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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von HEYN Leserunde, Miriam Brandl:

Am Schluss ist alles anders

So bitter die Rache von Berg Eric

Ellen ist gerade 42 Jahre alt, frisch getrennt von ihrem Ehemann, einem Diplomaten und versucht in Vineta, einer ruhigen Siedlung in Heiligendamm für sich und ihren Sohn Tristan ein neues Leben aufzubauen. Eher zufällig erfährt sie, dass ausgerechnet in ihrem Haus vor 6 Jahren drei Menschen ermordet wurden.

Das schreckt sie nicht ab, denn sie möchte alles tun, damit dieses Haus für sie und ihren Sohn ein „Glückshaus“ wird. Als dann aber einige beunruhigende Dinge geschehen, kann sie nicht umhin, sich auch für die Vergangenheit zu interessieren.

Eric Berg erzählt zwei Zeitebenen der Ereignisse: Einerseits wird die Geschichte Ellens im Jahr 2016 erzählt, ihre Versuche hier heimisch zu werden und ihrem Sohn ein stabiles Heim und Sicherheit zu geben.
Andererseits erfährt der Leser von den Ereignissen aus dem Jahre 2010, vom Erbauer der Siedlung Vineta, der hier sein Ideal von „Großfamilie“ realisieren wollte und von den Schicksalen der einzelnen, gut ausgewählten Familien. Was als Idylle geplant war, gerät außer Kontrolle und verwandelt sich in ein Geflecht von Lügen und Falschheit, gipfelt schließlich in den drei Morden.

Intelligent und abwechslungsreich wird von den dramatischen Entwicklungen in der Siedlung erzählt, aber auch von den teilweise dramatischen Schicksalen der einzelnen Charaktere, die hier aufeinander treffen. Der Autor versteht es, die Protagonisten facettenreich und psychologisch stimmig darzustellen.
Seine ruhige Sprache lässt sie alle lebendig werden – mit Ecken, Kanten und allen erdenklichen Abgründen hinter ihren wohlgeordneten Fassaden. Die Bösen sind nicht nur böse, die Guten nicht nur gut. Sehr menschlich also!

Eric Berg wechselt rasch zwischen 2010 und 2016, so dass die Spannung von den ersten Seiten an aufgebaut wird und über immerhin 416 Seiten durchgehend auf hohem Niveau gehalten wird. Von Anfang an habe ich mitgeraten und gerätselt. Einige überraschende Wendungen haben meine eigenen Überlegungen zu Opfern und Täter mehrmals über den Haufen geworfen. Die Auflösung am Schluss war völlig unerwartet, aber glücklicherweise logisch und hat alle offenen Fragen beantwortet.

Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Es war mein erstes Buch dieses Autors, aber sicher nicht das letzte!

Fazit: eine intelligent konstruierte Geschichte spannend erzählt! Wirklich lesenswert!

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Rezensionen von yellowdog:

aufwühlend

Sommernachtstod von Anders de la Motte

Sommernachtstod ist ein Roman, der die Erwartungen an einen schwedischen Krimi in hohem Maße erfüllt. Eine ruhige und langsame Erzählart, aber voller Atmosphäre und innerer Spannung.
Veronika Lindh hat, als sie selbst noch ein Kind war, miterleben müssen, dass ihr kleiner Bruder Billy spurlos verschwunden ist.

Alle glauben, dass er ermordet wurde, doch es gab keine Beweise und der mutmaßliche Mörder wurde freigelassen. Die Mutter hat sich daraufhin umgebracht. Das war 1983.
20 Jahre später glaubt Vera eine Spur zu finden, dass Billy noch lebt und sie reist nach Jahren in der Großstadt zurück in ihr ländliches Heimatdorf, um mehr herauszufinden. Ihr Vater lebt noch dort und auch ihr älterer Bruder Mattias ist anwesend. Tatsächlich taucht dann der Mann auf, der Billy sein könnte.

Zwischendurch gibt es kurze Kapitel mit Passagen, die ins Jahr 1983 zurückgehen. Nur hier gibt es Szenen mit einem Polizisten, ansonsten kommt der Roman ohne Polizei oder Ermittler aus.

Wie Anders de la Motte die Beziehungen der Figuren, insbesondere in der Familie, zueinander zeigt, ist sehr gut gemacht und zeichnet den Roman aus. Auch zeigt sich bald, das manches nicht so war, wie alle glaubten. Nur ganz allmählich enthüllen sich mehr Details um die Wahrheit. Verdeutlicht wird auch, dass eine unbewältigte Vergangenheit die Menschen nicht mehr loslässt und das ein innerer Friede dann nur scheinbar ist. Deswegen sind die Menschen dieses Romans wie Getriebene. Es fehlen auch ein paar dramatische Szenen nicht, die aber erst ziemlich am Ende kommen.

Sommernachtstod braucht seine Zeit, um sich zu entwickeln, aber dann packt einen der Roman.

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Rezensionen von Harakiri:

das Kind hat einen Namen!?

Kluftinger von Klüpfel Volker; Kobr Michael

Der 10. und bisher persönlichste Fall für Klufti. Irgendjemand möchte ihn tot sehen. Oder was sonst soll das frische Grab mit Kluftingers Namen (jaa, endlich ist auch sein Vorname enthüllt), die Todesanzeige und der Nachruf sonst bedeuten? Klufti hat schnell einen Verdacht – der Schutzpatron, den er nie fassen konnte.

Doch ist das wirklich dessen Stil? Oder liegt des Rätsels Lösung doch in seiner – sehr bewegten – Vergangenheit?
Herrlich zu lesen!
Ich bin ja ein Fan der Romane seit dem 1. Band und wurde auch dieses Mal nicht enttäuscht. Die Schreibweise der beiden Autoren ist so erfrischend, dass man sich ein Schmunzeln oder leises Auflachen einfach nicht verkneifen kann. Der Protagonist ist jetzt Opa geworden und hat, man liest es in Rückblenden, zwar einiges an Fitness, nicht aber an Hirnschmalz verloren. Diese Rückblenden in die Jugend von Klufti fand ich sehr erhellend, wenn sie auch den eigentlich Fall etwas auf den zweiten Rang verdrängt haben.
Das Kind hat einen Namen?
Tja, das eine Geheimnis ist gelüftet, die Vornamen von unserem Kommissar, doch hat er nun einen Enkelsohn oder eine Enkeltochter? Den Autoren scheint es sehr viel Spaß zu machen, den Leser mit solch kleinen „Gimmicks“ zu foppen. Mir macht es nichts aus, nur manchmal war es fast ein wenig albern, die beiden Großeltern nur vom Enkel reden zu hören, ohne Namen oder das Geschlecht zu erwähnen.
Besonders gut gefallen hat mir auch, dass ein Kommissar aus einem Roman von Jörg Maurer ein kurzes Gastspiel bekommen hat und wie die Autoren das so locker in die Handlung mit einfließen ließen. Hier zeigt sich das ganze Talent der beiden und auch ihre spezielle Art von Humor.
Fazit: Locker zu lesen, sehr erfrischend und das Ende macht Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen im Allgäu.

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Rezensionen von LEXI:

Der Jennerwein jagt einen Wilderer

Kluftinger von Klüpfel Volker; Kobr Michael

„Das Loisachtal ist bestens geeignet, jemanden spurlos verschwinden zu lassen!“ (Hubertus Jennerwein) - - - „Alte Spurensicherer-Weisheit: Ganz spurlos verschwindet nichts und niemand!“ (Hansjochen Becker, Kriminaltechniker)

Im vorliegenden vierten Band der wunderbaren Alpenkrimi-Reihe um den Kult-Ermittler Hubertus Jennerwein liefert der Autor seinen Lesern diesmal eine beträchtliche Anzahl verschiedener Handlungsstränge, die allesamt erst nach und nach aufgerollt werden.

Gleich zu Beginn beobachtet das heimliche Liebes- bzw. Fremdgängerpaar Veronika Holzmayer und Rudi Mühlriedl eine brutale Szene auf einem alten Autofriedhof, wo ein lebloser Körper von finsteren Gestalten in den Kofferraum eines Wracks gehievt wird.

An einem weiteren Handlungsschauplatz steht ein Folteropfer im Mittelpunkt des Geschehens, wobei es anfangs weder Hinweise auf dessen Identität, noch auf die Lokalität seines Gefängnisses gibt.

Ein leitender Konzernmitarbeiter namens Konrad Finger lebt im bayrischen Kurort sein Faible für Wildwasser-Kanufahrten aus und kommt dadurch einer höchst gefährlichen Organisation in die Quere.

Der Abiturient Oliver Krapf macht mit einigen Klassenkameraden Urlaub in Fès und entdeckt bei einem Händler eine ganz besondere Münze mit geheimnisvollen Schriftzeichen. Die Neugier und der jäh erwachte Jagdeifer des Technikfreaks veranlassen ihn, seinen Urlaub kurzerhand abzubrechen und sich zuhause intensiv seinen Recherchen zu widmen. Doch der intelligente junge Mann hat hierbei leider nicht berücksichtigt, dass er im Internet deutliche Spuren seiner Suche hinterlässt.

Auch von vier Verbrechern namens Arri, Boris, Wanda und Nadja droht Gefahr, das Quartett taucht immer wieder überraschend auf und agiert mit professioneller Kaltblütigkeit.

Peter Hartl ist ein sturer und rebellischer Einheimischer, der das Prozessieren zu seinem Hobby zählt und im Kurort als äußerst sturer Mann bekannt ist. Auf seinem Anwesen scheint irgendetwas faul zu sein, und Jennerwein würde zu gerne wissen, worum es sich hierbei handelt.

Letztendlich wurden acht verdeckte Ermittler des BKA in den bayrischen Kur- und Heilort eingeschleust, die gegen das organisierte Verbrechen ermitteln. Als jedoch zwei dieser Profis spurlos verschwinden, ist rasches Handeln angesagt. Hubertus Jennerweins Vorgesetzter, Polizeioberrat Dr. Rosenberger, ruft seinen fähigsten Ermittler auf den Plan.

Und so beginnen Johann Ostler, Franz Hölleisen, Ludwig Stengele, Nicole Schwattke, Hansjochen Becker und Dr. Maria Schmalfuß unter der Leitung des ruhigen und etwas eigenbrötlerischen Kommissar Jennerwein mit ihrer Arbeit, die sich diesmal ein wenig komplizierter darstellt. Das Team wird zudem erstmal auch um einen tierischen Ermittler aufgestockt – Polizei-Spürhund „Fritz“ wird als Meister seines Faches für die Suche nach den beiden vermissten BKA-Beamten eingesetzt.

Neben dem bereits aus den Vorgängerbüchern altbekannten Kernteam tauchen auch der rebellische Ortspolitiker Toni Harrigl und Nicole Schwattkes Ehemann Florian Beerschnauz „Schnäuzchen“ in kleinen Nebenrollen im Buch auf. Zu meinem großen Vergnügen kehren die ehemaligen Bestattungsunternehmer Ignaz und Ursel Grasegger aus ihrem italienischen Exil in die Heimat zurück und scheinen schon wieder irgendetwas auszuhecken.

Wie auch in den vorherigen Bänden haben mir der einnehmende und lockere Schreibstil mit der starken Einbindung des bayrischen Dialekts und der grandiosen Situationskomik ausgezeichnet gefallen. Durch die vielen verschiedenen Handlungsstränge erhielt das Buch einen durchgehend hohen Spannungsbogen. Am Schauplatz Höllensteinklamm erfährt man zudem interessante Details über den Wildwassersport, speziell über die Strömungslehre und die sogenannten „Reynolds’schen Strudel“. Die Charakterisierung der handelnden Figuren empfand ich als sehr gut gelungen, und das Wiedersehen mit den aus den Vorgängerkrimis bekannten Figuren sorgte in Kombination mit dem Kriminalfall für großes Lesevergnügen.

Ich kann „Oberwasser“ aus der Feder des bayrischen Krimiautors Jörg Maurer jedem Liebhaber von Regionalkrimis als sehr unterhaltsamen Kriminalroman mit sympathischem Ermittler, interessantem Plot und einer großen Menge Humor weiterempfehlen. Das Buch hat mir sehr gut gefallen, mich ausgezeichnet unterhalten und für spannende und zugleich auch amüsante Momente gesorgt. Ich freue mich bereits auf den fünften Band dieser Reihe!

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Rezensionen von Harakiri:

Seitensprung, Affäre und Familie

Alles Begehren von Ruth Jones

Als Kate Callum trifft ist es für beide wie ein Blitzschlag: sie beginnen eine heiße Affäre, obwohl Callum verheiratet und 19 Jahre älter ist als Kate. Einige Jahre später treffen sie sich erneut – und der Funke ist nie erloschen, die Affäre geht weiter. Doch wie können die beiden damit leben, dass sie ihre Familien zerstören?
Ein Buch über einen Ehebruch zu schreiben ist sicher nicht einfach.

Doch die Autorin hat es geschafft, eine gerade Linie zu finden und objektiv über die Protagonisten zu berichten. Callum und Kate können nicht voneinander lassen, ihre obsessive Begierde siegt über die Liebe zur Familie und zerstört so einiges. Gut konnte man nachfühlen, was Ruth Jones mit ihren Charakteren vorhatte. Da ist zum Einen die Liebe als Kate noch ganz jung und frisch ist, später hat sie schon ihre Ecken und Kanten und wird von Callum dennoch geliebt. Das macht das Buch sehr authentisch, man spürt auch das Leiden beider Familien als die Affäre heraus kommt.
Der Aufbau des Buches ist in 3 Teile gegliedert: ein etwas kurzer Beginn wie sich die beiden zum ersten Mal treffen. Der zweite Teil war für mich sehr interessant, weil dort die Vergangenheit geschildert wurde. Wie ist es den beiden in der Zwischenzeit ergangen, als sie sich all die Jahre nicht gesehen haben? Und der finale Teil dann, als die beiden sich wieder treffen. Dieser Teil war der emotionalste und traurigste.
Fazit: kein einfacher Roman, aber sehr lesenswert und durch die ruhige Schreibweise der Autorin doch gut zu lesen.

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Rezensionen von heinoko:

Ein Wimmelbuch über 100 Jahre russische Geschichte

In einem alten Haus in Moskau von Alexandra Litwina


Ich weiß gar nicht, wie und womit ich anfangen soll, dieses unglaubliche, zauberhafte, detailgenaue, liebevollst gezeichnete Buch zu beschreiben.
Ist es ein Kinderbuch? Vielleicht ja. Es zeigt sich in der äußeren großformatigen Gestaltung eines Bilderbuches, einer Art Wimmelbuch. Wir schauen 1902 mitten hinein in eine Wohnung, in die Familie Muromzew gerade einzieht.

Wir schauen und schauen und entdecken unzählige Kleinigkeiten. Am Rand gibt es Erklärungen, aber auch Fragen, Suchaufgaben. Und wir begleiten die Familie Muromzew weiter durch die Jahre, schauen weiter in ihre Wohnung, die sich wandelt, erleben neue Generationen – stets so erzählt, dass es größere Kinder gerne mit Entdeckerfreude lesen.
Ist es ein Erwachsenenbuch? Vielleicht ja. Der Wechsel der Zeiten, der Wechsel der Moden, der Wechsel der politischen Ereignisse wird in den Zeichnungen quasi im Zeitraffer in gezeichneter Form lebendig gemacht, augenfällig gemacht im wahrsten Sinne des Wortes. Dazu gibt es kurze sachbuchgerechte Texte, die den politischen Wandel und seine Wendungen jeweils erklären.
Es wird erzählt die Geschichte der Familie Muromzew, und zwar von 1902 bis 2002, also über mehrere Generationen hinweg. Dank des gezeichneten Familienstammbaums und einer ebenso gezeichneten Übersicht der Nachbarn, Freunde und Zeitgenossen (einschließlich der im Haushalt lebenden Hunde und Katzen) behält man stets die Übersicht. Und da man bis in die Toilette hinein die gesamte Familie beobachten darf, einerseits sehr intim-voyeuristisch, andererseits politisch-distanziert, gewinnt man durch Schauen, Entdecken, Suchen und Spielen ein Maß an Ein-Sicht, wie es so manchem dicken Sachbuch nicht gelingen mag. Urteilsfrei ins Bild gesetzt spricht der Wandel der russischen Lebenswelt voller Charme und ohne Umwege zu uns, egal wie alt wir sind.
Völlig zurecht ist dieses ungewöhnliche, großartige Buch nominiert für den Deutschen Jugendbuchpreis.

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Rezensionen von begine:

Montalbano

Eine Stimme in der Nacht von Camilleri Andrea

Ich habe schon mehrere Bücher von Andrea Camilleri gerne gelesen. In diesem Roman geht es wieder um einen neuen Fall mit Commissario Montalbano. Dieser wird gerade 58 Jahre alt und er fühlt sich alt.
Dieser Fall ist interessant und Montalbano hat es nicht leicht. In einem Supermarkt wird Geld gestohlen.

Der Geschäftsführer wird verdächtigt und nach dem Verhör begeht er angeblich Selbstmord.
Dann wird eine junge Frau bestialisch ermordet.
Montalbano ermittelt mit ungewöhnlichen Methoden, wie es seine Art ist.
Der Autor lässt uns an den Gedanken und Ermittlungen des Ermittlerteams teilnehmen. Sie haben auch keine Skrupel Lokalpolitiker aufs Korn zu nehmen.
Ich habe den Roman wieder ganz gerne gelesen.

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Rezensionen von LEXI:

Meine Zeit steht in deinen Händen

Time Travel Girl: 1989 von Susanne Wittpennig

Nach der Erfolgsserie „Maya und Domenico“ blickte ich der neuen Zeitreise-Trilogie von Susanne Wittpennig bereits voller Vorfreude entgegen – und ich möchte gleich vorweg anmerken, dass die Autorin mich keineswegs enttäuscht hat. Im Gegenteil! Mit „Time Travel Girl 1989“ startet Susanne Wittpennig mit vielen neuen Ideen, Abenteuer, Schwung, Elan und einer Prise Romantik in ihre neue Buchreihe.

Die sechzehnjährige Protagonistin dieses Buches ist intelligent und ungewöhnlich technikinteressiert. Als Einzelgängerin verbringt Lisa Lambridge ihre Zeit am liebsten mit Computern. Ihr großes Ziel ist es, Informatik zu studieren. Das junge Mädchen träumt davon, irgendwann einmal spannende Computerspiele zu produzieren. In dem zerstreuten Wissenschaftlerjungen Zachary Silverman findet sie einen hochbegabten Freund, dessen Gehirn in sehr komplexen Sphären arbeitet. Zac ist es doch tatsächlich gelungen, eine Zeitmaschine zu erfinden, die so genannte „Wurmlöcher“ öffnen und Menschen in die Zukunft zu schicken vermag. Zacs erstes Versuchsobjekt dabei ist seine Klassenkameradin Lisa. Dass die beiden sich damit nicht nur zustimmendes Wohlwollen einhandeln, steht bereits von Beginn an fest. Unterstützung finden sie jedoch bei Zacs Vater, der eine beachtliche Karriere als Wissenschaftler aufzuweisen hat und bereits mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde.

Der einzige Wermutstropfen in Lisas Leben ist die Tatsache, dass Morgan Kendall, ihr ehemals bester Freund aus Jugendtagen, nichts mehr von ihr wissen möchte. Aus dem süßen braungelockten Jungen mit dem engelsgleichen Gesicht und dem einzigartigen Lachen wurde ein verwöhnter Langweiler, der Lisa nicht mehr beachtet. Lisa leidet unter dieser Situation, zumal sie bereits seit langer Zeit in ihren „Momo“ verliebt ist. Wird es für sie noch eine Möglichkeit geben, ihre ehemalige Freundschaft wieder aufleben zu lassen? Oder muss Lisa die Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft mit Momo begraben?

Mit „Time Travel Girl 1989“ hat die Autorin einen spannenden und unterhaltsamen Jugendroman geschrieben. Sie thematisiert die aufregenden Zeit des Erwachsenwerdens, die Sorgen und Probleme der Jugendlichen und versetzt ihre Leser in den Alltag der Tomsbridge School. Die Faszination von der Möglichkeit von Zeitreisen und deren Paradoxien sind das Kernthema dieses Buches. Susanne Wittpennig weist auf die große Macht und damit auch die Verantwortung der Zeitreisenden hin, die sowohl Zukunft, als auch Vergangenheit zu beeinflussen vermögen. In abenteuerlichen Passagen wird über die Vorbereitungen und die Versuche mit dem so genannten „Time Transmitter“ berichtet, wobei mich Zac Silverman und dessen Vater ein klein wenig an Marty McFly und Dr. Emmett L. „Doc“ Brown aus der Science-Fiction-Film-Trilogie „Zurück in die Zukunft“ erinnern. Der lockere und einnehmende Schreibstil des Buches ist der Sprache der Zielgruppe angepasst und enthält viele „flapsige“ Ausdrücke der Jugendlichen beziehungsweise der Dialektsprache.

Die handelnden Personen empfand ich als sehr gut dargestellt, die meiste Aufmerksamkeit wurde der Protagonistin Lisa zuteil, deren Gedanken und Emotionen überzeugend Ausdruck verliehen wurde. Der große, schlaksige Freak namens Zac mit einem Kopf voller verrückter Ideen hat ebenfalls sofort meine Sympathie gewonnen. Der Antagonist dieses Buches tritt in Form des ehrgeizigen und machtbesessenen Professors namens Ash auf, der trotz seiner ungewöhnlichen Fachkompetenz ein äußerst verhasster Lehrer in der Tomsbridge School ist. Seine äußerliche Erscheinung, sein derber Umgang mit den Schülern und sein von Eifersucht zerfressenes Verhalten wirken düster und bedrohlich.

Fazit: „Time Travel Girl 1989“ war ein sehr überzeugendes, spannendes und überaus unterhaltendes Jugendbuch, das mich ausgezeichnet unterhalten hat. Der Epilog hat bereits große Neugier auf die Fortsetzung dieser Geschichte in mir geweckt, auf deren Neuerscheinung ich mich bereits jetzt sehr freue.

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Rezensionen von LEXI:

Und Gott sah, dass es gut war

Time Travel Girl: 1989 von Susanne Wittpennig

„Groß sind die Werke des Herrn; wer sie erforscht, der hat Freude daran“ (Ps 111,2)

Der Theologe und Pastor Dr. Joachim Cochlovius teilt seine Liebe zur Natur mit seiner Ehefrau Lieselotte, ihre ganz besondere Leidenschaft galt hierbei wild wachsenden Orchideen. Im Zuge etlicher Orchideen- und Vogelexkursionen erwachte im Autor ein Entdeckerdrang und vor allen Dingen auch die Freude an der gesamten Schöpfung.

Bald erkannte er überall die Spuren der Intelligenz und der Genialität des Schöpfers sowie dessen Fürsorge für die kleinsten und größten Lebewesen.

In diesem prachtvollen Bildband „Vom Frauenschuh zum Känguru“, der als Entdeckungshilfe für die Schönheit der Schöpfung fungieren soll, präsentiert er beeindruckende Aufnahmen aus mehreren Jahrzehnten. Der Aufbau richtet sich nach dem biblischen Schöpfungsbericht, was ich als äußerst originelle Umsetzung empfand. Im Vorwort gibt der Autor Einblicke in die Entstehungsgeschichte dieses Buches. Anschließend ist jedem der sieben Tage der Schöpfung ein Kapitel gewidmet. So steht das Kapitel für den ersten Tag für Wasser und Licht, der zweite Tag thematisiert Erdatmosphäre und Wasserscheidung, der dritte Tag Meer und Land, der vierte Tag Lichtträger und Zeiteinteilung, der fünfte Tag Wassertiere und Vögel, der sechste Tag Landtiere und den Menschen, und der siebente Tag schließlich Ruhe und Freude. Im Anhang beschäftigt Dr. Cochlovius sich mit dem Schöpfungszeugnis des Neuen Testaments.

Zwar handelt es sich um einen großformatigen Bildband, in dem die prachtvollen Aufnahmen eine zentrale Rolle spielen, dennoch wird dem Leser auch ein richtiger kleiner Wissensschatz vermittelt. Die Erläuterungen zu Erscheinungen in der Natur wie beispielsweise das Blau des Himmels, Morgen- und Abendrot, das perfekte Design in der gesamten Pflanzen- und Tierwelt und deren Lebensraum sind faszinierend. Der Autor weist auf unglaubliche Leistungen der Tiere und Pflanzen hin, und allein der Aufbau und die verschiedenen Funktionen einer winzigen Vogelfeder, um nur ein Beispiel zu nennen, erwecken eine tiefe Ehrfurcht vor dem, der dies alles erschaffen hat.

Der informative und zugleich sehr einnehmende Schreibstil des Autors sorgt dafür, dass diese Lektüre keine Sekunde Langeweile aufkommen lässt. Seine Begeisterung für die Schönheit der Schöpfung und seine Ehrfurcht davor sind auf jeder einzelnen Seite dieses Buches spürbar. Die Bilder in diesem Buch sind in vielen Fällen wahre Kunstwerke. Für einige Motive musste Dr. Cochlovius stundenlang geduldig ausharren, andere wiederum verdankte er der Hilfe verschiedener Naturexperten aus Neuseeland und Südwest-Australien.

Im Klappentext wird keineswegs übertrieben, wenn es heißt, dass es sich um einmalige Bilder von seltener Schönheit handelt, die dieses Buch zu einem „Staunbuch“ über die Schöpfung für Jung und Alt machten. Auch ich habe diese Lektüre über alle Maßen genossen und mich mit großer Freude in die wunderschönen Bilder und den höchst interessanten Begleittext dazu vertieft. Ich empfand „Vom Frauenschuh zum Känguru“ als richtigen kleinen Wissensschatz, der mich begeistert und eine tiefe Ehrfurcht vor dem Schöpfer dieser Welt in mir hervorgerufen hat.

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Rezensionen von LEXI:

Du bist nicht allein!

Time Travel Girl: 1989 von Susanne Wittpennig

„Nur eine einzige übernatürliche Begegnung kann einen Menschen bis ins Mark treffen und zum Nachdenken bringen.“

Judith MacNutt ist Psychologin, gefragte Rednerin und Autorin. Das vorliegenden Buch mit dem wunderschönen Titel „Für dich hat er seine Engel gesandt“ ist eine Sammlung von Berichten über wahre Begegnungen mit Engeln, erzählt von Menschen aus aller Welt und verschiedener Gesellschaftsschichten.

Auf über 220 Seiten erzählt sie von verschiedenen Lebenssituationen, in denen Menschen mit diesen himmlischen Wesen konfrontiert wurden. Die Autorin ist nicht zuletzt aufgrund persönlicher Erfahrungen davon überzeugt, „dass es tatsächlich Engel gibt, die mitten unter uns sind, uns Trost, Stärke, Heilung und Freiheit übermitteln und die uns in schwierigen Lebensphasen Gottes Liebe und Fürsorge offenbaren können“. Judith MacNutt berichtet beispielsweise über Schutzengel, die stets an unserer Seite sind und uns ein Leben lang begleiten. Sie schreibt über Engel, die uns auf unserer letzten Reise mit Chören, himmlischer Musik und strahlendem Licht in unser neues Zuhause begleiten. Der unermüdliche Einsatz der Engel im Auftrag Gottes wird hervorgehoben, und dem Leser eine Fülle von Berichten präsentiert. Ich fand besonders den letzten Abschnitt dieses Buches überzeugend, wo die Rolle der Engel bei der Empfängnis und der Geburt von Jesus Christus, der Flucht mit seinen Eltern nach Ägypten und der Zeit seines Wirkens auf Erden bis hin zur Auferstehung behandelt wird.

Die Autorin geht von einer aktiven Beteiligung von Engel in unserem Leben aus und schreibt: „Wenn die Sorgen und Nöte des Lebens uns emotional, geistlich und körperlich auslaugen, schickt Gott uns einen Engel, der uns ermutigt und unser ganzes Sein mit seiner himmlischen Herrlichkeit erfüllt. Dieser Engel vermittelt uns Kraft und verändert uns, damit wir uns dem Leben stellen können – nicht allein, sondern umgeben von unseren himmlischen Begleitern. Engel kommen dann, wenn wir Gottes Barmherzigkeit, seine Gnade und Vergebung am dringendsten brauchen. Diese Momente in unserem Leben sind sehr kostbar.“

Ich muss zugeben, dass ich darüber hinaus dann einige Passagen dieses Buches doch mit einer gewissen Skepsis las. Bei einigen Berichten bezweifelte ich die Erscheinung in Form eines Engels, kann mir hingegen sehr gut vorstellen, dass Gott uns Menschen schickt, die durch ihr Reden, Handeln und ihr ganzes Leben für andere zu „Engeln“ werden. Einem Bericht wie beispielsweise jenen über einen Toten, der in Begleitung von Engel vor seiner ehemaligen Haustüre stand und der Schwiegermutter den Fundort einer vor langer Zeit verlegten Hose verriet, kann ich persönlich aber keinen Glauben schenken. Jene Abschnitte hingegen, die vom Leben Jesu und dem Auftreten der Engel darin berichten und die zudem mit zahlreichen Zitaten aus der Bibel belegt sind, empfand ich als glaubwürdig.

Das hochwertige Buchcover mit der zum Inhalt passenden optischen Aufmachung zeigt einen weißen Engelsflügel, in dessen Zentrum sich der Buchtitel befindet, dunkelblauer Farbton mit vielen goldfarbenen Punkten bildet einen perfekten Hintergrund. Die einzelnen Kapitel werden durch eine ganzseitige Zeichnung eines Engelsflügels mit jeweils einem Zitat, einem Bibelvers oder einem alten Kirchengebet eingeleitet. Sämtliche Berichte sind mit Hinweis auf den Verfasser und in einer anderen Schriftform dargestellt. Den Abschluss dieses Buches bildet ein wunderschönes Gebet der Autorin, in dem sie darum bittet, dass der Heilige Geist den Tag mit Gottes Kraft erfüllen möge.

Der starke biblische Bezug und ganz speziell die letzten drei Buchkapitel haben mir ausgezeichnet gefallen. Einige Berichte in den ersten sechs Kapiteln hingegen las ich mit einer gewissen Skepsis, sie konnten mich nicht so recht überzeugen. „Für dich hat er seine Engel gesandt“ ist dennoch ein sehr lesenswertes Buch, das den Blickwinkel ein wenig verändern und zum Nachdenken anregen kann. Man sollte lediglich nicht Gefahr laufen, den Focus von Jesus Christus auf seine Diener und Boten - die Engel - zu verlagern, was die Autorin in ihren Ausführungen auch betont.

Ganz besonders bewegt hat mich die Aussage von Tara La Plante, als sie schrieb: „Ich bete, dass Sie eines wissen: Jesus ist immer bei Ihnen, egal, was Ihnen heute begegnet“.

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