Kunden em pfehlungen
Rezensionen von begine:
Französischer Stil
Die Chance ihres Lebens von Agnès Desarthe
Die französische Schriftstellerin Agnès
Desarthe beschreibt in ihrem Roman „Die Chance ihres Lebens“ das Leben einer Familie.
Hector, Sylvie und ihr 14jähriger Sohn Lester ziehen für einige Zeit von Paris in die USA. Hector hat dort eine Professur.
Sylvie erzählt in einem wahren Stakkato von ihren Emotionen und den Beobachtungen ihres Mannes und Sohnes.
Sie sind beide um die 60 Jahre alt, sie sind spät Eltern geworden.
Hector lebt sich gerne aus.
Lester fängt an etwas eigenartig zu werden. Er nennt sich plötzlich Absalom- Absalom.
die Autorin schreibt über das Älter werden in einer Partnerschaft. Dazu gehört viel Geduld und Liebe.
Der Schreibstil ist echt französisch. Eigentlich ist das nicht ganz mein Geschmack, aber Agnes Desarthes Art in dieser Roman gefällt mir.
Späte Erinnerung
Wohin die Schuld uns trägt von Regine Kölpin
Späte Erinnerung
„Wohin die Schuld uns trägt“ ist der erste Roman, den ich von der Schriftstellerin Regine Kölpin gelesn habe.
Der Roman hat eine historische Epoche und in der neuen Zeit ist es ein Krimi. Er hat eine vielschichtige Handlung
Tania Lewalder ist 78 Jahre alt, als sie einen Brief ihrer Mutter bekommt, die 1945 auf der Flucht von Topolno starb.
Als vierjährige erlebte sie den Tod ihrer Mutter und die Flucht mit ihrer Großmutter.
In Jever wird ein Toter entdeckt. Die Kommissarin Kenza Klausen ermittelt. Sie ist erst vor kurzem aufgestiegen und muss sich besonders mit einem Kollegen auseinander setzen.
Dann gibt es noch einen Mord an der Stiefmutter von Tania. Es zeigt sich das die Morde miteinander zu tun haben und ihren Ursprung in der Vergangenheit haben.
Regine Kölpin schreibt mit besonderer Erzählperspektive zwischen den beiden Epochen hin und her.
Der Roman ist stimmungsvoll und kurzweilig.
Ich gebe gerne eine Leseempfehlung.
Liebe bis über den Tod hinaus
Wo du nicht bist von Anke Gebert
Anke Gebert macht uns in ihrem Roman
„Wo du nicht bist“ mit dem Schicksal der Irma Weckmüller bekannt.
Im Klappentext stand, das Erich tot ist und Irma ihn heiraten will. Da dachte ich, das kann doch nicht stimmen. Aber das gibt es doch.
Irma war eine fleißige verantwortliche Frau. Nach dem Tod der Mutter kümmert sie sich um die Schwester Martha.
Die arbeitet als Hausgehilfin und wird von Hausherrn zum Sex gezwungen und wird schwanger.
So lernt Irma den Dr. Erich Bragenheim kennen. Die beiden verlieben sich ineinander.
Er ist Jude und der Nationalismus
verbietet die Heirat.
Nach dem Krieg sucht sie einen Anwalt, der ihr helfen soll, das sie Erichs Frau werden kann.
Anke Gebert zeigt diese besondere Liebe, trotz Problemen hält Irma an Erich fest.
Die Autorin beschreibt das alles bildhaft, glaubhaft und einfühlsam. Diese emotionale Geschichte geht auf eine wahre Begebenheit zurück.
Das Werk ist beeindruckend und lesenswert.
Teenager in Neapel
Das lügenhafte Leben der Erwachsenen von Elena Ferrante
Die Schriftstellerin Elena Ferrante wurde mit ihrer neapolitanischen Saga bekannt.
„Das lügenhafte Leben der Erwachsenen“ spielt in den 1990er Jahren in Neapel. Der Roman hat die bekannte Art der Saga.
Diesmal spielt der Roman in der Oberstadt, da leben die reicheren Menschen.
Die Geschichte wird von der 13jährogen Giovanna erzählt.
So erfährt man hautnah ihre Empfindungen.
Sie hört, das ihr Vater sagt, sie wäre wie ihre Tante Vittoria. Die wohnt in der Unterstadt, von da stammt auch ihr Vater, der hat sich heraufgearbeitet.
Giovanna beobachtet jetzt die Erwachsenen und ist erschüttert. Nichts ist mehr wie sie dachte.
Sie ist ein Teenager, der typischerweise rebelliert, sie macht Erfahrungen mit der Sexualität.
Die Autorin zeigt den Unterschied der Personen der Ober- und Unterschicht in Neapel, mit angenehmer Sprache.
Die Frauen von Hampton-Hall
Der Faden der Vergangenheit; . von Felicity Whitmore
Die Schriftstellerin Felicity Whitmore schwärmt für alte Häuser, denen sie gerne eine Geschichte gibt.
Der Faden der Vergangenheit, ist der 1. Teil der Hampton-Hall Trilogie
Der Roman spielt in zwei Ebenen, einmal 2017 8nd dann 1841. Zwischen den Personen zieht sich ein Faden.
Die neuernannte Staatsanwältin Melany Stewart bezieht ein altes Gemäuer, das sie geerbt hat.
Dort findet sie die Tagebücher ihrer Vorfahrin Lady Abigail.
Die Schicksale aller Figuren sind gut gelungen.
Die Autorin hat die beiden Zeiten nett gewebt. Es ist zwar vieles nicht ganz realistisch, aber für leichte Unterhaltung ist der Roman gut geeignet. Leicht aber nicht zu leicht.
Am Ende gibt es dann noch ein Ereignis und man möchte auch den 2. Teil lesen
Erschütternd Ahnenforschung
Ihr sollt wissen, dass wir noch da sind von Esther Safran Foer
Die Schriftstellerin Esther Safran Foer erzählt in dem Buch „Ihr sollt wissen, das wir noch da sind“ von ihrer Suche nach ihrer Familie.
Nachdem ihr Sohn seinen Roman , alles ist erleuchtet, keine Hinweise auf seinen Großvater gefunden hat und deshalb einen fiktiven Roman geschrieben hat.
, nimmt Esther die Sache selbst in die Hand.
Ihr Buch fängt erst etwas schwierig an, es sind viele Personen, und viel hin und her, zu verstehen.
Esther Safran Foer ist Jüdin. Sie wurde 1946 geboren, als sie 8 Jahre alt war, nimmt sich ihr Vater das Leben. Erst als sie 40 Jahre alt war, erfährt sie, das er schon mal verheiratet war und ein Kind hatte. Die Beiden wurden von den Nazis ermordet.
2009 macht sie sich auf die Suche in die Ukraine. Es ist erstaunlich, das sie doch noch einiges erfuhr. Diese Reise in die Heimat ihrer Eltern und die Grauen der Zeit, ist erschütternd. Das mag man sich nicht vorstellen.
Es ist gut, das die Autorin von ihrer Familie schreibt. Das sollt nie vergessen werden.
Interessant
Die Wahrheit über Metting von Tom Liehr
Von dem Schriftsteller Tom Liehr habe ich bis jetzt noch nichts gelesen, Durch Zufall bekam ich den Roman „Die Wahrheit über Metting“ in die Hände. Es werden viele interessante Themen behandelt.
Den Protagonisten Tom begleiten wir ab seinem 13. Lebensjahr. Seine Eltern betreiben ein Altersheim in der Kleinstadt Metting und leben dort auch.
Tom ist Legastheniker und in den 197ßer Jahren ist wird das noch nicht gefördert.
Seine Schulzeit ist deshalb schwierig und sein Freund wird als Zigeuner betitelt. Das die beiden Außenseiter sind ist schon schlimm, aber die Lehrer sind grenzwertig.
Mit 18 Jahren verlässt er das Elternhaus und es geht 30 Jahre später weiter. Jetzt ist meine Sympathie gesunken. Es ist gemein, sich so lange nicht mehr bei seinen Eltern zu melden. Er wusste da ja nicht einmal ob sie noch leben.
Tom Liehr ist ein guter Erzähler, der bei jeder Situation den richtigen Ton trifft.
Die Geschichte hat mich gut unterhalten und der Autor hat einen neuen Leser gefunden.
Die Gouvernante
Teatime mit Lilibet von Holden Wendy
„Teatime mit Lilibet“ ist ein Roman von der britischen Schriftstellerin Wendy Holden.
Wie sie selber sagt, sammelt sie alle Aufzeichnungen des britischen Königshaus.
Das ist wohl ein britisches Phänomen.
Ich hatte gedacht, das dieser Roman leicht und locker ist, aber weit gefehlt.
Der Roman behandelt das Leben der Lehrerin und Gouvernante Marion Crawford.
Sie wollte eigentlich die Kinder aus den Slums Edinburghs unterrichten. 1932 wurde sie von einer Lehrerin und ihrer Mutter zu einer Stelle beim Prinz Albert an zu nehmen. Sie unterrichtet dann 16 Jahre lang die Prinzessinnen Elisabeth und Margaret.
Sonst hat Marion Pech mit den Männern, sie hätte gerne eigene Kinder gehabt.
Ich kann verstehen, wie enttäuscht sie von der späteren Königin und ihrer Schwester so schnell vergessen wurde. Sie war eben doch nur eine Bedienstete.
Da die Autorin die Aufzeichnungen Marions gefunden hat, denke ich mal, das die Geschichte über die beiden zumeist stimmen, wenn sie sie vielleicht auch etwas ausgeschmückt hat. Es war nett zu lesen, wie es bei Hofe zugeht.
2mal 8 Tage mit Elisabeth
Mr. Crane von Andreas Kollender
Der Schriftsteller Andreas Kollender erweckt in seinen Romanen historische Person zum Leben.
„Mr. Crane“ erzählt die Geschichte des amerikanischen Schriftsteller und Kriegsberichterstatters Stephen Crane.
Im Jahre 1900 kam er wegen seiner Tuberkuloseerkrankung in ein Sanatorium in Badenweiler.
Er wird von der Krankenschwester Elisabeth gepflegt.
Dann geht es 14 Jahre kurz nach Kriegsbeginn weiter. Als der schwerverwundet Patient Fischer ein Buch von Crane liest, da kommen ihre Erinnerungen hoch. Und wir erfahren von dessen Aufenthalt.
Es werden jeweils die Emotionen von 8 Tagen fiktiv erzählt.
Elisabeth hat von einem Unfall Narben auf der linken Wange. Inzwischen ist sie Oberschwester. Crane berichtet im Fieber sein bisheriges Leben. Für Elisabeth ist er ein besonderer Mann, sie hat alle Romane von ihm.
Der Roman ist nicht immer so leicht zu lesen, man muss schon etwas intensiver bei der Sache bleiben. Aber es lohnt sich.
Der Autor hat es gut verstanden uns den bekannten Stephen Crane, der von 1871 bis 1900 lebte nahe zu bringen.
Der Roman ist spannend und unterhaltend.
Fulminantes Epos
Es war einmal in Italien von Luca Di Fulvio
Der italienische Schriftsteller Luca Di Fulvio schreibt tragisch schön. Es geht immer um arme Kinder. Seit ich den ersten Roman von ihm gelesen habe, muss ich seine neuen Romane lesen.
Der Roman „Es war einmal in Italien“ beginnt 1870 und zeigt erst mal den üblen Zustand der Waisenhäuser.
Der 16jährige Pietro wird von einer Gräfin adoptiert.
Dann geht es zu Marta, die in einem Zirkus lebt. Sie beobachtet, wie die Zirkusleute ein kleines verwahrlostes Mädchen mitnehmen.
Pietros Adoptivmutter verliert ihr Geld und sie flieht mit ihm nach Rom. Sie ist in großer Gefahr.
Die beiden Protagonisten treffen sich in Rom.
Der Autor zeigt auch das Grausame der Gesellschaft. Er versteht es besonders gut das Ganze besonders bildhaft darzustellen. Er lässt die Politik einfließen und stellt alles real dar und es geht zum Kampf um Rom.
Dieser Roman hat es in sich und ist dem Autor wieder gut gelungen.
Ich war wieder begeistert von diesem genialen
Roman.











