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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von PFIFF:

Kriminalfall um 1920

Die rote Frau von Beer Alex


Die berühmte, junge Schauspielerin Rita Haidrich kommt aufgelöst ins Kommissariat und möchte, dass eine mysteriöse Frau ausgeforscht wird, die einen Fluch auf die neueste Filmproduktion gelegt hat.
August Emmerich wird die undankbare Aufgabe übertragen. Zusammen mit seinem Partner Winter wird er in eine Wiener Nachkriegsgeschichte hineingezogen, begibt sich selbst in Gefahr und versucht schlau seine gerissenen Gegner zu entlarven, zu täuschen und der Gerechtigkeit zuzuführen.

Alex Beer gelingt es wieder, eine spannende Kriminalgeschichte mit wahren Hintergründen zu erzählen. Ihre Charaktere sind lebendig mit ihren Ecken und Kanten.

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Rezensionen von heinoko:

Weiterhin bleibe ich ohne Verständnis für ostdeutsches Befinden

Mit der Faust in die Welt schlagen von Rietzschel Lukas


Dass der Autor erst 23 Jahre alt ist, hat mich überaus erstaunt. Zum einen wegen des Schreibstils, der eine eindringliche Wirkung hat, teilweise geradezu poetisch zu nennen ist. Aber auch wegen einer über allem liegenden Hoffnungslosigkeit im Buch, die man von einem jungen Menschen wie dem Autor nicht erwarten würde.

Wir befinden uns in Sachsen wenige Jahre nach der Wende. Tobias und Philipp sind Brüder, ihre Eltern starten mit einem Hausbau in ein neues Leben. Doch die DDR-Vergangenheit lässt sich nicht leugnen. Sie scheint über das Land einen permanenten Schatten der Perspektivlosigkeit geworfen zu haben, der die Menschen in eine uneingestandene Angst treibt, was nicht zuletzt am Thema Flüchtlinge in Wut umschlägt.

Ich konnte mit dem Buch wenig anfangen, auch wenn es gut zu lesen war. In seiner Tristesse war es mir als immer schon im Westen lebend keine Hilfe, auch nur einen Funken Verständnis zu entwickeln für die geschilderten Probleme der Menschen im Osten. Im Gegenteil. Das Buch machte mich zornig. Diese immanent passive Erwartungshaltung, „es“ möge besser werden, irgendwie, irgendwann, irgendwer soll es richten, das bessere Leben, das macht mich zornig. Das Leben selbst in die Hand zu nehmen statt nur Bier zu trinken und herumzuhängen, scheint wohl keine Option zu sein. Und die Schuld sucht man bei anderen, natürlich. Auch das macht mich zornig. Der Autor schildert eine Welt, die lethargisch und stoisch auf dem Elend des Alltags beharrt. Die chronische Grausicht, dieser nicht wegwischbare Grauschleier, der über allem liegt, und diese so unreif wirkende Schuldsuche bei anderen, zum Beispiel beim Thema Flüchtlinge, wurde mir vom Autor nicht wirklich nachvollziehbar erklärt. Ich weiß nicht, wofür dieses Buch gut sein soll. Höchstens vielleicht als Chronik des Scheiterns, wenn Menschen nicht gelernt haben, selbstverantwortlich zu handeln, sich Ziele zu setzen, Idealen nachzustreben. Verständnis für ostdeutsches Befinden hat mir das Buch jedenfalls nicht gebracht, eher noch mehr Kopfschütteln…

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Rezensionen von Vicky:

Ein Wolf bleibt immer ein Wolf

Mit der Faust in die Welt schlagen von Rietzschel Lukas

Das Buchcover ist zwar eher schlicht gestaltet aber es gefällt mir gut! Das Bild in Schwarz-Weiß mit dem Titel in Schwarz-Orange ist toll und ich finde dass es, obwohl es einfach gehalten ist, ein Blickfang ist!

‘Die Rache der Orphans‘ ist der dritte Teil der 'Evan Smoak‘-Reihe, manche bezeichnen sie auch als die ‘Orphan X‘-Reihe.

Der Thriller umfasst eine Einleitung sowie achtundsiebzig Kapitel. Diese sind und jeweils mit einem Titel versehen. Das finde ich super, denn so kann man bereits vor jedem Kapitel rätseln was darin passieren wird und dem Kopfkino freien Lauf lassen :-)

Die Einleitung ist ein toller und spannender Einstieg. Der Schreibstil des Autors Gregg Hurwitz ist angenehm und man kommt gut voran beim Lesen. Hier lernt man eine andere/neue bzw. bisher unbekannte Seite von Evan kennen.

Ich würde für diesen Teil unbedingt empfehlen die anderen zu lesen, ich denke Vorkenntnisse sind hier nicht nur von Vorteil sondern essentiell wichtig um diesen Teil zu verstehen. Hier passiert einiges, was wird hier natürlich nicht verraten, wofür die anderen Bände der Reihe bekannt sein sollten.

Fazit: Definitiv für alle Fans von ‘Jason Bourne‘. Dieser hier hat mir noch besser gefallen als der Vorgängerband – deswegen bekommt ‘Die Rache der Orphans‘ von mir auf jeden Fall alle fünf Sterne. Ich warte nun gespannt auf weitere Bände der Reihe.

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Rezensionen von TanyBee:

Verwirrspiel

Der Abgrund in dir von Lehane Dennis

Rachel Childs wächst bei Ihrer Mutter auf, ihr Vater ist gegangen, als sie drei war. Natürlich fragt Rachel nach ihrem Vater, doch ihre Mutter will ihr seinen Namen nicht sagen und schiebt den Termin dafür immer weiter nach hinten. Irgendwann macht sich Rachel selbst auf die Suche.

Ich versuche, in meinen Rezensionen Spoiler zu vermeiden, deswegen bleibe ich bei dieser kurzen Inhaltsangabe, obwohl sie das Buch eigentlich nur unzureichend beschreibt.

Denn es beginnt mit dieser „harmlosen“ Familiengeschichte. Es geht um die schwierige Beziehung von Rachel zu ihrer Mutter und um das Geheimnis um den Vater. Doch als ich das Buch durchgelesen hatte, kam mir dieser Teil der Geschichte schon ganz weit weg vor. Denn Dennis Lehane ist ein Meister der unerwarteten Wendungen und mit der Zeit entwickelt sich das Buch fast schon zum Thriller und die Handlung vom Anfang rückt in den Hintergrund. (Warnung: es wird auch blutig!)

Der Autor ist sehr geschickt darin, den Leser hinters Licht zu führen. Viele der Plottwists habe ich nicht mal ansatzweise erahnt, obwohl ich doch schon so einige Krimis gelesen habe in meinem Leben. Die Stärke des Romans ist allerdings auch zugleich seine Schwäche. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass der Autor nun unbedingt noch einen draufsetzen wollte und es wurde mir fast schon zu abstrus. Man sollte sich hier wahrscheinlich einfach gut unterhalten lassen und nicht alles auf die Goldwaage legen. Dann ist eine spannende Lektüre garantiert.

Was mich auch gewundert hat ist, dass einige Handlungsstränge irgendwie ins Leere laufen. Doch wie gesagt, ich will jetzt nicht zu viel verraten.

Doch diese Kritikpunkte sollen nur erklären, warum ich keine 5 Sterne gebe. 4 gibt es auf jeden Fall. Lehane hat es einfach drauf, spannend zu schreiben und den Leser zu fesseln (und zu täuschen). Wer sich gerne von einem Buch überraschen lassen will und auch Thrillern nicht abgeneigt ist, der findet hier die perfekte Lektüre.

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Rezensionen von Lorena_M:

Abgekupfert

Die Zeitung ist tot? Es lebe die Zeitung! Eine Denkschrift zur Zukunft der Printmedien von Petz Hermann

Anstatt das Buch zu lesen, empfehle ich die Recherchen von Markus Wilhelm dazu. Man kann auch einzelne Sätze in eine bekannte Suchmaschine eingeben und wird nicht enttäuscht werden. Ganze Passagen stammen nachweislich nicht vom Autor.

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Rezensionen von Lorena_M:

Spannend und zeitgemäß

Die fremde Gestalt von Hermann Glettler; Michael Lehofer

Das Buch ist eine zeitgemäße Darstellung - nicht ganz ohne kritischen Blick hinter den Menschen (?) Jesus. Lesenswert und auch als Geschenk für Interessierte durchaus empfehlenswert.

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Rezensionen von Lorena_M:

Im Rausch des Lesens

Totenrausch von Bernhard Aichner

Absolut lesenswert und für den Urlaub genau die richtige Lektüre!

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Rezensionen von Solstice:

Persönlich, pragmatisch, anders

Ein Mann geht quer von Jörg Dulsky

In einer persönlichen Krise zieht sich Jörg Dulsky einfach seine Bergschuhe an - und geht los: Von Daheim in Frohnleiten/Steiermark nach Nizza. Unterwegs überquert er die Zentralalpen mit ihren unzähligen Pässen, Almen und Schutzhütten. Immer wieder macht er interessante menschliche Erfahrungen auf seinem Wanderweg, die ihn nicht nur zum Nachdenken anregen, sondern auch sein Leben in eine gänzlich andere Richtung lenken.

Auch die Tierwelt kommt nicht zu kurz, so begegnet Dulsky nicht nur Kühen und Schafen und Hunden, sondern hat auch für einige Zeit einen Wolf als Begleiter...
Die im Laufe der Wanderung durch Österreich, Slowenien, Italien, Schweiz und Frankreich sich dauernd verändernde Flora und Fauna wird nicht nur im Text, sondern auch mittels vieler Fotografien eindringlich beschrieben.
Der pragmatische Schreibstil erfrischt die Lesereise bis zur letzten Seite und macht Lust auf ein Nachwandern von Dulskys Abenteuerreise.
Am wenigsten hat mir das zurückgelassene Schaf gefallen, also dass Dulsky es zurückgelassen hat.
Am besten fand ich die Idee, eine persönlich-kathartische Reise direkt von der Haustür weg zu starten - anstatt, so wie Tausende und abertausende andere - mühsam und CO2-intensiv mit dem Flugzeug irgendwohin zu fliegen, wo es scheinbar interessanter ist, als in den Alpen, Jakobsweg und Konsorten.
Kurz: Originell, praktisch, gut.

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Rezensionen von nuean:

Ein gelungener Auftakt in eine grausame Welt, sehr

Dark Palace - Zehn Jahre musst du opfern.Bd.1 von Vic James

Das Cover ist mir sofort ins Auge gesprungen. Es wirkt dunkel, düster und mysteriös. Auch Titel und Klappentext klangen so spannend, dass ich dieses Buch unbedingt lesen wollte. Dank Netgalley und dem Fischer Verlag habe ich ein Rezensionsexemplar erhalten, was meine Meinung aber nicht beeinflusst.

Zum Inhalt:
In England muss jeder, der nicht zum magischen Adel gehört, 10 Jahre als Sklave dienen. Die Eltern von Abi, Luke und Daisy entscheiden, dass sie ihre Sklavenjahre zusammen mit ihren Kinder ableisten wollen. Sie haben Glück und werden der Herrscherfamilie Jardin als Haussklaven zugeteilt. Doch am Tag als sie ihren Dienst antreten, wird Luke plötzlich von seiner Familie getrennt und allein in die Fabrikstadt Millmoor geschickt, in der er harte Arbeit leisten muss und als niederes Lebewesen behandelt wird. Seine Familie landet bei der Familie Jardin mit den 3 Söhnen Garvar, Jenner und Silyen, die alle ihre eigenen Ziele verfolgen.
Meine Meinung:
Schon der Prolog hat mich in seinen Bann gezogen. Der Schreibstil ist spannend und mitreißend, flüssig und sehr bildhaft. Ich bin sofort in diese Welt eingetaucht und konnte mir alles sehr gut vorstellen.
Das Buch wird aus verschiedenen Sichtweisen erzählt. Hauptsächlich aus Lukes Sicht, der die Ereignisse in Millmoor schildert und aus Abis Sicht bei den Jardins. Luke ist mir am meisten ans Herz gewachsen, er wird von seiner Familie getrennt, ist auf sich allein gestellt, wird nicht gut behandelt und doch entwickelt er sich einfach toll. Er versucht anderen zu helfen und die Welt zu verbessern. Gerade als er sich eingelebt hat und Freunde gefunden hat, kommt alles anders als er denkt.
Abi sorgt sich natürlich um ihren Bruder, arbeitet eng mit Jenner zusammen und verliebt sich in ihn. Die Liebesgeschichte kam allerdings bei mir nicht wirklich an. Mir fehlten das Knistern und die Anziehungskraft. Und Abi wirkte für mich manchmal wie ein verknallter Teenager, obwohl sie die Älteste ihrer Geschwister ist.
Die Charaktere der Jardin-Söhne sind gut beschrieben. Silyen ist undurchschaubar und wirkte auf mich am gefährlichsten und gruseligsten. Ich bin auch sehr gespannt, welche Ziele er genau verfolgt. Gavar habe ich vom Prolog an überhaupt nicht gemocht und das hat sich auch während des Lesens nicht geändert. Jenner ist relativ unscheinbar, macht was man ihm sagt und fügt sich seinem Schicksal.
Manche Handlungen fand ich sehr vorhersehbar, andere wieder nicht. Es ist eine gute Mischung und die Spannung wird ständig aufgebaut. Ich bin auf jeden Fall auf den nächsten Teil gespannt und möchte unbedingt wissen, wie es mit Luke, Abi und Co weitergeht.
Fazit:
Ein gelungener Auftakt in eine grausame Welt, sehr mitreißend ich bin gespannt auf den 2. Teil.

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Rezensionen von Harakiri:

Die Gabe des Wortes

Das rote Adressbuch von Sofia Lundberg

Doris lebt allein in ihrer Wohnung, der Alltag nur unterbrochen von den Pflegekräften. Sie ist einsam, kann aber gut mit dem Computer umgehen. Damit ihre Lebensgeschichte nicht verloren geht, schreibt sie für ihre Großnichte ihre Erlebnisse auf. Bei ihren Erinnerungen hilft ihr ein rotes Adressbuch.

Doch alle Namen sind schon durchgestrichen…
Am Anfang hatte ich ein wenig Probleme, mich in das Buch zu finden. Doris erzählt etwas abgehackt und unzusammenhängend, wobei das gut zu ihrem Alter passt. Doch schnell habe ich mich eingelesen und gerne mehr über Doris‘ bewegtes Leben erfahren. Immer wieder kommt ihre Einsamkeit durch, was mich als Leser sehr betroffen gemacht hat. Was bleibt am Lebensende wenn du keine Familie hast und alle Freunde sterben? Genau diesen Satz habe ich auch oft von meiner 94 jährigen Oma gehört. An die fühlte ich mich auch durch Doris wieder erinnert. Die vielen Geschichten, erzählt und unerzählt, die ein Leben ausmachen, sollten eigentlich nicht mit dem einzelnen Menschen sterben.
Anfangs erzählt noch Doris, ganz heimlich still und leise wechselt dann aber der Erzähler und dem Leser wird klar: man liest von Doris‘ letzten Tagen. Schön fand ich immer die Skype-Sessions mit Jenny und ganz am Ende wartet noch eine Überraschung auf Doris – und den Leser.
Fazit: Was macht ein Leben aus? Erzählt eure Geschichte, seid mutig!

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