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Rezensionen von HEYN Leserunde, Manfred Kohl:

Nein, dieses Buch trifft keinesfalls meinen Geschmack - literarisch für mich nicht attraktiv.

Nein, dieses Buch trifft keinesfalls meinen Geschmack. Die kindlich-einfache bis pubertierende Sprache, der Tagebuchcharakter, die über viele Seiten spannungslosen Schilderungen...
Ein Dokument der Zeitgeschichte - ja. Eine persönliche Aufarbeitung - ja. Ein notwendiges Erinnern an den Wahnsinn des Krieges - ja.

Aber literarisch für mich nicht attraktiv. Eine Botschaft nehme ich mit: Ausnahmesituationen werden offensichtlich schnell zur normalen Regelsituation

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Rezensionen von HEYN Leserunde, Manfred Kohl:

Ein schönes Buch....

Die Tigerfrau von Obreht Téa

Gut gefallen hat mir:
Das Buch ist in einer literarisch schönen Sprache geschrieben, die einen teils märchenhaft, teils realistisch in die ländliche Welt des Balkan entführt.
Erstaunlich ist dann immer wieder, wie Téa Obreht detaillierte Milieuschilderungen aus einer Welt bringt, die sie als Kind verlassen hat ? offensichtlich kam sie immer wieder zurück.

Da ich beruflich immer wieder in dieser Region war und bin, haben mich diese Passagen am meisten beeindruckt.

Weniger gut gefallen hat mir:
Die erzählerische Virtuosität wurde mir in manchen Abschnitten zu opulent, zu schwülstig ("Die Zunge lag wie ein nackter Arm in meinem Mund" oder so ähnlich, wenn ich mich richtig erinnere). Vielleicht liegt es auch an der Übersetzung. Das trübt die Schönheit des Buches.
Immer wieder habe ich mich gefragt, was will mir Téa Obreht eigentlich sagen? Wo ist die Message des Buches? Außer Lesevergnügen. Ich habe sie nicht gefunden. Andererseits: Muss jeder Roman eine Botschaft haben?

Fazit: Ein schönes Buch, von dem ich mich frage, warum es in den USA zum Bestseller wurde.

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Rezensionen von HEYN Leserunde, Manfred Kohl:

Ein wunderbares Buch. Intensiv, spannend, nachvollziehbar

Der Sohn von Durlacher Jessica

Ein wunderbares Buch. Intensiv, spannend, nachvollziehbar. Und ganz deutlich: Von einer Frau geschrieben.
Viele weibliche Qualitäten dringen durch, von der Beobachtung der Details, die Durchleuchtung der familiären Strukturen bis zur Dramatik des Körperlichen.
Beängstigend ist das Unausgesprochene, beklemmend sind die Geheimnisse der Vergangenheit, die in Familien schlummern.

Und dann diese Ohnmacht, die Wut, die sich in Hass steigert und Gewaltphantasien weckt, wenn die eigene Familie angegriffen wird. Albträume, wie sie wahrscheinlich schon jeder hatte.

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Rezensionen von HEYN Leserunde, Manfred Kohl:

Zunehmend irritierend und letztlich ärgerlich..

Er ist wieder da von Vermes Timur

Die Idee, Adolf Hitler im Hier und Jetzt aufwachen zu lassen ist natürlich eine tolle Idee,
die mich auch im ersten Drittel des Buches interessiert hat. Zunehmend irritierend und
letztlich ärgerlich empfand ich jedoch Passagen, in denen offensichtlich Timur Vermes
seine eigenen Ansichten Hitler in die Gedanken legt ? so etwa beim Nachdenken über die
Frage, ob Bücherlesen bildet.

Was bleibt übrig, wenn das Buch einige Tage lang gelesen am Tisch liegt? Das schale Gefühl,
dass das Verbrecherische am Faschismus nicht wirklich durchkommt und die Koketterie mit
dem Gedanken, dass ein Hitler heute wieder gut ankommen würde (weil er die ?Wahrheit? sagt
und die anderen Politiker Lügner sind).

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Rezensionen von HEYN Leserunde, Manfred Kohl:

Vorweg: für mich ein wunderbares Buch! Gut erzählt, spannend, zeitgeschichtlich interessant und anregend ...

Polarrot von Patrick Tschan

Vorweg: für mich ein wunderbares Buch! Gut erzählt, spannend, zeitgeschichtlich interessant und anregend. Abgesehen vom vermittelten Feeling für die Nazizeit ist für mich der Dialog zwischen dem Pfarrer und J. Breiter über Gott und Luzifer einer der Höhepunkte.

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Rezensionen von Harald Kogler:

.....kurzweilig zu lesen.

Die Tigerfrau von Obreht Téa

Die junge Schriftstellerin mit ihren einprägenden Kinderjahren in unserer Nachbarschaft holt mir mit ihrem fantasievollen Roman die Balkankriege in volle Erinnerung. Als Realist versuche ich die Orte in ihrem Roman in Verbindung mit der Geografie zu bringen. Wunderschön auch die 40 ersten Tage einer Seelenwanderung gerade jetzt zwischen Ostern und Christi Himmelfahrt.

Einfach und kurzweilig zu lesen.

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Rezensionen von Harald Kogler:

Eine Erzählung ohne eigentliche Höhepunkte, in der Sprache einer Gymnasium-Oberstufenschülerin; konnte mich daher nicht fesseln

Die Tigerfrau von Obreht Téa

Ein Buch das wieder einmal unsere Nähe zum Balkankrieg in Erinnerung ruft. Vermutlich mit vielen autobiographischen Bezügen lässt Ivana Bodrozic die Hauptdarstellerin ihre Geschichte erzählen.
Die Geschichte einer Vertreibung, das Warten auf den Vater und das Hoffen auf eine eigene Wohnung . Es geht um ihre Jugend unter diesen Umständen, eine Aufarbeitung ihrer Erfahrungen, eine Dokumentation eines Einzelschicksals in und nach diesem Krieg.

Eine Erzählung ohne eigentliche Höhepunkte, in der Sprache einer Gymnasium-Oberstufenschülerin; konnte mich daher nicht fesseln.

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Rezensionen von Harald Kogler:

Es stellt sich die Frage, ob man mit Hitler Spaß haben kann? Kann man, insbesondere weil der Autor jüdische Wurzeln hat

Er ist wieder da von Vermes Timur

Die Erzählung in der ersten Person ist amüsant.
Ja, die Dialoge bringen einen zum Lachen, insbesondere wenn man sich den Tonfall dazu vorstellt.
Amüsant auch die Beurteilung und Einschätzung der Politiker der Gegenwart.
Die Geschichte ist in der heutigen Medienwelt wunderbar angekommen.
Allerdings stellt sich die Frage, ob man mit Hitler Spaß haben kann.

Kann man, insbesondere weil der Autor jüdische Wurzeln hat.

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Rezensionen von Harald Kogler:

Mir persönlich haben verschiedene Details gefehlt - die ganze Erzählung findet an der Oberfläche statt

Polarrot von Patrick Tschan

Das Buch kommt mir wie ein Theaterstück in 4 Akten vor, wobei der 3 Akt - sein 2 ½ jähriger Aufenthalt im KZ - weggelassen wird.
Polarrot beschreibt die Entwicklung eines armen Bauernjungens über den bauernschlauen Verkäufer bis hin zum Menschenschmuggler.
Eine Aneinanderreihung von unterschiedlichen Geschichten, die auch von verschiedenen Personen dargestellt werden könnten.

Mir persönlich haben verschiedene Details gefehlt.
Die ganze Erzählung findet an der Oberfläche statt und zum Drüberstreuen gibt es am Ende noch ein HAPPY END.

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Rezensionen von HEYN Leserunde, Maria Dörfler:

Mit der ganz speziellen, teilweise kunstvoll einfachen Sprache wird große Eindringlichkeit und Traurigkeit erzeugt

Polarrot von Patrick Tschan

Es ist mir sehr schwer gefallen, dieses Buch zu lesen.
Ich konnte es nicht als ein Stück Literatur lesen, sondern es ist für mich eine Form eines Tagebuches eines Kindes, das die vergleichsweise ?harmlosen? Folgen einer furchtbaren Zeit in einem unserer Nachbarländer unmittelbar erlebt. Mit meinem nicht allzu detailreichen Wissen über die Geschehnisse dieses Krieges, die Gräuel, über die wir nicht zu viel Genaues wissen wollen ? steht das Buch in Einklang und zugleich in einem seltsamen Kontrast;
Einerseits verdrängt das Kind so gut es geht möglichst Vieles, kämpft um die kleinen täglichen Freuden wie Freundschaften, Lachen, Vergnügen, begeht die kleinen täglichen Gemeinheiten an MitschülerInnen ? um zu überleben.

Andrerseits brechen die schrecklichen Bilder immer wieder auf, Flashbacks, die ihr Leben bedrohen.
Mit der ganz speziellen, teilweise kunstvoll einfachen Sprache wird große Eindringlichkeit und Traurigkeit erzeugt ? für mich sehr bedrückend.

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