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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von HEYN-Leserunde Astrid Pranzl:

Langweilig

Langweilig, zu berlinerisch, bin leider nicht zum geheimen Bergwerk gekommen??..
Habe versucht, meine Tochter Teresa zum Lesen dieses Buches zu überreden, damit sie mir beim Schreiben hilft, leider ist auch sie nicht weitergekommen??

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Rezensionen von HEYN-Leserunde Astrid Pranzl:

Bis zum Zeitpunkt des dramatischen Todes ihres Freundes habe ich das Buch gerne gelesen...

Der Russe ist einer, der Birken liebt von Olga Grjasnowa

Die Romanfigur Mascha beginnt die Erzählung über ihre nicht ganz einfache Beziehung zu Elias, über ihre Herkunft und die Flucht ihrer Familie aus Aserbaidschan flüssig, etwas distanziert. Bis zum Zeitpunkt des dramatischen Todes ihres Freundes habe ich das Buch gerne gelesen. Doch dann nervt sie mich mit ihren überspannten Ergüssen, ihren gewollt komplizierten Kontakten zu ihren Freunden, Bekannten, ihrer Traumatisierung, die keine Auflösung findet.

Die ?Flucht? nach Israel bringt keine Erlösung, unterbrochen wird das Selbstmitleid nur durch ihre Beobachtung der politischen Situation.
Ich möchte sie zwischendurch nicht in den Arm nehmen, sondern schütteln, um sie aus ihrer Starre zu wecken.

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Rezensionen von HEYN-Leserunde Astrid Pranzl:

....ein Buch, das ich mit Freude gelesen habe!?

Die Tigerfrau. von Obreht Téa

Endlich wieder ein Buch, das ich mit Freude gelesen habe! Ihre wunderbare Sprache, ihre offensichtliche Freude am Erzählen von Geschichten und auch Geschichte macht dieses Buch für mich zu einem echten Genuss. Die verschiedenen Erzählebenen fügen sich zu einem harmonischen Ganzen, die Kindheitserinnerungen des Großvaters voller Aberglauben und Mythen sind wunderschön, teilweise sehr berührend und traurig, aber trotzdem vermitteln sie Hoffnung (der Tiger überlebt vielleicht doch irgendwo im Gebirge mit seiner Erinnerung an die Tigerfrau?).

Ihr Blick auf die Geschichte ihres Landes ist liebevoll, mit ein bisschen jugendlicher Distanziertheit, aber wirklich berührt hat mich die tiefe Verbundenheit Natalias mit ihrem Großvater, die Suche nach seinem Ende (die Seite aus dem Dschungelbuch mit den borstigen Haaren) und die Selbstverständlichkeit, Traditionen aufrechtzuerhalten (die vierzig Tage..).
Ein schönes Buch!

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Rezensionen von Jutta Menschik-Bendele:

Ich mag dieses Buch, weil es einen sanft ermutigt, etwas frecher, freier und widerständisch gegenüber ?Obrigkeiten? zu sein......

Adams Erbe. von Rosenfeld Astrid

Der achtzehnjährige Adam Cohen verliebt sich das gleichaltrige ?entzückende Fräulein? Anna Guzlowski. Zum Unglück findet dies in Berlin im Jahre 1938 statt. Anna verschwindet nach Polen und Adam muss sie unbedingt finden. Dafür mutiert er zunächst mithilfe falscher Papiere, dem Geld und Schmuck seiner Familie zum Arier Anton Richter und wird dann wieder ? nur Adam?, weil er sonst keinen Zugang zum Warschauer Ghetto hat, wohin Anna verschleppt wurde.

Er findet sie nicht. Für Anna schreibt er seine Geschichte auf. Sein Wunsch, sie möge diese Blätter erhalten, erfüllt sich erst viel später. Denn Adams Großneffe Edward, der diesem so ähnlich sieht, findet die Aufzeichnungen Jahrzehnte später auf dem Dachboden?

Die Geschichte spielt nicht nur in zwei Zeitebenen, sondern auch in zwei unterschiedlichen Empfindungswelten: die der jüdischen Familien und die der Naziherrschaft. Erzählt wird das Ganze in einem so leichten, spöttisch-distanziertem Ton, dass man sich atemlos lesend in das Grauen hineinziehen lässt. Eine Erholung für die Psyche bildet die Schilderung der Familienmitglieder der Cohens. Woody Allen hätte es nicht besser machen können. Besonders fabelhaft gelungen ist Adams Oma Edda, die sich von ihrer Familie mit Frau Klingmann anreden lässt, weil sie ja keiner gefragt hat, ob sie überhaupt Enkel haben wolle. Lediglich Schönheit kann sie beeindrucken und sie wusste, dass ?wir den Krieg nicht gewinnen können. Schau dir (Kaiser)Wilhelms Augen an, schau sie dir an, sie stehen ganz seltsam beieinander und Ludendorf hat kein Kinn?. (S.127f)

Ich mag dieses Buch, weil
-es größtenteils in Berlin spielt und ich oft mit Wehmut an diese Stadt denke,
-die Autorin, die nicht Schauspielspielerin geworden ist, verdammt gut schreiben kann,
-es auf ganz eigene Weise darlegt, dass die Liebe ein blaues Band ist, das die Menschen
schicksalhaft aneinander bindet,
-es aufrichtig und ohne Pathos daran erinnert, dass Menschen eine Verantwortung füreinander
haben,
-es einen sanft ermutigt, etwas frecher, freier und widerständisch gegenüber ?Obrigkeiten? zu sein.?

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Rezensionen von Cornelia Scala-Hausmann:

... spannend bis zum Schluß erzählt

Massimo Marini von Rolf Dobelli

ein sehr zeitgenössischer Roman mit schonungsloser Aufdeckung aktueller gesellschaftlicher Muster und Normen.
Obwohl man sehr früh den Hintergrund der Geschichte vermutet wird der Roman spannend bis zum Schluß erzählt

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Rezensionen von Cornelia Scala-Hausmann:

Sehr amüsant, unterhaltsam und trotzdem mit Hintergrund

Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand von Rolf Dobelli

Das Buch ist so unerwartet unterhaltsam und spannend gleichzeitig, wie selten ;-)
der Autor überrascht mit einem sehr eigenen Humor, der auf eine sarkastisch-nette Art und Weise die Geschichte des hundertjährigen Allen erzählt. Und diese Geschichte entpuppt sich zunehmend als globales historisches Geschehen abseits der üblichen Berichterstattung.

Auch die Grenzen zwischen legal und illegal, Krieg und Frieden, Moral und Ethik, Freund und Feind werden in locker-leichtem Stil zum Thema gemacht. Sehr amüsant, unterhaltsam und trotzdem mit Hintergrund!

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Rezensionen von Cornelia Scala-Hausmann:

Kriminalroman der Sonderklasse

Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand von Rolf Dobelli

Der paradoxeste Zeitroman, den ich kenne.
Immer dann, wenn man denkt, die Dinge durchschauen zu können, nimmt die Geschichte eine unerwartete Wendung.
entlang einer Zeitspur, die viele Überraschungen bietet, erlebt der Leser einen Kriminalroman der Sonderklasse.

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Rezensionen von Bianca Kos:

....wozu sollte ein Erwachsener, der halbwegs im Besitze der normalen geistigen Kräfte ist, sowas lesen?

Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand von Rolf Dobelli

Achtung Marshmallows: man kann nicht aufhören, aber zum Schluss ist einem ziemlich übel. Auch sonst ist der Inhalt mit pickig-kindischem Zeug zu vergleichen: die Sprache ist für Zehnjährige, die Geschichte galoppiert dem Autor davon, es schleudert und schlenkert die Fantasie, irgendetwas zwingt zwar bis zur finalen Katastrophe weiterzulesen, ich weiß aber wirklich nicht was.

Eine Reminiszenz an das Vergnügen beim Verschlingen der 5-Freunde Bücher als Kind vielleicht, aber wozu sollte ein Erwachsener, der halbwegs im Besitze der normalen geistigen Kräfte ist, sowas lesen? Insgesamt eine ziemliche? Verzeihung, ich zitiere nur den Autor ?Elefantenscheiße

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Rezensionen von Bianca Kos:

So blieb mir zunächst nichts anderes übrig, als ... sobald die letzte Seite da war .... sofort wieder von vorne anzufangen.....Die Entzugserscheinungen sind schrecklich...

In Zeiten des abnehmenden Lichts von Eugen Ruge

Demnächst fahre ich nach Puerto Angel, Mexiko. Ich hoffe, dort schaukelt noch immer Alexander Umnitzer in einer Hängematte und schaut auf den irrsinnig blauen Pazifik. Ich muss ihm nämlich unbedingt mitteilen, dass ich irrsinnig enttäuscht war .das Buch hat nämlich dramatischerweise ein Ende!

Dabei habe ich die ganze Zeit gehofft und gebetet, seine Geschichte würde niemals aufhören, würde immer weitergehen und mich endlos unterhalten.

So blieb mir zunächst nichts anderes übrig, als - sobald die letzte Seite da war - sofort wieder von vorne anzufangen. Das ist das einzig quälende an der Lektüre von "In Zeiten des abnehmenden Lichts": Die Entzugserscheinungen sind schrecklich - und ich bin mir noch nicht klar, ob ich den Verlag oder den Autor dafür klagen soll.

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Rezensionen von Bianca Kos:

....laut Kurz-Beschreibung handelt es sich um einen

In Zeiten des abnehmenden Lichts von Eugen Ruge

Es lohnt sich wirklich, Klappentext und die Autorenbeschreibung zu lesen. Muss ja nicht gleich sein, kann auch nach ein paar gelesenen Seiten sein, jedenfalls sobald sich die Frage stellt. und sie stellt sich mit Garantie , ob man überhaupt weiter lesen soll. Denn laut Kurz-Beschreibung handelt es sich um einen "Krimi mit angezogener Handbremse" und das halte ich für äußerst treffend.

Der sehr sympathische Autor ("liest, singt und trinkt vor Publikum") steht nämlich wirklich ständig mit literaturumweltmäßig gesehen sträflichem - Bleifuss am sprachlichen Vollgas, aber ungebremst würde er sein auffrisiertes Roman-Moperl binnen kürzester Zeit gegen die Wand fahren. Das verhindern aber hilfsbereit-gutmütige und vieles verzeihende Leser.

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