Kunden em pfehlungen
Rezensionen von lenicool11:
Nur Eishockey? Oder doch mehr?
Kleine Stadt der großen Träume von Backman Fredrik
Inhalt
Wer glaubt noch an Björnstadt? Es liegt viel zu weit hinter den dunklen Wäldern im Norden. Doch die Menschen hier halten zusammen. Und sie teilen eine Leidenschaft, die sie wieder mit Stolz erfüllen könnte. Die den Rest der Welt an Björnstadt erinnern könnte. Vielleicht sogar Arbeitsplätze bringen, eine Zukunft.
Deshalb liegen alle Träume und Hoffnungen nun auf den Schultern ein paar junger Björnstädter. Noch ahnt keiner in der Stadt, dass sich ihre Gemeinschaft über Nacht für immer verändern wird.
Meine Meinung
Als ich das Buch zur Hand nahm war ich total gespannt was für eine Geschichte Backman diesmal mit viel Humor erzählt .... und er hat mich überrascht. Alleine das erste Kapitel ist mal etwas ganz anderes für ihn und trotzdem habe ich mich ab der ersten Seite wohl gefühlt. Björnstadt ist ein Ort im Nirgendwo mit vielen Problemen, der Autor stellt diese Gefühlswelt perfekt dar. Er hat eine emotionale und spannende, mit sehr viel Tiefe ausgestattete Geschichte entwickelt. Das Buch regt zum Nachdenken an und öffnet die Augen über die Kultur im Sport, aber auch über die Verletzlichkeit von Mädchen und Frauen.
Die Protagonisten in diesem Buch sind wirklich einsame Spitze gewesen, man konnte ihre Handeln nachvollziehen, auch wenn man mit ihnen nicht immer einer Meinung war. Backman hat meinen größten Respekt, dass er sich an so ein Thema herantraut und trotz dieses Themas das Buch mit seinem tollen Humor spickt.
Fazit
Jeder der Backman mag wird begeistert sein, auch wenn es ein wenig anders ist als die vorherigen Bücher. Und jeder der einfühlsame Geschichten mit Humor mag, empfehle ich dieses Buch. Ich warte jetzt sehnsüchtig auf den zweiten Band und den nächsten Backman überhaupt.
Rezensionen von Maeddsche:
Potenzial nicht genutzt
Der Serienkiller, der keiner war von Dan Josefsson
Cover:
Das Cover ist schlicht und trotzdem aussagekräftig. Der in weiß auf schwarzem Hintergrund abgebildete Wald stellt für mich einen Zusammenhang zum Einstieg des Buches her, in dem wir die Ermittler bei der Suche der angeblichen Leichen in einem Wald begleiten. Die rote Schrift wirkt auf dieser farblosen Darstellung gleich noch deutlicher, was dadurch unterstützt wird, dass sie erhaben ist.
Insgesamt ein schön gestaltetes Cover, das ansprechend wirkt.
Inhalt:
Wie Cover und Klappentext schon verraten, handelt es sich um einen der größten Justizskandale der Geschichte Schwedens, von dem ich – bis zu diesem Buch – noch nie etwas gehört hatte.
Als Einstieg begleiten wir die Ermittler bei ihrer Suche nach den angeblichen Opfern von Sture Bergwall alias Thomas Quick. Dieser Einstieg war der Grund warum ich das Buch überhaupt lesen wollte, da er sehr interessant gestaltet ist und Lust auf mehr macht.
Danach folgt aber erst einmal ein langer Part der sich mit den Psychotherapeuten beschäftigt, die direkt oder indirekt mit Stures Fall zu tun hatten.
Insgesamt ist das Buch in verschiedene Kapitel unterteilt, die auch in einer Inhaltsangabe aufgelistet sind, was daran liegt, dass es sich hierbei um ein Sachbuch handelt und nicht etwa um einen Krimi nach wahrer Begebenheit.
Leider hat mir der Stil des Autors absolut nicht zugesagt, sodass ich das Buch nach circa der Hälfte abgebrochen habe und somit auch nicht mehr zum Inhalt sagen kann.
Fazit:
Mir war der Part über die Psychotherapeuten einfach zu ausführlich und zu fachsimplerisch. Man wurde mit Fachbegriffen und Personen geradezu überschüttet und alles wurde bis ins kleinste Detail ausgeführt. Klar, um die Intentionen und das Handeln der Psychotherapeuten nachvollziehen zu können, muss man ein gewisses Hintergrundwissen haben, das war aber eindeutig zu viel des Guten – auch für ein Sachbuch. Trotz dieser Genrezugehörigkeit handelt es sich bei dem Thema um einen Justizfall, der von sich aus schon spannend ist. Der Autor hat es meiner Meinung nach versäumt diese Spannung aufzugreifen und sich zu Nutzen zu machen.
Ich habe den Teil über die Psychotherapeuten nicht ganz zu Ende gelesen und bin dann zu dem Kapitel gesprungen, wo es wieder mehr um den Fall und Sture/Thomas ging. Dieser Sprung, bei dem ich knapp 100 Seiten ausgelassen hatte, gelang mir problemlos und bestätigt mir somit, dass diese detaillierten Ausführungen nicht nötig waren um den eigentlichen Fall zu verstehen. Zwar war der Teil über den Fall dann wieder etwas interessanter, mir war die Lust an dem Buch zu diesem Zeitpunkt aber schon vergangen, sodass ich mich entschied es nicht mehr weiter zu lesen.
Vielleicht gebe ich dem Buch irgendwann noch einmal eine Chance und lese nur den Teil über den eigentlichen Fall. Aktuell habe ich daran erst einmal kein Interesse, was ich schade finde, da die Story viel Potenzial hat – die Umsetzung hat nur nicht gestimmt.
Rezensionen von Arachnophobia:
Kann eine Dystopie lustig sein?
QualityLand,7 Audio-CD von Marc-Uwe Kling
Oder: Von einem, der auszog, von seinem Rückgaberecht Gebrauch zu machen.
Es war einmal in einer nicht näher bestimmten Zukunft. Deutschland gibt es nicht mehr, nur noch Qualityland. Das Land der Superlative. Bewohnt von den besten Menschen, Entwickler der neuesten Technik, regiert von der größten Koalition.
Alles ist vernetzt, verkabelt, online. Smart Homes, Smart Cars, Smart Doors, Smart Drones – alles ist smart! Dennoch wagt es ein Einzelner, sich in den Kampf gegen die Übermacht der großen (Verzeihung: größten) Konzerne zu stürzen.
Peter Arbeitsloser, der zwar selbst nichts für seinen Nachnamen kann, aber durch diesen dennoch stigmatisiert ist, lebt ein eher normales, durchschnittliches Leben. Er erhält von „The Shop“ („Der weltweit größte Versandhändler“) einen Artikel, den er nicht will. Ein Skandal! In einer Zeit, in der Onlinehändler eher wissen, was der Verbraucher benötigt, als er selbst, ist es quasi unmöglich, dass ein Irrtum vorliegt. Schließlich machen Maschinen keine Fehler.
Der Leser respektive Hörer begleitet nun Peter in seinem Alltag bis zu diesem Schlüsselerlebnis und auf seiner dann startenden kleinen Odyssee. Klings wunderbar schräge, zum Teil auch überzogene Ideen und Beschreibungen einer vermeintlich besseren, utopischen Welt waren durchweg plastisch und gut vorstellbar. Viele Dinge wirken zwar übertrieben und sind es auch, aber dennoch lässt sich nicht leugnen, dass sie lediglich eine überspitzte Darstellung der derzeitigen Entwicklung sind. Unsere Häuser und Alltagsgegenstände lassen sich mittlerweile vernetzen, das selbstfahrende Auto ist keine Zukunftsmusik mehr, die ersten Testläufe zur Drohnenbelieferung sind auch durch und wer weiß, wie lange es von personalisierter Werbung zu „Ich weiß, was du brauchst!“ ist. Immerhin quatschen uns diese ganzen Gegenstände momentan noch nicht zu.
Die Charaktere sind abwechslungsreich gestaltet, wenn auch natürlich etwas klischeehaft – aber genau das passt einfach perfekt zur Story und dem gesamten Setting, das natürlich an Orwells „1984“ erinnert, allerdings mit einer großen Prise Humor und einem Schuss Speed gewürzt. Vor allem die nichtmenschlichen Charaktere in Peters temporärer und ständiger Begleitung konnten bei mir für einige Lacher sorgen. Sehr schön werden auch die verschiedensten Stereotypen, die einem in unseren heutigen sozialen Netzwerken ebenfalls begegnen, aufs Korn genommen.
Marc-Uwe kling kennt man bisher in erster Linie durch seine Känguru-Trilogie und natürlich drängt sich ein Vergleich geradezu auf. Das zum Teil Schnodderige, das Sarkastische, die Wortspielereien – all das findet sich selbstverständlich auch in „Qualityland“. Der Aufbau ist hier allerdings ein klassischer Roman mit einer durchgehend erzählten Storyline im Gegensatz zu den episodenhaften, nur lose zusammenhängenden Känguru-Chroniken. Aber auch in diesem Genre konnte mich der Autor durchweg überzeugen, ohne dass es große Längen und Durststrecken gab. Der immer durchscheinende Humor, wenn auch zum Teil nur in kleineren Spitzfindigkeiten erkennbar, zieht sich durch die gesamte Geschichte und machte es mir schwer, Pausen einzulegen.
Zum Schluss bleibt noch meine Eingangsfrage zu beantworten und ja, eine Dystopie voller Humor kann durchaus funktionieren. Sehr gut sogar. Letztendlich also eine absolute Leseempfehlung oder, besser noch: Hört es euch an! Genau wie die Känguru-Chroniken gewinnt das Hörbuch, vom Autor selbst gelesen, durch die verschiedenen Stimmen noch gewaltig an Unterhaltungswert. Und als kleines Schmankerl taucht eben das berühmte Känguru auch noch auf. Zumindest irgendwie ein wenig.
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
Lena, 10 Jahre aus Völs,
Das mordsmäßig merkwürdige Verschwinden der Lily Cooper von Holler Renée
Unerwartet muss Selina ihre Heimat Indien verlassen und nach Oxford zu ihrer Cousine Lily, Onkel Harry und Tante Laura ziehen. Dort muss sie nach den Ferien mit Lily eine englische Schule besuchen. Schon auf dem Weg nach Oxford freut sich Selina auf Lily. Als sie angekommen war, erfuhr sie erst von Lilys Verschwinden.
Die Polizei vermutet, dass Lily ausgerissen ist. Ihr Freund Eric meint aber, dass sie entführt wurde. Selina und Eric suchen Lily. Ob sie Lily finden, erfährt man in dem Buch.
Ich finde das Buch spannend, cool und empfehle es auf jeden Fall weiter. :)
Aber es ist an manchen Stellen gruselig.
-----------------------------------------------------------
Hannah, 12 Jahre aus Oberperfuss:
Selina verbrachte eine wunderschöne Kindheit in ihrem heiß geliebten Indien. Doch plötzlich muss sie zu ihrem Onkel nach Oxford ziehen! Das einzig Gute daran ist, dass Selina endlich ihre Cousine Lily wieder sieht! Doch dann kam alles anders...
Selina traf bei ihrer Tante und ihrem Onkel ein, und überall sah sie Polizeiwagen und Polizisten. Lily war verschwunden! Die Polizei vermutete, dass Lily abgehauen war, da das schon einmal vorgekommen war. Selina macht sich riesige Vorwürfe, da sie dachte, dasa sie die Schuld an Lilys Verschwinden hatte, obwohl ihre Cousine ihr noch am Vortag eine SMS geschickt hat, wie sehr sie sich auf Selina freut.
Eric, der Nachbar und Freund von Lily behauptet aber felsenfest, dass Lily entführt worden war. Denn am Vortag schrieb sie Eric, dass sie einem Geheimnis auf der Spur war.
Werden sie es schaffen, Lily wieder zu finden? Und werden sie das Geheimnis lüften? Gemeinsam stürzen sich Selina und Eric in ein Abenteuer, dass sehr viele überraschende Wenden hat...
Mir hat das Buch ganz gut gefallen, ich empfehle es weiter für Kinder zwischen zehn und zwölf. Für echte Leseratten hat es wahrscheinlich zu wenig Seiten, trotzdem lohnt es sich, das Buch zu lesen!
-----------------------------------------------------------
Lea, 10 Jahre aus Wattens:
Selina ist ein 13 jähriges Mädchen aus Indien, das mit dem Flugzeug nach England ziehen muss. Dort wohnt sie bei ihren Verwandten und ihrer Cousine Lilly. Dort angekommen ist Lilly spurlos verschwunden. Die Polizei, der Nachbar Eric, seine Familie und Selina suchen fieberhaft nach dem Mädchen. Eric und Selina finden Lilly ihn einem Haus bei einem seltsamen Uhrmacher, der seine verstorbene Tochter zurück haben will. Zum Schluss wird Lilly gerettet und alle freuen sich.
Diese Buch war sehr spannend und hat mir sehr gut gefallen.
Rezensionen von Rebecca1493:
Ein Fantasydebüt, das mich sprachlos zurücklässt
Izara 1: Das ewige Feuer von Julia Dippel
Erschienen am 25.10.2017 bei Loomlight (Thienemann-Esslinger Verlag) für 14,99 €
Klappentext: Ari hält sich für ein ganz normales Scheidungskind: Sie lebt bei ihrer labilen Mutter, verabscheut ihren reichen Vater und jobbt neben der Schule, um sich ein Auto leisten zu können. Doch all ihre durchschnittlichen Sorgen rücken schlagartig in den Hintergrund, als übernatürliche Wesen versuchen, sie zu töten.
Einer von ihnen ist Lucian, für den Ari als Tochter seines Erzfeindes ganz weit oben auf der Abschussliste steht. Als er jedoch erkennt, wie sehr er sich getäuscht hat, begeben sich die beiden auf die gefährliche Suche nach Antworten. Vor ihnen tut sich ein Abgrund aus Intrigen, Verrat und den Machtspielen einer verborgenen Gesellschaft auf, in der Ari ihren Platz finden und vor allem überleben muss.
Zu diesem Cover fällt mir eigentlich nur ein Wort ein: phänomenal! Einerseits greift es den Untertitel der Story mit den roten und orangenen Schattierungen auf und andererseits hat der Gestalter wohl tatsächlich die Beschreibung der weiblichen Hauptperson Ariana gelesen, denn so habe ich mir sie vorgestellt. Besonders ihre Augen haben es mir angetan! Aber es war nicht nur auf den ersten Blick überzeugend, sondern wie die Geschichte selbst verbirgt das Cover Details, die erst im Verlauf für mich als Leserin einen Sinn ergeben haben. Hut ab!
Insgesamt konnte mich die Inhaltsangabe zwar durchaus davon überzeugen, das Buch in die Hand zu nehmen und es schlussendlich zu lesen, aber so richtig packen konnte sie mich leider nicht. Sie wird der Komplexität der Geschichte leider nur wenig gerecht. Zum Glück habe ich mich aber doch dazu entschieden diesem Debüt eine Chance zu geben und wurde mehr als positiv überrascht.
Julia Dippels Art und Weise dem Inhalt der Geschichte immer wieder eine völlig unverhoffte und vor allen Dingen unerwartete Wendung zu geben, konnte mich fast von Beginn an auf ihre Seite ziehen. Zwar waren einige mir nicht immer so ganz erschließbare Äußerungen oder Beschreibungen dabei, die mich ab und zu haben stutzen lassen, allerdings konnten sie meine Begeisterung für die Story kaum schmälern. Teilweise wurde mir der ein oder andere Sachverhalt auch in einer zu großen Informationsfülle vermittelt, sodass ich mehrfach das bereits Gelesene überfliegen musste, um nicht den Überblick zu verlieren. Andererseits haben die vielen kleinen Details, die Julia Dippel in ihrer Geschichte verarbeitet hat, das Buch eigentlich erst zu etwas ganz besonderem gemacht. Kaum hatte man eine neue Offenbarung verdaut, wurde ein weiteres Geheimnis gelüftet, sodass zu keinem Zeitpunkt Langeweile aufkommen konnte. Spannung ist also auf jeden Fall garantiert!
Mindestens ebenso überzeugend wie der Inhalt, war aber auch der Schreibstil, der sich so gar nicht an einen Debütroman hat denken lassen. Vielmehr hätte man auf eine bereits erfahrene Autorin getippt, denn der Text war flüssig zu lesen, ohne je gestelzt oder unnatürlich zu klingen. Dass die Geschichte ausschließlich aus der Sicht der Protagonistin Ari zu lesen ist, fand ich klasse, denn so wusste man nie so recht, welche Absichten Lucian verfolgt, was wiederum ebenfalls die Spannung steigern konnte. Ich war selbst erstaunt, wie schnell die Seiten an mir vorbeigeflogen sind und bin mehr als froh, dass es eine Fortsetzung geben wird, denn ich von den Wortgefechten zwischen den einzelnen Charakteren begeistert.
Fazit: Dass es sich bei dieser Geschichte um ein Debüt handeln soll, kann ich immer noch nicht glauben! Einfach grandios!
Rezensionen von rewa:
Was geschah wirklich!
Herbstfarben von Heinz Löbel
In dem Roman ,, Herbstfarben´´ von Heinz Löbel, wird der Leser mit der tragischen Lebensgeschichte von Meinhard Herbst konfrontiert.
Meinhard, ein pensionierter Kriminalpolizist, ist am Boden zerstört. Seine Frau ist gestorben, zwei seiner Kinder sind ebenfalls tot, sein Stiefsohn Khalid sitzt im Gefängnis und zu seiner einzig überlebenden Tochter Manuela, hat er seit Jahren keinen Kontakt mehr.
Er ist sterbenskrank und lebensmüde und als er beschließt sich selbst um zu bringen passiert das Unglaubliche.
Aus Neugierde öffnet er die Türe als es klingelt und vor ihm steht Khalid, der Mörder seiner Tochter Karoline. Doch die Geschichte, die er von ihm zu hören bekommt ist nicht, die Meinhard erwartet hätte.
Der Autor Heinz Löbel hat es geschafft auf gerade einmal 93 Seiten einen packenden, interessanten und emotionalen Roman geschrieben.
Besonders auffällig ist die angenehme und intensive Wortwahl. Oft genügt nur ein Wort, das mehr aussagt, als ein ganzer Satz. Obwohl ich nicht unbedingt ein Freund von langen Beschreibungen einer Szene oder einer Handlung bin, muss ich hier sagen, dass sie wundervoll beschrieben sind. Direkt liebevoll werden Szenen geschildert wie z.b Meinhards Liebe zu seinem Filterkaffee oder die Probleme, die der alte Plattenspieler mit sich bringt.
Aber auch tagesaktuelle oder gesellschaftliche Probleme finden bei ihm Beachtung. Politische Belange oder unnötige Diskussionen wie man richtig ,,gendert´´ werden von ihm auch etwas zynisch erwähnt. Seine Protagonisten sind aus dem Leben gegriffen und ihre Charaktere halten dem Leser durchaus auch einen Spiegel vor.
Mit einem überraschenden und nicht vorhersehbaren Ende, hat mich der Autor von seiner Erzählung aus Wien überzeugt.
Rezensionen von Helu:
Glaubenszeugen in der NS-Zeit
Kraft zum Widerstand von Manfred Scheuer
In gesammelten Predigten, Betrachtungen und Meditationen stellt Scheuer Glaubenszeugen vor, die einen Bezug zu den Diözesen Innsbruck und Linz – beides sind Wirkungsstätten von Scheuer - haben. Zunächst werden Kurzbiographien der Märtyrer dargeboten, ehe ihr Weg des Glaubenszeugnisses nachgezeichnet wird.
Doch Scheuer bleibt dabei nicht bestehen. Es geht ihm auch darum, Impulse für unsere Zeit aus den Lebenszeugnissen zu formulieren. Dabei dürfe es nicht darum gehen, banal die Situation der totalitären Regime, in der die Märtyrer lebten, mit der Zeit heute zu vergleichen. Aber dennoch gelte es zu fragen: Was kann das Leben und Tun der Märtyrer uns zeigen, wofür Zeugnis geben, wozu motivieren?
Das Leben und Martyrium der vorgestellten Persönlichkeiten ist vielfältig: Jägerstetter (zu dem es mehrere Texte gibt), der durch den Gewaltverzicht und die Verwirklichung von Wahrheit, Gerechtigkeit, Liebe und Freiheit zeigt, dass Friede möglich ist. Neururer, der die Nazi-Ideologie als "falsches Bewusstsein" verurteilte. Gapp, der seinen Schülern die "Liebe zu allen, gleich welcher Rasse und Religion, und auch zu den Feinden" lehrte und zu sozialem Engagement für die universale Versöhnung aufrief. Der Provikar Lampert, den die Nazis als Provokateur wahrgenommen haben. Unzeitig, der wegen seiner seelsorglichen Tätigkeit und der Pflege von Typhuskranken (er starb dann selbst an der Krankheit) als "Engel von Dachau" bezeichnet worden ist. Mayr-Nusser, der den SS-Eid verwehrt hat und so als "Dolmetscher Gottes in einer Zeit der gott- und menschenverachtenden Barbarei" Zeugnis gab. Von Galen, der als "Anwalt der Menschenrechte" zu einem Modell für den wahren christlichen Mut geworden ist. Reinisch, der seinem Gewissen folgend den Fahneneid verweigert hat. Gruber, der sich im KZ um besonders geschwächte Häftlinge kümmerte, eine "Lagerschule" gründete und als Seelsorger tätig geworden ist. Und schließlich Sr. Autsch, die offiziell wegen "Beleidigung des Führers" verhaftet worden ist und für ihre Mitgefangenen zur Fürsprecherin und Seelsorgerin geworden ist.
Und so werden die Texte zu einem Beitrag einer Theologie nach Auschwitz - vielleicht besser sogar noch: zu einer Theologie aus Auschwitz. Denn die Zeugnisse sind kontextualisiert in eine Situation, in der Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Rasse, ihrer körperlichen Einschränkung, ihrer politischen Einstellung oder eben auch aufgrund ihres Glaubens verfolgt, diskreditiert und hingerichtet werden. Eine Situation, in der die Häftlinge selbst ständig mit dem Tod konfrontiert und davon bedroht waren. Wie kann man angesichts dieser Situation den barmherzigen und allmächtigen Gott bekennen? Wie kann es gelingen, in dieser Situation, den eigenen Prinzipien treu zu bleiben und nach ihnen zu handeln? So schwer uns eine Antwort auf diese Frage fällt - die Biographien der vorgestellten Märtyrer können eine Ahnung davon geben, wie eine solche Antwort aussehen, und gleichzeitig Kraft zum Widerstand aus dem Glauben heraus geben kann.
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
Phylis, 8 Jahre aus Rietz,
Flora Flitzebesen - Das verwunschene Hexenkraut von Livanios Eleni
Flora Flitzebesen kann ganz schnell mit dem Besen fliegen. Sie wohnt in einem Dorf, in dem nur Hexen und Hexer leben. Mit sechs Jahren bekommt dort jedes Kind seinen ersten Besen. In der Schule lernen sie über Heilpflanzen und giftige Pflanzen.
Am Hexenmarkt kauft sich Flora ein Zaubershampoo, das „Zisch&Zauber“ heißt, um sich ihre Haare blond zu färben.
Das funktioniert am Anfang gut, aber am nächsten Tag sind ihre Haare grün! Und auch bei allen anderen, die „Zisch&Zauber“ Zaubertränke gekauft haben, passieren ganz seltsame Dinge: die Leute bekommen riesige Hände, Füße oder Ohren oder werden ganz müde.
Die Mütter von Flora und Malte wollen etwas über die komischen Krankheiten herausfinden. Doch dann verschwinden die zwei plötzlich…
Flora und Malte machen sich zusammen mit ihrem Freund Laurus auf den Weg, um ihre Mütter zu suchen. Dabei erleben sie viele spannende Abenteuer.
Das Buch war lustig und spannend. Mir haben auch die schönen bunten Zeichnungen gut gefallen!
Rezensionen von DaniB:
Eishockey + Kleinstadt = Björnstadt
Kleine Stadt der großen Träume von Backman Fredrik
Zuerst muss ich gestehen, dass ich von der Leseprobe her etwas anderes erwartet hatte. Die ersten Seiten des Buches muten nämlich wie ein Kriminalroman an, bei dem – so dachte ich – ein Mord geschieht. Man kennt weder Täter noch Opfer, doch fragt man sich während der Lektüre die ganze Zeit, wer die Person denn sein könnte, die da am Anfang einen anderen Menschen mit einer Schusswaffe niederstrecken will.
Soviel sei schon jetzt verraten: Es endet ganz anders als man denkt und zumindest eine der zwei Personen hätte man sich vermutlich in dieser Szenerie nicht vorgestellt.
Kevin, Bobo, Lyt, Benji und noch einige andere trainieren unter dem etwas unkonventionellen Trainer David Eishockey. Sie gehören zur Jugendmannschaft in Björnstadt und sind bei einer Meisterschaft weit gekommen. Um ihre Rivalen in Hed zu schlagen, brauchen sie noch Amat, ein junger Mann, dessen Mutter in der Eishockeyhalle zusammenräumt. Peter ist Sportdirektor bei den Björnstädter Bären, Ehemann von Mira, Vater von Maya und ihrem Bruder. Doch diese Familie ist vom Schicksal gebeutelt, als Mayas erster kleiner Bruder starb. Dann geschieht auch noch ein Unglück mit der fünfzehnjährigen Maya – und vorerst kann nicht mal ihre beste Freundin Ana helfen.
In diesem Buch geht es nicht nur um viele Einzelschicksale und -geschichten, sondern auch um den Zusammenhalt einer Gesellschaft, einer Mannschaft und einer Familie. Oft wird vom Autor zusammenfassend wiederholt, was gerade erzählt wurde. Das ist in manchen Fällen etwas überflüssig und hindert das eigene Denken, andererseits finde ich das auch gut, denn manchmal kann die Geschichte ob der hohen Anzahl an Personen ganz schön verwirrend sein. Gegen Ende wird es aber leichter, da man mit den handelnden Menschen vertraut ist und sich nicht mehr bei jedem zweiten Namen fragen muss, wer das jetzt noch mal ist.
Der Schreibstil ist gut. Nicht hervorragend, aber gut. Die Geschichte kann sehr schnell gelesen werden, es gibt kaum Stolpersteine. Sie ist logisch stringent aufgebaut, hat zwar Rück- und Vorausblicke, die aber so klar vom Rest abgegrenzt werden, dass man sich auch hier nicht schwer tut, wieder in die Gegenwart zurückzukehren. Ein großes, für mich sehr wichtiges, Thema ist die Übersetzung von Eigennamen, in diesem speziellen Fall die Translation von „Björnstad“, einer kleinen schwedischen Stadt. Im Deutschen wird diese ’stad‘ nämlich zu ’stadt‘. Wenn man bedenkt, dass der Originaltitel „Björnstad“ heißt, und dies wiederum „Stadt der Bären/des Bären“ bedeutet, ist es noch trauriger, dass der Name ins Deutsche mit einem zusätzlichen „t“ transferiert wurde.
Alles in allem ein sehr solider Roman, der in der kalten Jahreszeit für gemütliche und spannende Lesestunden sorgt.
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
Ingo, 12 Jahre aus Hall,
Animox 3. Die Stadt der Haie von Aimée Carter
Es droht ein Krieg. Doch zum Glück weiß Simon ganz genau, was zu tun ist. Er reist in das Unterwasserreich, um den zweiten Teil des Greifstabes zu finden. Er muss die Waffe zusammen setzen und sie dann zerstören, sonst wird es nie Frieden geben.
Sein Onkel Orion probiert auch die Teile der Waffe zu finden, aber er will sie nicht zerstören, sondern benutzen.
Also muss Simon alles daran setzen, die Waffe vor Orion zu finden. Doch dieser hat eine rießige Unterwasserarmee aus Haien und ähnlichen Kreaturen. Zum Glück hat auch Simon die Kräfte seines Vaters geerbt und kann sich so in alle Tiere verwandeln, die existieren...
Das Buch finde ich sehr spannend und cool.










