Kunden em pfehlungen
Rezensionen von HEYN Leserunde Volker Moser:
'Die unglaublich dichte Sprache der Autorin lässt unmittelbar Bilder im Kopf des Lesers entstehen, die ihn bei der Lektüre nicht mehr loslassen.'
Elsa ungeheuer von Rosenfeld Astrid
Leicht zu lesen jedoch keine leichte Kost!
Eine Geschichte, deren Szenen in grellen Farben die Entwicklung eines Jungen schildert. Der Bogen spannt sich von berührenden Momenten, über sämtliche Facetten des Missbrauchs, menschliches Streben und Scheitern, hin bis zur Einsicht oder sogar Erkenntnis.
Die unglaublich dichte Sprache der Autorin lässt unmittelbar Bilder im Kopf des Lesers entstehen, die ihn bei der Lektüre nicht mehr loslassen.
Rezensionen von Alexandra Clementschitsch:
'Ein Buch, eine Geschichte, die komischer und zugleich trauriger nicht sein könnte. Ein Buch, das anrührt, tief geht und bewegt.'
Elsa ungeheuer von Rosenfeld Astrid
Ein Buch, eine Geschichte, die komischer und zugleich trauriger nicht sein könnte.
Ein Buch, das anrührt, tief geht und bewegt.
Ein Buch, über die Liebe, die oft aussichtslos und unerreichbar ist, über Rache und Enttäuschung und über die großen Träume, die wie Seifenblasen zerplatzen.
Eine Mutter, die in den Tod springt, weil ihre grüne Mütze, die sie Sommer wie Winter als Talisman auf ihrem Haupt trägt, plötzlich verschwindet, so beginnt der Roman und somit auch die Traurigkeit, die sich vom Anfang bis zum Ende durchzieht.
Ein untröstlicher Vater, der Vergessen im Alkohol sucht, zwei Brüder, Karl und Lorenz, acht und elf Jahre alt, und Elsa. Elsa, das Mädchen mit den Streichholzarmen und dem Wunsch nach adeligen Waden und Fesseln. Glücklicherweise gibt es Herrn Murmelstein, von den Kindern liebevoll Murmeltier genannt, der wie ein guter Geist die Kinder zu beschützen versucht und erotische Gutenacht-Geschichten zum Besten gibt. Aber das Schicksal der drei Kinder kann auch er nicht aufhalten.
„Kommt, ihr herrlichen Kinder, ich bringe euch nach Hause.“ Sie umarmte mich. Flüchtig, vielleicht nicht einmal mit Absicht, streiften ihre Lippen meine Wangen. Eine Berührung, von der ich mich nie wieder erholen sollte.
…, zwei Kinder, und mindestens eines von ihnen hatte in dieser Nacht das Ende der Welt erreicht.
Man kann über die Liebe eines kleinen, dicken Jungen lachen. Aber man sollte nicht.
Ich bin hier, weil ich dir immer gefolgt bin.
Ich bin hier, weil deine Lippen einmal meine Wangen gestreift haben und ich mich von dieser Berührung nie wieder erholt habe.
Ich bin hier, weil ich den Schatten eines Wolfes nicht von dem eines Hundes unterscheiden kann.
Es sind diese geschriebenen Wörter, die den Zauber des Buches ausmachen!
Rezensionen von Doris Moser:
'Was man sich nicht erwarten sollte: dass die Story mit den Figuren mithalten kann, dass man den Figuren irgendwie nahe käme, dass die Geschichte eine Moral hat. Macht nichts, macht Spaß!'
Elsa ungeheuer von Rosenfeld Astrid
Am Ende der Geschichte lebt die Prinzessin des Murmeltiers mit einem Schweineschlachter auf einer texanischen Rinderfarm, Lorenz malt in 86 Schichten die Ewigkeit, Mrs. Graham ist tot und Karl steht wie immer daneben. Skurrile Figuren, aberwitzige Handlungselemente, Dorfleben und Kunstleben um eine Schraubendrehung aus der Normalität ‚verrückt‘, um Haaresbreite an Klischee und Kitsch vorbei, meistens jedenfalls.
Und jedenfalls gut geschrieben. Was man sich nicht erwarten sollte: dass die Story mit den Figuren mithalten kann, dass man den Figuren irgendwie nahe käme, dass die Geschichte eine Moral hat. Macht nichts, macht Spaß!
Rezensionen von Harald Schellander:
'Kann die Autorin mit "Elsa ungeheuer" an die Glanzleistung ihres Debüts anschließen? Meine Antwort vorweg: Sie kann. Und wie!'
Elsa ungeheuer von Rosenfeld Astrid
Astrid Rosenfelds Romandebüt "Adams Erbe" war für mich eines der besten Bücher der letzten Jahre. Ich stellte mir daher die Frage: Kann die Autorin mit "Elsa ungeheuer" an diese Glanzleistung anschließen? Meine Antwort vorweg: Sie kann. Und wie! Im Mittelpunkt stehen mit Karl "Fetti" Brauer, seinem Bruder Lorenz und Elsa Gröhler, die Königin des Murmeltiers, drei Menschen, die schon als Kinder das Ende der Welt erreicht haben.
Als Erwachsene versuchen sie, sich in den Stürmen des Lebens einen Rest von Unschuld zu bewahren. "Die wenigsten schaffen es da draußen, wo die Schatten eines Hundes kaum von dem eines Wolfes zu unterscheiden sind." Wer ist Hund und wer Wolf, wer Ungeheuer und wer guter Mensch? Astrid Rosenfeld spielt mit diesem zentralen Thema ihres Buches sowohl inhaltlich als auch sprachlich ungemein geschickt. Letztlich obsiegt in all dem Untröstlichen die Gnade. Als Leser lerne ich: Wer überleben will, muss unterscheiden lernen. Und dabei hilft es, die Augen aufzumachen. Persönlicher Tipp: Mindestens ein zweites Mal lesen, um alle Details und Verknüpfungen genießen zu können.
Rezensionen von Marianne Schaffer-Schellander:
'Es gelingt der Autorin von der ersten bis zur letzten Seite den Spannungsbogen mit vielschichtigen Charakteren aufzubauen und zu halten.'
Elsa ungeheuer von Rosenfeld Astrid
Astrid Rosenfelds Roman ist ein wahres Kunststück. Es ist ein Vergnügen für den Leser, den Fäden der Geschichte wie denen eines unsichtbaren Seidenteppichs zu folgen, um zu entdecken wie alles miteinander verknüpft ist. Es gelingt der Autorin von der ersten bis zur letzten Seite den Spannungsbogen mit vielschichtigen Charakteren aufzubauen und zu halten.
Unverblümt werden die Auswirkungen einer lieblosen Kindheit und einer tiefen, aber unglücklichen Liebe geschildert. Letztlich siegt aber die Hoffnung und Vieles darf gut werden. Mich hat das Buch dazu angeregt, hinter die Kulissen "ungeheuerlicher Menschen zu blicken.
Rezensionen von Andrée Feyertag:
'Die Charaktere sind sehr gut beschrieben und auch das Ende passt super. Ich werde es jedenfalls weiterempfehlen.'
Elsa ungeheuer von Rosenfeld Astrid
Das Buch hat mir sehr gefallen! Es hängt ein bisserl in der Mitte. Das dürfte aber vielleicht mit dem eigenen Erfahrungsspektrum zusammenhängen, da mir der Abfall des armen Karl nicht ganz schlüssig abläuft. Es ist sehr lustig zu lesen und man spürt das "Fast-Hotel". Die Charaktere sind sehr gut beschrieben und auch das Ende passt super.
Ich werde es jedenfalls weiterempfehlen, obwohl ich nicht sicher bin, ob der Präriehund nicht dreibeinig statt einbeinig sein sollte. (Die Fortbewegung eines einbeinigen Tieres erscheint mir nicht ganz nachvollziehbar.)
Rezensionen von HEYN Leserunde Manfred Angerer:
'Eine Geschichte, aus der (Un)tiefe des bürgerlichen Lebens gegriffen, präsentiert mit Sprachwitz und einer Leichtigkeit, die bei mir einige Zeit gebraucht hat, um die darunter liegende Ebene wahrzunehmen. Absolut empfehlenswert.'
Elsa ungeheuer von Rosenfeld Astrid
Warum schmückt ein Mädchen mit spindeldürren Armen und etwas kräftigeren Wadeln und Fesseln ihre Beine mit bunten Tüchern, vorzugsweise Krawatten? Und dies in der guten alten Zeit, in der alles so „normal“ war. Diese – für den Lauf der Weltgeschichte sicherlich unbeachtliche – Frage hat mich durch das Buch „Elsa ungeheuer“ von Astrid Rosenfeld begleitet.
Astrid Rosenfeld zeichnet in diesem Buch Charaktere, die auf den ersten Blick schräg und ausgefallen erscheinen, auf den zweiten Blick aber – im Kontext des beschriebenen Umfeldes – als durchaus verständlich und nachvollziehbar. Mit einem Sprachwitz, wie aus „Adams Erbe“ bekannt, zieht Astrid Rosenfeld eine rasante Linie von der scheinbaren „Normalität“ eines deutschen Dorfes auf dem Lande über die Absurdität vieler Aspekte der internationalen Kunstszene und nach einem Zwischenstopp auf eine einsam gelegene Farm in den USA wiederum zurück auf das Dorf auf dem (deutschen) Lande. Die Story ist teilweise skurril, oder besser: zeigt Aspekte aus der „guten alten Zeit“, an die wir uns besser nicht mehr erinnern wollen. Oder gibt es diese Aspekte in unserer Gesellschaft noch immer? Eine Geschichte, aus der (Un)tiefe des bürgerlichen Lebens gegriffen, präsentiert mit Sprachwitz und einer Leichtigkeit, die bei mir einige Zeit gebraucht hat, um die darunter liegende Ebene wahrzunehmen. Absolut empfehlenswert.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Renate Pfeiffer:
'Eine Geschichte voller Entdeckungen, sehr poetisch in der Sprache und so dicht gewebt, dass man das Buch mindestens noch ein zweites Mal lesen muss, wenn man alle Verknüpfungen erkennen will.'
Elsa ungeheuer von Rosenfeld Astrid
Für mich ein sehr berührendes Buch, poetisch, verrückt und eigentlich tieftraurig. Es sind drei einsame Kinder, denen wir hier begegnen: Karl und Lorenz, deren Mutter sich umgebracht hat, und Elsa, wild und anmaßend, von ihrer Mutter abgeschoben und vergessen in dem kleinen Dorf in der Oberpfalz.
Astrid Rosenfeld schildert uns das Leben dort aus der Sicht von Karl, und diese kindliche Sicht hat ihren eigenen Reiz. Wer selber eng mit Geschwistern aufgewachsen ist, wird vieles wiedererkennen: die selbstverständlichen Gemeinsamkeiten, den Zusammenhalt - und die Erkenntnis, dass man doch nicht alles teilen kann.
Elsa, von der nicht nur Karl fasziniert ist, verschwindet dann bald ins ferne Ausland, Karl und Lorenz tauchen ein in die verrückte Welt einer Kunstszene, in der es nicht um Kunst, sondern vor allem um Machtspiele und irrationale Geldflüsse geht. Erst nach und nach wird klar, wie die Ereignisse von Anfang an miteinander in Verbindung stehen und alles doch wieder mit Elsa zu tun hat.
Eine Geschichte voller Entdeckungen, sehr poetisch in der Sprache und so dicht gewebt, dass man das Buch mindestens noch ein zweites Mal lesen muss, wenn man alle Verknüpfungen erkennen will.


