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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Runar RavenDark:

Gefühle wie Farben

Tage wie Türkis von Jennifer Hilgert

Das Buch "Tage wie Türkis" von Jennifer Hilgert hat einen Umfang von 144 Seiten und ist ein Selfpuplishing-Werk über Books on Demand.

Das Buch hat eine für Selfpuplishingwerke gute Softcoverqualität. Es ist ordentlich gegliedert, übersichtlich und hat nette kleine Illustrationen zu jedem Kapitel.

Zitat: Tage wie Türkis schmecken nach Pfefferminze und Lakritz. Sie atmen Widerstand ein und Freundschaft aus. Tage wie Türkis geschehen immer dann, wenn du sie empfangen willst. Tage wie Türkis, sind alles was du willst."

Amy blättert in ihrem alten Tagebuch May und lässt 18 Jahre ihres Lebens in sich vorüberziehen. Alte Gefühle und Gedanken vereinen sich mit der Gegenwart und Zukunftswünsche. Dabei rückt das Thema Glück in den Fokus.

Das Buch vereint mehrere Motivations- Selbsthilfe- und Esoterikbücher sowie Philosophie auf wenigen Seiten und kann ein wahrer Lebensanker und Retter sein. Wer aufmerksam die vielen bedeutenden Sätze auf sich wirken lässt, der brauch sich nicht mehr unzählige Bücher zum Glücklich werden/sein kaufen. Tage wie Türkis ist eine philosophische Novelle, die Gefühle mit Farben verbindet und in der Tiefe der Seele nach dem persönlichen Glück forscht.

Am Anfang hat mich Amys Geschichte immer wieder getriggert und eigene schlechte Emotionen aus meiner Vergangenheit umspülten den Geist. Es hat mich sehr zum nachdenken angeregt, aber nicht nur im Negativen, sondern mich bis zum Ende hin auch sehr positiv motiviert und gestärkt und mir meine eigenen gesammelten Erkenntnisse über die Jahre hinweg nochmals gestärkt. Nicht komplett lief ich mit einigen Aussagen konform, welches aber nur meiner eigenen Erfahrungen entspringt und die Wertigkeit des Buches in keinster Weise schmälert. Ich denke das es eine echte Bereicherung ist in philosophischer Tiefe genauso wie für Menschen mit Depression, Angst, geringem Selbstbewusstsein oder Menschen die einfach auf der Suche nach dem Glück sind.

Fazit: Das Buch vereint mehrere Motivations- Selbsthilfe- und Esoterikbücher sowie Philosophie auf wenigen Seiten. Es ist eine echte Bereicherung in philosophischer Tiefe, aber auch für Menschen mit psychischer Erkrankung und für Diejenigen die auf der Suche nach dem Glück sind. Unbedingt lesen!

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Rezensionen von Flamingo:

Wohlfühlroman

Schwestern für einen Sommer von Cecilia Lyra

Cecilia Lyra ist Rechtsanwältin und hat als Professorin in Rio, Brasilien, gearbeitet. Sie lebt jetzt mit Mann und Kind in Toronto, Kanada.
„Schwestern für einen Sommer“ (Original: „The Other Sister“) ist ihr Debütroman, der bei Fischer weltweit zum ersten Mal veröffentlicht wird. Die Originalfassung war das Ergebnis eines Schreibkurses.

Der Inhalt ist schnell erzählt: Zwei Schwestern – gleicher Vater, verschiedene Mutter – zerstreiten sich, haben keinen Kontakt mehr und werden nach fünfzehn Jahren praktisch gezwungen, einen Monat im Strandhaus der verstorbenen Großmutter zu verbringen.
Und natürlich offenbart sich in dieser Zeit das dem Zerwürfnis zugrunde liegende Geheimnis, aber die Frage ist, ist trotzdem alles so wie es scheint und können die Halbschwestern wieder zu richtigen Schwestern werden?
Das hat Cecilia Lyra in abwechselnden Perspektiven aus Sicht der Schwestern Cassie und Julie geschrieben und ich muss sagen, die verschiedenen Tonarten der Schwestern hat sie gut getroffen.
Es gibt eine Reihe von interessanten Figuren, allerdings sind sie teilweise auch sehr überzeichnet. Also entweder richtige Arschlöcher und so richtig gut. So einfach mal nette Menschen mit ein paar Macken gibt’s irgendwie nicht, bis auf vielleicht die zwei Schwestern. Alle anderen Figuren werden von der Autorin nur „angekratzt“, sozusagen.
Mich störte auch ein bisschen, dass die Frauenfiguren, die im Jetzt als Anfang-30-jährige leben, doch recht konservativ altbacken sind. Gut, die Handlung spielt in Amerika, aber da hätte ich mir mehr erwartet von der Autorin (die so alt wie ihre weiblichen Figuren ist). Auch machen die zwei weiblichen Hauptfiguren nur wenig, und dies sehr langsam, charakterliche Entwicklung durch. Sie sind scheinbar im Wesentlichen auf das Aussehen und Beziehung/Kinder fixiert. Das empfand ich als etwas eindimensional.
Falls der Verlag das hier liest: Den deutschen Titel finde ich nicht nur nicht gelungen sondern auch irreführend. „Die andere Schwester“ passt mMn viel besser.
Trotzdem hat mir das Lesen Freude gemacht. Bis auf ein paar Hänger in der Mitte liest es sich auch fluffig und schnell, was den wechselnden Erzählperspektiven und ein paar kleinen Cliffhangern zu verdanken ist.
Wer einen Wohlfühlroman für den Urlaub sucht, kann hier nichts falsch machen.

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Rezensionen von begine:

Sarahs Suche

Ohne ein einziges Wort von Rosie Walsh


Ohne ein einziges Wort von Rosie Walsh, die Übersetzerin ist Stefanie Retterbush. Das Buch erscheint im Goldmann Verlag

Sarah und Eddie haben 7 Tage, an denen sie verliebt waren und zusammenbleiben wollten. Eddie fährt in seinen Urlaub und Sarah hört nichts mehr von ihm. Dann liest man von Sarahs Gedanken und ihrer Suche nach Eddie über Facebook und direkt.

Aber er ist weg, ohne ein einziges Wort. Die Suche nach Eddie war ja ganz romantisch, aber meiner Meining nach nicht so realistisch.
In dem Roman geht es um eine alte Schuld, um Liebe und Verlassenheit. Die Erklärung ist ziemlich überraschend und ich kann es verstehen. Die Nebenfiguren sind auch mit guten Charakteren versehen. Mit dem Ende hatte ich nicht gerechnet, ist aber in Ordnung und besser als gedacht.

Das Cover ist romantisch mit den Blüten und Schattenumrissen auf hellblauem Grund.
Die Autorin Rosie Walsh schreibt emotional und mit Gefühl. Der Roman hat mich gut unterhalten.

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Rezensionen von KimVi:

Humorvolle Lektüre, die man mit einem Augenzwinkern liest

Manchmal hilft nur fauler Zauber von Nicola Lux

Anna kann ihr Glück kaum fassen, denn sie hat sich einen absoluten Traummann an Land gezogen, der ihr jeden Wunsch von den Augen abliest und äußerst höflich und zuvorkommend ist. Doch schon bei der Hochzeit zeigt Hartmut sein wahres Gesicht, denn bereits während der Feierlichkeiten betrügt er Anna mit seiner Sekretärin Vanessa.

Einer Scheidung wird Hartmut niemals zustimmen, denn er braucht Anna, um sein Ziel, als Bürgermeister gewählt zu werden, zu verwirklichen. Falls sie bei dieser Farce nicht mitspielen sollte, droht Hartmut harte Konsequenzen für Anna und ihre Familie an. Da Hartmut ziemlich skrupellos und cholerisch ist, nimmt Anna die Bedrohungen äußerst ernst. Doch plötzlich scheint es einen Ausweg zu geben, denn Anna erbt ein Haus auf Amrum. In diesem Haus lebt auch Vida. Von der vorherigen Besitzerin wurde ihr Wohnrecht auf Lebenszeit zugesichert. Hartmut setzt alles daran, Vida aus dem Haus zu graulen. Doch Anna und Vida verstehen sich sehr gut und werden Freundinnen. Vida, die auf der Insel den Ruf hat, zum "Club der Hexen" zu gehören, macht Anna deshalb den Vorschlag, den unleidlichen Ehemann doch einfach aus dem Weg zu räumen. Die beiden schmieden einen Plan und das Schicksal nimmt seinen Lauf.....

Der größte Teil dieser, mit einem Augenzwinkern zu lesenden Krimikomödie wird in der Ich-Form, aus der Sicht der Hauptprotagonistin Anna, geschildert. Anna ist zunächst noch ziemlich naiv und gutgläubig, dennoch wirkt sie sehr sympathisch, sodass man sich gut mit ihr identifizieren kann. Anna erzählt die Geschichte mit einer ordentlichen Prise Humor und kann auch mal über sich selbst lachen. Dadurch hat man das Gefühl, ihr direkt gegenüber zu sitzen und ihrer unglaublichen Erzählung zu lauschen. Der Schreibstil ist locker und sehr lebendig, sodass man vom ersten Moment an in den Sog der Ereignisse gerät und förmlich durch die Seiten fliegt.

Haupt- und Nebencharaktere werden ebenfalls sehr authentisch beschrieben. Man kann sich die Protagonisten mühelos vorstellen und fasst dabei spontane Sympathien oder Abneigungen. Die Insel Amrum erwacht regelrecht zum Leben, denn typische Gerichte oder Getränke, Sehenswürdigkeiten, Hintergrundinformationen zur Insel und alte Legenden werden wunderbar in die Handlung eingeflochten. Beim Lesen kann man schon fast den Wind in den Haaren spüren oder das Rauschen der See hören.

Das alles bietet eine wunderbare Hintergrundkulisse für eine rabenschwarze Krimikomödie. Denn Anna tritt durch ihre Freundin Vida dem "Club der Hexen" bei und findet schon bald nichts mehr dabei, unliebsame Zeitgenossen aus dem Weg zu räumen. Dabei gehen die beiden äußerst geschickt vor. Diese Handlung darf man natürlich nicht allzu ernst nehmen, sondern sollte sie mit einem Augenzwinkern lesen. Denn dann werden einem Anna und Vida schnell ans Herz wachsen und dafür sorgen, dass man gelegentlich unverhofft schmunzeln muss.

Mir hat diese Krimikomödie ausgesprochen gut gefallen, da ich mich, durch den lockeren Schreibstil, sofort direkt angesprochen gefühlt habe und durch die Seiten geflogen bin. Dabei musste ich einige Male unverhofft schmunzeln und mochte kaum glauben, was der Club der Hexen alles möglich machte. Ich habe das Buch innerhalb eines Tages verschlungen und empfehle es deshalb gerne als lockere Urlaubslektüre weiter. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala vergebe ich vier von fünf möglichen Sternchen.

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Rezensionen von Rebecca1493:

Schöne Geschichte für jüngere Leser

Manchmal hilft nur fauler Zauber von Nicola Lux

Mit dem Titelbild hat sich der Carlsen-Verlag wirklich sehr viel Mühe gegeben. Dieser Einsatz hat sich wahrlich gelohnt, denn das Cover ist wahrlich ein Blickfang. Außerdem passen die kleinen Häuschen mit den darüber abgebildeten Sprechblasen, die stellvertretend für die Wünsche von Paula, Amelie und Leni stehen super zum Inhalt der Erzählung.

Und natürlich macht vor allem der blaue Sternenhimmel einiges her! In diesem Falle war das Titelbild auch der Grund, weshalb ich mich bei der Plattform netgalley überhaupt für das Buch beworben habe.

Natürlich konnte man bereits durch den Klappentext erahnen, dass sich das Buch vor allem an eine jüngere Zielgruppe richtet. Aber man erfährt auch relativ schnell, dass die Protagonisten mitten in der Pubertät stecken und circa 15 Jahre alt sind. Dieser Altersgruppe ebenso wie etwas jüngeren Lesern kann ich das Buch wärmstens empfehlen. Ich mit meinen 24 Lenzen fühlte mich teilweise eher zu alt für die doch eher oberflächlich gehaltene Geschichte über die Wunscherfüllung der drei Protagonistinnen, aber das soll hier nicht zu sehr ins Gewicht fallen.

Die Autorin erzählt die Geschichte recht ausgewogen aus der Sicht der drei Mädels, die mit unterschiedlichsten Problemen zu kämpfen haben, die eine recht große Bandbreite abdecken: unerwiderte Liebe, eine drohende Scheidung und ein Berufswunsch, dem die Eltern leider alles andere als aufgeschlossen gegenüber stehen, werden thematisiert. Aber auch Freundschaften und Zusammenhalt spielen eine zentrale Rolle.

Der Schreibstil ist sehr gut an die entsprechende Altersklasse angepasst und wirkte auf mich authentisch. Insgesamt ließ sich die Geschichte dadurch ausgesprochen flüssig lesen, außerdem hatte ich keinerlei Probleme in das Buch einzusteigen.

Kritikpunkt für mich war, dass die Mädchen leider etwas oberflächlich daherkamen. Nicht jeder hat eben die Mittel Markenklamotten zu kaufen wie Amelie oder sich einen Schauspiel-Workshop zu leisten wie Paula und das kann auch eine Wunsch-App nicht leisten. Es lief für mich irgendwie zu glatt ab, das Ende war für mich zu sehr auf "Friede-Freude-Eierkuchen" getrimmt. So richtig aus der Geschichte lernen kann man in meinen Augen nicht. Vielleicht ist es aber auch darauf zurückzuführen, dass es sich um ein Kinderbuch handelt, weshalb ich nicht zu streng bewerten will.

Fazit: Eine schöne Lektüre für Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 12 und 16 Jahren. Ich habe mich eher zu alt für das Drama der drei Mädchen gefühlt.

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Rezensionen von Rebecca1493:

Ich hätte am liebsten weitergelesen

Manchmal hilft nur fauler Zauber von Nicola Lux

Das Farbspiel des Titelbildes gefällt mir noch einen Tick mehr als das zu Teil 1, ich bin allerdings auch ein großer Fan von dunkleren Rot- und Violett-Tönen, die hier wunderbar miteinander harmonieren. Allerdings hat die männliche Person im Hintergrund keinen Bass, sondern eine E-Gitarre in der Hand, wenn ich die Anzahl der Wirbel richtig interpretiere und eine solche Kappe hatte Tom auch nicht auf, aber ich jammere hier mal wieder auf hohem Niveau.

"Liebe Backstage" schließt sich direkt an Teil 1 der Reihe an, deshalb sind unbedingt Vorkenntnisse aus Band eins notwendig, um Malous und Toms Geschichte folgen zu können!

Nach dem fiesen Cliffhanger am Ende von "Herzklopfen on Tour" war ich natürlich unheimlich gespannt, wie es für unser Problempärchen weitergehen und ob Tom noch die Kurve bezüglich seiner Drogenprobleme bekommen würde.

Recht schnell wird klar, dass es alles andere als leicht werden wird für die beiden. Tom hat Malous Vertrauen mit seinen Handlungen ganz schön auf die Probe gestellt, weshalb sich die erneute Annäherung als schwierig erweist. Immer wieder werden ihnen Steine in den Weg gelegt, aber aufzugeben scheint für keinen der beiden eine Option zu sein. Man merkt, dass vor allem Tom endlich zu begreifen scheint, wie viel ihm Malou eigentlich bedeutet und diesen Wandel seiner Gefühle zu beobachten war zum Dahinschmelzen.

Auch dieses Mal erzählt Autorin Sina Müller die Geschichte sowohl aus Toms als auch aus Malous Sicht und wie bereits in Teil 1 konnte sie dadurch einerseits ein besseres Verständnis für die Launen ihrer beiden Protagonisten liefern und andererseits eine gewisse Spannung aufbauen. Ich hatte also keinerlei Probleme wieder in die Handlung einzusteigen und mich von ihr gefangen nehmen zu lassen. Auf der einen Seite wollte ich unbedingt, dass Tom und Malou endlich wieder zusammenfinden, aber auf deren Seite war mir der Gedanke, dass die Geschichte bald ein Ende findet, kein besonders angenehmer. Allerdings hat es die liebe Sina geschafft, der Reihe einen wirklich gelungenen Abschluss zu verpassen, der einerseits genug Spielraum für die eigene Vorstellungskraft lässt, aber andererseits kaum Fragen offen lässt!

Ich würde mich wirklich sehr freuen, wenn es irgendwann noch eine Geschichte zu Nik oder Lucky geben würde. Die Band Amblish ist mir nämlich wirklich ans Herz gewachsen.

Fazit: Teil zwei konnte mich von Beginn an überzeugen! Malou und Toms Geschichte findet ein mehr als würdiges Ende.

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Rezensionen von Pink Anemone:

Eine gelungene und vor allem spannende Mischung aus Fakten und Fiktion, die einen exzellenten viktorianischen Krimi über die Jagd nach Jack the Ripper ergibt.

Inspector Swanson und der Fall Jack the Ripper von Robert C. Marley

London, East End, 1888: Ein unheimlicher Killer verübt im Stadtteil Whitechapel eine bis dahin beispiellose Mordserie, der ausschließlich Prostituierte zum Opfer fallen. Er nennt sich selbst ‚Jack the Ripper‘.
Scotland Yards Chief Inspector Donald Swanson und sein Team werden auf den Fall angesetzt.

Doch alle Versuche, Licht ins Dunkel zu bringen, scheitern. Sogar Oscar Wilde und Lewis Carroll geraten in den Dunstkreis der Ermittlungen.
Wer ist der perfide Killer? Und warum ordnet der Commissioner von Scotland Yard die Vernichtung von Beweismaterial an? Ist am Ende etwas dran an den Gerüchten, das britische Königshaus selbst habe seine Finger im Spiel?...(Klappentext)

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„Sie schien nur so in Blut zu schwimmen. Ihr Körper war größtenteils im Schatten verborgen, aber das durch das Fenster einfallende Licht spiegelte sich deutlich im matten Glanz ihrer weit geöffneten Augen.“ (S. 16)

Obwohl dies der 2. Teil der Inspector Swanson-Reihe ist, spielt dieser 5 Jahre vor „Inspector Swanson und der Fluch des Hope-Diamanten“. Daher eignet sich dieser Teil auch sehr gut, um in diese Reihe einzusteigen.

Das Interessante und auch Spannende an dieser Inspector Swanson-Reihe ist, dass hier so mancher Protagonist keineswegs fiktiv ist, allen voran der Hauptcharakter Chief Inspector Donald Swanson.
Er war damals tatsächlich einer der leitenden Ermittler im Fall „Jack the Ripper“. Dadurch erhält diese viktorianische Krimi-Reihe eine ganz besondere Authentizität. Doch unser Inspector ist nicht der Einzige der keineswegs fiktiv ist, denn auch die Romane selbst stützen sich auf historische Fakten.
War es im 1. Teil der tatsächlich immer noch existierende Hope-Diamant mit seinem anhaftendem Fluch, ist es in diesem Teil niemand geringeres als Jack the Ripper.

Hie erkennt man ein weiteres Mal wie viel Recherchearbeit vom Autor geleistet wurde, denn die Story stützt sich auch hier wieder auf diverse Fakten, wie z.B. bezüglich der damaligen Tatverdächtigen, die vermeintlichen von Jack the Ripper stammenden Briefe oder die damalige Ermittlungsarbeit.
Und auch hier haben wieder diverse damals existierende Personen, wie z.B. der Psychiater Dr. Forbes Winslow, Inspector Abberline und sogar Oscar Wilde und Lewis Carroll und noch einige mehr, ihren Auftritt.

Mit all dem erschuf der Autor eine gelungene Mischung aus Fakten und Fiktion, welche einen äußerst spannenden viktorianischen Krimi entstehen ließ.
Die Auflösung ist überraschend und keineswegs unglaubwürdig. Alle begonnenen Fäden verlaufen zu einem stimmigen Ganzen.

Das Buch ist in vier Abschnitte geteilt und jeder davon wird durch private Notizen eines damaligen Beamten eingeleitet. Nicht alle davon sind wahr und daher mit einem schelmischen Augenzwinkern zu betrachten.

Der Schreibstil ist flüssig und klar, die Erzählweise packend und atmosphärisch. Robert C. Marley schafft es Bilder im Kopf entstehen zu lassen und somit den Leser in das viktorianische East End zu katapultieren. Man sieht die nebelverhangenen Gassen regelrecht vor sich, während man sich mit Inspector Swanson auf die Jagd nach „Jack the Ripper“ macht.

„>>Sie meinen<<, sagte Abberline, dem offensichtlich gerade ein diffuses Licht aufgegangen war, >>der Mörder hat diese Schürze getragen?<<
>>Oder ein Schlachter.<<, sagte Chandler.
Swanson überlegte, ob das in diesem Fall nicht ein und dasselbe war.“ (S. 127)
Einen gelungenen Abschluß bildet das Nachwort von Nevill Swanson, Urenkel des berühmten Inspectors Donald Sutherland Swanson, der über den „wirklichen“ Inspector Swanson erzählt.

Fazit:
Bevor ich an diesen Krimi ging, las ich das Sachbuch „Jack the Ripper – Anatomie einer Legende„. Ich war also quasi auf dem letzten Stand der „Ripper-Forschung“.
Daher fand ich es besonders interessant und äußerst bewundernswert, wieviel Fakten der Autor in diesen Krimi fließen ließ und dies zu einer neuen und spannenden Geschichte verwoben hat. Selbst für sogenannte „Ripperologen“ ist dieser Krimi also durchaus lesenswert.

Ich habe das Buch innerhalb von 2 Tagen verschlungen, war komplett in die Jagd von „Jack the Ripper“ vertieft und tauchte nur ungern wieder daraus auf.
Wieder einmal konnte mich Robert C. Marley von sich überzeugen und ich freue mich schon jetzt, mit dem 3. Teil der Inspector Swanson-Reihe ein weiteres Mal in das viktorianische London einzutauchen, um mit dem Inspector auf Verbrecherjagd zu gehen.

© Pink Anemone

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Rezensionen von heinoko:

Sehr gemächlich erzählt

Schweige nun still von Elgar Emily


Der Klappentext zog mich magisch an und ließ mich ein hohes Spannungspotential erwarten: Eine junge Frau wird in die Station für Koma-Patienten des St. Catherine Hospital eingeliefert, nachdem man sie bewusstlos in einem Straßengraben gefunden hat. Ein tragischer Unfall mit Fahrerflucht? Im Bett neben Cassie liegt Frank, der am Locked-in-Syndrom leidet: Er nimmt alles wahr, kann sich aber nicht mitteilen.

Die Menschen um ihn herum verhalten sich so, als wäre Frank gar nicht da. Und so ist er es, der als einziger die Puzzleteile von Cassies Vergangenheit zusammensetzt und erkennt, dass sie noch immer in tödlicher Gefahr schwebt. Denn jemand aus ihrer nächsten Nähe würde alles tun, damit das Schweigen gewahrt bleibt, niemals ans Licht kommt, was wirklich geschehen ist …

Leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt. Obwohl der Plot alles hat, was zu einem Psychothriller gehört, kann sich durch die extrem gemächliche, ausschweifende, fast betuliche Erzählweise keine Spannung aufbauen. Der eigentlich geschickte Schachzug, die Geschichte aus drei verschiedenen Sichtweisen zu erzählen, verliert im Verlauf der Seiten immer mehr an Reiz, umso mehr, als die dargestellten Personen nicht wirklich psychologisch nachvollziehbar denken und handeln. Streckenweise kamen mir die geschilderten Szenarien vor wie eine Mischung aus „Chicago Hope“ und „Barnaby“, was zwar durchaus seinen Reiz hat, aber doch weit weg ist von einem Psychothriller. Viele, viele Seiten lang geschieht im Grunde nichts, man liest und liest, fühlt sich mäßig unterhalten, macht sich so seine Gedanken und Vorstellungen, hat Vermutungen, aber bleibt weitgehend unberührt. Erst auf den letzten 50 Seiten passiert alles auf einmal. Das Geschehen explodiert quasi. Und schon ist das Buch zu Ende und man fühlt sich als Leser wie nach einem überraschenden Gewitter: erschreckt und froh, es hinter sich zu haben.

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Rezensionen von Gaby 2707:

Zwei starke Frauen

Ab heute heiße ich Margo von Stephan Cora

Mit ihrem Buch "Ab heute heiße ich Margo" legt Cora Stephan einen Familienroman vor, den ich trotz seiner 635 Seiten regelrecht verschlungen habe. Ich tauche ein in das Leben zweier junger Frauen und begleite sie durch ihr gesamtes Leben.
Margarete "Gretl" Hegewald, geboren 1919 in Stendal beschließt 1936 ihren eigenen Weg zu gehen.

Die Haare werden abgeschnitten, sie macht eine Lehre zur Buchhalterin bei einem Stendaler Fotografen und nennt sich ab nun Margo.
Die zweite Protagonistin ist Helene Pinkus, eine junge Frau, die als Fotografin den spanischen Bürgerkrieg miterlebt hat und die dort Schlimmes ertragen musste. Sie wird von einem Freund nach Stendal gebracht um dort als Fotografin zu arbeiten.
Beide Frauen lieben den gleichen Mann und sind und bleiben durch ihn und ein Geheimnis, das beide teilen, miteinander verbunden.
Aufgeteilt in die Jahre 1936 – 1945 Im Dritten Reich; 1945 – 1989 Deutschland West, Deutschland Ost und 1989 – 2000 Nach dem Mauerfall begleite ich beide Frauen abwechselnd durch die Wirren des Lebens. Die einzelnen Abschnitte, die immer das Leben entweder von Margo oder von Helene erzählen, machen die Zuordnung sehr leicht und das Verstehen der beiden Frauen, warum sie was tun oder denken, einfacher.
Es ist fast nicht zu glauben, was sich im Leben dieser Frauen abspielt, was sie erleben und erleiden. Aber alles ist so gut durchdacht und schlüssig beschrieben, dass es sich ganz genau so ereignet haben könnte. Da sich die beiden Lebensgeschichten gerade durch die Kriegswirren aber auch danach so spannend gestalten, kommt bei keinem Leseabschnitt Langeweile auf. Ganz im Gegenteil: Ich wollte immer wissen, wie es weiter geht und welche Wendungen es noch geben würde.
Die Hauptpersonen sind so detailliert, farbig und bis ins Kleinste geschildert, dass sie sehr gut vorstellbar und trotz allem, was passiert immer sympathisch rüberkommen und bleiben. Aber auch die vielen anderen Handelnden kann ich durch ihre Taten, auch wenn ich diese nicht gutheißen kann, und Gedanken gut verstehen.

Ich habe ein spannendes, sehr gut durchdachtes Buch gelesen, dass mir durch Margo und Helene sehr ans Herz gegangen ist. Die Geschichte der beiden Frauen wird mich bestimmt noch eine Weile begleiten.

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Rezensionen von heinoko:

Cold Case auf österreichisch

Ab heute heiße ich Margo von Stephan Cora


Die Kurzbeschreibung fasst den Inhalt perfekt zusammen: Juliana Kallberger ist froh, in das gemütliche Dörfchen Zwirnbach gezogen zu sein. Hier, in der Heimat ihres Mannes, kann sie in Ruhe ihrem Lieblingshobby nachgehen: Der Ahnenforschung. Doch als sie einen Eintrag in ihrem Familienstammbuch ergänzen will, stolpert sie über einen Skandal.

1902 wurde ein Urahne ihres Mannes erhängt in Zwirnbach aufgefunden, kurz nachdem auch seine Frau gestorben ist. War das ein Selbstmord? Juliana kommt der Eintrag ungewöhnlich vor und sie beginnt zu recherchieren, was damals vorgefallen sein könnte. Doch schlafende Hunde soll man nicht wecken und die Stimmung im Dorf kippt, als Juliana beginnt herumzuschnüffeln. Dann wird auch sie selbst bedroht …

Nicht nur das Dörfchen Zwirnbach ist gemütlich, das ganze Buch ist es. Gemütlich, fast betulich wird so vor sich hin erzählt. Wer ein Faible für Ahnenforschung hat, dem mag es gefallen, insbesondere da sich der Anhang detailliert mit dem Thema befasst. Ich persönlich habe diese Absätze jeweils nur überflogen, weil ich zugegebenermaßen gar kein Interesse für das Herumstöbern in der Welt der Ahnen habe. Der Plot als solcher genügt einfach nicht, um zu fesseln. Die Geschichte ist arg konstruiert, vorhersehbar, stellenweise langatmig dargestellt und wurde in einen arg schlichten Schreibstil verpackt. Zwar wird nett erzählt und viel Aufwand betrieben, um Häuser, Gärten, Einrichtungen und andere Äußerlichkeiten zu beschreiben, aber genau an diesen Äußerlichkeiten bleibt die Geschichte auch hängen, bleibt sozusagen zweidimensional, oberflächlich. Der österreichische Slang ist durchaus liebenswert und über die österreichische Küche in allen möglichen Variationen habe ich viel erfahren, aber das genügt leider nicht, um das Buch zu einer Mordsg’schicht zu machen.

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