Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Marianne Schaffer-Schellander:
Belanglos, langweilig
Strandbadrevolution von Kurt Palm
Dieses Buch war für mich in seiner Belanglosigkeit unlesbar. Nach fast 70 Seiten hielt ich die langweiligen Dialoge nicht mehr aus und klappte das Buch für immer zu.
im Shop ansehen weitere Rezensionen von Marianne Schaffer-SchellanderRezensionen von Marianne Schaffer-Schellander:
Großartige Sprache ? schrecklicher Inhalt
Das Floß der Medusa von Franzobel
Dieses Buch ist ein sprachliches Kunstwerk, ebenbürtig des Bildes von Theodore Gericault in seiner Spannung und Dramatik. Möglicherweise rückt Franzobel für die vielen Toten, die dieses Unglück nicht überlebten, die Wahrheit ins rechte Licht und bringt ihnen Gerechtigkeit entgegen. Wegen der unüberbietbare Grausamkeit des Inhalts müsste man das Buch sofort aus der Hand legen, die großartige sprachliche Schilderung hat das bei mir jedoch verhindert.
Rezensionen von Nelebooks:
Erich und die Bäume
Das Floß der Medusa von Franzobel
Cover: Das Cover ist recht einfach gestaltet und erweckt dennoch Interesse. Durch die Farbe, die schräge Schrift, die "Büschel" und den Titel musste ich mir das Buch genauer anschauen und den Klappentext lesen, da ich mir auch nicht viel darunter vorstellen konnte.
Sprecher: Den Sprecher kannte ich zuvor nicht.
Adam Nümm hat eine recht sympathische Stimme, doch teilweise empfand ich sie als etwas monoton, so dass ich mich manchmal zum konzentrierten Zuhören zwingen musste.
Charaktere: Die Charaktere sind gut beschrieben, so dass ich sie mir gut vorstellen konnte. Erich ist ein interessanter, vielfältiger und tiefgängiger Charakter. Katharina ist mir sympathisch. Wolodja fand ich auch sehr interessant.
Handlung: Ich bin recht gut in die Geschichte hinein gekommen. Der Sprung der Zeit macht es interessanter und abwechslungsreicher. Die ganze Geschichte ist andersartig und damit unterhaltend, unvorhersehbar und abwechslungsreich. Wolodjas Geschichte fand ich überaus interessant und habe hier überaus konzentriert zugehört - sehr berührend und gut beschrieben. Teilweise erschien es mir zwischendurch etwas langatmig.
Fazit: Eine wirklich sehr interessante Geschichte, die tiefgängig ist.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Petra Hesse:
Das wussten schon die Römer
Das Floß der Medusa von Franzobel
Dass "der Mensch des Menschen Wolf" sei, wussten schon die Roemer. Bis heute ist die Spruchweisheit "Homo homini lupus" nicht in Vergessenheit geraten ... mit stets sich erneuernden schlechten Gründen. Was erzaehlt uns Franzobel Neues über das Wesen des Menschen, über sein Verhalten in einer lebensbedrohlichen (Konkurrenz-)Situation? Dass Standesprivilegien weder dem Wohl der Gemeinschaft noch der Erfüllung von Leistungsanforderungen dienen - wussten wir; dass alle Zivilisation nur eine duenne Tuenche ueber animalischen Instinkten ist - wussten wir; dass in jedem Menschen Gutes und Boeses nahe bei einander wohnen - wussten wir.
Bleibt das ebenfalls bekannte Sujet des historischen Romans, episodenreich und in expressiver Bildlichkeit erzaehlt von einem Erzaehler, der sein gestaltendes Eingreifen, seine eigene, aus unserer Gegenwart zurueckblickende Vorstellungskraft nie verhehlt. Eine historische Parabel für heutige Bootsfluechtlinge? Eine Mahnung an die moralische Fragwuerdigkeit von jederman und -frau? Nach 600 Seiten kann ich mich eines Gefuehls der Ueberfluessigkeit dieser Lektuere nicht erwehren.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Maria Dörfler:
Heute denken die Protagonisten wohl über ihre Pension nach....
Strandbadrevolution von Kurt Palm
Wohl jeder und jede zwischen 50 und 70 im heutigen Österreich findet sich mehr oder weniger wieder. Die Träume, die Möglichkeiten, alles anders und natürlich besser zu machen, der Wunsch nach kleinen Revolutionen, die Angst vor Revolution und deren Folgen, die Unsicherheiten in den Beziehungen zur Jugendgruppe und zum anderen Geschlecht.
Mit viel durchaus liebevoller Ironie und Witz wird die Entwicklung beschrieben und erlangt fast unbemerkt Tiefe. Ein fast harmloses Lesevergnügen, bei dem sich viel Ernstes zwischen den Zeilen einschleicht.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Maria Dörfler:
Grauenhaft und grandios
Das Floß der Medusa von Franzobel
Ein wahrhaft unglaubliches Buch!
Es wird ein unheimliches, buntes Sittenbild entworfen in teilweise faszinierendem Stil. Dadurch ist fast ein Zwang da, weiterzulesen, obwohl das Ende von Anfang an klar ist.
Grenzenlos die Grausamkeiten, die in allen Details beschrieben werden.
Erschütternd, wie sehr am Ende niemand hören will von den Leiden und von der Tragik der Toten und der Überlebenden.
Parallelen zur Gegenwart drängen sich auf. Menschen sind immer perfekt im Verdrängen.
Ich hätte mir gewümscht, dass irgendwo, irgendwer auch menschlich und altruistisch agiert!
Sehr schwere Kost, aber dennoch grandios!
Rezensionen von Janine2610:
Vorweihnachtliches Durcheinander
Winterfunkeln von Mary Kay Andrews
Dooferweise habe ich mir nach dem Lesen von Band eins der Southern-Dilogie etwas zu lange Zeit gelassen, um mit Band zwei, dem vorliegenden Buch, fortzufahren, denn leider wusste ich nicht mehr, was in »Weihnachtsglitzern« plotmäßig genau vor sich gegangen ist. Aber das war auch nicht so tragisch, habe ich gemerkt, denn einige Details und alles Wissenswertes aus dem ersten Teil wurden hierin sowieso nochmal kurz erklärt und zusammengefasst, sodass es wohl auch absolut kein Problem darstellen dürfte, Band eins gar nicht gelesen zu haben.
Ich bin ziemlich schnell wieder reingekommen in die Geschichte um Eloise und ihrer besten Freundin BeBe (die derzeit hochschwanger ist). Ich kann mich noch aus dem Vorbuch erinnern, dass BeBe und Eloise abwechselnd aus ihrer Sicht die Geschichte erzählt haben. Auch hier war das wieder so. Der Klappentext ist in dieser Hinsicht etwas aussparend, denn der bezieht sich fast ausschließlich auf Eloise und ihre Schwierigkeiten vor dem Weihnachtsfest. Aber eigentlich nehmen BeBe Loudermilks Probleme in dem Buch einen mindestens ebenso großen Part ein - und es wird ja auch sehr viel aus ihrer Perspektive erzählt - ich finde also, das sollte man wissen, dass Eloise hier nicht die einzige Hauptfigur ist.
Ich fand die Story einfach urwitzig mit ihrer ganzen Situationskomik und die vielen tollen Buchfiguren, die man fast alle total schnell ins Herz geschlossen hat (besonders Eloises Mutter ist einige Lacher wert), haben meine Begeisterung für dieses süße Weihnachtsbüchlein nur noch verstärkt.
Ich mochte den ausschmückenden und wundervoll bildhaften Schreibstil der Autorin total gerne. Gerade in der Weihnachtszeit finde ich solche ausführlichen Beschreibungen über die Dekoration und das Ambiente einfach nur bezaubernd und zum Genießen.
EIN WOHLFÜHLBUCH DURCH UND DURCH
Das ist eben so ein richtiges Wohlfühlbuch mit ein wenig Kitsch und einem Happy End. Es geht um so Themen wie Schwangerschaft und Hochzeit, aber auch die Sorge um den Partner, Fremdgehen oder Probleme bei der Scheidung spielen eine Rolle. Emotional gesehen hat man also ziemlich viel Achterbahnfahrt dabei, das hat mir gut gefallen, weil es Abwechslung hineingebracht hat.
Wenn man sich mal wieder ein leicht zu lesendes, anspruchsloses Lektürchen gönnen mag, dann ist man mit »Winterfunkeln« bestimmt gut bedient. Hierin findet sich einfach alles, was man zum Wohlfühlen mit sich selbst braucht. Ein paar Stunden ins weihnachtliche Durcheinander mit Eloise und BeBe einzutauchen, unterhält nicht nur wunderbar, sondern lässt einen sogar das eigene private Chaos vor Weihnachten ganz gut für eine Weile vergessen. ;)
Rezensionen von Laszlo Zoltan:
Tragikomödie der 70er
Strandbadrevolution von Kurt Palm
Die alten Themen Liebe und Tod werden sehr humorvoll und tragisch in der Sommerwelt eines 17jährigen der 70er- Jahre verarbeitet. Kurt Palm erzählt unterhaltsam eine Geschichte, bei der die Revolution nicht stattfindet.
im Shop ansehen weitere Rezensionen von Laszlo ZoltanRezensionen von Lotta:
Mittelmäßig, hat mich zu keiner Zeit vollkommen gepackt
Sie werden dich finden von Rayburn James
Kate Swift ist auf der Flucht. Seitdem der Vater ihrer Tochter ermordet wurde und sie daraufhin die Praktiken der CIA bekannt gemacht hat, lebt sie unter falschem Namen, doch ist die Tarnung von dauer?
Der Schreibstil ist recht ungewöhnlich, hält er doch bei vielen Charakteren oder Situationen an Details fest, die nicht wirklich zielführend für den Verlauf der Geschichte sind und auch keinen wirklichen Mehrwert bieten.
Es wird aus mehreren Perspektiven in willkürlicher Reihenfolge erzählt.
Mich hat der sehr schnelle und auch blutige Start in diesen Thriller sehr überrascht, doch wird es recht schnell wieder ruhiger.
Zum Ende hin ist der Autor sehr mutig und traut sich etwas, was wirklich nicht vorhersehbar ist.
Leider konnte mich der Verlauf der Geschichte zu keiner Zeit vollkommen packen, dies liegt nicht nur an den zusätzliche Details sondern auch daran, dass die Charaktere irgendwie alle einen weg haben. Ich hoffe sehr, dass die reale CIA aus deutlich weniger verrückten Menschen zusammen gesetzt ist.
Insgesamt war ich so etwas enttäuscht, zwar bekommt man hier mal einen Agententhriller bei dem bei weitem nicht alles glatt läuft, doch der Schreibstil macht es mit den Charakteren zusammen wirklich zu nichte. Somit komme ich auf 2 von 5 Sternen.
Rezensionen von Lotta:
Schockierender Einblick in die NS-Zeit
Der letzte Überlebende von Pivnik Sam
Sam Pivnik ist einer der Überlebenden von Auschwitz. Als er 13 war, kamen die Deutschen und in seiner Autobiografie erzählt er von seinen Erlebnissen in der Hölle und wie er sie überstanden hat. Insgesamt hat er mehr Leben als eine Katze verbraucht, denn Sam hätte 14 mal in dieser Zeit sterben können.
Das Cover vermittelt schon die entsprechend düstere Atmosphäre, die es bei solchen Erlebnissen gibt. Ein Junge in den bekannten gestreiften KZ-Klamotten auf Bahngleisen bei eher schlechtem Wetter.
Aus der Ich-Perspektive heraus erlebt der Leser die grauenhaften Erlebnisse von Sam Pivnik. Dabei kommt besonders gut die Wandlung von einer friedlichen Kindheit zu den erschreckenden Erlebnissen in der Kriegszeit als Teenager heraus.
Ich habe noch nicht sonderlich viele Bücher aus dieser Zeit, mit vor allem wahren Erlebnissen, gelesen und somit waren die Eindrücke aus den verschiedenen KZ-Lagern für mich teils neu, aber auch erschreckend bildhaft beschrieben. Es ist auch nach so vielen Jahren immer noch unglaublich, wie so etwas passieren konnte und mit welcher Willkür zwischen Tod durch Gas und Leben in Gefangenschaft am Minimum entschieden wurde.
Insgesamt liefert dieses Buch schockierende Einblicke in die NS-Zeit. Alles kommt sehr glaubwürdig rüber und kann den Leser kaum kalt lassen. Gleichzeitig kann man kaum das Buch weglegen, weil man hofft, dass das Grauen für Sam doch endlich ein Ende haben muss. So vergebe ich 5 Sterne.







