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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von buchina:

Wenig Emotionen

Das Mädchen mit dem Fingerhut von Michael Köhlmeier

Ein Mädchen in einem fremden Land wird von einem Mann jeden Tag zum Marktplatz gebracht, um sich ihr Essen zu erbetteln. Sie versteht die Sprache nicht. Eines Tages ist der Mann weg und das Mädchen verläuft sich. Sie kommt in ein Kinderheim, aber flieht mit zwei Jungs von dort. Nun schlagen sie sich zu dritt durch die Welt, im Kampf gegen Hunger und Kälte.

Eine eigentlich berührende Geschichte, die gerade durch die wenigen Hintergrundinformationen wie Schauplatz und Zeit, überall sein könnte. Auch das Kind könnte jedes sein, sie steht für die viele namenslosen Kinder, die auf der Straße leben müssen. Obwohl mich die Geschichte erschreckt und zum Teil auch fassungslos gemacht hat. Hat sie mich dennoch nur wenig berührt. Das lag zum Einen am sehr nüchternen Sprachstil des Autors. Einfach schnörkellos und kurze Sätze, kaum Beschreibungen. Auch bekam ich keinen wirklichen Zugriff auf die Gedanken- und Gefühlswelt des kleinen Mädchens. Erst spät kamen für mich Emotionen auf. Des Weiteren blieben für mich einfach zu viele Fragen offen, alles blieb sehr wage. Auch das Ende blieb offen. Für mich ohne einen Hoffnungsschimmer.
Es ist kein schlechtes Buch, aber es hat mich wenig bewegt und ich würde es nicht weiterempfehlen.

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Rezensionen von buchina:

Wunderbare Lesestunden

Der Pfau von Isabel Bogdan

Ein altes Herrenhaus idyllisch gelegen am Fuße der schottischen Highlands ist Schauplatz dieser ungewöhnlichen Geschichte um einen verrückten Pfau. Ebendieser Pfau macht das Leben von Lord und Lady schwer. Um die Erhaltung des herrschaftlichen Sitzes finanzieren zu können vermieten sie einen Teil ihrer Räume und Cottages.

Nur der Pfau benimmt sich nicht wie erwartet, er greift alles an was blau ist. Dumm nur das die derzeitigen Gäste ein blaues Auto besitzen auf das der Pfau es schnell abgesehen hat. Die Gäste sind aber nicht nachtragend, die Versicherung bezahlt. Dennoch so etwas darf nicht wieder geschehen. Denn neue Gäste sind im Anmarsch. Eine Gruppe von Bänkern mit ihrer Chefin. Sie wollen mit ihrer mitgebrachten Coachin ein Wochenende an ihrer Arbeitseffiziens und Konfliktlösungen arbeiten. Aber für alle wird das Wochenende anders als erwartet und der verrückte Pfau hat seinen Anteil daran.

Isabel Bogdan gelingt ein wunderbarer witziger Roman. Sie zeichnet die sehr unterschiedlichen Charaktere liebevoll und authentisch. Zu Beginn verwechselte ich die vier Bänker noch, aber dann kamen ihre indivuellen Eigenschaften immer mehr hervor. Und so wie man sie als Leser immer besser kennenlernt, lernen sie sich auch gegenseitig gut kennen. Auch das Setting ist liebevoll gezeichnet. Ich wollte am liebsten sofort in dieses alte Haus in der wunderschönen Landschaft. Man merkt die Liebe der Autorin zu Land und Leute. Das für mich großartigste an dem Roman ist für mich aber seine Sprache. Ohne wörtliche Rede erschafft die Autorin einen typisch britischen pointenreichen Sprachstil. Der locker leicht zu lesen ist und einem die ganze Zeit ein Lächeln auf das Gesicht zaubert.

Insgesamt ein Roman der mir wunderbare Lesestunden bereitet hat. Isabel Bogdan sollte sich in Zukunft auf das Romaneschreiben konzentrieren! Ich möchte gerne noch viel mehr von ihr lesen.

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Rezensionen von Ela_Ela:

Eine hinreißende Geschichte über dem Tod und das Leben danach : )

Mein Herz wird dich finden von Kirby Jessi

Eine Liebe, die tragisch endet. Eine neue Liebe, die tragisch beginnt. Ein Herz das nicht aufhört zu lieben. Um am Ende der Tränen: das Glück. 400 Tage ist es her. Vor 400 Tagen ist Mias große Liebe bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Vor 400 Tagen hat Noah eine zweite Chance bekommen. Als die beiden einander begegnen, spüren beide sofort, dass sie zusammen gehören.

Doch nur Mia weiß, dass Noah ihr niemals begegnen wollte. Dass sie gegen seinen ausdrücklichen Willen gehandelt hat, als sie sich auf die Suche nach ihm gemacht hat. Dass Noah niemals wissen wollte, wer vor 400 Tagen ums Leben gekommen ist. Weil es irgendwie nicht richtig ist, das er weiterleben darf ? nur weil jemand anders gestorben ist. . Doch für Mia ist es als wäre die Welt wieder in Ordnung, als wäre das Leben wieder bunt und schön.

Als Mia & Noah sich das erste Mal begegnen, spüren beide dass da mehr zwischen ihnen ist. Etwas Schönes und besonderes. Es ist als wäre Mias zerstörte Welt wieder ins richtige Licht gerückt worden. Seit dem Tod ihrer großen Liebe hat sie sich nicht mehr so frei und lebendig gefühlt. Doch wie soll sie eine Beziehung zu Noah aufbauen, wenn sie weiß dass er Jacobs Herz bekommen hat. Und wie soll sie ihm erklären dass sie sich deswegen nur kennen gelernt haben? Wie wird Noah auf diese Enthüllung reagieren? Wird sie alles verlieren? Darf sie sich überhaupt neu verlieben obwohl ihre erste große Liebe gestorben ist? Fragen über Fragen die Mias Gewissen plagen.

Ich habe schon das vorherige Buch ?Dein eines, wildes, kostbares Leben? gelesen, schon dieses hat mich begeistert. Dieses Buch hat mich ebenfalls gepackt und in seinen Bann gezogen. Jessi Kirby erzählt mit so eine Leichtigkeit und Feinfühligkeit diese besondere Geschichte von Mia & Noah. Ein wenig erinnert mich es an Gayle Formans Schreibstil, die ebenfalls mit diesen Eigenschaften Geschichten erzählt, die jeden Leser tief berühren.

Fazit: Eine wundervolle Geschichte über den Tod, dem weiteren Leben und einer neuen Liebe. Über die Zweifel und Gefühle die einen zu dieser schweren Zeit beschäftigen und die werden hier liebevoll näher gebracht.

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Rezensionen von Miriam0611:

Humorvoll, jedoch ging der rote Faden verloren

Hinten sind Rezepte drin von Bauerfeind Katrin

Meinung

Vorweg sollte ich sagen, dass ich mich sonst niemals in die Ecke Sachbuch verirre. Als 17 Jährige ist das wohl einfach noch nicht mein Genre.
Das Buch finde ich an sich eigentlich ziemlich lustig, wenn es auch manchmal ein wenig aufgesetzt wirkt oder auch an den Haaren herbei gezogen. Vielleicht sehe ich dies auch nur aufgrund meines Alters so, wer weiss.

Ich musste mich gegen Ende des Buches jedoch richtig bemühen, um am Ball zu bleiben und das Buch zu Ende zu lesen. Das gesamte Buch ist in viele kleine Geschichten, besser gesagt Anekdoten, gegliedert, die die Autorin grösstenteils mit einer grossen Prise Humor beschreibt. Dank dieser kurzen Geschichten, kann man auch gut einfach nur eine lesen und das Buch dann aus der Hand legen, da kein Zusammenhang besteht.
Das Cover fand ich sehr passend und den Titel ziemlich witzig. Hinten sind natürlich keine Rezepte drin! Zu guter Letzt noch zum Schreibstil der Autorin: Ich persönlich kannte ihren Namen nicht und hab mich einfach mal ohne Vorwissen auf das Buch eingelassen. Dabei sprang mir als erstes ins Auge, wie humorvoll sie schreibt. Ich hatte zwischendurch sowohl solche kleinen Momente mit einem leichten Lächeln auf den Lippen wie auch lauthalse Lachanfälle. Leider fand ich das Buch zunehmend langweiliger und hielt mich nur noch an den Strohhalm, dass es wenigstens lustig ist.

Fazit

Das Buch ist an sich ja ganz lustig, doch fehlte der rote Faden und es wurde langsam langweilig. Nichtsdestotrotz ist es sicherlich gut gelungen und sollte wohl auch mehr witzig sein, als wahnsinnig informativ. Es reihten sich Geschichten aneinander, die mehr einer witzigen Aufzählung glichen als einem gut durchdachten Buch. Für mich persönlich passte das Buch einfach nicht zu mir, da ich zum einen zu jung bin um alles nachvollziehen zu können und zum zweiten das Genre einfach gar nicht meinem Geschmack entspricht.

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Rezensionen von Eva:

Tolle Neuinterpretation!

Holmes und ich – Die Morde von Sherringford von Cavallaro Brittany

Vorneweg ich habe bis jetzt LEIDER noch keinen Sherlock Holmes Roman gelesen und denke dies in absehbarer Zukunft zu ändern. ;)
Die Idee der Autorin, die Nachfahren von Holmes und Watson zusammen kommen zu lassen und sie ihren eigenen Fall zu lösen, finde ich genial.
Hier in diesem Fall wird Watson nach Amerika auf ein Internat geschickt und wie es der Zufalls so will, ist hier vor Ort natürlich Charlotte Holmes ebenfalls Schülerin auf diesem Internat.

Als ein Mitschüler ermordet wird und man versucht den beiden die Schuld in die Schuhe zu schieben, müssen die beiden zusammenarbeiten um diesen Fall zu lösen?.

Die Geschichte bringt auch einem definitiv das eine oder andere Mal zum Lächeln, als die ?Spannungen? zwischen den beiden erzählt werden, weil es des öfteren lustige Momente gibt, wo man denkt okay. Gut gelungen. Meine Lieblingsepisode hierzu, als sich Charlotte, als die Liebende Freundin ausgibt, um die Krankenstation zu untersuchen.
Die Idee, dass Holmes dieses Mal ein Mädchen ist, finde ich gut, so kommt doch mal Abwechslung in das ganze.
Der Schreibstil finde ich in Ordnung, manchmal hatte ich Probleme, weil es für mich manchmal zäh war zu Lesen, aber wirklich nur ganz selten.
Bösewicht ist sehr gut beschrieben, mit diesem hätte ich definitiv nicht gerechnet.
Charlotte ist für mich eine sehr gelungene Person, die eine sehr interessante Persönlichkeit und wirklich Schwung in die Geschichte bringt.
Die alten Fälle, die hier ab und an erwähnt werden, kenne nicht, da ich ja wie gesagt kein Sherlock Holmes bisher gelesen habe. Persönlich finde ich es aber auch gut, wenn man mal was von früher hört.
Tolle Idee der Autorin die Geschichte in Amerika anzusiedeln, so lernt man wieder mal was neues kenne.

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Rezensionen von BooksAreGreat:

Nur Mittelmaß

Hinten sind Rezepte drin von Bauerfeind Katrin

Meinung:

Dieses Buch ist etwas speziell. Man muss schon die richtige Art von Humor haben um es in seiner vollen Länge zu mögen. Meinen Geschmack hat es leider nur teilweise getroffen. Es gab immer mal wieder Kapitel die ich sehr gemocht habe und über die ich sehr lachen konnte und dann waren auch wieder Kapitel dabei, mit denen ich gar nichts anfangen konnte und deren Humor nicht besonders fein war.

Das Buch ist so aufgebaut, dass die Kapitel nicht zusammenhängen. Außerdem sind sie recht kurz. Man kann sie also sowohl durcheinander als auch mit längeren Pausen dazwischen lesen. Es wirkt auf mich manchmal eher wie ein Bühnenprogramm eines Comedians in Form des Mediums Buch.

Der Schreibstil an sich mal abgesehen von dem doch grundsätzlich subjektiv bewerteten Humor, ist flüssig lesbar. Die Sprache ist nicht anspruchsvoll, sodass sich das Buch gut für zwischendurch eignet, egal wann man mal eine Ablenkung vom Alltag braucht.

Insgesamt ist es ein Buch, welches einem immer mal wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubert, jedoch schwächer ist als das erste Buch der Autorin.

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Rezensionen von StefanieFreigericht:

Harter Krimi um Kindesmissbrauch und Vertuschung

Böser Wolf von Nele Neuhaus

Nele Neuhaus liefert mit ?Böser Wolf? den sechsten Band ihrer Serie um die Ermittler Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff.


Geschickt baut Neuhaus ein Geflecht aus zunächst scheinbar parallel verlaufenden Handlungssträngen auf, kontrastiert den Leichenfund eines über Jahre missbrauchten und misshandelten jungen Mädchens mit der Suche einer Fernsehmoderatorin nach einer neuen Story.

Die Geschichte beschreibt auch das Leben eines in der Gesellschaft ins Aus geratenen mit anscheinend fragwürdigen Kontakten mit einem sehr jungen Mädchen ebenso verstörend wie die immer undurchschaubarer werdenden Vorgänge innerhalb einer Großfamilie der besten Gesellschaft.

Neuhaus nimmt den Leser mit hinein in die Ermittlungsarbeit, bringt die Ermittler persönlich in Bedrängnis und legt falsche und richtige Fähren ? und löst letztendlich in einem fulminanten Finale auf, welch perfide Pädophilen-Maschinerie bis in die höchsten Kreise hier jahrelang ihr Unwesen trieb. Die Autorin schont den Leser nicht, sie stellt klar und überaus plastisch dar, wie stark die Körper und Seelen der Opfer hier geschädigt werden. Sie zeigt auf, wie diejenigen, die dagegen vorzugehen versuchen, von dem mafiösen Geflecht bis auf härteste und brutalste bekämpft werden. Wahrlich kein Buch für ein zartbesaitetes Publikum ? aber ein durchweg spannender und fesselnder Krimi, der der Autorin spürbar am Herzen liegt. Ein ?Böser Wolf? ist hier nicht nur ein Märchen, sondern bittere Realität.


Die Reihe wird teils vermarket mit dem Untertitel ?Taunuskrimi? aufgrund der Lokation, hat jedoch wenig mit jenen der seit einigen Jahren grassierenden Regionalkrimis zu tun, bei denen es primär um die Kombination von Lokalkolorit bis Folklore mit der Krimihandlung geht. Ja, die Handlung spielt im Taunus ? die Region ist aber kein eigenständiger Handlungsträger, sondern schlicht der gewählte Standort. Die Handlung steht im Vordergrund. Das nur als Anmerkung, die ?Regionalkrimi-Manie? reicht mir als Kaufargument nun wirklich nicht, die solide Arbeit von Nele Neuhaus hingegen schon. Definitiv

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Rezensionen von StefanieFreigericht:

Fünfter Band um Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff

Wer Wind sät von Neuhaus Nele






StefanieFreigericht
vor 2 Tagen



Oh, wie schön, so gewinnt eine Erzählung an Tempo ? der Krimi beginnt mit dahingeworfenen Bröckchen an Handlung: da flieht eine Frau, eine tödliche Gefahr wird geschildert ? bis es eine etwas andere Wendung gibt. Dann wehrt sich das anscheinend wandelnde Klischee eines wackeren Waidmannes gegen Rodungen im Wald.

Und jetzt darf man ins Buch einsteigen mit einer neuen Leiche für die Ermittler Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff im fünften Band der Reihe ? und versuchen, die Eingangs-Bröckchen mit der Handlung ? und weiteren Bröckchen - in Einklang zu bringen. Die offenen Handlungsbrocken sind in diesem Band sehr zahlreich und vielfältig, so dass der Einstieg in das Buch zwar vorangetrieben wird, aber durchaus zuerst nicht ganz leicht gerät ? die ersten rund 100 Seiten sollte man schon am Stück lesen können.

Warum beschäftigte der Leiter eines Windkraftanlagen-Bauers einen Nachtwächter mit Alkoholproblemen? Was haben die drei Kinder eines Bauern, der in einer Bürgerinitiative gegen eine der Windkraftanlagen aktiv ist, und ein Tiergeschäft mit dem Fall zu tun? Was ist hier wirklich passiert?
Bald gibt es einen ersten vagen Hinweis ? eine Person verbindet alle Handlungsstränge. Aber ist das schon die Lösung? Für Hauptkommissar von Bodenstein wird der Fall unerwartet persönlich ? nicht nur, weil sich auch sein Vater in der erwähnten Bürgerinitiative engagiert. Und dann gibt es eine weitere Leiche und den Verdacht, dass in der Vorgeschichte der Ereignisse Vetternwirtschaft und Korruption eine Rolle gespielt haben dürften. Doch es kommt noch viel schlimmer.

Der Einstieg ist hier zwar etwas anstrengend und auch bei Fülle der Personen sollte man sich für den Beginn des Buches Zeit nehmen ? am Stück gelesen war das kein Problem. Geschickt wechselt Neuhaus zwischen den verschiedenen Sichtweisen der Handelnden, passt sich stilistisch z.B. sowohl an den verbockten Jugendlichen als auch an den um Haltung bemühten Hauptkommissar an. Ohne Mühe spielt sie auf der ganzen Klaviatur des Genres zwischen Ermittlungsarbeit, Routinefall, persönlichen Problemen der Ermittler bis hin zu der Frage, welche von zwei Darstellungen hier denn die richtige sei, mündend in Verschwörungstheorien. Definitiv einer der stärksten Bände der Reihe!

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Rezensionen von StefanieFreigericht:

Absolute Kaufempfehlung! Fesselt bis übers Ende, top Sprache, Stil, Charaktere

Endgültig - Thriller (Jenny Aaron 1) von Andreas Pflüger

10 Gründe, warum man dieses Buch lesen sollte (für ? auch zukünftige - Eingeweihte)
1. Aaron
2. Marlowe, die Katze
3. Windungen, Gründe und Ursachen, an die ich nie gedacht hätte
4. Nur das Ende des Buches zu lesen nützt (leider) gar nichts, um die Spannung besser auszuhalten
5. Aarons Sichtweise
6.

Den Beschreibungen von komplexen Bewegungsabläufen kann ich oft nicht einmal folgen, gerade dadurch sind so passend
7. Jeder von uns will solche Freunde, solche Kollegen haben.
8. Niemand von uns will wirklich solche Freunde, solche Kollegen haben
9. Andreas Pflüger ?kann? nicht nur spannend, er kann auch verschachtelte Handlung, knapper Sprachstil, ausführliche Beschreibung, Stilwechsel je nach Person, Ort, Handlung, zart, drastisch,?
10. Ich kann mit den Listen nicht mehr aufhören ? und scheitere daran kläglich im Vergleich zu Aaron

Ich durfte dieses Buch als Vorab-Rezensionsexemplar lesen und kannte vorher den Autor Andreas Pflüger noch nicht, ich kannte nur eine Leseprobe, die mich in den Bann zog. Mir gefiel der Sprachstil, die Grundidee der erblindeten Ermittlerin, die Erzählweise: ich hatte die Selbstreflexion in ?Fräulein Smillas Gespür für Schnee? vor langer Zeit zufällig in einer Vorstellung mit Lesung im Autoradio kennengelernt und der Rezensent meinte damals, er höre nach eine Weile nur noch ihre (Smillas) Stimme. Aaron geht ähnlich ins Ohr, und das beim Lesen! Ich mag sonst Hörbücher, wenn es KEINE Krimis/Thriller sind ? ich kann das Tempo des Fortschritts nicht beeinflussen. Hier werde ich wohl noch das Hörbuch haben müssen.

Für Bücher habe ich zwei bevorzugte Genres, Krimis/Thriller und anspruchsvolle Literatur ? in unterschiedlichen Situationen, mit wechselnden Anteilen an meiner Gesamt-Lektüre und mit je unterschiedlicher Erwartungshaltung.
Bereits die Leseprobe deutete an, dass ?Endgültig? aus dem Spannungs-Genre insofern heraus sticht, als dass es sprachlich und stilistisch deutlich am oberen Ende angesiedelt ist. Viele Krimi/Thriller-Autoren beherrschen Spannungsaufbau, Handlung ? Andreas Pflüger beherrscht auch ganz klassisch literarische Stilmittel (ohne dass das lästig wird, wohlgemerkt!).
Außerdem bedient die Handlung zwar das Klischee des ?beschädigten Ermittlers? durch die Hauptfigur einer aufgrund eines Einsatzes erblindeten Ermittlerin ? aber diese will so gar nicht der Opferrolle entsprechen. Die Protagonistin wirkt gleichzeitig anziehend als auch auf Distanz haltend ? ich musste mich sogar über fast die ersten 100 Seiten immer wieder anstupsen, dass mit ?Aaron? eine Frau gemeint ist, wenn sich im Team fast alle nur mit den Nachnamen anreden und auch der Autor in dieser Sichtweise schreibt. Nicht, dass das hier wichtig wäre ? und auch das ist eine Besonderheit dieses Buches. Höchstens Aarons neue Chefin bringt einmal das Thema der Männerseilschaften zur Sprache; für Aaron ist das wohl irrelevant, wiewohl sie in der Lage ist, darüber zu reflektieren. Die Distanz zu Aaron ? und auch Aarons eigene Distanziertheit ? werden im Laufe der Handlung aufgeweicht, ja aufgebrochen, wenn sie denn je wirklich eine Chance hatten, zu existieren. Und auch das ist eine Stärke des Romans: die Handlung wirkt über das Ende hinaus. Bei Sebastian Fitzek oder Arno Strobel oder Stephen King geschieht das häufig über einen Handlungsfaden, der noch offen bleibt, eine Option, die noch nicht ausgeschlossen wurde, einen Täter, der es eventuell doch nicht oder eventuell zusätzlich zum Festgenommenen war. Am Ende dieses Buches ist alles gesagt, aber damit ist es genau das, ?Endgültig?. Für jeden ? inklusive des Lesers - der danach übrig bleibt.

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Rezensionen von Tiella:

ein unterhaltsames Buch für zwischendurch

Hinten sind Rezepte drin von Bauerfeind Katrin

In diesem Buch erzählt die Autorin verschiedene Geschichten zum Thema: Was es heute heißt, eine Frau zu sein. Dabei sind natürlich Kapitel über Kosmetik, Barbies oder auch Männer zu finden. Diese werden auch richtig witzig beschrieben. Ich musste immer wieder schmunzeln.
Was mir aber am besten gefallen hat, ist, dass es auch Themen gibt, die ernste Töne enthalten.

Z. B. wie eine Frau von außen "bewertet" wird oder warum haben Frauen oft Angst? Diese waren genau so leicht zu lesen wie die anderen, aber sie machten mich auch ein Stück weit nachdenklich.

Der Schreibstil ist flüssig und humorvoll. Mich brachten die Beschreibungen immer wieder zum Lachen. Wenn man das Buch aber an einem Stück liest, wird die Aneinanderreihung der einzelnen Geschichten und auch der Humor etwas anstrengend. Mir ging es zumindest so, dass mir das Buch anfangs sehr gefallen hat. Am Ende war ich dann aber auch froh, dass es vorbei war. Man sollte daher immer wieder eine kleine Pause machen, so dass sich der Humor nicht zu schnell abnutzt. Auch waren mir einige Witze zu platt oder schon zu abgedroschen.

Fazit:
Alles in allem ist es ein unterhaltsames und nettes Buch für zwischendurch.

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