Kunden em pfehlungen
Rezensionen von rewa:
Kulturel morden
Wer mordet schon in Niederösterreich? von Veronika A. Jennifer B. Grager Wind
Wer mordet schon in Niederösterreich? Diese scheinbar harmlose Frage stellen sich die beiden Autorinnen Veronika A. Grager und Jennifer B. Wind.
Was den Leser erwartet sind 10 Kurzgeschichten mit einer satirischen Novelle am Ende, die den Showdown des Buches bildet. Vom Verlag vorgegeben mussten 125 Freizeittipps rund um das Industrieviertel in den Geschichten untergebracht werden.
Sehenswürdigkeiten, Wanderwege, Lokalitäten?.wurden mit einer Fußnote versehen, deren ausführliche Erklärung und Beschreibung am Ende der jeweiligen Geschichte zu finden ist. Dadurch hat man beim Lesen ein wenig das Gefühl einen Reiseführer vor sich zu haben.
Die Geschichten lassen sich flüssig lesen und obwohl manche davon schnell zu durchschauen sind, hat man seinen Spaß daran.
Man begegnet Brüder, die sich den Tod an den Hals wünschen oder eine blutjunge Lolita, die mit ihren Reizen geschickt zu manipulieren weiß. Die Geschichten reichen von humorvoll und auch zynisch, bis berührend und traurig.
Wenn ein Blinder den Fehler seines Lebens begeht und ein anderer Stimmen hört, die nur in seiner Fantasie existieren, leidet man einfach mit.
Sozusagen als Bonus darf man sich über eine andere Art der Danksagung der beiden Autorinnen am Ende des Buches freuen. Die ,,Triestingtaler Mordsfrauen´´ bieten kabarettistische Einlagen mit witzigen und originellen Dialogen. Man spürt, dass beide auf gleicher Wellenlänge liegen und es dadurch schaffen ihr Publikum zu unterhalten.
Wenn man Spaß, Unterhaltung, Spannung und Kultur gleichzeitig haben möchte, dann kann man sich getrost nach Niederösterreich begeben, wo auf anspruchsvollem Niveau gemordet wird.
Rezensionen von manu63:
Hexenverfolgung in Lemgo
Der Henker von Lemgo von Bettina Szrama
Mit ihrem historischen Roman Der Henker von Lemgo ist der Autorin Bettina Szrama ein Buch gelungen das mir unter die Haut ging. Der sehr gut recherchierte Roman führt die Leser zurück in eine Zeit, in der es schon genügte wenn ein missgünstiger Nachbar einen bezichtigte ein Hexer oder eine Hexe zu sein.
Einmal in die Mühlen der Justiz geraten gab es oftmals kein Entkommen, wenn die zuständige Obrigkeit das Ziel hatte Hexer und Hexen auszumerzen.
Anhand der Geschichte von Maria Rampendahl erlebt der Leser die Brutalität dieser Zeit. Die Autorin verniedlicht oder beschönigt nichts an den Folter-und Befragungsmethoden dieser Epoche. Dabei schafft sie es den Leser in den Bann der Geschichte zu ziehen und die Charaktere sehr plastisch darzustellen. Als Leserin habe ich mit den Protagonisten mitgelitten, war schockiert und empört über die Hexenverfolgung und hatte Mitleid mit den unschuldig Verurteilten.
Der Henker von Lemgo ist kein Gute-Laune-Buch das ich mal so eben nebenbei gelesen habe. Die Eindringlichkeit der Sprache und die Konfrontation mit dem damaligen Verhältnissen fand ich teilweise fast zu drastisch, sensiblen Gemütern würde ich das Buch nicht auf den Gabentisch legen, wer jedoch gut recherchierte Historie mag und sich vor den damaligen Realitäten nicht scheut, dem kann ich das Buch vorbehaltlos empfehlen.
Rezensionen von doreen.rachel@gmx.de:
The Girls
The Girls von Emma Cline
Klappentext:
Kalifornien, 1969. Evie Boyd ist vierzehn und möchte unbedingt gesehen werden ? aber weder die frisch geschiedenen Eltern noch ihre einzige Freundin beachten sie. Doch dann, an einem der endlosen Sommertage, begegnet sie ihnen: den ?Girls?. Das Haar, lang und unfrisiert. Die ausgefransten Kleider.
Ihr lautes, freies Lachen. Unter ihnen ist auch die ältere Suzanne, der Evie verfällt. Mit ihnen zieht sie zu Russell, einem Typ wie Charles Manson, dessen Ranch tief in den Hügeln liegt. Gerüchte von Sex, wilden Partys, Einzelne, die plötzlich ausreißen. Evie gibt sich der Vision grenzenloser Liebe hin und merkt nicht, wie der Moment naht, der ihr Leben mit Gewalt für immer zerstören könnte.
Meine Meinung:
Dieses Buch und die Geschichte um Evie musste ich erst mal sacken lassen um es objektiv zu bewerten. Während des Lesens wusste ich nicht so wirklich wie ich die Geschichte bewerten und finden soll. Nach dem Ende jedoch wurde mir die volle Wucht des Geschehens bewusst und welche Auswirkungen eine kurze Begegnung für ein junges Mädchen haben kann, das mit sich und seiner Welt unzufrieden ist. Welcher Teenager hat denn nicht manchmal das Gefühl missverstanden zu werden und aus der heilen Welt ausbrechen zu wollen?
Emma Cline hat sich sicherlich am Beispiel Charles Manson orientiert um uns Leser in die Welt einer Sekte einzuführen. 1969, Hippie Zeit und ein Guru namens Russell, der junge Mädchen dazu bringt alles zu tun was er von ihnen verlangt. Evie gerät rasch in die Fänge von Drogen und Sex. Sie fühlt sich missverstanden und ist somit leichte Beute der ?Girls?.
Der anspruchsvolle Schreibstil von Emma Cline lässt den Leser sicher nicht durch das Buch fliegen wie in einer leichten Sommerlektüre, doch ich wollte unbedingt wissen was es mit dieser Sekte auf sich hat und wieweit Evie bereit ist zu gehen, um den anderen zu gefallen, sodass ich das Buch innerhalb von 2 Tagen gelesen habe.
Das Buch ist keine leichte Kost, trotzdem bin ich froh, es gelesen zu haben und empfehle es sehr gern weiter.
Rezensionen von manu63:
Nichts ist wie zuvor
Ein MORDs-Team - Band 7: In den Trümmern (All-Age Krimi) von Andreas Suchanek
In den Trümmern lautet der Titel des siebten Bandes der Ein Mordsteam Reihe von Andreas Suchanek. Eine Bombe ist explodiert und hat die Highschool in Trümmer gelegt. Nicht jeder hat es überlebt, einige kämpfen noch ums Überleben. In diesem Band geht es hauptsächlich um diesen Kampf und die einzelnen Gruppen der Verschütteten und wie sie mit ihrer misslichen Lage fertig werden.
Außerdem erfährt der Leser mehr über den Rat der Gründerfamilien. Während Danielle, Mason, Alice und Bürgermeister Tyler auf Hilfe warten erzählt Tyler was 1984 passiert ist. Auch Shannon wächst über sich hinaus und der Leser erfährt genauer warum sie damals Richard geheiratet hat.
Die Rettungsmaßnahmen werden eindrucksvoll geschildert und ich konnte mir die Trümmerlandschaft der Highschool gut vorstellen. Wieder schafft es der Autor mich in den Bann der Geschichte zu ziehen und er vermeidet geschickt die Erwähnung relevanter Namen, so das weiter gerätselt werden kann, wer nun der Mörder ist und wer hinter der Maske des Grafen steckt. Der Cliffhanger von Band sieben ist nicht so heftig wie im Vorband, verspricht aber für die nächsten Bände interessantes.
Rezensionen von manu63:
Halbzeit
Ein MORDs-Team - Band 6: Das gefälschte Pergament (All-Age Krimi) von Andreas Suchanek
Band sechs der Ein Mordsteam Reihe vom Autor Andreas Suchanek mit dem Titel Das gefälschte Pergament nimmt die Leser mit zur Feier des Gründungstages die in der Highschool von Barrington Cove statt finden soll. Eigentlich soll es ein schöner Tag werden aber es soll anders kommen. Nachdem ein verwirrt wirkender Mann behauptet das die Gründungsurkunde eine Fälschung ist beginnen sich die Ereignisse zu überschlagen.
Mittlerweile hat das Mordsteam herausgefunden wer das Kind von Marietta ist wo wo es lebt.
Geschickt baut der Autor Informationen in die Geschichte ein, so das weitere Verdächtige auftauchen, Als Leser bin ich noch völlig im unklaren wer der Mörder von Marietta sein kann. Einmal mehr ist wieder eine neue Geschichte in die Rahmenhandlung eingebaut und der Leser muss um das Leben liebgewonnener Protagonisten bangen. Da ich weiß, das der Autor sich im Laufe einer Geschichte auch von Hauptcharakteren trennt, ist der Cliffhanger von Band sechs sehr stark. Ich würde auf jeden Fall Band sieben zur Hand haben wollen wenn ich beim Ende des sechsten Bandes angelangt bin. Dieses Mal geraten nicht nur die vier vom Mordsteam in Lebensgefahr auch Eltern, Freunde und Bekannte trifft es.
Rezensionen von manu63:
Es geht ereignisreich weiter
Ein MORDs-Team - Band 5: Schatten der Vergangenheit (All-Age Krimi) von Andreas Suchanek
Mit Band fünf der Ein Mordsteam Serie mit dem Titel Schatten der Vergangenheit ist fast die Hälfte der zwölf Bände rund um den Mord an Marietta King erreicht. Der Autor Andreas Suchanek führt die Leser zu einem alten Waisenhaus in dem in der Vergangenheit einiges an Ungereimtheiten passiert ist.
Hier soll auch Marietta ihr Kind zur Welt gebracht haben um es dann zur Adoption frei zu geben. Das Mordsteam will vor Ort Informationen suchen und gerät prompt in eine brisante Lage, bei der auch Lebensgefahr besteht.
In dieser Folge der Serie gibt es einige gefährliche Situationen für die Freunde und sie müssen erkennen das sie erst wieder sicher sind, wenn der Mörder von Marietta entlarvt ist. Die Geschichte ist weiterhin glaubwürdig aufgebaut, wobei den Freunden auch oft der Zufall zur Hilfe kommt. Der Autor hält den Zufall jedoch in glaubhaften Grenzen und zeigt immer wieder neue Fantasie um Situationen zu entschärfen. Es macht jedes Mal Spaß zu erraten wie der Autor die Freunde aus der Gefahrenzone schreibt und obwohl ich schon etliche Geschichten des Autos kenne, kann er mich immer noch verblüffen.
Rezensionen von Gudrun67:
Gut durchdachte und hervorragend umgesetzte Geschichtslektüre
Bühlerhöhe von Glaser Brigitte
Flüssiger Schreibstil, der die historischen Fakten hervorragend in Szene setzt und dem Leser interessante und unterhaltsame Geschichtslektüre beschert.
Die Beschreibung der Umgebung lässt den Leser an den Orten verweilen.
Die Umstände und Beweggründe sind interessant und schlüssig dargestellt.
Auch für Leser, die von der damaligen Zeit und den Begebenheiten kaum Ahnung haben, gut nachvollziehbar erläutert.
Die Charaktere werden so authentisch und lebendig beschrieben, dass man sich problemlos in sie hineinversetzen kann.
Das Buch handelt von der Rosa Silbermann, die von Deutschland nach Palästina emigriert ist und für den israelischen Geheimdienst tätig ist. Die zweite Protagonistin ist Sophie Reisacher, die es immer noch nicht verwunden hat, dass sie ihre Heimat Straßburg verlassen musste. Beide Frauen treffen in der Bühlerhöhle mit Bundeskanzler Konrad Adenauer aufeinander und jeder für sich hat seinen Job zu erledigen.
Die Vergangenheiten der Frauen mit den Entbehrungen und deren Beweggründe, wie sie die Zukunft gestalten, sind realistisch und detailreich dargestellt.
Mein Fazit: Gut durchdachte und hervorragend umgesetzte Geschichtslektüre
Rezensionen von StefanieFreigericht:
"Die richtige Art Leben führen" ? "Weil er er war; weil ich ich war"
Und damit fing es an von Rose Tremain
Rose Tremains Buch über die lebenslange Freundschaft von Gustav Perle und Anton Zwiebel wurde 2016 sowohl in deutscher Sprache als auch im englischen Original "The Gustav Sonata" veröffentlich. Der Roman ist in drei Teile gegliedert, ein Inhaltsverzeichnis ist hintangestellt; der erste Teil beschreibt die sehr unterschiedliche Kindheit und Freundschaft der beiden Jungen im Schweizer Matzlingen kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, der zweite die Vorgeschichte Emilies und ihres Ehemanns Erich, und der dritte Teil berichtet mit Rückblicken über die beiden als Erwachsene.
Gustavs Kindheit ist geprägt von Armut und der Verbitterung seiner Mutter durch den sozialen Abstieg der Familie und den frühen Tod des Vaters Erich ? dieser hatte die Arbeit bei der Polizei verloren, weil er vor dem Nationalsozialismus in die Schweiz geflohenen Juden geholfen hatte. Die Mutter erzieht Gustav dazu, er müsse wie die Schweiz sein: "Du musst dich zusammenreißen und mutig und stark sein und dich heraushalten. Dann wirst du die richtige Art Leben führen." S. 13 Gustav verinnerlicht ihre Prinzipien und verschließt seine Ängste. Anton hingegen, der Sohn eines Bankiers, ist empfindsam und ein begabter Klavierspieler. "Natürlich ist er ein Jude" meint Emilie über ihn. "Die Juden sind die Leute, wegen denen dein Vater gestorben ist, als er sie retten wollte." S. 31. Dieser freudlosen Kindheit Gustavs gegenüber stehen die Besuche bei Antons Familie, die Gustav mitnimmt zum Schlittschuhlaufen, in den Urlaub und als der begabte Anton am Klavier vorspielen soll. Aber Anton kann vor großem Publikum sein Talent nicht zeigen.
Die Autorin erzählt die Familiengeschichte, in beiden veränderten die Tode von Kindern das Leben der Eltern. Besonders Emilies Hoffnungen, aus ihrer ärmlichen, freudlosen Herkunft zu einem besseren Leben zu kommen, zerbrachen. "Wenn man jung ist, glaubt man, dass man noch eine Menge Zeit vor sich hat, dass man alles, was man plant, auch tun kann. Man merkt nicht, wie die Zeit vergeht, das ist das Schwierige daran. Denn sie vergeht trotzdem." S. 70 Der Leser erfährt bei Emilies Ehe vom Versuch, eine Beziehung aufrecht zu erhalten, wo nichts mehr ist, von rücksichtslosem Begehren, von Hoffnungslosigkeit, Müdigkeit, Verlust, Aufgeben.
Als Erwachsener versucht Anton die Lieblosigkeit seiner Mutter zu verdrängen: "sie hatte sich für die Person, die er war, im Grunde blind gestellt." Er wird Hotelbesitzer, bereitet anderen ein Heim fern der Heimat, sieht sich als "Sklave für anderer Leute Bedürfnisse und Wünsche" S. 261, das Hotel wird ihm zur Zuflucht gegen die Kälte. Anton wurde Musiklehrer, bis er feststellt, dass er mit dem Aufgeben seines Traums, Konzertpianist zu werden, nie versöhnt war. Er erhält eine späte Chance. Gustav ist längst bewusst, "dass eine unerfüllte heimliche Leidenschaft zwangsläufig zum körperlichen Zusammenbruch führt." S. 294. Irgendwann wird klar: "Wir müssen die Menschen werden, die wir hätten sein sollen" S. 327.
Der Roman liest sich leicht und zog mich schnell in seinen Bann ? beim ersten Mal bin ich so schnell hindurchgeflogen, dass mir das Material für eine Zusammenfassung fehlte. Bei der zweiten Lektüre merkt man besonders das Talent der Autorin zu unterschwelligen, (fast) versteckten Andeutungen. So deutet Tremain den vergangenen Nationalsozialismus an in den Ängsten von Antons Mutter: in ihrer Reaktion auf das Wort Lager, als die Jungen nur von ihrem Versteck im Wald berichten, oder auf Eisenbahnsignale, wenn der Ehemann sie beruhigen muss, dass der Zug nur deshalb halte. Wenn beim Klavierwettbewerb der Familienname statt Zwiebel als Zwebbel gesprochen wird, schwingt ein weiterer Unterton mit. Im späteren Verlauf berichtet ein Gast des Hotels Gustav von der Befreiung Bergen-Belsens. Das ist geschickt gemacht, der weitere Sinn für die Geschichte erschließt sich jedoch nicht.
Sprachlich ist Tremain zart, poetisch, melancholisch ? bis, ja bis auf das zweite Kapitel, das von geradezu besinnungslosem Begehren erzählt in Vulgärsprache ? ich mag diese Sprache nicht, finde aber ? eher zu meiner Überraschung ? dass sie hier passt zu dem von den zwei Nebenfiguren selbst so beschriebenen hauptsächlich animalischen Treiben. Insgesamt wegen der sonst beeindruckenden Sprache und unkitschigen Emotionalität 4,5 Punkte von 5.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Irmgard Mandl-Mair:
Eine verlorene Zeit ....
Das Geheimnis der verlorenen Zeit von John Wray
Nicht nur urlaubsbedingt kommt meine Stellungnahme zu spät. Nach mehreren Versuchen in die Geschichte einzutauchen ist es mir nicht gelungen dem Erzählstrang zu folgen. Entgegen meinem Leseverhalten habe ich schließlich den Versuch aufgegeben das Buch zu Ende zu lesen. Der Titel hat mich neugierig gemacht, das Geheimnis der verlorenen Zeit habe ich leider nicht erfassen können.
Zum ersten Mal vergebe ich nur einen Stern.
Rezensionen von Tarika:
Eine wunderbare Geschichte
Britt-Marie war hier von Backman Fredrik
Die 63-jährige Britt-Marie liebt es, wenn alles schön und sauber ist und erledigt diesen Job vierzig Jahre lang für ihren Mann Kent. Doch sie hat ihn verlassen, da er sie betrogen hat. Also muss Britt-Marie sich eine Arbeit suchen und landet so im beschaulichen Örtchen Borg, einem Dorf mit einer Straße, die hinein- und wieder hinausführt.
Borg leidet unter der Finanzkrise und viele Geschäfte mussten geschlossen werden. Das einzige, was den Bewohnern geblieben ist, ist die Begeisterung für Fußball. Und damit kann Britt-Marie nicht wirklich was mit anfangen?
Fredrik Backmans Schreibstil ist sehr angenehm und man fliegt quasi nur so über die Seiten. Die lockere und leicht ironische Erzählweise macht Spaß und das eine oder andere Mal musste ich wirklich schmunzeln, aber auch die emotionale Seite wird nicht ausgelassen.
So ist Britt-Marie ein Charakter von dem man anfangs denkt, dass man eigentlich nicht so viel von ihr lesen will, denn sie schein anstrengend, denn, so wird immer wieder über das Buch hinweg betont, dass Britt-Marie keine Vorurteile habe ? zumindest nicht nach außen hin. Doch auf ihre ganz eigene Weise ist die Protagonistin wirklich liebenswert, denn sie ist einfach ein herzensguter Mensch und tut einem durch die Geschichte von ihrem Mann Kent doch ein wenig Leid und man hat sie doch ziemlich schnell gern.
Aber auch Borg hat viele bezaubernde Bewohner, die jeder einzigartig für sich sind und der Geschichte doch ein wenig Tiefe geben, da doch auch in so einem kleinen Dorf wie Borg hat jeder mit seinen eigenen Schicksalen zu kämpfen haben. Und so ist es nicht nur Britt-Marie, die dieses Buch ausmacht, sondern ein Zusammenspiel von den Dorfbewohnern und ihr. Auf ihre schrullige, pedantische Art mischt Britt-Marie aber auch hier auf, und es gibt viele schön, lustige, aber auch traurige Momente.
So merkt man auch ? selbst wenn man kein Fußballfan ist ? wie sehr die Bewohner von Borg dieses Spiel lieben und wie begeistert sie davon sind. Fast schon meinte man, dass die Begeisterung dafür auch auf den Leser abfärben könnte. Auf jeden Fall versteht man, wieso sie diesen Sport lieben, denn viel ist in dem kleinen Dorf leider nicht geblieben.
?Britt-Marie war hier? konnte mich auf ganzer Linie begeistern und auch die Protagonistin hatte man schließlich gern. Ich fühlte mich gut unterhalten mit Humor, aber auch mit ernsten Themen.











