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Persönliche Lese- tipps

Markus Renk empfiehlt:

Das Verschwinden der Stephanie Mailer

Das Verschwinden der Stephanie Mailer Roman. Gebunden. von Dicker Joël

Bereits seit seinem ersten Buch "Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert" bin ich ein großer Fan von Joël Dicker. Er versteht es meisterlich die Abgründe der sogenannten besseren Gesellschaft aufzuzeigen. Ein idyllischer Badeort in den Hamptons wird durch ein schreckliches Verbrechen erschüttert.

Jahrzehnte später gibt es Zweifel an der Schuld des Täters. Raffiniert zieht uns Joël Dicker in ein Netzt aus Intrigen. Joël Dicker ist zurück!

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empfiehlt:

Der wilde Detektiv

Der wilde Detektiv von Jonathan Lethem

Ein Tycoon wird Präsident. Und tagsdarauf stirbt ein Poet. Ein Mädchen verschwindet. Eine Freundin macht sich auf die Suche, engagiert einen Detektiv. Die Ermittlung verläuft sich im „waste land“ Kaliforniens. Die Sonne brennt. Es brodelt. „Der wilde Detektiv“ ist „hard-boiled“. Und überdreht.

Absolut undurchsichtig und unnachahmlich gescheit. Der Irrsinn feiert Urstände. Ein Staat kollabiert. Vereinigte Staaten kollabieren. „Die ganz normale beschissene Wirklichkeit“. Mit „Der wilde Detektiv“ lässt Lethem Dampf ab. Literatur als Ventil. Befreiende Lektüre in besch…eidenen Zeiten.

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Der Stotterer

Der Stotterer von Charles Lewinsky

Eigentlich müsste er einem leid tun, säße er nicht im Gefängnis, da er mit Briefen alte Damen um ihr Geld betrog. Denn Stärckle stottert, ein störungsfreier Satz kam nie über seine Lippen. Folglich schreibt er, anfänglich Aufsätze für den Klassenschläger, später Manipulatives, Hochstaplerisches & Kriminelles.

Auch in Haft schreibt er: An den Pfarrer, Tagebuch, schriftstellerische Fingerübungen, an den Verleger, vor allem aber sein Leben neu und um. Dichtung & Wahrheit, sprachlich virtuos – eine literarische Wohltat.

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empfiehlt:

Drei Frauen

Drei Frauen von Dacia Maraini

Drei Frauen, drei Leben, drei Sichtweisen – ein Haushalt. Großmutter Gesuina küsst bevorzugt junge Männer und zeichnet ihre Gedanken auf Band auf. Tochter Maria übersetzt Klassiker, tagträumt und schreibt lange Briefe. Enkelin Lori revoltiert gegen alles, führt Tagebuch und lässt sich vom Freund ihrer Mutter schwängern.

Damit ist das Drama angerichtet. Der Roman „Drei Frauen“ von Dacia Maraini liest sich fluffig-leicht, trägt einem die Protagonistinnen ins Herz – und streut, fast unbemerkt, viel Lebensweisheit drüber.

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Eine Odyssee. Mein Vater, ein Epos und ich

Eine Odyssee von Daniel Mendelsohn

„Nur wenige Söhne sind wahrlich gleich ihrem Vater, meistens sind sie schlechter und nur wenige besser“, zitiert der Autor mehrmals aus Homers Odyssee, anhand der David Mendelsohn von seiner eigenen Reise zu seinem Vater hin berichtet – von der gemeinsamen Vorlesung an der Universität, die das berühmte Epos behandelt, über eine gemeinsame Schiffsreise zu den geschichtsträchtigen Schauplätzen bis hin zur Erkenntnis, dass man als Sohn den Vater immer weniger kennt als der einen selbst.

Berührend.

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Lazarus

Lazarus von Kepler Lars

Der 7. Band von Schwedens Krimi Ehepaar Ahndoril, bekannt unter dem Pseudonym Lars Kepler. Joona Linna und auch sonst alle in Schweden denken, dass Jurek Walter tot im Fluss landete. Diverse Morde in ganz Europa und vor allem der abgetrennte Kopf von Linnas toter Ehefrau deuten auf das genaue Gegenteil hin.

Grausig und spannend taucht der Leser erneut ab in die Abgründe des Serienmörders.

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Robert Renk empfiehlt:

firma

firma von Klaus Merz

Jedes Buch von Klaus Merz ist ein komprimiertes Stück Glück. Diesmal erzählt er Lebensgeschichte an Hand der Geschichte einer Firma. Weltgeschehen, wie Prager Frühling, Mauerfall, Finanzkrise oder Fußballweltmeisterschaft gespiegelt im Mikrokosmos eine Firma. „Ein Buch, das die Grundfragen unserer Existenz und unserer Gegenwartpoetisch verdichtet und Klaus Merz als einen zeigt, der in der Verletzlichkeit die menschliche Stärke sieht.

" Meint Katja Gasser vom ORF. Wie recht sie hat!

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Die Aussprache

Die Aussprache von Miriam Toews Monika Baark

Acht Frauen einer streng gläubigen Mennoniten-Gemeinde in Kanada planen den Aufstand. Gegen Männer. Vergewaltiger, zum Teil aus den eigenen Familien-Clans. Nichtstun, bleiben und kämpfen, gehen: Wofür werden sie sich entscheiden? Miriam Toews, preisgekrönte kanadische Autorin Mitte 50, lässt die Protagonistinnen in ihrem fulminanten Roman-Kammerstück ebenso naiv wie gewitzt zu Wort kommen.

Women talking - so der Originaltitel - ist ein lysistratischer hochkomisch-philosophischer Wurf!

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Wir die wir jung sind

Wir, die wir jung sind von Preti Taneja

Ein spannendes Epos über eine moderne Familien- und Firmendynastie in Indien vor dem Hintergrund „König Lears“. Taneja transferiert die Geschichte des mächtigen alten Mannes, der sein Erbe verteilt, in eine Welt, in der Armut und gigantischer Reichtum wie nirgendwo sonst nebeneinander existieren.

In dem gefeierten Romandebüt lässt die Tochter indischer Migranten ihre Arbeit als Menschenrechtsaktivistin genauso einfließen wie ihre Studien in englischer Literatur und Kreativem Schreiben.

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Die geheimen Leben der Schneiderin

Die geheimen Leben der Schneiderin von Waldis Angelika

Im Nähatelier gibt sich Schneiderin Jolie ihren Tagträumen hin und notiert ihre geheimsten Gedanken in ihr Auftragsbuch. Der Verlust ihres Bruders Franz, der mit 17 von einem Badeausflug nicht mehr zurückkehrte, überschattet ihr Dasein. Für ihrer Eltern organisiert sie ein Fest, erträgt aber das Schweigen der Familie nicht länger.

Jolie begibt sich auf die Suche nach dem Verborgenen und wagt den Sprung in eine Unterwelt. Könnte Franz vielleicht noch am Leben sein? Angelika Waldis schreibt, wie sich ein warmer Sommerregen anfühlt.

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