Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Petra Sch.:
Nette Unterhaltung, hatte mir aber mehr erwartet
Sowas kann auch nur mir passieren von Mhairi McFarlane
Kurz zum Inhalt:
Georgina Horspool hat anscheinend nur Pech im Leben: zuerst wird sie von ihrem Job als Kellnerin gefeuert und danach erwischt sie auch noch ihren Freund in flagranti mit seiner Assistentin.
Doch Georgina macht das Beste draus: sie beendet die Beziehung und macht sich auf die Suche nach einem neuen Job.
Den sie auch findet, in einer neu eröffneten Bar. Alles könnte so schön sein, wäre einer ihrer beiden Bosse nicht jener Lucas McCarthy, mit dem sie in der Schule zusammen war und ihrer beiden Beziehung beim Abschlussball so fatal geendet hat...
Meine Meinung:
Der Schreibstil ist flüssig und schnell zu lesen; doch ich war leider irgendwie enttäuscht vom Buch. Ich bin mit der Protagonistin einfach nicht warm geworden und sie ging mir manchmal nur furchtbar auf die Nerven. Ich konnte ihr Verhalten oft nicht nachvollziehen und hätte sie am liebsten geschüttelt und ihr zugerufen: "So sag doch was Mädchen! Wehr dich und erzähle, wie es wirklich war!!" Denn Georgina hat einfach ganz oft - nichts gesagt. Und so nahmen die Dinge ihren Lauf... Erst gegen Schluss macht sie eine Entwicklung durch und zeigt Stärke. Trotzdem bin ich mit ihr nicht so richtig warm geworden.
Auch hat mich etwas gestört, dass lange nicht aufgeklärt wurde, was damals zwischen Georgina und Lucas passiert war, es gab immer nur kurze Andeutungen - das kam erst relativ spät. Das Happy End ist natürlich schön.
Das Buch ist nette Unterhaltung für Zwischendurch, aber mir kam der Witz und der Humor auch irgendwie zu kurz...
Das Cover ist ansprechend, passt zum Inhalt und ist auch gleich als Buch der Autorin zu erkennen.
Fazit:
Nette Unterhaltung für Zwischendurch; leider nicht ganz, was ich erwartet hatte.
Doping im Ski-Zirkus
Eiskalte Spiele von Girardelli Marc; Grünig Michaela
Kurz zum Inhalt:
Marc Gassmann möchte eigentlich seine aktive Skisport-Karriere beenden. Doch als einige Wintersport-Trainer mit einer gleichlautenden Nachricht tot aufgefunden wurden, und Marcs Trainer ebenfalls eine Drohung erhält, entscheidet der Skistar, doch noch einmal bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang mitzumachen.
Seine on-off-Freundin Andrea Brunner, die bei der Polizei in Zürich arbeitet, fährt als verdeckte Ermittlerin mit, um das Leben von Marcs Trainer zu beschützen.
Sind die beiden dem größten Doping-Verbrechen auf der Spur, das die Ski-Welt je erlebt hat?
Meine Meinung:
"Eiskalte Spiele" ist der 3. Teil um Marc Gassmann und Andrea Brunner; ist jedoch in sich geschlossen und kann eigenständig gelesen werden. Alle relevanten Details aus den vorigen Bänden sind geschickt in die Geschichte integriert.
Der Schreibstil ist flüssig und schnell zu lesen. Das Autoren-Duo schafft es hervorragend, den Leser im Dunkeln tappen zu lassen, und immer wieder einen anderen Verdächtigen vor Augen zu haben. Ich selbst bin erst kurz vor Schluss auf den richtigen Täter gekommen.
Die Doping-Problematik, nicht nur im Ski-Sport, ist geschickt in die Geschichte verwebt, und man erfährt viel interessante Details darüber. Und bei den Rennen fiebert man mit Marc mit.
Toll waren auch die Abschnitte aus Sicht des Täters, die in kursiver Schrift gehalten und in ich-Form geschrieben sind. So bekommt man Einblicke in die intimen Gedanken des Täters. Dennoch tappt man lange im Dunkeln.
Ich persönlich mochte Oberst Alberto Passini ganz besonders, er hat mit viel Intuition und Schlauheit ermittelt.
Das einzige, was mich ein bisschen gestört hat, war das Hin- und Her in der Beziehung von Marc und Andrea. Es sind beide erwachsene Menschen und können sich aber nicht für ihre Beziehung entscheiden...
Das Cover gefällt mir auch sehr gut; es zeigt einen Ski-Abfahrtsläufer, und der Titel ist in glänzender eisblauer Schrift gehalten, der perfekt den kalten Winter assoziiert.
Fazit:
Spannender Krimi im Ski-Milieu, aktuelles Doping-Thema und viele falsche Fährten machen dieses Buch zu einem Leseerlebnis!
Dunkle Geheimnisse und Schatten der Vergangenheit in den schottischen Highlands
Eiskalte Spiele von Girardelli Marc; Grünig Michaela
Kurz zum Inhalt:
Schottland 1837. Die 19jährige Fiona Hemington reist zu ihrer Tante in die schottischen Highlands, als ihre Kutsche überfallen wird. Fiona überlebt als einzige und kann fliehen. Mitten in der Nacht strandet sie auf einem düsteren Landsitz, auf dem es nur wenige Bedienstete gibt.
Nicht nur das alte Gemäuer, sondern auch dessen Besitzer, Baronet Laird Aidan Thirstane, flößen Fiona Angst ein.
Fiona sieht dunkle Schatten und hört seltsame Klänge - ist Thirstane Manor tatsächlich verflucht, weil die Pächter gewaltsam vertrieben wurden? Oder verliert Fiona ihren Verstand? Und wieso kommt ihr Vater nicht, um sie abzuholen?
Meine Meinung:
Der Schreibstil ist flüssig und schnell zu lesen und sehr atmosphärisch. Die Charaktere und die Orte der Handlung sind detailliert und lebendig beschrieben. Maria W. Peter schafft es hervorragend, historische Geschichtsdetails mit einer fiktiven Handlung zu verweben.
Die Wäscherin Elspeth ist mir sofort ans Herz gewachsen, sie ist so naiv, unbekümmert und liebevoll.
Aber auch Fiona, die ich am Anfang noch nicht so recht einschätzen konnte, durchlebt eine große Wandlung und wird zu einer starken selbständigen Frau.
Die Auslassungen und Anspielungen in der Geschichte lassen einen im Dunklen tappen und das Ganze dramatisch, mystisch und schaurig wirken. Mit jedem Hinweis, den die Autorin einstreut, glaubt man, der Lösung einen Schritt näher zu kommen - doch dem ist nicht so. Auch wenn Fiona manchmal glaubt, dem Wahnsinn zu verfallen, muss man als Leser einfach an eine rationale Lösung glauben - denn wenn es ein Gruselroman gewesen wäre, wäre ich enttäuscht gewesen.
Doch die Auflösung ist furchtbar und grauenvoll, und man kann sich die Zustände der damaligen Zeiten gar nicht wirklich vorstellen.
Sehr gut und hilfreich sind das ausführliche Nachwort, das Glossar, die Erklärungen über die schottische Sprache, das Verzeichnis der handelnden Personen und die Erklärungen über die Historischen Persönlichkeiten am Ende des Buches.
Das Cover gefällt mir auch äußerst gut - zeigt es doch die junge Fiona in der Wildnis der Highlands, und im Hintergrund sieht man Thirstane Manor. Die gedeckten Farben lassen alles schaurig und düster wirken.
Fazit:
Tolle Geschichte mit einer Protagonistin, die an Stärke wächst, und einem Protagonisten mit einem traurigen Schicksal, verwoben zu einem historischen Roman nach Art eines Schauermärchens. Eindeutige Leseempfehlung!
tolles Ermittlerduo und schockierende Auflösung
Inspektor Takeda und der lächelnde Mörder von Henrik Siebold
Kurz zum Inhalt:
Inspektor Kenjiro Takeda, Kommissar aus Tokio, der seit einem halben Jahr bei der Hamburger Polizei arbeitet, hat gemeinsam mit seiner Kollegin Claudia Harms einen schwierigen Fall aufzuklären, bei er eine Frau auf einem Hamburger Bahnhof vor die S-Bahn gestoßen wurde. Der 17jährige Schüler Simon Kallweit ist geständig, auch auf den Handyvideos seiner Mitschüler sieht man ihn hinter der Frau - und er grinst dabei.
Doch sein Vater ist ein bekannter Politiker, und plötzlich widerruft Simon sein Geständnis. Auch auf den Beweisvideos ist nirgends eindeutig Simons Schuld zu erkennen. Will jemand dem Politiker schaden?
Doch es passieren immer wieder Morde in Simons Umfeld. Ist er etwa doch der Täter, ein Otaku-Mörder, der ganz in der Welt von brutalen Mangas aufgegangen ist? Oder ist es, weil er von einigen seiner Mitschüler brutalst gemobbt wurde, um auch einmal Täter und nicht immer nur Opfer zu sein?
Doch mit der Zeit und langen Ermittlungen decken Takeda und Claudia Harms die schreckliche Wahrheit auf...
Meine Meinung:
"Inspektor Takeda und der lächelnde Mörder" ist der dritte Band um den sympathischen Japaner Kenjiro Takeda. Die Geschichte ist jedoch in sich geschlossen und kann eigenständig gelesen werden. Wichtige Details, wie zB warum Takeda nach Hamburg kam, sind geschickt in die Geschichte verflochten.
Inspektor Takeda war mir sofort sympathisch, und seine Kollegin Claudia Harms ist eine starke intelligente Frau. Sie ergänzen sich toll und mit viel Grübeleien und harter Ermittlungsarbeit kommen sie auf die Ursachen und den wahren Täter.
Sehr gut hat mir gefallen, wie viel ich in diesem Buch über die japanische Kultur, vor allem über die Jugendkultur bzgl. Mangas, Anime und Cosplay gelernt habe. Die originalen japanischen Ausdrücke werden erwähnt, es ist aber immer gleich die deutsche Übersetzung dabei und stört den Lesefluss in keinster Weise.
Es ist witzig zu lesen, wie die deutsche und japanische Kultur aufeinandertreffen. Takeda, eher als steif zu bezeichnen, versteht oft den deutschen Schmäh und die Lockerheit nicht.
Das Buch kritisiert nicht nur Mobbing unter Jugendlichen, sondern auch ganz vehement die Anonymität und Grausamkeit des Internets; und wie sehr Jugendliche, vor allem stille und schüchterne, in Abhängigkeit geraten können - von Manga-Geschichten, in deren Welt sie aufgehen, oder Personen im Internet, die ihnen die lang ersehnte Aufmerksamkeit und Bestätigung geben, und wie gefährlich das ist.
Ich war schockiert über die Auflösung - die jedoch genau so in dieser Form tatsächlich passieren kann. Ich werde meiner Tochter auf jeden Fall den Internetzugang so lange wie möglich beschränken und kontrollieren und bin immer noch geschockt.
Das Cover spricht mich jetzt nicht ganz so an; es zeigt eine beleuchtete Brücke bei Nacht. Es passt jedoch in die Reihe, bei der auf jedem Cover eine andere Hamburger Brücke zu sehen ist.
Fazit:
Außergewöhnlicher Plot, schockierende Auflösung und ein sympathischer Japaner - ich wurde sehr gut unterhalten und werde mir sicher auch noch die anderen Bände ansehen.
Schönes Erstlesebuch für kleine Katzenfans mit tollem Lerneffekt
Inspektor Takeda und der lächelnde Mörder von Henrik Siebold
Kurz zum Inhalt:
Während des Gottesdienst regt sich plötzlich etwas unter dem Altartuch: vier kleine Kätzchen kommen darunter hervor, welche die Katze Mimi dort zur Welt gebracht hat, die Ben, dem Sohn des Pfarrers, gehört.
Da sich Marie immer schon eine Katze gewünscht hat, möchte sie nun natürlich gerne eines der Baby-Kätzchen adoptieren, doch ihre Eltern sind dagegen.
Kann sie sie überzeugen, wenn sie ihnen zeigt, wie sehr sie sich gemeinsam mit ihren Freunden Ben, Mia und Florian um Mimi und die Kätzchen kümmert?
Meine Meinung:
"Ein Kätzchen sorgt für Wirbel" gehört zur Reihe " Lies mit mir!", in welcher auf jeder Doppelseite ein kurzer Text in einer größeren Schrift abgebildet ist, um das Buch gemeinsam mit einem Leseanfänger lesen zu können. Aufgrund der kindgerechten Sprache, der kurzen und leicht verständlichen Sätze kann die Geschichte auch von einem geübteren Leser komplett gelesen werden.
Das Buch hat einen tollen Lerneffekt rund um die Katze. Es ist spielerisch in der Geschichte verpackt, wie eine Katze ihre Jungen großzieht, dass es viel Verantwortung und auch Arbeit bedeutet, eine Katze bei sich aufzunehmen, und dass der Unterhalt und Tierarztbesuche natürlich auch Geld kosten.
Zu Beginn des Buches gibt es eine Lesehilfe, in der schwierigere Wörter extra angeführt sind mit einer Aussprachenhilfe. Am Ende sind Begriffserklärungen zum Thema Kirche.
Marie geht in die evangelische Kirche, aber das war für meine katholische Tochter kein Problem. Nur, warum der Pfarrer eine Frau und einen Sohn hat, musste ich ihr erklären.
Sehr schön und realistisch ist auch dargestellt, wie Maries Eltern sich erst langsam mit dem Gedanken an ein eigenes Haustier anfreunden müssen und das Kätzchen auch erst mal kennenlernen wollen; immerhin kann so eine Katze ganz schön alt werden.
Der Zusammenhalt der vier Kinder und das Verantwortungsbewusstsein ist sehr toll dargestellt, sie kümmern sind sehr aufopfernd anfangs nur um Mimi, und später auch um die kleinen Kätzchen.
Auch die Namenssuche war sehr spannend und mit der Religion verbunden: die Kinder finden abgewandelte Formen der Namen der vier Evangelisten.
Und als dann ein Kätzchen verschwindet, ist die Aufregung natürlich groß...
Die Illustrationen sind wunderschön, es ist liebevoll und detailgetreu gemalt. Auf fast jeder Seite gibt es eine bunte Illustration, die zum Gelesenen passt.
Durch das Cover mit Marie und den süßen Katzenbabies und dem interessanten Titel wird man richtig neugierig auf das Buch!
Fazit:
Wunderschöne Geschichte über Marie, die so gerne eine Katze als Haustier hätte; mit tollem Lerneffekt rund um die Themen Katze und Kirche. Perfekt sowohl für Leseanfänger-gemeinsam mit den Eltern, als auch für geübtere Leser. Eindeutige Leseempfehlung!!
Eine Pferdegeschichte über Freundschaft, Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft
schleich® Horse Club(TM) - Rätsel um Princess von Henrik Siebold
Kurz zum Inhalt:
In Lakeside ist die Eröffnung des neuen Pferdesalons im Reitercafé geplant.
Doch Zicke Tori droht, alles platzen zu lassen, und außerdem hat ihre Friesenstute Princess furchtbare Schmerzen.
Können Hannah, Sarah, Lisa und Sofia, die vier Mädels vom Horse Club, Princess helfen und die Eröffnung des Pferdesalons retten?
Meine Meinung:
Der Schreibstil der Geschichte ist an die Zielgruppe - 8jährige Mädchen - angepasst und recht flüssig zu lesen.
Die Schriftgröße und die relativ kurzen Kapitel sind gut zum selber lesen.
Was leider den Lesefluss massiv unterbricht (weshalb ich als Mutter dann vorlesen musste), sind die vielen englischen Eigennamen.
Ist es wirklich notwendig, dass Schleich als deutsche Firma die Namen anglisieren muss? Anscheinend ist das gerade 'in', für meine Tochter war das jedoch der Grund, warum sie nicht mehr alleine weiterlesen wollte und ich vorlesen musste. Sogar 'Herr' und 'Frau' wurde als 'Mr' und 'Mrs' tituliert. Die Geschichte war wirklich schön, aber aufgrund dieser vielen Anglizismen müssen wir einen Stern abziehen. Zum Glück waren die Namen der vier Mädchen vom Horse Club auch auf Deutsch auszusprechen.
Schön wäre noch gewesen, wenn zu Beginn die vier Mädchen mit ihren jeweiligen Pferden genauer vorgestellt worden wären. "Rätsel um Princess" war nämlich unser erster Band des Horse Clubs, und mit einer kurzen Einführung hätten wir uns schneller bei den Mädchen und ihren Vierbeinern zurecht gefunden.
Viele detailreiche schwarz-weiß Illustrationen untermalen das Gelesene. Auf den Bildern gibt es immer viel zu entdecken.
Das Cover zeigt die wunderschöne Friesenstute Princess mit ihrer Reiterin Tori und Hannah vom Horse Club, die Princess helfen will.
Toll ist die Haptik - Princess kommt nämlich etwas erhaben "aus dem Cover heraus".
Fazit:
Schöne Geschichte für pferdebegeisterte Mädchen über Freundschaft, Hilfsbereitschaft und Zusammenhalt. Leider wurden viele Eigennamen anglisiert, was das selber-Lesen erschwert.
ein magisches Abenteuer bei den Mammuts
Das magische Baumhaus junior (Band 7) - Gefahr für das Mammut von Mary Pope Osborne
Kurz zum Inhalt:
Anne und Philipp besuchen nach dem Schwimmunterricht das magische Baumhaus in Pepper Hill, Pennsylvania, worin viele Bücher sind. Wenn sich die Kinder wünschen, in ein bestimmtes Buch zu reisen, dann macht das magische Baumhaus dies möglich.
Doch Anne wünscht sich gleich, in ein Land mit viel Schnee zu gehen - und das magische Baumhaus schickt die beiden Kinder in die Eiszeit, da das zugehörige Buch zum Wunsch "Leben in der Eiszeit" war.
Nur in Badekleidung frieren die beiden Kinder, doch zurück können sie erst, nachdem sie ihre Aufgabe erfüllt haben.
Sie erleben viele Abenteuer und reiten sogar auf einem richtigen Wollmammut!
Meine Meinung:
"Gefahr für das Mammut" ist der 7. Band der Reihe "Das magische Baumhaus Junior". Die Geschichte ist in sich geschlossen und kann zwar eigenständig gelesen werden, jedoch ist es besser, die Geschichten der Reihe nach zu lesen. Leider kannten wir bisher nur den 1. Band und wissen deshalb nicht, wovor die Kinder eine oder einen Morgan erlösen müssen, warum und welche Gegenstände mit "M" sie einsammeln müssen und welche Aufgaben sie genau zu erledigen haben. Das finde ich etwas schade.
Der Schreibstil ist der Zielgruppe angepasst. Kurze, einfache und somit leicht verständliche Sätze und kurze Kapitel regen zum Lesen an.
Viele detailreiche bunte Illustrationen untermalen das Gelesene. Die Bilder und die große Schrift motivieren Leseanfänger als auch eher lesefaule Kinder.
Die Kids lernen in diesem Band auf spielerische Weise viel Wissenswertes über die Cromagnon-Menschen in der Eiszeit. Außerdem regt es die Phantasie an, denn wer würde nicht gerne mal in eine andere Zeit reisen oder auf einem Mammut reiten?
Das farbenfrohe Cover zeigt Philipp und Anne mit Fellen bekleidet in einer Eiszeit-Höhle. Und das Mammut darf natürlich auch nicht fehlen! Das abgebildete Baumhaus identifiziert die Reihe und lässt somit auch alle weiteren Bände zu dieser Reihe zugehörig erkennen, wie ein "Markenlogo".
Fazit:
Phantasievolle Geschichte über eine Reise zu den Mammuts - unterhaltsam, magisch und lehrreich.
Leider fehlt viel Vorwissen, wenn man die Bücher nicht chronologisch liest, daher nur 4 Sterne.
Eisskulpturen mit mörderischem Inhalt...
Winterkalt von Catherine Shepherd
Kurz zum Inhalt:
In Köln wird an einem gut einsichtigen Platz eine beleuchtete Eisskulptur gefunden - darin verborgen eine tote junge Frau, in einem weißen Kleid und mit einem Spiegel in der Hand.
Die Rechtsmedizinerin Julia Schwarz kann sich nicht erklären, wie das Opfer in das Eis gekommen ist und so schön drapiert werden konnte.
Und ihr Freund, Kriminalkommissar Florian Kessler, findet keinen einzigen Zeugen. Es kann doch nicht sein, dass niemand gesehen hat - selbst nachts - wie eine riesige Eisskulptur herangeschafft und aufgestellt wurde?
Bald wird eine weitere Eisskulptur gefunden.
Können Julia und Florian den Täter finden und stoppen, bevor noch eine junge Frau sterben muss?
Meine Meinung:
"Winterkalt" ist der 3. Band um Julia Schwarz und Florian Kessler, ist aber in sich geschlossen und kann eigenständig gelesen werden. Alle vorherigen Erlebnisse bzw. Infos aus dem Privatleben werden geschickt ins Geschehen verwoben.
Der Schreibstil von Catherine Shepherd ist flüssig und schnell zu lesen, auch aufgrund der kurzen Kapitel. Die handelnden Personen sind detailliert und lebendig ausgearbeitet.
Das Buch geht gleich nervenzerreißend los, als man aus der Sicht einer jungen Frau miterlebt, wie diese in Eiseskälte erfrieren muss. Einfach nur schauderhaft und es wird einem beim Lesen eiskalt.
Der Spannungsbogen wird konstant aufrecht gehalten, und fast jedes Kapitel endet mit einem Cliffhanger, so dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen kann.
Auch kommt relativ zu Beginn die junge Ballerina Annabell ins Spiel, bei der man zuerst befürchten musste, dass sie das nächste Opfer des Eiskünstlers wird. Erst nach und nach wird ihre Rolle in dieser Geschichte aufgedeckt.
Die Autorin schafft es wunderbar, dass man als Leser im Dunkeln tappt. Man bekommt viele Opfer und Täter präsentiert, und doch kann man erst kurz vor Schluss den wahren Täter erahnen. Auch den Grund für die Taten des Mörders erfährt man erst nach und nach.
Die Ermittlungsarbeiten konnte man wirklich gut nachvollziehen, es war alles realistisch und hat sich peu à peu aufklärt. Die Auflösung war stimmig, authentisch und nachvollziehbar und es war ein richtig tolles Lesevergnügen!
Ebenfalls sind die privaten Nebenhandlungen sehr interessant; diese machen die Charaktere richtig lebendig.
Das Cover passt auch sehr gut, zeigt es doch eine Ballerina (Annabell), die aussieht, als würde sie in Schnee und Eis tanzen.
Fazit:
Fesselnder und atemberaubender Thriller, der es einem fast unmöglich macht, den Täter zu enttarnen. Für mich hat dieses Buch alles, was einen perfekten Thriller ausmacht. Tolles Lesevergnügen!
Mythologie, Kult, Wahn?
Der Vogelgott von Susanne Röckel
"Der Vogelgott" ist auf der Shortlist des deutschen Buchpreises 2018. Die Inhaltsangabe hat mich neugierig gemacht: was hat es mit dem Vogelgott-Kult auf sich?
Die Sprache von Susanne Röckel ist einfach nur wunderbar. Anschaulich, lebendig, aber trotzdem schnell und flüssig zu lesen. Es passiert eigentlich nicht viel, aber das hat es in sich.
Eine düster-schaurige und bedrohliche Grundstimmung beherrscht den gesamten Roman.
Man liest im Prolog den tagebuchartigen Auszug des Ornithologen Konrad Weyde, der in einem nicht genannten Teil der Welt einen unbekannten Greif fangen und präparieren will.
Der Hauptteil der Geschichte handelt dann, zeitlich später angesetzt, von seinen drei erwachsenen Kindern Thedor, Dora und Lorenz und man erfährt deren Lebensgeschichten, die alle drei auf andere Art und Weise mit dem Kult des Vogelgottes in Berührung kommen und in dessen Bann gezogen werden. Viel mehr möchte ich darüber gar nicht verraten. Jeder Abschnitt der drei Geschwister beinhaltet einen anderen Sprachstil.
Die Geschichte ist surreal, düster und beklemmend und beinhaltet viel Mystisches, Religiöses, und Aberglaube. Doch der Plot ist schwammig, man fischt im Dunkeln und es gibt keine schlüssige Auflösung.
Die Autorin schafft es mit ihren vagen Andeutungen und dem Fehlen einer vollständigen Auflösung den Leser zu verwirren; dies lässt jedoch Freiraum für Spekulationen und Platz für eigene Gedanken.
Das Buch liest sich richtig gut, aber am Ende ist man als Leser genauso ahnungslos wie zu Beginn.
Vielleicht will die Autorin die Unruhe heutzutage, die Suche nach Höherem und das Streben nach Aufklärung alles Unbekannten näher bringen. Ich bin auch so ein Mensch - ich brauche eine schlüssige Auflösung, um mit dem Ganzen ordentlich abschließen zu können. Deshalb ist meine Meinung über dieses Buch etwas zwiegespalten. Trotzdem hat es mir gut gefallen.
Ein passendes Zitat aus dem Buch lautet: "Aber selbst der gute Dr. Andrae weiß, dass die bequeme Teilung der Welt in Wirklichkeit und Wahn nicht aufgeht."
Fazit:
Schaurig, düster und beklemmend, in einer wundervollen Sprache geschrieben. Doch auch schwammig, ohne eindeutige Aufklärung.
Schoko ist verliebt und Elfa muss gerettet werden!
Die Haferhorde - Schmetterlinge im Ponybauch,2 Audio-CD von Suza Kolb
Kurz zum Inhalt:
Auf dem Hof des Donnerheinis ist plötzlich ein weißes dünnes Ponymädchen, obwohl es dort doch nur große Pferde gibt. Leider versteht das Ponymädchen namens Elfa nichts von dem, was Super-Pony Schoko zu ihr sagt. Sie ist nämlich ein richtiges Islandpony und spricht nur Isländisch.
Und Schoko geht es auch plötzlich gar nicht gut; es ist ihm so komisch und es rumort im Bauch - wie wenn da Schmetterlinge drin wären! Schoko wird doch wohl nicht krank sein?
Und als Schoko und sein Freund Keks feststellen, dass Elfa am Donnerheini Hof nicht gut behandelt wird, ist klar, dass die arme Elfa von dort gerettet werden und zu ihnen auf den Blümchenhof kommen muss! Die Ponys hecken einen Plan aus...
Meine Meinung:
"Schmetterlinge im Ponybauch" ist der 4. Band der Haferhode-Reihe. Die Geschichten sind kindgerecht und total witzig erzählt.
In diesem Abenteuer ist Schoko zum ersten mal verliebt. Er weiß nicht, warum er sich plötzlich so komisch fühlt. Die anderen Vierbeiner sind genervt und die Zweibeiner glauben, dass er krank ist und holen den Tierarzt.
Und als Schoko merkt, dass es Elfa auf dem Donnerheini-Hof nicht gut geht, und es ihm selbst auf dem Blümchenhof aber supergut geht, ist es für ihn beschlossene Sache, dass Elfa auch auf den Blümchenhof kommen muss!
Die Kids lernen hier auf spielerische Weise, dass man Tiere immer gut behandeln soll und wenn man merkt, dass ein Tier schlecht behandelt wird, soll man sich dafür einsetzen und ihm helfen.
Natürlich gibt es auch ein Happy End, auch wenn anders als erwartet!
Die Geschichte wird von Bürger Lars Dietrich gesprochen, der den einzelnen Charakteren mit unterschiedlichen Stimmen Leben einhaucht. Man erkennt an seiner Stimmlage sofort, welches Tier gerade spricht.
Das Cover entspricht jenem der Printausgabe und darauf zu sehen sind Schoko und 'seine' Elfa.
Fazit:
Unterhaltsame und humorvolle Geschichte über einen verliebten Schoko, von dem alle glauben, dass er krank ist, und die aufregende Rettung eines vernachlässigten Pony-Mädchens.
Die Haferhorde-Geschichten begeistern sowohl Klein als auch Groß!
Wieder ein Muss für alle Fans von witzigen Ponygeschichten und natürlich für alle Fans der Haferhorde!
Eindeutige Hör-Empfehlung!!









