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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Daffodil:

Generationen

Der Schacherzähler von Judith Pinnow

Ob der alte Mann, die alleinerziehende Barista oder der in der Schule als schwierig geltende Junge, sie alle finden einen anerkannten Platz in der wunderbaren Erzählung von Judith Pinnow. Gefühlvoll beschreibt sie deren verschiedenen Welten, Emotionen, Ansichten. Trotz einiger Eigenheiten hat sie Verständnis für die Sorgen ihrer Protagonisten, beobachtet genau und erzählt detailliert, wie ihre Figuren die Welt erleben.

Die Gedanken von Janne werden so geschildert, wie Kinder denken. Seine lebhafte Phantasie ist bewundernswert. Oldmanns Gedanken sind altersentsprechend ein wenig resigniert, kritisch aber wohlüberlegt und vorausschauend. Malu dagegen sorgt sich um ihren Sohn, scheut sich aber auch nicht vor der Konfrontation mit Ungerechtigkeiten und setzt sich für andere ein.
Entstanden ist eine gefühlvolle und berührende Geschichte, optimistisch und auf jeden Fall lesenswert.

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Mord auf der Insel

Schneesturm von Tríona Walsh

Cara, Inselpolizistin auf Inishmore, möchte bei einer Gedenk- und Wiedersehensparty für ihren verunfallten Mann eine gute Zeit mit ihren langjährigen Freundenhaben. Es kommt schnell zu Unstimmigkeiten. Ein Mord wird gemeldet, die Stimmung schlägt um. Hilfe ist nicht zu erwarten, die Insel ist wegen eines Schneesturmes von der Außenwelt abgeschnitten.

Wer also hat die Tat begangen?
Triona Walsh beschreibt die aufwändige Spurensuche spannend. Der Leser tappt lange Zeit im Dunklen. Cara sammelt viele Puzzleteile, bekommt eine Ahnung. Aber ob die stimmt? Offenbar hat sie sich in vielen Personen getäuscht. Irgendwie hat jeder ein dunkles Geheimnis. Anscheinend sogar die Tote … .
Packender Thriller in unheimlicher Atmosphäre, mit überraschendem Ausgang, ausgesprochen gut zu lesen.
Herausgegeben vom S. Fischer Verlag.

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Abenteuer mit Pinguin

Einstein, der kleine Pinguin von Iona Rangeley

Kinder lieben Tiere, den beiden jungen Londonern hat es bei einem Zoobesuch ein kleiner Pinguin angetan. Als die Mutter eine nicht ernst gemeinte Einladung ausspricht, geschieht etwas Wunderbares: der Pinguin kommt tatsächlich zu ihnen nach Hause! Da er im Zoo nicht vermisst wird, darf er bleiben.
Iona Rangeley hat eine wunderbare kindgerechte Geschichte um die Erlebnisse des Pinguins Einstein geschrieben.

Es macht Spaß, die Familie in ihrem Alltag mit dem Kleinen zu beobachten. Und was für tolle Erlebnisse sie schildert! Einstein darf sogar mit in die Schule kommen! Aber sein eigentliches Ansinnen ist etwas ganz anderes.
Phantasievoll, abenteuerlich und lustig nimmt sie den Leser mit auf eine unterhaltsame Reise.
Katja Gehrmann hat das hübsche Buch mit schönen bunten Illustrationen versehen, so können kleine Kinder der Geschichte akustisch und optisch leicht folgen.
Leseempfehlung für Kinder ab sechs und natürlich auch für Ältere.

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Leben in Hamburg um 1911

Die Hafenärztin. Ein Leben für die Hoffnung der Menschen von Henrike Engel

Leben in Hamburg um 1911
Herbst 1911, die Szenerie ist bekannt: Ärztin Anne kümmert sich um die Ärmsten, besonders um Frauen und Kinder. Ihr Vater wird vielfältiger Verbrechen angeklagt, ist sich aber sicher, ungeschoren davonzukommen.
Helene beschäftigt sich mit Seelenforschung, möchte studieren.

Und Berthold heiraten. Der möchte das auch, hat aber enorm viele Kriminalfälle zu lösen.
Rauschgiftfälle, Mord und dubiose Machenschaften wollen aufgeklärt werden.
Henrike Engel hat einen gefühlvollen Roman über das Leben der Frauen im Hamburg der Kaiserzeit geschrieben. Ihre Heldinnen sind starke und mutige Frauen, deren Lebensgeschichten sehr unterschiedlich sind. Die Männer sind ebenfalls sehr verschieden, von sympathisch bis abstoßend und machohaft sind alle vertreten. Nicht zu vergessen sind die bemerkenswerten Ansichten der damaligen Zeit zu Heroin, dass zunächst als probates Heilmittel sogar gegen Husten ärztlich verordnet wurde.
Gut zu lesen, interessante Lektüre mit einigen Längen.

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Ein besonderer Eiswagen

Das kleine Geschenkemobil im Winterglück von Lilac Mills

Wenn die Menschen im Seniorenheim nicht in die Geschäfte kommen, kommen die Geschäfte eben zu ihnen. So denkt Seren und baut einen Eiswagen in einen rollenden Geschenkeladen um. Das Altenheim ansonsten ist perfekt, zu perfekt, um wahr zu sein. Zumal dort und anderswo manchmal noch ein ganz bestimmter junger Mann anzutreffen ist.

Eine nette, herzwärmende Geschichte mit meist netten Personen (naja, die Chefin mal ausgenommen) und rein „zufälligen“ Geschehnissen. Missverständnisse und Enttäuschungen, Glück und Liebe - ob sich alles findet?
Passt ganz gut in die Vorweihnachtszeit.

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Phantastische Geschichten

Der Spurenfinder von Marc-Uwe Kling; Johanna Kling; Luise Kling

Der berühmte Spurenleser Elos ist im öden Friedhofen gelandet. Seine beiden Kinder auch. Wie langweilig! Bis ein Mord geschieht. Sohn Naru vermutet, dass ein wildes Tier mit Axtklauen der Übeltäter war. Nicht nur bei den Kindern blühen wilde Theorien auf.
Die Namen sind sehr kreativ, der Stil ist teilweise recht witzig.

Einige Szenen sind phantasievoll und unterhaltsam. Die Sprache ist mitunter sehr direkt.
Illustriert wurde das Buch mit grauen Bleistiftzeichnungen. Von Naru gemalt?
Egal, die Handlung schreitet rasant voran, es gibt viele Abenteuer und bizarre Situationen. Überraschende Wendungen, skurrile Personen und aufregende Absurditäten halten den Erzählbogen konstant spannend.
Marc Uwe Kling und seine beiden Töchter haben ihrer Phantasie freien Lauf gelassen, Unterhaltsames ist dabei entstanden. Ein ganz anderer Stil und ein neuartiges Lesevergnügen.

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Besonnen mutig sein

Dieses schöne Leben von Mikki Brammer

Die Ich- Erzählerin hasst Überraschungen. Neue Nachbarn in ihrem New Yorker Wohnhaus verstören sie. In Rückblenden erzählt sie vom frühen Tod ihrer Eltern und ihrem Aufwachsen beim Großvater. Kontakte meidet sie, aber ihre Aufgabe als Sterbe- Doula nimmt sie sehr ernst.
Was eine Sterbe- Doula ist, wusste ich bisher nicht.

Mikki Brammer erklärt, beschreibt und lebt diesen Beruf. Ich empfinde große Hochachtung und Anerkennung für diese schwere Arbeit, dieser Aufgabe gewachsen zu sein erfordert viel Einsatz.
Clover lässt den Leser an ihrer Kindheit und Jugend teilhaben. Einsam, Routinen liebend, hat sie wenig Anerkennung oder Liebe nach dem Tod ihres Opas erfahren. Sie ist sehr bedürftig in dieser Beziehung, merkt nicht, wenn sie ausgenutzt wird.
Sachlich werden ihre Hoffnungen, Erwartungen und Enttäuschungen geschildert. Dass das nicht ihr eigenes Leben bestimmen kann, merkt sie. Aber ob sie es ändern kann?
Das macht diesen Roman sehr realistisch, lebendig, mitnehmend.
Sehr gelungen.

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Mord und Spiritismus

Die geheime Gesellschaft von Sarah Penner

Spannend geht es los, in wissenschaftlich anmutenden Séancen sollen Morde aufgeklärt werden können. Leider werden ständig neue „Nebenbeis“ eingeschoben und das, was wirklich interessiert, wird hinausgezögert. Übler Schriftstellertrick.
Es gilt Morde aufzuklären und sowohl Verräter als auch Betrüger zu entlarven.

Verschiedene Liebesbeziehungen spielen eine Rolle, aber wirklich Aufregendes oder Unterhaltsames findet erst einmal nicht statt.
Dann werden das erfolgreiche Medium Vaudeline und ihre skeptische Gehilfin nach London eingeladen. Einen Mord sollen sie auch hier aufklären, inmitten einer bisher erfolglosen Männergesellschaft.
Über die gesellschaftlichen Gepflogenheiten in London um 1873 erfährt man Einiges. Herrenklubs, Séancen, spiritistische Sitzungen werden beschrieben. Ungewöhnlich, aber kreativ agieren die Damen.
Ein interessantes Thema, welches in diesem im Viktorianischen Zeitalter angesiedelten Roman von Sarah Penner ausführlich dargelegt wird.

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Ärztinnen

Die Töchter der Ärztin von Helene Sommerfeld

Wieder begegnen wir den überaus sympathischen und engagierten Frauen, die aus den Vorgängerbänden schon bekannt sind. Große Veränderungen stehen bevor, ehrgeizige Pläne werden geschmiedet. Dass nicht alles auf Anhieb gelingt, hält die Frauen nicht auf.
Das Autorenduo Helene Sommerfeld hat wieder einen sehr unterhaltsamen und spannenden Roman geschrieben.

Sympathische Protagonisten treffen auf machtbesessene Familienmitglieder, nicht alle kommen miteinander aus. Alles wird vor dem Hintergrund des aufziehenden Faschismus beschrieben, zeitgeschichtliche Ereignisse und politische Meinungen sind geschickt einbezogen.
Auch berühmte Personen der Endzwanziger treten auf, viele erkennt man wieder. Natürlich geht es um Filmgeschichte und unterschiedliche Verhältnisse in Amerika, natürlich auch um die Liebe, alles lebendig und lesenswert beschrieben.
Gelungen!

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Gefühle

Monster von Nele Neuhaus

Ein junges Mädchen wird ermordet. Rätselhafte Todes- und Vermisstenfälle in Hofheim häufen sich.
Oliver von Bodenstein, Erster Kriminalhauptkommissar am K11 und Kollegin Pia Sander, Kriminalhauptkommissarin, ermitteln erneut. Kriminaldiektorin Nicola Engel macht Druck, die Öffentlichkeit will natürlich schnell den Schuldigen finden.

Nele Neuhaus gibt ungeschönt die Realität in unserem Land wieder: junge Männer, die sich kriminell verhalten, werden mit Samthandschuhen angefasst. Richter und Staatsanwälte sind schon lange an ihre Grenzen geraten und werden von der Politik nicht unterstützt. Skrupellose Rechtsanwälte sorgen für Strafverschonung. Dann taucht eine Wahrsagerin auf und bringt die Polizei auf eine wichtige Spur. Hat sie wohl schon öfter getan. Ach, so arbeiten die dort?
Spannung durchzieht den ganzen Krimi, unbequeme Wahrheiten kommen ans Licht.
Ein sehr außergewöhnlicher Thriller, der auch Auswirkungen auf Mitbetroffene offen nennt.
Ein Thriller, der aufregt und polarisieren wird.

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