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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Petra Sch.:

ein weiterer unfassbar fesselnder Fall für Laura Kern

Der Blütenjäger von Catherine Shepherd

Kurz zum Inhalt:
Im Spandauer Forst werden die Leichen von jungen Frauen gefunden - barfuß und im Abendkleid. Gestorben durch einen präzisen Schuss von hinten mitten ins Herz. Neben den Toten liegt eine Blüte und darunter ein Foto von ihnen, als sie noch lebendig waren.
Die Ermittlerin Laura Kern muss sich auf die Suche nach einem Serienkiller machen, der es auf junge Frauen im Party-Outfit abgesehen hat.

Sie bittet um die Mithilfe der Psychologin Dr. Susanne Niemeyer, und gemeinsam müssen sie den Täter so schnell wie möglich finden, denn er hat noch weitere Opfer im Visier. Und dabei deckt Laura ein Geheimnis auf, das weit in die Vergangenheit zurückreicht...



Meine Meinung:
"Der Blütenjäger" ist der 4. Band der Reihe um die Ermittlerin Laura Kern, der jedoch in sich abgeschlossen ist und eigenständig gelesen werden kann. Alle wichtigen Details aus Lauras Vergangenheit werden geschickt in die Geschichte verwoben.
Der Schreibstil ist wieder, wie man es von Catherine Shepherd gewohnt ist, wahnsinnig flüssig und schnell zu lesen; der Plot ist extrem spannend, fesselnd und mitreißend - der Spannungsbogen wird von Anfang bis Ende konstant aufrecht gehalten.
Gleich im Prolog flieht man mit dem Opfer durch den Wald in der Hoffnung auf Rettung, aber in dem Wissen, dass es mit dem Tod enden wird...
Die kurzen Kapitel und die Cliffhanger an deren Ende regen ebenfalls zum Weiterlesen an - man fliegt nur so durch die Seiten und kann das Buch kaum aus der Hand legen.

Die Charaktere und Orte sind anschaulich beschrieben, man bekommt sofort einen Bezug zu den Personen, und die Ermittlungsarbeit von Laura, Taylor, Max und Simon ist authentisch beschrieben.
Zwei Ermittlungsstränge - einmal in der Gegenwart mit den erschossenen jungen Frauen und einmal vor 20 Jahren mit dem Jungen, dessen kleine Schwester im Wald erschossen wurde - werden nach und nach zusammengeführt.
Man ist immer am Miträtseln und die Auflösung ist überraschend und ergibt sich erst gegen Schluss; ich hatte davor schon etliche andere Personen in Verdacht.

Das Cover mit der Blüte und den Einschlusslöchern passt natürlich perfekt zum Titel und der schwarz-weiße Hintergrund sowie die Schrift lassen gleich einen Catherine-Shepherd-Thriller erkennen.


Fazit:
Mitreißend, fesselnd, packend und super spannend. 5 Sterne und volle Leseempfehlung!

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Ein phantasievolles Abenteuer auf dem Wilden Hügel!

Die wilde Baumhausschule, Band 1: Raubtierzähmen für Anfänger von Allert Judith

Kurz zum Inhalt:
Greta ist mit ihren Eltern auf den Wilden Hügel gezogen. Ihre Eltern sollen sich dort um die wilden Tiere von Frau Spitzgiebel kümmern und einen Zoo daraus zu machen.
Gretas erster Schultag in der neuen Klasse verläuft dann aber ganz anders als erwartet: Ihr Elefant Zachi bringt die Wände der Schule zum Einsturz - doch Greta hat die gute Idee, den Unterricht auf den Wilden Hügel zu verlegen.

Doch dort passieren einige seltsame Dinge: die Krokodile büxen aus, statt Tierfutter werden Socken geliefert usw. Will jemand verhindern, dass aus dem Wilden Hügel ein Zoo wird?


Meine Meinung:
Die Geschichte kombiniert viel Phantasie (Greta reitet auf dem Elefanten Zacharias und kann mit ihrem Wasserschwein Wusel kommunizieren) mit Realität. Typische Probleme von Kindern werden somit zwanglos aufgearbeitet: die Themen Freundschaft, Streit und Mobbing in der Schule werden auf diese Weise den Kindern spielerisch nähergebracht.
Man trifft auf viele verschiedene (wilde) Tierarten und lernt auch einiges darüber.
Außerdem ist es auch ein Detektiv-Abenteuer, denn man rätselt natürlich mit den Kindern mit, wer es wohl sein kann, der anscheinend verhindern will, dass aus dem Wilden Hügel ein Zoo wird...

Die recht kurzen Kapitel sind perfekt zum Vorlesen geeignet, aber auch für geübtere Leser zum selber-Lesen.
Detailreiche schwarz-weiß Illustrationen untermalen das Gelesene.
Uns hat es Wusel besonders angetan, er ist sooo ein süßer Kerl :)
Das Cover ist auch toll - ganz bunt, mit dem Löwen und den Kindern und dem Chaos darauf, macht es Lust, das Buch sofort in die Hand zu nehmen und zu lesen.


Fazit:
Tierisch buntes Abenteuer mit wilden Tieren, das auch erste Themen spielerisch behandelt und Lust macht, mal wieder in den Zoo zu gehen.

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Einfühlsamer Wohlfühl-Roman mit viel Tiefe

Die Katze im Lavendelfeld von Hermien Stellmacher

Kurz zum Inhalt:
Alice ist eine Foodbloggerin, die die Chance bekommt, mit ihren "Genussberichten" in eine große Zeitung zu kommen.
Sie ist vor einigen Jahren in eine kleine Ortschaft in der malerischen Provence gezogen und hat dort einige gute Freunde gefunden, unter anderem die 78jährige Janine und den Restaurantbesitzer Georges.

Zu ihrem Glück fehlt ihr nur ein kleines Häuschen mit Garten, doch so eines zu finden ist schwieriger als erwartet.
Als Janine eines Tages eine kleine Katze in einem Lavendelfeld findet, nimmt Alice die Findelkatze bei sich auf. Ihre beiden ausgewachsenen Katzen sind davon jedoch nicht begeistert und reißen aus. Alice findet sie im verwilderten Garten eines ehemaligen Hotels. Dieses Haus wäre perfekt für sie, es ist Liebe auf den ersten Blick.
Dann wird Alice plötzlich die Wohnung gekündigt, Janine zeigt Anzeichen von Demenz und dann sind da auch noch zwei Männer, wovon sie einen loslassen muss, um mit dem anderen ihr Glück zu finden...


Meine Meinung:
Hermien Stellmacher hat mit "Die Katze im Lavendelfeld" einen Wohlfühl-Roman geschaffen, der nicht nur für Katzenliebhaber geeignet ist. Durch das Setting in der wunderschönen Provence und den detailreichen Beschreibungen der Landschaft bekommt man richtiges Urlaubs-Feeling, aber der Roman hat auch viele Emotionen und Tiefgang.
Man kann sich wunderbar in die Provence träumen und fühlt mit Alice mit - sowohl wenn sie leidet, als auch wenn sie sich freut. Die Charaktere sind allesamt authentisch und facettenreich dargestellt.

Alice' Suche nach einem passenden Haus für sich und ihren Mann Léon erweist sich ja als nicht ganz so einfach, und der Makler ist einfach göttlich *lach*
Es ist schön zu lesen, wie sich Alice und Georges um Janine bzgl. ihrer beginnenden Demenz sorgen und ihr helfen wollen. Es ist ja auch für Janine nicht leicht, sich plötzlich an gewisse Dinge nicht mehr erinnern zu können.
Und als dann die Probleme auftauchen, dass Georges' Miete für das Restaurant erhöht und Alices Wohnung gekündigt wird, fand ich es einfach wunderschön zu lesen, wie alle zusammenhalten und -helfen und alles dafür tun, um eine Chance zu haben, das ehemalige Hotel zu bekommen! :) Dieses Haus mit dem parkähnlichen Garten wäre auch genau nach meinem Geschmack, ein richtiges Traumhaus!

Das Cover passt einfach perfekt - ein typisches Haus in der Provence, im Hintergrund ein Lavendelfeld. Fröhlich, Sonne pur - nur eine (echte) Katze vorm Haus wäre noch toll gewesen.


Fazit:
Emotionaler Wohlfühl-Roman in der wunderschönen Provence über eine starke Frau, die erst loslassen muss, bevor sie ihr Glück finden kann. Nicht nur für Katzenliebhaber!

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gelungene Fortsetzung der Fotografinnen-Saga

Die Fotografin - Die Zeit der Entscheidung (2 MP3-CDs) von Durst-Benning Petra

Kurz zum Inhalt:
Die Wanderfotografin Mimi Reventlow hat sich vor einiger Zeit in der Leinenweberstadt Laichingen in der Schwäbischen Alb niedergelassen, um ihren kranken Onkel Josef zu pflegen.
Sie hat dort Josefs Fotoatelier übernommen und ist von den meisten Dorfbewohnern akzeptiert worden - nur dem Webereibesitzer Gehringer ist sie ein Dorn im Auge.

Als sich dann der Mann von Evelyne sich das Leben nimmt, und sie mit ihren Kindern vor dem Nichts steht, halten alle zusammen und Mimi kann mit ihren schönen Fotografien Freude schenken.
Doch leider täuscht sich Mimi in dem Mann, der ihr nahesteht, und sie muss sich entscheiden: bleibt sie in Laichingen oder zieht sie weiter...


Meine Meinung:
Der zweite Teil der Fotografin-Saga schließt nahtlos an den ersten Teil an und man ist sofort wieder mittendrin in Laichingen. Alle Charaktere hat man sofort wieder vor Augen und man zittert und fiebert mit ihren Schicksalen mit. Die vielen Wendungen nehmen einen sehr mit - so viele bedrückende Einzelschicksale! Ich leide mit Evelyne mit; ich hoffe, dass Alexander seine Chance nutzen kann und ich finde Mimi toll, wie sehr sie helfen will.

Der Gehringer ist mir immer noch so verhasst wie vorher. Was er sich so alles einfallen lässt, um Mimi Steine in den Weg zu legen, ist einfach unglaublich.
Mimi ist immer noch eine starke Persönlichkeit, obwohl ich sagen muss, dass mich hier diesmal ihre "rosarote Brille" Johann gegenüber schon sehr genervt hat. Sie ist doch kein Teenager-Mädchen mehr, das nicht erkennen kann, wie die Leute zu einem stehen?!

Die Erzählweise ist sehr bildhaft und man bekommt wieder sehr viele Einblicke in die damalige Art zu fotografieren, was ich sehr spannend fand.
Die Sprecherin Svenaja Pages hat eine angenehme Stimme, und man kann der Geschichte aufgrund ihrer Sprechweise und guten Betonung sowie Intonation sehr gut folgen.

Das Cover entspricht jenem der Printausgabe und zeigt im Vordergrund Mimi in der damaligen Mode sowie die Häuser von Laichingen im Hintergrund. Auch die Schrift lässt gleich auf einen historischen Roman schließen.


Fazit:
Fesselnde Geschichte über Mimis Schicksal in Laichingen in einer schwierigen Zeit; ich bin schon sehr auf die Fortsetzung gespannt und vergebe 4,5 Sterne.

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ein gefühlvoller Familien-/Liebesroman mit leichtem Krimi-Einschlag

Das Leuchten jenes Sommers von Scott Nikola

Kurz zum Inhalt:
August 1939: Die junge Maddy lebt zurückgezogen auf dem idyllischen Landsitz Summerhill ihrer Familie in Cornwall.
Als ihre Schwester Georgiana von einer 6-monatigen Europareise zurückkehrt, bringt sie Freunde mit; unter anderem auch ihren festen Freund Victor.
Victor kann mit seinem Charme alle von sich überzeugen, nur Maddy lernt seinen tatsächlichen Charakter kennen.

..

70 Jahre später befindet sich Chloe in einer verzwickten Situation: sie hat gerade erfahren, dass sie schwanger ist - eigentlich ein Grund zum Feiern, jedoch nicht für Chloe. Außerdem nimmt sie gegen den Willen ihres Mannes einen Fotografen-Auftrag an, der sie nach Summerhill führt.
Dort lernt sie Madeleine kennen und stößt auf ein Geheimnis, das Jahrzehnte zurückliegt. Und dieses gibt ihr die Kraft, ihr Leben umzukrempeln und nach ihren eigenen Bedingungen zu leben.


Meine Meinung:
Der Schreibstil ist flüssig und schnell zu lesen. Die Geschichte ist abwechselnd in ich-Form aus Sicht von Maddy im Jahr 1939 und in Erzähl-Form von Chloe in der Jetzt-Zeit geschrieben.
Die authentische Atmosphäre zeigt die Situation zu Kriegsbeginn, durch die detailreichen Beschreibungen kann man sich Summerhill genau vor Augen führen und sich in die Protagonistinnen hineinversetzen. Zumindest in Maddy - Chloes Verhalten konnte ich anfangs überhaupt nicht nachvollziehen, da sie zuerst mental schwach ist und glaubt, einen starken Mann an ihrer Seite zu brauchen, der sie stützt und durchs Leben führt. Chloes Entwicklung war besonders spannend zu verfolgen.
Die wundervollen Landschaftsbeschreibungen machen große Lust, Cornwall bald zu besuchen, und dies schafft Gegensatz zu den vielen Problemen der Charaktere.

Es geht um drei junge Frauen und deren Suche nach ihrem persönlichen Glück. Chloes Zukunft ist eng mit der Vergangenheit von Maddy verbunden, was sie bei ihren Besuchen auf Summerhill herausfindet.
Und es geht um krankhafte Liebe und das obsessive Binden seines Partners an sich selbst...


Fazit:
Emotional, bewegend und auch unglaublich spannend. Zwei Familiendramen verwebt mit Krimielementen.
Und es geht um die Kraft, sich aus den Fesseln zu befreien und sein Leben nach den eigenen Vorstellungen zu leben.
Hat mir sehr gut gefallen und ich vergebe 4,5 Sterne.

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ein äußerst komplexer Kriminalfall

Das Verschwinden der Stephanie Mailer von Dicker Joël

Kurz zum Inhalt:
Am 30. Juli 1994, am Tag des allerersten Theaterfestivals, geschieht im beschaulichen Badeort Orphea in den Hamptons ein schrecklicher Vierfachmord: Der Bürgermeister, seine Frau und sein Sohn sowie eine zur Tatzeit vorbeijoggende Einwohnerin von Orphea werden brutalst erschossen.
Die beiden jungen Polizisten Jesse Rosenberg und Derek Scott übernehmen voller Elan den Fall.

Schon bald findet sich ein Verdächtiger.
Doch 20 Jahre später behauptet die Journalistin Stephanie Mailer, dass die beiden damals den falschen Täter hatten, und dass sie das Offensichtliche übersehen hätten. Kurz darauf verschwindet Stephanie Mailer und Jesse und Derek nehmen die Ermittlungen von damals wieder auf. Was hatten sie übersehen?


Meine Meinung:
"Das Verschwinden der Stephanie Mailer" ist mein erster Roman von Joel Dicker. Nach kurzer Eingewöhnungsphase hat mir der Schreibstil gut gefallen.
Die Geschichte wird in verschiedenen Erzählperspektiven und zwei Zeitebenen dargestellt: 1994 und 2014. Der Leser erfährt immer nur bruchstückhaft über die Ereignisse von 1994, und in der Gegenwart 2014 gehen die Geschehnisse voran. Der Zusammenhang baut sich erst tröpfchenweise nach und nach auf.
Die vielen verschiedenen Charaktere bringen jeder auf seiner Weise die Geschichte voran. Die detaillierten Beschreibungen lassen Atmosphäre und Spannung aufkommen, jedoch nehmen die ständigen Perspektiven- und Zeitwechseln teilweise das Tempo heraus.
Es ist ein wirklich komplexer Fall, der zum Mitdenken anregt, mit Verwicklungen und Verstrickungen, Erpressung, Korruption und vielen Nebenfiguren. Der Roman ist jedoch sehr gut durchdacht - jedes Mosaiksteinchen scheint seinen Sinn zu haben.

Jedoch war ich von der Polizeiarbeit von Jesse und Derek oft nicht begeistert: sie fragen nicht nach, sie forschen nicht richtig, und nehmen Vieles bzw. die Aussagen als gegeben hin, ohne zu hinterfragen. So funktioniert doch keine richtige Polizeiarbeit.
Und seeehr übertrieben fand ich die Darstellung des ehemaligen Polizeichefs von Orphea, der mittlerweile Regisseur ist.
Die Auflösung war dann so, wie ich es mir nach ca. zwei Dritteln des Buches bereits dachte.
Trotzdem hat mir die Geschichte insgesamt gefallen und ich werde bestimmt noch andere Werke von Joel Dicker lesen.


Fazit:
Die Geschichte hat mir trotz vieler übertriebenen Darstellungen und Klischees gefallen; ich mag es, wenn so ein typisch amerikanisches Kleinstadtleben detailliert ausgeschlachtet wird und sich somit ein komplexer Kriminalfall ergibt. Nur die ermittelnden Beamten hätten für meinen Geschmack genauer arbeiten können (dann hätten sie den Fall nämlich schon 1994 gelöst! ;)

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(K)Eine Hochzeit?! - Eine Hochzeitsplanerin auf dem Weg ins Glück - mit Hindernissen...

Trau dich doch von Ellen Berg

Kurz zum Inhalt:
Amelie ist frisch geschieden und muss sich nun - komplett ohne Geld des lieben Exgatten - ein neues Leben aufbauen: Sie wird die Mitbewohnerin von Edeltraut und eröffnet eine Hochzeitsplanungsagentur!
Doch natürlich geht bei den Hochzeiten immer alles Mögliche schief - und dann ist der nächste Bräutigam auch noch genau DER Mann, der die Schmetterlinge in ihrem Bauch zum flattern bringt - und noch dazu ihr Scheidungsanwalt.

..
Wird Amelie ihr Glück finden?


Meine Meinung:
Der Schreibstil von Ellen Berg ist wie gewohnt flüssig und schnell zu lesen und man ist sofort mitten drin in der Geschichte.
Das Buch ist witzig geschrieben, es kommen viele lustige Sprüche vor und auch bei den div. Chaos- und Hoppala-Szenen bei den Trauungen musste ich laut lachen! Und ja - es erinnert einen an die eigene Hochzeit bzw. jene von Freunden. Denn es geht ja IMMER irgendwas schief... ;) Zum Glück nicht soo dramatisch wie bei Amelie.
Natürlich gibt es auch jede Menge Hindernisse zu überwinden und die Erkenntnis, dass nicht alles so ist, wie es auf den ersten Blick scheint.
Die handelnden Personen polarisieren, und man hegt sofort heftige Gefühle - im Positiven (ich liebe Edeltraut!) sowie im Negativen (sorry, aber Amelies Exmann ist ja wohl das Letzte...)
Das grandiose Finale ist mal wieder toll und überraschend gelöst und es gibt natürlich ein Happy End! :)

Es gab auch wieder zwei Zitate, die mir besonders gut gefallen haben und die so schön authentisch sind:
"Heiraten ist der durchgeknallteste Abenteuerurlaub aller Zeiten." und "Ein Essen ohne Wein ist ein Frühstück." (DAS konnte natürlich nur von Edeltraut kommen! ;)
Übrigens mag ich Edeltraut - Amelies Freundin, Vermieterin und Mitarbeiterin - besonders gerne!! Edeltraut ist eine Freundin, wie sie sich jeder wünscht: zwar manchmal etwas mürrisch, aber sie kümmert sich um Amelie, passt auf sie auf und ist immer (!!) für sie da.

Das Cover lässt das Buch wieder eindeutig als Werk von Ellen Berg erkennen und ist wie gewohnt humorvoll. Mir gefällt es, wenn man sofort erkennt, dass ein Buch zu einem/r bestimmten Autor/in gehört.


Fazit:
Humorvoller Roman über den "schönsten Tag im Leben" und über diejenige, die diesen Tag überhaupt erst möglich macht - die Hochzeitsplanerin! Chaotisch, witzig und einfach nur schön zum Lesen - ein typischer Gute-Laune-Roman von Ellen Berg!

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Spionagethriller mit Längen

Schatten der Toten von Herrmann Elisabeth

Kurz zum Inhalt:
Judith Kepler arbeitet in Berlin als Tatortreinigerin. Es passiert plötzlich einiges, das ihr Leben auf den Kopf stellt: Ihr Chef liegt im Krankenhaus und möchte, dass sie die Führung übernimmt. Die Halbwaise Tabea, die ihr sehr am Herzen liegt, ist ebenfalls im Krankenhaus und Judith kann ihren Vater nicht erreichen.

Und dann ist das noch Isa Kellermann, eine Mitarbeiterin des Verfassungsschutzes, die den ehemaligen Spion Bastide Larcan um jeden Preis fassen möchte - dieser ist jedoch Judiths Vater und hält sich derzeit in Odessa auf.
Soll Judith die Vergangenheit ruhen lassen oder ebenfalls nach Odessa reisen?



Meine Meinung:
"Schatten der Toten" ist der dritte Teil um die Tatortreinigerin Judith Kepler. Die Geschichte ist jedoch in sich geschlossen und kann eigenständig gelesen werden. Alle Infos aus dem Vorgängerband werden genauestens beschrieben, da sie für die Geschichte wichtig sind.
Leider war mir aufgrund des Klappentextes nicht bewusst, dass diese ganze Spionagesache so detailliert dargelegt wird. Ich lese zwar immer wieder mal gerne Spionagegeschichten, aber dabei muss es nicht so derart ins Detail gehen. Teilweise war es mir auch zu verworren und ich habe auch nicht alle Zusammenhänge gleich verstanden.
Außerdem hätte man das Buch gut und gern um ein Drittel kürzen können, was auch der Spannung zugute gekommen wäre. Denn diese ausufernden Stasi-und-Geheimdienst-Beschreibungen haben mich oft aus dem Lesefluss gebracht und waren langatmig und zäh.
Auch hätte ich mir gerne gewünscht, mehr über die Arbeit einer Tatortreinigerin zu erfahren; das ging in diesem Buch leider total unter.
Das letzte Drittel des Buches hat mir dann jedoch gefallen, es wurde rasant (die geplante Operation des deutschen Verfassungsschutzes in Odessa) und dramatisch (das schreckliche und grausame Verhalten des ukrainischen Milliardärs Oleg Nikiforov).
Aus der Danksagung der Autorin hätte ich herausgelesen, dass dies der letzte Band um Judith Kepler ist. An und für sich wäre auch alles gut abgeschlossen - doch hat es sich die Autorin nicht nehmen lassen, doch noch etwas einzubauen, das die Geschichte weiterlaufen lassen könnte... Ich bin gespannt, ob es noch einen weiteren Band geben wird.
Das Cover ist eher unscheinbar - sollen die Stufen an die Potemkinsche Treppe in Odessa erinnern, die eine Bedeutung für die Geschichte hat?


Fazit:
Ein etwas anderer Spionagethriller; leider mit zähen Längen in der Mitte, aber einem spannenden Finale.

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Unterhaltsame und lehrreiche Geschichte zum Thema Umweltschutz

Sandor Der geheime Schwarm von Dorothea Flechsig

Kurz zum Inhalt:
Jendrik hat ein außergewöhnliches Haustier: die sprechende Fledermaus Sandor.
Und Sandor hat festgestellt, dass seine Artgenossen kaum mehr etwas zu fressen finden, denn es gibt fast keine Insekten mehr in der Umgebung!
Da müssen Sandor, Jendrik und seine Schulfreunde natürlich herausfinden, woran das liegt, und was man dagegen unternehmen kann.

Ein blühendes Rapsfeld ohne Insekten und die Scheune des Bauers sollen Aufschluss darüber geben. Was befindet sich darin? Und was hat der Bauer mit dem Verschwinden der Insekten zu tun?


Unsere Meinung:
Meiner Tochter und mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Es war unser erstes Abenteuer von Sandor und wir haben den aufgeweckten Jungen und die sprechende Fledermaus gleich ins Herz geschlossen.
Besonders gut hat mir als Mutter gefallen, dass die Geschichte sowohl gute Unterhaltung, Spannung als auch viel lehrreiches Wissen beinhaltet.
Die Kids lernen auf spielerische Weise viel über Tier- und Artenschutz, und warum Insekten so wichtig sind.
Man fiebert mit den Kindern mit, ob sie das Rätsel lösen können, und wir fanden es sehr mutig, wie die Kinder den Bauern und sein Vorgehen öffentlich anprangerten.
Und natürlich geht alles gut aus, was ja auch sehr wichtig für eine Kindergeschichte ist.

Der Sprecher Nicolas A. Böll hat eine angenehme Erzählstimme und macht es für die Kids möglich, sich leicht in die Geschichte hineinzuversetzen.
Das Cover ist wunderschön farbenfroh und zeigt die Fledermaus Sandor inmitten eines bunten blühenden Blumenfelds mit vielen verschiedenen Insekten.


Fazit:
Unterhaltsame, spannende und lehrreiche Geschichte, die Kinder auf spielerische Weise aufmerksam für Umweltschutz und Tierschutz macht.

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Düster, spannend, grausam... wieder ein harter Fall für die Krähe!

Lautlose Schreie von Leo Born

Kurz zum Inhalt:
In einem Vorort von Frankfurt werden auf einem Feld die nur spärlich verbuddelten Leichen von sieben Kindern gefunden.
Die Ermittlerin Mara Billinsky, die mit ihrer optisch etwas anderen Erscheinung - Piercings, Tattoos und in schwarzer Kleidung - polarisiert und ihr Kollege Jan Rosen müssen mühsam vielen verschiedenen Spuren nachgehen, jedoch rinnt ihnen der Fall immer wieder aus den Händen.

Bis sie einer grausamen Organisation auf die Spur kommen...


Meine Meinung:
"Blinde Rache" ist der zweite Teil der Reihe um Mara Billinsky. Der Roman ist jedoch in sich geschlossen und kann eigenständig gelesen werden. Alle wichtigen Informationen aus dem Vorgänger-Band sind geschickt im Geschehen integriert. Man trifft alle alten Bekannten wieder und ist sofort wieder mitten drin im Geschehen Frankfurts!
Die Schreibweise von Leo Born ist flüssig und schnell zu lesen, auch aufgrund der kurzen Kapiteln und der Cliffhanger am Ende.
In jedem Kapitel gibt es einen Sprung zu einer anderen Szene, die sich erst im Verlaufe des Buches nach und nach zu einem Ganzen zusammensetzen.

Mara Billinsky ist wieder typisch sie - sie will den Fall auf alle Fälle auflösen, und geht dabei auch über Anweisungen ihres Chefs und des neuen Staatsanwalts hinweg. Sie setzt sich durch, und ich mag, dass sie weiter und weiter ermittelt, auch wenn ihr Steine in den Weg gelegt werden, weil sie einfach Gerechtigkeit für die Toten will.
Ich war positiv überrascht, dass ihr ihr Chef Rainer Klimmt, der sie Anfangs immer noch nicht ganz ernst nimmt, sie und ihre Art, ihre Arbeit, gegen Ende endlich wertschätzt. Auch ihrem Vater Edgar Billinsky kommt sie in kleinsten Schritten näher heran.
Mara ist lebendig, man fiebert mit ihr mit, und auch die Familienzwistigkeiten sind authentisch. Sehr traurig ist natürlich Maras Geschichte; ihre Mutter wurde ermordet, als sie noch ein Kind war, und seitdem ist sie quasi auf der Suche nach deren Mörder. Ich hoffe sehr, dass hierzu im nächsten Band etwas mehr Licht ins Dunkel kommt...
Auch Jan Rosen hat sich stark entwickelt und kommt in "Lautlose Schreie" stärker zur Geltung.

Leo Born hat es super geschafft, mich mit Plot und Auflösung dieses Thrillers sehr zufrieden zu stellen. Ich finde es toll und überzeugend, wenn eine Auflösung lebensnah und authentisch ist.

Das Cover passt perfekt zum 1.Teil - es befindet sich wieder die Krähe (Mara's Spitzname im Kommissariat) darauf, und die beiden Farben sind gegenverkehrt zum Vorgängerband.
Es lässt sich somit eindeutig der Mara-Billinsky-Reihe zuordnen, was mir sehr gut gefällt.


Fazit:
Grandiose Fortsetzung der Reihe - konstant hoher Spannungsbogen, authentischer Plot, realistische Auflösung. 5 verdiente Sterne von mir!!

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