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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Daffodil:

Morde in München

Kant und das Leben nach dem Tod von Marcel Häußler

Nachdem Antonia mit ihrem Uralt-Kastenwagen von Portugal nach München gefahren ist, wird das Auto mangels TÜV beschlagnahmt. Wohin jetzt ohne Geld und Schlafmöglichkeit?
In der Umgebung von München tauchen Leichenteile auf. Wer hat den Toten gekannt! Wer hat ihn ermordet und warum? Reichtümer hatte er nie besessen.

Mühsam gefundene Hinweise führen ins Nichts. Hauptkommissar Kant ermittelt wieder. Seine Mannschaft hilft nach Kräften. Alles besondere, gut gezeichnete Charaktere . Engagiert und akribisch werden Spuren untersucht. Ganz langsam erhärtet sich ein schrecklicher Verdacht. Nur: wie passen Antonia, ihr Großvater und seine Lebensgefährtin ins Bild?
Marcel Häußler schreibt gekonnt, gut zu lesen und spannend. Die Figuren werden gut vorstellbar beschrieben, die jeweilige Atmosphäre nachvollziehbar geschildert.
Der Spannungsbogen wird konstant gehalten, entstanden ist damit ein unterhaltsamer, aber auch erschreckender Krimi.

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Spannender Thriller

Der Mentor von Svenja Diel

Fallanalytikerin Nora Winter und der Heidelberger Kommissar Jakob Krohn müssen bei der Aufklärung einer brutalen Mordserie zusammenarbeiten. Beides sind Alpha-Tiere und haben sehr unterschiedliche Vorstellungen über die Vorgehensweise. Svenja Diehl hat erreicht, dass Nora sehr schnell sehr unsympathisch wirkt.

Erste Spuren ergeben Unglaubliches.
Die Ermittler geben ihr Bestes und gehen vielen Ansätzen nach. Trotz persönlicher Schwierigkeiten arbeiten sie zielstrebig und engagiert. Auch externe Hilfe wird herangezogen. Geheimnisvolles wird enthüllt. Soll wirklich eine bizarre Loge wiederbelebt werden? Die Motivation bleibt ein wenig nebulös.
All das ist packend erzählt, besonders prickelnd sind die Einblendungen Beteiligter.
Geschickt wird der Spannungsbogen gehalten, zieht sich durch den ganzen Thriller.
4 Sterne!

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Atalanta und die Argonauten

Atalanta von Jennifer Saint

Von einem enttäuschten Vater im Wald ausgesetzt wird Atalanta von einer Bärin angenommen und genährt. Göttin Artemis und ihre Waldnymphen ziehen sie später auf. Ihr wird nicht nur beigebracht, zu überleben, sondern auch die Natur kennen und lieben zu lernen. Als amazonenhafte Jägerin, mutig, klug und stark geworden wird sie von der Göttin auf das Schiff der Argonauten geschickt und soll dort deren Ruhm mehren.

Dazu und zur Suche nach dem Goldenen Vlies ist Atalanta mehr als bereit. Auch dazu, weiterhin allen Männern abzuschwören.
Die griechische Götter- und Sagenwelt wird häufig herangezogen, Atalanta mittendrin. Eine abenteuerliche Reise beginnt, Aufregung und Konflikte gibt es reichlich.
All das wird weitschweifig erzählt, der Stil ist blumig-schwülstig, nicht wirklich meins. Und das, obwohl ich Mythologie immer spannend und unterhaltsam fand. Hier nur ansatzweise.

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Checker Tobi

Kocht mit Checker Tobi - Meine Lieblingsgerichte, Mitmach-Checks und Checker-Fragen rund ums Essen von Tobias Krell; Gregor Eisenbeiß

Die Altersempfehlung ab 7 geht auf keinen Fall! Welches Kind in dem Alter mag Rinderrouladen oder Römertopflasagne kochen? Das Buch ist eher für größere Kinder konzipiert, für die aber ist es abwechslungsreich und informativ. Es liegt ziemlich schwer in der Hand, enthält viele Fotos und nützliche Tipps.

Allerdings kommt es recht textlastig daher.
In 10 Kapiteln geht es um Basics, Tobis Lieblingsrezepte, Gewürze, internationale Küche. Passt. Zusatzinfos wie Pflanzengifte, Reisterassen, Glasnudelbestandteile, Anbaumethoden u.ä. hätten wir für 7-jährige nicht erwartet oder gebraucht.
Gut gefallen haben uns die Rezepte für Pausenbrote oder das für Kartoffelsuppe mit Käsefüßen. Auch Bratapfel mit Vanillesauce ist akzeptiert und leicht nachzumachen.
Bedauerlicherweise haben sich Rechtschreib- und grammatikalische Fehler eingeschlichen.
Der Titel „Kocht …“ ist irreführend, „Rund um Checker Tobi und alles zum Thema Küche“ hätte besser gepasst.

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Wenn Hunde fliegen können

Das Vampirtier und die Sache mit den Tomaten von Lotte Schweizer

Eins mal vorweg: Emmas Vater ist ein enttäuschender Vater. Er hat so gar keinen Sinn für Emmas Wünsche! Aber ein Dreier- Hochbett bekommt er hin. Allerdings hat auch er seine Schwachstellen, die die plötzlich drei Kinder geschickt auszunutzen verstehen. Jedoch ist der heiß ersehnte und nachts gelieferte Hund dann doch ein wenig merkwürdig.

Er liebt Tomaten! Aber das haben diese Fludel wohl so an sich.
Es beginnt ein fantastisches Abenteuer. Autorin Lotte Schweizer hat eine sehr spannende und spukige Geschichte mit einigen Überraschungen geschrieben. Wer vermutet schon einen ungruseligen Grafen Dracula im Städtchen? Und: fällt Halloween wirklich aus?
Nicht nur Kindern macht die Erzählung großen Spaß. Ein bisschen Grusel, ein wenig Märchen, eine Prise Erziehung - ein unterhaltsames Kinderbuch für Siebenjährige oder Ältere.

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Blick zurück

Taubenschlag von Dennis Jürgensen

Blick zurück
Drei Leichen werden nach über vierzig Jahren in einem bislang unerforschten Berliner Tunnel gefunden. Wie und warum gelangte die kleine Familie dorthin? 
Ältere Menschen werden in Norddeutschland grausam gefoltert und ermordet. Wieso? 
Ein deutscher Kommissar und eine dänische Ermittlerin  sollen die Morde aufklären.

Es gibt keine offensichtlichen Zusammenhänge, auch für die toten Tauben, die die Opfer in den Händen halten, gibt es keine Erklärung.
Engagiert und zielstrebig ermitteln Lykke Teit und Rudi Lehmann. Die Spuren führen weit in die Vergangenheit ... . 
Dennis Jürgensen hat einen spannenden, wenn auch manchmal verworrenen Krimi verfasst, bei dem es unter anderem in Wildwest- Manier zugeht. Ein packender Showdown beendet das unterhaltsame Leseabenteuer. 
Spannendes aus dem Verlag Kiepenheuer und Witsch.

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Gerechtigkeit

Mord im Christmas Express von Alexandra Benedict

Mitten in der Weihnachtsnacht, mitten in einem Zug: Schreckliches geschieht! Eine bunte Gesellschaft will doch bloß nach Fort Williams, will doch bloß eine entspannte Zugfahrt genießen, und dann das! Verschiedenste Charaktere werden vorgestellt, es gibt die Bekannte, die Direkte, die Zickigen, den Stinker usw.

Eine unheilvolle Vorahnung von etwas Bösem liegt in der Luft.
Alexandra Benedict verleiht ihren Figuren Charakter. Einige mag man sofort, andere so gar nicht. Jeder hat sein Schicksal, kämpft mit Problemen. Und fast alle wissen nicht, was auf sie zukommt.
Sehr spannend beschrieben. Der Druck, unter dem die Passagiere stehen, wird nachvollziehbar geschildert.

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Gedanken einer Flucht

Die Kinder des Don Arrigo von Ivan Sciapeconi

Sehr anschaulich und sogar poetisch beschreibt der Ich-Erzähler seine ersten Jahre, seine Eltern, seinen Bruder Sami. Ein zufriedenes Leben in Berlin-Charlottenburg. 
Bis der jüdische Vater abgeholt und Natan allein auf „Reise“ geht.
Diese Reise rettet sein Leben. Sie ist gefahrvoll, kompliziert, es geht über viele Stationen, das Ende ist ungewiss, aber stets ist da die Hoffnung, dass es weitergeht, sich Jemand kümmert.

Die Kinder und Jugendlichen haben Glück und viele Helfer. Aber ein tief sitzendes Misstrauen, Rachsucht, große Angst und Wut bleiben. Vor allem Wut auf die, die anders hätten handeln sollen. 
Ivan Sciapeconi beschreibt sehr gut, vorstellbar. Er fängt Stimmungen ein, beschreibt die Gefühle ausführlich, schildert minutiös die Etappen der Flucht. 
Helfer werden bewusst namentlich genannt, sie alle und ihre Taten, ihr Mut und das Risiko, das sie eingingen, sollen nicht vergessen werden. Ein ehrenvolles Gedenken an die Gerechten der Völker. 

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Vereinfachte Variante

Der geheime Garten von Calista Brill

Schon in der Originalfassung wurde „The Secret Garden“ von vielen Kindern gern gelesen. 1911 schrieb Frances Hodgson Burnett den Kinder- und Jugendbuch Klassiker. Nun gibt es ihn in einer Neufassung. Wunderschöne Illustrationen von Adelina Lirius und leuchtende Farben faszinieren. Niedliche und phantasievolle Zeichnungen ergänzen die Geschichte um die 10jährige Mary.

Verstört und einsam kommt sie zu ihrem Onkel in England in ein altes Schloss mit einem wunderbaren, aber versteckt liegendem Garten. Was dort geschieht, wen sie trifft und wie sie und ihr Bekannter durch den geheimen Garten ihr Leben verändern, wird in einer kurzen Geschichte in einfachen Worten erzählt. Ein Buch über Freundschaft, Hilfsbereitschaft und den wohltuenden Einfluss der Natur.
Im Vergleich zum Original bedauernswerter Weise von Calista Brill stark gekürzt. Weder der anfänglich schwierige Charakter der verwöhnten Kinder noch die Geheimnisse und Wunder des Gartens werden deutlich. Verschenkte Möglichkeiten.

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Gegen Kinderlähmung

Die Formel der Hoffnung von Lynn Cullen

1940 und noch viele Jahre später haben alle Eltern Angst um ihre Kinder. Die unheilbare, ansteckende Krankheit Kinderlähmung geht um. Dorothy Horstmann will heilen. Allerdings ist allein schon das Medizinstudium in einer Männerwelt schwer, ebenso wie eine Anstellung zu finden. Respektiert zu werden ist nahezu unmöglich.

Dorothy kämpft und forscht unermüdlich, ordnet sich unter, arbeitet weit unter ihrem Niveau, wird nicht anerkannt. Überhaupt zeichnet Lynn Cullen das Bild von Wissenschaftlern, die sich gegenseitig Forschungsergebnisse stehlen, oft unfaire Konkurrenten sind. Und kluge Ärztinnen gern Kaffee servieren lassen. Frustrierend.
Dr. Dorothy Horstmann gibt nicht auf. Sie arbeitet unter Einsatz ihres Lebens gegen das Virus, bei kranken Kindern und im Labor. Das Leid der Kranken und deren Mütter wird mitfühlend beschrieben. Nicht leicht zu lesen.
Ein interessanter Roman über die langwierige und komplizierte Entwicklung eines Impfstoffes gegen Kinderlähmung.

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