Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Petra Sch.:
Eine starke Frau geht ihren Weg zu Beginn des 20. Jahrhunderts
Kurz zum Inhalt:
Esslingen, 1911. Minna (Mimi) Reventlow arbeitet in einem Fotoatelier, denn ihr Traum ist es, eine bekannte Fotografin zu werden. Sie bekommt von Heinrich einen Heiratsantrag; er jedoch will in eine andere Stadt ziehen, wo er Pfarrer in einer Kirche werden kann. Doch dort gibt es kein Fotoatelier und Mimi müsste ihr Leben als Hausfrau fristen.
Da sie unabhängig sein will und ihren Traum als Fotografin verwirklich möchte, lehnt sie Heinrichs Heiratsantrag ab und macht sich auf den Weg als Wanderfotografin - so wie ihr Onkel Josef einer war, ihr großes Vorbild.
Doch eines Tages braucht ihr Onkel ihre Hilfe, der sich der Liebe wegen in Laichingen, einem Weberei-Ort, niedergelassen hat. Kann Mimi dort ihr Glück finden?
Meine Meinung:
Die Geschichte erzählt von der starken und mutigen Mimi, die sich in Zeiten, wo es für Frauen noch nicht selbstverständlich war, selbst über ihr Schicksal zu verfügen, für ihr Glück entscheidet. Sie hat zum Glück den Rückhalt ihrer Eltern, von denen sie als Aussteuer Geld für einen Fotoapparat erhält.
Die Erzählweise ist sehr bildhaft, man hat alle Protagonisten und vor allem den Ort Laichingen samt den Einwohnern genau vor Augen. Auch die damaligen Zustände sind genauestens beschrieben, und man muss mit Mimi mitfiebern - vor allem in Laichingen, wo sie sich gegen die Einwohner und den dort vorherrschenden Weberei-Besitzer, Herrn Gehringer, durchsetzen muss.
Man bekommt auch sehr gute Einblicke in die damalige Art zu fotografieren.
Sehr schön fand ich, dass sich Mimi trotz ihrer Moderne entscheidet, in Laichingen zu bleiben und ihren geliebten Onkel zu pflegen.
Ich konnte jedoch Mimis Verliebtheit Hannes gegenüber und ihr ständiges Sehnen nach ihm überhaupt nicht nachvollziehen, dies kam mir alles viel zu kurz.
Leider endet die Geschichte sehr abrupt - ohne Hinweis, dass es eine Fortsetzung geben wird. Wenn ich nicht bereits gewusst hätte, dass dies eine zweiteilige Reihe ist, wäre ich sehr enttäuscht gewesen, denn es wird weder auf der CD-Hülle noch eben im Hörspiel darauf hingewiesen. Nicht einmal ein "Fortsetzung folgt" am Ende...
Die Sprecherin Svenaja Pages hat eine angenehme Stimme, nur für meinen Geschmack könnte sie eine Spur schneller sprechen.
Das Cover entspricht jenem der Printausgabe und zeigt Mimi in der damaligen Mode. Auch die Schrift lässt auf einen historischen Roman schließen.
Fazit:
Fesselnde Geschichte über eine starke Frau in schwierigen Zeiten, die ihren Weg geht und sich in einer Männerdomäne durchsetzt; ich bin schon sehr auf die Fortsetzung gespannt. 4 Sterne.
zwei außergewöhnliche Mordmethoden im wunderschönen Südtirol
Wut kommt selten allein von Neubauer Ralph
4,5 Sterne
Kurz zum Inhalt:
Im Südtiroler Dorf Tirol wird vor einem Hotel ein junger Jogger aus Deutschland tot aufgefunden. Gestorben durch eine außergewöhnliche Mordmethode. Commissario Fabio Fameo kann sich so keinen rechten Reim auf die Art der Tat und vor allem auf das Motiv machen.
Als dann auch noch Maria Steinegger, eine Pensionswirtin im Ort und Gattin des verhassten Obstbauern Naz Nußbaumer, ebenfalls aus ungeklärten Gründen einen augenscheinlich tödlichen Unfall erleidet, ahnen Fameo und sein Freund, der Carabiniere Tommaso Caruso, noch nicht, dass sich die Fäden der beiden Fälle in der schillernden Welt des Südtiroler Theaters zusammenfügen, dessen polarisierender Mittelpunkt der egozentrische Regisseur Zenz Nußbaumer ist.
Meine Meinung:
"Wut kommt selten allein" ist der 7. Fall für Commissario Fabio Fameo. Der Fall ist jedoch in sich geschlossen und kann eigenständig gelesen werden. Alle Wichtigen Infos aus Fabios Vergangenheit sind geschickt in die Geschichte integriert. Auch trifft man wieder alte Bekannte aus den vorigen Bänden, wie seine Frau Elisabeth, seine Kollegen Francesca und Eduard, natürlich sein Freund bei den Carabinieri, Tommaso Caruso, und "die Cantalielo", die ihm schon im Band "Liebe macht zornesblind" als Chefin vor die Nase gesetzt wurde.
Der Schreibstil ist nach kurzer Eingewöhnungsphase schnell und flüssig zu lesen. Ich mag, dass man immer wieder Einblicke in die Gedanken von Fabio und Tommaso erhält.
Die Handlung spielt in der Südtiroler Theater-Szene und man bekommt gute Einblicke.
Besonders gut gefällt mir, dass zwei vermeintlich unzusammenhängende Morde plötzlich zu einem Strang verwebt werden. Und die beiden außergewöhnlichen Mordmethoden waren als eingefleischte Krimi- und Thriller-Leserin für mich total neu! Die Auflösung war authentisch und nachvollziehbar.
Leider sind in diesem Band die handelnden Personen nicht so detailliert vorgestellt worden. Wenn man einen oder mehrere Vorgänger Bände kennt, ist man sofort wieder drin; aber für Neueinsteiger stelle ich mir die "Eingewöhnung" etwas schwieriger vor.
Ralph Neubauer ist es wieder einmal sehr gut gelungen, die Orte der Handlung und die wunderschöne Südtiroler Landschaft lebendig werden zu lassen, sodass man sich direkt im Geschehen wähnt.
Im Anhang gibt es eine Literaturliste sowie hilfreiche Erläuterungen zum Polizeiwesen in Südtirol.
Die Polizei ist in Italien nämlich ganz anders aufgebaut als in Deutschland oder Österreich. Auch innerhalb des Buches gibt es für einzelne spezielle Begriffe immer wieder erklärende Fußnoten.
Das Cover zeigt - passend zum Inhalt - eine Freilichtbühne und passt optisch in die Südtirol-Krimi Reihe; und dass das "O" in "Südtirol" wie ein Fadenkreuz aussieht, ist pfiffig und lässt auf den ersten Blick einen Krimi erkennen!
Fazit:
Kurzweilig, spannend, humorvoll und mit viel Lokalkolorit: Ich wurde wieder sehr gut unterhalten und ins wunderschöne Südtirol entführt und vergebe dafür 4,5 Sterne.
Thriller ohne Thrill, langatmige Wiederholungen, unglaubwürdige Auflösung
Pfad der Lügen von Dawson Lucy
2,5 Sterne
Kurz zum Inhalt:
Sally wacht plötzlich in einem Taxi auf, an den Klippen von Cornwall. Über 200 Meilen von ihrem Zuhause entfernt, bekleidet nur mit einem Nachthemd, ohne Handy. Und nur mit 400 Pfund Bargeld - genau die Summe, um die Taxifahrt zu bezahlen. Und einem Abschiedsbrief.
Sie kann sich an die letzten 10 Stunden nicht mehr erinnern.
Doch niemand glaubt ihr, dass sie nicht Selbstmord begehen wollte, nicht mal ihr Ehemann Matthew und ihre Eltern.
Sally ist fest der Meinung, betäubt worden zu sein. Doch wer hat ihr das angetan? Und vor allem: warum?
Meine Meinung:
Der Schreibstil lässt sich wahnsinnig schnell und flüssig lesen, und ich war noch nie so schnell mit einem Buch fertig.
Allerdings fehlt diesem Thriller eindeutig der Thrill. Und wenn, dann fällt es in die Kategorie Psycho-Thriller. Jedoch mit so einer haarsträubenden Auflösung, dass man sich nur fragen kann: Was? Echt jetzt?
Auch werden viele Dinge ständig wiederholt, v.a. die Schlafprobleme von Söhnchen Theo. Und dass er nur 10 min. am Stück schläft. Und dass bittebitte niemand einen Pieps von sich geben soll, da Theo sonst wieder aufwacht.
Anfangs fand ich diese Familien- und die Eheprobleme von Sally und Matthew noch spannend zu lesen, man erhält einen Einblick in die Familie und einen Überblick, und kann sich als Mutter auch mit etlichen Dingen identifizieren. Aber das dies immer und immer wieder durchgekaut wird, ist mit der Zeit etwas langatmig.
Auch hat mich gestört, dass niemand Sally geglaubt hat, als sie immer wieder beteuert hat, dass sie sich nicht umbringen wollte. Nicht mal ihre Eltern!!
Nur die heftigen Streitereien und Sticheleien zwischen Sally und Kelly, ihrer zukünftigen Schwägerin, haben etwas Pepp in die Geschichte gebracht.
Und so eine haarsträubende Erklärung für die Tat ist mir noch nie untergekommen. Leider total unglaubwürdig und in meinen Augen konstruiert. Schade.
Fazit:
Thriller ohne Thrill, aber wahnsinnig schnell zu lesen. Hat nach einem guten Anfang leider nachgelassen, und eine total unglaubwürdige Auflösung, daher nur 2,5 Sterne.
Ein schräges Duo aus Wien ermittelt in der Steiermark
Der letzte Sterz von Günther Pfeifer
Kurz zum Inhalt:
Die Wiener Kriminalermittler Hawelka und Schierhuber (beide Josef), werden nach Stainz in der Weststeiermark abbeordert, um dort einen Mord aufzuklären.
Eine männliche Leiche wurde ausgeblutet, die Genitalien abgeschnitten und mit einem Betongemisch als Statue anstelle der Erzherzog-Johann-Statue aufgestellt.
Der Tote ist der im Ort unbeliebte Herwig Mitteregger, und die Ermittlungen gestalten sich schwierig, da die beiden Wiener in Stainz nicht sehr beliebt sind und keiner mir ihnen reden will.
Ist es ein persönlicher Racheakt? Oder hat es etwas mit dem vom Bauunternehmer Gautsch geplanten Erzherzog-Johann-Land zu tun?
Meine Meinung:
"Der letzte Sterz" ist der dritte Fall für die beiden Kommissare Hawelka und Schierhuber aus Wien. Die Geschichte ist jedoch in sich geschlossen und kann eigenständig gelesen werden. Alles Wichtige aus der Vergangenheit der beiden wird ausführlich genug beschrieben.
Der Schreibstil von Günther Pfeifer ist humorvoll zu lesen und strotzt nur so von Wortwitz, und man hat die beiden Ermittler, aber vor allem das "Auskunftsbüro" Herta Berlakovic, sofort ins Herz geschlossen.
Die Charaktereigenschaften der einzelnen Personen sind detailliert beschrieben, so dass man alle genau vor Augen hat.
Viel Lokalkolorit, der Einbau der Steirischen Sprache und Erklärungen in Form von Fußnoten machen die Geschichte lebendig.
Leider haben Hawelka und Schierhuber für meinen Geschmack zu wenig ermittelt und der Showdown am Schluss war mir zu viel von allem: zu viel Alkohol, zu viele Aggressionen, zu viele Schießereien. Ansonsten wurde ich sehr gut unterhalten und musste oft lachen, und die Auflösung war realistisch und nachvollziehbar!
Fazit:
Unterhaltsamer humorvoller Heimatkrimi mit viel Lokalkolorit, jedoch mit zu überzogenem Showdown. 4 Sterne von mir.
Eine außergewöhnliche Reise auf der Suche nach sich selbst
Das Rumpelding, seine kleinen, mutigen Freunde und die große, weite Welt von Leuze Julie
Kurz zum Inhalt:
Rumpelding ist das Haustier des Zauberers Zimmerling. Doch Zimmerling hat kaum Zeit für Rumpelding, weil er immer zaubern üben muss.
Eines Tages macht sich Rumpelding auf den Weg in die große, weite Welt, da Zimmerling nie Zeit für ihn hat und ihm nie zuhört, und deshalb auch nicht gesagt hat, ob es eigentlich noch andere Rumpeldinger auf der Welt gibt.
Rumpeldings bester Freund Oink, ein dunkelrosafarbenes (nicht pinkes!) Schweinchen mit einem niedlichen Sprachfehler, begleitet ihn.
Die beiden lernen viele neue Freunde kennen und erleben viele Abenteuer. Werden sie andere Rumpeldinger finden?
Meine Meinung:
Der Schreibstil ist kindgerecht, die Sprache ist leicht verständlich und die viele direkte Rede macht die Geschichte lebendig.
Meine Tochter wollte unbedingt wissen, was denn ein Rumpelding sei, und ich war auch sehr neugierig darauf, also mussten wir dieses Buch lesen!
Sehr witzig fanden wir Rumpeldings Lieblingsessen: Steine, die in seinem Magen rumpeln, und Staubmäuse! Die Auflösung am Ende hat uns beide sehr überrascht!
Aber am spannendsten war die Reise dorthin: Rumpelding lernt viele neue Freunde kennen; Oink wird mutig und wächst über sich hinaus; die Feengeschwister Kniffel und Riffel hatten immer super Rätsel, die meine Tochter mit großer Freude gelöst hat; dann gab es noch einen Vampir, der alle Namen verbuchstabselt hat; und böse Hexen, die geheult haben, als Rumpelding sie hübsch gezaubert hat; und noch Vieles mehr.
Den Kindern werden in diesem Buch viele Werte nähergebracht: Freundschaft, Hilfsbereitschaft, Zusammenhalt, Mut, nicht nach dem Äußeren von anderen zu urteilen, über seine Grenzen hinauszugehen. Und dass es nicht wichtig ist, woher man kommt, sondern wo man Zuhause ist und zu wem man gehört. Und dass es daheim doch immer am Schönsten ist!
Viele detaillierte farbige Illustrationen, manchmal sogar seitenfüllend, untermalen das Gelesene. Auf den tollen Bildern gibt es immer viel zu entdecken.
Das schöne fröhlich-bunte Cover zeigt das Rumpelding und alle seine Freunde, welche es auf der Reise in die große, weite Welt kennengelernt hat.
Fazit:
Ein niedliches Kinderbuch über ein Rumpelding, das auf der Suche nach anderen Rumpeldingern und somit nach sich selbst ist. Mit vielen wunderschönen bunten Bildern.
Perfekt recherchierter historischer (Kriminal-)Roman, der einen von der ersten Seite an in den Bann zieht
Das Rumpelding, seine kleinen, mutigen Freunde und die große, weite Welt von Leuze Julie
Kurz zum Inhalt:
Coblenz, 1822. Die junge Franziska ist verzweifelt. Ihr Bruder Christian ist in Haft und wartet auf die Verhandlung wegen Landesverrats, für das ihm die Todesstrafe droht. Er soll geheime Pläne des Baus der preußischen Feste Ehrenbreitstein an die Franzosen verkauft haben; immerhin war sein Vater Franzose, der im Jahr 1815 für Napoleon gekämpft hat.
Doch Franziska ist sicher: ihr Bruder ist unschuldig!
Nun heißt es, den wahren Täter zu finden. Dafür schleicht sie sich in den Haushalt Capitains von Rülow als Dienstmädchen ein, aus dessen Privaträumen die Pläne gestohlen wurden.
Leutnant Rudolph Harten, Offiziersingenieur und mit dem Bau der Feste betraut, soll seinerseits ebenfalls bzgl. des Verrats recherchieren.
Bald läuft ihm Franziska immer öfter über den Weg, und sie beteuert vehement die Unschuld ihres Bruders. Die beiden arbeiten schließlich zusammen und kommen sich dabei näher, als es für eine Halbfranzösin und einen Preußischen Offizier schicklich ist.
Kann der wahre Verräter gefunden und Christian gerettet werden?
Meine Meinung:
Maria Peters Sprache ist wundervoll bildhaft; die Protagonisten sind lebendig, und Coblenz und seine Umgebung sind so detailliert beschrieben, dass man das Gefühl hat, mitten in der Geschichte zu sein.
Auch die verschiedenen eingearbeiteten Dialekte machen die Geschichte authentisch und die damalige Gesetzgebung wurde rechtlich korrekt eingearbeitet.
Die Autorin hat die historischen Hintergründe und Details, auch wie weit der Bau der Feste Ehrenbreitstein zu dem Zeitpunkt fortgeschritten war, bzw. dass Burg Stolzenfels damals noch eine Ruine war, genauestens und mit viel Liebe zum Detail recherchiert.
Dieser historische Roman enthält auch eine Liebesgeschichte und einen Kriminalfall; die Auflösung gefällt mir sehr gut: authentisch und nicht kitschig.
Besonders betonen möchte ich die hilfreiche Karte des Rheingebiets und Coblenz zu Beginn des Romans; und das Verzeichnis der handelnden Personen, die Auflistung der historischen Persönlichkeiten sowie das Glossar am Ende.
Das Cover ist wunderschön; es zeigt Franziska vor dem Hintergrund der Feste Ehrenbreitstein und dem Rhein. Die Mode, die Farbgebung des Covers und natürlich die Schrift lassen sofort einen historischen Roman erkennen.
Fazit:
Von diesem genauestens recherchierten historischen Roman war ich einfach nur begeistert! Die bildhafte Schreibweise, der spannende Kriminalfall und die lebendigen Protagonisten fesseln von der ersten Seite an und lassen einen das Buch kaum mehr aus der Hand legen. Volle Leseempfehlung!
Fantasievolles Gespensterpony-Abenteuer
Gespensterponychaos, Band 01 von Müller Karin
Kurz zum Inhalt:
Mira Morgenschön zieht mit ihrem Vater und der Katze namens Frau Morgenschön in ein altes Gutshaus mit einem großen Garten, in dem viele Mirabellenbäume stehen. Der dortige Schuppen wäre ein perfekter Ort für ein Pony. Doch Papa ist - natürlich - dagegen. Er möchte lieber sein Labor im Schuppen einrichten.
Doch dann geschehen eigenartige Dinge. Statt Papas Werkzeug liegen plötzlich Karotten in der Werkzeugkiste? Und auch sonst passiert allerhand. - Es spukt!
Klar, dass sich Mira und Frau Morgenschön auf die Lauer legen, um das Gespenst zu fangen...
Meine Meinung:
"Spuk im Stall und überall" ist der Auftakt der Gespensterpony-Reihe.
Der Schreibstil ist flüssig und kindgerecht. Die Geschichte ist geheimnisvoll und spannend, und Frau Morgenschön und Mira sehen einen Schatten, den aber nur sie beide sehen können.
Es war sehr unterhaltsam, Miras Versuche zu beobachten, das Gespensterpony zu erwischen, und das daraus resultierende Chaos. Leider taucht das Gespensterpony dann tatsächlich erst im letzten Drittel auf, meine Tochter hätte es gerne schon früher gesehen. Aber die spannende Jagd nach dem Gespensterpony namens Belle ist sehr schön mitzuerleben!
Die Geschichte ist lebendig und witzig, v.a. die Szenen mit der neuen Haushälterin Frau Fiedler.
Viele tolle und detaillierte schwarz-weiß Illustrationen mit auffälligen roten Akzenten untermalen das Gelesene.
Das Cover in den eher dunkleren Blautönen passt perfekt zum Spuk-Titel. Natürlich sind auch Mira, Frau Morgenschön und das Gespensterpony Belle darauf abgebildet.
Fazit:
Eine fantasievolle und humorvolle Geschichte über das Mädchen Mira, das ein Gespensterpony namens Belle kennenlernt und sich somit der Traum vom eigenen Pony erfüllt. Die Geschichte hat sowohl meine Tochter als auch mich begeistert, und wir freuen uns schon auf das nächste Abenteuer!Eindeutige Leseempfehlung!
Täter, Opfer oder beides?
Zwischen Wahrheit und Lüge von James Grippando
Kurz zum Inhalt:
Isabelle Bornelli reist mit ihrem Mann Keith und ihrer Tochter Melany von Hongkong nach Miami, um Melany von einem Spezialisten operieren zu lassen, damit diese ihr Gehör wieder zurückerhält.
Doch auf dem Flughafen von Miami klicken für Isa die Handschellen wegen Mordverdachts.
Jack Swyteck, Strafverteidiger in Miami und Schulfreund von Keith, übernimmt Isas Fall.
Keith beteuert Isas Unschuld, doch warum weiß er nicht, wieso Isa vor etlichen Jahren überstürzt die USA verlassen hat? Und Isa hält so viele Informationen zurück, dass selbst Jack bald nicht mehr weiß: Ist sie Opfer oder Täter? Oder beides?
Meine Meinung:
Der Schreibstil von James Grippando liest sich flüssig und schnell, auch aufgrund der kurzen Kapitel.
Der Anwalt Jack Swyteck ist mir sehr sympathisch und lebendig gezeichnet; nur mit der Protagonistin Isa kam ich nicht gut zurecht, da sie viel zu viel verschwiegen hat, sodass man fast schon glaubte, sie lügt. Nie wusste man, woran man bei ihr ist.
Interessant beschrieben waren die Details zur Operation von Melany; und die Auflösung war nachvollziehbar und glaubwürdig.
Was mir leider so gar nicht zugesagt hat, ist das amerikanische Justizsystem. Ich hatte bis zum Schluss nicht begriffen, warum Isa wegen Anstiftung zum Mord angeklagt wurde; überhaupt als sich dann im Laufe der Verhandlung herausgestellt hat, dass das anfangs angeführte Motiv durch die Aussage des Hauptzeugen hinfällig wurde.
Das Cover passt sehr gut zu Titel und Inhalt; lässt der halb offene Vorhang nur die Hälfte (der Wahrheit) sehen, wie es bei Isas Fall war.
Fazit:
Leider konnte ich mit dem amerikanischen Justizsystem und den Gründen für die Anklage überhaupt nicht übereinstimmen; aber aufgrund der authentischen Protagonisten und der fesselnden Erzählweise vergebe ich 3,5 Sterne.
Tolle Fortsetzung des genialen Pony-Mädchen-Duos
Bulli & Lina - Ein Pony lernt reiten von Scheunemann Frauke; Szillat Antje
Kurz zum Inhalt:
Bulli, das ehemalige Turnierpony mit dem klingenden Namen Lord Royal Bullheimer, und das 11jährigen Mädchen Lina sind nun beste Freunde geworden.
Da ein Hofturnier ansteht, muss Lina endlich richtig reiten lernen. Und wer kann da ein besserer Lehrer sein als ein ehemaliges Turnierpony? Auch Lucas, der Sohn des Reiterhofes, hilft Lina, schnell eine gute Reiterin zu werden.
Doch es stellen sich einige Hindernisse in Bullis und Linas Weg: da sind die oberzickigen Pinke-Zwillinge, die alles tun, damit Lina das Turnier nicht gewinnt und die außerdem extrem eifersüchtig sind, da sie in Lucas verliebt sind.
Und dann verschwindet auch noch die Geldkassette von Oma Gertruds Verkaufsstand, und Lina wird verdächtigt.
Können Bulli und Lina den echten Bösewicht stellen?
Außerdem ist da noch der unglücklich verliebte Hengst Wally, dem Bulli natürlich auch zu seinem Glück verhelfen will. Wird er das alles schaffen?
Meine Meinung:
"Bulli und Lina - Ein Pony lernt reiten" ist die Fortsetzung von "Bulli und Lina - Ein Pony verliebt sich", ist jedoch in sich geschlossen und kann eigenständig gelesen werden. Wie sich Bulli & Lina gefunden und angefreundet haben, ist kurz und flüssig in die Geschichte integriert und ist stört auch jene nicht, die den ersten Band bereits kennen.
Es wird abwechselnd in Ich-Form aus Sicht von Lina bzw. Bulli erzählt. Der Schreibstil ist kindgerecht und total witzig!
Antje Szillat haucht Lina Leben ein und Frauke Scheunemann verleiht Bulli ihre Stimme. Beide Perspektiven sind humorvoll und fröhlich geschrieben und Bulli hat immer wieder tolle Ideen! Auch Lina hat sich entwickelt und ist eine richtige Tierfreundin.
Aber auch ernstere Themen, die im "echten Leben" vorkommen können, kommen zur Sprache und sind gut und kindgerecht in die Geschichte integriert (Arbeitslosigkeit, Mobbing, Neid und Eifersucht).
Eine spannende Krimanalgeschichte und viel Wissen um Ponys und Turniere runden die Geschichte toll ab.
Das Cover erinnert an Band 1 mit dem farbigen Hintergrund (diesmal in blau) und dem großen Hufeisen, in dem Lina, Bulli und Hund Karlchen abgebildet sind. Somit kann man es eindeutig der Reihe zuordnen und es hat großen Wiedererkennungswert.
Fazit:
Eine wirklich gelungene und geniale Fortsetzung der Reihe über Bulli & Lina, die nicht nur Mädchen begeistert!
Meine Tochter und ich lieben dieses süße Pony und das tolle Mädchen und freuen uns schon auf Band 3, der im Frühjahr 2019 erscheinen soll! 5 Sterne von uns!! Wühahawü!
Mord bei der "Bauerlorette"
Veilchens Show von Joe Fischler
Kurz zum Inhalt:
Bei der "Bauerlorette", einer TV-Kuppelshow, liegt plötzlich - live im TV - einer der männlichen Kandidaten tot im Bett neben der Bauerlorette.
Manfred Stolwerk, der Kollege von Ermittlerin Valerie "Veilchen" Mauser vom LKA Tirol, ist großer Fan dieser Show und vermutet sofort einen Kriminalfall.
Kurz darauf stirbt ein weiterer Kandidat beim Fallschirmspringen.
Um besser ermitteln zu können und direkt beim Geschehen dabei zu sein, dürfen Veilchen und Stolwerk bei den Dreharbeiten dabei sein, denn die Produzenten drehen fleißig weiter nach dem Motto "The Show must go on".
Doch wer ist der Täter? Einer der anderen Kandidaten, der die Million Preisgeld gewinnen will? Oder die Bauerlorette selbst, die durch die in die Höhe schießenden Einschaltquoten sogar in Deutschland Berühmtheit erlangt?
Meine Meinung:
"Veilchens Show" ist der 5. Teil um die Tiroler Ermittlerin Valerie "Veilchen" Mauser. Die Geschichte ist jedoch in sich geschlossen und kann eigenständig gelesen werden. Alles, was man über Veilchen aus den vorigen Fällen wissen muss, ist geschickt in die Geschichte integriert.
Der Schreibstil ist wieder flüssig und toll zu lesen, mit viel Witz, Humor und Lokalkolorit.
Das Teufelchen auf Valeries Schulter greift mal wieder sehr humorvoll in ihr Denken ein.
Für meinen Geschmack ist diesmal der Fall leider eher zu sehr in den Hintergrund geraten; der Fokus liegt auf Humor und skurrilen Situationen - ich fand schon echt witzig, wie hier diverse gängige TV-Formate auf die Schaufel genommen werden.
Was jedoch sehr zu denken aufgibt: es geht nicht um die Menschen in solchen Formaten. Der Rubel muss rollen, die Einschaltquoten müssen steigen, komme was wolle - "The Show must go on". Und so ist es sicher auch im realen Leben.
Es war aber richtig interessant, auch ein bisschen Einblicke in den TV-Dreh-Alltag zu bekommen.
Die Auflösung bzw. das Tatmotiv hat mich jetzt nicht so aus den Socken gehauen, allerdings hat es mich überrascht, denn ich hatte den Täter und das Motiv zu keiner Zeit auf dem Schirm.
Fazit:
Leider überwiegt diesmal der Klamauk und es ist für mich persönlich etwas zu wenig Krimi. Der Humor, die Einblicke in den TV-Drehalltag und die Anspielungen auf gängige TV-Formate haben mich jedoch gut unterhalten und ich vergebe 4 Sterne.









