Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Marry:
Faszinierend
Astrologica von Suki Ferguson
Das Cover zeigt deutlich, um was es in diesem Buch geht. Es lassen sich bereits einige Sternzeichen, Sternbilder sowie Planeten erkennen. Suki Ferguson nimmt uns mit auf eine spannende Reise in die Vergangenheit. Die Schönheit des Universums wurde in diesem Buch genauso wunderschön illustriert.
Jede Seite ist ein absoluter Hingucker, großartig! Außerdem wirken dank des großen Formats die Bilder noch besser und die Texte lassen sich super lesen. Am interessantesten fanden wir natürlich die Mythen des tropischen Tierkreises. In klaren Nächten versuchen wir nun die Sternbilder am Himmel zu entdecken. Aber auch die dazugehörigen 12 Sagen sind super spannend. Ob man sich nur für Sternzeichen interessiert, das Sonnensystem oder Astrologie, hier wird jeder fündig. Wir hatten viel Freude mit dem Buch und lieben es nach wie vor darin zu blättern, weshalb es von uns eine klare Empfehlung gibt!
Rezensionen von ikatzhorse2005:
Anhalten und kurz mal nachdenken, was man wirklich will
Einatmen. Ausatmen. von Maxim Leo
Einatmen Ausatmen ein Roman von Maxim Leo (Kiepenheuer & Witsch)
Später konnte sie sich nicht mehr an jede Einzelheit erinnern, was aber nicht schlimm war, weil ein Gefühl übrig blieb, das warm und beruhigend war und alles andere überstrahlte. Dieses Gefühl war wichtiger als jede Erinnerung.
Es war das, was immer bleiben würde, was sie von nun an mit ihrer Familie verband. S. 116
Maxim Leo hat einen modernen Roman geschrieben, der in die heutige Zeit passt. Marlene Buchholz ist das Aushängeschild einer erfolgreichen, zielstrebigen Generation. Eine Managerin, die sich nach außen unnahbar gibt und sozial eine Niete ist. Ihr gegenüber steht Alex Grow, der sich seinerseits gefühlsbetont, wissend und einfühlsam verkauft. Doch sein Nervenkostüm ist alles andere als stabil. Er steckt fest, mitten im Leben und in seiner Acadamy im Brandenburger Schloss, mit der er nicht weiß, wie es weitergehen soll. Bei seinem Achtsamkeitstraining gibt er sich souverän, doch sein Inneres spricht Bände.
Das klingt nach einem vielversprechendem Plot mit guten Aussichten auf ein Happy End. Weit gefehlt. Hier wird diskutiert, interpretiert und nach der Sinnhaftigkeit des Daseins gesucht. Dabei gehen die Hauptcharaktere abenteuerliche Konstellationen ein und wundersame Nebensächlichkeiten spielen plötzlich eine tragende Rolle. Der zumeist lustige Text mit einem Hang zum Tiefsinnigen driftet in Klischees und Fantasien ab. Interessant, wenn man sich darauf einlässt. Mir hat der Roman trotzdem gefallen. Der gewöhnt flüssige, detailreiche und anschauliche Schreibstil des Autors unterstreichen meinen Eindruck. Die Erzählung lebt von den facettenreichen Figuren, die unbekannte Seiten an sich entdecken. Die Frage nach dem Sinn des Lebens und die Reflektion der eigenen Lebensweise steht hier im Mittelpunkt. Denn für Veränderungen ist es nie zu spät. Diese Erkenntnis gewährt uns der Autor bei der Beleuchtung ernstzunehmender Themen. Nachdenklich, humorvoll und etwas absurd, aber es ist trotzdem eine schöne Geschichte! Gute Unterhaltung, kurzweilig erzählt.
Rezensionen von Daggy:
Ein ernstes Thema wird spannend und mit Leichtigkeit erzählt
Fische sind scheiße von Christian Linker
Till lebt seit dem Tod seiner Oma mit seinem süchtigen Vater zusammen. Zum Glück gibt es Flocke, eine riesigen Irischen Wolfshund, denn trotz seiner 11 Jahre gut versorgt. Doch dann fällt sein Vater ins Koma und Tills Welt wird eine andere. Er kommt in eine Wohngruppe für Jugendliche und Pawel, mit dem er ein Zimmer teilt, erweist sich als guter Freund.
Doch Flocke kann nicht dort wohnen und muss ins Tierheim. Als Till ihn dort besuchen will, erfährt er, dass Flocke vermittelt wurde. Für Till bricht eine Welt zusammen, er wütet und kann sich kaum beruhigen. Um seinen Hund zurück zubekommen machen sich Pawel und Till auf einen Roadtrip an die Holländische Küste. Eine spannende Zeit für die beiden, die beinahe schlimm endet.
Erfindungsreich schlagen sich die beiden Jungen nach Holland durch und lernen sich dabei sehr gut kennen. So einen guten Freund wie Pawel hatte Finn noch nie. So sind die beiden sehr zufrieden mit der Unterbringung in der Wohngruppe, die Erzieherinnen und Erzieher sind sehr engagierte Menschen, die in den Jugendlichen das Individuum sehen.
Ein spannendes Buch, dass uns Einblicke in das Leben Jugendlicher gibt, die nicht in ihren Familien leben können.
Rezensionen von Daggy:
Kein einfacher Stoff, aber gut zu lesen
Narbenmädchen von Lilly Bogenberger
Die 15 jähre Lara landet, weil sie sich immer wieder ritzt in einer Kurklinik für verhaltensauffällige Jugendliche. Natürlich hat sie auch hier Rasierklingen eingeschmuggelt, doch dann blutet sie so sehr, dass sie in eine Notaufnahme muss und ihr von Seiten der Leitung der Klinik gedroht wird, dass sie, sollte noch einmal auffallen, in eine Psychiatrische Klinik eingewiesen wird.
Im Laufe der Geschichte lernen wir einige der anderen Jugendlichen und ihre erschreckenden Schicksale kennen. Der so gemütlich wirkende Neo hat schon einige Selbstmordversuche hinter sich und der zarte Finn betäubt sich mit Haschisch. Die Gruppentherapie nervt und überhaupt fühlen sich die Jugendlichen nicht von den Therapeuten verstanden. Sie finden, ihnen wir nicht, wie erwartet geholfen. So kommt es, dann am Ende, nach vielen Abstürzen die drei Freunde sich selbst therapieren.
Ich fand das Lesen dieses Buchen schon belastend, es gab viele Abgründe, in die ich hineingeblickt habe. Deshalb möchte ich das Buch auch nur unter dem Vorbehalt empfehlen, dass die Lesenden psychisch stabil sind oder zumindest ihre Gedanken mit anderen teilen.
Der Schreibstil, der die Geschichte aus Sicht der Lara erzählt ist sehr gut zu lesen und es ist immer wieder spannend, wie sich alles entwickelt.
Rezensionen von Daggy:
Sachbuch mit zarten Bildern
Der Schmetterling von Kirsten Hall
Auf dem Cover sehen wir den Schmetterling, dessen kurzes Leben in diesem Sachbilderbuch beschrieben wird.
Zarte Planzen sind zu sehen und man muss schon genau hinschauen, um das kleine Stück Schmetterlingsflügel zu entdecken. Doch dann sehen wir ihn in seiner ganzen Pracht auf einem grelle gelbgrünen Hintergrund.
Dies Schmetterlingsdame legt ihr Ei auf der nächsten Seite auf ein Blatt und wir können die Entwicklung zur Raupe beobachten. Schon bald wird sie größer und dicker und sucht dann nach einem Ort, an dem sie sich verpuppen kann. So hängt sie sich an einen Ast und wir sehen alles Stadien, die sie durchläuft, um als Schmetterling wegflattern zu können. So macht der wunderschöne Schmetterling sich auf Nektar zu finden und selbst Eier zu legen. Erst danach trifft unser Schmetterling auf ein zweites Exemplar und die beiden tanzen und wirbeln im Liebesrausch durch die Blumen. Da stimmt doch etwas mit der Reihenfolge nicht. Dann auch danach legt sie wieder Eier und dann können wir viele Schmetterlinge bewundern und die Bilder sind sehr eindrucksvoll gezeichnet.
Der gereimte Text erzählt uns vom Leben der Schmetterlinge und die genauen Illustrationen zeigen und die Entwicklung und die Schönheit diese zarten Tiere. Ein sehr informatives Sachbuch mit zarten Bildern, dass naturinteressierte Kinder sicher immer wieder anschauen werden.
Rezensionen von Daggy:
Entweder...oder
Schluss. Aus. Basta! von Nina Wehrle
Das Format dieses Bilderbuches ist schon besonders, es kommt ganz schmal und hoch daher und zeigt drei Hunde und oben im Baum ein Eichhörnchen.
Da sitzen die drei Hunde hintereinander und fordern das Eichhörnchen, das auf einem Ast relaxt, auf mit ihnen zu spielen. Während es sich zwei der Hunde am Boden gemütlich machen, streckt sich einer am Stamm hoch, „Jetzt komm schon…“ Dann machen zwei Hunde ein Würstchen, was sicher alle Kinder erfreuen wird, und versuchen damit das Eichhörnchen zu zwingen herunterzukommen.
Jetzt ist das Eichhörnchen erbost und „schießt“ mit Nüssen. „Entweder du spielst mit uns oder wir finden dein Nuss-Versteck.“ Drohen die Hunde und buddeln schon los. Erstaunlich, was sie alle dort finden, doch das Eichhörnchen lockt sie von seinen Schätzen weg. So geht es immer weiter mit Drohungen und Erpressungen bis die Hundebesitzer*innen auftauchen.
Wer kennt sie nicht die Sprüche, die mit „Entweder“ beginnen und mit einer Drohung oder einem Versprechen enden? Hier geht es lustig zwischen den Tieren hin und her. Die Illustrationen sind geprägt von den hohen schlanken Baumstämme und dem grellen Grün. Die Texte sind sehr kurz und sie werden durch Geräusche ergänzt. Ein ungewöhnliches Buch mit viel Humor.
Rezensionen von Daggy:
Was Hunde alles so machen
Schicke Hunde von Tini Malina
Der rote Hund auf dem Cover tragt eine karierte Schirmmütze und eine Fliege. Natürlich schaut er sich gerne im Spiegel an und seine Frisur muss immer gut liegen, selbst seine Dressur ist elegant, dazu sehen wir ihn im rosa Tütü auf einem grünen Ball balancieren. Sie tragen „Fesche Bänder“ und haben Terminkalender.
So erfahren wir einiges über schicke Hunde, doch auch sie zerbeißen mal einen Schuh oder beriechen sich am Po.
Ganz kurze Sätze reimen sich über die Seiten hinaus die Illustrationen sind sehr sparsam angelegt, so gibt es nur wenige Farben und im Gesicht des Hundes dominieren die Augen. Trotzdem wird alles verständlich dargestellt und das Vorlesen macht sicher auch kleineren Kindern Spaß.
Rezensionen von Daggy:
Familienalltag mit Dinobesuch
Picknick mit Dino von Britta Sabbag
Das Cover zeigt uns die Geschwister und den freundlichen Dino auf der Picknickdecke im Garten und das Sandwich ist wirklich riesig!!!
Die erste Doppelseite wird den meisten Kindern vertraut sein, denn so sieht es in vielen Haushalten aus in denen die Eltern Homeoffice machen. Papa telefoniert und Mama sitz am Laptop.
Die Kinder decken schon den Tisch, als es klingelt. Als dann noch ein Riesenauge durch den Spion zu sehen ist, öffnen sie die Tür und ein freundlicher Dino steckt seinen Kopf ins Haus. Zuerst sind die Eltern sehr ungläubig, staunen dann aber nicht schlecht. Da der Dino wohl hungrig erscheint, geht es zum Picknick in den Garten. Hier frisst der ungeladene Gast alles auf und die Familie muss wieder ins Haus um einen „Rumfort-Auflauf“ zu kochen. Dieses gemeinsame Kochen mach der Familie so viel Spaß, dass sie gar nicht bemerken, dass der Dino wieder fort ist.
Meine Enkelin war begeistert von der Geschichte, vielleicht hofft sie, dass wenn Mama und Papa arbeiten müssen auch einmal ein Dino bei ihnen schellt. Eine wundervolle Idee eine Familie zu einer gemeinsamen Aktion zu bekommen und Dinos lieben ja fast alle Kinder. Die Bilder sind sehr schön gezeichnet und zeigen z.B. das Erstaunen hervorragend. Ein echter Bilderbuchspaß.
Rezensionen von Daggy:
Sehr britisch
Dürfen Elefanten mit dem Bus zu ihren Tanten? von Patricia Cleveland-Peck
Das Cover zeigt uns schon, dass Elefanten nicht gut im Bus fahren können, und die erste Doppelseite zeigt uns, was noch zu sehen ist, wenn ein Elefant versucht in einen roten Doppeldecker zu steigen. „Elefantenhintern sind groß und schwer – wo sich so einer hinsetzt, sitzt später keiner mehr.“ Es wird auch gewarnt Affen in einen Einkaufswagen zu setzten, zumindest kaufen sie nur Obst ein.
Obwohl der Tiger zeitunglesend ganz brav auf dem Poster sitzt, sollte er nicht im Zug reisen, damit er niemanden verspeisen kann. Was mit einem Seehund am Steuer eines Taxis geschieht, zeigt die nächste Seite. Der Tausendfüßler hingegen tut sich schwer mit dem Anziehen seiner Rollschuhe. So geht es noch mit einigen Tieren und ihren Fortbewegungsmitteln, die nicht für sie gemacht sind. So bleibt ihnen am Ende die Frage, wie sie denn reisen sollten und die Antwort wird euch genauso wie mich erstaunen.
Ich empfinde die Auswahl der „Fahrzeuge“ nicht wirklich konsequent. Wenn es ums Verreisen geht, komme ein Einkaufswagen oder Rollschuhe nicht in Frage und auch die Lösung, mit der Achterbahn zu fahren ist kaum zielführend. Aber da das Buch sehr englisch ist, mag es sich da auch um englischen Humor handeln. Die Illustrationen zeigen ebenfalls einige witzige Details, so feilt die Kassiererin mit den rosa Lockenwicklern ihre Nägel und wer steht da am Straßenrand mit seinen Corgis? Very british!
Rezensionen von ikatzhorse2005:
Die Last der Verantwortung
Immergrün von Ruth Olshan
Immergrün ein Roman von Ruth Olshan (Bastei Lübbe AG Pfaueninsel Verlagsgesellschaft)
Diese Feierlichkeit verflog mit jedem Kilometer meiner Fahrt, weil ich mich erinnerte, weil ich mich in Gedanken verstrickte und weil ich wütend darüber war. Dass die Welt so tat, als sei nichts gewesen, als sei meine Mutter nicht gestorben, als hätte ich mit ihrem Tod meine Vergangenheit nicht verloren.
Die Autobahn war schuld. Sie führte mich in diese meine tobende Innenwelt. S.37
Ruth Olshan erzählt von einer Odyssee, die die Protagonisten, als Baby, von Moskau über Israel und in späteren Jahren nach Deutschland führt. Mit den Urnen ihrer Mutter und Großmutter kommt sie endlich in der Litauen an und der Kreis schließt sich in dieser, ihrer verloren Heimat. Drei Generationen im Überlebenskampf zwischen Sprachbarrieren, Bürokratie, Religion und Kultur. Die Autorin erzählt vorrangig von ihrer kleinen Familie, ihrer Mutter, ihrem Vater und sich selbst. Sie beschreibt in einem gut geschrieben Text von den Schwierigkeiten, Streitereien der Eltern und der wachsenden Problembewältigung eines Teenagers sowie in späteren Jahren, die einer jungen Frau. Diese geht ihren Weg, trotz der Bürde vergangener und präsenter Generationen, einem Zwiespalt des Glaubens und einem allem Gerecht werden Wollen und Müssen. Sie muss zeitig Verantwortung übernehmen aus der Not heraus und aus Schwäche sowie Desinteresse ihrer Lieben. Dennoch fühlt sich allein. Oder gerade deswegen, als die Frauen aus ihrem Leben scheiden.
Die verschiedenen Figuren platzieren sich in der Geschichte unterschiedlichster Staaten, arrangieren sich und passen sich an; manche schaffen es besser, andere schlechter. Das ist wohl auch Charaktersache und tragend in der Erzählung.
Fazit: Ich habe ein sehr bewegendes Buch gelesen. Es animiert den Leser zu einem anderen Blickwinkel, heraus aus der Komfortzone und hinein in ein anderes, fremdes Leben. Trotz der zahlreichen Wiederholungen und den intensiven Beschreibungen mancher Szenen habe ich diesen Roman sehr gern gelesen und kann ihn uneingeschränkt weiterempfehlen. Die Autorin offenbart ihr Inneres und das sollte man würdigen und ernst nehmen.











