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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Streiflicht:

Wo soll ich anfangen?

DUMONT Bildband Entdeckungsreise Japan von Isa Ducke; Natascha Thoma

Japan steht schon länger auf unserer Reiseliste. Ich fand das Land der aufgehenden Sonne immer schon spannend, dann musste mein Mann mehrfach für Dienstreisen hin und kam jedes Mal total begeistert zurück und seitdem steht fest, dass wir irgendwann gemeinsam dorthin reisen. Bis dahin lesen wir gerne alles über Japan, was wir so finden und überlegen immer wieder, wie eine Reiseroute aussehen könnte.

Wo soll man da anfangen? Schwierige Frage …
… und ich muss gestehen, nach der Lektüre dieses Buches ist es noch schwieriger geworden. Denn es bietet so viele tolle Tipps und Reiseziele, dass man sich kaum entscheiden kann. Die Entdeckungsreise führt durch Japan, dabei geht es aufs Land und natürlich auch in die Metropolen. Unterwegs mit der Bahn, dem Rad oder zu Fuß – je nach Geschmack und Reiseroute bzw. Entfernung. Ich mag das Cover sehr, das so stimmungsvoll ist mit dem Tempel und darin geschickt untergebracht die Icons von Schiff, Zug, Schuhen und einem Rad.
Die Autorin nimmt ihre Leser mit auf 30 individuelle Reisen, die sie mit persönlichen Tipps und Erfahrungsberichten anreichert. Ich wollte gar nicht mehr mit dem Schmökern aufhören. Die wunderbaren, atmosphärischen Bilder tun ihr Übriges. Die Inseltouren und der Tag auf dem 88-Tempel-Weg haben mir am besten gefallen, die kommen auf jeden Fall in die engere Auswahl. Tokyo mit dem Rad zu erkunden, finde ich auch total spannend. Kyoto muss auch unbedingt eine Station sein. Faszinierend ist auch, wie unterschiedlich das Land sich präsentiert, langweilig wird es da nie werden.
Sehr praktisch finde ich die Tipps, was man sehen, essen, erleben, kaufen, … kann. Gerade wenn man zum ersten Mal in ein Land reist, ist das total hilfreich. Die Kästen mit dem Titel „Schon gewusst“ mag ich sehr, immer wieder interessant! Ein tolles Buch, das ich sicherlich noch oft durchblättern und lesen werde! Eine wunderbare Urlaubsvorbereitung!

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Rezensionen von Ele:

Spitzenmanagerin beim Achtsamkeitstraining

Einatmen. Ausatmen. von Maxim Leo

Einatmen ausatmen, Roman von Maxim Leo, EBook von Kiepenheuer & Witsch
Marlene findet den Sinn des Lebens
Marlene soll die Vorstandsvorsitzende des Aviola-Konzerns werden. Sie hat sich durch Disziplin und Verbissenheit nach oben gearbeitet, hat die Verkaufszahlen in ungeahnte Höhen gebracht. Doch menschlich hat sie gehörige Defizite.

Bevor sie zum CEO des Konzerns ernannt wird, erwartet die Konzernleitung, dass sie ein Achtsamkeitstraining in einem Brandenburger Schloss absolviert. Und zwar beim berühmten und stets erfolgreichen Seelencoach Alex Crow.
Keiner ahnt, dass Crow selbst vor einem Burnout steht und die Academy kurz vor dem Bankrott. Marlene ist Crows Rettungsanker, denn falls er es schafft, Marlene zu mehr Achtsamkeit zu bringen, dann winkt ein Großauftrag von Aviola, dies könnte ihn und seine Einrichtung retten. Zunächst zeigt sich Marlene jedoch wandlungsresistent. Nach einer Reihe von einschneidenden Erlebnissen, beginnt Marlenes Panzer zu bröckeln.
Maxim Leo schreibt witzig, flüssig und extrem bildmalerisch. Die Figuren die in der Academy zugegen sind, sind so hervorragend charakterisiert und beschrieben, sie wirken echt und real, mit feinen Übertreibungen manchmal schon etwas skurril. Auch die Tier- und Naturbeschreibungen konnten mich überzeugen. Deshalb liest sich das Buch weg wie nichts, man mag es gar nicht zur Seite legen. Ungeahnte Wendungen und ein unerwartetes, jedoch offenes Ende konnten mich überraschen. 256 Seiten so prall voll mit Geschehnissen, eine herrlich amüsante und unterhaltsame Lektüre. Obwohl Marlene und auch Alex, so ihre Eigenarten und Defizite haben, mochte ich sie wirklich sehr gerne. Beide haben sich positiv entwickelt haben sich zum Besseren verändert. Doch auch die anderen Figuren im Buch sind genauestens beschrieben, sind gut charakterisiert und äußerst interessant. Alle handeln authentisch und nachvollziehbar. Ich habe mochte sie alle.
Mit ganz feinem Humor hat der Autor Achtsamkeits-Training und Coaching auf die Schippe genommen. Lifestyle- Leiden, Traumata mit was auch für welchem Hintergrund, der Wirtschaftszweig Mental-Health und das alles mit einem Augenzwinkern. Die Geschichte erscheint aus der Sicht von Alex und Marlene im Wechsel. Deshalb fühlt sich der Leser ganz nah dran an den Figuren. Ein Überblick über das gesamte Geschehen ist stets gewährleistet. Die schlagfertigen Dialoge haben mir viel Vergnügen bereitet.
Ein liebenswertes Buch, gute humorvolle Unterhaltung, mit einem Schluss, den sich jeder nach seinen Wünschen zu Ende denken kann. Spannend und auch berührend. Moderne Sprache und lebensnahe Figuren, das Thema trifft m.E. voll den Zeitgeist. Eine Botschaft die ankommt.
Dafür von mir 5 Sterne

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Rezensionen von begine:

Liebesroman

Weißer Sommer von Eva Pramschüfer



Das Buch „Weißer Sommer“ ist ein ganz ordentlicher Liebesroman von Eva Pramschüfer.
Sie hat einen angenehmen lockeren Schreibstil.
Die beiden Protagonisten Theo und Alma hat sie zu einem interessanten Paar gemacht. Sie sind grundverschieden. Alma ist Journalistin und Malerin, sie stammt aus einem begüterten Elternhaus.

Theo ist bei seinem Vater aufgewachsen, die Mutter hat sich früh aus dem Staub gemacht.
Das hat ihn geprägt. Er hat Steinskulpturen hergestellt.
Er zieht zu Alma nach München, aber das er von Alma abhängig ist belastet die Beziehung.
Die Autorin hat die verschiedenen Emotionen perfekt gestaltet.
Die Reibereien und Missverständnisse sind durchaus nachvollziehbar. Ich habe die Beiden gerne beobachtet, manchmal waren sie ichbezogen, aber ich konnte das gut verstehen.
Eva Pramschüfer kann gut schreiben und ich möchte den Roman gerne weiter empfehlen.

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Rezensionen von stina23:

Knisternde Nerven, die stark verbunden sind

Sie wollen uns erzählen von Birgit Birnbacher

Er wollte doch nur das Richtige tun. Sein Verhalten wird missverstanden, ist es ja auch recht außergewöhnlich. Er kämpft mit dem Richtigsein. Sie kämpft ebenfalls damit, wie auch mit ihrer eigenen Richtigkeit und vor allem kämpft sie aber für ihn.
Ozzy und seine Mutter Ann haben knisternde Nerven, wie Ann es ausdrückt.

Bei Ozzy wird ADHS diagnostiziert, bei seiner Mutter wurde das in ihrer Kindheit nicht. Sie wurde einfach als wild eingestuft. Ozzy wird auch in Schubladen gesteckt. Schubladen, die verhindern, dass er in seiner Ganzheit gesehen und verstanden wird. Als eines Tages in der Schule ein Unglück passiert, auf das Oz so reagiert, dass es andere verstört, beginnen sich Ereignisse aneinanderzureihen, die den Jungen und seine Mutter außerordentlich fordern.
Mich hat die Geschichte sehr berührt. Es waren die Passagen, die Ozzys innere Welt mit der Reaktion der Außenwelt in Vergleich brachten. Vieles von dem kam mir bekannt vor. Das Fehlen von Verständnis, dem richtigem Auseinandersetzen mit dem Menschen, der ein bisschen anders funktioniert und auch das Bedürfnis, diesen Menschen passend zu machen. Mit Ann, ihren Gedanken und ihrem Erleben, ging es mir da sehr ähnlich. Die Autorin erzählt die Geschichte der beiden sehr authentisch. Ich fand mich in vielem wieder und das berührt einfach. Ozzys Wunsch nach einer freien, unbeschwerten Zeit, in der einfach nichts von ihm gefordert wird. Seine Sorge, dass er das eingetretene Unglück visualisiert hat und damit daran Schuld ist. Anns Gedanke, dass alles, was passiert, nur dann wahr ist, wenn man es auch fühlen kann. Das ist mir alles in Variationen vertraut und von der Autorin gut recherchiert oder erlebt. Über all dem steht noch das wichtigste Thema: die Liebe einer Mutter zu ihrem Kind.
Mir gefällt der Schreibstil von Birgit Birnbacher sehr gut. Die oft unvermittelten Sprünge zwischen den Erlebenden/Erzählenden machen das Buch besonders und bilden für mich auch ein bisschen ab, wie Gedankenprozesse in einem neurodivergenten Gehirn funktionieren können. Die lockere und intelligente Erzählweise, sowie die schon erwähnten authentischen Charaktere machen die Geschichte angenehm lesbar.
Für mich war das Lesen dieses Buches eine schöne gedankliche Reise, die häufig an meiner Realität angedockt hat und mich deshalb berührt hat.

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Rezensionen von wolkenbücherwelt / Mythynk:

Alte Wunden - Neues Blut: Ein Kampf ums Überleben

We Who Will Die von Stacia Stark

„Der erste Tag von egal was ist für gewöhnlich der schlimmste.“

Der Einstieg in "We Who Will Die - Empire of Blood“ konnte mich direkt überzeugen und hat mir sogar noch besser gefallen als der Auftakt der anderen Reihe der Autorin. Der Schreibstil lässt sich wirklich angenehm lesen und sorgt dafür, dass man schnell in die Geschichte eintaucht und einfach dranbleiben möchte.

Auch wenn der viele Input zur Welt am Anfang - und stellenweise auch im Verlauf der Story - für manche vielleicht etwas zu viel sein könnte, empfand ich das alles als sehr ansprechend.

Besonders das vom antiken Rom inspirierte Setting hat mir richtig gut gefallen. Die Welt wirkt düster, lebendig und ungeschönt - gerade die Erbarmungslosigkeit und die Brutalität der Kämpfe, des Überleben-wollens, verleiht der Geschichte eine gewisse Härte, die einfach passt. Auch Arvelles innere Gedanken, vor allem die Flashbacks in ihre Vergangenheit, haben mich emotional abgeholt und sie für mich noch greifbarer gemacht.
Das Magiesystem rund um die Sigillen empfand ich als erfrischend und spannend. Es kommen viele verschiedene Elemente zusammen - Vampire, Intrigen, Götter, Machtspiele, innere Kämpfe, Egoismus - und trotzdem wirkt es an sich nicht überladen, sondern genau dadurch lebendig, glaubwürdig. Für mich hat gerade diese Mischung, dieses „Viele“, die Geschichte richtig getragen.

Auch die Nebencharaktere haben bei mir Eindruck hinterlassen. Gerade Maeva und Leon fand ich wirklich gelungen - beide sind mir schnell ans Herz gewachsen und ich hoffe sehr, dass wir noch mehr von ihnen sehen werden.
Und Rorrik…ja Rorrik.. ich muss gestehen, er ist für mich bisher der spannendste Charakter. Unberechenbar, kalkuliert, düster, perfide, irgendwie immer einen Schritt voraus, nicht ganz greifbar, ruchlos.. - und genau das macht ihn so interessant.
„Es überrascht nicht, dass du Leute siehst, die sich amüsieren, und den Drang verspürst, das zu ruinieren.“
Und genau dieses Zitat, dieses Gefühl, fasst ihn für mich ziemlich gut zusammen - unberechenbar, interessant und definitiv jemand, bei dem ich noch sehr viel mehr erwarte und erhoffe!!

Ein wenig gefehlt hat mir stellenweise die wirklich greifbare, spürbare Tension zwischen Arvelle und Tiernon sowie ein klarerer roter Faden, da sich der Band teilweise wie ein längerer Einstieg in die eigentliche Handlung angefühlt hat. Mich persönlich hat das aber nicht wirklich gestört - im Gegenteil, ich mochte es, dass sich hier anders Zeit für Welt und Charaktere genommen wurde - für mich hat das so als Reihenauftakt dadurch gut funktioniert.

Ich freue mich auf jeden Fall auf mehr schmerzhafte Zerrissenheit, mehr Einblicke, mehr Verwundbarkeit und Stärke und darauf, noch tiefer in diese Welt einzutauchen.
Also ja - für mich war Band 1 ein gut stimmiger, dichter Auftakt mit spannender Welt, starken Ansätzen, einem (vielleicht) moralisch verwerflichen Lieblingscharakter und viel Potenzial für die Fortsetzung - knappe, aber gute 4,5 von 5 Sternen.

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Rezensionen von KersG:

Humorvolle Romance

The Iced Caramel Coffee Agreement von Kyra Groh

Dieses Buch ist ein wahres Highlight für mich. Obwohl ich Band 1 nicht gelesen habe, bin ich gut in die Geschichte reingekommen und konnte dem Ganzen sehr gut folgen. Nun möchte ich aber unbedingt auch noch Band 1 lesen.
Der Schreibstil gefällt mir richtig gut. Humorvoll und trotzdem tiefgründig und voller Gefühl.

Es werden einige wichtige Themen angesprochen. Unter anderem geht es viel um das Thema Selbstliebe und Selbstwert.
Eleanore ist das brave Mädchen in der Kleinstadt Lower Whliby. Hilfsbereit, eine gute Freundin und zuverlässig. Doch sie hat es satt, so gesehen zu werden und will daraus ausbrechen. Als dann Dex in der Stadt auftaucht, sieht sie darin ihre Chance. Dex ist Musiker, aber er hat seinen Weg noch nicht so recht gefunden. Er will ihr dabei helfen, loszulassen und auch einfach mal nach Gefühl zu handeln. Sie profitieren beide von ihrem Deal und dabei wird auch ihre Gefühlswelt ordentlich auf den Kopf gestellt.
Lower Whilby ist eine richtig Klischeehafte Kleinstadt. Jeder kennt jeden und es gibt reichlich Klatsch und Tratsch.
Dex kommt aus einer Musikerfamilie, doch sein Ziel war immer, es alleine zu schaffen. Doch der Durchbruch lässt auf sich warten und damit schwindet auch seine Hoffnung auf eine glamouröse Zukunft.
Eleanore war mir direkt sympathisch. Sie ist das nette Mädchen von nebenan, das nie aneckt und auf das man sich immer verlassen kann. Doch sie zweifelt an sich selbst und will endlich so sein wie die anderen. Das schwächt ihr Selbstvertrauen enorm.
Eine wunderschöne Geschichte, mit tollem Setting und authentischen Charakteren. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung!

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Rezensionen von Shilo:

Was von Martha blieb

Vier Seiten Leben von Dorothee Kohler

Ein Name, der plötzlich auftaucht und Fragen hinterlässt. Mehr braucht es nicht, um in diese eindringliche Geschichte hineinzufinden.
Beim Lesen entsteht schnell das Gefühl, dass hier etwas lange verborgen geblieben ist. Zwischen alten Unterlagen taucht eine Frau auf, über die in der eigenen Familie nie gesprochen wurde.

Nur wenige Spuren sind vorhanden, vor allem eine knappe Akte aus einer psychiatrischen Einrichtung. Und doch beginnt sich nach und nach ein Bild zu formen.
Die Geschichte wird ruhig und klar erzählt. Ohne große Worte, jedoch mit viel Feingefühl. Gerade das macht sie so eindringlich. Es geht nicht nur um das, was damals geschehen ist, sondern auch um das Schweigen danach. Warum wurde Martha aus der Erinnerung gelöscht? Diese Frage bleibt die ganze Zeit präsent.
Im weiteren Verlauf wird die Suche nach Antworten immer persönlicher. Die wenigen Fakten stehen fest, doch vieles dazwischen bleibt offen. Und in diesen Lücken entfaltet das Buch seine besondere Wirkung. Es sind oft nur kleine Details, die hängen bleiben. Ein Satz aus einem Dokument, eine vorsichtige Einordnung. Daraus entsteht nach und nach ein Gefühl für das Leben dieser jungen Frau.
Auffällig ist, wie behutsam mit den vorhandenen Informationen umgegangen wird. Nichts wirkt ausgeschmückt oder übertrieben. Stattdessen entsteht ein stilles Nachdenken darüber, was gewesen sein könnte.
Der Blick auf die damalige Zeit wirkt bedrückend. Der Umgang mit jungen Frauen erscheint hart und oft kaum nachvollziehbar. Begriffe wie „unfügsam“ lassen erahnen, wie schnell jemand abgestempelt wurde. Dabei bleibt vieles unausgesprochen, und genau das wirkt nach.
Zum Ende hin wird das Buch noch ruhiger. Es geht weniger um neue Erkenntnisse als um das, was bleibt. Die wenigen Spuren fügen sich nicht zu einem vollständigen Bild. Denn nicht alles lässt sich klären.
Nach dem Lesen bleibt ein ruhiges Nachdenken. Gedanken kehren immer wieder zu dieser jungen Frau zurück, zu ihrem Widerstand und zu dem, was daraus geworden ist.
Dieses Buch ist ruhig, unaufgeregt, dabei sehr eindringlich und bleibt im Kopf.
Von mir gibt es 5 von 5 Sternen und eine klare Leseempfehlung für alle, die sich für ruhige, wahre Geschichten und vergessene Schicksale interessieren.

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Rezensionen von stomic:

Eine aufwühlende Geschichte

Bipolaras Glassprünge von Julika Lee

Bipolaras Glassprünge von Julika Lee erzählt die Geschichte von Lara, einer Frau, deren Leben durch eine bipolare Störung immer mehr aus dem Gleichgewicht gerät. Anfangs wirkt ihr Alltag noch relativ normal: Sie ist verheiratet mit Matthias und hat Zukunftspläne. Doch schnell wird klar, dass diese scheinbare Stabilität brüchig ist.

Lara durchlebt starke Stimmungsschwankungen. In manischen Phasen ist sie überdreht, trifft unüberlegte Entscheidungen und entfernt sich zunehmend von der Realität. In den depressiven Phasen dagegen fühlt sie sich leer, verzweifelt und antriebslos. Diese extremen Wechsel zerstören nach und nach ihr Leben.

Besonders belastend ist dabei ihre Beziehung zu Matthias. Er unterstützt sie nicht wirklich, sondern trägt eher dazu bei, dass sie sich noch unsicherer und allein gelassen fühlt. Dadurch wird deutlich, wie wichtig ein verständnisvolles Umfeld wäre – und wie sehr es fehlt.

Als sich ihr Zustand zuspitzt, kommt Lara in eine psychiatrische Klinik. Dort erlebt sie die Situation oft als Zwang und Kontrollverlust, was ihre Lage zusätzlich verschärft. Sie muss sich nicht nur mit ihrer Krankheit auseinandersetzen, sondern auch mit dem Gefühl, keine Kontrolle mehr über ihr eigenes Leben zu haben.

Das Buch basiert auf einer wahren Begebenheit, was die Geschichte besonders intensiv und erschütternd macht. Meiner Meinung nach ist es eine sehr berührende und zugleich aufrüttelnde Erzählung. Sie zeigt eindringlich, wie wichtig es ist, Depressionen und bipolare Störungen ernst zu nehmen und offen darüber zu sprechen. Gerade weil solche Themen oft tabuisiert werden, ist dieses Buch ein wichtiger Beitrag, um mehr Verständnis zu schaffen.

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Rezensionen von Anno:

Die Uhr tickt

Noch fünf Tage von Helena Falke

Für mich ist ‚noch Fünf Tage‘ das zweite Buch, das einen Mordanschlag voran setzt und das Opfer ermitteln lässt. Ich fand dieses Setting eigentlich sehr spannend, doch beide Male konnte mich die Handlung nicht ganz überzeugen. Diese hier ist aber deutlich realistischer. Lis ist Köchin und Angestellte der wohlhabenden Harmans als diese sterben- allesamt, selbst die Kinder.

Und Lis bleibt zurück mit nur noch fünf Tagen Lebenszeit.
Das weitere Szenario setzt sich hauptsächlich zusammen aus Erinnerungen und Überlegungen Lis’ zu den Hintergründen der Tat und ihrem aktuellen, etwas skurrilen Krankenhausalltag. Lis wirkte dabei auf mich sehr gefasst, fast stoisch und wenig nahbar, manchmal sogar etwas überheblich. Mir fehlte Wärme, Verzweiflung und generell Gefühl. Natürlich reagiert jeder anders auf eine solche Nachricht, doch mit der Zeit verlor ich dann mehr und mehr den Bezug zu dieser Frau und konnte sich mit ihrem früheren Leben nur wenig anfangen. Die Auflösung des Rätsels kam dennoch überraschend, wurde aber für mein Empfinden etwas zu rasch abgehandelt. Generell ist dieses Buch interessant geschrieben und durchaus fesselnd und stimmig, es besitzt aber kaum thrillertypische Merkmale und eine eher flache Spannungskurve. Vermutlich geht das auch gar nicht anders, wenn die Ausgangslage die Protagonistin ans Bett fesselt und der Rest der Handlung dadurch eher im Stillen verlaufen muss. Durch die Vermarktung hatte ich mir aber dennoch etwas anderes versprochen.
Die Zeitangaben und der daraus resultierende Druck war ein schönes Stilmittel, für die Handlung selbst aber kaum relevant. Für mich ist ‚noch Fünf Tage‘ das zweite Buch, das einen Mordanschlag voransetzt und das Opfer ermitteln lässt. Ich fand dieses Setting eigentlich sehr spannend, doch beide Male konnte mich die Handlung nicht ganz überzeugen. Diese hier ist aber deutlich realistischer. Lis ist Köchin und Angestellte der wohlhabenden Harmans als diese sterben- allesamt, selbst die Kinder. Und Lis bleibt zurück mit nur noch fünf Tagen Lebenszeit.
Das weitere Szenario setzt sich hauptsächlich zusammen aus Erinnerungen und Überlegungen Lis’ zu den Hintergründen der Tat und ihrem aktuellen, etwas skurrilen Krankenhausalltag. Lis wirkte dabei auf mich sehr gefasst, fast stoisch und wenig nahbar, manchmal sogar etwas überheblich. Mir fehlte Wärme, Verzweiflung und generell Gefühl. Natürlich reagiert jeder anders auf eine solche Nachricht, doch mit der Zeit verlor ich dann mehr und mehr den Bezug zu dieser Frau und konnte sich mit ihrem früheren Leben nur wenig anfangen. Die Auflösung des Rätsels kam dennoch überraschend, wurde aber für mein Empfinden etwas zu rasch abgehandelt. Generell ist dieses Buch interessant geschrieben und durchaus fesselnd und stimmig, es besitzt aber kaum thrillertypische Merkmale und eine eher flache Spannungskurve.
Durch die Vermarktung hatte ich mir ehrlich gesagt, einfach etwas anderes versprochen. Die Zeitangaben und der daraus resultierende Druck waren jedoch ein schönes Stilmittel und sehr passend zur Ausgangslage.

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Rezensionen von Shilo:

Und plötzlich ist alles anders

LavendelSommerTräume (Im Herzen der Provence) von Hanna Holmgren

Manchmal gibt es Geschichten, die genau das ausstrahlen, was man beim Lesen sucht. Ruhe, Wärme und das Gefühl, für eine Weile ganz woanders zu sein. Genau so ein Buch liegt hier vor. Schon nach wenigen Seiten entsteht ein Bild von weiten Lavendelfeldern, warmem Licht und einem Ort, an dem ein Neuanfang möglich scheint.

Dabei fühlt sich alles leicht an, ohne oberflächlich zu wirken.
Im Mittelpunkt steht Mia, die ihrem alten Leben den Rücken kehrt und in der Provence neu anfängt. Ohne festen Plan, aber mit dem Wunsch, wieder zu sich selbst zu finden. Diese Suche zieht sich leise durch die Seiten und wirkt dabei ehrlich und greifbar. Die kleinen Schritte, die sie geht, fühlen sich stimmig an und lassen gut nachvollziehen, wie schwer und zugleich befreiend so ein Neuanfang sein kann.
Besonders schön ist die Stimmung, die sich durch das ganze Buch zieht. Die Provence wird mit ruhigen Bildern beschrieben, ohne überladen zu wirken. Auch die Begegnung mit Jules fügt sich stimmig in die Handlung ein. Zwischen den beiden entsteht etwas Zartes, das sich langsam entwickelt und gerade dadurch glaubwürdig bleibt.
Ganz ohne Schatten bleibt es allerdings nicht. Gerade als sich alles ein wenig sortiert und leichter wirkt, holt Mia ihre Vergangenheit ein. Das bringt Unruhe in ihr neues Leben und sorgt dafür, dass man beim Lesen automatisch wissen möchte, wie es für sie weitergeht. Vor allem die ruhigeren Szenen zeigen, dass sie noch nicht ganz angekommen ist und vieles noch offen bleibt.
Der Schreibstil ist ruhig und angenehm zu lesen. Alles wirkt klar und verständlich, ohne kompliziert zu sein. Die Seiten lassen sich flüssig lesen, und es fällt leicht, in die Handlung einzutauchen. Dabei stehen nicht große Ereignisse im Vordergrund, sondern die leisen Momente, die lange nachwirken. Genau das macht den Reiz dieses Buches aus und sorgt dafür, dass man gern weiterliest.
Am Ende bleibt ein warmes Gefühl, das noch eine Weile anhält. Die Mischung aus Neuanfang, leiser Liebe und der Suche nach dem eigenen Weg wirkt stimmig und ehrlich. Die Handlung entwickelt sich ruhig, ohne langweilig zu werden, und lädt dazu ein, einfach mitzugehen.
Eine klare Leseempfehlung für alle, die ruhige Geschichten mögen, die ohne große Dramatik auskommen und gerade dadurch berühren. Dafür vergebe ich sehr gern 5 Sterne.

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