Persönliche Lese- tipps
Maria Leitner empfiehlt:
Die Karte der zerbrochenen Träume
Die Karte der zerbrochenen Träume von Joukhadar Jennifer Zeynab
Nach dem Tod ihres Vaters geht Nour mit ihrer Familie zurück in das Heimatland ihrer Eltern: Syrien. Doch nur wenig später müssen sie bereits vor den Schrecken des Krieges fliehen. Auf der Suche nach einem sicheren Ort wird Nour von Geschichten begleitet - den Abenteuern von Rawiya, die im 12. Jahrhundert als Lehrling des Kartographen al-Idrisi die Welt bereiste.
Die Geschichten geben Nour Kraft für ihre Suche nach einer neuen Heimat. Malerisch, erschreckend, wunderbar und unsagbar traurig.
Markus Renk empfiehlt:
Magisterium von Holly Black und Cassandra Clare
Magisterium - Der kupferne Handschuh von Clare Cassandra; Black Holly
Wenn sich zwei befreundete Bestsellerautorinnen zusammentun um gemeinsam eine Jungendbuchserie zu schreiben, dann sind dies schon mal gute Voraussetzungen und ein Lesevergnügen ist schon fast garantiert. Holly Black hat mit den „Chroniken der Unterwelt“ eine der meistgelesene Jugendbuchreihen der letzten Jahre geschaffen und Cassandra Clare wurde durch die „Spiderwick-Geheimnisse“ bekannt.
Gemeinsam entführen sie die Leser ihrer neuen Serie „Magisterium“ in das Reich der Magie, der Zauberer und der Fabelwesen. „Der kupferne Handschuh“ ist bereits das zweite Abenteuer rund um Callum, Tamara und Aaron, die nicht nur die Prüfungen in der Schule der Magier bestehen müssen, sondern mehr und mehr auch ihr eigenes Schicksal kennenlernen. So wie beim ersten Band, dessen überraschendes Ende viel Freude auf den zweiten Band aufkommen ließ, hält auch der zweite Band jede Menge unerwartete Wendungen für die Leserinnen und Leser bereit.
Ab 11 Jahren.
Markus Renk empfiehlt:
Der Sturm – William Shakespeare
Der Sturm /The Tempest (Shakespeare Gesamtausgabe, Band 7) - zweisprachige Ausgabe von William Shakespeare
Die Namen der vielen Figuren haben bei mir im Kopf wahrlich einen Sturm verursacht: Alonso, Ariel, Caliban, Prospero, Ferdinand, Antonio usw. Immer wieder musste ich während der Lektüre auf die Personenaufstellung am Anfang des Buches zurückgreifen. Prospero – der verstoßene König von Neapel, nein Herzog von Mailand, war für mich klar, Ariel der Luftgeist auch, Miranda als einzige (noch lebende) Frau und Tochter des Prospero natürlich auch, doch bei der restlichen gestrandeten Schiffsbesatzung war Schluss.
Im Grunde geht es in der Geschichte darum, dass Prospero sich an seinem Bruder rächt, sein Schiff (sicher) verunglückt und auf der Insel strandet wo nun Propero der Herrscher ist mit zwei Untertanen und seiner Tochter. Diese verliebt sich natürlich in Ferdinand, den Sohn des Königs von Neapel – auf den ersten Blick versteht sich. Und Ariel der Luftgeist, inszeniert gekonnt die (vorgespielte) Katastrophe in der Hoffnung Prospero ließe ihn frei. Traurig wenn selbst ein Luftgeist mit Zauberkräften nicht frei sein kann, weil er eine Schuld zu begleichen hat. Bis zum Schluss steht er in den Diensten Prosperos, auch nach mehrmaligen Versprechen ihn endlich von seiner Pflicht zu befreien. Ein paar Tücken später endet die Geschichte auch schon indem Prospero seinem Bruder vergibt und ihm seinen Sohn zusammen mit Miranda zeigt, die daraufhin „O Wunder! Wieviel feine Geschöpfe gibt es hier! Wie schön ist das menschliche Geschlecht! O schöne neue Welt, die solche Leute hat!“ ausruft. Für mich die interessanteste Stelle, da ich nun auch weis woher Aldous Huxley den Titel seines Werkes hat.
Markus Renk empfiehlt:
Zwei Herren am Strand von Michael Köhlmeier
Zwei Herren am Strand von Michael Köhlmeier
Zwei der schillerndsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts, beide im Rampenlicht der Öffentlichkeit. Der eine für seine Stärke, der andere für seinen Humor bewundert. Beide verbindet die Tatsache, dass sie immer wieder von schweren Depressionen heimgesucht werden. Dies lässt eine tiefe Freundschaft entstehen.
Michael Köhlmeier gelingt ein gefühlvoller Einblick in das Leben von Winston Churchill und Charlie Chaplin, beide waren wohl noch nie so menschlich! Ein großartiges Zeitzeugnis.
Maria Leitner empfiehlt:
Kinder des Nebels
Kinder des Nebels von Brandon Sanderson
Das genialste Magie-System aller Zeiten!
Ein roter Himmel, plötzliche Ascheregen, unnatürlicher Nebel bei Nacht und ständige Unterdrückung – In dieser brutalen Welt tritt Vin dem Widerstand bei. Unter dem charismatischen Rebellenführer Kelsier lernt sie, ihre magischen Fähigkeiten einzusetzen, um den unsterblichen Lord Ruler zu stürzen.
Sandersons Allomantik ist wohl das brillanteste, durchdachteste Magie-System, das mir je untergekommen ist! Die sogenannten Nebelinge können mittels unterschiedlicher Metalle unterschiedliche Dinge bewirken. Nur einige wenige, die Nebelgeborenen, haben die Macht, alle 10 Metalle einzusetzen. So kompliziert es anfangs klingen mag, mithilfe dieses komplexen Magie-Systems erschafft Sanderson Actionszenen, wie man sie sonst nirgendwo findet.
Insgesamt eine unglaubliche Trilogie voller Überraschungen!
Maria Leitner empfiehlt:
Vier Farben der Magie
Vier Farben der Magie von V. E. Schwab
Das rote London ist wohlhabend und friedlich. Das graue London ist öde und von der Magie verlassen. Das weiße London ist brutal, karg und gefährlich. Das schwarze London hat sich selbst verschlungen. Kell ist ein Antari, ein Botschafter (und ein Schmuggler), der zwischen den vier Welten herumspringen kann.
Lila Bard ist eine Diebin aus dem grauen London, die in Kell endlich ihr Ticket in ein großes Abenteuer findet Doch als Kell versehentlich ein gefährliches Artefakt von einem London ins nächste schmuggelt, müssen die beiden plötzlich nicht nur um das eigene Überleben, sondern um das einer ganzen Welt kämpfen..
Eine spannende Geschichte, großartige Settings und vielfältige, komplexe Charaktere!
Maria Leitner empfiehlt:
Brennen muss Salem
Brennen muss Salem Roman. Kartoniert. von King Stephen
Stephen King + Dracula = genialer Horror! Der Autor Ben Mears kehrt nach 25 Jahren zurück nach Jerusalem’s Lot, um dort an seinem nächsten Buch zu arbeiten. Allerdings passieren in der Kleinstadt vermehrt seltsame Dinge, die Ben bald in ihren Bann ziehen. Brennen muss Salem klingt zunächst nicht wirklich nach etwas Besonderem – Stephen King-Romane, in denen ein Schriftsteller in einer Kleinstadt in Maine Seltsames bemerkt, gibt es schließlich einige.
Doch in keinem anderen seiner Bücher hat mich die Atmosphäre dermaßen in den Bann gezogen. „Brennen muss Salem“ vereint Kings Fähigkeit, Unbehagen langsam in Furcht umzuwandeln mit dem zeitlosen Horror einer Monster-Ikone. Wer seit den Vampir-Lovestories der frühen 2000er glaubt, Vampire nicht mehr ernstnehmen zu können, sollte sich definitiv an „Brennen muss Salem“ versuchen!
Maria Leitner empfiehlt:
Vicious
Vicious von V. E. Schwab
As college students, Victor Vale and Eli Ever are best friends. Both are intelligent, arrogant and aspire to become more. An opportunity to do just that arises when they discover a connection between near-death-experiences and extraordinary abilities and decide to test their theories on themselves. Ten years later, Victor and Eli are no longer friends.
One just spent ten years in prison while the other has turned into something of a serial killer. Both are extraordinary and dangerous and out to find each other again. Schwab’s writing style is incredibly cinematic, meaning that reading this book feels like watching a movie. The dialogue is on point, descriptions are kept to a minimum and the scenes and POVs flow together seamlessly. An amazing, action-packed novel which questions the superhero/villain dynamic.
Maria Leitner empfiehlt:
This Savage Song
This Savage Song von V. E. Schwab
In Verity, human violence breeds monsters. Because of this, the metropolis is split in two – there are those who want to save lives and those who have enough money to pay themselves to safety. Kate and August come from opposite sides of the city. She’s the daughter of rich and powerful Callum Harker, he’s the son of peacemaker Henry Flynn.
She’s a human who wants to be monstrous, he’s a monster who wants to be human. Thrown together as enemies, they soon need to figure out how work together to stop the war that is brewing over Verity. Schwab excels at writing complex characters into imaginative settings. I was especially fascinated by the idea that atrocities committed by humans leave behind physical evidence in form of monsters. This intriguing concept combined with the gritty, urban setting of Verity makes for an altogether dark and gripping story.
Maria Leitner empfiehlt:
Sommer wie Winter
Sommer wie Winter Roman von Taschler Judith W.
Alexander Sommer wächst als Pflegekind bei der Familie Winter auf. Obwohl er wie seine Pflegegeschwister auf dem Hof und im Hotel der Söldner Bauernfamilie mithelfen muss, gehört er trotzdem nie so ganz dazu. Als Alexander eines Tages herausfindet, dass seine leibliche Mutter vielleicht gar nicht tot ist, beginnt er, Fragen zu stellen…
Sommer wie Winter spielt auf unglaublich spannende Art mit unterschiedlichen Perspektiven.
Das Buch besteht beinahe nur aus Monologen in Form von transkribierten Therapiesitzungen. Durch diese Erzählform werden die unterschiedlichen Ansichten vieler Figuren eingebracht und gegenübergestellt, auch wenn der Fokus klar auf Alexander liegt. Durch die Erinnerungen der einzelnen Familienmitglieder wird nach und nach aufgedeckt, was es wirklich mit dem Verschwinden von Alexanders Mutter auf sich hat.
Sommer wie Winter ist gleichermaßen ein einfühlsames Drama und ein spannender Krimi - packend von Anfang bis Ende!











