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Rezensionen von begine:
Belarussische Schikanen
Die Jagd von Sasha Filipenko
Der belarussische Schriftsteller Sasha Filipenko war mit seinem Roman „Die Jagd“ in Russland für den Big Booker Award und dem russischen Booker Preis nominiert.
Jetzt lebt er mit seiner Familie in Deutschland.
Der Autor bringt uns mit großem Ausdruck die belarussische Politik nahe. In dem Roman erkennt man vieles, was man in den Nachrichten von der Lage des Landes für seine Bewohner erfährt.
In dem Roman erlebt man mit, wie einem Journalisten, und seiner Familie. das Leben vermiest wird. Was die Obrigkeit sich einfallen lässt ist grausam. Der Journalist zeigt sich beharrlich, aber er hat keine Chance.
Sasha Filipenko ist ein großartiger Schriftsteller, der die politischen Dinge ehrlich zur Sprache bringt. Für die Obrigkeit ist er da wohl auch unbequem.
Er kennt das Regime, deshalb ist seine Sichtweise nachvollziehbar.
Der Roman ist ein Leseerlebnis, das ich gerne weiter empfehle.
Triester historischer Krimi
Ein Giro in Triest von Christian Klinger
Der Schriftsteller Christian Klinger hat seine Romane in Triest angelegt.
„Ein Giro in Triest“ ist der zweite Roman, den ich von ihm gelesen habe.
Es ist der Beginn einer historischen Serie mit dem Inspektor Gaetano Lamprecht. So richtig warm werde ich mit ihm nicht, dieses ewige Gezwirbel seines Bartes nervt mich.
Gut zu der Zeit gehrt zu einem Mann auch ein prächtiger Bart.
Gerade ist das österreichische Prinzenpaar ermordet worden und die Gerüchteküche kocht über.
Dann werde die Särge gestohlen.
Gaetano Lamprecht ermittelt und wie.
Er begibt sich in sehr gefährliches Fahrwasser.
Der Autor erzählt mit bildgewaltiger Stimme diese angespannte Atmosphäre.
Interessant sind die neuen Erfindungen, die toll ins Bild fallen.
So sehe ich den Inspektor auf dem Fahrrad durch die Gegend strampeln.
Obwohl ich nicht alles richtig nachvollziehen kann ist es doch eine interessante Geschichte.
Einfach gut
Chopinhof-Blues von Anna Silber
Die junge Schriftstellerin Anna Silber
hat mit ihrem Debütroman „Chopinhof-Blues“ eine wunderbare Geschichte geschrieben.
Erst wunderte mich der Titel, bis ich erfuhr, das es eine Straße in Wien ist.
Es gibt viele ungeklärte Geschehnisse, verwundete Gefühle und Verletzlichkeiten.
Der Roman geht zwischen Berlin und Wien hin und her.
Die unterschiedlichen Persönlichkeiten der Figuren sind perfekt getroffen.
Esra ist Krisenjournalistin. Nach einem Einsatz in Honduras braucht sie lange um alles zu verarbeiten.
Die Geschwister Katja und Tilo erleben eine schwere Kindheit, durch die psychischen Erkrankung der Mutter und sind im Heim aufgewachsen.
Adam uns seine Frau Anika, sind aus Budapest nach Wien gekommen. Seine Frau will keine Kinder.
Adams Freund Daniel hat einen kleinen Sohn, in dem Adam seine Wünsche besonders sieht.
Es ist interessant, wie sich die Personen dann treffen.
Die Autorin bezaubert durch ihren jungen Stil.
Historisch
Vegetarianer von Felix Kucher
Von dem Autor Felix Kucher habe ich, Sie haben mich nicht gekriegt, gelesen. Darum wollte ich auch den neuen Roman „Vegetarianer“ lesen.
Er schreibt darin über den Maler Karl Wilhelm Diefembach der von 1851 191 lebte und der für den Vegetarismus, FKK und Freie Partner plädiert. Der Sprachstil ist überzeugend und mitreißend.
Trotzdem muss ich mich über den Maler immer wieder aufregen. Er lebt nach seiner Art, ist aber gegen die Frauen unmöglich. Zum Lebensunterhalt dürfen sie beitragen, aber sonst werden sie klein gehalten.
Als die Eine an Schwangerschaftsbeschwerden leidet, macht er auch einen auf krank und fährt zur Kur.
Einige seiner Ansichten kann ich ja noch verstehen, aber andere sind mir unzumutbar.
Mich interessieren Geschichten realer Personen nicht so sehr. Dann sehe ich deren Verhalten noch echter.
Der Schreibstil des Autors gefällt mir gut.
Seinen nächsten Roman lese ich bestimmt.
Krakau 1939
Das verschlossene Zimmer von Rachel Givney
Die Australische Schriftstellerin und Drehbuchautorin Rachel Givney hat ihren Roman „Das verschlossene Zimmer“ besonders anschaulich und besonders geschrieben.
Nach dem Titel dachte ich an leichte historische Lektüre.
Ich wurde angenehm überrascht. Die Zeit zwischen den Kriegen hat die Autorin wunderbar gestaltet.
Die 17jähruge Marie lebt mit ihrem Vater dem Arzt Dominik Karski 1939 in Krakau.
Sie würde gerne Arzt werden, aber das ist damals in Polen noch nicht möglich.
Ihr Vater macht von ihrer Mutter ein Geheimnis. Er sagt, sie hätte ihn verlassen. Sie wusste noch nicht einmal den Namen der Mutter. Der Vater schließt sein Zimmer immer ab, das macht Marie neugierig.
Von Dominik Karski wissen wir , das er ein Geheimnis hütet und er hat Angst vor Entdeckung.
Dann kommt eine Zeit von 1922 in nach Lemberg. Das ist alles grandios geschildert.
Dieser Roman hat mich total gefesselt.
Die Liebe siegt
Flüchtiges Glück von Ulla Mothes
„Flüchtiges Glück“ von der Schriftstellerin Ulla Mothes zeigt eine
fiktive Familie, die präzise und mitreißend geschildert wird.
Es sind Familien die aus der DDR stammen. Der Roman in dem es viele Enttäuschungen gibt, Lügen und Intrigen. Aber dann gewinnt die Liebe.
Mila kennt ihren Vater nicht.
Ihre Mutter sagt, sie wisse es nicht. Aber Mila gibt nicht auf.
Ihre Großeltern waren mit der Nachbarfamilie befreundet. Mit deren Sohn war die Mutter befreundet.
Aber dann kam zu einem großen Unglück. Durch die Machenschaften des Regimes kommt es zum Zwist.
Die Autorin ist in der DDR aufgewachsen und weiß aus erster Hand wie es da zuging.
Sie hat den Roman mit guter Sprache geschrieben , so ist man von der Geschichte gefesselt.
Das 16. Jahrhundert
Ich, Ellyn von Nell Leyshon
„Ich, Flyn“ ist ein neuer Roman der Schriftstellerin Nell Leyshon. Von ihr durfte ich schon Die Farbe von Milch l genießen. Da war dieser Roman ein muss.
Dieses Mal geht es ins ländliche England um 1573. Die Sprache ist erst etwas gewohnheits bedürftig. Die junge Ellyn wird ein wenig einfältig dargestellt.
Aber mit ihrer Entwicklung ändert sich der Sril.
Die Frauen habennicht viel zu melden. Sie sund für die Arbeit und das Kinderkriegen gut. Allerdings ist es nicht so wirklich lange her, als sich das änderte.
Die Autorin hat wieder interesssantes Werk geschaffen, das auch noch gut unterhält.
Dichtung und Wahrheit
Kaiserstuhl von Brigitte Glaser
Die Schriftstellerin Brigitte Glaser wohnt an der Deutsch- französischen Grenze und da sind auch ihre Romane angesiedelt.
In ihren Romanen sind immer politische Tatsachen und fiktive Protagonisten dabei.
Der Roman „Kaiserstuhl“ zeigt die Zeit von 1962, als sich Konrad Adenauer und Charles de Gaulle sich treffen und für ein friedliches Miteinander kämpfen.
Die Figuren um zu sind Brigitte Glaser besonders gut gelungen. Da gibt es wieder besonders interessante Charaktere.
Paul, Henny, Kätte und Kaspar sind besonders gut intrigiert.
Da gibt es Liebe, Betrug, Verschweigen und Misstrauen, dann kommt noch einiges aus dem Weltkrieg dazu.
Die Schicksale sind eindrucksvoll.
Ich habe schon einige Roman von der Autorin gelesen. Von Kaiserstuhl bin ich total begeistert, das war bis jetzt der Beste Roman. Da stehen meine Erwartungen für die nächsten Roman hoch.
Herz-Schmerz-Lektüre
Bis zum Mond und zurück von Dani Atkins
Die britische Schriftstellerin Dani Atkins schreibt dramatische Romane mit großen Gefühlen.
„Bis zum Mond und zurück“ ist ein berührender Roman. Bei einem Zugunglück wird das Glück einer kleinen Familie zerstört.
In der grü0ten Trauer um seine Frau, muss Alex über die Organspende nachdenken.
Da ist Molly, die ein neues Herz braucht. Es ist bestimmt nicht leicht, auf den Tot eines Menschen zu hoffen, um zu überleben.
Das Thema Spenderorgane ist hier besonders eindringlich beschrieben. Ob es sinnvoll ist, wenn die Familie weiß, wer die Empfänger sind, wage ich zu bezweifeln.
Der Roman ist mir etwas zu melodramatisch, ist aber gut unter haltbar.
Gelungener Krimi
Vertrauen von Dror Mishani
Der israelitische Kriminalschriftsteller Dror Mishani hat mit dem Roman
„Vertrauen“ den 4.Teil für Avi Avraham. Für mich war es der 2. Fall, den ich gelesen habe.
Hier gibt es zwei verschiedene Fälle.
In einem Hotel wird ein Gast vermisst, der sich angeblich erledigt hat, abe Avi Avraham bleibt dran und ermittelt.
In einem Krankenhaus in Tel Aviv wird ein Säugling ausgesetzt. Zwar weiß man schnell, wer es ausgesetzt hat, aber es gibt viele falsche Aussagen.
Avi Avraham ist mit seiner Laufbahn nicht so zufrieden, es gibt zu viele Bagatellfälle.
Es ist interessant dieVerdachtsmomente des Mossad zu erfahren. Gegen die zu sein, kann gefährlich werden.
Beide Fälle bringen Avi Avraham auch noch nach Paris.
Tel Aviv ist eine interessante Stadt.
Der Autor lässt die Geschichte spannend werden. Sein Schreibstil gefällt mit gut, so mag ich Krimis.











