu lesen, auch aufgrund der kurzen Kapiteln und der Cliffhanger am Ende.
In jedem Kapitel gibt es einen Sprung zu einer anderen Szene, die sich erst im Verlaufe des Buches nach und nach zu einem Ganzen zusammensetzen.
Mara Billinsky ist wieder typisch sie - sie will den Fall auf alle Fälle auflösen, und geht dabei auch über Anweisungen ihres Chefs und des neuen Staatsanwalts hinweg. Sie setzt sich durch, und ich mag, dass sie weiter und weiter ermittelt, auch wenn ihr Steine in den Weg gelegt werden, weil sie einfach Gerechtigkeit für die Toten will.
Ich war positiv überrascht, dass ihr ihr Chef Rainer Klimmt, der sie Anfangs immer noch nicht ganz ernst nimmt, sie und ihre Art, ihre Arbeit, gegen Ende endlich wertschätzt. Auch ihrem Vater Edgar Billinsky kommt sie in kleinsten Schritten näher heran.
Mara ist lebendig, man fiebert mit ihr mit, und auch die Familienzwistigkeiten sind authentisch. Sehr traurig ist natürlich Maras Geschichte; ihre Mutter wurde ermordet, als sie noch ein Kind war, und seitdem ist sie quasi auf der Suche nach deren Mörder. Ich hoffe sehr, dass hierzu im nächsten Band etwas mehr Licht ins Dunkel kommt...
Auch Jan Rosen hat sich stark entwickelt und kommt in "Lautlose Schreie" stärker zur Geltung.
Leo Born hat es super geschafft, mich mit Plot und Auflösung dieses Thrillers sehr zufrieden zu stellen. Ich finde es toll und überzeugend, wenn eine Auflösung lebensnah und authentisch ist.
Das Cover passt perfekt zum 1.Teil - es befindet sich wieder die Krähe (Mara's Spitzname im Kommissariat) darauf, und die beiden Farben sind gegenverkehrt zum Vorgängerband.
Es lässt sich somit eindeutig der Mara-Billinsky-Reihe zuordnen, was mir sehr gut gefällt.
Fazit:
Grandiose Fortsetzung der Reihe - konstant hoher Spannungsbogen, authentischer Plot, realistische Auflösung. 5 verdiente Sterne von mir!!
Das berührende Schicksal einer Familie in der Sperrzone der ehemaligen DDR.
Was uns erinnern lässt von Kati Naumann
Kurz zum Inhalt:
Mehrere Generationen der Familie Dressel lebt im respectablen Hotel Waldeshöh in Dressels Forst am Rennsteig im Thüringer Wald.
Nach dem Krieg wird dieses Gebiet zur Sperrzone an der Grenze ernannt, und die Dressels erhalten eine Aufenthaltsgenehmigung. Niemand sonst darf in dieses Waldstück, doch die Familie hält das Hotel immer auf Vordermann für die Zeiten, wenn wieder Gäste kommen.
Doch es ist nicht leicht in der Sperrzone - niemand darf diesen Abschnitt ohne Passagierschein betreten, die Familie muss viele Einschränkungen in Kauf nehmen. Und irgendwann fahren nicht einmal mehr Postauto und Krankenwagen dort hoch. Doch die Dressels lieben ihr Zuhause - bis sich am 2. Juli 1977 alles verändert.
Im Jahr 2017 entdeckt die junge Milla einen verborgenen und verwachsenen Keller bei einer Wanderung im Thüringer Wald. Sie dringt unerlaubt ein und entdeckt Erinnerungen an die Familie Dressel. Neugierig geworden, macht sie sich auf die Suche nach der Familie und ist bald in ihr Schicksal involviert...
Meine Meinung:
Der Schreibstil ist ruhig und gemächlich, man verfolgt die Geschichte der Familie Dressel in mehreren Generationen und deren Schicksal in der ehemaligen DDR in der Sperrzone. Die Familie hatte es nie leicht, und man ist emotional sehr involviert.
Auch wenn manche diesen Schreibstil vielleicht als langweilig bezeichnen würden - das furchtbare Schicksal der Familie Dressel ist es keinesfalls!
Es wird abwechselnd berichtet - einerseits über das Leben der Familie Dressel im Hotel Waldeshöh in der Vergangenheit, ab dem Jahr 1945 bis 1977.
Die andere Perspektive zeigt das Jahr 2017 aus Sicht von Milla, die neugierig auf das Schicksal des Hotels und der Familie geworden ist. Und eigentlich wollte Milla diesen Ort online in das Forum "Lost Places" stellen; doch bald ist sie emotional so an die Familie und deren Schicksal gebunden, dass sie diesen geheimen Ort für sich behalten und der Familie helfen will.
Ich war sehr gefesselt und gerührt von dieser Geschichte, und konnte viel Spannendes über die damaligen Zeiten erfahren.
Sehr gut haben mir auch die emotionalen Entwicklungen, hauptsächlich von Milla und Christine Dressel, gefallen.
Ein richtig tolles gefühlvolles Buch!
Im Vorsatzsatzblatt des Buches ist der Stammbaum der Familie Dressel abgebildet, den ich oft als sehr hilfreich empfand und die Familienverhältnisse nachgeblättert habe.
Fazit:
Gefühlvoller, langsamer Roman über das Schicksal einer Familie in mehreren Generationen in der Sperrzone der ehemaligen DDR. Sehr interessant und hat mich sehr gut unterhalten.
Baderegeln am Meer verpackt in eine aufregende Urlaubsgeschichte
Was uns erinnern lässt von Kati Naumann
Kurz zum Inhalt:
Jana verbringt mit ihren Eltern und ihrem Bruder Max eine Urlaubswoche am Meer. Das Hotel ist schön, und es gibt eine große Bucht mit einer geheimnisvollen Höhle in den Felsen.
Jana und Max lernen den Einheimischen Marco kennen, von dem sie ein Bodyboard kaufen, und der ihnen damit das Surfen beibringen will.
Doch das Board wird gestohlen, und Jana und Max glauben, dass die Diebe es in der Höhle versteckt haben. Da sie dort nicht hindürfen, schwimmen sie heimlich nachts hinaus aufs Meer...
Meine Meinung:
"Die Höhle am Meer" ist der 5. Band der Reihe "Schwimmen macht Spaß".
Mittlerweile ist Jana 9 Jahre alt und fährt mit ihrer Familie eine Woche ans Meer. Meine Tochter konnte sich total mit der Geschichte identifizieren, denn sie ist wie Jana 9 Jahre alt und beim Lesen haben wir uns wieder an unsere Urlaube zurück erinnert: der Flug, das Hotel, das Schwimmen im Meer... Da bekommt man gleich wieder Lust auf Urlaub am Meer! :)
Nur eine gefährliche Höhle gab es bei uns zum Glück nicht.
Denn die Szene, wo Jana mit ihrem Bruder Max nachts im Meer zur Höhle schwimmt, ist sehr spannend und aufregend und man muss mit den Beiden total mitfiebern! Ebenso wie danach, als sie die Räuberbande stellen wollen.
Der Schreibstil ist dem Alter der Zielgruppe angepasst, die Sätze sind leicht verständlich und die Geschichte kann von den Kids auch gut selbst gelesen werden. Jede Menge Baderegeln sind spielerisch in der Geschichte verpackt.
Auch gibt es auf fast jeder Seite ein farbige Illustration, welche das Gelesene nochmals untermalt.
Am Ende des Buches gibt es ein Quiz, bei dem die Kinds die soeben gelesenen und erlernten Baderegeln überprüfen können. Bei der anschließenden Auflösung ist nochmals die jeweilige Baderegel detailliert ausgeführt.
Es gibt auch ein Spiel zu den "Schwimmen macht Spaß"-Büchern, bei dem die verschiedensten Baderegeln spielerisch wiederholt und verinnerlicht werden.
Fazit:
Kindgerechte lustige Abenteuergeschichte, in der viele Baderegeln gut im Geschehen integriert sind. Die Geschichte ist spannend und macht große Lust auf den nächsten Urlaub am Meer!
eine kindgerechte und lehrreiche Geschichte über Stärke und Mut
Ruby Rauchschwalbe - Ab in den Süden! von Anja Schenk
Ruby ist ein kleines Rauchschwalben-Mädchen, das große Angst vor Wasser hat.
Als sie kurz vor dem Aufbruch ihrer Familie in den Süden noch mit ihrem Eichhörnchen-Freund spielt, beginnt es plötzlich zu regnen. Ruby sucht Unterschlupf; doch als es aufhört zu regnen, ist ihre Familie bereits ohne sie in den Süden aufgebrochen! Kann Ruby ihre Familie ganz alleine finden?
In diesem Abenteuer verfolgt man Ruby bei ihrer aufregenden Reise in den Süden, bei der sie sich weiter entwickelt, über sich hinaus wächst und immer mehr von ihren Ängsten verliert und mutiger wird.
Natürlich lernt sie auch jede Menge anderer Vögel und Tiere kennen, und sie findet auch viele neue Freunde!
In der Geschichte sind das Finden seiner Stärke und Mut und das Überwinden von Ängsten spielerisch verpackt , und die Kids lernen auch viel über verschiedene Zugvögel und ihre Wege in den Süden.
Der Schreibstil der Geschichte ist für Kinder leicht verständlich und kann auch von geübteren Lesern selbst gelesen werden.
Man fiebert mit Ruby mit und hofft natürlich, dass sie alle Abenteuer übersteht und vor allem natürlich, dass sie ihre Familie findet!
Das Buch ist qualitativ sehr hochwertig: Hardcover, feste Seiten, ein Lesebändchen und vor allem viele wunderschöne farbige Illustrationen.
Auf den bunten Bildern gibt es sehr viel zu entdecken, sie untermalen nochmal das Gelesene und lockern den Text auf. Meine Tochter fand es super, die schwarz-weißen Fliegen/Mücken zu suchen, die sich auf einigen Seiten 'versteckt' hatten.
Und das Cover ist einfach nur zuckersüß! Man will das Buch sofort in die Hand nehmen und Ruby kennenlernen! Sie schaut einfach total niedlich darauf aus.
Fazit:
Lehrreiches Kinderbuch über Mut mit wunderschönen farbigen Illustrationen. Die süße Ruby hat man sofort ins Herz geschlossen und begleitet sie auf ihren Abenteuern. Eindeutige Leseempfehlung!
Eine schöne Geschichte über den besten Freund des Menschen und die Liebe
Alles Liebe, wuff Roman. Buch zum Film. Kartoniert. von Willson Andrea
Kurz zum Inhalt:
Ella verliert nicht nur den sehnlichst erwünschten Chefredakteurposten an ihren Freund Oskar; nein, kurz darauf trennt sich dieser auch von ihr.
Sie sucht Trost bei ihren Freundinnen Silke, Cecile und Lulu. Lulu legt ihr die Karten und rät ihr, sich einen Hund anzuschaffen. Ella ist dagegen; Silke auch - denn sie ist Hundetrainerin und weiß, dass Ella niemals mit einem Hund klarkommt.
Lulu spricht ihr gut zu, obwohl sie eine Katzenmama ist.
Ella holt sich daraufhin dem Mischlingshund Bozer aus dem Tierheim.
Und dann nimmt das Abenteuer seinen Lauf...
Meine Meinung:
"Alles Liebe, wuff" zeichnet die Geschichte von vier Freundinnen und deren Probleme.
Silke ist Hundetrainerin und hat es schwer, ihre neu gegründete Hundeschule über Wasser zu halten, denn eine billige Konkurrenz schnappt ihr die Kunden weg.
Cecile ist Hausfrau und Mutter und hat einen Sohn mit Trisomie 21. Dieser hängt am Familienhund Simpson, der ihm in jeder Lebenslage beisteht und ihn tröstet. Doch Ceciles Mann will Simpson loswerden, weil dieser ihn in letzter Zeit immer anspringt.
Und Ella ist auf der Suche nach der wahren Liebe.
Schön fand ich, dass so viele verschiedene Hunde vorkamen. Die kleine französische Bulldogge Elfriede hat es mir besonders angetan ;)
Der Schreibstil ist flüssig und schnell zu lesen, und die Überschriften kennzeichnen den jeweiligen Hund, um den es in dem Kapitel geht.
Die Geschichte ist emotional, mitfühlend, traurig und fröhlich. Es geht um die Freundschaft zwischen Hund und Mensch, um die Freundschaft zwischen den Menschen, und natürlich um die Liebe. Und dass es nach rumpeligen Umwegen ein Happy End gibt.
Das Buch ist verfilmt worden und das Cover zeigt Bilder vom Film. Das Original-Cover mit dem langgestreckten Dackel hätte mich optisch aber ein wenig mehr angesprochen
Fazit:
Eine emotionale und unterhaltsame Geschichte über Freundschaften: zwischen Mensch und Hund und zwischen Menschen.










