Kunden em pfehlungen
Rezensionen von heinoko:
Langweilig
Die Kreuzfahrer von Wladimir Kaminer
Was für ein großartiges Thema für Kaminer, so dachte ich. Kreuzfahrten zu allen Sehenswürdigkeiten der Welt, während derer es in der Hauptsache um Essen und Trinken geht und um das Bemühen, den Kreuzfahrern keinen Moment, ja keine Sekunde der Langeweile zuzumuten. Das war doch genau die Szenerie, in der Kaminer zu Höchstform auflaufen könnte, dachte ich.
Und so erwartete ich Pointen und freundlich-entlarvende Szenenschilderungen in der gewohnten Kaminer-Weise.
Was ich jedoch erhielt, war genau die Langeweile, die es doch eigentlich zu vermeiden galt, nicht nur bei den Kreuzfahrern, sondern auch bei Lesern bzw. Hörern. Sicher, Kaminer nimmt sich auch hier selbst auf den Arm. Hin und wieder spürt man seinen verhaltenen, leicht bissigen Humor, aber alles in allem ödete mich die Hörbuch-Fassung an. Zumal mir die vorsätzlich kultiviert-russische, etwas grobschlächtig wirkende Aussprache von Wladimir Kaminer zunehmend auf die Nerven ging. Da habe ich ihn schon viel scharfzüngiger und unterhaltsamer erlebt.
Rezensionen von heinoko:
Intensiv-spannend
Verborgen von Simons Anna
Den ersten Fall für die Gefängnisärztin Eva Korell habe ich sehr gerne gelesen. Das Buch war leicht lesbar, dabei durchweg spannend und macht mir durchaus Neugier auf die weiteren Bücher, verfasst von Anna Schneider alias Anna Martens alias Anna Simons.
Eva beginnt in einer neuen Stadt einen neuen Job, um die bösen Schatten ihrer Vergangenheit hinter sich zu lassen.
Sie startet als Gefängnisärztin in einer Münchner Haftanstalt ihr neues Leben, doch noch bevor sie ihren ersten Arbeitstag mit all den neuen, teils beunruhigenden Erfahrungen antritt, wird sie in eine merkwürdige Geschichte hineingezogen. Die Frau eines Inhaftierten bittet sie flehentlich um Hilfe, was Eva ablehnt, um nicht in Konflikt zwischen Beruf und Privat zu geraten. Doch am nächsten Tag ist genau diese Frau verschwunden. Eva macht sich große Vorwürfe und versucht, auf eigene Faust die seltsame Geschichte aufzuklären, wobei sie, ohne es zu ahnen, selbst in allergrößte Gefahr gerät.
Die Geschichte ist insgesamt sehr gut ausgearbeitet und wird kurzweilig und schlüssig erzählt. Sie hält von Anfang bis Ende einen konstanten Spannungsbogen aufrecht, der sich zum Schluss hin nochmals intensiviert. Die Protagonisten wirken authentisch und realistisch, insbesondere Eva stellt sich in ihrer unbeirrbar ehrlichen Haltung als sehr sympathisch dar. Die Autorin kennt sich überraschend gut aus in der Welt der Gefängnisse, in der Welt der Borderline-Erkrankten, in der Welt der unterdrückten und männlicher Gewalt ausgesetzten Frauen und beschreibt all dies bildhaft und für den Leser intensiv nachvollziehbar. Mitunter wurde mir das viele Gedankenkreisen einzelner Protagonisten zu lang, zu ausufernd, insbesondere bei Eva. Auch wird der Ehrenkodex, dem Eva unterliegt etwas zu oft breitgetreten. Hier wäre die eine oder andere Straffung des Textes dem Buch dienlich gewesen. Insgesamt handelt es sich jedoch um einen Krimi, den ich gerne und zügig gelesen habe und der, ohne blutrünstig zu werden, dennoch intensiv-spannend geschrieben ist.
Rezensionen von Gudrun Gaber:
Indishman in New York
Verborgen von Simons Anna
Ich finde das Cover lässig und durch die erste Geschichte bin ich gleich in's Buch reingefallen und habe mich Bestens unterhalten gefühlt auf den ersten 100 Seiten. Dann nervten mich die Fußzeilen und die detailgenauen Ausführungen mancher Situationen. Und dann habe ich mir nochmals den Klappentext durchgelesen: .
.. in einer viruosen Verbindung von Text und Bild, Erzählung und Essay, Anekdoten und Anmerkungen .... Ab dann war es wirklich "der Roman, der von der Liebe handelt, nicht bloss die Geschichte einer einzigen Liebe, ihres Beginns und ihres Endes, sondern die Geschichte der Liebe und ihres Überschattenseins von Verlust" und ein bisschen Sex à la Philip Roth, Spiritualität à la Osho und herrliche Musik wie Keith Jarrets The Köln Concert.
Der Autor - Amitava Kumar - hat mehrere Sachbücher geschrieben, dass merkt man auch. Bei den Anmerkungen am Ende des Buches gibt der Autor folgenden Hinweis: ... wo die Quelle, ..., nicht genannt wird, hilft eine einfache Google-Suche weiter :-).
Im letzen Viertel gibt es eine auffallend lange Phase ohne Fußnoten und da fließt die Geschichte schön vor sich hin.
Also lassen Sie sich ein auf die Geschichte des Indishman in New York (... Oh, I'm an alien, I'm a legal alien...).
Rezensionen von AndFe1:
Hält nicht, was es verspricht
Ein Affe an der Angel von Bauer Jonny
Klappentext:
Was macht ein angehender Tierforscher an einem Regentag im achten Stock? Er wirft die Angel aus dem Fenster und wartet ab, was anbeißt. Ob bei Regenwetter im Kinderzimmer oder bei Stau auf der Autobahn, Darko ist Meister darin, überall Abenteuer zu finden. Auf seinen fantasievollen Reisen findet er tierisch gute Freunde, mit denen er viel Spaß hat und von denen er so einiges lernt!
Meine Meinung:
Der Schreibstil ist kindgerecht, flüssig und angenehm zu lesen.
Die detailreichen Illustrationen sind bei meinen Jungs gut angekommen und mussten immer ausgiebig betrachtet werden.
Die Idee des Buches hat mir gut gefallen. Ein abenteuerlustiger Junge, der mit Fantasiereisen aus seiner Langeweile ausbricht.
Die Dialoge waren teilweise witzig, die drei erlebten Abenteuer konnten uns aber nicht überzeugen. Die Geschichten waren nicht wirklich spannend eher langweilig, es plätschert so dahin. Wir haben etwas anderes erwartet...
Rezensionen von mamaofhannah07:
Spurensuche in und um Köln
Der Hunger der Lebenden von Beate Sauer
"Der Hunger der Lebenden" der zweite Kriminalfall für Friederike Matthee, geschrieben von Beate Sauer (Ullstein Verlag)
Nach dem ersten Fall: "Echo der Toten", welcher im eiskalten Januar 1947 spielt, konstruiert die Autorin nun einen Kriminalfall im heißen Sommer des gleichen Jahres.
Die junge Mitarbeiterin der Weiblichen Polizei, Friederike Matthee ermittelt in dem von Hunger und Zerstörung gezeichneten Köln und im naheliegenden, ländlichen Umland. Sie unterstützt die Polizei bei der Aufklärung eines Mordes an einer früheren Kollegin. Schnell verdichten sich die Beweise gegen die junge Ida Gerwing, die am Tatort aufgegriffen wurde. Das Mädchen ist polizeilich bekannt und war während der Zeit des Nationalsotialismus in einem Polizeilichen Jugendschutzlager inhaftiert. Zu einfach und praktisch scheint für Friedericke die Lösung, eine von den unzumutbaren Zuständen gezeichnetes Naturell dingfest zu machen. Sie zweifelt an der Glaubwürdigkeit der endgültigen Beweislage. Angetrieben durch ihre Neugierde deckt Friedericke Dinge auf, die so mancher Sympathisant nicht wahr haben will.
Auch Lieutenant Richard Davies von der Royal Military Police ermittelt in einem zurückliegenden Fall dreier ermordeter englischer Soldaten im Auftrag der Engländer. Sein vermutlich letzter Fall führt ihn aus England zurück nach Deutschland, bevor er seinen Dienst quittieren will. Ein erneutes Zusammentreffen der smarten Friederike und dem wortkargen englischen Lieutenant ist unausweichlich, da beide Kriminalfälle miteinander verbunden sind. ...
Beate Sauers Heldin beweist starke Nerven, unerschütterlichen Mut, und verfolgt beharrlich ihr Ziel mit dem nötigen Einfühlungsvermögen. Gereift an den Aufgaben der täglichen Arbeit bei der Weiblichen Polizei, ist sie entgegen Band 1 weder ängstlich noch unsicher. Sie lässt sich nicht durch Anweisungen abschrecken und umgeht diese zwar mit Gewissensbissen, doch äußerst geschickt. Sie ist entschlossen, die Wahrheit ans Licht zu bringen und vertraut ihrer Intuition und ihrem Bauchgefühl. Friedericke ist eine überaus reife Protagonistin, die im Rahmen ihrer Möglichkeiten agiert und durch die Zusammenarbeit mit der Royal Military Police Täuschung und Verlust hinter sich lässt. Richard Davies steht Friederike zur Seite und besticht durch kühle Gedankengänge. Er ist ein sympatischer Weggefährte, der immer noch mit seiner Vergangenheit hadert. Diese beiden Hauptprotagonisten sind sehr überzeugend und die Kriminalgeschichte plausibel mit breit gefächerten Emotionen erzählt. Neben den Mordfällen besticht die Erzählung durch Friederickes und Richards unentschlossene und von der Vergangenheit gezeichnete Gefühlswelt. Stimmig folgt man den Beiden bis zum dramatischen und zugleich beruhigenden Finale. Die Handlung umrahmt am Anfang ein Prolog sowie ein Personenverzeichnis, ein ergänzendes Nachwort und eine Karte der Handlungsorte am Ende. Auf den 429 Seiten entsteht ein eindrucksvolles Panorama jener Zeit voll mit alltäglichen Kleinigkeiten zwischen Trümmern und Hunger, Ängsten, Tabus und Gefühlen.
Fazit: Einmal eingetaucht in den Roman rund um Friederike und Richard, haben mich die Zeilen tief in der Vergangenheit der deutschen Geschichte nicht mehr losgelassen. Ein historischer Kriminalroman, der nach Band 1: "Echo der Toten" (der mir ebenfalls sehr gut gefallen hat) gelesen werden sollte. 5 Sterne und gern mehr für diese vielseitige, spannende Lektüre.
Rezensionen von mamaofhannah07:
Ein langer Weg zum Glück
Die Klosterbraut von Schörghofer Manuela
Die Klosterbraut geschrieben von Manuela Schörghofer (MIRA Taschenbuch)
Dieser historische Roman beginnt im Mai 1226, als der Wildang und Freigeist Franka von Marienfeld, getarnt in Männerkleidung, ihrem zukünftigen Schwager Wulfgar vom Röllberg im Wald begegnet. Nach dieser schicksalhaften Begegnung, die die Herzen höher schlagen lasst, nimmt eine abenteuerliche und berührende Liebesgeschichte ihren Lauf.
Ist Franka doch für das Kloster bestimmt und wird schon nach der Eheschließung von Wulf und ihrer Schwester Melinda der heiligen Gemeinschaft des Klosters beitreten. Seit ihrer Kindheit wurde sie darauf vorbereitet. Doch jetzt ist sie vollkommen überwältigt von ihren widersprüchlichen Gefühlen. Sie zweifelt und doch entscheidet die Vernunft. ...
Manuela Schörghofer erzählt diesen historischen Roman flüssig, packend und mit klaren Worten. Geschichtliche Hintergründe rund um das höfische und klösterliche Leben, den Einfluß der Kirche, die Bedeutung der Ritter und deren Kreuzzüge und -fahrten bis ins Heilige Land begleiten die Geschichte und geben ihr einen trefflichen Rahmen. Die bildhaften Beschreibungen zum Schwertkampf und Ritterturnieren, Kräuterkunde und Rangfolgen, Tradionen und Erwartungen, lassen eine stimmungsvolle Zeit lebendig werden. Historische Persönlichkeiten finden ihren Patz in dieser authentischen Erzählung des 13.Jahrhunderts. Durch neue Wendungen und Verzwickungen, gepaart mit kriminellen Machenschaften hinter dicken Klostermauern und einer andauernden Liebesgeschichte, bleibt die Spannung durchweg hoch erhalten.
Ein Personenverzeichnis sowie ein Glossar zu Anfang wirken erklärend zu den 35 Kapiteln. In zwei Teile gliedert die Autorin die schlüssige Erzählung.
Für die damalige Zeit agieren die lebhaften Figuren auf den 412 Seiten nachvollziehbar. Franka ist eine charakterstarke junge Frau, die sich wider ihrer Natur den standesgemäßen Erwartungen und Pflichten beugt. Sie begibt sich auf den ihr zugdachten Weg, denn den Mann der eigenen Schwester zu lieben, ist tabu! Und doch fühlt sie den Konflikt in ihrem Inneren. An jedem Ort lässt sich ein wenig Glück finden. So macht Franka Fortschritte im Skriptorium und findet Freude an den Farben und der Gestalltung von Gemälden. Wulf dagegen ist sich sicher, dass Franka seine Frau werden soll. Besticht Franka doch durch ihre Art und Intelligenz. Ihre überirdisch schöne, überhebliche Schwester kann ihr nicht das Wasser reichen. Wulf lässt sich nicht blenden und glaubt bis zum Schluß an die Liebe und eine Verbindung mit Franka. Er zeichnet sich durch Mut und Willenskraft aus. Doch schafft es diese Liebe gegen den Willen und die Pläne der Akteure der damaligen Zeit? Bis zum Mai 1232 dauert diese Hoffnung auf ein selbstbestimmtes und glückliches Leben an. Bis dahin liefert die Autorin ein bewegende, stimmungsgeladene Unterhaltung und gibt Einblicke in eine längst vergangene Zeit.
Fazit: Der Roman "Die Klosterbraut" entwickelte einen Sog, dem ich mich nicht entziehen konnte. Das Lesen war wunderbar leichtfüssig und hat mir unheimlich Spaß bereitet. Liebe Frau Schörghofer, gern mehr davon!
Rezensionen von mamaofhannah07:
Einen Teil Frankreichs neu entdeckt
Willkommen in der Provence von Brigitte Guggisberg
Willkommen in der Provence ein Roman von Brigitte Guggisberg erschienen im DIANA Verlag
Vivianne, 49 Jahre, gebürtige Schweizerin, mit Problemzonen an der richtigen Stelle, hat alles, wovon eine Frau träumt, einen Franzosen, einen Banker als Ehemann, ein wunderschönes Haus mit Garten, fast das ganze Jahr über Sonne, nette Freundinnen, Träume, die sich bestimmt noch erfüllen lassen und ein unbeschwertes, sorgloses Leben mit allen Vorzügen in Aix-en-Provence.
Dies ändert sich schlagartig, als Victor nach 25 gemeinsamen Ehejahren nicht nach Hause kommt. Nicht genug, hat er das Konto leergeräumt und sie auf einem riesigen Berg Schulden sitzen gelassen. Da ihr Ehegatte so schnell nicht wieder auftaucht, Verbindlichkeiten beglichen werden müssen und der Bankangestellte Vivianne aufs Dach steigt, muss schnell eine Lösung her! Aufgeben? Wegziehen? Nein! Mit Hilfe ihrer umtriebigen Freundin Aline entsteht aus einer genialen Idee: La vie en rose chez Madame Vivianne. Innerhalb kürzester Zeit setzt sie ungeahne Kräfte frei, erobert das Netz, stellt sich völlig neuen Herausforderungen und wird mit den unterschiedlichsten Charakteren konfrontiert. Zwischen diesen schwindeleregenden Aufgaben verursacht Felix, ein gutaussehendes männliches Exemplar, Vivianne gewaltige Hitzewallungen. Mit viel Humor meistert sie die neue Situation, die sich immer vertrauter anfühlt. Und dann steht plötzlich Victor vor der Tür...
Schon das Cover läd zum Vereisen ein, ein traumhafter Blickfang, passend zum charmanten, witzigen Inhalt. Die 33 Kapitel und 352 Seiten lesen sich flott weg, vobei die taffe Heldin anfänglich eher oberflächlich erscheint. Mit jeder gemeisterten Aufgabe und weiteren unerwarteten Enthüllungen zeigen sich charakterliche Besonderheiten. Im weitern Verlauf kristallisiert sich heraus, inwieweit wahre Freundschaft existiert, denn auch Vivianns Freundinnen und Feindinnen haben etwas zu verbergen. Mit Wortwitz und Situationskomik gelingt Brigitte Guggisberg ein amüsanter Roman, der so einige Klischees hinreichend bedient. Elegant eingebaute Phrasen, die sich nach einer Portion Lebensweisheiten anfühlen und den gesunden Menschenverstand kitzeln, treffen es auf den Punkt. Ein gelungener Schlußabsatz beendet gekonnt diese flotte Geschichte und es bleibt ausreichend Potenzial für eine Fortsetzung.
Fazit: In die warme, nach Lavendel duftende Provence mit all ihrem Liebreiz versetzt, habe ich jede Zeile sehr genossen, mit Vivienne gelitten und gelacht, mich einfach köstlich amüsiert, ein frischer (Frauen)Roman, Unterhaltungslitertur für zwischendurch.
Rezensionen von mamaofhannah07:
Leuchtende Natur kindgerecht erzählt
Willkommen in der Provence von Brigitte Guggisberg
Rosi & Mücke Eine Käferfreundschaft: Die erste Reise von Simone Stokloßa, Stockmaus Verlag
Es ist doch toll, wenn man einen Freund hat und mit diesem alles teilen kann. Noch schöner ist es, wenn der andere einen versteht. Zusammen macht eine Expedition, bei der man so viel entdecken kann noch viel mehr Spaß!
So verlassen die beiden unterschiedlichen Käfer Rosi und Mücke ihren schützenden Wald, um andere Insekten und Pflanzen kennenzulernen.
Mit ihrem kleinen, vollbeladenen Wagen machen sie sich auf den Weg ins Ungewisse. Sie laufen, bis die Socken qualmen und die kleinen Beinchen wehtun. Nachdem sie am See gezeltet haben, treffen die wissbegierigen Gesellen auf das erste unbekannten Zottelding. ...
In diesem Waldbilderbuch für vorwitzige Entdecker spricht Simone Stokloßa mit den kurzweiligen, kindgerechten, informativen Texten sowie den farbenfrohen, lustigen, detailverliebten Illustrationen Herz und Kopf gleichermaßen an. Kleine und große Leser bekommen schöne Einblicke in die Welt der kleinen Krabbelwesen und in die interessanten Abläufe der Natur. Das liebevoll gestaltete Buch umfasst 72 Seiten mit einem Vorwort, 15 Kapiteln und einem Glossar mit lebensnahen Fotos. Eine Messskala zum Größenvergleich der winzigen Hauptprotagonisten und eine kleine Karte der besuchten Lokalitäten runden das gesamte Buch ab.
Meine Kinder,11 und 8 Jahre alt, fanden die naturwissenschaftlichen Zusammenhänge, verpackt in einer grandios bebilderten, lustigen Geschichte sehr spannend. Das kleine Buch gab zahlreiche Anregungen für ausschweifende Fragen und abwechslungsreichen Diskussionstoff hinsichtlich naturbezogener Themen. Der 2. Teil von Rosi&Mücke Eine Käferfreundschaft erklärt auf amüsante Art und Weise weitere Vorgänge in der heimischen Natur.
Fazit: Wer die Natur liebt, sollte mit Rosi&Mücke auf Reisen gehen, am besten, wenn noch ganz viele wissbegierige Kinder mit von der Partie sind.
Rezensionen von Meli:
Sehr viel Liebesgeschichte, aber doch ziemlich gut
Die Chroniken der Hoffnung - Der Klang der Täuschung von Mary E. Pearson
Ihre harte Kindheit in Venda hat Kazi zu einer Überlebenskämpferin mit vielen Tricks und Kniffen gemacht. Obwohl sie jung ist, hat sie schon lange einen Ruf, der ihr Respekt einbringt. Sie hat geschickte Finger und auch ein cleveres Köpfchen. Sie ist schon ziemlich abgehärtet, hat aber auch einen weichen, hoffnungsvollen Kern, der sie sehr sympathisch macht.
Als ihre Mission sich anders entwickelt als erwartet, improvisiert sie gekonnt. Sie bleibt auch im leidenschaftlichsten Moment ziemlich professionell, ist aber immer mit Herz bei der Sache.
Jase muss nach dem Tod seines Vaters furchtbar viel Verantwortung übernehmen, für seine Familie, ihr Reich und ihre Leute. Und gerade läuft es nicht gut dort, weil Torsfeste von den anderen Königreichen nicht anerkannt wird und das führt immer mal wieder zu Ärgernissen. Und er hat auch nicht alles unter Kontrolle, wie es hätte sein sollen, denn es gibt viele Feinde, die es auf ihr Land und auf ihre Macht abgesehen haben.
Er ist sehr stolz auf seine Familiengeschichte und verteidigt seine Leute mit Leib und Seele. Doch ich hätte auch etwas mehr von ihnen erwartet. Für eine Familie, die wie eine Adelsfamilie oder wie die Mafia agiert, waren sie oft sehr leichtsinnig und vorschnell. Ich hätte mir da mehr Intrigen gewünscht!
Umgehauen hat mich das Buch nicht, weil es mir zu viel Liebesgeschichte war und alles andere eher so am Rand geschah. Mir gefiel die Charakterentwicklung und das World-Building rund um Torsfeste, aber es hätte gern etwas mehr Spannung geben können, vor allem bei diesem Seitenumfang. Die wirklich großen, weltbewegenden Geheimnisse wurden einfach in das nächste Buch verschoben und das hier war eher ein seichtes Jugendbuch, das Potenzial verschwendet hat.
Die Liebe zwischen den Beiden fand ich aber teilweise schon in Ordnung. Sie kommen sich sehr schnell näher, und dann können sie nicht mehr ohne einander. An manchen Stellen fand ich sie echt liebenswert, an anderen war es mir etwas zu viel.
Fazit:
Ich hatte bei "Der Klang der Täuschung" schon viel Spaß und mochte sowohl die Protagonisten als auch die Liebesgeschichte. Ich hätte mir aber mehr Biss, mehr Intrigen und mehr Spannung einer anderen Art gewünscht.
Rezensionen von manu63:
Geld regiert die Welt
Die Chroniken der Hoffnung - Der Klang der Täuschung von Mary E. Pearson
Helenas Verfolger ist ein Krimi der Autorin Sabine Giesen. Der Verlobte von Helena wird tot aus dem Fluss gezogen,. Vorher war er Teilnehmer einer Medikamentenstudie. Da die Polizei in Helenas Augen nicht genau genug ermittelt, meldet sie sich zusammen mit Karls Bruder Jakub selber für die nächste Studie an, um hinter die Kulissen schauen zu können.
Dabei hilft ihnen oft der Zufall um ihre Nachforschungen voran zu treiben.
Der Leser bekommt zwar Einblicke in die Gedankenwelt der Protagonisten, doch hätte ich mir bei einigen der Charaktere mehr Informationen gewünscht wie sie in ihre jeweilige Lebenslage gekommen sind. Die Obdachlosenszene wird nur kurz gestreift und kam für mich nicht so richtig glaubwürdig rüber. Gerade die Hauptprotagonisten der Geschichte wirkten recht zielstrebig und gut ausgebildet und repräsentierten nicht die Art von Obdachlose, die man gewohnt ist. Wer sich aber daran nicht stört bekommt eine ordentliche Geschichte geliefert mit ausreichender Spannung um den Leser ans Buch zu fesseln.
Die Welt der Pharmaindustrie wird hier eher schwarz gezeichnet und so als ob man dort auch Tote in Kauf nimmt, um den Profit zu steigern, auch die Politiker sind korrupt und beeinflussbar wenn es nur genug Geld gibt. Der Schluss des Buches ist durch viele Zufälle bestimmt und wirkt dadurch nicht so richtig glaubwürdig. Wer sich an solchen Details stört wird das Buch nicht so gut finden, wer dagegen auch mit etlichen Fügungen gut klar kommt die eher recht zufällig sind und passend gemacht werden, hat mit der Geschichte ein unterhaltsames Buch.








